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Programm Dokumentation/Ladeprofil Elektrofahrzeuge: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Dialog '''Ladeprofil Elektrofahrzeuge''' beschreibt eine Gruppe gleicher Elektrofahrzeuge an einem Standort: Anzahl, Akku, Ladepunkt, Standzeiten der Woche und Fahrstrecken. Das Ladeprofil ist ein Stromverbraucher des Projekts. Seine Ladeleistung entsteht erst in der Simulation, und zwar aus dem Überschuss der Viertelstunde: Die Fahrzeuge laden im Standzeitfenster vorrangig mit PV-Strom oder mit dem Stromüberschuss eines BHKW, der sonst eingespeist würde. Wo das nicht reicht, ergänzt der Rechenweg Netzstrom, so spät und so wenig wie möglich, oder er lädt gar nicht. Die Wahl trifft der Lademodus.
Der Dialog '''Ladeprofil Elektrofahrzeuge''' beschreibt eine Gruppe gleicher Elektrofahrzeuge an einem Standort: Anzahl, Akku, Ladepunkt, Standzeiten der Woche und Fahrstrecken. Das Ladeprofil ist ein Stromverbraucher des Projekts. Seine Ladeleistung entsteht erst in der Simulation aus dem Überschuss der Viertelstunde: Die Fahrzeuge laden im Standzeitfenster vorrangig mit PV-Strom oder mit dem Stromüberschuss eines BHKW, der sonst eingespeist würde. Reicht das nicht, ergänzt der Rechenweg Netzstrom, so spät und so wenig wie möglich, oder er lädt gar nicht – je nach Lademodus.


== Aufruf ==
== Aufruf ==
{{Anker|aufruf}}
{{Anker|aufruf}}


Der Weg führt über die Kachel '''Ladeprofil Elektrofahrzeuge''' im Reiter ''Strombedarf'' der Startseite. Sie öffnet die Auswahl der Ladegruppen: oben ''Ladegruppen im Projekt'', unten ''Datenbank Ladeprofile'' mit den Ladeprofil-Vorlagen des Katalogs. ''In das Projekt übernehmen'' legt aus einer Vorlage eine Ladegruppe im Projekt an. Der Knopf '''Ladeprofil anlegen…''' in der Fußleiste legt eine neue Ladegruppe an, auf einer Zeile, die schon ein Ladeprofil trägt, heißt er '''Ladeprofil bearbeiten…'''. Das Ladeprofil tritt im selben Fenster an die Stelle der Auswahl; die Kopfzeile trägt den Rückweg und den Titel. Das Ladeprofil gehört zum Projekt; der Knopf ist deshalb erst frei, wenn das Projekt gespeichert ist. Ist er gesperrt, nennt sein Hinweis den Grund. Die übrigen Stromverbraucher stehen unter der Kachel ''Standardlastprofil''; jede Kachel speichert nur ihre eigenen Zeilen.
Die Kachel '''Ladeprofil Elektrofahrzeuge''' im Reiter ''Strombedarf'' der Startseite öffnet die Auswahl der Ladegruppen: oben ''Ladegruppen im Projekt'', unten ''Datenbank Ladeprofile'' mit den Vorlagen des Katalogs. Das Ladeprofil tritt im selben Fenster an die Stelle der Auswahl; die Kopfzeile trägt Rückweg und Titel. Die übrigen Stromverbraucher stehen unter der Kachel ''Standardlastprofil''; jede Kachel speichert nur ihre eigenen Zeilen.


In der Kopfleiste von ''Ladegruppen im Projekt'' stehen zwei weitere Knöpfe. '''In die Datenbank übernehmen…''' legt die gewählten Ladegruppen als neue Ladeprofile im Katalog an: Eine Rückfrage schlägt je Ladegruppe einen Namen vor, ein schon vergebener Name sperrt die Übernahme mit Hinweis. In den Katalog gehen Fahrzeuge, Ladepunkt, Lademodus, Standzeiten, Fenster der Leistungsgrenze und Monatswerte im gespeicherten Stand; die Ladegruppe im Projekt bleibt, wie sie ist. Ohne gewählte Ladegruppe ist der Knopf gesperrt und nennt den Grund. '''Simulation…''' öffnet die Simulation des Projekts im Hauptfenster, denn erst der Lauf rechnet die Ladegruppen mit PV, BHKW und Speicher. Zuerst fragt der Dialog, ob die Eingaben gespeichert werden sollen; er schließt dafür.
{| class="wikitable"
! Knopf !! Wirkung
|-
| ''In das Projekt übernehmen'' || legt aus einer Vorlage eine Ladegruppe im Projekt an
|-
| '''Ladeprofil anlegen…''' (Fußleiste) || neue Ladegruppe; auf einer Zeile mit Ladeprofil heißt er '''Ladeprofil bearbeiten…'''. Frei erst im gespeicherten Projekt, gesperrt nennt sein Hinweis den Grund
|-
| '''In die Datenbank übernehmen…''' (Kopfleiste) || bringt die gewählten Ladegruppen in den Katalog; ohne Wahl gesperrt mit Grund
|-
| '''Simulation…''' (Kopfleiste) || fragt nach dem Speichern, schließt und öffnet die Simulation im Hauptfenster – erst der Lauf rechnet mit PV, BHKW und Speicher
|}


Zeilen mit Ladeprofil tragen in der Projektliste das Kennzeichen ''Ladeprofil''. Ihre Jahressumme ist abgeleitet; eine Eingabe in der Auswahl der Ladegruppen skaliert die Fahrstrecken des Ladeprofils (siehe Reiter ''Standzeiten''). Die Summe im Kopf der Liste zählt alle Ladegruppen des Projekts.
==== In die Datenbank übernehmen ====


In der Katalogpflege (''Datenbank Strombedarf'') lassen sich Ladeprofile als Katalogsätze anlegen, ändern und duplizieren. Dort gehört der Satz keinem Projekt: alle Wahlen des Reiters ''Laden'' stehen offen. Ausgelieferte Vorlagen sind nur lesbar; eine eigene Fassung entsteht über ''Duplizieren…'' in der Liste.
'''In die Datenbank übernehmen''' fragt je Ladegruppe nach dem Weg. ''Als neuen Katalogsatz anlegen'' (Vorgabe) schlägt einen Namen vor; ein vergebener sperrt mit Hinweis. ''Ursprung überschreiben'' ersetzt im Katalogsatz, aus dem die Gruppe stammt oder den sie angelegt hat, Fahrzeuge, Ladepunkt, Lademodus, Standzeiten, Fenster der Leistungsgrenze, Monatswerte und Beschreibung; Name und Schloss bleiben. Gesperrt mit Grund ist das bei gesperrtem Ursprung (ausgelieferte Vorlage: erst Schloss aufheben), bei unbekanntem oder fehlendem Ursprung (im Projekt angelegte Gruppe) und bei einem Ursprung, der kein Ladeprofil ist. In den Katalog geht der gespeicherte Stand; die Gruppe im Projekt bleibt unverändert.
 
Zeilen mit Ladeprofil tragen in der Projektliste das Kennzeichen ''Ladeprofil''. Ihre Jahressumme ist abgeleitet; eine Eingabe dort skaliert die Fahrstrecken ([[#standzeiten|Standzeiten]]). Die Summe im Kopf der Liste zählt alle Ladegruppen.
 
In der Katalogpflege (''Datenbank Strombedarf'') lassen sich Ladeprofile anlegen, ändern und duplizieren; dort gehört der Satz keinem Projekt, alle Wahlen des Reiters ''Laden'' stehen offen. Ausgelieferte Vorlagen sind nur lesbar, eine eigene Fassung entsteht über ''Duplizieren…''.


== Eingaben ==
== Eingaben ==
{{Anker|eingaben}}
{{Anker|eingaben}}


Der Dialog gliedert sich in fünf Reiter. Ein Reiter mit Fehler oder Hinweis trägt einen Warnpunkt. Ein Fehler sperrt ''OK'' und ''Speichern'' und nennt den Grund, ein Hinweis sperrt nicht. Mit ''OK'' des Bedarfsprofil-Dialogs wird gespeichert.
Fünf Reiter; ein Reiter mit Fehler oder Hinweis trägt einen Warnpunkt. Ein Fehler sperrt ''OK'' und ''Speichern'' und nennt den Grund, ein Hinweis nicht. Gespeichert wird mit ''OK'' des Bedarfsprofil-Dialogs.


=== Fahrzeuge ===
=== Fahrzeuge ===
{{Anker|fahrzeuge}}
{{Anker|fahrzeuge}}


* '''Bezeichnung und Beschreibung''' – die Stammangaben des Stromverbrauchers. Bei einer Projektzeile ändert sie der Dialog ''Bedarfsprofile''.
'''Fahrzeug:'''
* '''Anzahl gleicher Fahrzeuge''' – 1 bis 500. Die Fahrzeuge einer Gruppe haben denselben Fahrplan und werden gemeinsam gerechnet.
* '''Bezeichnung und Beschreibung''' – bei einer Projektzeile im Dialog ''Bedarfsprofile'' zu ändern.
* '''Nutzbare Akkukapazität je Fahrzeug''' in kWh, netto.
* '''Anzahl gleicher Fahrzeuge''' – 1 bis 500, gleicher Fahrplan, gemeinsam gerechnet.
* '''Verbrauch ab Akku''' in kWh je 100 km. Die Jahreszeit wirkt über die Monatswerte.
* '''Nutzbare Akkukapazität''' je Fahrzeug in kWh netto; '''Verbrauch ab Akku''' in kWh je 100 km (die Jahreszeit wirkt über die Monatswerte).
* '''Ladeart''' – die üblichen Stufen der Wechselstromladung ''AC 3,7 kW einphasig'', ''AC 11 kW'' und ''AC 22 kW'' oder ''größere Leistung (Schnellladen DC), frei''. Eine AC-Stufe setzt die höchste Ladeleistung; die einphasige Stufe setzt dazu die kleinste Ladeleistung auf einphasig, wenn sie darüber läge. Die freie Stellung setzt von einer AC-Stufe aus 50 kW vor, danach ist jede Leistung frei einzutragen. Die Ladeart ist nur eine Eingabehilfe: Sie folgt dem eingetragenen Wert.
 
* '''Höchste Ladeleistung je Ladepunkt''' in kW, gemessen am Zähler. Ladepunkt (AC oder DC) und Fahrzeug begrenzen sie. Jede Zahl über 0 ist zulässig, auch eine Schnellladeleistung; der Rechenweg kappt sie nicht.
'''Ladepunkt:'''
* '''Kleinste Ladeleistung''' in kW. Überschuss darunter lädt nicht. Eine Auswahl setzt die Vorgabe ''dreiphasig 4,1 kW'', ''einphasig 1,4 kW'' oder ''dreiphasig AC 11 kW'' (Ladepunkt ohne Leistungsstellung) oder lässt den Wert frei. Die kleinste Ladeleistung darf die höchste nicht übersteigen; sonst nennt die Prüfung den Fehler.
* '''Ladeart''' – Eingabehilfe, die sich nach dem Wert richtet: ''AC 3,7 kW einphasig'', ''AC 11 kW'', ''AC 22 kW'' setzen die höchste Ladeleistung, die einphasige dazu die kleinste, wenn sie darüber läge. ''Größere Leistung (Schnellladen DC), frei'' setzt 50 kW vor, danach ist jede Leistung frei.
* '''Höchste Ladeleistung je Ladepunkt''' in kW am Zähler, begrenzt durch Ladepunkt (AC oder DC) und Fahrzeug; jede Zahl über 0, ungekappt.
* '''Kleinste Ladeleistung''' in kW; Überschuss darunter lädt nicht. Wahl: ''dreiphasig 4,1 kW'', ''einphasig 1,4 kW'', ''dreiphasig AC 11 kW'' (Ladepunkt ohne Leistungsstellung) oder frei. Über der höchsten ist sie ein Fehler.
* '''Ladewirkungsgrad''' vom Zähler zum Akku, konstant.
* '''Ladewirkungsgrad''' vom Zähler zum Akku, konstant.
* '''Leistungsgrenze der Gruppe''' in kW (Lastmanagement). Bleibt das Feld leer, gilt die Anzahl mal die höchste Ladeleistung.
 
* '''Leistungsgrenze nach Wochenprofil''' – Fenster der Woche, in denen für die Gruppe eine kleinere Grenze gilt, etwa die Steuerung durch den Netzbetreiber nach § 14a EnWG oder eine Hochtarif-Sperre mit 0 kW. Je Fenster stehen Tag von und bis, Stunde von und bis sowie die Grenze in kW in der Tabelle; das Wochenband darüber zeigt sieben Spuren Montag bis Sonntag im Stundenraster, je Fenster einen Balken mit seiner Grenze, eine Sperre dunkel. ''Fenster hinzufügen'' legt ein Fenster Montag bis Freitag 17 bis 20 Uhr mit 4,2 kW je Fahrzeug an, ''Fenster entfernen'' nimmt das gewählte heraus. Wirksam ist je Viertelstunde das Minimum aus Leistungsgrenze und allen Fenstern, die sie treffen; ohne Fenster gilt allein die Leistungsgrenze. Feiertage und Ferien folgen dem Betriebskalender wie die Standzeiten: Ein Feiertag „wie Sonntag“ nimmt die Fenster des Sonntags. Ein Fenster unter der kleinsten Ladeleistung meldet die Prüfung als Hinweis — im Zeitfenster und mit ''Nur PV-Strom'' lädt die Gruppe in diesen Stunden nicht.
==== Leistungsgrenze ====
 
'''Leistungsgrenze der Gruppe''' in kW (Lastmanagement); leer gilt Anzahl × höchste Ladeleistung.
 
Die '''Leistungsgrenze nach Wochenprofil''' setzt Fenster mit kleinerer Grenze, etwa für die Steuerung durch den Netzbetreiber nach § 14a EnWG oder eine Hochtarif-Sperre mit 0 kW. Wirksam ist je Viertelstunde das Minimum aus Leistungsgrenze und allen treffenden Fenstern; Feiertage und Ferien folgen dem Betriebskalender wie die Standzeiten (Feiertag „wie Sonntag“ nimmt die Fenster des Sonntags).
 
* Die Tabelle führt je Fenster Tag und Stunde von/bis und die Grenze in kW; das Wochenband darüber zeigt je Fenster einen Balken in sieben Spuren Montag bis Sonntag im Stundenraster, eine Sperre dunkel.
* ''Fenster hinzufügen'' legt Montag bis Freitag 17 bis 20 Uhr mit 4,2 kW je Fahrzeug an, ''Fenster entfernen'' nimmt das gewählte heraus.
* Ein Fenster unter der kleinsten Ladeleistung ist ein Hinweis: Im Zeitfenster und mit ''Nur PV-Strom'' lädt die Gruppe dann nicht.
 
'''Beispiel.''' Drei Fahrzeuge mit je 11 kW, Leistungsgrenze leer: höchstens 3 × 11 = 33 kW. ''Fenster hinzufügen'' setzt Montag bis Freitag 17 bis 20 Uhr 3 × 4,2 = 12,6 kW; in diesen Stunden laden die drei zusammen höchstens 12,6 kW.


=== Laden ===
=== Laden ===
{{Anker|laden}}
{{Anker|laden}}


'''Lademodus.''' Vier Stellungen stehen zur Wahl; welche, folgt aus den Anlagen des Projekts:
'''Lademodus.''' Welche Stellungen zur Wahl stehen, hängt von den Anlagen des Projekts ab; wie sie rechnen, steht unter [[#berechnung-ladeleistung|Berechnung]].


* '''Zeitfenster mit PV-Vorrang''' – lädt PV-Überschuss; eine Prognose bis zur Abfahrt legt fehlenden Netzstrom in die Zeiten mit der geringsten erwarteten PV-Leistung. Der Soll-Ladezustand ist zur Abfahrt sicher erreicht. Die Stellung steht zur Wahl, sobald das Projekt eine PV-Anlage oder ein BHKW hat. Ohne wirksame PV-Anlage – nur ein BHKW im Projekt oder PV abgewählt – heißt sie '''Zeitfenster mit BHKW-Vorrang''' und plant mit dem Stromüberschuss des BHKW.
{| class="wikitable"
* '''Mindestleistung, Überschuss erhöht''' – lädt bei Anschluss immer mindestens mit der kleinsten Ladeleistung; PV- oder BHKW-Überschuss erhöht die Leistung bis zur höchsten, auch unterhalb der kleinsten Ladeleistung zählt er mit. Was die Mindestleistung über dem Überschuss braucht, kommt aus dem Netz. Es gibt keinen Prognoseplan; reicht die Mindestleistung nicht für den Soll-Ladezustand, lädt das Fahrzeug so spät wie möglich mit voller Leistung aus dem Netz. Die Stellung steht wie das Zeitfenster zur Wahl, sobald das Projekt eine PV-Anlage oder ein BHKW hat.
! Stellung !! lädt !! zur Wahl
* '''Nur PV-Strom''' – lädt nur PV-Überschuss, nie aus dem Netz und nie aus dem BHKW. Was zur nächsten Fahrt fehlt, weist das Ergebnis als Fremdladung aus. Die Stellung steht nur bei einer PV-Anlage im Projekt zur Wahl.
|-
* '''Sofort laden''' – lädt ab der Ankunft mit voller Leistung bis zum Zielladestand. Hat das Projekt weder PV-Anlage noch BHKW, ist dies die einzige Stellung; ein Hinweis nennt den Grund.
| '''Zeitfenster mit PV-Vorrang''' || Überschuss; fehlender Netzstrom nach Prognoseplan, Soll-Ladezustand zur Abfahrt sicher || mit PV-Anlage oder BHKW; ohne wirksame PV (nur BHKW, PV abgewählt) als '''Zeitfenster mit BHKW-Vorrang'''
|-
| '''Mindestleistung, Überschuss erhöht''' || stets mindestens die kleinste Ladeleistung, Überschuss erhöht bis zur höchsten, der Rest aus dem Netz; ohne Prognoseplan || mit PV-Anlage oder BHKW
|-
| '''Nur PV-Strom''' || nur PV-Überschuss, nie Netz oder BHKW; was fehlt, ist Fremdladung || mit PV-Anlage
|-
| '''Sofort laden''' || ab Ankunft mit voller Leistung bis zum Zielladestand || immer; ohne PV und BHKW die einzige, mit Hinweis
|}


Gespeicherte Werte bleiben erhalten, auch wenn das Projekt sie nicht trägt. Steht etwa ''Nur PV-Strom'' in einem Projekt ohne PV-Anlage, meldet die Prüfung einen Hinweis: Im Lauf lädt die Gruppe dann nicht, die Fahrenergie zählt als Fremdladung. Ein gespeichertes ''Zeitfenster'' ohne wirksame Überschussquelle lädt nach Plan aus dem Netz; eine gespeicherte ''Mindestleistung'' ohne Quelle lädt nur ihren Sockel aus dem Netz.
Gespeicherte Werte bleiben, auch wenn das Projekt sie nicht trägt; die Prüfung meldet einen Hinweis. ''Nur PV-Strom'' ohne PV-Anlage lädt nicht (Fremdladung), ein ''Zeitfenster'' ohne Überschussquelle lädt nach Plan aus dem Netz, eine ''Mindestleistung'' ohne Quelle nur ihren Sockel.


'''Prognose.''' Nur im Zeitfenster-Modus: der '''Prognoseabschlag''' (Vorgabe 20 %) nimmt so viel weniger Überschuss an, als der Lauf rechnet, und die '''Sicherheitszeit vor der Abfahrt''' (Vorgabe 1 h, in Viertelstunden) legt fest, wie früh der Soll-Ladezustand nach Plan erreicht sein soll. Reicht der Plan nicht, lädt das Fahrzeug so spät wie möglich aus dem Netz.
'''Prognose''' (nur Zeitfenster): '''Prognoseabschlag''' (Vorgabe 20 %) – so viel weniger Überschuss nimmt der Plan an; '''Sicherheitszeit vor der Abfahrt''' (Vorgabe 1 h, in Viertelstunden) – so früh soll der Soll-Ladezustand erreicht sein.


'''Ladestände.''' Der Ladestandsbalken zeigt vier Marken in Prozent der nutzbaren Kapazität; dieselben Werte stehen in Feldern daneben:
==== Ladestände und Quellen ====


'''Ladestände''' in Prozent der nutzbaren Kapazität, als Marken im Ladestandsbalken und als Felder:
* '''Reserveladestand''' – darunter fällt der Akku nie; was fehlt, ist Fremdladung.
* '''Reserveladestand''' – darunter fällt der Akku nie; was fehlt, ist Fremdladung.
* '''Sofortladestand''' – bis hierher lädt das Fahrzeug ab Ankunft sofort, auch aus dem Netz.
* '''Sofortladestand''' – bis hierher lädt das Fahrzeug ab Ankunft sofort, auch aus dem Netz.
* '''Zielladestand bis zur Abfahrt''' – wird bis zur Abfahrt notfalls aus dem Netz erreicht.
* '''Zielladestand bis zur Abfahrt''' – notfalls aus dem Netz erreicht.
* '''Höchstladestand mit PV''' – bis hierher lädt Überschuss; bei ''Sofort laden'' ist er das Ziel der Sofortladung.
* '''Höchstladestand mit PV''' – bis hierher lädt Überschuss; bei ''Sofort laden'' das Ziel der Sofortladung.
''Nur PV-Strom'' und ''Sofort laden'' nutzen nur Reserve und Höchststand, die beiden anderen alle vier.


In ''Nur PV-Strom'' und ''Sofort laden'' gelten nur Reserve- und Höchstladestand; im Zeitfenster und in der Mindestleistung alle vier.
'''Überschussquellen und Rang.''' Die Zeile ''Im Projekt: …'' nennt PV-Anlage und BHKW. Mit beiden stehen ''PV-Überschuss darf laden'' und ''Stromüberschuss des BHKW darf laden'' zur Wahl, einer bleibt an; mit einer gilt sie fest. ''Nur PV-Strom'' lädt keinen BHKW-Überschuss; aus gemischtem Überschuss zählt zuerst die PV. '''Stromspeicher darf das Fahrzeug laden''' lässt den Speicher die Netzladung decken, sonst bleibt sie Netzbezug. Der '''Rang unter den Ladegruppen''' ordnet mehrere Ladeprofile, 1 lädt zuerst. Die Folge am Überschuss steht im Dialog: Wärmepumpe im PV-Betrieb → Ladegruppen nach Rang → Stromspeicher → Einspeisung.
 
'''Überschussquellen und Rang.''' Die Zeile ''Im Projekt: …'' nennt, welche Quellen das Projekt hat (PV-Anlage, BHKW). Hat das Projekt beide, stehen die Schalter ''PV-Überschuss darf laden'' und ''Stromüberschuss des BHKW darf laden'' zur Wahl; mindestens einer bleibt an. Hat es nur eine, gilt diese fest ohne Schalter. In ''Nur PV-Strom'' lädt kein BHKW-Überschuss. Aus gemischtem Überschuss zählt zuerst die PV.
 
Der Schalter '''Stromspeicher darf das Fahrzeug laden''' erlaubt dem Stromspeicher, die Netzladung der Gruppe zu decken. Ist er aus, bleibt die Netzladung Netzbezug. Der '''Rang unter den Ladegruppen''' ordnet mehrere Ladeprofile am Überschuss; 1 lädt zuerst. Die Folge am Überschuss steht als Zeile im Dialog: Wärmepumpe im PV-Betrieb, dann Ladegruppen nach Rang, dann Stromspeicher, dann Einspeisung.


=== Standzeiten ===
=== Standzeiten ===
{{Anker|standzeiten}}
{{Anker|standzeiten}}


Die '''Standzeitwoche''' zeigt sieben Spuren (Montag bis Sonntag) im Viertelstundenraster. Ein Balken ist eine Standzeit, in der das Fahrzeug steht und laden kann; eine Marke am Beginn zeigt die Ankunft, bei der die Fahrenergie abgebucht wird. Eine Standzeit mit Hinweis ist gelb. Standzeiten dürfen über Mitternacht und über das Wochenende reichen.
Die '''Standzeitwoche''' zeigt sieben Spuren (Montag bis Sonntag) im Viertelstundenraster. Ein Balken ist eine Standzeit, in der das Fahrzeug laden kann; die Marke am Beginn ist die Ankunft, bei der die Fahrenergie abgebucht wird. Gelb ist eine Standzeit mit Hinweis. Standzeiten dürfen über Mitternacht und das Wochenende reichen.


Die Tabelle darunter führt je Standzeit Ankunft und Abfahrt (Tag und Uhrzeit im 15-Minuten-Raster), die '''Fahrstrecke vor Ankunft''' in km und abgeleitet die Dauer, die Fahrenergie und die Ladezeit bei voller Leistung, dazu eine Prüfampel. ''Standzeit hinzufügen'' und ''Entfernen'' pflegen die Liste, ''Wie Montag für Di–Fr'' kopiert die Standzeiten des Montags auf die vier folgenden Tage. Höchstens 21 Standzeiten je Woche sind möglich, sie dürfen sich nicht überlappen. Eine Standzeit, die für die Fahrenergie zu kurz ist oder kürzer als die Sicherheitszeit, meldet die Prüfung.
Die Tabelle führt je Standzeit Ankunft und Abfahrt (Tag und Uhrzeit, 15-Minuten-Raster), die '''Fahrstrecke vor Ankunft''' in km, abgeleitet Dauer, Fahrenergie und Ladezeit bei voller Leistung sowie eine Prüfampel. ''Standzeit hinzufügen'' und ''Entfernen'' pflegen die Liste, ''Wie Montag für Di–Fr'' kopiert den Montag auf die vier folgenden Tage. Höchstens 21 Standzeiten je Woche, ohne Überlappung; zu kurz für die Fahrenergie oder kürzer als die Sicherheitszeit meldet die Prüfung.


'''Standzeiten als Vorlage.''' ''Als Vorlage speichern…'' legt das Ladeprofil unter einem Namen als eigene Vorlage im Katalog an – mit allen Werten und den Standzeiten der Woche; der Name darf im Katalog noch nicht vergeben sein. ''Standzeiten aus Vorlage…'' bietet die Vorlagen mit Standzeiten zur Wahl; nach einer Rückfrage ersetzen ihre Standzeiten samt Fahrstrecken die Standzeiten der Gruppe, alle übrigen Werte bleiben. Die gespeicherte Vorlage steht auch unter ''Vorlage übernehmen…'' und in der Katalogpflege der Stromverbraucher.
==== Vorlage und Jahressumme ====


'''Fahrleistung und Jahressumme.''' Zwei Hilfen schreiben die Fahrstrecken je Standzeit:
'''Als Vorlage speichern…''' legt das Ladeprofil mit allen Werten und Standzeiten unter einem freien Namen als eigene Vorlage im Katalog an; sie steht dann unter ''Vorlage übernehmen…'' und in der Katalogpflege der Stromverbraucher. '''Standzeiten aus Vorlage…''' ersetzt nach Rückfrage nur die Standzeiten samt Fahrstrecken durch die einer Vorlage.


* ''Gleich auf alle Ankünfte verteilen'' verteilt eine Jahresfahrleistung je Fahrzeug gleichmäßig auf alle Ankünfte der Woche.
'''Fahrleistung und Jahressumme''' sind wechselseitig; gespeichert bleiben die Fahrstrecken, eine Änderung an ihnen leitet die Summe neu ab. ''Gleich auf alle Ankünfte verteilen'' verteilt eine Jahresfahrleistung je Fahrzeug gleich auf die Ankünfte der Woche. ''Fahrstrecken auf diese Summe skalieren'' setzt die Jahressumme am Zähler und skaliert alle Fahrstrecken mit demselben Faktor; sind alle 0, verteilt sie sich gleich. Dieselbe Summe steht in der Zuordnung im Dialog ''Bedarfsprofile'' und wirkt dort genauso.
* ''Fahrstrecken auf diese Summe skalieren'' setzt die Jahressumme am Zähler. Alle Fahrstrecken werden mit demselben Faktor skaliert, das Verhältnis der Standzeiten bleibt. Dieselbe Summe steht in der Zuordnung im Dialog ''Bedarfsprofile'' und wirkt dort genauso.


Fahrstrecke und Jahressumme sind also wechselseitige Eingaben: Eine Änderung der Fahrstrecken leitet die Summe neu ab, eine eingegebene Summe skaliert die Fahrstrecken. Gespeichert bleiben die Fahrstrecken. Sind alle Fahrstrecken 0, verteilt sich die Summe gleich auf alle Ankünfte.
'''Beispiel.''' Fünf Ankünfte mit je 30 km; wird die Jahressumme verdoppelt, steht jede Fahrstrecke auf 60 km.


=== Kalender und Monate ===
=== Kalender und Monate ===
{{Anker|kalender-und-monate}}
{{Anker|kalender-und-monate}}


* '''Betriebskalender der Zuordnung''' – der Kalender wird an der Zeile im Dialog ''Bedarfsprofile'' gewählt und erscheint hier nur zur Ansicht mit seinen beiden Schaltern. Ist ''Feiertag wie Sonntag'' oder ''Ferien wie Sonntag'' gesetzt, gilt an diesen Tagen die Sonntagsspur der Standzeitwoche: für einen Betriebsparkplatz heißt das kein Fahrzeug, für ein Wohnhaus den Sonntagsfahrplan. Ohne Kalender gilt die Woche das ganze Jahr ([[Programm Dokumentation/Betriebskalender|Betriebskalender]]). Der Ferienfaktor des Kalenders wirkt bei Ladeprofilen nicht.
* '''Betriebskalender der Zuordnung''' – gewählt an der Zeile im Dialog ''Bedarfsprofile'', hier nur zur Ansicht. Mit ''Feiertag wie Sonntag'' oder ''Ferien wie Sonntag'' gilt an diesen Tagen die Sonntagsspur: am Betriebsparkplatz kein Fahrzeug, am Wohnhaus der Sonntagsfahrplan. Ohne Kalender gilt die Woche das ganze Jahr ([[Programm Dokumentation/Betriebskalender|Betriebskalender]]). Der Ferienfaktor wirkt bei Ladeprofilen nicht.
* '''Monatswerte der Fahrenergie''' – zwölf Gewichte, normiert auf das Jahr. ''Gleich verteilen'' setzt alle auf denselben Wert, ''Winterzuschlag der Vorlage'' setzt den Mehrverbrauch im Winter durch Heizung und Akkutemperatur.
* '''Monatswerte der Fahrenergie''' – zwölf Gewichte, auf das Jahr normiert. ''Gleich verteilen'' setzt alle gleich, ''Winterzuschlag der Vorlage'' den Mehrverbrauch im Winter durch Heizung und Akkutemperatur.


=== Vorschau ===
=== Vorschau ===
{{Anker|vorschau}}
{{Anker|vorschau}}


Die Vorschau zeigt vor dem Lauf die Jahreswerte im Wochentagsraster des Projekts: Fahrenergie ab Akku, Jahressumme am Zähler (sie wird in die Zuordnung geschrieben), Fahrenergie und Ankünfte je Woche und die Spitzenleistung bei Sofortladen. Der Wochengang darunter zeigt die Ladeleistung bei ''Sofort laden'' ohne PV-Führung; die PV-geführte Reihe entsteht erst im Lauf aus dem Überschuss der Viertelstunde. Die Prüfliste nennt Fehler und Hinweise einzeln.
Die Vorschau zeigt vor dem Lauf die Jahreswerte im Wochentagsraster des Projekts: Fahrenergie ab Akku, Jahressumme am Zähler (sie geht in die Zuordnung), Fahrenergie und Ankünfte je Woche und die Spitzenleistung bei Sofortladen. Der Wochengang zeigt die Ladeleistung bei ''Sofort laden''; die PV-geführte Reihe entsteht erst im Lauf. Die Prüfliste nennt Fehler und Hinweise einzeln.


== Vorlagen ==
== Vorlagen ==
{{Anker|vorlagen}}
{{Anker|vorlagen}}


Der Knopf '''Vorlage übernehmen…''' in der Fußleiste lädt die Werte einer Vorlage aus dem Katalog in den Dialog; Bezeichnung und Kalender bleiben. Das Feld ''Höchste Ladeleistung, abweichend (frei)'' neben der Wahl nimmt eine andere, etwa größere Leistung auf, mit der die Vorlage übernommen wird; leer gilt die Leistung der Vorlage. Ausgeliefert sind vier Vorlagen mit runden Werten:
'''Vorlage übernehmen…''' in der Fußleiste lädt die Werte einer Katalogvorlage; Bezeichnung und Kalender bleiben. ''Höchste Ladeleistung, abweichend (frei)'' übernimmt sie mit einer anderen Leistung, leer mit ihrer eigenen. Ausgeliefert sind vier Vorlagen mit runden Werten, alle mit Winterzuschlag und mit Laden aus BHKW-Überschuss:


* ''Pendler Wohnhaus'' – Abendankunft und Morgenabfahrt, Zeitfenster-Modus.
{| class="wikitable"
* ''Dienstwagen Tagbetrieb'' – drei Fahrzeuge, Montag bis Freitag tagsüber am Betrieb, Zeitfenster-Modus, Ferien wie Sonntag.
! Vorlage !! Fahrzeuge !! Standzeit !! Lademodus, Kalender
* ''Flotte Nachtladen'' – fünf Fahrzeuge, Nachtstandzeit, Zeitfenster-Modus.
|-
* ''Mitarbeiterparkplatz'' – zehn Fahrzeuge, Montag bis Freitag tagsüber, Nur PV-Strom, Feiertag und Ferien wie Sonntag.
| ''Pendler Wohnhaus'' || eins || Abendankunft, Morgenabfahrt || Zeitfenster
|-
| ''Dienstwagen Tagbetrieb'' || drei || Mo–Fr tagsüber am Betrieb || Zeitfenster, Ferien wie Sonntag
|-
| ''Flotte Nachtladen'' || fünf || nachts || Zeitfenster
|-
| ''Mitarbeiterparkplatz'' || zehn || Mo–Fr tagsüber || Nur PV-Strom, Feiertag und Ferien wie Sonntag
|}


Alle Vorlagen tragen Monatswerte mit Winterzuschlag und lassen den Überschuss des BHKW mitladen. Die Werte sind Ausgangspunkte; Anzahl, Akku, Fahrstrecken und Modus sind an das Projekt anzupassen.
Die Werte sind Ausgangspunkte; Anzahl, Akku, Fahrstrecken und Modus sind an das Projekt anzupassen.


== Rechenweg ==
== Rechenweg ==
{{Anker|rechenweg}}
{{Anker|rechenweg}}


Das Programm rechnet das Ladeprofil im Viertelstundenraster (35.040 Werte) nach der Kaskade der Erzeuger:
Jede Ladegruppe rechnet im Viertelstundenraster (35.040 Werte) in der Kaskade der Erzeuger, hinter der Wärmepumpe im PV-Betrieb und vor dem Stromspeicher. Heraus kommen die Ladeleistung je Viertelstunde mit ihren Anteilen aus PV, BHKW und Netz, die Fremdladung und die Abfahrten unter Ziel. Eigenverbrauch, Autarkie, Netzbezug und Einspeisung schließen die Ladegruppen von selbst ein.
 
=== Berechnung: Ladeleistung je Viertelstunde ===
{{Anker|berechnung-ladeleistung}}
 
'''1 · Fahrplan.''' Aus Standzeitwoche, Wochentagsraster der Klimaregion und Betriebskalender: je Viertelstunde, ob die Gruppe steht, je Ankunft die Fahrstrecke. Das Jahr ist ein Ring; der Ladestand am 1. Januar kommt vom Ende des Vorjahres.
 
'''2 · Überschuss.''' Last nach der Kaskade (Hauslast, Strom der Wärmeerzeuger samt Wärmepumpe im PV-Betrieb, Kälte- und Kopplungsstrom, abzüglich BHKW-Erzeugung) gegen die PV-Erzeugung. PV-Überschuss = PV über der Last, BHKW-Überschuss = BHKW-Strom über der Last, jeweils samt dem Teil über der Einspeisegrenze, der sonst abgeregelt würde. Die Gruppen rechnen nach Rang; jede bekommt, was die vorrangigen übrig lassen.
 
'''3 · Ankunft.''' Die Fahrenergie geht vom Ladestand ab; was unter den Reserveladestand fiele, ist Fremdladung, der Akku steht auf der Reserve.
 
==== Laden je Lademodus ====


# '''Fahrplan.''' Aus der Standzeitwoche, dem Wochentagsraster der Klimaregion und dem Betriebskalender entsteht je Viertelstunde, ob die Gruppe steht, und je Ankunft die Fahrstrecke. Das Jahr ist ein Ring; der Ladestand am 1. Januar entsteht aus dem Ende des Vorjahres.
'''4 · Zeitfenster.''' Überschuss ab der kleinsten Ladeleistung lädt bis zum Höchstladestand, dazu die Sofortladung bis zum Sofortladestand. Der Prognoseplan rechnet den Überschuss bis zur Abfahrt mit Abschlag und legt die fehlende Netzenergie für den Zielladestand in die Viertelstunden mit der geringsten erwarteten Leistung, bei Gleichstand in die erste; er endet um die Sicherheitszeit vor der Abfahrt und wird jede Viertelstunde neu gerechnet. Reicht er nicht, lädt ein Rückfall ohne Prognose so spät wie möglich mit voller Leistung aus dem Netz. Reicht selbst das ab Ankunft nicht, lädt die Gruppe durchgehend, und die Abfahrt zählt als unter Ziel.
# '''Überschuss.''' Die Ladestufe sieht die Last nach der Kaskade – Hauslast, Strom der Wärmeerzeuger samt Wärmepumpe im PV-Betrieb, Kälte- und Kopplungsstrom, abzüglich der BHKW-Erzeugung – und die PV-Erzeugung. Der PV-Überschuss ist die PV-Erzeugung, soweit sie die Last übersteigt; der BHKW-Überschuss ist der Strom, den das BHKW über die Last hinaus erzeugt. Beide enthalten auch den Teil über der Einspeisegrenze, der sonst abgeregelt würde. Die Gruppen rechnen nacheinander in der Reihenfolge ihres Rangs; jede bekommt, was die vorrangigen übrig lassen.
# '''Ankunft.''' Die Fahrenergie wird vom Ladestand abgezogen. Fällt er unter den Reserveladestand, zählt der Fehlbetrag als Fremdladung, und der Akku steht auf der Reserve.
# '''Laden im Zeitfenster.''' Überschuss lädt, sobald er die kleinste Ladeleistung erreicht, bis zum Höchstladestand. Zusätzlich läuft die Sofortladung bis zum Sofortladestand. Eine Prognose bis zur Abfahrt rechnet den künftigen Überschuss mit dem Prognoseabschlag und plant die fehlende Netzenergie für den Zielladestand in die Viertelstunden mit der geringsten erwarteten Leistung, bei Gleichstand in die zeitlich erste; der Plan endet um die Sicherheitszeit vor der Abfahrt und wird jede Viertelstunde mit dem tatsächlichen Stand neu gerechnet. Ein Rückfall lädt ohne Prognose so spät wie möglich, falls der Plan nicht reicht. Reicht selbst volle Leistung ab der Ankunft nicht, lädt die Gruppe durchgehend, und die Abfahrt zählt als unter Ziel.
# '''Nur PV-Strom und Sofort laden.''' ''Nur PV-Strom'' lädt allein mit Überschuss. ''Sofort laden'' lädt ab der Ankunft mit voller Leistung; der Überschuss deckt so viel davon, wie da ist, den Rest der Netzbezug.
# '''Mindestleistung, Überschuss erhöht.''' Die Gruppe lädt in jeder angeschlossenen Viertelstunde mindestens mit der kleinsten Ladeleistung, soweit Raum bis zum Höchstladestand bleibt; jeder Überschuss zählt ohne Schwelle und erhöht die Leistung bis zur höchsten. Der Überschuss deckt zuerst, der Rest der Mindestleistung ist Netzbezug und steht in den Ergebnissen unter ''Sofortladung''. Die Sofortladung bis zum Sofortladestand und der Rückfall zum Zielladestand rechnen wie im Zeitfenster; einen Prognoseplan gibt es nicht.
# '''Leistungsgrenze nach Wochenprofil.''' Trägt die Gruppe Fenster, gilt in jeder Viertelstunde das Minimum aus Leistungsgrenze und den Fenstern, die sie treffen – für die Ladeleistung, für die Rückwärtsreserve des Rückfalls und für die Kapazität je Viertelstunde im Prognoseplan. Ein Fenster mit 0 kW sperrt das Laden. Die Fenster folgen dem Wochentagsraster und der Feiertagsregel der Standzeiten.
# '''Einbau.''' Die Ladeleistung geht als zusätzliche Last in die PV-Bilanz, in den Stromspeicher und in den Netzbezug. Netzladung, die der Stromspeicher nicht decken darf, bleibt außerhalb der Speicherlast. Die Wärmepumpe im PV-Betrieb nimmt ihren PV-Strom vor der Ladestufe; Ladegruppen stehen in der Folge also hinter ihr und vor dem Stromspeicher.
# '''Vergleich.''' Zu jeder Gruppe rechnet das Programm eine Schattenrechnung ''Sofort laden'' gegen denselben Überschuss, ohne Rückwirkung auf Bilanz und Speicher. Sie liefert den Gewinn der Steuerung gegenüber ungesteuertem Laden.


Die Bilanz enthält die Ladung von selbst: Eigenverbrauch, Autarkie, Netzbezug und Einspeisung schließen die Ladegruppen ein.
'''5 · Nur PV-Strom''' lädt allein mit Überschuss. '''Sofort laden''' lädt ab Ankunft voll; der Überschuss deckt, was da ist, den Rest das Netz.
 
'''6 · Mindestleistung.''' Je angeschlossener Viertelstunde mindestens die kleinste Ladeleistung, solange Raum bis zum Höchstladestand bleibt; jeder Überschuss zählt ohne Schwelle und erhöht bis zur höchsten. Der Rest der Mindestleistung ist Netzbezug und steht unter ''Sofortladung''. Sofortladung und Rückfall wie im Zeitfenster, ohne Prognoseplan.
 
==== Grenze, Einbau und Vergleich ====
 
'''7 · Fenster.''' Je Viertelstunde gilt das Minimum aus Leistungsgrenze und treffenden Fenstern – für Ladeleistung, Rückwärtsreserve des Rückfalls und Kapazität im Prognoseplan; 0 kW sperrt.
 
'''8 · Einbau.''' Die Ladeleistung ist zusätzliche Last in PV-Bilanz, Stromspeicher und Netzbezug. Netzladung, die der Speicher nicht decken darf, bleibt außerhalb der Speicherlast.
 
'''9 · Vergleich.''' Eine Schattenrechnung ''Sofort laden'' gegen denselben Überschuss, ohne Rückwirkung, liefert den Gewinn der Steuerung gegenüber ungesteuertem Laden.
 
=== Berechnung: Beispiel eines Ladetags ===
{{Anker|berechnung-beispiel}}


[[Datei:Ladeprofil_PV_gefuehrt_Tagesgang.svg|mini|zentriert|800px|Rechenweg einer Gruppe mit einem Fahrzeug: oben ''Sofort laden'', unten ''Zeitfenster mit PV-Vorrang'' mit Plan und Überschuss – Prinzipbild mit den Vorgaben des Dialogs]]
[[Datei:Ladeprofil_PV_gefuehrt_Tagesgang.svg|mini|zentriert|800px|Rechenweg einer Gruppe mit einem Fahrzeug: oben ''Sofort laden'', unten ''Zeitfenster mit PV-Vorrang'' mit Plan und Überschuss – Prinzipbild mit den Vorgaben des Dialogs]]


Das Bild rechnet die Schritte 2 bis 5 für eine Gruppe mit einem Fahrzeug nach, das einen Tag lang am Ladepunkt steht. Im ''Zeitfenster'' nimmt der Plan den Überschuss bis zur Frist mit dem Prognoseabschlag und zählt nur Viertelstunden ab der kleinsten Ladeleistung; den Netzbedarf legt er in die Viertelstunden mit der geringsten erwarteten Leistung, bei Gleichstand in die zeitlich erste – hier die ersten Viertelstunden am Abend, in denen die PV-Anlage die Last nicht mehr deckt. Danach lädt der tatsächliche Überschuss bis zum Höchstladestand; der Rückfall bleibt leer, weil der Plan den Zielladestand schon sichert.
Ein Fahrzeug mit den Vorgaben des Dialogs (60 kWh, 11 kW höchste, 4,1 kW kleinste Ladeleistung, Wirkungsgrad 0,90, Ziel 80 %, Höchstwert 100 %, Abschlag 20 %, Sicherheitszeit 1 h) kommt um 17 Uhr mit 28 kWh an und fährt am übernächsten Morgen um 7 Uhr; der Überschuss stammt aus 10 kWp an einem Sommertag (Schritte 2 bis 5).


Mit den Vorgaben des Dialogs – 60 kWh, höchste Ladeleistung 11 kW, kleinste 4,1 kW, Ladewirkungsgrad 0,90, Ladestände 80 % als Ziel und 100 % als Höchstwert, Prognoseabschlag 20 %, Sicherheitszeit 1 h – kommt das Fahrzeug um 17 Uhr mit 28 kWh an und fährt am übernächsten Morgen um 7 Uhr ab; der Überschuss stammt aus 10 kWp an einem Sommertag. Bei der Ankunft erwartet der Plan bis zur Frist um 6 Uhr rund 13 kWh im Akku aus dem Überschuss und rechnet einen Netzbedarf von 7 kWh; ab 19:45 Uhr lädt das Fahrzeug 7,7 kWh am Zähler aus dem Netz, am Tag darauf von 10:30 bis 16:00 Uhr 27,8 kWh aus dem Überschuss, bis der Höchststand erreicht ist. ''Sofort laden'' lädt dieselben 35,6 kWh ab der Ankunft, davon 31,5 kWh aus dem Netz. Der Unterschied der PV-Anteile, 78 gegen 11 %, ist der ''Gewinn gegenüber Sofortladen'' der Ergebnisse, hier rund 67 Prozentpunkte.
* '''Plan bei Ankunft:''' bis zur Frist um 6 Uhr rund 13 kWh aus dem Überschuss erwartet, Netzbedarf 7 kWh – gelegt in die ersten Abendviertelstunden, in denen die PV-Anlage die Last nicht mehr deckt.
* '''Zeitfenster:''' ab 19:45 Uhr 7,7 kWh am Zähler aus dem Netz, am Tag darauf 10:30 bis 16:00 Uhr 27,8 kWh aus dem Überschuss bis zum Höchststand; der Rückfall bleibt leer.
* '''Sofort laden:''' dieselben 35,6 kWh ab Ankunft, davon 31,5 kWh aus dem Netz.
* '''Ergebnis:''' PV-Anteil 78 gegen 11 %, ''Gewinn gegenüber Sofortladen'' rund 67 Prozentpunkte.


== Ergebnisse ==
== Ergebnisse ==
{{Anker|ergebnisse}}
{{Anker|ergebnisse}}


Die Ergebnisse stehen nach einem Lauf in den Reitern der Simulation, im Stundenraster:
Nach einem Lauf in den Reitern der Simulation, im Stundenraster:


* '''Reiter Photovoltaik''', ''Bedarf und Deckung'' – die zuschaltbaren Reihen ''Ladung aus PV'', ''Ladung aus BHKW-Überschuss'' (nur mit BHKW im Projekt) und ''Ladung aus dem Netz''. Darunter der Kennzahlblock '''Laden''', je Ladeprofil (''Laden: <Bezeichnung>''): ''Ladeenergie'', ''PV-Anteil der Ladung'', die Netzladung mit den Anteilen ''davon Sofortladung'', ''davon nach Plan'' und ''davon Rückfall zum Soll-Ladezustand'', ''Gewinn gegenüber Sofortladen'' (in Prozentpunkten des PV-Anteils), ''Fremdladung'' und ''Abfahrten unter Ziel'' (als „x von y“).
* '''Photovoltaik''', ''Bedarf und Deckung'' – Reihen ''Ladung aus PV'', ''Ladung aus BHKW-Überschuss'' (mit BHKW) und ''Ladung aus dem Netz''; darunter je Ladeprofil der Block '''Laden''' (''Laden: <Bezeichnung>''): ''Ladeenergie'', ''PV-Anteil der Ladung'', Netzladung mit ''davon Sofortladung'', ''davon nach Plan'', ''davon Rückfall zum Soll-Ladezustand'', ''Gewinn gegenüber Sofortladen'' (Prozentpunkte), ''Fremdladung'', ''Abfahrten unter Ziel'' („x von y“).
* '''Reiter Bedarf''', Strom – die zuschaltbare Reihe ''Ladung E-Fahrzeuge'' über dem Strombedarf.
* '''Bedarf''', Strom – Reihe ''Ladung E-Fahrzeuge'' über dem Strombedarf.
* '''Reiter Stromgang''' – die Ladung als eigener Posten.
* '''Stromgang''' – die Ladung als eigener Posten.


Die Meldungen der Simulation nennen je Ladeprofil die geladene Energie mit ihren Anteilen aus PV, BHKW und Netz, melden Abfahrten unter dem Zielladestand mit der fehlenden Energie und weisen darauf hin, wenn das Projekt keine PV-Anlage hat und die Ladung deshalb aus dem Netz kommt.
Die Meldungen nennen je Ladeprofil die Energie mit den Anteilen aus PV, BHKW und Netz, Abfahrten unter dem Zielladestand mit der fehlenden Energie und den Fall, dass ohne PV-Anlage aus dem Netz geladen wird.


== Grenzen ==
== Grenzen ==
{{Anker|grenzen}}
{{Anker|grenzen}}


* Gleiche Fahrzeuge einer Gruppe kommen und fahren gleichzeitig; Streuung entsteht nur über mehrere Gruppen.
* Gleiche Fahrzeuge einer Gruppe kommen und fahren gleichzeitig; Streuung nur über mehrere Gruppen.
* Die Ladeleistung ist konstant bis zum Höchstladestand; es gibt keine Ladekurve und keinen Abfall nahe 100 %. Der Wirkungsgrad ist konstant.
* Konstante Ladeleistung bis zum Höchstladestand, keine Ladekurve, kein Abfall nahe 100 %; konstanter Wirkungsgrad.
* Die Prognose ist die Überschussreihe des Laufs mit pauschalem Abschlag; ein zufälliger Prognosefehler wird nicht nachgebildet.
* Die Prognose ist die Überschussreihe des Laufs mit pauschalem Abschlag, ohne zufälligen Prognosefehler.
* Kein Laden in Gegenrichtung, keine Phasenumschaltung als Vorgang, keine Taktung innerhalb der Viertelstunde, keine Temperaturabhängigkeit außer über die Monatswerte.
* Kein Laden in Gegenrichtung, keine Phasenumschaltung als Vorgang, keine Taktung in der Viertelstunde, keine Temperaturabhängigkeit außer über die Monatswerte.
* Die Fahrenergie wird bei der Ankunft gebucht; die Fremdladung ist eine Kennzahl ohne Kosten.
* Die Fahrenergie wird bei Ankunft gebucht; die Fremdladung ist eine Kennzahl ohne Kosten.
 
* Eine Ladegruppe steht nicht im Rang vor der Wärmepumpe im PV-Betrieb.
* Eine Ladegruppe steht nicht im Rang vor der Wärmepumpe im PV-Betrieb.
* Der Ferienfaktor des Betriebskalenders wirkt bei Ladeprofilen nicht.
* Der Ferienfaktor des Betriebskalenders wirkt nicht.


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==

Aktuelle Version vom 4. November 2026, 22:33 Uhr

Der Dialog Ladeprofil Elektrofahrzeuge beschreibt eine Gruppe gleicher Elektrofahrzeuge an einem Standort: Anzahl, Akku, Ladepunkt, Standzeiten der Woche und Fahrstrecken. Das Ladeprofil ist ein Stromverbraucher des Projekts. Seine Ladeleistung entsteht erst in der Simulation aus dem Überschuss der Viertelstunde: Die Fahrzeuge laden im Standzeitfenster vorrangig mit PV-Strom oder mit dem Stromüberschuss eines BHKW, der sonst eingespeist würde. Reicht das nicht, ergänzt der Rechenweg Netzstrom, so spät und so wenig wie möglich, oder er lädt gar nicht – je nach Lademodus.

Aufruf

Die Kachel Ladeprofil Elektrofahrzeuge im Reiter Strombedarf der Startseite öffnet die Auswahl der Ladegruppen: oben Ladegruppen im Projekt, unten Datenbank Ladeprofile mit den Vorlagen des Katalogs. Das Ladeprofil tritt im selben Fenster an die Stelle der Auswahl; die Kopfzeile trägt Rückweg und Titel. Die übrigen Stromverbraucher stehen unter der Kachel Standardlastprofil; jede Kachel speichert nur ihre eigenen Zeilen.

Knopf Wirkung
In das Projekt übernehmen legt aus einer Vorlage eine Ladegruppe im Projekt an
Ladeprofil anlegen… (Fußleiste) neue Ladegruppe; auf einer Zeile mit Ladeprofil heißt er Ladeprofil bearbeiten…. Frei erst im gespeicherten Projekt, gesperrt nennt sein Hinweis den Grund
In die Datenbank übernehmen… (Kopfleiste) bringt die gewählten Ladegruppen in den Katalog; ohne Wahl gesperrt mit Grund
Simulation… (Kopfleiste) fragt nach dem Speichern, schließt und öffnet die Simulation im Hauptfenster – erst der Lauf rechnet mit PV, BHKW und Speicher

In die Datenbank übernehmen

In die Datenbank übernehmen fragt je Ladegruppe nach dem Weg. Als neuen Katalogsatz anlegen (Vorgabe) schlägt einen Namen vor; ein vergebener sperrt mit Hinweis. Ursprung überschreiben ersetzt im Katalogsatz, aus dem die Gruppe stammt oder den sie angelegt hat, Fahrzeuge, Ladepunkt, Lademodus, Standzeiten, Fenster der Leistungsgrenze, Monatswerte und Beschreibung; Name und Schloss bleiben. Gesperrt mit Grund ist das bei gesperrtem Ursprung (ausgelieferte Vorlage: erst Schloss aufheben), bei unbekanntem oder fehlendem Ursprung (im Projekt angelegte Gruppe) und bei einem Ursprung, der kein Ladeprofil ist. In den Katalog geht der gespeicherte Stand; die Gruppe im Projekt bleibt unverändert.

Zeilen mit Ladeprofil tragen in der Projektliste das Kennzeichen Ladeprofil. Ihre Jahressumme ist abgeleitet; eine Eingabe dort skaliert die Fahrstrecken (Standzeiten). Die Summe im Kopf der Liste zählt alle Ladegruppen.

In der Katalogpflege (Datenbank Strombedarf) lassen sich Ladeprofile anlegen, ändern und duplizieren; dort gehört der Satz keinem Projekt, alle Wahlen des Reiters Laden stehen offen. Ausgelieferte Vorlagen sind nur lesbar, eine eigene Fassung entsteht über Duplizieren….

Eingaben

Fünf Reiter; ein Reiter mit Fehler oder Hinweis trägt einen Warnpunkt. Ein Fehler sperrt OK und Speichern und nennt den Grund, ein Hinweis nicht. Gespeichert wird mit OK des Bedarfsprofil-Dialogs.

Fahrzeuge

Fahrzeug:

  • Bezeichnung und Beschreibung – bei einer Projektzeile im Dialog Bedarfsprofile zu ändern.
  • Anzahl gleicher Fahrzeuge – 1 bis 500, gleicher Fahrplan, gemeinsam gerechnet.
  • Nutzbare Akkukapazität je Fahrzeug in kWh netto; Verbrauch ab Akku in kWh je 100 km (die Jahreszeit wirkt über die Monatswerte).

Ladepunkt:

  • Ladeart – Eingabehilfe, die sich nach dem Wert richtet: AC 3,7 kW einphasig, AC 11 kW, AC 22 kW setzen die höchste Ladeleistung, die einphasige dazu die kleinste, wenn sie darüber läge. Größere Leistung (Schnellladen DC), frei setzt 50 kW vor, danach ist jede Leistung frei.
  • Höchste Ladeleistung je Ladepunkt in kW am Zähler, begrenzt durch Ladepunkt (AC oder DC) und Fahrzeug; jede Zahl über 0, ungekappt.
  • Kleinste Ladeleistung in kW; Überschuss darunter lädt nicht. Wahl: dreiphasig 4,1 kW, einphasig 1,4 kW, dreiphasig AC 11 kW (Ladepunkt ohne Leistungsstellung) oder frei. Über der höchsten ist sie ein Fehler.
  • Ladewirkungsgrad vom Zähler zum Akku, konstant.

Leistungsgrenze

Leistungsgrenze der Gruppe in kW (Lastmanagement); leer gilt Anzahl × höchste Ladeleistung.

Die Leistungsgrenze nach Wochenprofil setzt Fenster mit kleinerer Grenze, etwa für die Steuerung durch den Netzbetreiber nach § 14a EnWG oder eine Hochtarif-Sperre mit 0 kW. Wirksam ist je Viertelstunde das Minimum aus Leistungsgrenze und allen treffenden Fenstern; Feiertage und Ferien folgen dem Betriebskalender wie die Standzeiten (Feiertag „wie Sonntag“ nimmt die Fenster des Sonntags).

  • Die Tabelle führt je Fenster Tag und Stunde von/bis und die Grenze in kW; das Wochenband darüber zeigt je Fenster einen Balken in sieben Spuren Montag bis Sonntag im Stundenraster, eine Sperre dunkel.
  • Fenster hinzufügen legt Montag bis Freitag 17 bis 20 Uhr mit 4,2 kW je Fahrzeug an, Fenster entfernen nimmt das gewählte heraus.
  • Ein Fenster unter der kleinsten Ladeleistung ist ein Hinweis: Im Zeitfenster und mit Nur PV-Strom lädt die Gruppe dann nicht.

Beispiel. Drei Fahrzeuge mit je 11 kW, Leistungsgrenze leer: höchstens 3 × 11 = 33 kW. Fenster hinzufügen setzt Montag bis Freitag 17 bis 20 Uhr 3 × 4,2 = 12,6 kW; in diesen Stunden laden die drei zusammen höchstens 12,6 kW.

Laden

Lademodus. Welche Stellungen zur Wahl stehen, hängt von den Anlagen des Projekts ab; wie sie rechnen, steht unter Berechnung.

Stellung lädt zur Wahl
Zeitfenster mit PV-Vorrang Überschuss; fehlender Netzstrom nach Prognoseplan, Soll-Ladezustand zur Abfahrt sicher mit PV-Anlage oder BHKW; ohne wirksame PV (nur BHKW, PV abgewählt) als Zeitfenster mit BHKW-Vorrang
Mindestleistung, Überschuss erhöht stets mindestens die kleinste Ladeleistung, Überschuss erhöht bis zur höchsten, der Rest aus dem Netz; ohne Prognoseplan mit PV-Anlage oder BHKW
Nur PV-Strom nur PV-Überschuss, nie Netz oder BHKW; was fehlt, ist Fremdladung mit PV-Anlage
Sofort laden ab Ankunft mit voller Leistung bis zum Zielladestand immer; ohne PV und BHKW die einzige, mit Hinweis

Gespeicherte Werte bleiben, auch wenn das Projekt sie nicht trägt; die Prüfung meldet einen Hinweis. Nur PV-Strom ohne PV-Anlage lädt nicht (Fremdladung), ein Zeitfenster ohne Überschussquelle lädt nach Plan aus dem Netz, eine Mindestleistung ohne Quelle nur ihren Sockel.

Prognose (nur Zeitfenster): Prognoseabschlag (Vorgabe 20 %) – so viel weniger Überschuss nimmt der Plan an; Sicherheitszeit vor der Abfahrt (Vorgabe 1 h, in Viertelstunden) – so früh soll der Soll-Ladezustand erreicht sein.

Ladestände und Quellen

Ladestände in Prozent der nutzbaren Kapazität, als Marken im Ladestandsbalken und als Felder:

  • Reserveladestand – darunter fällt der Akku nie; was fehlt, ist Fremdladung.
  • Sofortladestand – bis hierher lädt das Fahrzeug ab Ankunft sofort, auch aus dem Netz.
  • Zielladestand bis zur Abfahrt – notfalls aus dem Netz erreicht.
  • Höchstladestand mit PV – bis hierher lädt Überschuss; bei Sofort laden das Ziel der Sofortladung.

Nur PV-Strom und Sofort laden nutzen nur Reserve und Höchststand, die beiden anderen alle vier.

Überschussquellen und Rang. Die Zeile Im Projekt: … nennt PV-Anlage und BHKW. Mit beiden stehen PV-Überschuss darf laden und Stromüberschuss des BHKW darf laden zur Wahl, einer bleibt an; mit einer gilt sie fest. Nur PV-Strom lädt keinen BHKW-Überschuss; aus gemischtem Überschuss zählt zuerst die PV. Stromspeicher darf das Fahrzeug laden lässt den Speicher die Netzladung decken, sonst bleibt sie Netzbezug. Der Rang unter den Ladegruppen ordnet mehrere Ladeprofile, 1 lädt zuerst. Die Folge am Überschuss steht im Dialog: Wärmepumpe im PV-Betrieb → Ladegruppen nach Rang → Stromspeicher → Einspeisung.

Standzeiten

Die Standzeitwoche zeigt sieben Spuren (Montag bis Sonntag) im Viertelstundenraster. Ein Balken ist eine Standzeit, in der das Fahrzeug laden kann; die Marke am Beginn ist die Ankunft, bei der die Fahrenergie abgebucht wird. Gelb ist eine Standzeit mit Hinweis. Standzeiten dürfen über Mitternacht und das Wochenende reichen.

Die Tabelle führt je Standzeit Ankunft und Abfahrt (Tag und Uhrzeit, 15-Minuten-Raster), die Fahrstrecke vor Ankunft in km, abgeleitet Dauer, Fahrenergie und Ladezeit bei voller Leistung sowie eine Prüfampel. Standzeit hinzufügen und Entfernen pflegen die Liste, Wie Montag für Di–Fr kopiert den Montag auf die vier folgenden Tage. Höchstens 21 Standzeiten je Woche, ohne Überlappung; zu kurz für die Fahrenergie oder kürzer als die Sicherheitszeit meldet die Prüfung.

Vorlage und Jahressumme

Als Vorlage speichern… legt das Ladeprofil mit allen Werten und Standzeiten unter einem freien Namen als eigene Vorlage im Katalog an; sie steht dann unter Vorlage übernehmen… und in der Katalogpflege der Stromverbraucher. Standzeiten aus Vorlage… ersetzt nach Rückfrage nur die Standzeiten samt Fahrstrecken durch die einer Vorlage.

Fahrleistung und Jahressumme sind wechselseitig; gespeichert bleiben die Fahrstrecken, eine Änderung an ihnen leitet die Summe neu ab. Gleich auf alle Ankünfte verteilen verteilt eine Jahresfahrleistung je Fahrzeug gleich auf die Ankünfte der Woche. Fahrstrecken auf diese Summe skalieren setzt die Jahressumme am Zähler und skaliert alle Fahrstrecken mit demselben Faktor; sind alle 0, verteilt sie sich gleich. Dieselbe Summe steht in der Zuordnung im Dialog Bedarfsprofile und wirkt dort genauso.

Beispiel. Fünf Ankünfte mit je 30 km; wird die Jahressumme verdoppelt, steht jede Fahrstrecke auf 60 km.

Kalender und Monate

  • Betriebskalender der Zuordnung – gewählt an der Zeile im Dialog Bedarfsprofile, hier nur zur Ansicht. Mit Feiertag wie Sonntag oder Ferien wie Sonntag gilt an diesen Tagen die Sonntagsspur: am Betriebsparkplatz kein Fahrzeug, am Wohnhaus der Sonntagsfahrplan. Ohne Kalender gilt die Woche das ganze Jahr (Betriebskalender). Der Ferienfaktor wirkt bei Ladeprofilen nicht.
  • Monatswerte der Fahrenergie – zwölf Gewichte, auf das Jahr normiert. Gleich verteilen setzt alle gleich, Winterzuschlag der Vorlage den Mehrverbrauch im Winter durch Heizung und Akkutemperatur.

Vorschau

Die Vorschau zeigt vor dem Lauf die Jahreswerte im Wochentagsraster des Projekts: Fahrenergie ab Akku, Jahressumme am Zähler (sie geht in die Zuordnung), Fahrenergie und Ankünfte je Woche und die Spitzenleistung bei Sofortladen. Der Wochengang zeigt die Ladeleistung bei Sofort laden; die PV-geführte Reihe entsteht erst im Lauf. Die Prüfliste nennt Fehler und Hinweise einzeln.

Vorlagen

Vorlage übernehmen… in der Fußleiste lädt die Werte einer Katalogvorlage; Bezeichnung und Kalender bleiben. Höchste Ladeleistung, abweichend (frei) übernimmt sie mit einer anderen Leistung, leer mit ihrer eigenen. Ausgeliefert sind vier Vorlagen mit runden Werten, alle mit Winterzuschlag und mit Laden aus BHKW-Überschuss:

Vorlage Fahrzeuge Standzeit Lademodus, Kalender
Pendler Wohnhaus eins Abendankunft, Morgenabfahrt Zeitfenster
Dienstwagen Tagbetrieb drei Mo–Fr tagsüber am Betrieb Zeitfenster, Ferien wie Sonntag
Flotte Nachtladen fünf nachts Zeitfenster
Mitarbeiterparkplatz zehn Mo–Fr tagsüber Nur PV-Strom, Feiertag und Ferien wie Sonntag

Die Werte sind Ausgangspunkte; Anzahl, Akku, Fahrstrecken und Modus sind an das Projekt anzupassen.

Rechenweg

Jede Ladegruppe rechnet im Viertelstundenraster (35.040 Werte) in der Kaskade der Erzeuger, hinter der Wärmepumpe im PV-Betrieb und vor dem Stromspeicher. Heraus kommen die Ladeleistung je Viertelstunde mit ihren Anteilen aus PV, BHKW und Netz, die Fremdladung und die Abfahrten unter Ziel. Eigenverbrauch, Autarkie, Netzbezug und Einspeisung schließen die Ladegruppen von selbst ein.

Berechnung: Ladeleistung je Viertelstunde

1 · Fahrplan. Aus Standzeitwoche, Wochentagsraster der Klimaregion und Betriebskalender: je Viertelstunde, ob die Gruppe steht, je Ankunft die Fahrstrecke. Das Jahr ist ein Ring; der Ladestand am 1. Januar kommt vom Ende des Vorjahres.

2 · Überschuss. Last nach der Kaskade (Hauslast, Strom der Wärmeerzeuger samt Wärmepumpe im PV-Betrieb, Kälte- und Kopplungsstrom, abzüglich BHKW-Erzeugung) gegen die PV-Erzeugung. PV-Überschuss = PV über der Last, BHKW-Überschuss = BHKW-Strom über der Last, jeweils samt dem Teil über der Einspeisegrenze, der sonst abgeregelt würde. Die Gruppen rechnen nach Rang; jede bekommt, was die vorrangigen übrig lassen.

3 · Ankunft. Die Fahrenergie geht vom Ladestand ab; was unter den Reserveladestand fiele, ist Fremdladung, der Akku steht auf der Reserve.

Laden je Lademodus

4 · Zeitfenster. Überschuss ab der kleinsten Ladeleistung lädt bis zum Höchstladestand, dazu die Sofortladung bis zum Sofortladestand. Der Prognoseplan rechnet den Überschuss bis zur Abfahrt mit Abschlag und legt die fehlende Netzenergie für den Zielladestand in die Viertelstunden mit der geringsten erwarteten Leistung, bei Gleichstand in die erste; er endet um die Sicherheitszeit vor der Abfahrt und wird jede Viertelstunde neu gerechnet. Reicht er nicht, lädt ein Rückfall ohne Prognose so spät wie möglich mit voller Leistung aus dem Netz. Reicht selbst das ab Ankunft nicht, lädt die Gruppe durchgehend, und die Abfahrt zählt als unter Ziel.

5 · Nur PV-Strom lädt allein mit Überschuss. Sofort laden lädt ab Ankunft voll; der Überschuss deckt, was da ist, den Rest das Netz.

6 · Mindestleistung. Je angeschlossener Viertelstunde mindestens die kleinste Ladeleistung, solange Raum bis zum Höchstladestand bleibt; jeder Überschuss zählt ohne Schwelle und erhöht bis zur höchsten. Der Rest der Mindestleistung ist Netzbezug und steht unter Sofortladung. Sofortladung und Rückfall wie im Zeitfenster, ohne Prognoseplan.

Grenze, Einbau und Vergleich

7 · Fenster. Je Viertelstunde gilt das Minimum aus Leistungsgrenze und treffenden Fenstern – für Ladeleistung, Rückwärtsreserve des Rückfalls und Kapazität im Prognoseplan; 0 kW sperrt.

8 · Einbau. Die Ladeleistung ist zusätzliche Last in PV-Bilanz, Stromspeicher und Netzbezug. Netzladung, die der Speicher nicht decken darf, bleibt außerhalb der Speicherlast.

9 · Vergleich. Eine Schattenrechnung Sofort laden gegen denselben Überschuss, ohne Rückwirkung, liefert den Gewinn der Steuerung gegenüber ungesteuertem Laden.

Berechnung: Beispiel eines Ladetags

Rechenweg einer Gruppe mit einem Fahrzeug: oben Sofort laden, unten Zeitfenster mit PV-Vorrang mit Plan und Überschuss – Prinzipbild mit den Vorgaben des Dialogs

Ein Fahrzeug mit den Vorgaben des Dialogs (60 kWh, 11 kW höchste, 4,1 kW kleinste Ladeleistung, Wirkungsgrad 0,90, Ziel 80 %, Höchstwert 100 %, Abschlag 20 %, Sicherheitszeit 1 h) kommt um 17 Uhr mit 28 kWh an und fährt am übernächsten Morgen um 7 Uhr; der Überschuss stammt aus 10 kWp an einem Sommertag (Schritte 2 bis 5).

  • Plan bei Ankunft: bis zur Frist um 6 Uhr rund 13 kWh aus dem Überschuss erwartet, Netzbedarf 7 kWh – gelegt in die ersten Abendviertelstunden, in denen die PV-Anlage die Last nicht mehr deckt.
  • Zeitfenster: ab 19:45 Uhr 7,7 kWh am Zähler aus dem Netz, am Tag darauf 10:30 bis 16:00 Uhr 27,8 kWh aus dem Überschuss bis zum Höchststand; der Rückfall bleibt leer.
  • Sofort laden: dieselben 35,6 kWh ab Ankunft, davon 31,5 kWh aus dem Netz.
  • Ergebnis: PV-Anteil 78 gegen 11 %, Gewinn gegenüber Sofortladen rund 67 Prozentpunkte.

Ergebnisse

Nach einem Lauf in den Reitern der Simulation, im Stundenraster:

  • Photovoltaik, Bedarf und Deckung – Reihen Ladung aus PV, Ladung aus BHKW-Überschuss (mit BHKW) und Ladung aus dem Netz; darunter je Ladeprofil der Block Laden (Laden: <Bezeichnung>): Ladeenergie, PV-Anteil der Ladung, Netzladung mit davon Sofortladung, davon nach Plan, davon Rückfall zum Soll-Ladezustand, Gewinn gegenüber Sofortladen (Prozentpunkte), Fremdladung, Abfahrten unter Ziel („x von y“).
  • Bedarf, Strom – Reihe Ladung E-Fahrzeuge über dem Strombedarf.
  • Stromgang – die Ladung als eigener Posten.

Die Meldungen nennen je Ladeprofil die Energie mit den Anteilen aus PV, BHKW und Netz, Abfahrten unter dem Zielladestand mit der fehlenden Energie und den Fall, dass ohne PV-Anlage aus dem Netz geladen wird.

Grenzen

  • Gleiche Fahrzeuge einer Gruppe kommen und fahren gleichzeitig; Streuung nur über mehrere Gruppen.
  • Konstante Ladeleistung bis zum Höchstladestand, keine Ladekurve, kein Abfall nahe 100 %; konstanter Wirkungsgrad.
  • Die Prognose ist die Überschussreihe des Laufs mit pauschalem Abschlag, ohne zufälligen Prognosefehler.
  • Kein Laden in Gegenrichtung, keine Phasenumschaltung als Vorgang, keine Taktung in der Viertelstunde, keine Temperaturabhängigkeit außer über die Monatswerte.
  • Die Fahrenergie wird bei Ankunft gebucht; die Fremdladung ist eine Kennzahl ohne Kosten.
  • Eine Ladegruppe steht nicht im Rang vor der Wärmepumpe im PV-Betrieb.
  • Der Ferienfaktor des Betriebskalenders wirkt nicht.

Siehe auch