Programm Dokumentation/Kälteerzeugung
Weitere Optionen
Die Kälteerzeugung deckt den Kältebedarf, den EPOS-Plan für gekühlte Gebäude, Lastgänge im Kanal Kühlung und Prozesskälte rechnet. Kälte erzeugen die Wärmepumpe im Kühlbetrieb – wahlweise mit freier Kühlung über ihre Wärmequelle – und die Kältemaschine mit Luft-, Wasser-, Trocken- oder Nassrückkühlung; ein Kältespeicher puffert zwischen Erzeugung und Bedarf. Wie der Kältebedarf entsteht und wie Sie die Kühlung eines Gebäudes einstellen, steht auf der Seite Kühlung; was Kälteerzeugung, EER und freie Kühlung fachlich bedeuten, erklärt Grundlagen/Kühlung; den Rechenweg mit Formeln zeigt Berechnung: Kühlung. Die Typen der Kältemaschine – Kompression mit und ohne Typkennfeld, CO₂-Kältemaschine und Sorption – mit Aufbau und Einstellungen je Typ beschreibt die Seite Kältemaschinen nach Typ.
Einbindung in EPOS-Plan
In der Reihenfolge der Bedienung:
- Kühlung einschalten – Projektschalter Kühlung rechnen in der Simulation Konfiguration und am Gebäude Gebäude wird gekühlt mit Kühlsollwert (Kühlung einschalten). Ohne Kältebedarf rechnet kein Kälteerzeuger.
- Kälteerzeuger anlegen – Die Kachel Kühlung und Kälteanlagen im Reiter Energieerzeuger der Startseite öffnet den Dialog Kältemaschinen im Projekt: oben die Kältemaschinen und die Wärmepumpen im Kühlbetrieb des Projekts, darunter der Katalog mit Kältemaschinen und Wärmepumpen mit Kühlkennlinie (Kältemaschine, Kühlbetrieb der Wärmepumpe).
- Kältespeicher (wahlweise) – ein Pufferspeicher mit der Nutzung Kälte (Kältespeicher).
- Kaskade – Eine Wärmepumpe im Kühlbetrieb kühlt nur, wenn sie unter Komponenten der Simulation in der Kaskade steht; die Kältemaschinen folgen ihr in der Reihenfolge ihrer Anlagen, die Pfeile im Bereich Kälte ändern diese Folge (Deckung und Reihenfolge).
- Kältestrom (wahlweise) – ein eigener Stromträger und ein eigener Zähler für den Kältestrom (Stromträger und Abrechnung).

Deckung und Reihenfolge
Wärmeerzeuger decken keine Kälte. Kälte decken die Wärmepumpen im Kühlbetrieb und die Kältemaschinen des Projekts. In jeder Stunde mit Kältebedarf arbeitet EPOS-Plan eine feste Folge ab:
- Freie Kühlung der Kältemaschinen – Kältemaschinen mit Trocken- oder Nasskühler, deren Rückkühler kalt genug ist (Rückkühlung).
- Kältespeicher – sie entladen ihren Vorrat (Kältespeicher).
- Wärmepumpen im Kühlbetrieb – in der Folge der Wärmekaskade; jede zuerst über die freie Kühlung ihrer Wärmequelle, wenn sie eingeschaltet ist, dann mit dem Verdichter.
- Kältemaschinen – mit dem Verdichter, untereinander in der Reihenfolge ihrer Anlagen. Die Kaskade der Wärmeerzeuger ordnet sie nicht.
Diese Folge ist die Vorgabefolge. Die Folge der Erzeuger lässt sich im Bereich Kälte der Simulation Konfiguration mit den Pfeilen an den Kacheln ändern, etwa eine Kältemaschine vor die Wärmepumpe; freie Kühlung und Kältespeicher bleiben vorn. Vorgabefolge stellt die Vorgabe wieder her.
Ein Projekt kann einen Kälteerzeuger auf einzelne Senken festlegen (Gruppe Versorgt), etwa eine Maschine allein auf den Kühlkreis Prozess und einen Kältespeicher, eine zweite allein auf den Kühlkreis Gebäude. Dann deckt jeder Erzeuger nur seine eigenen Senken, und ein an ihn gebundener Kältespeicher entlädt ebenfalls nur in die gebundene Prozesskälte; was der Speicher nicht deckt, geht an die übrigen Erzeuger, die den Kühlkreis Prozess bedienen dürfen, nicht an Erzeuger allein für den Kühlkreis Gebäude. Ohne eine solche Festlegung bedient jeder Erzeuger alle Senken.
Was keine Stufe deckt, bleibt ungedeckt; das Laufprotokoll nennt Menge und Spitze. Ohne Kälteerzeuger bleibt der ganze Kältebedarf ungedeckt. Die Kühlung steht in der Knappheitsreihenfolge immer an letzter Stelle; ein Bedienelement für ihren Rang gibt es nicht.
Kälteschranke im geschlossenen Kreis. Rechnet das Projekt mit der Anlagenkopplung geschlossener Kreis, wirkt die Kälteanlage auf das Gebäude zurück: In jeder Stunde begrenzt die Kälteschranke die Raumkühlung – die Leistung der Kälteerzeuger am Kühlvorlauf samt freier Kühlung und der entnehmbare Inhalt der Kältespeicher, nach Abzug der Prozesskälte. Greift sie, wird der Raum wärmer; das zeigt sich in den Überhitzungsstunden. Eine reversible Wärmepumpe fehlt an ihrem Kühltag der Heizseite und an ihrem Heiztag der Kälteseite. Ohne Kopplung und im Heizkreis begrenzt die Kälteanlage das Gebäude nicht; ungedeckte Kälte steht dort als Rest im Laufprotokoll.
Kühlbetrieb der Wärmepumpe
Den Kühlbetrieb stellen Sie je Wärmepumpe ein, in der Gruppe Kühlbetrieb ihrer Konfiguration: in der Simulation Konfiguration über Konfiguration… an der Karte der Wärmepumpe oder an ihrer Kachel im Bereich Kälte – dort schaltet + Kühlbetrieb bzw. × den Kühlbetrieb auch direkt und sofort –, in der Wärmepumpen Verwaltung hinter Konfiguration…. Schneller geht es im Dialog Kältemaschinen im Projekt (Kachel Kühlung und Kälteanlagen im Reiter Energieerzeuger der Startseite): In das Projekt übernehmen einer Wärmepumpe aus dem Katalog schaltet ihren Kühlbetrieb ein, Aus dem Projekt entfernen schaltet ihn mit OK wieder aus (Kältemaschine); Kühl-Vorlauf und Hilfsstromanteil eines Geräts im Projekt bleiben dabei, wie sie sind.
| Feld | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|
| Maschine auch zum Kühlen benutzen | aus | schaltet den Kühlbetrieb dieser Wärmepumpe ein; ohne den Projektschalter Kühlung rechnen wirkt er nicht |
| Kühl-Vorlauf | kleinster Stützwert | Vorlauftemperatur des Kaltwassers; zur Wahl stehen die Vorlauftemperaturen, für die die Kühlkennlinie Werte führt. zwischen zwei Stützstellen wird linear interpoliert, außerhalb gilt die nächste |
| Hilfsstromanteil | kein Zuschlag | Strom für Pumpen und Ventilatoren des Kältekreises in Prozent der Verdichterarbeit; mindestens 0 % und weniger als 100 % |
| Stromträger des Kältestroms | wie Heizbetrieb | ein anderer Stromträger des Projekts für den Kältestrom dieser Wärmepumpe |
| Abrechnung des Kältestroms | anteilig am Netzbezug | erscheint nur, wenn der gewählte Stromträger nicht der des Projekts ist; siehe Stromträger und Abrechnung |
| Freie Kühlung über die Wärmequelle | aus | deckt Kälte direkt aus der Wärmequelle, bevor der Verdichter läuft; siehe Freie Kühlung über die Wärmequelle |
| Grädigkeit des Wärmetauschers | 3,0 K | erscheint mit dem Schalter; Temperaturabstand zwischen Quelle und Kaltwasser am Wärmetauscher, 0 bis 20 K |
| Leistungsgrenze | Kälteleistung der Kennlinie | erscheint mit dem Schalter; höchste Kälteleistung der freien Kühlung in kW, größer als 0 |
Versorgt. Mit eingeschaltetem Kühlbetrieb steht in der Gruppe Kühlbetrieb dieselbe Gruppe Versorgt wie an der Kältemaschine: Lieferziele Kühlkreis Gebäude, Kühlkreis Prozess und die Kältespeicher des Projekts mit Ladepriorität und Ladegrenze; ohne Wahl versorgt die Wärmepumpe alle Senken. Gespeichert wird die Wahl mit der Konfiguration der Wärmepumpe; schaltet man den Kühlbetrieb aus, bleibt sie erhalten.
Der Schalter ist gesperrt, wenn die Wärmepumpe im Projekt keine Kühlkennlinie führt oder ihre Wärme aus einem Quellspeicher bezieht: Er steht dann ohne Haken, und der Grund steht darunter. Ein schon eingeschalteter Kühlbetrieb lässt sich auch dann ausschalten. Führt ein Gerät eine Kühlleistung, aber keine Kühlkennlinie, sagt der Dialog, dass diese Maschine nur Wärme rechnet. Einen weiteren Stromträger ordnen Sie dem Projekt unter Berichte & Kosten › Energieträger zu.
Die Wärmepumpe schaltet je Tag zwischen Heizen und Kühlen um: Übersteigt der Kältebedarf eines Tages seinen Heizbedarf, kühlt sie an diesem Tag; maßgeblich sind die Bedarfe nach der Tagesbetriebsart der Zonen. Brauchwasser bleibt auch an einem Kühltag bedienbar.
Das Bild zeigt die Betriebsarten über ein Jahr für ein Bürogebäude mit einer Zone: Heizen an Heiztagen, an Kühltagen zuerst freie Kühlung über die Sole und den Rest mit dem Verdichter, Stillstand an Tagen ohne Bedarf. Mit mehreren Zonen gilt die Tagesart des Projekts; Kälte einer Zone am Heiztag der Wärmepumpe deckt sie dann nicht. Beispiel: Bei 120 MWh Heizwärme und 40 MWh Kälte heizt die Wärmepumpe an rund 260 Tagen und kühlt an 80; mit einer Leistungsgrenze der freien Kühlung von 15 kW deckt die Sole rund 12 MWh, der Verdichter 28 MWh.
Wie die Wärmepumpe kühlt
Die Kälteleistung einer Stunde liest EPOS-Plan aus der Kühlkennlinie beim gewählten Kühl-Vorlauf und der Temperatur der Wärmequelle; die Rückkühlung ist in der Kennlinie enthalten. Der Kältestrom ist die gedeckte Kälte geteilt durch die Leistungszahl des Kühlbetriebs (EER), dazu der Hilfsstromanteil. Er gehört zum Strombedarf des Projekts wie der Strom der Wärmepumpe im Heizbetrieb: Photovoltaik, BHKW und Stromspeicher decken ihn mit, den Rest liefert das Netz.
Die Jahresarbeitszahl Kälte ist die gedeckte Kälte eines Jahres geteilt durch den Kältestrom desselben Jahres.
Freie Kühlung über die Wärmequelle
Eine Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe kann Kälte direkt aus ihrer Wärmequelle decken, ohne dass der Verdichter läuft. Sie schalten das an der Anlage mit Freie Kühlung über die Wärmequelle ein und geben dazu die Grädigkeit des Wärmetauschers (leer = 3,0 K) und eine Leistungsgrenze (leer = Kälteleistung der Kennlinie in der Stunde) an. In jeder Stunde mit Kühlbetrieb prüft EPOS-Plan, ob die Temperatur der Wärmequelle plus Grädigkeit höchstens den Kühl-Vorlauf erreicht. Dann deckt die Quelle die Kälte der Stunde bis zur Leistungsgrenze vor dem Verdichter; den Rest der Stunde deckt der Verdichter nach der Kühlkennlinie. Der Strom der freien Kühlung ist der Strom der Pumpen: die frei gedeckte Kälte geteilt durch die Leistungszahl 15, dazu der Hilfsstromanteil. Die freie Kühlung wirkt nur bei einer Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit gepflegter Wärmequelle (Erdreich, Konstant, Profil oder CSV); bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, ohne Angabe der Quelle oder mit Pufferspeicher als Quelle ist der Schalter gesperrt, und der Lauf nennt den Grund. Bei einer Erdwärmesonde geht die Wärme, die die Kühlung in die Quelle bringt – frei gedeckte Kälte samt Pumpenarbeit, Verdichterkälte samt Verdichterarbeit –, in das Sondenfeld zurück und hebt die Soletemperatur; bei Erdkollektor, Konstant, Profil und CSV verändert sie die Quellentemperatur nicht (Grenzen).
Wärmepumpe mit Kältespeicher als Quelle
Eine Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe kann statt Erdreich, Außenluft oder einer Konstant-/Profilquelle einen Kältespeicher als Quelle nutzen: Sie entzieht ihm Wärme und kühlt ihn damit, auf der anderen Seite lädt sie einen Heizungspuffer oder einen Warmwasserspeicher. Gewählt wird der Kältespeicher wie jede Speicherquelle in der Quellenwahl der Anlage; zur Auswahl stehen nur Kältespeicher des Projekts.
Die Wärmepumpe entzieht dem Kältespeicher Wärme, solange er über seiner unteren Grenze liegt; fällt er darunter, läuft sie nicht weiter – es gibt keinen Wechsel auf eine zweite Quelle. Die Prozesskälte, die über das Feld Kältespeicher an diesen Speicher gebunden ist, lädt ihn auf (die gebundene Kälte wird so zur Kältedeckung über den Speicher); was über seine obere Grenze ginge, ist Kälteüberlauf und deckt die übrige Kältefolge. Der Bereitschaftsverlust des Speichers zählt dabei wie ein kleiner, zusätzlicher Wärmeeintrag.
Ladewunsch. Wird der Kältespeicher zu warm (sein Ladezustand fällt unter die Einschaltschwelle), läuft die Wärmepumpe von sich aus an und kühlt ihn, solange ihr Heizungspuffer noch Wärme aufnimmt – bis zur vollen Kapazität des Puffers, nicht nur bis zu dessen üblicher Einschaltschwelle. Ist der Heizungspuffer bereits voll, bleibt die Wärmepumpe aus; sie hat keine eigene Rückkühlung.
Kältemaschine
Die Kältemaschine ist ein eigener Kälteerzeuger neben der Wärmepumpe im Kühlbetrieb. Sie hat einen Katalog und einen Anlagendialog. Welche Typen es gibt und welche Einstellungen jeder Typ hat, beschreibt die Seite Kältemaschinen nach Typ.
Ihre Abwärme – Kälte plus Strom – gibt die Kältemaschine über die Rückkühlart an die Umgebung ab. Die Rückkühltemperatur der Stunde folgt aus der Außenluft (luftgekühlt plus 5 K, Trockenkühler plus 10 K) oder der Feuchtkugeltemperatur (Nasskühler plus 5 K), wassergekühlt gilt fest 25 °C. Mit Trocken- oder Nasskühler kühlt sie frei, wenn die Rückkühltemperatur mindestens 3 K unter dem Kaltwasser liegt.
Katalog. Die Verwaltung Kältemaschinen führt je Gerät die Kenndaten – Bezeichnung, Nennkälteleistung, Nenn-EER, Kältemittel, Rückkühlart (luftgekühlt, wassergekühlt, Trockenkühler oder Nasskühlturm), Mindestteillast, den kleinsten Kaltwasservorlauf und die Geräteart – und die Kennlinie, die Kälteleistung und EER je Stützpunkt aus Kaltwasser- und Rückkühltemperatur trägt. EPOS-Plan interpoliert zwischen den Stützpunkten und hält außerhalb den Randwert, das Laufprotokoll zählt solche Stunden. Ein Gerät ohne Kennlinienpunkte rechnet nicht, der Lauf warnt. Jedes Feld mit Vorgabe und Bedeutung, die Gerätearten und die Typen beschreibt die Seite Kältemaschinen nach Typ; Liste, Spalte Herkunft, eingebaute Typkennfelder, Kennliniendiagramm, Vergleich und Import der Verwaltung beschreibt die Seite Gerätekataloge.
Anlage. Ein Klick auf die Kachel Kühlung und Kälteanlagen im Reiter Energieerzeuger der Startseite öffnet den Dialog Kältemaschinen im Projekt. Er ist gebaut wie die Dialoge der übrigen Erzeuger (Katalogauswahl im Projektdialog):
- Inbetriebnahmejahr (Projekt) – oben im Dialog das geplante Jahr der Inbetriebnahme, 2000 bis 2100; es gilt für das ganze Projekt und schaltet die Prüfung der Kältemittel ein, leer heißt keine Prüfung. Geschrieben wird mit OK; die Zeilen Zulässigkeit folgen dem neuen Jahr beim nächsten Öffnen.
- Im Projekt stehen die Kältemaschinen-Anlagen und die Wärmepumpen im Kühlbetrieb in einer Liste mit Bezeichner, Art (Kältemaschine oder Wärmepumpe), Nennkälteleistung, EER/SEER, Rückkühlart, Anzahl, Kühlträger, eigenem Zähler und Rang in der Kältefolge; eine Wärmepumpe steht einmal je Gerät, auch wenn mehrere Anlagen es nutzen. Die Kopfleiste nennt die Summe der Nennkälteleistung über beide Arten (bei einer Wärmepumpe die Kühlleistung je Anlage). Die Liste hat keine Spalte Wahl: Gewählt wird eine Anlage durch den Klick auf ihre Zeile, die gewählte Zeile ist farbig hervorgehoben; Ankreuzen wählt keine Zeile. Der Stift einer Zeile öffnet die Anlage, Aus dem Projekt entfernen nimmt die angekreuzten Anlagen, sonst die gewählte heraus, gelöscht wird mit OK. Bei einer Wärmepumpe schaltet es nur den Kühlbetrieb aus; Gerät, Anlage und Wärmekaskade bleiben im Projekt, ihr Rang in der Kältefolge entfällt, und die übrigen Erzeuger rücken nach.
- Katalog (DB) zeigt die Geräte der Verwaltung Kältemaschinen und die Wärmepumpen des Katalogs mit Kühlkennlinie in einer Liste mit Spalte Art, Suchfeld, Spaltenwahl und Verwendungsmarke. Kühlleistung und EER einer Wärmepumpe stehen bei 7 °C Kaltwasser und der Quelle nach EN 14511 (35 °C Luft, 30 °C Sole oder Wasser); reicht ihre Kühlkennlinie nicht bis 7 °C, gilt der kleinste Kaltwasser-Vorlauf der Kennlinie. In das Projekt übernehmen einer Wärmepumpe legt sie als Projektwärmepumpe an und schaltet ihren Kühlbetrieb ein; steht sie schon im Projekt, wird nur der Kühlbetrieb eingeschaltet. Sie bekommt den nächsten Rang hinter den Erzeugern mit Rang. Fehlt der Projektkopie die Kühlkennlinie oder bezieht eine Anlage des Geräts ihre Wärme aus einem Quellspeicher, bleibt der Kühlbetrieb aus, und die Meldung nennt den Grund. In das Projekt übernehmen (auch Doppelklick oder Enter) legt aus jedem gewählten Gerät sofort eine Anlage mit eigener Projektkopie an; Abbrechen nimmt die in dieser Sitzung angelegten Anlagen wieder zurück. Typkennfelder laden… und Katalogverwaltung… stehen in der Kopfzeile des Katalogs neben Spalten…; das Ergebnis des Ladens steht in der zweiten Zeile der Katalogkopfzeile neben dem Knopf. Was ein Typkennfeld ist und wann der Knopf gesperrt ist, steht unter Kältemaschinen nach Typ: Typkennfelder. Die Knopfleiste in der Zeile Gewählter Satz führt Vergleichen…, Schloss setzen…/Schloss aufheben…, Löschen, Bearbeiten… und Neu…; reicht die Breite nicht, rückt sie in eine zweite Zeile. Die Infoknöpfe stehen im Kopf der Zeile neben dem Namen. Schloss und Löschen gelten nur für Katalogsätze, wirken je auf den Katalog der Art des gewählten Satzes und sind beim gewählten Projektsatz gesperrt. Vergleichen… vergleicht nur Sätze einer Art; bei gemischter Auswahl nennt der Knopf den Grund. Neu… legt eine Kältemaschine an; eine Wärmepumpe entsteht im Wärmepumpendialog. Bearbeiten… einer Wärmepumpe öffnet ihre Anlage mit Gerätesteckbrief und der Gruppe Kühlbetrieb – dieselbe Ansicht wie im Wärmepumpendialog; Kennlinien und Katalogsätze der Wärmepumpe bearbeiten Sie dort. Vergleichen… stellt die angekreuzten Anlagen (über ihre Projektkopie samt Kennlinie) und die angekreuzten Geräte des Katalogs gemeinsam nebeneinander, zwei bis drei Zeilen aus beiden Listen; ohne Kreuze steht die gewählte Anlage neben dem gewählten Gerät. Der Spaltenkopf nennt die Herkunft (Projekt oder Katalog) vor dem Namen. Bearbeiten… öffnet beim Projektsatz die Anlage (wie der Stift der Zeile), beim Katalogsatz sofort das Stammblatt des Geräts, ohne Liste davor (der Stift der Katalogzeile ebenso); eine Mehrfachbearbeitung gibt es nicht. Neu… öffnet den Katalogeditor für einen neuen Satz.
- Gewählter Satz. Aufgeklappt zeigt die Zeile eine Zusammenfassung, zuerst die Art und am Ende die Zeile Zulässigkeit (bei einem Katalogsatz „nicht geprüft“, weil ihm das Inbetriebnahmejahr fehlt); bei einer Wärmepumpe Kühlleistung, EER, Kühl-Vorlauf, Quelle, Kühlträger, Zähler und Rang, bei einer Anlage Nennkälteleistung, EER/SEER, Rückkühlart, Anzahl, Kühlträger, Zähler und Kosten, bei einem Katalogsatz Hersteller, Nennkälteleistung, EER, Rückkühlart und Geräteart. Bearbeiten… der Knopfleiste öffnet die Anlage in voller Höhe, links ein Steckbrief mit den wichtigsten Daten des Geräts: die Gruppe Betrieb mit den Eingaben der Anlage, unter Windows die Knöpfe Investitionskosten… und Betriebskosten… sowie Energiekosten…, das die Energieträgerverwaltung bei der Trägerkarte des Kühlträgers dieser Anlage öffnet (ohne eigenen Kühlträger beim Stromträger des Projekts; führt keiner von beiden einen Träger, nennt der Knopf diesen Grund). Bei einer Wärmepumpe steht Energiekosten… in der Knopfleiste und nennt den Wärmepumpendialog als Weg zu ihren Energiekosten, die Gruppe Gerät mit den Kennwerten der Projektkopie nur lesend und die Kenndaten als Kennliniendiagramm und Teillastkurve. OK der Überlagerung prüft und speichert die Anlage, Abbrechen stellt ihre Eingaben wieder her. Ein Katalogsatz öffnet dort nur zum Lesen.
- Katalog-Wärmepumpe bearbeiten. Bearbeiten… und der Stift einer Wärmepumpe der Liste Katalog (DB) öffnen den Katalogsatz als Blatt mit den Feldern der Verwaltung Wärmepumpen samt Kühlkennlinie, Gerätegrenzen und CO₂-Gruppe. Speichern schreibt den Katalogsatz, Verwerfen nimmt die Änderungen zurück, ein Schloss kennzeichnet einen gesperrten Satz; Zurück führt in die Liste. Unter iOS ist der Knopf mit Hinweis gesperrt.
- Abweichung vom Katalog – weicht die Projektkopie einer Kältemaschine von dem Katalogsatz ab, aus dem sie übernommen wurde, trägt ihre Zeile im Projekt das Zeichen ⚠ mit dem Hinweis weicht vom Katalog ab und den betroffenen Feldern; derselbe Hinweis steht am gewählten Satz. In der Bearbeiten-Überlagerung sind die abweichenden Gerätefelder markiert, bei abweichender Kennlinie die Gruppe der Kenndaten. Aus Katalog erneuern… setzt nach Rückfrage die Gerätewerte der Projektkopie samt Kennlinie, Sorptionsdaten und CO₂-Kreisprozessdaten sofort auf den Stand des Katalogs; der Katalogsatz und die Eingaben der Anlage (Anzahl, Kühlträger, Kühl-Vorlauf, Hilfsstromanteil, Antrieb, Rückkühlwerk, Kopplung) bleiben unverändert. Eine Projektkopie ohne zugehörigen Katalogsatz und eine Wärmepumpe tragen kein Zeichen.
| Feld | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|
| Name der Anlage | – | Bezeichnung der Anlage im Projekt |
| Anzahl | 1 | Zahl gleicher Maschinen; sie teilen die Last gleichmäßig, Leistung und Strom sind ein Vielfaches |
| Kaltwasservorlauf | kleinster Stützwert der Kennlinie | Vorlauftemperatur des Kaltwassers; der Platzhalter nennt den Wert, der gilt |
| Hilfsstromanteil | kein Zuschlag | Strom für Pumpen und Ventilatoren der Rückkühlung in Prozent der Verdichterarbeit; ungültige Werte verwirft der Lauf mit Meldung |
| Kühlträger | Stromträger des Projekts | Stromträger des Kältestroms der Anlage |
| eigener Zähler | aus | wirkt nur bei einem Kühlträger, der vom Stromträger des Projekts abweicht; siehe Stromträger und Abrechnung |
Konfiguration in der Simulation. Dieselben Felder öffnet Konfiguration… an der Kachel der Kältemaschine im Bereich Kälte der Simulation Konfiguration; ebenso ein Doppelklick auf die Kältemaschine oder ihre Rückkühlung im Anlagenschema. OK prüft und schreibt, Abbrechen verwirft. Teilen sich mehrere Anlagen dieselbe Projektkopie, sagt ein Hinweis, dass Kaltwasservorlauf und Hilfsstrom für alle gelten.
Rückkühlung und Rückkühlwerk. Die Rückkühlarten mit ihren Rückkühltemperaturen, die freie Kühlung, das Wasser des Rückkühlwerks, die Wahl des Rückkühlwerks an der Anlage und seine Ergebnisse stehen unter Kältemaschinen nach Typ: Rückkühlung.
Versorgt
In der Anlage (Bearbeiten… im Dialog Kältemaschinen im Projekt, ebenso Konfiguration… im Bereich Kälte der Simulation Konfiguration) steht nach der Gruppe Betrieb die Gruppe Versorgt. Sie legt fest, welche Senken der Kälteerzeuger beliefert:
- Lieferziele. Eine Mehrfachwahl aus Kühlkreis Gebäude (die Raumkühlung der Gebäude), Kühlkreis Prozess (die zentral gedeckte Prozesskälte) und je Kältespeicher des Projekts einem Eintrag Kältespeicher ….
- Alle (Vorgabe). Ist nichts gewählt, versorgt der Erzeuger beide Kühlkreise und jeden Kältespeicher, der keine eigenen Lader hat; die Gruppe sagt es in einer Zeile.
- Ladepriorität und Ladegrenze. Je gewähltem Kältespeicher steht unter der Wahl eine Zeile mit der Ladepriorität (1 bis 9, leer: Vorgabe) und der Ladegrenze in Prozent (leer: die Regel des Speichers). Ein Kältespeicher, den mindestens ein Erzeuger nennt, lädt nur von diesen Erzeugern, in der Folge der Ladepriorität.
Innerhalb eines Erzeugers gilt eine feste Folge: zuerst der Kühlkreis Prozess, dann der Kühlkreis Gebäude, dann die Ladung der Kältespeicher. Teilen sich mehrere Erzeuger einen Kühlkreis, decken ihn zuerst die Erzeuger, die nur ihn versorgen, danach die übrigen in der Kältefolge.
Die Gruppe prüft die Wahl beim Bearbeiten und nennt, was das Speichern verhindert – etwa einen Kältespeicher, der Wärmequelle einer Wärmepumpe ist, oder ein doppelt gewähltes Ziel; mit einem solchen Fehler schreibt OK nichts, und der Dialog bleibt offen. Hinweise, die das Speichern nicht verhindern, stehen darunter: ein Kühlkreis ohne Bedarf im Projekt und ein Kälteziel der Kopplung, das nicht unter den Lieferzielen steht – für dieses Ziel ruht die Kopplung dann.
An der Kachel der Kältemaschine im Bereich Kälte steht je Lieferziel ein Chip Versorgt: … (ohne Wahl Versorgt: alle (Vorgabe)), beim Kältespeicher mit der Ladepriorität als Kreisziffer; ein Chip Kopplung: … nennt das Kälteziel der Kopplung. An einer Sorptionsanlage (Sorptionskälte) wirkt dazu die Bindung an Kältesenken der Gruppe Sorptionsantrieb:
- Antrieb extern. Die Anlage rechnet in der Kältefolge wie eine Kältemaschine, die Gruppe Versorgt bietet dieselben Lieferziele. Es gilt die Schnittmenge aus Lieferzielen und Bindung: Ein Kühlkreis, den die Bindung ausschließt, bleibt wählbar, trägt den Zusatz (Bindung schließt aus), und ein Hinweis sagt, dass dieses Lieferziel nicht wirkt. Die Ladung eines Kältespeichers begrenzt die Bindung nicht.
- Antrieb gekoppelt. Die Anlage steht vor der Kältefolge und versorgt die Kühlkreise allein über ihre Bindung; die Gruppe nennt sie in einer Zeile Über die Bindung: …. Wählbar sind nur die Kältespeicher, je gewähltem Speicher mit der Ladegrenze (ohne Ladegrenze bis voll); eine Ladepriorität gibt es nicht. Die Anlage lädt genau einen Kältespeicher – sind mehrere gewählt, lädt sie keinen, und die Gruppe mahnt es an. Einen Kältespeicher, der Wärmequelle einer Wärmepumpe ist, lädt keine Anlage.
An der Kachel einer Sorptionsanlage steht ein Chip Über Bindung: … – bei gekoppeltem Antrieb immer und statt Versorgt: alle (Vorgabe), bei externem Antrieb, wenn die Bindung einen Kühlkreis ausschließt. Die Zeile versorgt von … der Kältebedarfsdialoge, die Speicherkarte (Lader (gekoppelte Sorption): …), der Dialog des Pufferspeichers und das Anlagenschema nennen die Sorptionsanlage nach derselben Regel; das Schema zeichnet an einem Kältespeicher, der Wärmequelle einer Wärmepumpe ist, keine Ladekante, sondern die Kante zur Wärmepumpe.
Beispiel. Kältemaschine 1 versorgt Kühlkreis Prozess und Kältespeicher 1 mit Ladepriorität 1, Kältemaschine 2 nur den Kühlkreis Gebäude. Kältespeicher 1 lädt dann allein von Kältemaschine 1; die Raumkühlung deckt allein Kältemaschine 2.
Kälte-Wärme-Kopplung
Eine wassergekühlte Kältemaschine kann ihre Abwärme nutzen: In jeder Stunde, in der ihr Kälteziel Kälte und ihr Wärmeziel Wärme braucht, deckt die Abwärme des Kondensators das Wärmeziel in derselben Stunde. Was die Kopplung deckt, brauchen die übrigen Erzeuger der Wärmeseite nicht mehr zu decken; ihre Kälte zählt wie die übrige Kälte der Maschine. Den Strom bucht die Simulation einmal und teilt ihn für die Kennzahlen nach Nutzenergie auf Kälte und Wärme auf. An einer Sorptionskältemaschine wirkt die Kopplung nicht: Die Gruppe steht bei Sorptionsgeräten nicht zur Verfügung. Nicht zu verwechseln ist sie mit dem Antriebsweg gekoppelt der Sorption, der die Antriebswärme von Erzeugern des Projekts bezieht und rechnet (Sorptionskälte: Anlage).
In der Anlage (Bearbeiten… im Dialog Kältemaschinen im Projekt, ebenso Konfiguration… im Bereich Kälte der Simulation Konfiguration) steht nach der Gruppe Rückkühlung die Gruppe Kälte-Wärme-Kopplung. Bei einer luftgekühlten Maschine steht statt der Gruppe der Hinweis, dass ihre Abwärme an die Außenluft geht und keine Kopplung möglich ist; die Ausnahme ist eine luftgekühlte Maschine, die über den Kreisprozess R744 rechnet (Wärmerückgewinnung am Gaskühler). Geschrieben wird mit OK; Abbrechen stellt Felder und Ziele wieder her.
- Abwärme nutzen (Kopplung). Schaltet die Kopplung ein. Ausgeschaltet bleiben die gewählten Ziele gespeichert.
- Führung. Schnittmenge (Vorgabe) koppelt nur, soweit in derselben Stunde Kälte und Wärme gebraucht werden; die übrige Kälte rechnet die Maschine mit Rückkühlung, die übrige Wärme decken die anderen Erzeuger. Kältegeführt folgt die Maschine dem Kältebedarf; Abwärme, die das Wärmeziel nicht abnimmt, geht an die Rückkühlung. Wärmegeführt gibt es an der Kältemaschine nicht: Ihr Verdampfer hat keine Quelle für überschüssige Kälte.
- Höchster Kondensator-Vorlauf. Die Einsatzgrenze des Kondensators in °C (20 bis 95). Ein leeres Feld zeigt „Vorgabe: Rand der Kennlinie“.
- Grädigkeit zur Wärmesenke. Der Temperaturabstand des Übertragers zur Wärmesenke in K (0 bis 20). Ein leeres Feld zeigt „Vorgabe: 3 K“.
- Wärmeziel. Heizkreis – Heizung und Warmwasser, Heizkreis – nur Heizung, Heizkreis – nur Warmwasser oder Prozesswärme.
- Kälteziel. Kühlkreis Gebäude oder Kühlkreis Prozess.
Die Rechnung kann auch mehrere Wärme- und Kälteziele gleichzeitig bedienen: Mehrere Wärmeziele koppeln an einem gemeinsamen Vorlauf (dem höchsten der Ziele mit Bedarf in der Stunde) in der Knappheitsreihenfolge; mehrere Kälteziele bedient die Kopplung in fester Folge zuerst im Kühlkreis Prozess, dann im Kühlkreis Gebäude. Ein Ziel, dessen Vorlauf allein die Einsatzgrenze überschreitet oder dem die Temperaturquelle fehlt, bleibt für diese Stunde ohne Kopplung, die übrigen Ziele koppeln weiter.
Trägt die Wärmesenke einen eigenen Pufferspeicher, lädt die Überschusswärme der Kopplung zuerst diesen Puffer; erst was er nicht mehr aufnimmt, geht wie gewohnt an die Rückkühlung (Kältemaschine) bzw. an die Umwelt oder die Wärmequelle (Wärmepumpe). Entsprechend lädt ein Kälteüberschuss einer wärmegeführten Wärmepumpe – mehr gekühlt als die Kälteziele brauchen – zuerst einen gebundenen oder den einzigen Kältespeicher des Projekts, bevor er die Wärmequelle belastet.
Die Kopplung braucht ein Wärmeziel und ein Kälteziel; OK nimmt beide oder keines an. Der Kondensator muss die Vorlauftemperatur des Wärmeziels samt Grädigkeit erreichen; eine Stunde, in der er das nicht schafft oder die Einsatzgrenze überschreiten müsste, koppelt nicht (Hubgrenze). Das Laufprotokoll nennt je Maschine Kälte, genutzte Wärme, Strom, Hilfsstrom, Gesamtleistungszahl und Gerätewert ohne Hilfsstrom, die gekoppelten Stunden und die Stunden an der Hubgrenze.
Gesamtleistungszahl. Sie setzt die genutzte Wärme plus die genutzte Kälte ins Verhältnis zum Strom des Kopplungsanteils plus Hilfsstrom; daneben steht der Gerätewert ohne Hilfsstrom. Der Hilfsstrom ist an der Kältemaschine der Hilfsstromanteil des Kältekreises plus die Rückkühlung der Überschusswärme, an der Wärmepumpe der Hilfsstromanteil des Kühlbetriebs.
Die Gruppe nennt fünf Hinweise:
- Beide Ziele wählen – die Kopplung ist eingeschaltet, aber nicht auf beiden Seiten steht ein Ziel.
- Kopplung aus – die Kopplung ist ausgeschaltet, die gewählten Ziele bleiben gespeichert.
- Vorlauf unter dem Kaltwasservorlauf – der Vorlauf einer gekoppelten Prozesskälte liegt unter dem kleinsten Kaltwasservorlauf der Kältemaschine; die Warnung nennt beide Werte.
- Stufe AK3 – rechnet das Projekt mit der Anlagenkopplung geschlossener Kreis, lehnt die Simulation ein Gebäudeziel (Heizkreis mit Heizung, Kühlkreis Gebäude) ab und rechnet die Maschine ohne Kopplung; zulässig sind dort Prozesswärme oder Warmwasser und der Kühlkreis Prozess.
- Temperaturpaar fehlt – ein Heizkreis-Ziel ist gewählt, an der Anlage fehlt aber das Temperaturpaar Vorlauf/Rücklauf: Ohne Heizkreis des Projekts und für Warmwasser kennt die Simulation dann keine Temperatur der Wärmesenke, und die Maschine koppelt in diesen Stunden nicht.
Beispiel. Kältemaschine 1, 100 kW, wassergekühlt, Kopplung eingeschaltet, Führung Schnittmenge, Wärmeziel Prozesswärme, Kälteziel Kühlkreis Prozess. In einer Stunde braucht die Prozesskälte 60 kWh und die Prozesswärme 50 kWh; die Maschine arbeitet mit einer Leistungszahl von 4. Gekoppelt werden 40 kWh Kälte: Mit 10 kWh Strom ergeben sie 50 kWh Abwärme, die die Prozesswärme ganz decken. Die übrigen 20 kWh Kälte rechnet die Maschine mit Rückkühlung. Kältegeführt koppelt sie alle 60 kWh Kälte; von 75 kWh Abwärme nimmt die Prozesswärme 50 kWh, 25 kWh gehen an die Rückkühlung.
Ergebnisse der Kopplung
Gilt für Kältemaschine und Wärmepumpe; ein gekoppeltes Projekt führt die Gruppe Kälte-Wärme-Kopplung der Kennzahlen nach der Gruppe Kälte, je Geräteart getrennt:
- Abwärme und Kälte – genutzte Abwärme gesamt und je Kanal, genutzte Kälte, Überschusswärme und Überschusskälte.
- Strom und Leistungszahlen – Strom, Hilfsstrom, Gesamtleistungszahl und Gerätewert ohne Hilfsstrom (Gesamtleistungszahl).
- Stunden – Kopplungsstunden und Stunden mit Hubgrenze.
- Kopplungsanteil – genutzte Abwärme geteilt durch genutzte Abwärme plus Überschusswärme.
- Jahresarbeitszahl Kälte – mit und ohne Kopplungsanteil; der Hilfsstrom wird dabei nach Nutzenergie auf Wärme und Kälte verteilt.
Der Bericht führt die Tafel Kälte-Wärme-Kopplung mit einer Spalte je gekoppeltem Gerät und die Kennzahl davon Prozesskälte. Das Kältebild des Berichts zeigt eine Fläche Kälte-Wärme-Kopplung, das Wärmebild ein Segment Wärmepumpe (Kopplung). Das Energieflussbild führt bei Kopplung die Quellwärme der Kopplung (aus der Wärmequelle bzw. der Außenluft) und die Überschusswärme (an Umwelt, Quelle oder Rückkühlung) als eigene Bänder. Die Wärmegestehung der Kopplung steht unter Wirtschaftlichkeit.
Teillast und Takten
Im Katalogdialog der Kältemaschine steuert die Gruppe Teillast und Takten das Teillastverhalten des Geräts: Teillastrechnung, Teillastkurve a/b/c, Kurve gültig ab Lastgrad, Taktverlustfaktor C_d, Verdichterregelung und Kennfeldrand. Unterhalb der Mindestteillast aus den Kenndaten der Kältemaschine taktet die Maschine. Jedes Feld mit Vorgabe und Bedeutung, die Knöpfe Kurve aus Typkennfeld… und Teillastpunkte prüfen… und das Bild der Vorgabekurven stehen unter Kältemaschinen nach Typ: Teillast und Takten. Das Projektgerät trägt dieselben Felder als Kopie. Bei Sorptionsgeräten steht die Gruppe nicht zur Verfügung; die Sorption hat ein eigenes Takten (Sorptionskälte: Was bei Sorption nicht wirkt).
Im Anlagendialog Kältemaschinen im Projekt zeigt die Gruppe Gerät diese Werte nur lesend. Bei mehreren Maschinen steht dort ein Hinweis auf die Folgeschaltung: Es laufen nur so viele Maschinen, wie die Last braucht.
Die Ergebnisse je Kältemaschine:
- Taktstrom – Mehrstrom des Taktens unter der Mindestteillast.
- Starts – Zahl der Anläufe im Jahr.
- Teillaststunden – Stunden unter Volllast.
- Lastgrad (Mittel) – mittlerer Lastgrad der Betriebsstunden.
- Stunden extrapoliert – Stunden außerhalb der Stützpunkte der Kennlinie.
Im Simulationsergebnis zeigt das Blatt Kälteproduktion des Reiters Ergebnis unter dem Diagramm je Kältemaschine die Kachel Teillast und Takten der Kältemaschinen die Werte Taktstrom, Starts, Teillastanteil, Mittlerer Lastgrad und Jahres-EER ohne Hilfsstrom; der Bericht führt sie in der Tafel Teillast und Takten der Kältemaschinen. Ohne Teillastrechnung entfallen Kachel und Tafel. Der Taktstrom geht wie der übrige Kältestrom in die Energiekosten ein. Das Rechenverfahren erklärt die Seite Grundlagen Kühlung.
Beispiel. Kältemaschine 1, 100 kW, Mindestteillast 20 %, Teillastrechnung Kurve: Bei 60 % Last gilt der Strom der Kurve; fällt die Last unter 20 %, taktet die Maschine, und der Lauf zählt Starts und Taktstrom. Zwei solche Maschinen decken eine Last von 150 kW beide mit 75 %; bei 90 kW läuft nur eine.
Die Kältemaschine ist Kostenkomponente der Wirtschaftlichkeit; der Katalogsatz führt keine Kostenfelder, sondern einen Verweis auf eine Satzvorlage des Kostenkatalogs, und die Kosten pflegt die Kostenverwaltung: Investition aus Nennkälteleistung mal Anzahl, wählbare Standardvorlagen für Investition und Betrieb; ihr Kältestrom geht zum Strompreis des Projekts beziehungsweise des Kühlträgers in die Energiekosten ein.
Sorptionskälte
Eine Kältemaschine der Bauart Sorption erzeugt Kälte mit Antriebswärme statt mit einem Verdichter, die sie von einem Erzeuger des Projekts oder extern bezieht. Sie teilt sich Katalog, Anlagendialog, Rückkühlung und Kältefolge mit der elektrischen Kältemaschine. Bauarten, Katalogfelder, Typkennfelder, Antriebswege, Antriebspuffer, Ablauf und Ergebnisse stehen unter Kältemaschinen nach Typ: Sorptionskälte; die Lieferziele und die Bindung an Kältesenken legt die Gruppe Versorgt fest.
CO₂-Kältemaschine (R744)
Eine Kältemaschine mit dem Kältemittel R744 (CO₂) rechnet wahlweise über ihre Kennlinie oder über einen eigenen Kreisprozess mit unterkritischem und transkritischem Betrieb. Aufbau, Felder der Gruppe CO₂-Kreisprozess (R744), Systemvarianten, Anpassung an Datenblattpunkte, Wärmerückgewinnung am Gaskühler, Ergebnisse und Bericht stehen unter Kältemaschinen nach Typ: CO₂-Kältemaschine; die Kopplung an dieser Maschine beschreibt der Abschnitt Kälte-Wärme-Kopplung.
Kältespeicher
Ein Pufferspeicher wird zum Kältespeicher, wenn seine Nutzung auf Kälte steht (Dialog Pufferspeicher, Feld Nutzung). In der Simulation Konfiguration steht er im Bereich Kälte, nicht in der Spalte der Pufferspeicher. Kälte steht allein, ohne Heizung, Brauchwasser und Prozesswärme; eine Senke braucht der Speicher nicht. Das Temperaturpaar heißt hier Kaltwasser-Vorlauf und Kaltwasser-Rücklauf (üblich 6 und 12 °C). Die Kapazität folgt aus Volumen und Spreizung: Volumen mal 1,16 Wh/(l·K) mal (Rücklauf minus Vorlauf).
- Laden – ohne Zuordnung laden ihn alle Kälteerzeuger, aber nur an Kühltagen und in der Ladephase: Sie beginnt an der Einschaltschwelle und endet an der Abschaltschwelle, der Lauf beginnt leer. Der Raum hat Vorrang; geladen wird nur, was die Erzeuger über den Raumbedarf hinaus liefern, begrenzt durch die Ladeleistung. Nennt die Gruppe Versorgt eines Kälteerzeugers den Kältespeicher, laden ihn nur die Kälteerzeuger, die ihn nennen – in der Folge ihrer Ladepriorität, danach in der Kältefolge, jeder bis zu seiner Ladegrenze, ohne Ladegrenze bis zur Abschaltschwelle.
- Entladen – in jeder Stunde mit Vorrat, nach der freien Kühlung und vor der Wärmepumpe und der Kältemaschine.
- Verluste – der Bereitschaftsverlust eines Kältespeichers ist Wärmeeintrag von außen und zehrt den Vorrat füllstandsanteilig.
- Warnungen – ein Kältespeicher ohne Kälteerzeuger oder in einem Projekt ohne Kühlung nennt der Lauf.
Das Bild zeigt einen Sommertag mit den Vorgabeschwellen: Der Speicher deckt den Vormittag, bis er die Einschaltschwelle erreicht; in der Ladephase läuft die Kältemaschine mit voller Leistung, deckt zuerst den Raum und lädt mit dem Überschuss, und entladen wird auch dann. Beispiel: Kältemaschine 25 kW, Kältespeicher 60 kWh, ein Bürotag mit 215 kWh Kälte und 26 kW Spitze – der Speicher gibt rund 95 kWh an den Raum ab, und die Kältemaschine lädt ebenso viel nach, den größten Teil am Abend.
Die Speicherkarte der Simulation Konfiguration und die Gruppe Ladereihenfolge im Dialog Pufferspeicher nennen die Lader des Kältespeichers: ohne Zuordnung mit dem Zusatz Vorgabe: alle Kälteerzeuger, mit Zuordnung je Lader mit Ladepriorität und Ladegrenze, eine eigene Ladegrenze mit dem Zusatz (eigene). Im Anlagenschema führt von jedem Lader eine Ladekante zum Kältespeicher. Hat das Projekt Prozesskälte, stehen in der Kältebahn die Abnehmer Kühlkreis Gebäude und Kühlkreis Prozess; ein Kälteerzeuger mit Zuordnung ist mit den Kühlkreisen verbunden, die er versorgt. Sobald ein Kälteerzeuger eine Zuordnung hat, versorgt ein Kältespeicher, an den Prozesskälte gebunden ist, nur den Kühlkreis Prozess; sonst versorgt jeder Kältespeicher beide Kühlkreise.
Im Bericht zeigt die Tafel Kältespeicher je Speicher Kapazität in kWh, Ladung, Entladung und Wärmeeintrag in MWh/a und die Vollzyklen; ohne Kältespeicher bleibt sie leer.
Stromträger und Abrechnung
Ohne eigene Wahl trägt der Kältestrom Tarif und Emissionsfaktor des Stromträgers des Projekts. Wählen Sie für eine Wärmepumpe oder eine Kältemaschine (Feld Kühlträger) einen anderen Stromträger, bestimmt die Abrechnungsart, wie ihr Kältestrom in Kosten und Emissionen eingeht:
- anteilig am Netzbezug (Vorgabe) – ein Netzanschluss: Der Netzbezug jeder Viertelstunde wird nach dem Anteil des Kältestroms am Stromverbrauch geteilt. Dieser Anteil trägt Arbeitspreis und Emissionsfaktor des gewählten Stromträgers, der Rest die des Stromträgers des Projekts. Eigenstrom aus Photovoltaik, BHKW und Stromspeicher bleibt gemeinsam; Grund- und Leistungspreis bleiben beim Stromträger des Projekts.
- eigener Zähler – Der Kältestrom dieser Wärmepumpe oder Kältemaschine wird getrennt gezählt: Er wird nicht aus Photovoltaik, BHKW oder Stromspeicher gedeckt und trägt ganz Arbeitspreis und Emissionsfaktor des gewählten Stromträgers. Dazu kommen der Grundpreis dieses Stromträgers und, wenn er einen führt, sein Leistungspreis – bemessen an der höchsten Leistung des Kältestroms dieses Kälteerzeugers, nach derselben Regel wie beim Netzbezug des Projekts (Staffel, Monats- oder Jahressatz). Jeder Kälteerzeuger mit eigenem Zähler hat seinen eigenen Zähler, auch wenn zwei denselben Stromträger wählen: Jeder trägt einen Grundpreis und seine eigene Spitze.
Fehlt dem gewählten Stromträger der Arbeitspreis, bleiben die Energiekosten aus, und der Grund nennt den Stromträger. Das Laufprotokoll nennt je Wärmepumpe den Stromträger, die Abrechnungsart und die Menge, die er trägt.
Beispiel
Anlage K – Bürogebäude mit Kältemaschine: Kältebedarf aus dem Gebäudemodell, Kühllast 90 kW, Kühldecken 16/19 °C. Kältemaschine 1 mit 100 kW und Trockenkühler, Speicher 2 als Kältespeicher mit 2 000 l, Kältestrom über einen eigenen Zähler. Eine Wärmepumpe heizt und kühlt nicht.
| Dialog | Feld | Wert | Warum |
|---|---|---|---|
| Katalogdialog der Kältemaschine | Rückkühlart | wassergekühlt mit Trockenkühler | ermöglicht freie Kühlung in kühlen Stunden |
| Kältemaschinen im Projekt, Gruppe Betrieb | Name der Anlage | Kältemaschine 1 | Bezeichnung in Protokoll, Ergebnis und Bericht |
| Anzahl | 1 | eine Maschine deckt die Kühllast | |
| Kaltwasservorlauf | 16 °C | passt zu den Kühldecken; ein wärmerer Vorlauf verbessert den EER | |
| Kühlträger | ein zweiter Stromträger des Projekts | eigener Tarif für den Kältestrom | |
| eigener Zähler | an | der Kältestrom wird getrennt gezählt | |
| Pufferspeicher | Nutzung | Kälte | der Speicher wird Kältespeicher |
| Volumen, Kaltwasser-Vorlauf und -Rücklauf | 2 000 l, 6 und 12 °C | Kapazität 2 000 l · 1,16 Wh/(l·K) · 6 K ≈ 14 kWh | |
| Simulation Konfiguration | Kühlung rechnen | an | projektweiter Schalter |
Was zu erwarten ist. In kühlen Stunden der Übergangszeit deckt der Trockenkühler die Kälte frei, der Verdichter steht; an heißen Tagen läuft die Maschine mit dem EER ihrer Kennlinie. Der Kältespeicher lädt an Kühltagen, was die Maschine über den Raumbedarf hinaus liefert, und gibt es in späteren Stunden wieder ab. Der Kältestrom trägt den Tarif des Kühlträgers samt Grund- und Leistungspreis des eigenen Zählers; Photovoltaik deckt ihn nicht mit. Nachzusehen in der Übersicht des Simulationsergebnisses, Karte Energiebilanz, Block Kälte, im Reiter Kälteanlage und im Bericht in den Tafeln Kälteerzeuger und Kältespeicher (Ergebnisse).
Fallstricke
- Kühlleistung ist keine Kühlkennlinie. Ohne Kühlkennlinie im Projekt ist Maschine auch zum Kühlen benutzen gesperrt („Zu diesem Gerät liegen keine Kühlkenndaten vor"); eine Kühlleistung allein genügt nicht. Abhilfe: ein Gerät mit Kühlkennlinie wählen.
- Wärmepumpe ohne Kaskadenplatz. Eine Wärmepumpe im Kühlbetrieb kühlt nur, wenn sie in der Kaskade der Simulation Konfiguration steht.
- Kältemaschine ohne Anlage. Ein Gerät im Projektkatalog ohne Anlage im Dialog Kältemaschinen im Projekt rechnet nicht, ebenso ein Gerät ohne Kennlinienpunkte; der Lauf nennt beides.
- Übergangszeit. Die Wärmepumpe kühlt nur an Kühltagen; Kälte an einem Heiztag deckt sie nicht; eine Kältemaschine ist weder an die Kühltage noch an die Sperrzeit einer Wärmepumpe gebunden und deckt Kälte auch an einem Heiztag; nur das Laden eines Kältespeichers wartet auf einen Kühltag. Die Sperrzeit des Energieversorgers sperrt auch das Kühlen der Wärmepumpe.
- Kühl-Vorlauf. Zur Wahl stehen die Stützstellen der Kühlkennlinie, leer die kälteste. Ein Kühl-Vorlauf zwischen zwei Stützstellen rechnet Kälteleistung und Leistungszahl linear zwischen beiden, ein Wert außerhalb mit der nächsten Stützstelle; das Laufprotokoll nennt das je Gerät. Kälter als die Vorlaufgrenze mischt das Gebäude hoch, der Kälteerzeuger rechnet aber mit der Leistungszahl seines Vorlaufs.
- Rand der Kennlinie. Auf der Achse der Außen- bzw. Quellentemperatur wird über der obersten Stützstelle mit Extrapolation der WP-Kennlinie erlauben verlängert, sonst gilt ihr Wert, unter der untersten deren Wert; das Laufprotokoll zählt die Stunden. Den Kühl-Vorlauf betrifft der Schalter nicht. Ein Kühlblock in Heizlage oder mit vertauschten Achsen steht unter Kühl-Vorlauf gesperrt.
- Luftgekühlte Kältemaschine. Sie kennt keine freie Kühlung; dafür braucht es einen Trocken- oder Nasskühler.
- Kältespeicher ohne Erzeuger. Ein Kältespeicher lädt nur aus Kälteerzeugern und nur an Kühltagen; ohne Kälteerzeuger oder ohne Kühlung im Projekt nennt der Lauf ihn.
- Regeneration der Sonde. Kühlt eine Wärmepumpe mit Erdwärmesonde, geht ihre Kühlwärme in das Sondenfeld zurück und hebt die Soletemperatur (Wärmequelle Erdreich).
Ergebnisse
- Simulationsergebnis, Übersicht – in der Karte Energiebilanz neben Wärme und Strom der Block Kälte mit Kältebedarf, Deckungsgrad und Restkältebedarf; kühlt ein Kälteerzeuger, steht darunter der Kältestrom mit dem EER-Jahreswert. Rechts stehen der Ring Kältebedarfsdeckung mit seiner Legende – Kältemaschinen, Wärmepumpe im Kühlbetrieb, freie Kühlung, Kältespeicher, Kopplung, dezentral und ungedeckt – und der Balken Kältebedarf und Deckung. Der Block steht nur, wenn das Projekt Kälte rechnet.
- Simulationsergebnis, Reiter Kälteanlage – die Tabelle der Kälteerzeuger mit Art und Kühl-Vorlauf, Nennkälteleistung, Kälte, freier Kühlung, Kältestrom und EER; bei einer Kälte-Wärme-Kopplung nennt die Art-Zelle des Kopplungsgeräts Kälteziel und Wärmeziel. Ohne Kopplung und ohne Senkenzuordnung versorgen alle Kälteerzeuger gemeinsam Raumkühlung und Prozesskälte; eine Zeile unter der Tabelle sagt es, wenn beides vorkommt. Sind den Kälteerzeugern Senken zugeordnet, nennt die Spalte Versorgt je Erzeuger seine Senken, und der Block Kältelieferung zeigt je Quelle und Senke die gelieferte Kälte und die Stunden mit Lieferung. Der Block Teillast und Takten führt jede Kältemaschine mit Starts und Taktstunden; Teillaststunden, Teillastanteil, Lastgrad und Jahres-EER ohne Hilfsstrom nur mit Teillastweg (Teillast und Takten). Weitere Blöcke, nur mit Daten: Dezentrale Kältedeckung, Kühlbetrieb (kühlende Wärmepumpen), Rückkühlung und Kältespeicher mit der Ladung je Lader. Die Kältedeckung je Erzeuger der Energiebilanz führt jeden Kälteerzeuger der Kältefolge mit seinem Namen. Die Ladung eines Kältespeichers zählt in der Kältedeckung nicht beim Erzeuger, der ihn geladen hat; der Speicher deckt mit seiner Entladung, und unter dem Posten aus Kältespeicher nennt je Lader eine Zeile geladen von … die Ladung.
- Simulationsergebnis, Reiter Ergebnis, Blatt Kälteproduktion – das Diagramm Kälteproduktion Jahresganglinie: je Kälteerzeuger die gedeckte Kälte der Stunde als Säule, die ungedeckte Kälte grau, der Kältebedarf als Linie; mit sortiert als Dauerlinie. Das Blatt steht nur in Projekten, die Kälte rechnen.
- Bericht – im Abschnitt Kältebedarf und -deckung der Projektbeschreibung: Deckungsgrad, Kälteerzeugung, Kältestrom, Jahresarbeitszahl Kälte sowie Netzbezug, Kosten und CO₂ des Kältestroms, die Tabelle Kälteerzeuger, bei einem Kältespeicher die Tafel Kältespeicher, bei Teillastrechnung die Tafel Teillast und Takten der Kältemaschinen, bei einer Maschine mit Kreisprozess R744 die Tafel R744-Kreisprozess (R744: Ergebnisse), je Kältemaschine mit Rückkühlwerk die Zeile Rückkühlwerk an … unter der Tabelle Kälteerzeuger (Rückkühlwerk) und der Satz, dass Kältemittelverluste nicht enthalten sind. Kühlt eine Wärmepumpe frei über ihre Wärmequelle, stehen bei ihr die Kälte und die Stunden der freien Kühlung. Im Variantenvergleich stehen die Zahlen der Wärmepumpen im Kühlbetrieb in der Gruppe Kälte. Das Bild der Kälteproduktion steht als Platzhalter
{{stand.bild.kaelte_produktion}}in den Berichtsvorlagen. - Wirtschaftlichkeit – der Kältestrom ist Teil der Energiekosten und der Emissionen. Trägt ein Kälteerzeuger einen eigenen Stromträger, steht sein Kältestrom in den Energiekosten je Anlage als eigene Zeile Kältestrom …; bei eigenem Zähler stehen darunter Grundpreis Kältestromzähler … und Leistungspreis Kältestromzähler …. Den Leistungspreis rechnet EPOS-Plan aus einem frischen Lauf, wie beim Netzbezug des Projekts.
Die Zahlen des Kältebedarfs – Kältelast, Stunden mit Kühlbedarf, Überhitzungsstunden – beschreibt Kühlung: Ergebnisse.
Zulässigkeit des Kältemittels
Mit einem gesetzten Inbetriebnahmejahr (oben im Dialog Kältemaschinen im Projekt) prüft EPOS-Plan, ob das Kältemittel einer Kältemaschine oder Wärmepumpe zu dem Jahr noch zu den Stichtagen der Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase (Anhang IV, Verbote des Inverkehrbringens) passt. Ohne Jahr entfällt die Prüfung.
- Was geprüft wird: Kältemittel von Kühlern, in sich geschlossenen Geräten und Split-Geräten, je nach Leistungsband und Stichtag. Die Angaben des Kältemittels (GWP, F-Gas-Kennzeichen, Stoffklasse) kommen aus der Kältemittelliste (Kältemittel).
- Nur ein Hinweis: Anhang IV verbietet das Inverkehrbringen, nicht den Betrieb. EPOS-Plan warnt deshalb nur und sperrt nichts; Ausnahmen des Anhangs kennt die Prüfung nicht.
- Nicht prüfbar: Fehlt eine Angabe – Kältemittel, GWP, F-Gas-Kennzeichen, Stoffklasse, Nennleistung oder Geräteklasse –, steht nicht prüfbar mit der fehlenden Größe. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen gelten als nicht prüfbar.
- Wo der Hinweis steht: als Meldung im Simulationslauf, am Knoten der Kältebahn, im Bericht – dort trägt die Spalte Kältemittel einen Stern mit Fußnote – und als Zeile auf der Kachel Kühlung und Kälteanlagen. Die Lesezeile Zulässigkeit im Anlagendialog nennt Ergebnis und Jahr.
Die Prüfung ist eine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
Grenzen
- Keine Kältemittelemissionen: Die Emissionen des Kältestroms sind betriebsbedingt über den Strom gerechnet; die Wirkung eines Kältemittelverlusts auf das Klima rechnet EPOS-Plan nicht.
- Kälteerzeuger: Kälte decken die Wärmepumpe im Kühlbetrieb und die Kältemaschine; freie Kühlung gibt es an der Kältemaschine mit Trocken- oder Nasskühler und an einer Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe über ihre Wärmequelle.
- Rückwirkung nur an der Sonde: Die Kühlwärme einer Wärmepumpe mit Erdwärmesonde regeneriert das Sondenfeld (Wärmequelle Erdreich); bei Erdkollektor, Konstant, Profil und CSV verändert sie die Quellentemperatur nicht. Kältemaschinen kühlen gegen die Umgebung und speisen nicht ins Erdreich.
- Wärmerückgewinnung am Gaskühler: für die Maschine mit Kreisprozess R744, einstufig oder mit Systemvariante, kältegeführt oder als Schnittmenge; die R744-Wärmepumpe koppelt nicht.
- Verluste eines Kältenetzes werden nicht gerechnet.
Berechnung
Kältefolge, Rückkühlung und freie Kühlung, Teillast und Takten der Kältemaschine, der Kühlbetrieb der Wärmepumpe und die Kälteschranke stehen mit Formeln unter Berechnung: Kühlung.
Siehe auch
- Programm Dokumentation/Kühlung – Kältebedarf, Kühlung am Gebäude, Kühlübergabe und Kühlkurve
- Kältemaschinen nach Typ – Typen, Aufbau und Einstellungen je Typ: Kompression, CO₂-Kältemaschine, Sorption und Rückkühlung
- Grundlagen/Kühlung – Kälteerzeugung, EER, freie Kühlung, Teillast und Takten fachlich
- Berechnung: Kühlung – der Rechenweg mit Formeln
- Programm Dokumentation/Wärmepumpe – der Heizbetrieb derselben Maschine
- Gerätekataloge: Kältemittel – die Kältemittelliste
- Gerätekataloge – Verwaltung und Import der Kältemaschinen
- Programm Dokumentation/Pufferspeicher – Speicherdialog, Schwellen und Ladeleistung