Programm Dokumentation/Baustoffe und Bauteilaufbauten: Unterschied zwischen den Versionen
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* '''Bauteil''' – im Kopf Herkunft, Kennung, Flächenherkunft und Herkunft des U-Werts als Lesewerte. Fläche, Neigung, Azimut, Randbedingung, Temperaturfaktor, Sonnenschutz und U-Wert lassen sich ändern und mit ''Bauteil speichern'' übernehmen; ein leerer U-Wert heißt „aus Aufbau“: das U des Aufbaus an diesem Bauteil, mit seiner Randbedingung und Neigung. | * '''Bauteil''' – im Kopf Herkunft, Kennung, Flächenherkunft und Herkunft des U-Werts als Lesewerte. Fläche, Neigung, Azimut, Randbedingung, Temperaturfaktor, Sonnenschutz und U-Wert lassen sich ändern und mit ''Bauteil speichern'' übernehmen; ein leerer U-Wert heißt „aus Aufbau“: das U des Aufbaus an diesem Bauteil, mit seiner Randbedingung und Neigung. Bei der Randbedingung ''unbeheizter Raum'' steht die Feldgruppe des Temperaturfaktors: die Klappliste ''Art des unbeheizten Raums'' (Dachraum ungedämmt oder gedämmt, unbeheizter Raum außer Keller, niedrig beheizter Raum, Glasvorbau mit Einfach-, Zweischeiben- oder Wärmeschutzglas, Tiefgarage, unbeheizter Keller, aufgeständerter Fußboden; leer = nach Bauteilart; der Hinweis an jedem Eintrag nennt Wert und Fundstelle nach DIN/TS 18599-2) und daneben das Feld ''Temperaturfaktor F<sub>x</sub>'' (0 bis 1). Ein leeres Feld rechnet mit dem Tabellenwert der gewählten Art, ohne Art mit dem Vorschlag nach Bauteilart und Neigung; ''Vorschlag übernehmen'' trägt diesen Wert ein, gespeichert mit der Herkunft ''Vorgabe''. Die Zeile direkt unter Art und Feld nennt, woher der wirksame Faktor kommt – aus der Art, als Vorschlag nach Neigung oder als Eingabe mit ihrer Herkunft; ein neu eingetragener Faktor erhält die Herkunft ''von Hand'', ein Wert über 1 wird benannt abgelehnt. Bei der Art ''unbeheizter Keller'' kommt der Schalter ''Perimeterdämmung'' hinzu; der Keller rechnet mit dem Faktor 0,8 nach Tabelle 6, Fußnote a. Art und Perimeterdämmung werden mit ''Bauteil speichern'' übernommen (siehe [[Programm Dokumentation/Gebäude#temperaturfaktor|Gebäude: Temperaturfaktor]]). Die Gruppe ''Sonnenschutz'' – F<sub>C</sub> direkt und diffus, Steuerung, Einschaltschwelle – ist nur an Fenster und Vorhangfassade an Außenluft bedienbar, die Einschaltschwelle nur bei ''nach Einstrahlung''; die Zeile darunter nennt die Herkunft oder „ohne Sonnenschutz“, eine Fehleingabe wird benannt abgelehnt (siehe [[Programm Dokumentation/Gebäude#sonnenschutz|Gebäude: Sonnenschutz]]). Die Randbedingung ''Nachbarzone'' wird im Bauteildialog gesetzt. Die Aufbauwahl nennt die Projektaufbauten und danach die Katalogaufbauten derselben Bauteilart mit ihrem U an diesem Bauteil; ''Aufbau ansehen'' wechselt in den Reiter Aufbau, ''Zuweisen'' weist einen Projektaufbau zu. | ||
* '''Aufbau''' – die Schichten von innen nach außen mit Baustoff, Dicke, λ, ρ und c<sub>p</sub>; Schichten lassen sich verschieben, einfügen und löschen, ''Aufbau speichern'' speichert den ganzen Aufbau und rechnet das U jedes Bauteils mit diesem Aufbau nach. Darunter stehen | * '''Aufbau''' – die Schichten von innen nach außen mit Baustoff, Dicke, λ, ρ und c<sub>p</sub>; Schichten lassen sich verschieben, einfügen und löschen, ''Aufbau speichern'' speichert den ganzen Aufbau und rechnet das U jedes Bauteils mit diesem Aufbau nach. Darunter stehen | ||
** das '''Schichtbild''': maßstäblich, innen links und außen rechts, die Breite nach der Dicke, die Farbe nach der Stoffgruppe, Luftschichten und inhomogene Schichten schraffiert, die Abschnitte einer inhomogenen Schicht übereinander nach ihrem Flächenanteil; | ** das '''Schichtbild''': maßstäblich, innen links und außen rechts, die Breite nach der Dicke, die Farbe nach der Stoffgruppe, Luftschichten und inhomogene Schichten schraffiert, die Abschnitte einer inhomogenen Schicht übereinander nach ihrem Flächenanteil; | ||
Version vom 30. Oktober 2026, 12:13 Uhr
Die zwei Kataloge Baustoffe und Bauteilaufbauten beschreiben die Gebäudehülle Schicht für Schicht: Ein Baustoff trägt seine Stoffwerte, ein Bauteilaufbau stapelt Schichten aus solchen Stoffen von innen nach außen. Aus den Schichten rechnet EPOS-Plan den U-Wert, die Speichermasse und die Bezugsperiode nach VDI 6007 – dieselben Größen, mit denen das Gebäudemodell VDI 6007 ein Bauteil rechnet.
Beide Kataloge öffnen Sie über das Menü Administration › Gebäude: Baustoffe und Bauteilaufbauten. Auf dem iPad gibt es kein Menü; dort steht im Kopf der Projektliste der Knopf Kataloge…, der die Kataloge auflistet, die auf dem iPad zur Verfügung stehen – Baustoffe, Bauteilaufbauten und Brauchwasser-Nutzungsarten. Ein Tipp auf einen Eintrag öffnet den Katalog als eigene Ansicht; Beenden führt zur Projektliste zurück. Sie stehen im Aufbau der übrigen Verwaltungen: links die Liste, rechts das Stammblatt des gewählten Satzes, darüber die Auswahlleiste, unten die Fußleiste mit Speichern, Verwerfen, Neu… und Beenden.
Baustoffe
Der Baustoffkatalog führt je Stoff einen Namen, eine Gruppe (etwa Mauerwerk, Beton, Dämmstoffe), den Hersteller und drei Stoffwerte:

| Wert | Einheit | zulässig |
|---|---|---|
| Wärmeleitfähigkeit | W/(mK) | 0,005 … 500 |
| Rohdichte | kg/m³ | 5 … 8 000 |
| spezifische Wärmekapazität | J/(kgK) | 100 … 5 000 |
Die Wärmekapazität steht in J/(kgK), nicht in kJ/(kgK) wie in manchen Tabellenwerken – 1 kJ/(kgK) sind 1 000 J/(kgK). Ein leeres Feld heißt „nicht angegeben"; eine 0 wäre ein anderer Stoff und wird nicht angenommen. Dazu kommt die Quelle, das Regelwerk oder Datenblatt, aus dem die Werte stammen.
Ein Stoff ohne Hersteller ist herstellerneutral – ein Norm- oder Richtwert. Der Schalter nur herstellerneutral über der Liste zeigt nur diese Stoffe; er setzt den Filter „=" (ohne Wert) auf die Spalte Hersteller, und Filter zurücksetzen nimmt ihn wieder weg. Derselbe Name darf bei zwei Herstellern vorkommen; innerhalb eines Herstellers ist er eindeutig.
Die mitgelieferten Stoffe tragen das Schloss: Sie sind nur lesbar. Einen eigenen Satz legen Sie mit Neu… an oder mit Duplizieren… in der Auswahlleiste aus einem vorhandenen; Schloss aufheben… macht einen mitgelieferten Satz zu einem eigenen. Löschen ist gesperrt, solange eine Schicht des Aufbaukatalogs den Stoff verwendet – die Gruppe Herkunft im Stammblatt nennt, in wie vielen Schichten er steht.
Unter den mitgelieferten Dämmstoffen stehen die mineralischen und pflanzlichen Faserdämmstoffe auch nach Wärmeleitgruppe der älteren DIN 4108-4 (WLG 032 bis WLG 045), je mit dem Rechenwert der Gruppe als Wärmeleitfähigkeit – bei WLG 037 etwa λ = 0,037 W/(mK) – und Rohdichte, Wärmekapazität und μ der Mineralwolle. Der Gebäudeimport ordnet die ältere Bezeichnung „Mineral. und pflanzl. Faserdämmstoff (WLG …)“ dem Satz ihrer Gruppe zu.
Bauteilaufbauten
Ein Bauteilaufbau hat einen Namen, eine Bauteilart, eine Beschreibung, eine Quelle und seine Schichten. Die Liste zeigt je Aufbau die Bauteilart, den U-Wert, den Wärmedurchlasswiderstand , die flächenbezogene Wärmekapazität, die Zahl der Schichten, die Gesamtdicke und die Herkunft.
Die Bauteilart (Außenwand, Dach, Bodenplatte, Fenster, Tür, Innenwand, Decke, Vorhangfassade, Sonstiges oder für jede Bauteilart) legt die Neigung fest, mit der der Katalog den U-Wert rechnet: Wand 90°, Dach und Decke 0°, Bodenplatte 180°. Fenster und Vorhangfassade rechnen im Gebäudemodell aus ihrem U-Wert; ein Schichtaufbau ist für sie nicht vorgesehen und wird beim Speichern abgelehnt.
Schichten
Die Gruppe Schichten im Stammblatt ist eine Liste, in der jede Zeile eine Schicht ist – von innen (Schicht 1) nach außen. Je Schicht:
- Baustoff – die Wahl aus dem Baustoffkatalog. Sie übernimmt , und des Stoffes als Kopie; danach können Sie jeden Wert überschreiben. (freie Eingabe) lässt die Werte stehen und löst die Zuordnung.
- Dicke in mm, zulässig 0,5 bis 1 000 mm.
- , , – die Werte der Schicht. Eine Schicht aus Stoff braucht alle drei; der Bauteilweg rechnet mit ihnen die Speichermasse.
- Luftschicht – ohne ist die Schicht eine ruhende Luftschicht: Ihr Widerstand folgt DIN EN ISO 6946, Tabelle 8 (bis 300 mm), und sie trägt keine Speichermasse. Mit rechnet sie wie eine Stoffschicht mit dieser äquivalenten Leitfähigkeit.
- – der Wärmedurchlasswiderstand der Schicht in m²K/W, gerechnet.
- Abschnitt und Flächenanteil – eine inhomogene Schicht (etwa Holzständer mit Dämmung dazwischen) besteht aus mehreren Abschnitten nebeneinander; Abschnitt daneben anlegen (inhomogene Schicht) legt den nächsten an. Jeder Abschnitt führt Baustoff, Dicke und Flächenanteil. Die Anteile einer Ebene ergeben zusammen 100 % (zulässig 99 bis 101 %), jeder Anteil ist größer null, und jede inhomogene Ebene führt dieselben Abschnitte. Ein Aufbau ohne Abschnitte rechnet wie jeder andere.
Die Knöpfe ▲ und ▼ schieben eine Schicht nach innen oder außen, ✕ nimmt sie heraus, + Neue Schicht … hängt außen eine an. Die Nummerierung folgt immer der Reihenfolge der Liste.
Summen
Unter den Schichten stehen die Kennwerte des Aufbaus:
- – der Wärmedurchlasswiderstand aller Schichten einschließlich der ruhenden Luftschichten.
- – mit den Wärmeübergangswiderständen nach DIN EN ISO 6946, Tabelle 7, für die Neigung der Bauteilart an Außenluft. Die Zeile darunter nennt die angesetzten Werte und .
- – die flächenbezogene Wärmekapazität in kJ/(m²K).
- – die Bezugsperiode nach VDI 6007 Blatt 1, Gl. (10a)–(10d): 7 Tage, oder 2 Tage bei raumseitig abgedeckter Speichermasse (etwa hinter einer Vorsatzschale mit Luftschicht). Daneben steht die wirksame Kapazität je m² bei dieser Periode.
Fehlt einer Schicht eine Angabe, bleiben die Summen leer, und die Zeile nennt, was fehlt.
Enthält der Aufbau Abschnitte, zeigt der Summenfuß statt eines einzelnen Widerstands den oberen Grenzwert (Wärme fließt in parallelen Streifen), den unteren Grenzwert (Schichten als durchgehende Ebenen) und ihr Mittel nach DIN EN ISO 6946:2018-03, Abschnitt 6.7; mit dem Mittel rechnet der U-Wert. Darunter steht die Fehlerschranke , die größte mögliche Abweichung des Mittels vom wahren Wert. Liegt sie über 20 % (der obere Grenzwert ist mehr als 1,5-mal so groß wie der untere — die Anwendungsgrenze des vereinfachten Verfahrens nach Abschnitt 6.7.2.2, die Fehlerabschätzung steht in Abschnitt 6.7.2.5), weist ein Hinweis darauf hin, dass das vereinfachte Verfahren für diesen Aufbau ungenau ist; gerechnet wird weiter mit dem Mittel.
Speichern und Neu
Geschrieben wird der Aufbau erst mit Speichern – Kopf und Schichten zusammen. Vorher prüft EPOS-Plan: ein Name, mindestens eine Schicht, jede Dicke im zulässigen Bereich, , und im zulässigen Bereich und vorhanden, wo die Schicht sie braucht. Eine verletzte Regel steht als Meldung über der Liste; der Aufbau bleibt ungespeichert, bis Sie sie beheben oder Verwerfen wählen.
Neu… öffnet dieselben Felder samt Schichtenliste als eigenes Blatt über der Verwaltung; OK prüft mit denselben Regeln und legt den Aufbau an. Duplizieren… kopiert einen Aufbau samt seinen Schichten unter neuem Namen.
Ein Aufbau des Katalogs ist eine Vorlage: Übernimmt ein Projekt ihn, arbeitet es mit einer Kopie samt seinen Stoffen. Eine spätere Änderung im Katalog verschiebt kein gerechnetes Projekt.
Fensteraufbau
Bei der Bauteilart Fenster (und Vorhangfassade) zeigt das Stammblatt die Gruppe Fenster:
- U_g Verglasung und U_f Rahmen in W/(m²K).
- g-Wert der Verglasung und Rahmenanteil .
- ψ_g Glasrand – der längenbezogene Wärmedurchgangskoeffizient des Glasrands.
Daraus entsteht nach DIN EN ISO 10077-1, mit der Fensterfläche des Bauteils und der genäherten Glasrandlänge (eine quadratische Scheibe). Ohne entfällt der Randterm; ohne bleibt leer, ebenso bei einem Rahmenanteil größer null ohne ; ohne Rahmenanteil gilt .
Wählen Sie im Bauteildialog (Bauteilart Fenster oder Vorhangfassade) einen Fensteraufbau, übernimmt das Bauteil dessen g-Wert und Rahmenanteil und als U-Wert das gerechnete ; eine Zeile unter dem Aufbau nennt die Übernahme. Was der Aufbau nicht trägt, bleibt am Bauteil stehen, und alle drei Felder lassen sich danach von Hand ändern. Auch ein eingelesener Aufbau trägt diese Fensterwerte, wenn die Quelle sie in Fenster.csv führt.
Strahlung der Außenfläche
Jeder Aufbau führt den Absorptionsgrad solar und den Emissionsgrad (langwellig) seiner Außenfläche, je 0 bis 1. Beide gehen in die äquivalente Außentemperatur der Bauteile ein, die den Aufbau tragen; leer gilt die Vorgabe 0,6 bzw. 0,9. Ein Bauteil kann im Bauteildialog einen eigenen Wert tragen. Der Gebäudeexport schreibt die Werte in gbXML als Absorptance der Konstruktion und in IFC im Satz EPOS_Bauteil; der Gebäudeimport übernimmt sie von dort.
Mindestwärmeschutz
Das Stammblatt zeigt die Gruppe Mindestwärmeschutz DIN 4108-2 als Lesewerte; sie prüft den Aufbau nach DIN 4108-2:2026-05, Abschnitt 5, ohne Wirkung auf die Simulation. Im Katalog gilt die Randbedingung der Bauteilart (Innenwand und Decke liegen dann innerhalb der Zone und tragen keine Anforderung), im Bauteileditor die des Bauteils. Jede Zeile nennt Wert, Grenze und Ergebnis:
- R des Bauteils – der Wärmedurchlasswiderstand ohne Übergänge gegen den Mindestwert der Bauteilklasse nach Tabelle 3; die Klasse folgt aus Bauteilart, Neigung und Randbedingung (Wand, Dach oder Decke nach oben, Decke nach unten, unterer Abschluss gegen Erdreich, Trennwand und Trenndecke zu einer Nachbarzone).
- Niedrig beheizte Räume – liegt der Tagsollwert der Zone (ohne eigenen Wert der des Gebäudes) bei 12 °C bis unter 19 °C, prüft der Bauteileditor eine Wand gegen den Mindestwert niedrig beheizter Räume, 0,55 m²K/W; die übrigen Bauteile behalten ihren Mindestwert. Im Katalog steht dieser Wert für Wände als zusätzliche Lesezeile, die das Urteil nicht bestimmt.
- Flächenbezogene Masse – unter 100 kg/m² gilt zusätzlich m²K/W. Fehlt einer Schicht die Rohdichte, ist die Masse nicht bestimmbar und die Prüfung zeigt gelb.
- Bei einem Aufbau mit Abschnitten an ihrer Stelle R des Gefachs m²K/W – Gefach sind die Abschnitte mit einer Dämmschicht – und R des Gesamtbauteils m²K/W.
- Die Alternative nach Abschnitt 5.1.1: die Oberflächentemperatur °C, eindimensional mit den Randbedingungen nach Abschnitt 6.3 (innen 20 °C, außen −5 °C, gegen unbeheizte Räume und Erdreich 10 °C, m²K/W); nur für homogene Aufbauten. Ist sie eingehalten, gilt der Mindestwärmeschutz als erfüllt.
- Der Temperaturfaktor des Regelquerschnitts mit der Grenze 0,70 nach Abschnitt 6.2; bei Abschnitten gilt er für den schwächsten Streifen. Er ist ein Flächenwert ohne Anschluss.
- An Fenster und Vorhangfassade Uf des Rahmens höchstens 2,9 W/(m²K) nach Abschnitt 5.1.2, dazu der Hinweis auf die Verglasung; der Temperaturfaktor entfällt dort.
Darunter steht das Urteil mit Ampel – grün erfüllt, rot nicht erfüllt, gelb nicht bestimmbar – und der Hinweis, dass Wärmebrücken und Anschlüsse nach Abschnitt 6 gesondert nachzuweisen sind (etwa nach DIN 4108 Beiblatt 2); eine Wärmebrückenrechnung führt EPOS-Plan nicht. Die Modellprüfung meldet jedes Bauteil einer beheizten Zone, dessen Aufbau den Mindestwärmeschutz nicht erfüllt, mit einem gelben Hinweis in der Gruppe Aufbauten und Stoffwerte.
Gruppe, Klasse und Herkunft
Beide Kataloge gliedern ihre Sätze nach Gruppe und Klasse und nennen die Herkunft; Gruppe, Klasse und Herkunft sind Spalten der Liste mit Filter.
- Baustoffe – die Klasse ist eine zweite Auswahl unter der Gruppe; ihre Einträge folgen der Gruppe, ein Gruppenwechsel nimmt eine fremde Klasse weg. Gruppen sind Mauerwerk, Beton, Estriche, Putze und Mörtel, Dämmstoffe, Holz und Holzwerkstoffe, Platten, Bodenbeläge, Abdichtungen, Metalle und Glas, Erdreich und Sonstige; die Klassen darunter nennen den Stoff genauer, etwa Ziegel, Porenbeton oder Mineralwolle.
- Klasse Haustechnik – Werkstoffe der Haustechnik und Luftdurchlässe stehen in der Gruppe Sonstige in der Klasse Haustechnik, bei Baustoffen wie bei Aufbauten. Sie gehören nicht in die Hülle; der Klassenfilter blendet sie mit der Verneinung
!Haustechnikaus. - Bauteilaufbauten – Gruppe und Klasse gliedern nach Bauteilart. Ohne Gruppe setzt EPOS-Plan beim Speichern die Gliederung der Bauteilart. Gruppen sind Wände, Decken, Dächer, Öffnungen und Sonstige; die Klassen unterscheiden Außenwand, Außenwand am Erdreich, Innenwand, Geschossdecke, oberste Geschossdecke, Decke nach unten, Bodenplatte, Flachdach, Steildach, Fenster, Dachfenster, Vorhangfassade, Tür und Sonstiges.
- Herkunft – Vorgabe (ausgeliefert, mit Schloss), eigen oder Eingelesen (aus dem Bauteilkatalog einlesen). Ein eingelesener Satz trägt im Kopf des Stammblatts die Marke, die Quelle steht als Lesewert.
- Gebäudesimulation – ein Lesewert am Aufbau: „geeignet“ oder „für die Gebäudesimulation meist nicht geeignet“ mit dem Grund (ein Aufbau ohne Schicht, eine Schicht ohne Wärmeleitfähigkeit, eine Öffnung ohne Schicht und ohne U-Wert, Stoffwerte außerhalb der zulässigen Bänder). Er lässt sich nicht von Hand setzen; ein Luftdurchlass ist immer gekennzeichnet. Der Schalter nur geeignete blendet die gekennzeichneten Aufbauten vor der Liste aus; er steht bei jedem Öffnen an. Im Bauteildialog erscheinen gekennzeichnete Aufbauten erst nach auch ungeeignete zeigen, die laufende Wahl bleibt immer sichtbar.
Aufbauvorschläge und Zuordnungsstufen
Jedes Bauteil eines Gebäudes steht in einer von drei Zuordnungsstufen, die die Gebäudeansicht im Farbmodus Aufbau färbt und die Bauteilliste in der Spalte Aufbau nennt:
| Stufe | Farbe | Bedeutung |
|---|---|---|
| A | grün | vollständiger Aufbau mit Schichten |
| B | gelb | nur der U-Wert; der Aufbau ist ein Ersatzaufbau |
| C | orange | nur Geometrie, der U-Wert kommt aus der Vorgabe |
Für Bauteile der Stufen B und C schlägt die Modellprüfung einen Aufbau vor, der Reihe nach aus dem Projekt, dem Katalog und den Typaufbauten. Im Katalog entscheiden der Name des Bauteils (er trifft eine Typgruppe), die Aufbauklasse und die Nähe zum Ziel-U-Wert, bei der Stufe C ist das Ziel-U der Wert der Baualtersklasse des Gebäudes. Einzelheiten stehen unter Gebäude: Vorschläge.
Der ausgelieferte Katalog führt sechzehn herstellerneutrale Typaufbauten mit der Herkunft Vorgabe: fünf Außenwände, zwei Dächer, zwei Böden, drei Innenwände (Mauerwerk, Ständerwand, Stahlbeton), zwei Geschossdecken (Stahlbeton, Holzbalken) und zwei Türen (Holz, Metall gedämmt). Ihre Schichten bestehen aus Normbaustoffen; die Schichtdicken sind runde Typannahmen nach üblicher Bauart, keine Normwerte, den U-Wert rechnet EPOS-Plan aus den Schichten. So erhält jedes opake Bauteil und jede Tür einen Vorschlag. Hat eine Innenwand, eine Geschossdecke oder eine Tür weder einen U-Wert noch einen Wert der Baualtersklasse, wird der Typaufbau ihrer Art ohne Abgleich vorgeschlagen; sein U-Wert mit der Randbedingung des Bauteils wird mit dem Aufbau übernommen. Trifft der Name die Typgruppe Holz, gelten Ständerwand bzw. Holzbalkendecke; eine Tür ab Baualtersklasse G erhält die gedämmte Metalltür.
Bauteileditor
Der Bauteileditor zeigt ein Bauteil mit seinem Aufbau und den Baustoffen seiner Schichten in einem Fenster. Er öffnet sich mit Bauteileditor… im Bauteildialog einer Zone, im Bauteilsteckbrief der Gebäudeansicht, je Bauteil in Aufbauten zuordnen der Modellprüfung sowie im Stammblatt eines Bauteilaufbaus und eines Baustoffs. Er arbeitet unter Windows und auf dem iPad gleich. Jede Änderung schreibt der Editor sofort in das Projekt; Zurücknehmen hebt den letzten Schritt auf.
Der Editor hat drei Reiter:
- Bauteil – im Kopf Herkunft, Kennung, Flächenherkunft und Herkunft des U-Werts als Lesewerte. Fläche, Neigung, Azimut, Randbedingung, Temperaturfaktor, Sonnenschutz und U-Wert lassen sich ändern und mit Bauteil speichern übernehmen; ein leerer U-Wert heißt „aus Aufbau“: das U des Aufbaus an diesem Bauteil, mit seiner Randbedingung und Neigung. Bei der Randbedingung unbeheizter Raum steht die Feldgruppe des Temperaturfaktors: die Klappliste Art des unbeheizten Raums (Dachraum ungedämmt oder gedämmt, unbeheizter Raum außer Keller, niedrig beheizter Raum, Glasvorbau mit Einfach-, Zweischeiben- oder Wärmeschutzglas, Tiefgarage, unbeheizter Keller, aufgeständerter Fußboden; leer = nach Bauteilart; der Hinweis an jedem Eintrag nennt Wert und Fundstelle nach DIN/TS 18599-2) und daneben das Feld Temperaturfaktor Fx (0 bis 1). Ein leeres Feld rechnet mit dem Tabellenwert der gewählten Art, ohne Art mit dem Vorschlag nach Bauteilart und Neigung; Vorschlag übernehmen trägt diesen Wert ein, gespeichert mit der Herkunft Vorgabe. Die Zeile direkt unter Art und Feld nennt, woher der wirksame Faktor kommt – aus der Art, als Vorschlag nach Neigung oder als Eingabe mit ihrer Herkunft; ein neu eingetragener Faktor erhält die Herkunft von Hand, ein Wert über 1 wird benannt abgelehnt. Bei der Art unbeheizter Keller kommt der Schalter Perimeterdämmung hinzu; der Keller rechnet mit dem Faktor 0,8 nach Tabelle 6, Fußnote a. Art und Perimeterdämmung werden mit Bauteil speichern übernommen (siehe Gebäude: Temperaturfaktor). Die Gruppe Sonnenschutz – FC direkt und diffus, Steuerung, Einschaltschwelle – ist nur an Fenster und Vorhangfassade an Außenluft bedienbar, die Einschaltschwelle nur bei nach Einstrahlung; die Zeile darunter nennt die Herkunft oder „ohne Sonnenschutz“, eine Fehleingabe wird benannt abgelehnt (siehe Gebäude: Sonnenschutz). Die Randbedingung Nachbarzone wird im Bauteildialog gesetzt. Die Aufbauwahl nennt die Projektaufbauten und danach die Katalogaufbauten derselben Bauteilart mit ihrem U an diesem Bauteil; Aufbau ansehen wechselt in den Reiter Aufbau, Zuweisen weist einen Projektaufbau zu.
- Aufbau – die Schichten von innen nach außen mit Baustoff, Dicke, λ, ρ und cp; Schichten lassen sich verschieben, einfügen und löschen, Aufbau speichern speichert den ganzen Aufbau und rechnet das U jedes Bauteils mit diesem Aufbau nach. Darunter stehen
- das Schichtbild: maßstäblich, innen links und außen rechts, die Breite nach der Dicke, die Farbe nach der Stoffgruppe, Luftschichten und inhomogene Schichten schraffiert, die Abschnitte einer inhomogenen Schicht übereinander nach ihrem Flächenanteil;
- die U-Herleitung nach DIN EN ISO 6946: Rsi, der Widerstand jeder Schicht (d/λ, ruhende Luftschicht nach Tabelle, Widerstand aus der Quelle, entfällt hinter einer hinterlüfteten Ebene), Rse, bei inhomogenen Schichten oberer und unterer Grenzwert, Mittelwert und Fehlerschranke, dann RT und U; dazu Wärmekapazität, raumseitige Wärmekapazität C1 und Lage der Dämmung;
- die Ampel: grün, wenn das gerechnete U höchstens 10 % vom U des Bauteils oder der Quelle abweicht, sonst rot;
- der Mindestwärmeschutz DIN 4108-2 am Bauteil als Lesezeile mit Ampel und Temperaturfaktor fRsi (siehe Mindestwärmeschutz);
- die Verwendung: die Bauteile dieses Aufbaus im Projekt mit Zone und Fläche, andere Projekte mit einer Kopie und Bauteile des Gebäudekatalogs.
- Ein Katalogaufbau trägt ein Schloss und wird nur gelesen. Als Projektaufbau bearbeiten legt eine Kopie im Projekt an, lässt das Bauteil auf die Kopie zeigen und öffnet sie zum Bearbeiten; den Katalogaufbau selbst ändern Sie in der Verwaltung Bauteilaufbauten.
- Baustoff – für einen Baustoff einer Schicht die Prüfampel nach den Prüfregeln des Bauteilkatalogs (siehe Bauteilkatalog prüfen) mit ihren Hinweisen, die Kennwerte (Stoffgruppe, Klasse, λ, ρ, cp, μ), Ablage, Herkunft, Quelle und Quellkennung, die Synonyme seines Namens und die Verwendung in Katalog- und Projektaufbauten, Bauteilen, Projekten und Namenszuordnungen. Die Kennwerte eines Projektbaustoffs und eines eigenen Katalogbaustoffs lassen sich hier ändern und mit Baustoff speichern übernehmen; ein mitgelieferter Baustoff trägt das Schloss und wird in der Verwaltung Baustoffe bearbeitet (Duplizieren…). Synonyme fügen Sie mit Name und Sprache hinzu und entfernen eigene wieder; mitgelieferte Synonyme bleiben.
Aus dem Stammblatt eines Bauteilaufbaus zeigt der Editor die Reiter Aufbau und Feuchte, aus dem Stammblatt eines Baustoffs nur den Reiter Baustoff.
Feuchteschutz
Der Reiter Feuchte des Bauteileditors prüft einen Bauteilaufbau auf Tauwasser im Bauteilinneren infolge Wasserdampfdiffusion. Er steht am Bauteil im Projekt bereit und ebenso, wenn der Editor aus dem Stammblatt eines Bauteilaufbaus geöffnet wird. Gerechnet wird mit Nachweis rechnen; der Reiter schreibt nichts in Katalog oder Projekt.
Verfahren
- Periodenbilanz nach Glaser (DIN 4108-3 Anhang A.2) ist vorgewählt. Sie rechnet mit dem Blockklima der Norm: Tauperiode und Verdunstungsperiode von je 90 Tagen, in der Tauperiode innen 20 °C und 50 %, außen −5 °C und 80 %. Die Bauteillage legt den Sättigungsdruck in der Tauwasserebene während der Verdunstungsperiode fest: Wand, Decke, verschattetes oder helles Dach (1 700 Pa) oder unverschattetes Dach mit dunkler Deckung (2 000 Pa). Bewertet werden Tauwassermasse und Verdunstungsmasse, die zulässige Tauwassermasse (1,0 kg/m², an Grenzflächen mit einer nicht kapillar saugenden Schicht 0,5 kg/m²) und die Feuchtezunahme von Holz und Holzwerkstoffen; ab 0,2 kg/m² weist der Reiter auf mögliches Ablaufen hin.
- Monatsbilanz nach DIN EN ISO 13788 rechnet zwölf Monate mit den Monatsmitteln von Lufttemperatur und Luftfeuchte der Klimaregion, gebildet aus ihren 8 760 Stunden und für beheizte Gebäude um 2 K abgesenkt; bei einem Dach wird jedes Monatsmittel zusätzlich um 2 K abgesenkt. Am Bauteil im Projekt gilt die Klimaregion des Projekts; beim Katalogaufbau wird die Klimaregion im Reiter gewählt. Das Innenklima kommt aus einer Feuchteklasse oder aus einer konstanten relativen Feuchte. Führt die Klimaregion keine Luftfeuchte oder keine vollständige Stundenreihe, ist die Monatsbilanz gesperrt; ein Ersatzwert wird nicht angenommen. Weil national festgelegte Außenklimawerte fehlen (DIN 4108-3 A.2.4), steht ein Hinweis beim Verfahren. Die Monatsbilanz gilt nur für homogene Schichten. Überschreitet die größte angesammelte Tauwassermenge die Grenzen der DIN 4108-3 (1,0 kg/m², 0,5 kg/m² an einer nicht saugenden Schicht, Feuchtezunahme von Holz 5 % und von Holzwerkstoffen 3 % der Masse), steht ein Hinweis mit Wert und Grenze; das Urteil der Monatsbilanz bleibt davon unberührt.
Ergebnis – das Urteil (tauwasserfrei, Tauwasser zulässig, Tauwasser nicht zulässig) mit seinen Gründen und Hinweisen, darunter
- das Diagramm mit Dampfdruck und Sättigungsdruck über sd und der Temperatur über der Dicke;
- die Grenzflächen mit Lage, sd, Temperatur, Sättigungsdruck und Dampfdruck;
- bei Glaser die Tauwasserebenen mit Tauwassermasse Mc und Verdunstungsmasse Mev, bei der Monatsbilanz die Monatstabelle mit der angesammelten Masse je Grenzfläche, ihrem Maximum, dem Monat des Maximums und dem Rest nach zwölf Monaten;
- die Schichten der Rechnung mit Dicke, μ, sd und Saugfähigkeit.
Bei einem inhomogenen Aufbau ist das Gefach (der Abschnitt mit dem größten Flächenanteil) maßgebend; die übrigen Abschnitte stehen informativ darunter. Liegt ein großer Teil des Wärmedurchlasswiderstands in einer Innendämmung oder abschnittsweise eine Dampfbremse außen, verweist der Reiter auf eine hygrothermische Simulation nach DIN 4108-3 Anhang D.
Bauteile ohne rechnerischen Nachweis – Zusätzlich prüft der Reiter die Regeln von DIN 4108-3 Abschnitt 5.3 für Außenwände, erdberührte Bauteile, Dächer und oberste Geschossdecken. Greift eine Regel, lautet das Urteil „Kein rechnerischer Tauwassernachweis erforderlich“, und die maßgebende Regel steht mit ihrer Fundstelle darüber; das Periodenbilanzverfahren ist für ein solches Bauteil nicht geeignet, sein Ergebnis gilt dann nur informativ. Die Vorbehalte nennen, was die Ausführung zusätzlich erfüllen muss und der Aufbau nicht abbildet, etwa die Luftdichtheit nach DIN 4108-7, einen wasserabweisenden Außenputz oder die Lüftungsquerschnitte eines belüfteten Daches. Unter Prüfungen je Regel steht für jede Regel, ob sie greift, nicht greift, ob Werte fehlen oder ob sie mit den Angaben des Aufbaus nicht entscheidbar ist, jeweils mit Grund, Wert und Grenze. Fehlen einer Schicht Werte wie Baustoffklasse, Dicke oder μ, mit denen eine Regel greifen könnte, lautet das Urteil „Nicht beurteilbar“.
Diffusionswiderstandszahl μ – Die Rechnung nimmt μ der Schicht, sonst das des Baustoffs; bei einem Bereich (μ min und μ max) gilt je Lage der ungünstigere Wert. Dampfdichte Baustoffe rechnen mit μ = 100 000. Die mitgelieferten Normbaustoffe tragen μ nach DIN 4108-4 und DIN EN ISO 10456. Die kapillare Saugfähigkeit, die über die zulässige Tauwassermasse entscheidet, leitet sich aus der Baustoffklasse ab.
Bauteilkatalog prüfen
In der Verwaltung Bauteilaufbauten öffnet Prüfen… die Prüfung des ganzen Bauteilkatalogs. Je Prüfregel zeigt die Liste die Zahl der Treffer, die Grundmenge und eine Ampel: rot heißt, der Satz rechnet falsch oder gar nicht; gelb ist ein Hinweis oder eine Lücke der Quelle; grün ist in Ordnung. Zeigen klappt die betroffenen Sätze auf; ein Aufbau springt mit einem Klick in die Liste, ein Baustoff öffnet den Bauteileditor. Erneut prüfen wiederholt die Prüfung. Die Prüfung schreibt nichts.
| Bereich | Prüfregel |
|---|---|
| Baustoffe | λ, ρ und cp vorhanden und im Band der Gruppe (ohne λ rot); μ mindestens 1 und μmin ≤ μmax; Klasse passend zur Gruppe; gleicher Name; gleiche Kennwerte, Stoffgruppe, Klasse, μ und Hersteller unter anderem Namen; als Hinweis der Liste: μ fehlt, Klasse leer, von keiner Katalogschicht benutzt |
| Aufbauten | U nachrechenbar und im Band 0,05 … 6 W/(m²K); U der Quelle gegen die Nachrechnung mit den Übergangswiderständen von EPOS-Plan und der Quelle (die bessere zählt; bis 1 % grün, bis 5 % gelb, darüber rot, ab 20 % „Quelle prüfen“); Kennzeichen „für die Simulation ungeeignet“ gegen die Regel; Klasse passend zur Bauteilart |
| Schichten | Schicht ohne Kennwert (keine Dicke, kein λ, kein Widerstand der Quelle, kein Baustoff); Schicht ohne λ; Schicht nur mit dem Widerstand der Quelle; Dicke außerhalb 0,5 mm … 1 m; ruhende Luftschicht über 0,3 m; λ der Schicht weicht mehr als 1 % vom λ ihres Baustoffs ab |
| Öffnungen | Summe der Abschnittsanteile 100 %; Ug 0,3 … 6, Uf 0,5 … 7, g 0,05 … 0,9 und Rahmenanteil 0,05 … 0,6 als Hinweis |
Das Kennzeichen „für die Simulation ungeeignet“ leitet EPOS-Plan aus den Schichten ab und nennt den Grund: Aufbau ohne Schicht, Öffnung ohne Schicht und ohne U-Wert der Quelle, Schicht ohne Kennwert, Schicht ohne Wärmeleitfähigkeit oder ein Wert außerhalb des Rechenbereichs. Eine leere Schicht sperrt den Aufbau, bis sie ergänzt oder gelöscht ist – sie kann eine Dämmschicht unbekannter Dicke sein. Ein Aufbau ohne Schicht mit U-Wert der Quelle heißt in der Spalte Eignung nur U; der Spaltenfilter zeigt diese Aufbauten.
Die Modellprüfung des Gebäudes meldet als Hinweis ein Bauteil, dessen U-Wert mehr als 1 % vom U seines Aufbaus an der Randbedingung des Bauteils abweicht, und ein Bauteil mit U-Wert ohne bekannte Herkunft. Für Letzteres setzen Herkunft „aus Datei“ setzen bzw. Herkunft „von Hand“ setzen die Herkunft aller solchen Bauteile des Gebäudes in einem Schritt; Zurücknehmen macht es rückgängig.
Bauteilkatalog bereinigen
Neben Prüfen… öffnet Bereinigen… die Bereinigung des Bauteilkatalogs. Sie zeigt zuerst eine Vorschau: je Gruppe die Zahl der betroffenen Sätze, die Grundmenge und bei den Zusammenführungen die Zahl der Gruppen gleicher Sätze; Zeigen klappt die Sätze mit ihrem Ziel bzw. Vorschlag auf.
| Gruppe | Wirkung |
|---|---|
| Baustoffe gleicher Kennwerte zusammenführen | Baustoffe derselben Stoffgruppe mit gleichen Kennwerten (λ ± 2 %, ρ ± 5 %, cp ± 10 %, μ ± 10 %) und verträglicher Klasse werden auf einen bleibenden Satz zusammengeführt. Bleibend ist ein mitgelieferter vor einem eigenen vor einem importierten Satz. |
| Aufbauten gleicher Schichtfolge zusammenführen | Aufbauten derselben Bauteilart mit gleicher Schichtfolge (Baustoff, Dicke, Kennwerte und Abschnitte je Schicht) werden auf einen bleibenden Aufbau zusammengeführt. |
| Unbenutzte importierte Baustoffe löschen | Importierte Baustoffe, die keine Katalogschicht, keine Projektkopie, keine Namenszuordnung und kein Synonym benutzt, werden gelöscht. |
| Klasse leerer Baustoffe vorschlagen | Eigene und importierte Baustoffe ohne Klasse bekommen eine Klasse aus dem Namen, sonst aus dem Teilkatalog der Quelle, sonst die Klasse „Sonstige“ ihrer Gruppe, wo die Gruppe eine hat. Die Grundmenge zählt wie die Prüfregel „Klasse leer“ alle Baustoffe ohne Klasse. |
Je Gruppe wählen Sie, ob sie angewendet wird; vorgewählt sind die Gruppen mit Treffern außer dem Löschen. Das Löschen unbenutzter Importbaustoffe ist nie vorgewählt und endgültig; ein erneutes Einlesen des Katalogs bringt die Sätze zurück. Anwenden… fragt nach und setzt die gewählten Gruppen in einem Vorgang um; danach nennt EPOS-Plan das Ergebnis und zeigt die Prüfung des Katalogs neu. Vorschau erneuern liest den Stand neu.
Mitgelieferte Sätze und die Baustoffe und Aufbauten in den Projekten bleiben unverändert: Katalogschichten, Namenszuordnungen, Synonyme, Bauteile des Gebäudekatalogs und die Verweise der Projektkopien zeigen danach auf den bleibenden Satz. Die Namen der zusammengeführten Sätze bleiben als Altnamen erhalten – das Suchfeld der Kataloge Baustoffe und Bauteilaufbauten findet den bleibenden Satz auch unter ihnen. Ein zweites Anwenden findet nichts mehr.
Die Verwendung eines Katalogsatzes im Bauteileditor zählt die Projektkopien über ihren Verweis auf den Katalogsatz, auch wenn die Kopie im Projekt umbenannt ist; eine Kopie ohne Verweis zählt über Name und Hersteller.
Bauteilkatalog einlesen
Menü Administration › Gebäude › Bauteilkatalog einlesen… liest einen Bauteilkatalog aus den CSV-Dateien eines Exports in beide Kataloge ein. Der Dialog arbeitet in zwei Schritten:
- Datei wählen. Wählen Sie Baustoffe.csv des Exports; Aufbauten.csv, Schichten.csv, Schichten_Abschnitte.csv, Fenster.csv und Basis_Auszug.csv müssen daneben liegen, Katalog.csv, Katalog_Zuordnung.csv und Katalog_Inhalt.csv können daneben liegen; Fehlt Baustoffe.csv im gewählten Ordner, liegt aber im Unterordner Export, liest EPOS-Plan diesen Unterordner; es genügt also, den Ordner über Export zu wählen. Katalog_Zuordnung.csv sucht der Import im gelesenen Ordner und danach im Unterordner Export. Die Vorschau nennt den Ordner, der gelesen wird.
- Vorschau prüfen. Die Vorschau zählt je Satzart (Baustoffe, Aufbauten, Schichten, Abschnitte), was neu ist, mit dem Katalog oder in der Quelle zusammengeführt, wiedererkannt oder abgelehnt wird; bei den wiedererkannten Aufbauten nennt sie, wie viele die Übernahme durch andere Schichten, Abschnitte oder eine andere Quelle samt Teilkatalog ändert (aktualisiert). Dazu stehen: die Zahl der Aufbauten, die für die Gebäudesimulation meist nicht geeignet sind und gekennzeichnet werden, die Schichten, die über den Namen einen Baustoff derselben Gruppe treffen, die Zahl der Haustechnik-Sätze und Luftdurchlässe, die Sätze je Gruppe und Klasse, die Teilkataloge (wie viele die Quelle führt, über welche Datei sie zugeordnet sind, wie viele Baustoffe und Aufbauten einen, zwei oder mehr oder keinen Teilkatalog tragen), die Codes ohne Deutung (sie fallen auf Sonstige), die Ablehnungsgründe und eine Plausibilitätszeile zur Richtung innen–außen und zum U-Wert aus den Schichten gegen den U-Wert der Quelle. Übernehmen steht erst nach einer Vorschau ohne Ablehnung bereit und schreibt alles in einem Vorgang; bei einem Fehler bleibt der Katalog unverändert. Die Meldung nennt die Zahlen der übernommenen Sätze und die Dauer.
Beim Einlesen gilt:
- Die Sätze tragen die Herkunft Eingelesen, sind nicht schreibgeschützt, und die Quelle nennt den Datenstand des Katalogs und den Teilkatalog des Satzes. Die Namen der Teilkataloge stehen in Katalog.csv; welcher Satz in welchem Teilkatalog steht, liest der Import aus Katalog_Zuordnung.csv. Fehlt diese Datei, sucht er die Zuordnung in Katalog_Inhalt.csv. Steht ein Satz in zwei Teilkatalogen oder ist er zusammengeführt, nennt die Quelle alle seine Teilkataloge. Ein Satz ohne Zuordnung bleibt ohne Teilkatalog. Fehlen die Dateien oder taugen sie nicht, läuft der Import ohne Teilkatalog weiter und das Protokoll nennt den Grund. Der Hersteller bleibt leer – die Stoffe sind herstellerneutral.
- Stoffgruppe aus dem Code der Quelle, ersatzweise aus den Basiszeilen; die Bauteilart eines Aufbaus aus den Basiszeilen, ohne sie Sonstiges.
- Wärmekapazität bis 10 gilt als kJ/(kgK) und wird mit 1 000 multipliziert, darüber als J/(kgK); 0 heißt kein Wert. Wärmeleitfähigkeit bis 0 heißt kein Wert; über 10 ist sie nur für Metalle (Rohdichte ab 2 500 kg/m³) zulässig. Bei anderen Stoffen mit über 60, deren Tausendstel zwischen 0,02 und 0,5 liegt, nimmt EPOS-Plan einen Skalenfehler an, teilt durch 1 000 und nennt jede Korrektur im Protokoll; jedes übrige Übermaß lehnt den Baustoff ab bzw. verwirft den Wert an der Schicht.
- Zusammenführen. Sätze mit gleichem aufbereiteten Namen und gleicher Gruppe gelten als einer, wenn Wärmeleitfähigkeit (±2 %), Rohdichte (±5 %) und Wärmekapazität (±10 %) übereinstimmen; leere Felder füllt der spätere Satz.
- Schichten werden je Aufbau und Abschnitt in der Reihenfolge der Quelle von 1 bis n neu nummeriert. Eine Schicht ohne Dicke bekommt 0 m und behält den Widerstand der Quelle.
- Inhomogene Aufbauten. Ein Aufbau mit Abschnitten wird übernommen, wenn jede Schicht in einem Abschnitt liegt und die Flächenanteile zusammen 100 % ergeben (zulässig 99 bis 101 %). Fehlt der Anteil bei genau einem Abschnitt und lassen die übrigen mehr als 1 % offen, bekommt dieser Abschnitt den Rest auf 100 %; die Vorschau zählt diese Fälle. Ein Abschnitt mit Flächenanteil 0 trägt nichts bei: Haben alle Abschnitte einen Anteil und ergeben die übrigen zusammen 100 % (zulässig 99 bis 101 %), werden die Abschnitte mit Anteil 0 samt ihren Schichten weggelassen, das Protokoll nennt jeden dieser Aufbauten; bleibt nur ein Abschnitt, wird der Aufbau homogen übernommen. Liegen die Schichtgrenzen aller Abschnitte übereinander (zulässig 1 mm oder 1 % der größten Dicke, das größere Maß), bildet die k-te Schicht jedes Abschnitts die Ebene k. Sonst – bei verschiedener Schichtzahl wie bei gleicher Schichtzahl mit versetzten Grenzen – müssen alle Abschnitte gleich dick sein (dieselbe Toleranz); dann werden die Schichtgrenzen aller Abschnitte zusammengelegt und jede Schicht an den Grenzen der übrigen Abschnitte geteilt, sodass jede Ebene in jedem Abschnitt eine Schicht führt – Dicke und Widerstand jedes Abschnitts bleiben dabei gleich. Grenzen, die näher als die Toleranz beieinanderliegen, gelten als eine Grenze. Die Vorschau zählt diese Aufbauten und die zusätzlichen Teilschichten. Stehen solche Aufbauten schon aus einem Import im Katalog und bekämen sie andere Schichten, nennt die Vorschau, wie viele davon ihren U-Wert um mehr als 1 % ändern, und die größte Änderung. Gerechnet wird nach DIN EN ISO 6946 mit dem Mittel aus oberem und unterem Grenzwert (siehe Summen). Abgelehnt wird ein Aufbau mit einer durchgehenden Schicht neben Abschnitten, mit fehlenden Flächenanteilen, die sich nicht ergänzen lassen, mit einer Anteilsumme außerhalb 99 bis 101 %, mit verschieden dicken Abschnitten, deren Schichten geteilt werden müssten, mit einer Schicht ohne Dicke bei verschiedener Schichtzahl und mit einer ruhenden Luftschicht, die geteilt werden müsste (ihr Widerstand hängt nicht anteilig von der Dicke ab).
- Wiederimport. Sätze mit derselben Kennung der Quelle werden aktualisiert (ein Aufbau samt Schichten ersetzt), ohne Dubletten; andere Sätze des Katalogs bekommen nur leere Felder ergänzt, ein ausgelieferter Satz wird nie überschrieben. Bekämen Aufbauten des Katalogs durch die Teilung an gemeinsamen Schichtgrenzen andere Schichten, nennt die Vorschau ihre Zahl, wie viele davon verglichen wurden, wie viele ihren U-Wert um mehr als 1 % ändern, die größte Änderung und wie viele ohne Vergleichswert bleiben. Verglichen wird mit dem U-Wert, den EPOS-Plan für den Aufbau im Katalog rechnet; lässt sich keiner rechnen, mit dem gespeicherten U-Wert der Quelle.