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Programm Dokumentation/Kühlung: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Der Kältebedarf ist sensible Kälte ohne Entfeuchtung: Feuchte und latente Last sind nicht enthalten — der Kältebedarf einer Anlage mit Entfeuchtung liegt darüber.''' Dieser Satz steht in EPOS-Plan neben jeder Kältezahl, im Bericht und im Export.
'''Der Kältebedarf ist sensible Kälte ohne Entfeuchtung: Feuchte und latente Last sind nicht enthalten — der Kältebedarf einer Anlage mit Entfeuchtung liegt darüber.''' Dieser Satz steht in EPOS-Plan neben jeder Kältezahl, im Bericht und im Export.
Was Kühllast, Kälteerzeugung und die Leistungszahl EER bedeuten, erklärt [[Grundlagen/Kühlung]]; hier steht, wie EPOS-Plan den Kältebedarf einbindet und rechnet. Wärmepumpe im Kühlbetrieb, Kältemaschine und Kältespeicher beschreibt die Seite [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung|Kälteerzeugung]].
== Einbindung in EPOS-Plan ==
{{Anker|einbindung}}
Die Kühlung hat zwei Seiten: den '''Kältebedarf''' eines Gebäudes und den '''Kälteerzeuger''', eine Wärmepumpe im Kühlbetrieb oder eine [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltemaschine|Kältemaschine]]. In der Reihenfolge der Bedienung (hier für die Wärmepumpe):
# '''Gebäude''' – Gebäudedialog, Bereich ''Anlage & Übergabe'', Klappe ''Kühlung und Kühlübergabe'': ''Gebäude wird gekühlt'', bei Bedarf ''Kühlleistungsgrenze''; den ''Kühlsollwert'' trägt der Bereich ''Nutzung & Konditionierung'' in der Spalte ''Kühlen'', Zeile ''Tag'' ([[#eingaben|Eingaben]]). Kältebedarf entsteht nur auf dem Rechenweg nach VDI 6007 oder aus einem Lastgang im Kanal ''Kühlung''.
# '''Gerät''' – Eine Wärmepumpe deckt Kälte nur mit '''Kühlkennlinie''': Kälteleistung und EER je Kühl-Vorlauf über der Außen- bzw. Quellentemperatur. Sie kommt mit dem Herstellerdaten-Import nach VDI 3805 in den Katalog und mit dem Gerät ins Projekt. Im ''Wärmepumpen-Katalog'' zeigt ''nur mit Kühlfunktion'' die Geräte mit Kühlleistung.
# '''Kühlbetrieb''' – ''Konfiguration…'' der Wärmepumpe, Gruppe ''Kühlbetrieb'' ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kuehlbetrieb|Kühlbetrieb der Wärmepumpe]]).
# '''Simulation Konfiguration''' (Startseite, Reiter ''Simulation'', Knopf ''Simulation Konfiguration...''; ebenso Menü ''Projekt → Simulation…'') – die Wärmepumpe unter ''Komponenten der Simulation'' in die Kaskade aufnehmen, sonst kühlt sie nicht, und im Bereich ''Kälte'' unter den Komponenten ''Kühlung rechnen'' einschalten.
# '''Kühlübergabe''' (wahlweise) – Mit ''Anlagenkopplung'' ''Heizkreis'' und ''Kühlübergabe rechnen (statt idealer Kühlung)'' am Gebäude rechnet EPOS-Plan Kühldecke, Flächenkühlung oder Gebläsekonvektor mit festem Kaltwasser-Vorlauf, mit mehreren Zonen je Zone ([[#kuehluebergabe|Kühlübergabe]]); im geschlossenen Kreis gleitet der Vorlauf wahlweise mit der [[#kuehlkurve|Kühlkurve]].
{{Diagramm-Anfang|titel=Ein Tag mit Kühlung in EPOS-Plan}}
'''Heiztag''' – der Heizbedarf des Tages überwiegt:
{{Fluss-Anfang|ausrichtung=flex-start}}
{{Flusskasten|Außenluft|Wärmequelle|rolle=umwelt}}
{{Flusspfeil}}
{{Flussspalte-Anfang}}
{{Flusskasten|Wärmepumpe A|heizt|rolle=waerme}}
{{Flusskasten|Kessel 1|nachrangig|rolle=kessel}}
{{Flussspalte-Ende}}
{{Flusspfeil|Heizwärme}}
{{Flusskasten|Pufferspeicher|Heizkanal|rolle=speicher}}
{{Flusspfeil}}
{{Flusskasten|Gebäude|rolle=waerme}}
{{Fluss-Ende}}
'''Kühltag''' – der Kältebedarf des Tages überwiegt:
{{Fluss-Anfang|ausrichtung=flex-start}}
{{Flussspalte-Anfang}}
{{Flusskasten|Wärmepumpe A|kühlt|rolle=kaelte}}
{{Flusspfeil|Abwärme|richtung=unten}}
{{Flusskasten|Außenluft|Rückkühlung|rolle=umwelt}}
{{Flussspalte-Ende}}
{{Flusspfeil|Kälte, ohne Speicher}}
{{Flusskasten|Gebäude|rolle=kaelte}}
{{Fluss-Ende}}
{{Fluss-Anfang|ausrichtung=flex-start}}
{{Flusskasten|Kessel 1|heizt am Kühltag|rolle=kessel}}
{{Flusspfeil|Heizwärme des Tages}}
{{Flusskasten|Gebäude|rolle=waerme}}
{{Fluss-Ende}}
{{Diagramm-Ende|Prinzipbild. Die Betriebsart gilt je Tag für den Heizkanal der Wärmepumpe; Brauchwasser bleibt an beiden Tagen bedienbar. Am Kühltag lädt sie keinen Pufferspeicher des Heizkanals, und kein Speicher nimmt Kälte auf.}}
== Beispiel ==
{{Anker|beispiel}}
'''Anlage D – Bürogebäude''', 2 000 m²: Heizlast 90 kW, Kühllast 80 kW, Flächenheizung 40/30 °C, Kühldecken 16/19 °C; reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe A mit 100 kW, Kessel 1 mit 60 kW, Speicher 1 (Pufferspeicher, 1 500 l), Photovoltaik 60 kWp, Strombedarf 120 MWh/a. Die Kühlkennlinie führt die Kühl-Vorläufe 7 und 18 °C, der höchste Heizsollwert ist 21 °C.
{| class="wikitable"
! Dialog !! Feld !! Wert !! Warum
|-
| rowspan="2" | Gebäudedialog, Klappe ''Kühlung und Kühlübergabe'' || Gebäude wird gekühlt || an || sonst läuft das Büro frei, und die Spalte ''Kühlen'' der Konditionierung bleibt gesperrt
|-
| Kühlleistungsgrenze || 80 kW || die Kühllast
|-
| Gebäudedialog, Bereich ''Nutzung & Konditionierung'' || Spalte ''Kühlen'', Zeile ''Tag'' || 26 °C || der Kühlsollwert, mehr als 1 K über dem höchsten Heizsollwert; ohne weitere Zeile der Spalte und ohne Kühlkalender gilt er in jeder Stunde
|-
| rowspan="3" | Gebäudedialog, Abschnitt ''Kühlübergabe'' || Kühlübergabe rechnen (statt idealer Kühlung) || an || Kühldecken statt idealer Kühlung
|-
| Kühlübergabeart || Kühldecke || Vorgaben 16/19 °C und Vorlaufgrenze 16 °C passen, diese Felder bleiben leer
|-
| Nennleistung der Kühlübergabe || 80 kW || leer käme sie aus dem Auslegungstag
|-
| Wärmepumpen-Stammdaten (Administration, Wärme- und Kälteerzeugung, Wärmepumpen), Katalogliste || nur mit Kühlfunktion || an || die Liste zeigt nur Geräte mit Kühlkennlinie; im Projekt filtert der Trichter der Spalte ''Kühlleistung [kW]'' ebenso
|-
| rowspan="3" | ''Konfiguration…'', Gruppe ''Kühlbetrieb'' || Maschine auch zum Kühlen benutzen || an || Wärmepumpe A wird Kälteerzeuger
|-
| Kühl-Vorlauf || 18 °C || Stützstelle nahe 16 °C, bessere Leistungszahl als 7 °C
|-
| Hilfsstromanteil || 5 % || Pumpen und Ventilatoren des Kältekreises
|-
| rowspan="3" | Simulation Konfiguration || Komponenten der Simulation || Wärmepumpe A vor Kessel 1 || nur in der Kaskade kühlt sie; die Vorwahl einer neuen Kaskade stellt die Wärmepumpe schon vor den Kessel
|-
| Kühlung rechnen || an || projektweiter Schalter
|-
| Anlagenkopplung || Heizkreis oder geschlossener Kreis || sonst ruht die Kühlübergabe
|}
<!-- Überschlag Kühldecke, wie EPOS-Plan die Übergabe rechnet: Φ = Φ_N · ((θ_i − θ_V − Φ/(2·W))/Δθ_m,N)^n mit Φ_N = 80 kW, n = 1,1, W = Φ_N/3 K = 26,7 kW/K, Δθ_m,N = 26 °C − 17,5 °C = 8,5 K; bei θ_V = 18 °C, θ_i = 26 °C folgt Φ ≈ 63 kW, 78 % der Nennleistung. -->
'''Was zu erwarten ist.''' Gekühlt wird an Tagen, deren Kältebedarf den Heizbedarf übersteigt, vor allem von Juni bis August; einen Heizbedarf dieser Tage, etwa den einer Zone, die an dem Tag heizt, deckt Kessel 1. Mit 18 °C Vorlauf erreichen die Kühldecken bei 26 °C Raumluft überschlägig drei Viertel ihrer Nennleistung, in heißen Stunden wird es etwas wärmer. Eine Zone heizt oder kühlt je Tag, nie beides ([[#tagesbetriebsart|Tagesbetriebsart]]): An einem Heiztag der Übergangszeit wird sie nicht gekühlt, ihre Raumtemperatur darf dann über den Kühlsollwert steigen. Nachzusehen unter ''Wärmebedarf Gebäude'', Abschnitt ''Kältebedarf'' (Kacheln ''Kühlvorlauf / Kühlrücklauf'' und ''Stunden mit begrenzter Kühlübergabe''), im Laufprotokoll (''Kälteerzeugung'', ungedeckte Kälte nach Heiz- und Kühltagen, ''Tagesbetriebsart'') und in der ''Übersicht'' des Simulationsergebnisses, Block ''Kältedeckung'' ([[#ergebnisse|Ergebnisse]]).
'''Variante C – Einfamilienhaus mit Fußbodenkühlung:''' Sole-Wasser-Wärmepumpe A mit 6 kW an einer Erdwärmesonde, Fußbodenheizung 35/28 °C, 3 kW Kühlung. Anders als in D: ''Kühlleistungsgrenze'' und ''Nennleistung der Kühlübergabe'' je 3 kW, ''Kühlübergabeart'' ''Flächenkühlung''. Ohne zweiten Wärmeerzeuger bleibt ein Heizbedarf an Kühltagen offen. Die Sonde hat im Modell eine feste Quelltemperatur, die das Kühlen nicht anhebt; gerechnet wird Kühlen mit Verdichter und dem EER der Kennlinie.
'''Variante D mit Bürozeiten:''' In der Karte ''Kühlen'' unter der Matrix die Vorlage ''Büro'' wählen und ''Übernehmen''. Sie setzt Tag 26 °C und ''aus'' für die Nacht von 18 bis 7 Uhr, für Wochenende und Ferien, bringt die bundeseinheitlichen Feiertage wie Sonntag mit und legt den Kühlkalender an. Gekühlt wird dann werktags von 7 bis 18 Uhr außerhalb der Ferienzeiträume und Feiertage; in den übrigen Stunden läuft das Büro nach oben frei und hat keinen Kältebedarf.
== Zusammenspiel mit anderen Technologien ==
{{Anker|zusammenspiel}}
Kälte decken die Wärmepumpe im Kühlbetrieb und die Kältemaschine ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung|Kälteerzeugung]]); die Kühlung wirkt zudem auf Wärme- und Stromseite.
{| class="wikitable"
! Technik !! Wirkung der Kühlung !! Wirkung auf die Kühlung !! So rechnet EPOS-Plan
|-
| Gebäude || hält den Kühlsollwert der Stunde, soweit die Leistung reicht || Hülle, Gewinne, Sommerlüftung und Nachtauskühlung bestimmen die Kühllast || Kühllast je Stunde nach VDI 6007; Sommerlüftung und Nachtauskühlung öffnen 3 K unter dem Kühlsollwert der Stunde, in Stunden ohne Kühlung ab 23 °C
|-
| Wärmepumpe (Heizen) || am Kühltag Heizkanal gesperrt, Heizstab nur für Brauchwasser || am Heiztag keine Kälte; Brauchwasser und Sperrzeit kürzen die Stunde || Kühltag, wenn der Kältebedarf des Tages im Projekt den Heizbedarf übersteigt; Kälte in eigenen Reihen, die Jahresarbeitszahl der Wärme bleibt ohne sie
|-
| Kessel || deckt den Heizbedarf der Kühltage || deckt keine Kälte || das Laufprotokoll nennt den Heizbedarf der Kühltage und seinen offenen Rest
|-
| Pufferspeicher || lädt die Wärmepumpe am Kühltag nicht, wenn er den Heizkanal bedient || als Wärmequelle sperrt er den Kühlbetrieb || mit der Nutzung ''Kälte'' ein [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltespeicher|Kältespeicher]]
|-
| Photovoltaik, Stromspeicher || mehr Eigenverbrauch im Sommer || Eigenstrom deckt Kältestrom mit || <math>\text{Kältestrom} = \text{Kälte} / \mathrm{EER} \cdot (1 + \text{Hilfsstromanteil})</math>; mit eigenem Zähler ohne Eigenstrom
|-
| Anlagenkopplung Heizkreis || – || die Kühlübergabe begrenzt die Kälte im Raum || fester Kaltwasser-Vorlauf, der kälteste Kühl-Vorlauf der Wärmepumpen im Kühlbetrieb; unter der Vorlaufgrenze mischt das Gebäude hoch
|-
| Kühlkurve (geschlossener Kreis) || – || der Vorlauf gleitet mit Außen- und Raumtemperatur || Wärmepumpe und Kältemaschine rechnen je Stunde am Vorlauf der Kurve; an milden Tagen mit wärmerem Kaltwasser und besserer Leistungszahl
|}
In Monaten mit Heiz- und Kältebedarf entscheidet der Tag, ob die Wärmepumpe heizt oder kühlt:
<!-- Modell der Säulen, kein Lauf von EPOS-Plan: Heizwärme je Monat = 110 MWh · HGT_m / Summe HGT mit HGT_m = Tage_m · max(0; 15 °C − θ_m); Kältebedarf je Monat = 30 MWh · KGT_m / Summe KGT mit KGT_m = Tage_m · max(0; θ_m − 12 °C); θ_m angenommene Monatsmittel der Außenluft, Januar bis Dezember 1, 2, 5, 9, 14, 17, 19, 19, 14, 10, 5, 2 °C; Kältebedarf 30 MWh/a angenommen (375 Vollbenutzungsstunden bei 80 kW). Säulenhöhe in Prozent des Januars (21,6 MWh = 100). -->
{{Diagramm-Anfang|titel=Heizwärme und Kältebedarf je Monat, Anlage D}}
{{Säulen-Anfang|achse=MWh je Monat|mindestbreite=540}}
{{Säule|Jan|waerme=100|wert=22}}
{{Säule|Feb|waerme=84|wert=18}}
{{Säule|Mär|waerme=71|wert=15}}
{{Säule|Apr|waerme=41|wert=9}}
{{Säule|Mai|waerme=7|kaelte=12|wert=1,5 + 2,6}}
{{Säule|Jun|kaelte=29|wert=6}}
{{Säule|Jul|kaelte=43|wert=9}}
{{Säule|Aug|kaelte=43|wert=9}}
{{Säule|Sep|waerme=7|kaelte=12|wert=1,5 + 2,5}}
{{Säule|Okt|waerme=36|wert=8}}
{{Säule|Nov|waerme=69|wert=15}}
{{Säule|Dez|waerme=93|wert=20}}
{{Säulen-Ende|Monat; im Mai und September Heizwärme + Kälte}}
{{Legende|waerme=Heizwärme|kaelte=Kältebedarf}}
{{Diagramm-Ende|Beispielwerte, gerundet: Jahreswerte nach Gradtagen auf die Monate verteilt, kein Ergebnis von EPOS-Plan.}}
== Fallstricke ==
{{Anker|fallstricke}}
* '''Ein Glied fehlt.''' Ohne ''Kühlung rechnen'', Haken am Gebäude, Kühlsollwert in der Spalte ''Kühlen'', ''Maschine auch zum Kühlen benutzen'' und Kaskadenplatz bleibt die Kälte aus oder ungedeckt; das Laufprotokoll nennt, was fehlt.
* '''Übergangszeit.''' Die Betriebsart gilt je Tag für das Projekt und alle Wärmepumpen im Kühlbetrieb: Kälte an einem Heiztag deckt keine Wärmepumpe, auch keine zweite – eine [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltemaschine|Kältemaschine]] ist nicht an die Kühltage gebunden; Heizbedarf am Kühltag braucht einen weiteren Wärmeerzeuger. Die Sperrzeit des Energieversorgers sperrt auch das Kühlen.
* '''Kühlsollwert und Zeitprogramm.''' Der Dialog prüft die Zeilen der Spalte ''Kühlen'' gegen die Heizsollwerte der Spalte ''Heizen''. Einen Kühl- oder Heizkalender und ein Sollwert-Zeitprogramm der Wärmeübergabe prüft erst der Lauf: Liegt in einer Stunde, in der weder Heizen noch Kühlen ''aus'' ist, der Kühlsollwert nicht mindestens 1 K über dem Heizsollwert, bricht er ab.
* '''Mehrere Zonen.''' Jede gekühlte Zone rechnet ihre eigene Kühlübergabe am gemeinsamen Kaltwasser-Vorlauf ([[Programm Dokumentation/Mehrzonenmodell#kuehluebergabe|Mehrzonenmodell]]); eine Zone ohne wirksame Kühlübergabe kühlt ideal, der Lauf sagt es. Ob eine Zone gekühlt wird, ihre Kühlleistungsgrenze und ihre Kühlsollwerte stellt der Zonendialog ein; leere Felder gelten wie am Gebäude ([[#zonen|Kühlung je Zone]]).
* '''Kühlkurve.''' Sie wirkt nur im geschlossenen Kreis. Ihr Gewinn hängt an der Kühlkennlinie: Zwischen zwei Stützstellen rechnet die Wärmepumpe linear, über der obersten mit deren Wert. Liegt der feste Kühl-Vorlauf schon an der obersten Stützstelle, gewinnt die Kurve dort kaum an Leistungszahl.
* '''Kälteerzeuger.''' Kühlkennlinie, Kühl-Vorlauf, Rand der Kennlinie, Kältemaschine und Kältespeicher haben eigene Fallstricke ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#fallstricke|Kälteerzeugung: Fallstricke]]).
* '''Nicht abgebildet:''' Entfeuchtung und Taupunkt (die Vorlaufgrenze ist eine Vorgabe); weitere [[#grenzen|Grenzen]]. Die freie Kühlung über die Sonde ist abgebildet ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#freie-kuehlung-waermequelle|Freie Kühlung über die Wärmequelle]]).


== Kühlung einschalten ==
== Kühlung einschalten ==
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Gerechnet wird die Kälte, wenn zwei Schalter stehen:
Gerechnet wird die Kälte, wenn zwei Schalter stehen:


# '''Projekt''' – In der Simulationskonfiguration steht neben dem Abschnitt ''Wärmebedarf'' der Abschnitt ''Kühlung'' mit dem Schalter '''Kühlung rechnen'''. Er gilt für das ganze Projekt und wird sofort gespeichert. Ist er aus, rechnet der Lauf keinen Kältebedarf; die Kühleingaben der Gebäude bleiben stehen, wirken aber nicht, und das Laufprotokoll nennt, wie viele Gebäude und Lastgänge davon betroffen sind.
# '''Projekt''' – In der ''Simulation Konfiguration'' steht im Kopf des Bereichs ''Kälte'' unter den Komponenten der Schalter '''Kühlung rechnen'''. Er gilt für das ganze Projekt und wird sofort gespeichert. Ist er aus, rechnet der Lauf keinen Kältebedarf; die Kühleingaben der Gebäude bleiben stehen, wirken aber nicht, und das Laufprotokoll nennt, wie viele Gebäude und Lastgänge davon betroffen sind.
# '''Gebäude''' – Im Gebäudedialog, Reiter ''Gebäude und Hülle'', Gruppe ''Kühlung'', setzen Sie den Haken '''Gebäude wird gekühlt''' und tragen einen '''Kühlsollwert''' ein.
# '''Gebäude''' – Im Gebäudedialog, Bereich ''Anlage & Übergabe'', Klappe ''Kühlung und Kühlübergabe'', setzen Sie den Haken '''Gebäude wird gekühlt'''; den '''Kühlsollwert''' tragen Sie im Bereich ''Nutzung & Konditionierung'' in die Spalte ''Kühlen'', Zeile ''Tag'' ein.


Im Einstellungsdialog des Programms legt '''Neue Projekte mit Kühlung anlegen''' fest, ob ein neu angelegtes Projekt mit eingeschaltetem Projektschalter beginnt; die Vorgabe ist aus. Vorhandene Projekte schaltet diese Einstellung nicht um, und ein kopiertes Projekt übernimmt den Schalter seiner Vorlage.
Im Einstellungsdialog des Programms legt '''Neue Projekte mit Kühlung anlegen''' fest, ob ein neu angelegtes Projekt mit eingeschaltetem Projektschalter beginnt; die Vorgabe ist aus. Vorhandene Projekte schaltet diese Einstellung nicht um, und ein kopiertes Projekt übernimmt den Schalter seiner Vorlage.
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{{Anker|eingaben}}
{{Anker|eingaben}}


Die Gruppe ''Kühlung'' steht unter dem Rechenweg und ist immer sichtbar und bearbeitbar. Kühlsollwert und Kühlleistungsgrenze erscheinen mit dem Haken. Ein leeres Feld zeigt seine Vorgabe als grauen Text; gespeichert wird dann kein Wert, sondern „leer".
Die Kühlung eines Gebäudes steht an zwei Stellen des Gebäudedialogs: Haken und Leistungsgrenze in der Klappe ''Kühlung und Kühlübergabe'' des Bereichs ''Anlage & Übergabe'', der Kühlsollwert in der Spalte ''Kühlen'' der Vorgabe-Matrix im Bereich ''Nutzung & Konditionierung'' ([[#kuehlspalte|Kühlspalte, Kühlperiode und Kühlkalender]]). In der Verwaltung Gebäude steht die Gruppe ''Kühlung'' im Stammblatt unter ''Alle Daten'', die Matrix im Blatt, das ''Konditionierung…'' öffnet.
 
Die Klappe ''Kühlung und Kühlübergabe'' steht im Bereich ''Anlage & Übergabe'' unter der Klappe ''Wärmeübergabe des Gebäudes'', klappt auf, sobald das Gebäude gekühlt wird, und ist immer bearbeitbar; die Kühlleistungsgrenze erscheint mit dem Haken. Ein leeres Feld zeigt seine Vorgabe als grauen Text; gespeichert wird dann kein Wert, sondern „leer".


{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
! Feld !! Vorgabe !! Bedeutung
! Feld !! Vorgabe !! Bedeutung
|-
|-
| Gebäude wird gekühlt || aus || schaltet die Kühlung dieses Gebäudes ein; ohne den Projektschalter wirkt der Haken nicht
| Gebäude wird gekühlt || aus || schaltet die Kühlung dieses Gebäudes ein; ohne den Projektschalter wirkt der Haken nicht. Ohne Haken ist die Spalte ''Kühlen'' im Bereich ''Nutzung & Konditionierung'' gesperrt
|-
| Kühlsollwert || Kühlung aus || Raumlufttemperatur, über die das Modell den Raum nicht steigen lässt, solange die Kühlleistung reicht; zwischen 15 und 35 °C und mindestens 1 K über dem höchsten Heizsollwert (Tag, Nacht, Wochenende und Ferien). Ohne Kühlsollwert bleibt die Kühlung aus, auch mit Haken
|-
|-
| Kühlleistungsgrenze || unbegrenzt || größte Kühlleistung in kW; reicht sie nicht, steigt die Raumtemperatur über den Kühlsollwert
| Kühlleistungsgrenze || unbegrenzt || größte Kühlleistung in kW; reicht sie nicht, steigt die Raumtemperatur über den Kühlsollwert
Zeile 33: Zeile 174:
Die Zeile unter den Feldern nennt, was gilt: mit Haken die Prüfregel samt höchstem Heizsollwert, ohne Haken, dass das Gebäude frei läuft und die Überhitzung an der Maximalraumtemperatur gezählt wird. Einen Kühlsollwert, der nicht mindestens 1 K über dem höchsten Heizsollwert liegt, nimmt der Dialog nicht an – Heizung und Kühlung arbeiteten sonst gegeneinander.
Die Zeile unter den Feldern nennt, was gilt: mit Haken die Prüfregel samt höchstem Heizsollwert, ohne Haken, dass das Gebäude frei läuft und die Überhitzung an der Maximalraumtemperatur gezählt wird. Einen Kühlsollwert, der nicht mindestens 1 K über dem höchsten Heizsollwert liegt, nimmt der Dialog nicht an – Heizung und Kühlung arbeiteten sonst gegeneinander.


Rechnet ein Gebäude auf dem Rechenweg ''Tagesbilanz'', sagt eine weitere Zeile, dass dieser Weg keine Kühllast liefert: Die Eingaben bleiben gespeichert und gelten, sobald das Gebäude nach VDI 6007 rechnet.
Rechnet ein Gebäude auf dem Rechenweg ''Tagesbilanz'', sagt eine weitere Zeile, dass dieser Weg keine Kühllast liefert: Die Eingaben bleiben gespeichert und gelten, sobald das Gebäude nach VDI 6007 rechnet. Im Bereich ''Nutzung & Konditionierung'' zeigt die Matrix auf diesem Weg nur die Felder, die er liest – in der Spalte ''Kühlen'' keines.


Mit dem Haken steht darunter der Abschnitt '''Kühlübergabe''': Mit ihm rechnet das Gebäude die Kühlung über Kühldecke, Flächenkühlung oder Gebläsekonvektor mit festem Kaltwasser-Vorlauf statt ideal – in Projekten mit der Anlagenkopplung ''Heizkreis (AK1)''; siehe [[Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007#kuehluebergabe|Gebäudemodell: Kühlübergabe]].
Mit dem Haken steht darunter der Abschnitt '''[[#kuehluebergabe|Kühlübergabe]]'''.


== Wie gerechnet wird ==
=== Kühlspalte, Kühlperiode und Kühlkalender ===
{{Anker|rechenweg}}
{{Anker|kuehlspalte|kuehlperiode|kuehlsollwert|kuehlkalender}}
 
Die Matrix des Bereichs ''Nutzung & Konditionierung'' (siehe [[Programm Dokumentation/Gebäude#konditionierung|Gebäude]]) trägt neben der Heizspalte die Spalte ''Kühlen °C'':


* '''Totband''' – Zwischen Heiz- und Kühlsollwert schwingt die Raumtemperatur frei; geheizt wird unterhalb des Heizsollwerts, gekühlt oberhalb des Kühlsollwerts. Eine Stunde, in der das Modell von Heizen auf Kühlen umschaltet, trägt beides; solche Stunden zählt EPOS-Plan als '''Stunden mit Heizen und Kühlen''' und verrechnet sie nicht.
* '''Tag und Nacht''' – ''Tag'' ist der Kühlsollwert: die Raumlufttemperatur, über die das Modell den Raum nicht steigen lässt, solange die Kühlleistung reicht; ohne ihn bleibt die Kühlung aus, auch mit Haken. ''Nacht'' der Absenksollwert des Nachtfensters (Wert oder ''aus''; leer gilt das Nachtfenster der Heizspalte). ''Wochenende'' und ''Ferien'' nehmen einen eigenen Wert, ''aus'' oder bleiben leer; leer heißt ''Vorgabe'', also der Wert von Tag bzw. Werktag.
* '''Sommerlüftung''' – Ist bei einem gekühlten Gebäude die [[Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007#sommerlueftung|Sommerlüftung]] eingeschaltet, öffnen die Nutzer die Fenster ab 3 K unter dem Kühlsollwert; die Lüftung senkt die Kühllast, bevor gekühlt wird.
* '''Kühlperiode''' – die Zelle ''Saison'' der Kühlspalte: Start und Ende als Datum. Innerhalb wird gekühlt, außerhalb steht die Kühlung auf ''aus''; leer heißt ganzjährig, Start und Ende gibt es nur zusammen.
* '''Ohne Kühlung''' – Ein Gebäude ohne Haken, ohne Kühlsollwert oder in einem Projekt ohne den Schalter ''Kühlung rechnen'' wird nicht gekühlt. Es läuft frei: Seine Raumtemperatur darf über die Maximalraumtemperatur steigen, und es hat keinen Kühlbedarf. Die '''Überhitzungsstunden''' zählen die Stunden der Nutzungszeit, in denen die operative Temperatur über der Maximalraumtemperatur liegt – sie zeigen, was ohne Kühlanlage geschieht.
* '''Kühlkalender''' – die Kalenderkarte ''Kühlen'' hält dasselbe als Stundenkalender: Wochenraster, Zeitfenster, Perioden, Feiertage und Teppichbild, dazu Vorlagen. ''Kalender anlegen'' erzeugt ihn aus den Zellen, die Auswahlliste der Karte übernimmt eine Vorlage. Ein angelegter Kalender geht der Matrix vor. Trägt nur die Zeile ''Tag'' einen Wert und ist kein Kühlkalender angelegt, gilt der Kühlsollwert in jeder Stunde.
* '''Lastgänge''' – Im Dialog ''Wärmebedarf Extern'' können Sie einer eingelesenen Ganglinie den Kanal ''Kühlung'' geben. Sie ist dann Kältebedarf ohne Gebäudemodell, geht in keinen Wärmekanal und wirkt nur mit dem Projektschalter.
* '''Prüfung''' – Der Kühlsollwert liegt in jeder Stunde, in der beide wirken, mindestens 1 K über dem Heizsollwert; die Matrix prüft das je Zeile, zulässig sind 15 bis 35 °C. Die Sommerlüftung rechnet je Stunde mit der Schwelle 3 K unter dem Kühlsollwert; steht die Kühlung auf ''aus'', gilt die feste Schwelle 23 °C.
* '''Rechenweg Tagesbilanz''' – Ein Gebäude auf diesem Rechenweg hat keinen Kältebedarf; der Lauf trägt 0 ein und nennt den Grund im Protokoll.
* '''Sperre''' – Die Spalte wirkt nur mit dem Projektschalter ''Kühlung rechnen'' und dem Haken ''Gebäude wird gekühlt''; sonst ist sie gesperrt, der Grund steht am Element. An einer Zone gilt dasselbe mit dem Schalter der Zone ([[#zonen|Kühlung je Zone]]).


== Deckung ==
Die Nachtauskühlung ([[Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007#nachtauskuehlung|Gebäudemodell VDI 6007]]) senkt die Raumluft am Morgen und damit die Kühlenergie des Folgetags.
{{Anker|deckung}}


Wärmeerzeuger decken keine Kälte. Kälte deckt eine '''Wärmepumpe im Kühlbetrieb''': eine Wärmepumpe mit Kühlkennlinie, deren Kühlbetrieb im Projekt eingeschaltet ist. Mehrere solche Wärmepumpen decken den Kältebedarf in der Reihenfolge der Kaskade. Was keine deckt, bleibt ungedeckt; das Laufprotokoll nennt Menge und Spitze. Ohne Wärmepumpe im Kühlbetrieb bleibt der ganze Kältebedarf ungedeckt. Die Kühlung steht in der Knappheitsreihenfolge immer an letzter Stelle; ein Bedienelement für ihren Rang gibt es nicht.
=== Kühlung je Zone ===
{{Anker|zonen|kuehlung-zone}}


=== Kühlbetrieb der Wärmepumpe ===
Rechnet ein Gebäude mit mehreren Zonen, führt der Zonendialog die Gruppe '''Kühlung der Zone''':
{{Anker|kuehlbetrieb}}


Den Kühlbetrieb stellen Sie je Wärmepumpe ein, in der Gruppe ''Kühlbetrieb'' ihrer Konfiguration: in der Simulationskonfiguration über ''Konfiguration…'' an der Karte der Wärmepumpe, im Anlagendialog der Wärmepumpe hinter ''Konfiguration…''.
* '''Zone wird gekühlt''' – ''wie Gebäude'' (Vorgabe, der Eintrag nennt den Haken des Gebäudes), ''Ja'' oder ''Nein''. So kann eine Zone gekühlt werden, eine andere desselben Gebäudes nicht.
* '''Kühlleistungsgrenze''' – erscheint, wenn die Zone gekühlt wird; leer gilt die Grenze des Gebäudes nach dem Flächenanteil der Zone.
* '''Kühlübergabe der Zone''' – Art, Exponent und Nennleistung der Kühlfläche der Zone; leere Felder gelten wie am Gebäude ([[Programm Dokumentation/Mehrzonenmodell#kuehluebergabe|Mehrzonenmodell]]).
* '''Kühlsollwerte''' – Tag und Nacht stehen in der Spalte ''Kühlen'' der Matrix der Zone; ein leeres Feld gilt wie beim Gebäude. Den Kühlkalender übernimmt die Zone vom Gebäude oder führt einen eigenen.


{| class="wikitable"
Die Spalte ''Kühlen'' der Zone ist nur gesperrt, wenn die Zone nicht gekühlt wird, und an einer unbeheizten Zone, die frei schwingt. Gekühlt wird eine Zone nur, wenn das Projekt ''Kühlung rechnen'' eingeschaltet hat.
! Feld !! Vorgabe !! Bedeutung
|-
| Maschine auch zum Kühlen benutzen || aus || schaltet den Kühlbetrieb dieser Wärmepumpe ein; ohne den Projektschalter ''Kühlung rechnen'' wirkt er nicht
|-
| Kühl-Vorlauf || kleinster Stützwert || Vorlauftemperatur des Kaltwassers; zur Wahl stehen die Vorlauftemperaturen, für die die Kühlkennlinie Werte führt. Zwischenwerte werden nicht interpoliert
|-
| Hilfsstromanteil || kein Zuschlag || Strom für Pumpen und Ventilatoren des Kältekreises in Prozent der Verdichterarbeit; mindestens 0 % und weniger als 100 %
|-
| Stromträger des Kältestroms || wie Heizbetrieb || ein anderer Stromträger des Projekts für den Kältestrom dieser Wärmepumpe
|-
| Abrechnung des Kältestroms || anteilig am Netzbezug || erscheint nur, wenn der gewählte Stromträger nicht der des Projekts ist; siehe [[#abrechnung|Stromträger und Abrechnung]]
|}


Der Schalter ist gesperrt, wenn die Wärmepumpe im Projekt keine Kühlkennlinie führt oder ihre Wärme aus einem Quellspeicher bezieht; der Grund steht am Schalter. Führt ein Gerät eine Kühlleistung, aber keine Kühlkennlinie, sagt der Dialog, dass diese Maschine nur Wärme rechnet. Einen weiteren Stromträger ordnen Sie dem Projekt unter ''Berichte & Kosten › Energieträger'' zu.
=== Kühlübergabe ===
{{Anker|kuehluebergabe}}


Die Wärmepumpe schaltet '''je Tag''' zwischen Heizen und Kühlen um: Übersteigt der Kältebedarf eines Tages seinen Heizbedarf, kühlt sie an diesem Tag. Brauchwasser bleibt auch an einem Kühltag bedienbar.
Mit dem Haken ''Gebäude wird gekühlt'' steht im Gebäudedialog der Abschnitt '''Kühlübergabe'''. Mit ''Kühlübergabe rechnen (statt idealer Kühlung)'' rechnet das Gebäude die Kühlung über Kühldecke, Flächenkühlung oder Gebläsekonvektor statt ideal – in Projekten mit Anlagenkopplung ''Heizkreis'' oder ''geschlossener Kreis''. Ohne [[#kuehlkurve|Kühlkurve]] ist der Kaltwasser-Vorlauf fest: der kälteste Kühl-Vorlauf der Wärmepumpen im Kühlbetrieb des Projekts, ohne solche Anlage der Auslegungsvorlauf; unter der Vorlaufgrenze mischt das Gebäude hoch. Reicht die Leistung der Kühlfläche nicht, wird der Raum wärmer. Felder, Vorgaben und Rechenweg beschreibt [[Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007#kuehluebergabe|Gebäudemodell: Kühlübergabe]]; mit mehreren Zonen rechnet jede gekühlte Zone ihre eigene Kühlübergabe am gemeinsamen Vorlauf ([[Programm Dokumentation/Mehrzonenmodell#kuehluebergabe|Mehrzonenmodell]]).


=== Wie die Wärmepumpe kühlt ===
=== Kühlkurve ===
{{Anker|kaelteerzeugung}}
{{Anker|kuehlkurve}}


Die Kälteleistung einer Stunde liest EPOS-Plan aus der Kühlkennlinie beim gewählten Kühl-Vorlauf und der Temperatur der Wärmequelle; die Rückkühlung ist in der Kennlinie enthalten. Der '''Kältestrom''' ist die gedeckte Kälte geteilt durch die Leistungszahl des Kühlbetriebs (EER), dazu der Hilfsstromanteil. Er gehört zum Strombedarf des Projekts wie der Strom der Wärmepumpe im Heizbetrieb: Photovoltaik, BHKW und Stromspeicher decken ihn mit, den Rest liefert das Netz.
Im geschlossenen Kreis kann ein Gebäude mit Kühlübergabe seinen Kaltwasser-Vorlauf gleiten lassen: Mit dem Haken '''Kühlkurve (gleitender Kühlvorlauf)''' im Abschnitt ''Kühlübergabe'' folgt der Vorlauf der Außen- und der Raumtemperatur. Solange die Außenluft nicht über dem Kühlsollwert liegt, gilt der ''Fußpunkt''; ab der ''Auslegungs-Außentemperatur'' gilt der Auslegungsvorlauf der Kühlübergabe; dazwischen fällt der Vorlauf linear. Der ''Raumeinfluss'' (beim Einschalten 3 K/K) senkt den Vorlauf zusätzlich, wenn der Raum über dem Kühlsollwert liegt. Der Vorlauf bleibt mindestens 2,5 K unter dem Kühlsollwert und nie kälter als die untere Vorlaufgrenze.


Die '''Jahresarbeitszahl Kälte''' ist die gedeckte Kälte eines Jahres geteilt durch den Kältestrom desselben Jahres.
An milden Tagen bleibt das Kaltwasser so wärmer, und Wärmepumpe im Kühlbetrieb und Kältemaschine rechnen am Vorlauf der Kurve mit besserer Leistungszahl ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung|Kälteerzeugung]]). Der Gewinn hängt an der Kühlkennlinie: Liegt der feste Kühl-Vorlauf schon an ihrer obersten Stützstelle, gewinnt die Kurve kaum. Mehrere Zonen teilen einen Kaltwasserkreis mit einer Kurve. Eingaben und Kennzahlen beschreibt [[Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007#kuehlkurve|Gebäudemodell: Kühlkurve]].


=== Stromträger und Abrechnung ===
== Wie gerechnet wird ==
{{Anker|abrechnung}}
{{Anker|rechenweg}}


Ohne eigene Wahl trägt der Kältestrom Tarif und Emissionsfaktor des Stromträgers des Projekts. Wählen Sie für eine Wärmepumpe einen anderen Stromträger, bestimmt die Abrechnungsart, wie ihr Kältestrom in Kosten und Emissionen eingeht:
* '''Totband''' – Zwischen Heiz- und Kühlsollwert schwingt die Raumtemperatur frei; geheizt wird unterhalb des Heizsollwerts, gekühlt oberhalb des Kühlsollwerts. Eine Stunde, in der das Modell von Heizen auf Kühlen umschaltet, trägt beides; solche Stunden zählt EPOS-Plan als '''Stunden mit Heizen und Kühlen''' und verrechnet sie nicht.
* {{Anker|tagesbetriebsart}}'''Heizen oder Kühlen je Tag und Zone''' – Eine Zone wird an einem Tag entweder geheizt oder gekühlt, nie beides. Die Tagesbetriebsart wählt EPOS-Plan je Zone innerhalb der [[Programm Dokumentation/Gebäude#freigabe|Freigabe]] des Heiz- und Kühlkalenders: Ist nur eine Seite frei, gilt sie; sind beide frei, entscheiden die Tagessummen von Heiz- und Kühlbedarf; ist keine frei, wird die Zone an dem Tag nicht konditioniert. An einem Kühltag der Zone ist ihre Raumheizung gesperrt, an einem Heiztag ihre Raumkühlung. Verschiedene Zonen dürfen am selben Tag verschieden arbeiten; Prozesswärme, Prozesskälte und Brauchwasser sind frei.
* '''Kühlsollwert der Stunde''' – Ohne weitere Angabe gilt der Kühlsollwert der Zeile ''Tag'' in jeder Stunde, sonst der Wert, den Kühlkalender oder Matrix für die Stunde ergeben. In Stunden mit ''aus'' – auch außerhalb der Kühlperiode – kühlt das Modell nicht: Die Raumluft darf dort frei steigen, und die Stunde hat keinen Kältebedarf.
* '''Sommerlüftung''' – Ist bei einem gekühlten Gebäude die [[Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007#sommerlueftung|Sommerlüftung]] eingeschaltet (Bereich ''Nutzung & Konditionierung''), öffnen die Nutzer die Fenster ab 3 K unter dem Kühlsollwert der Stunde, in Stunden ohne Kühlung ab 23 °C; die Lüftung senkt die Kühllast, bevor gekühlt wird.
* '''Nachtauskühlung''' – Trägt die Spalte ''Lüftung'' im Bereich ''Nutzung & Konditionierung'' in der Zeile ''Nacht'' einen höheren Luftwechsel als am Tag, wirkt der Mehrbetrag im Nachtfenster nur bedingt: wenn die Raumluft über derselben Schwelle liegt wie bei der Sommerlüftung und die Außenluft mindestens um ''ΔT Außenluft'' kühler ist, Vorgabe 2 K. Das kühlt das Gebäude nachts aus und kann die Kühllast des Folgetags senken; ''Wärmebedarf Gebäude'' zählt die ''Stunden mit Nachtauskühlung''.
* '''Ohne Kühlung''' – Ein Gebäude ohne Haken, ohne Kühlsollwert oder in einem Projekt ohne den Schalter ''Kühlung rechnen'' wird nicht gekühlt. Es läuft frei: Seine Raumtemperatur darf über die Maximalraumtemperatur steigen, und es hat keinen Kühlbedarf. Die '''Überhitzungsstunden''' zählen die Stunden der Nutzungszeit – mit einem Personenkalender die Stunden mit Anwesenheit, sonst die Stunden außerhalb der Nachtzeit –, in denen die operative Temperatur über der Maximalraumtemperatur liegt; sie zeigen, was ohne Kühlanlage geschieht.
* '''Lastgänge''' – Im Dialog ''Wärmebedarf Extern'' können Sie einer eingelesenen Ganglinie den Kanal ''Kühlung'' geben. Sie ist dann Kältebedarf ohne Gebäudemodell, geht in keinen Wärmekanal und wirkt nur mit dem Projektschalter.
* '''Rechenweg Tagesbilanz''' – Ein Gebäude auf diesem Rechenweg hat keinen Kältebedarf; der Lauf trägt 0 ein und nennt den Grund im Protokoll.


* '''anteilig am Netzbezug''' (Vorgabe) – ein Netzanschluss: Der Netzbezug jeder Viertelstunde wird nach dem Anteil des Kältestroms am Stromverbrauch geteilt. Dieser Anteil trägt Arbeitspreis und Emissionsfaktor des gewählten Stromträgers, der Rest die des Stromträgers des Projekts. Eigenstrom aus Photovoltaik, BHKW und Stromspeicher bleibt gemeinsam; Grund- und Leistungspreis bleiben beim Stromträger des Projekts.
[[Datei:Kaelte_Rechenstunde_Ablauf.svg|mini|zentriert|800px|Die Schritte der Kälteseite in einer Rechenstunde, vom Kältebedarf bis zum Kältestrom. Prinzipbild.]]
* '''eigener Zähler''' – Der Kältestrom dieser Wärmepumpe wird getrennt gezählt: Er wird nicht aus Photovoltaik, BHKW oder Stromspeicher gedeckt und trägt ganz Arbeitspreis und Emissionsfaktor des gewählten Stromträgers. Dazu kommen der Grundpreis dieses Stromträgers und, wenn er einen führt, sein Leistungspreis – bemessen an der höchsten Leistung des Kältestroms dieser Wärmepumpe, nach derselben Regel wie beim Netzbezug des Projekts (Staffel, Monats- oder Jahressatz). Jede Wärmepumpe mit eigenem Zähler hat ihren eigenen Zähler, auch wenn zwei denselben Stromträger wählen: Jede trägt einen Grundpreis und ihre eigene Spitze.


Fehlt dem gewählten Stromträger der Arbeitspreis, bleiben die Energiekosten aus, und der Grund nennt den Stromträger. Das Laufprotokoll nennt je Wärmepumpe den Stromträger, die Abrechnungsart und die Menge, die er trägt.
Der Kältebedarf der Stunde ist der erste Schritt der Kälteseite; wie die Kälteerzeuger ihn danach decken, zeigt das Bild ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#deckung|Deckung und Reihenfolge]]).


== Ergebnisse ==
== Ergebnisse ==
{{Anker|ergebnisse}}
{{Anker|ergebnisse}}


* '''Wärmebedarf Gebäude''' (Knopf ''Simulation…'' im Gebäudedialog) – der Abschnitt '''Kältebedarf''' mit denselben Bausteinen wie die Wärmeseite: Kühlbedarf, höchste Kältelast, Vollbenutzungsstunden, dazu Stunden mit Kühlbedarf, Überhitzungsstunden und Stunden mit Heizen und Kühlen; ein eigenes Bild der Kältelast (mit ''sortiert'' als Dauerlinie) und in der Monatsübersicht die Spalte ''Kühlung'' neben ''Heizung''. Die Zeilen darunter sagen, wie der Kältebedarf entsteht, und nennen die Grenze der Zahl. Bei einem Gebäude ohne Kühlung stehen statt der Kältezahlen Striche, dazu die Überhitzungsstunden; es gibt dann kein Bild der Kältelast und keine Spalte ''Kühlung''. Auf dem Rechenweg ''Tagesbilanz'' steht der Abschnitt mit 0 und dem Grund.
* '''Simulation des Gebäudes''' (Knopf ''Simulation…'' im Gebäudedialog) – der Block '''Kälte''' mit denselben Bausteinen wie die Wärmeseite: Kühlbedarf, höchste Kältelast, Vollbenutzungsstunden, dazu Stunden mit Kühlbedarf, Überhitzungsstunden und Stunden mit Heizen und Kühlen; ein Bild der Kältelast mit zuschaltbarem Kühlvorlauf, Kühlrücklauf, Auslegung und Außentemperatur (''Monat | Jahr'', ''sortiert'' als Dauerlinie) und im Block ''Monatswerte'' die Spalte ''Kühlung'' neben ''Heizung''. Die Zeilen darunter sagen, wie der Kältebedarf entsteht, und nennen die Grenze der Zahl. Bei einem Gebäude ohne Kühlung stehen statt der Kältezahlen Striche, dazu die Überhitzungsstunden; es gibt dann kein Bild der Kältelast und keine Spalte ''Kühlung''. Auf dem Rechenweg ''Tagesbilanz'' steht der Abschnitt mit 0 und dem Grund.
* {{Anker|kennzahlen}}'''Zonensperre und Kälteseite im Kreis''' – Der Wärmebedarf des Gebäudes zeigt nach einem Projektlauf die Gruppe ''Zonensperre, Projekt, letzter Lauf'' mit den Kacheln ''Tage mit Sperre der Gegenseite'' und ''Gesperrte Energie (Heizen / Kühlen)'', im geschlossenen Kreis dazu die Gruppe ''Kälteseite im Kreis, Projekt, letzter Lauf'' mit ''Stunden an der Kälteschranke'', ''Umschaltstunden'' und ''Kälte-Restbedarf''. Kacheln ohne Wert entfallen. Der Bericht führt dieselben Zahlen in der Tafel ''Kälteseite im Kreis''.
* '''Simulationsergebnis, Reiter Wärme-/Strombedarf''' – der Block '''Kälte''': Kältebedarf, höchste Kältelast, Stunden mit Kühlbedarf, Vollbenutzungsstunden, die Kanalzeile ''Kühlung'', ein eigenes Bild der Kältelast und der Knopf ''CSV Export''.
* '''Simulationsergebnis, Reiter Wärme-/Strombedarf''' – der Block '''Kälte''': Kältebedarf, höchste Kältelast, Stunden mit Kühlbedarf, Vollbenutzungsstunden, die Kanalzeile ''Kühlung'', ein eigenes Bild der Kältelast und der Knopf ''CSV Export''.
* '''Simulationsergebnis, Übersicht''' – unter den Spalten ''Wärme'' und ''Strom'' der Block '''Kältedeckung''' mit Kältebedarf, höchster Kältelast und dem ungedeckten Kältebedarf. Kühlt eine Wärmepumpe, stehen darunter Deckungsgrad, Kältestrom und Jahresarbeitszahl Kälte, der Kältestrom aus dem Netz, der Ring ''Kältedeckung'' mit seiner Legende und die Tabelle der Kälteerzeuger mit Kühl-Vorlauf, Kälte, Kältestrom, EER, Strom aus dem Netz und Stromträger. Der Block steht nur, wenn ein Kältebedarf besteht.
* '''Bericht''' – in der Projektbeschreibung der Abschnitt ''Kältebedarf und -deckung'' mit Summe, Kanalzeile, Spitze, Stunden und ungedecktem Rest; je Gebäude die Kühlenergie. Im Variantenvergleich stehen ''Kältebedarf gesamt'', ''Kältelast max.'', ''Stunden mit Kühlbedarf'' und ''Deckungsgrad Kühlung'' bei den Bedarfskennzahlen, jede mit dem Zusatz ''(sensibel)''.
* '''Bericht''' – in der Projektbeschreibung der Abschnitt ''Kältebedarf und -deckung'' mit Summe, Kanalzeile, Spitze, Stunden und ungedecktem Rest. Kühlt eine Wärmepumpe, stehen dort außerdem Deckungsgrad, Kälteerzeugung, Kältestrom, Jahresarbeitszahl Kälte sowie Netzbezug, Kosten und CO₂ des Kältestroms, die Tabelle ''Kälteerzeuger'' und der Satz, dass Kältemittelverluste nicht enthalten sind. Im Variantenvergleich stehen ''Kältebedarf gesamt'', ''Kältelast max.'', ''Stunden mit Kühlbedarf'' und ''Deckungsgrad Kühlung'' bei den Bedarfskennzahlen, die Zahlen der Wärmepumpen im Kühlbetrieb in der eigenen Gruppe ''Kälte'' – jede mit dem Zusatz ''(sensibel)''. Je Gebäude steht die Kühlenergie.
* '''Kältedeckung''' – Block ''Kältedeckung'' der Übersicht, Blatt ''Kälteproduktion'' im Reiter ''Ergebnis'', Kälteerzeuger und Kältespeicher im Bericht und der Kältestrom in der Wirtschaftlichkeit: siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#ergebnisse|Kälteerzeugung: Ergebnisse]].
* '''Wirtschaftlichkeit''' – der Kältestrom ist Teil der Energiekosten und der Emissionen. Trägt eine Wärmepumpe für den Kältestrom einen eigenen Stromträger, steht er in den Energiekosten je Anlage als eigene Zeile ''Kältestrom …''; bei eigenem Zähler stehen darunter ''Grundpreis Kältestromzähler …'' und ''Leistungspreis Kältestromzähler …''. Den Leistungspreis rechnet EPOS-Plan aus einem frischen Lauf, wie beim Netzbezug des Projekts.
 
[[Datei:Kaelte_Ergebnis_Deckung_Jahresgang.svg|mini|zentriert|800px|Deckung des Kältebedarfs je Monat in zwei Varianten desselben Gebäudes; Ergebnis von Referenzprojekten, Werte gerundet.]]
 
[[Datei:Kaelte_Ergebnis_Zonen_Spitze_Kuehlstunden.svg|mini|zentriert|800px|Dauerlinie der Kältelast und Kältebedarf, Kältespitze und Kühlstunden je Zone; Ergebnis eines Referenzprojekts, Werte gerundet.]]
 
Die beiden Bilder zeigen Ergebnisse von Referenzprojekten: die Deckung des Kältebedarfs je Monat für eine Kältemaschine mit Kältespeicher und für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit freier Kühlung, und Kältebedarf, Kältespitze und Kühlstunden je Zone eines Gebäudes mit zwei Zonen.


Ein Projekt ohne Kühlung zeigt im Simulationsergebnis und im Bericht keine Kältegruppe und keine Nullen. Der Wärmebedarf eines Gebäudes zeigt den Abschnitt ''Kältebedarf'' dagegen immer – ohne Kühlung mit Strichen statt Kältezahlen, mit den Überhitzungsstunden und mit der Zeile, dass das Gebäude frei läuft.
Ein Projekt ohne Kühlung zeigt im Simulationsergebnis und im Bericht keine Kältegruppe und keine Nullen. Der Wärmebedarf eines Gebäudes zeigt den Abschnitt ''Kältebedarf'' dagegen immer – ohne Kühlung mit Strichen statt Kältezahlen, mit den Überhitzungsstunden und mit der Zeile, dass das Gebäude frei läuft.
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{{Anker|export}}
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Der Knopf ''CSV Export'' im Block ''Kälte'' schreibt die Kältelast des Projekts je Stunde in kW. Die erste Zeile der Datei ist der Satz zur Grenze der Zahl, danach folgen die Spaltenköpfe und die 8.760 Stunden.
Der Knopf ''CSV…'' in der Leiste des Diagramms ''Kältelast Jahresganglinie'' schreibt die Kältelast des Projekts je Stunde in kW, dazu je Bedarfsart eine Spalte (''Kühlung''). Die erste Zeile der Datei ist der Satz zur Grenze der Zahl, danach folgen die Spaltenköpfe und die 8.760 Stunden.


== Grenzen ==
== Grenzen ==
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* Die Kälte ist '''sensibel''': Feuchte, Entfeuchtung und latente Last sind nicht enthalten.
* Die Kälte ist '''sensibel''': Feuchte, Entfeuchtung und latente Last sind nicht enthalten.
* '''Keine Kältemittelemissionen''': Die Emissionen des Kältestroms sind betriebsbedingt über den Strom gerechnet; die Wirkung eines Kältemittelverlusts auf das Klima rechnet EPOS-Plan nicht.
* '''Ein Kälteerzeuger''': Kälte deckt allein die Wärmepumpe im Kühlbetrieb; eine Kältemaschine als eigener Erzeuger, freie Kühlung und ein Kältespeicher werden nicht gerechnet.
* '''Keine Bauteilaktivierung''': Kühldecke und Betonkernaktivierung sind keine eigene Funktion; das Modell kühlt die Raumluft.
* '''Keine Bauteilaktivierung''': Kühldecke und Betonkernaktivierung sind keine eigene Funktion; das Modell kühlt die Raumluft.
* Das Gebäude ist '''eine Zone''' mit '''einem''' Kühlsollwert für alle Stunden.
* '''Ein Kaltwasserkreis je Gebäude''': Mehrere Zonen teilen einen Kaltwasserkreis mit einem Vorlauf und einer Kühlkurve; Auslegungspunkt und Vorlaufgrenze der Kühlübergabe stehen allein am Gebäude ([[#fallstricke|Fallstricke]]).
* Verluste eines Kältenetzes werden nicht gerechnet.
* '''Kälteerzeuger''': Kältemittelverluste, Rückwirkung auf die Wärmequelle und Kältenetz: siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#grenzen|Kälteerzeugung: Grenzen]].
 
== Kälteerzeugung ==
{{Anker|kaelteerzeugung-erzeuger}}
 
Den Kältebedarf decken Wärmepumpen im Kühlbetrieb und Kältemaschinen, wahlweise mit Kältespeicher. Ihre Einstellung, die Reihenfolge der Deckung und ihre Ergebnisse beschreibt die Seite [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung|Kälteerzeugung]]:
 
* {{Anker|deckung}}'''Deckung und Reihenfolge''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#deckung|Kälteerzeugung: Deckung und Reihenfolge]].
* {{Anker|kaelteschranke}}'''Kälteschranke im geschlossenen Kreis''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaelteschranke|Kälteerzeugung: Kälteschranke im geschlossenen Kreis]].
* {{Anker|kuehlbetrieb}}'''Kühlbetrieb der Wärmepumpe''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kuehlbetrieb|Kälteerzeugung: Kühlbetrieb der Wärmepumpe]].
* {{Anker|kaelteerzeugung}}'''Wie die Wärmepumpe kühlt''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaelteerzeugung|Kälteerzeugung: Wie die Wärmepumpe kühlt]].
* {{Anker|freie-kuehlung-waermequelle}}'''Freie Kühlung über die Wärmequelle''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#freie-kuehlung-waermequelle|Kälteerzeugung: Freie Kühlung über die Wärmequelle]].
* {{Anker|kaeltemaschine}}'''Kältemaschine''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltemaschine|Kälteerzeugung: Kältemaschine]].
* {{Anker|kaeltemaschine-katalog}}'''Katalog der Kältemaschinen''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltemaschine-katalog|Kälteerzeugung: Katalog der Kältemaschinen]].
* {{Anker|kaeltemaschine-anlage}}'''Kältemaschinen im Projekt''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltemaschine-anlage|Kälteerzeugung: Kältemaschinen im Projekt]].
* {{Anker|kaeltemaschine-teillast}}'''Teillast und Takten''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltemaschine-teillast|Kälteerzeugung: Teillast und Takten]]; die Felder der Gruppe stehen unter [[Programm Dokumentation/Kältemaschinen nach Typ#kompression-teillast|Kältemaschinen nach Typ: Teillast und Takten]].
* {{Anker|kaeltespeicher}}'''Kältespeicher''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltespeicher|Kälteerzeugung: Kältespeicher]].
* {{Anker|abrechnung}}'''Stromträger und Abrechnung''' – siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#abrechnung|Kälteerzeugung: Stromträger und Abrechnung]].
* '''Typen der Kältemaschine''' – Kompression, CO₂-Kältemaschine, Sorption und Rückkühlung: siehe [[Programm Dokumentation/Kältemaschinen nach Typ|Kältemaschinen nach Typ]].


[[Kategorie:Programm Dokumentation]]
[[Kategorie:Programm Dokumentation]]

Version vom 31. Oktober 2026, 03:00 Uhr

Die Kühlung rechnet den Kältebedarf gekühlter Gebäude Stunde für Stunde mit dem Gebäudemodell nach VDI 6007 und führt ihn als eigenen Bedarfskanal Kühlung neben Heizung, Brauchwasser und Prozesswärme. Wärme und Kälte werden nicht gegeneinander verrechnet: Der Kältebedarf hat eigene Kennzahlen, ein eigenes Bild und eine eigene Zeile in der Kanalübersicht.

Der Kältebedarf ist sensible Kälte ohne Entfeuchtung: Feuchte und latente Last sind nicht enthalten — der Kältebedarf einer Anlage mit Entfeuchtung liegt darüber. Dieser Satz steht in EPOS-Plan neben jeder Kältezahl, im Bericht und im Export.

Was Kühllast, Kälteerzeugung und die Leistungszahl EER bedeuten, erklärt Grundlagen/Kühlung; hier steht, wie EPOS-Plan den Kältebedarf einbindet und rechnet. Wärmepumpe im Kühlbetrieb, Kältemaschine und Kältespeicher beschreibt die Seite Kälteerzeugung.

Einbindung in EPOS-Plan

Die Kühlung hat zwei Seiten: den Kältebedarf eines Gebäudes und den Kälteerzeuger, eine Wärmepumpe im Kühlbetrieb oder eine Kältemaschine. In der Reihenfolge der Bedienung (hier für die Wärmepumpe):

  1. Gebäude – Gebäudedialog, Bereich Anlage & Übergabe, Klappe Kühlung und Kühlübergabe: Gebäude wird gekühlt, bei Bedarf Kühlleistungsgrenze; den Kühlsollwert trägt der Bereich Nutzung & Konditionierung in der Spalte Kühlen, Zeile Tag (Eingaben). Kältebedarf entsteht nur auf dem Rechenweg nach VDI 6007 oder aus einem Lastgang im Kanal Kühlung.
  2. Gerät – Eine Wärmepumpe deckt Kälte nur mit Kühlkennlinie: Kälteleistung und EER je Kühl-Vorlauf über der Außen- bzw. Quellentemperatur. Sie kommt mit dem Herstellerdaten-Import nach VDI 3805 in den Katalog und mit dem Gerät ins Projekt. Im Wärmepumpen-Katalog zeigt nur mit Kühlfunktion die Geräte mit Kühlleistung.
  3. Kühlbetrieb – Konfiguration… der Wärmepumpe, Gruppe Kühlbetrieb (Kühlbetrieb der Wärmepumpe).
  4. Simulation Konfiguration (Startseite, Reiter Simulation, Knopf Simulation Konfiguration...; ebenso Menü Projekt → Simulation…) – die Wärmepumpe unter Komponenten der Simulation in die Kaskade aufnehmen, sonst kühlt sie nicht, und im Bereich Kälte unter den Komponenten Kühlung rechnen einschalten.
  5. Kühlübergabe (wahlweise) – Mit Anlagenkopplung Heizkreis und Kühlübergabe rechnen (statt idealer Kühlung) am Gebäude rechnet EPOS-Plan Kühldecke, Flächenkühlung oder Gebläsekonvektor mit festem Kaltwasser-Vorlauf, mit mehreren Zonen je Zone (Kühlübergabe); im geschlossenen Kreis gleitet der Vorlauf wahlweise mit der Kühlkurve.
Ein Tag mit Kühlung in EPOS-Plan

Heiztag – der Heizbedarf des Tages überwiegt:

Außenluft
Wärmequelle
Wärmepumpe A
heizt
Kessel 1
nachrangig
Heizwärme
Pufferspeicher
Heizkanal
Gebäude

Kühltag – der Kältebedarf des Tages überwiegt:

Wärmepumpe A
kühlt
Abwärme
Außenluft
Rückkühlung
Kälte, ohne Speicher
Gebäude
Kessel 1
heizt am Kühltag
Heizwärme des Tages
Gebäude
Prinzipbild. Die Betriebsart gilt je Tag für den Heizkanal der Wärmepumpe; Brauchwasser bleibt an beiden Tagen bedienbar. Am Kühltag lädt sie keinen Pufferspeicher des Heizkanals, und kein Speicher nimmt Kälte auf.

Beispiel

Anlage D – Bürogebäude, 2 000 m²: Heizlast 90 kW, Kühllast 80 kW, Flächenheizung 40/30 °C, Kühldecken 16/19 °C; reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe A mit 100 kW, Kessel 1 mit 60 kW, Speicher 1 (Pufferspeicher, 1 500 l), Photovoltaik 60 kWp, Strombedarf 120 MWh/a. Die Kühlkennlinie führt die Kühl-Vorläufe 7 und 18 °C, der höchste Heizsollwert ist 21 °C.

Dialog Feld Wert Warum
Gebäudedialog, Klappe Kühlung und Kühlübergabe Gebäude wird gekühlt an sonst läuft das Büro frei, und die Spalte Kühlen der Konditionierung bleibt gesperrt
Kühlleistungsgrenze 80 kW die Kühllast
Gebäudedialog, Bereich Nutzung & Konditionierung Spalte Kühlen, Zeile Tag 26 °C der Kühlsollwert, mehr als 1 K über dem höchsten Heizsollwert; ohne weitere Zeile der Spalte und ohne Kühlkalender gilt er in jeder Stunde
Gebäudedialog, Abschnitt Kühlübergabe Kühlübergabe rechnen (statt idealer Kühlung) an Kühldecken statt idealer Kühlung
Kühlübergabeart Kühldecke Vorgaben 16/19 °C und Vorlaufgrenze 16 °C passen, diese Felder bleiben leer
Nennleistung der Kühlübergabe 80 kW leer käme sie aus dem Auslegungstag
Wärmepumpen-Stammdaten (Administration, Wärme- und Kälteerzeugung, Wärmepumpen), Katalogliste nur mit Kühlfunktion an die Liste zeigt nur Geräte mit Kühlkennlinie; im Projekt filtert der Trichter der Spalte Kühlleistung [kW] ebenso
Konfiguration…, Gruppe Kühlbetrieb Maschine auch zum Kühlen benutzen an Wärmepumpe A wird Kälteerzeuger
Kühl-Vorlauf 18 °C Stützstelle nahe 16 °C, bessere Leistungszahl als 7 °C
Hilfsstromanteil 5 % Pumpen und Ventilatoren des Kältekreises
Simulation Konfiguration Komponenten der Simulation Wärmepumpe A vor Kessel 1 nur in der Kaskade kühlt sie; die Vorwahl einer neuen Kaskade stellt die Wärmepumpe schon vor den Kessel
Kühlung rechnen an projektweiter Schalter
Anlagenkopplung Heizkreis oder geschlossener Kreis sonst ruht die Kühlübergabe

Was zu erwarten ist. Gekühlt wird an Tagen, deren Kältebedarf den Heizbedarf übersteigt, vor allem von Juni bis August; einen Heizbedarf dieser Tage, etwa den einer Zone, die an dem Tag heizt, deckt Kessel 1. Mit 18 °C Vorlauf erreichen die Kühldecken bei 26 °C Raumluft überschlägig drei Viertel ihrer Nennleistung, in heißen Stunden wird es etwas wärmer. Eine Zone heizt oder kühlt je Tag, nie beides (Tagesbetriebsart): An einem Heiztag der Übergangszeit wird sie nicht gekühlt, ihre Raumtemperatur darf dann über den Kühlsollwert steigen. Nachzusehen unter Wärmebedarf Gebäude, Abschnitt Kältebedarf (Kacheln Kühlvorlauf / Kühlrücklauf und Stunden mit begrenzter Kühlübergabe), im Laufprotokoll (Kälteerzeugung, ungedeckte Kälte nach Heiz- und Kühltagen, Tagesbetriebsart) und in der Übersicht des Simulationsergebnisses, Block Kältedeckung (Ergebnisse).

Variante C – Einfamilienhaus mit Fußbodenkühlung: Sole-Wasser-Wärmepumpe A mit 6 kW an einer Erdwärmesonde, Fußbodenheizung 35/28 °C, 3 kW Kühlung. Anders als in D: Kühlleistungsgrenze und Nennleistung der Kühlübergabe je 3 kW, Kühlübergabeart Flächenkühlung. Ohne zweiten Wärmeerzeuger bleibt ein Heizbedarf an Kühltagen offen. Die Sonde hat im Modell eine feste Quelltemperatur, die das Kühlen nicht anhebt; gerechnet wird Kühlen mit Verdichter und dem EER der Kennlinie.

Variante D mit Bürozeiten: In der Karte Kühlen unter der Matrix die Vorlage Büro wählen und Übernehmen. Sie setzt Tag 26 °C und aus für die Nacht von 18 bis 7 Uhr, für Wochenende und Ferien, bringt die bundeseinheitlichen Feiertage wie Sonntag mit und legt den Kühlkalender an. Gekühlt wird dann werktags von 7 bis 18 Uhr außerhalb der Ferienzeiträume und Feiertage; in den übrigen Stunden läuft das Büro nach oben frei und hat keinen Kältebedarf.

Zusammenspiel mit anderen Technologien

Kälte decken die Wärmepumpe im Kühlbetrieb und die Kältemaschine (Kälteerzeugung); die Kühlung wirkt zudem auf Wärme- und Stromseite.

Technik Wirkung der Kühlung Wirkung auf die Kühlung So rechnet EPOS-Plan
Gebäude hält den Kühlsollwert der Stunde, soweit die Leistung reicht Hülle, Gewinne, Sommerlüftung und Nachtauskühlung bestimmen die Kühllast Kühllast je Stunde nach VDI 6007; Sommerlüftung und Nachtauskühlung öffnen 3 K unter dem Kühlsollwert der Stunde, in Stunden ohne Kühlung ab 23 °C
Wärmepumpe (Heizen) am Kühltag Heizkanal gesperrt, Heizstab nur für Brauchwasser am Heiztag keine Kälte; Brauchwasser und Sperrzeit kürzen die Stunde Kühltag, wenn der Kältebedarf des Tages im Projekt den Heizbedarf übersteigt; Kälte in eigenen Reihen, die Jahresarbeitszahl der Wärme bleibt ohne sie
Kessel deckt den Heizbedarf der Kühltage deckt keine Kälte das Laufprotokoll nennt den Heizbedarf der Kühltage und seinen offenen Rest
Pufferspeicher lädt die Wärmepumpe am Kühltag nicht, wenn er den Heizkanal bedient als Wärmequelle sperrt er den Kühlbetrieb mit der Nutzung Kälte ein Kältespeicher
Photovoltaik, Stromspeicher mehr Eigenverbrauch im Sommer Eigenstrom deckt Kältestrom mit Kältestrom=Kälte/EER⋅(1+Hilfsstromanteil); mit eigenem Zähler ohne Eigenstrom
Anlagenkopplung Heizkreis – die Kühlübergabe begrenzt die Kälte im Raum fester Kaltwasser-Vorlauf, der kälteste Kühl-Vorlauf der Wärmepumpen im Kühlbetrieb; unter der Vorlaufgrenze mischt das Gebäude hoch
Kühlkurve (geschlossener Kreis) – der Vorlauf gleitet mit Außen- und Raumtemperatur Wärmepumpe und Kältemaschine rechnen je Stunde am Vorlauf der Kurve; an milden Tagen mit wärmerem Kaltwasser und besserer Leistungszahl

In Monaten mit Heiz- und Kältebedarf entscheidet der Tag, ob die Wärmepumpe heizt oder kühlt:

Heizwärme und Kältebedarf je Monat, Anlage D
MWh je Monat
22
Jan
18
Feb
15
Mär
9
Apr
1,5 + 2,6
Mai
6
Jun
9
Jul
9
Aug
1,5 + 2,5
Sep
8
Okt
15
Nov
20
Dez
Monat; im Mai und September Heizwärme + Kälte
HeizwärmeKältebedarf
Beispielwerte, gerundet: Jahreswerte nach Gradtagen auf die Monate verteilt, kein Ergebnis von EPOS-Plan.

Fallstricke

  • Ein Glied fehlt. Ohne Kühlung rechnen, Haken am Gebäude, Kühlsollwert in der Spalte Kühlen, Maschine auch zum Kühlen benutzen und Kaskadenplatz bleibt die Kälte aus oder ungedeckt; das Laufprotokoll nennt, was fehlt.
  • Übergangszeit. Die Betriebsart gilt je Tag für das Projekt und alle Wärmepumpen im Kühlbetrieb: Kälte an einem Heiztag deckt keine Wärmepumpe, auch keine zweite – eine Kältemaschine ist nicht an die Kühltage gebunden; Heizbedarf am Kühltag braucht einen weiteren Wärmeerzeuger. Die Sperrzeit des Energieversorgers sperrt auch das Kühlen.
  • Kühlsollwert und Zeitprogramm. Der Dialog prüft die Zeilen der Spalte Kühlen gegen die Heizsollwerte der Spalte Heizen. Einen Kühl- oder Heizkalender und ein Sollwert-Zeitprogramm der Wärmeübergabe prüft erst der Lauf: Liegt in einer Stunde, in der weder Heizen noch Kühlen aus ist, der Kühlsollwert nicht mindestens 1 K über dem Heizsollwert, bricht er ab.
  • Mehrere Zonen. Jede gekühlte Zone rechnet ihre eigene Kühlübergabe am gemeinsamen Kaltwasser-Vorlauf (Mehrzonenmodell); eine Zone ohne wirksame Kühlübergabe kühlt ideal, der Lauf sagt es. Ob eine Zone gekühlt wird, ihre Kühlleistungsgrenze und ihre Kühlsollwerte stellt der Zonendialog ein; leere Felder gelten wie am Gebäude (Kühlung je Zone).
  • Kühlkurve. Sie wirkt nur im geschlossenen Kreis. Ihr Gewinn hängt an der Kühlkennlinie: Zwischen zwei Stützstellen rechnet die Wärmepumpe linear, über der obersten mit deren Wert. Liegt der feste Kühl-Vorlauf schon an der obersten Stützstelle, gewinnt die Kurve dort kaum an Leistungszahl.
  • Kälteerzeuger. Kühlkennlinie, Kühl-Vorlauf, Rand der Kennlinie, Kältemaschine und Kältespeicher haben eigene Fallstricke (Kälteerzeugung: Fallstricke).
  • Nicht abgebildet: Entfeuchtung und Taupunkt (die Vorlaufgrenze ist eine Vorgabe); weitere Grenzen. Die freie Kühlung über die Sonde ist abgebildet (Freie Kühlung über die Wärmequelle).

Kühlung einschalten

Gerechnet wird die Kälte, wenn zwei Schalter stehen:

  1. Projekt – In der Simulation Konfiguration steht im Kopf des Bereichs Kälte unter den Komponenten der Schalter Kühlung rechnen. Er gilt für das ganze Projekt und wird sofort gespeichert. Ist er aus, rechnet der Lauf keinen Kältebedarf; die Kühleingaben der Gebäude bleiben stehen, wirken aber nicht, und das Laufprotokoll nennt, wie viele Gebäude und Lastgänge davon betroffen sind.
  2. Gebäude – Im Gebäudedialog, Bereich Anlage & Übergabe, Klappe Kühlung und Kühlübergabe, setzen Sie den Haken Gebäude wird gekühlt; den Kühlsollwert tragen Sie im Bereich Nutzung & Konditionierung in die Spalte Kühlen, Zeile Tag ein.

Im Einstellungsdialog des Programms legt Neue Projekte mit Kühlung anlegen fest, ob ein neu angelegtes Projekt mit eingeschaltetem Projektschalter beginnt; die Vorgabe ist aus. Vorhandene Projekte schaltet diese Einstellung nicht um, und ein kopiertes Projekt übernimmt den Schalter seiner Vorlage.

Eingaben im Gebäudedialog

Die Kühlung eines Gebäudes steht an zwei Stellen des Gebäudedialogs: Haken und Leistungsgrenze in der Klappe Kühlung und Kühlübergabe des Bereichs Anlage & Übergabe, der Kühlsollwert in der Spalte Kühlen der Vorgabe-Matrix im Bereich Nutzung & Konditionierung (Kühlspalte, Kühlperiode und Kühlkalender). In der Verwaltung Gebäude steht die Gruppe Kühlung im Stammblatt unter Alle Daten, die Matrix im Blatt, das Konditionierung… öffnet.

Die Klappe Kühlung und Kühlübergabe steht im Bereich Anlage & Übergabe unter der Klappe Wärmeübergabe des Gebäudes, klappt auf, sobald das Gebäude gekühlt wird, und ist immer bearbeitbar; die Kühlleistungsgrenze erscheint mit dem Haken. Ein leeres Feld zeigt seine Vorgabe als grauen Text; gespeichert wird dann kein Wert, sondern „leer".

Feld Vorgabe Bedeutung
Gebäude wird gekühlt aus schaltet die Kühlung dieses Gebäudes ein; ohne den Projektschalter wirkt der Haken nicht. Ohne Haken ist die Spalte Kühlen im Bereich Nutzung & Konditionierung gesperrt
Kühlleistungsgrenze unbegrenzt größte Kühlleistung in kW; reicht sie nicht, steigt die Raumtemperatur über den Kühlsollwert

Die Zeile unter den Feldern nennt, was gilt: mit Haken die Prüfregel samt höchstem Heizsollwert, ohne Haken, dass das Gebäude frei läuft und die Überhitzung an der Maximalraumtemperatur gezählt wird. Einen Kühlsollwert, der nicht mindestens 1 K über dem höchsten Heizsollwert liegt, nimmt der Dialog nicht an – Heizung und Kühlung arbeiteten sonst gegeneinander.

Rechnet ein Gebäude auf dem Rechenweg Tagesbilanz, sagt eine weitere Zeile, dass dieser Weg keine Kühllast liefert: Die Eingaben bleiben gespeichert und gelten, sobald das Gebäude nach VDI 6007 rechnet. Im Bereich Nutzung & Konditionierung zeigt die Matrix auf diesem Weg nur die Felder, die er liest – in der Spalte Kühlen keines.

Mit dem Haken steht darunter der Abschnitt Kühlübergabe.

Kühlspalte, Kühlperiode und Kühlkalender

Die Matrix des Bereichs Nutzung & Konditionierung (siehe Gebäude) trägt neben der Heizspalte die Spalte Kühlen °C:

  • Tag und Nacht – Tag ist der Kühlsollwert: die Raumlufttemperatur, über die das Modell den Raum nicht steigen lässt, solange die Kühlleistung reicht; ohne ihn bleibt die Kühlung aus, auch mit Haken. Nacht der Absenksollwert des Nachtfensters (Wert oder aus; leer gilt das Nachtfenster der Heizspalte). Wochenende und Ferien nehmen einen eigenen Wert, aus oder bleiben leer; leer heißt Vorgabe, also der Wert von Tag bzw. Werktag.
  • Kühlperiode – die Zelle Saison der Kühlspalte: Start und Ende als Datum. Innerhalb wird gekühlt, außerhalb steht die Kühlung auf aus; leer heißt ganzjährig, Start und Ende gibt es nur zusammen.
  • Kühlkalender – die Kalenderkarte Kühlen hält dasselbe als Stundenkalender: Wochenraster, Zeitfenster, Perioden, Feiertage und Teppichbild, dazu Vorlagen. Kalender anlegen erzeugt ihn aus den Zellen, die Auswahlliste der Karte übernimmt eine Vorlage. Ein angelegter Kalender geht der Matrix vor. Trägt nur die Zeile Tag einen Wert und ist kein Kühlkalender angelegt, gilt der Kühlsollwert in jeder Stunde.
  • Prüfung – Der Kühlsollwert liegt in jeder Stunde, in der beide wirken, mindestens 1 K über dem Heizsollwert; die Matrix prüft das je Zeile, zulässig sind 15 bis 35 °C. Die Sommerlüftung rechnet je Stunde mit der Schwelle 3 K unter dem Kühlsollwert; steht die Kühlung auf aus, gilt die feste Schwelle 23 °C.
  • Sperre – Die Spalte wirkt nur mit dem Projektschalter Kühlung rechnen und dem Haken Gebäude wird gekühlt; sonst ist sie gesperrt, der Grund steht am Element. An einer Zone gilt dasselbe mit dem Schalter der Zone (Kühlung je Zone).

Die Nachtauskühlung (Gebäudemodell VDI 6007) senkt die Raumluft am Morgen und damit die Kühlenergie des Folgetags.

Kühlung je Zone

Rechnet ein Gebäude mit mehreren Zonen, führt der Zonendialog die Gruppe Kühlung der Zone:

  • Zone wird gekühlt – wie Gebäude (Vorgabe, der Eintrag nennt den Haken des Gebäudes), Ja oder Nein. So kann eine Zone gekühlt werden, eine andere desselben Gebäudes nicht.
  • Kühlleistungsgrenze – erscheint, wenn die Zone gekühlt wird; leer gilt die Grenze des Gebäudes nach dem Flächenanteil der Zone.
  • Kühlübergabe der Zone – Art, Exponent und Nennleistung der Kühlfläche der Zone; leere Felder gelten wie am Gebäude (Mehrzonenmodell).
  • Kühlsollwerte – Tag und Nacht stehen in der Spalte Kühlen der Matrix der Zone; ein leeres Feld gilt wie beim Gebäude. Den Kühlkalender übernimmt die Zone vom Gebäude oder führt einen eigenen.

Die Spalte Kühlen der Zone ist nur gesperrt, wenn die Zone nicht gekühlt wird, und an einer unbeheizten Zone, die frei schwingt. Gekühlt wird eine Zone nur, wenn das Projekt Kühlung rechnen eingeschaltet hat.

Kühlübergabe

Mit dem Haken Gebäude wird gekühlt steht im Gebäudedialog der Abschnitt Kühlübergabe. Mit Kühlübergabe rechnen (statt idealer Kühlung) rechnet das Gebäude die Kühlung über Kühldecke, Flächenkühlung oder Gebläsekonvektor statt ideal – in Projekten mit Anlagenkopplung Heizkreis oder geschlossener Kreis. Ohne Kühlkurve ist der Kaltwasser-Vorlauf fest: der kälteste Kühl-Vorlauf der Wärmepumpen im Kühlbetrieb des Projekts, ohne solche Anlage der Auslegungsvorlauf; unter der Vorlaufgrenze mischt das Gebäude hoch. Reicht die Leistung der Kühlfläche nicht, wird der Raum wärmer. Felder, Vorgaben und Rechenweg beschreibt Gebäudemodell: Kühlübergabe; mit mehreren Zonen rechnet jede gekühlte Zone ihre eigene Kühlübergabe am gemeinsamen Vorlauf (Mehrzonenmodell).

Kühlkurve

Im geschlossenen Kreis kann ein Gebäude mit Kühlübergabe seinen Kaltwasser-Vorlauf gleiten lassen: Mit dem Haken Kühlkurve (gleitender Kühlvorlauf) im Abschnitt Kühlübergabe folgt der Vorlauf der Außen- und der Raumtemperatur. Solange die Außenluft nicht über dem Kühlsollwert liegt, gilt der Fußpunkt; ab der Auslegungs-Außentemperatur gilt der Auslegungsvorlauf der Kühlübergabe; dazwischen fällt der Vorlauf linear. Der Raumeinfluss (beim Einschalten 3 K/K) senkt den Vorlauf zusätzlich, wenn der Raum über dem Kühlsollwert liegt. Der Vorlauf bleibt mindestens 2,5 K unter dem Kühlsollwert und nie kälter als die untere Vorlaufgrenze.

An milden Tagen bleibt das Kaltwasser so wärmer, und Wärmepumpe im Kühlbetrieb und Kältemaschine rechnen am Vorlauf der Kurve mit besserer Leistungszahl (Kälteerzeugung). Der Gewinn hängt an der Kühlkennlinie: Liegt der feste Kühl-Vorlauf schon an ihrer obersten Stützstelle, gewinnt die Kurve kaum. Mehrere Zonen teilen einen Kaltwasserkreis mit einer Kurve. Eingaben und Kennzahlen beschreibt Gebäudemodell: Kühlkurve.

Wie gerechnet wird

  • Totband – Zwischen Heiz- und Kühlsollwert schwingt die Raumtemperatur frei; geheizt wird unterhalb des Heizsollwerts, gekühlt oberhalb des Kühlsollwerts. Eine Stunde, in der das Modell von Heizen auf Kühlen umschaltet, trägt beides; solche Stunden zählt EPOS-Plan als Stunden mit Heizen und Kühlen und verrechnet sie nicht.
  • Heizen oder Kühlen je Tag und Zone – Eine Zone wird an einem Tag entweder geheizt oder gekühlt, nie beides. Die Tagesbetriebsart wählt EPOS-Plan je Zone innerhalb der Freigabe des Heiz- und Kühlkalenders: Ist nur eine Seite frei, gilt sie; sind beide frei, entscheiden die Tagessummen von Heiz- und Kühlbedarf; ist keine frei, wird die Zone an dem Tag nicht konditioniert. An einem Kühltag der Zone ist ihre Raumheizung gesperrt, an einem Heiztag ihre Raumkühlung. Verschiedene Zonen dürfen am selben Tag verschieden arbeiten; Prozesswärme, Prozesskälte und Brauchwasser sind frei.
  • Kühlsollwert der Stunde – Ohne weitere Angabe gilt der Kühlsollwert der Zeile Tag in jeder Stunde, sonst der Wert, den Kühlkalender oder Matrix für die Stunde ergeben. In Stunden mit aus – auch außerhalb der Kühlperiode – kühlt das Modell nicht: Die Raumluft darf dort frei steigen, und die Stunde hat keinen Kältebedarf.
  • Sommerlüftung – Ist bei einem gekühlten Gebäude die Sommerlüftung eingeschaltet (Bereich Nutzung & Konditionierung), öffnen die Nutzer die Fenster ab 3 K unter dem Kühlsollwert der Stunde, in Stunden ohne Kühlung ab 23 °C; die Lüftung senkt die Kühllast, bevor gekühlt wird.
  • Nachtauskühlung – Trägt die Spalte Lüftung im Bereich Nutzung & Konditionierung in der Zeile Nacht einen höheren Luftwechsel als am Tag, wirkt der Mehrbetrag im Nachtfenster nur bedingt: wenn die Raumluft über derselben Schwelle liegt wie bei der Sommerlüftung und die Außenluft mindestens um ΔT Außenluft kühler ist, Vorgabe 2 K. Das kühlt das Gebäude nachts aus und kann die Kühllast des Folgetags senken; Wärmebedarf Gebäude zählt die Stunden mit Nachtauskühlung.
  • Ohne Kühlung – Ein Gebäude ohne Haken, ohne Kühlsollwert oder in einem Projekt ohne den Schalter Kühlung rechnen wird nicht gekühlt. Es läuft frei: Seine Raumtemperatur darf über die Maximalraumtemperatur steigen, und es hat keinen Kühlbedarf. Die Überhitzungsstunden zählen die Stunden der Nutzungszeit – mit einem Personenkalender die Stunden mit Anwesenheit, sonst die Stunden außerhalb der Nachtzeit –, in denen die operative Temperatur über der Maximalraumtemperatur liegt; sie zeigen, was ohne Kühlanlage geschieht.
  • Lastgänge – Im Dialog Wärmebedarf Extern können Sie einer eingelesenen Ganglinie den Kanal Kühlung geben. Sie ist dann Kältebedarf ohne Gebäudemodell, geht in keinen Wärmekanal und wirkt nur mit dem Projektschalter.
  • Rechenweg Tagesbilanz – Ein Gebäude auf diesem Rechenweg hat keinen Kältebedarf; der Lauf trägt 0 ein und nennt den Grund im Protokoll.
Die Schritte der Kälteseite in einer Rechenstunde, vom Kältebedarf bis zum Kältestrom. Prinzipbild.

Der Kältebedarf der Stunde ist der erste Schritt der Kälteseite; wie die Kälteerzeuger ihn danach decken, zeigt das Bild (Deckung und Reihenfolge).

Ergebnisse

  • Simulation des Gebäudes (Knopf Simulation… im Gebäudedialog) – der Block Kälte mit denselben Bausteinen wie die Wärmeseite: Kühlbedarf, höchste Kältelast, Vollbenutzungsstunden, dazu Stunden mit Kühlbedarf, Überhitzungsstunden und Stunden mit Heizen und Kühlen; ein Bild der Kältelast mit zuschaltbarem Kühlvorlauf, Kühlrücklauf, Auslegung und Außentemperatur (Monat | Jahr, sortiert als Dauerlinie) und im Block Monatswerte die Spalte Kühlung neben Heizung. Die Zeilen darunter sagen, wie der Kältebedarf entsteht, und nennen die Grenze der Zahl. Bei einem Gebäude ohne Kühlung stehen statt der Kältezahlen Striche, dazu die Überhitzungsstunden; es gibt dann kein Bild der Kältelast und keine Spalte Kühlung. Auf dem Rechenweg Tagesbilanz steht der Abschnitt mit 0 und dem Grund.
  • Zonensperre und Kälteseite im Kreis – Der Wärmebedarf des Gebäudes zeigt nach einem Projektlauf die Gruppe Zonensperre, Projekt, letzter Lauf mit den Kacheln Tage mit Sperre der Gegenseite und Gesperrte Energie (Heizen / Kühlen), im geschlossenen Kreis dazu die Gruppe Kälteseite im Kreis, Projekt, letzter Lauf mit Stunden an der Kälteschranke, Umschaltstunden und Kälte-Restbedarf. Kacheln ohne Wert entfallen. Der Bericht führt dieselben Zahlen in der Tafel Kälteseite im Kreis.
  • Simulationsergebnis, Reiter Wärme-/Strombedarf – der Block Kälte: Kältebedarf, höchste Kältelast, Stunden mit Kühlbedarf, Vollbenutzungsstunden, die Kanalzeile Kühlung, ein eigenes Bild der Kältelast und der Knopf CSV Export.
  • Bericht – in der Projektbeschreibung der Abschnitt Kältebedarf und -deckung mit Summe, Kanalzeile, Spitze, Stunden und ungedecktem Rest; je Gebäude die Kühlenergie. Im Variantenvergleich stehen Kältebedarf gesamt, Kältelast max., Stunden mit Kühlbedarf und Deckungsgrad Kühlung bei den Bedarfskennzahlen, jede mit dem Zusatz (sensibel).
  • Kältedeckung – Block Kältedeckung der Übersicht, Blatt Kälteproduktion im Reiter Ergebnis, Kälteerzeuger und Kältespeicher im Bericht und der Kältestrom in der Wirtschaftlichkeit: siehe Kälteerzeugung: Ergebnisse.
Deckung des Kältebedarfs je Monat in zwei Varianten desselben Gebäudes; Ergebnis von Referenzprojekten, Werte gerundet.
Dauerlinie der Kältelast und Kältebedarf, Kältespitze und Kühlstunden je Zone; Ergebnis eines Referenzprojekts, Werte gerundet.

Die beiden Bilder zeigen Ergebnisse von Referenzprojekten: die Deckung des Kältebedarfs je Monat für eine Kältemaschine mit Kältespeicher und für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit freier Kühlung, und Kältebedarf, Kältespitze und Kühlstunden je Zone eines Gebäudes mit zwei Zonen.

Ein Projekt ohne Kühlung zeigt im Simulationsergebnis und im Bericht keine Kältegruppe und keine Nullen. Der Wärmebedarf eines Gebäudes zeigt den Abschnitt Kältebedarf dagegen immer – ohne Kühlung mit Strichen statt Kältezahlen, mit den Überhitzungsstunden und mit der Zeile, dass das Gebäude frei läuft.

Export

Der Knopf CSV… in der Leiste des Diagramms Kältelast Jahresganglinie schreibt die Kältelast des Projekts je Stunde in kW, dazu je Bedarfsart eine Spalte (Kühlung). Die erste Zeile der Datei ist der Satz zur Grenze der Zahl, danach folgen die Spaltenköpfe und die 8.760 Stunden.

Grenzen

  • Die Kälte ist sensibel: Feuchte, Entfeuchtung und latente Last sind nicht enthalten.
  • Keine Bauteilaktivierung: Kühldecke und Betonkernaktivierung sind keine eigene Funktion; das Modell kühlt die Raumluft.
  • Ein Kaltwasserkreis je Gebäude: Mehrere Zonen teilen einen Kaltwasserkreis mit einem Vorlauf und einer Kühlkurve; Auslegungspunkt und Vorlaufgrenze der Kühlübergabe stehen allein am Gebäude (Fallstricke).
  • Kälteerzeuger: Kältemittelverluste, Rückwirkung auf die Wärmequelle und Kältenetz: siehe Kälteerzeugung: Grenzen.

Kälteerzeugung

Den Kältebedarf decken Wärmepumpen im Kühlbetrieb und Kältemaschinen, wahlweise mit Kältespeicher. Ihre Einstellung, die Reihenfolge der Deckung und ihre Ergebnisse beschreibt die Seite Kälteerzeugung: