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Programm Dokumentation/Kältebedarf: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Reiter '''Kältebedarf''' der Startseite sammelt alle Wege, Kältebedarf in ein Projekt zu bringen: die '''Kühlung der Projektgebäude''', einen '''Kältelastgang''' aus einer CSV-Datei und '''Kältebedarfsprofile''' aus Typprofil, Jahressumme und Kalender. Jede Kälteposition lässt sich '''zentral''' über die Kältefolge der Kälteerzeuger oder '''dezentral''' über Split-Geräte decken. Die Kälteerzeuger selbst beschreibt die Seite [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung|Kälteerzeugung]], die Kühlung eines Gebäudes die Seite [[Programm Dokumentation/Kühlung|Kühlung]].
Der Reiter '''Kältebedarf''' der Startseite sammelt alle Wege, Kältebedarf in ein Projekt zu bringen: die '''Kühlung der Projektgebäude''', einen '''Kältelastgang''' aus einer CSV-Datei und '''Kältebedarfsprofile''' aus Typprofil, Jahressumme und Kalender. Jede Kälteposition wird '''zentral''' über die Kältefolge der Kälteerzeugung oder '''dezentral''' über Split-Geräte gedeckt. Die Erzeuger beschreibt [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung|Kälteerzeugung]], die Kühlung eines Gebäudes [[Programm Dokumentation/Kühlung|Kühlung]].


== Reiter Kältebedarf ==
== Reiter Kältebedarf ==
{{Anker|reiter}}
{{Anker|reiter}}


Der Reiter steht hinter ''Wärmebedarf''. Er hat drei Kacheln:
Der Reiter steht hinter ''Wärmebedarf'' und hat drei Kacheln:


{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
! Kachel !! Wirkung
! Kachel !! öffnet
|-
|-
| ''Kältebedarf extern'' || öffnet den Dialog zum Einlesen und Zuordnen eines Kältelastgangs ([[#extern|Kältebedarf extern]])
| ''Kältebedarf extern'' || Einlesen und Zuordnen eines Kältelastgangs ([[#extern|Kältebedarf extern]])
|-
|-
| ''Kältebedarfsprofile'' || öffnet den Dialog für Kältebedarf aus Typprofil, Jahressumme und Kalender ([[#profile|Kältebedarfsprofile]])
| ''Kältebedarfsprofile'' || Kältebedarf aus Typprofil, Jahressumme und Kalender ([[#profile|Kältebedarfsprofile]])
|-
|-
| ''Gebäudekühlung'' || öffnet den Gebäudedialog des Projekts an der Klappe ''Kühlung und Kühlübergabe''; die Kachel zeigt, wie viele Gebäude gekühlt werden ([[Programm Dokumentation/Kühlung#einschalten|Kühlung einschalten]])
| ''Gebäudekühlung'' || den Gebäudedialog an der Klappe ''Kühlung und Kühlübergabe''; die Kachel zählt die gekühlten Gebäude ([[Programm Dokumentation/Kühlung#einschalten|Kühlung einschalten]])
|}
|}


Der Statuspunkt einer Kachel ist grün, sobald das Projekt mindestens eine Zeile dieser Art enthält. Rechnet das Projekt keine Kälte (Projektschalter ''Kühlung rechnen'' in der ''Simulation Konfiguration'' aus), steht über den Kacheln ein Hinweis mit Sprung in die Konfiguration; die Kälteseite der Simulation bleibt dann leer.
Der Statuspunkt einer Kachel ist grün, sobald das Projekt eine Zeile dieser Art enthält. Ist der Projektschalter ''Kühlung rechnen'' in der ''Simulation Konfiguration'' aus, steht über den Kacheln ein Hinweis mit Sprung dorthin; die Kälteseite der Simulation bleibt dann leer.


== Kältebedarf extern ==
== Kältebedarf extern ==
{{Anker|extern}}
{{Anker|extern}}


Der Dialog liest einen Kältelastgang als CSV-Datei ein und ordnet ihn dem Projekt zu. Er zeigt nur Zeilen mit dem Kanal ''Kühlung''; die Kanalwahl ist fest. Wärmelastgänge des Projekts bleiben beim Speichern unberührt. Der Katalog, die Knopfleiste (''Vergleichen…'', ''Schloss setzen…'', ''Löschen'', ''Bearbeiten…'', ''Neu…'') und die Bearbeiten-Überlagerung mit Bezeichner, Ganglinie in kW und Kennzahlen arbeiten wie im Dialog der Wärmelastgänge. Bei einer Projektzeile gehört die Feldgruppe [[#deckung|Deckung]] dazu; an einer Kühlzeile nennt die Überlagerung außerdem in der Zeile [[#versorgt|Versorgt von]], wer sie versorgt.
Der Dialog liest einen Kältelastgang als CSV-Datei ein und ordnet ihn dem Projekt zu. Er zeigt nur Zeilen mit dem festen Kanal ''Kühlung''; Wärmelastgänge bleiben beim Speichern unberührt. Katalog, Knopfleiste (''Vergleichen…'', ''Schloss setzen…'', ''Löschen'', ''Bearbeiten…'', ''Neu…'') und die Bearbeiten-Überlagerung (Bezeichner, Ganglinie in kW, Kennzahlen) arbeiten wie bei den Wärmelastgängen. An einer Projektzeile gehört die Feldgruppe [[#deckung|Deckung]] dazu, an einer Kühlzeile die Zeile [[#versorgt|Versorgt von]].


{{Anker|verwendung}}'''Verwendung der Lastgänge.''' Wärme- und Kältelastgänge stehen in einem gemeinsamen Katalog; der Kanal einer Zeile entsteht erst bei der Zuordnung im Projekt. Damit Sie die Kältelastgänge finden, trägt jeder Katalogsatz eine ''Verwendung'': ''Wärme'', ''Kälte'' oder ''Wärme und Kälte''. Der Katalog dieses Dialogs heißt ''Kältebedarf einlesen'' und zeigt nur die Sätze mit ''Kälte'' oder ''Wärme und Kälte''; der Schalter ''Alle Lastgänge zeigen'' nimmt die Wärmelastgänge dazu. Übernehmen Sie einen Wärmelastgang, nennt ein Hinweis ihn — er rechnet im Kanal ''Kühlung'' trotzdem als Kältebedarf. Ein mit ''Neu…'' eingelesener Lastgang wird als ''Kälte'' gekennzeichnet; ändern lässt sich die Verwendung in der Bearbeiten-Überlagerung des Katalogsatzes (geschrieben mit OK). Im Dialog ''Wärmebedarf extern'' steht die Verwendung als Spalte der Katalogliste; ein dort eingelesener Lastgang ist ''Wärme''. In der Verwaltung der Lastgänge wählen Sie die Verwendung im Stammblatt des gewählten Satzes unter ''Herkunft''; sie wird sofort gespeichert, ein ausgelieferter Satz zeigt sie nur. Die Verwendung ordnet nur den Katalog — gerechnet wird nach dem Kanal der Zuordnung.
=== Verwendung der Lastgänge ===
{{Anker|verwendung}}
Wärme- und Kältelastgänge stehen in einem gemeinsamen Katalog; der Kanal entsteht erst bei der Zuordnung im Projekt, und gerechnet wird nach ihm. Damit Sie die Kältelastgänge finden, trägt jeder Satz eine ''Verwendung'' (''Wärme'', ''Kälte'' oder ''Wärme und Kälte''):
* Der Katalog ''Kältebedarf einlesen'' zeigt ''Kälte'' und ''Wärme und Kälte''; ''Alle Lastgänge zeigen'' nimmt die Wärmelastgänge dazu. Ein übernommener Wärmelastgang trägt einen Hinweis und rechnet im Kanal ''Kühlung'' trotzdem als Kältebedarf.
* ''Neu…'' hier kennzeichnet ''Kälte'', im Dialog ''Wärmebedarf extern'' ''Wärme''; dort steht die Verwendung als Spalte der Katalogliste.
* Ändern: in der Bearbeiten-Überlagerung des Katalogsatzes (mit OK) oder in der Verwaltung der Lastgänge im Stammblatt unter ''Herkunft'' (sofort gespeichert; ein ausgelieferter Satz zeigt sie nur).


== Kältebedarfsprofile ==
== Kältebedarfsprofile ==
{{Anker|profile}}
{{Anker|profile}}


Der Dialog bildet Kältebedarf aus einem Typprofil mit 168 Wochenstunden, den Monatsanteilen, einer Jahressumme in MWh und einem Betriebskalender (Feiertage, Ferien). Der Katalog liefert Sätze wie ''Raumkühlung Büro'' oder ''Serverraum''. Die Vorlagen ''Büro/Verwaltung'', ''Hochschule'', ''Labor'' und ''Krankenhaus'' tragen einen gemessenen Wochengang – den Median vieler Gebäude derselben Nutzung aus dem offenen Datensatz Building Data Genome Project 2 (Lizenz CC BY 4.0) –, die Vorlagen ''Hochschule'', ''Labor'' und ''Krankenhaus'' dazu gemessene Monatsanteile; ''Hochschule'' ohne gesonderte Ferien, weil die Messung Semester und vorlesungsfreie Zeit enthält. Die Vorlage ''Labor'' beruht auf Laboren an Hochschulen; die Vorlage ''Krankenhaus'' auf einer schmalen Grundlage von elf Gebäuden. Die Vorlage ''Schule'' ist ein Formmodell mit Richtwerten; ihre Ferien zieht der Betriebskalender ab. Vorlauf und Rücklauf eines Katalogsatzes sind eine Angabe ohne Wirkung auf die Erzeuger. Die Vorschau zeigt Wochenbild, Monatsbalken und Jahresreihe in der Kältefarbe. Die Feldgruppe [[#deckung|Deckung]] steht an der Projektzeile. Die Knopfleiste am gewählten Satz (''Vergleichen…'', ''Schloss setzen…'', ''Löschen'', ''Bearbeiten…'', ''Typ ändern…'', ''Neu…'') arbeitet wie bei den übrigen Bedarfsprofilen; ''Vergleichen…'' stellt zwei bis drei Projektzeilen und Katalogsätze nebeneinander und zeigt Typ, Jahressumme, Monatswerte, Vorlauf und Rücklauf, Art, bei Projektzeilen auch Kalender und Deckung samt EER.
Der Dialog bildet Kältebedarf aus einem Typprofil mit 168 Wochenstunden, Monatsanteilen, einer Jahressumme in MWh und einem Betriebskalender (Feiertage, Ferien). Die Vorschau zeigt Wochenbild, Monatsbalken und Jahresreihe. Die Knopfleiste arbeitet wie bei den übrigen Bedarfsprofilen, dazu ''Typ ändern…''; ''Vergleichen…'' zeigt zwei bis drei Zeilen und Sätze nebeneinander, bei Projektzeilen auch Kalender und Deckung samt EER. Vorlauf und Rücklauf eines Satzes sind eine Angabe ohne Wirkung auf die Erzeuger.
 
{| class="wikitable"
! Vorlage !! Grundlage
|-
| ''Raumkühlung Büro'', ''Serverraum'' u. a. || Katalogsätze
|-
| ''Büro/Verwaltung'' || gemessener Wochengang: Median vieler Gebäude derselben Nutzung aus dem offenen Datensatz Building Data Genome Project 2 (Lizenz CC BY 4.0)
|-
| ''Hochschule'', ''Labor'', ''Krankenhaus'' || ebenso, dazu gemessene Monatsanteile; ''Hochschule'' ohne gesonderte Ferien (die Messung enthält Semester und vorlesungsfreie Zeit), ''Labor'' aus Laboren an Hochschulen, ''Krankenhaus'' aus einer schmalen Grundlage von elf Gebäuden
|-
| ''Schule'' || Formmodell mit Richtwerten; die Ferien zieht der Betriebskalender ab
|}


[[Datei:Bildschirmfoto_Kaeltebedarf.png|mini|zentriert|800px|Dialog Kältebedarfsprofile – Bildschirmfoto mit Beispieldaten.]]
[[Datei:Bildschirmfoto_Kaeltebedarf.png|mini|zentriert|800px|Dialog Kältebedarfsprofile – Bildschirmfoto mit Beispieldaten.]]


{{Anker|eingabeart}}'''Eingabeart.''' An einer Projektzeile wählt ''Bearbeiten…'' die Eingabeart: ''Jahressumme mit Vorlage'' (Vorgabe: Monatsanteile und Wochenprofil der Vorlage), ''Monatswerte'' (zwölf Werte in MWh oder %), ''Wochenprofil'' (Werktag, Samstag und Sonntag oder alle 168 Stunden) oder ''Typtage''. Alle Eingaben ändern die Projektkopie der Zuordnung, nie den Katalog; teilen sich zwei Zuordnungen eine Kopie, erhält die bearbeitete beim OK eine eigene. Die Grafik in derselben Überlagerung rechnet den Stand des Dialogs, auch vor dem Speichern.
=== Eingabeart ===
{{Anker|eingabeart}}
''Bearbeiten…'' an einer Projektzeile wählt:
* ''Jahressumme mit Vorlage'' – Monatsanteile und Wochenprofil der Vorlage (Vorgabe);
* ''Monatswerte'' – zwölf Werte in MWh oder %;
* ''Wochenprofil'' – Werktag, Samstag und Sonntag oder alle 168 Stunden;
* ''Typtage'' – siehe unten.
Alle Eingaben ändern die Projektkopie, nie den Katalog; teilen sich zwei Zuordnungen eine Kopie, erhält die bearbeitete beim OK eine eigene. Die Grafik der Überlagerung rechnet den Stand des Dialogs, auch vor dem Speichern.
 
=== Einträge im Projekt bearbeiten ===
{{Anker|katalogabweichung}}
In derselben Überlagerung sind auch Typ, Beschreibung, Monatswerte und Temperaturniveau der Projektkopie bearbeitbar; sie gelten nur für dieses Projekt. Weicht die Kopie von ihrem Katalogeintrag ab, trägt die Zeile ⚠ mit ''weicht vom Katalog ab'' und den Feldern, die in der Überlagerung markiert sind. ''Aus Katalog erneuern…'' setzt sie nach Rückfrage zurück, übernommen mit ''OK''. Ein Eintrag ohne Katalogeintrag trägt kein Zeichen.
 
=== Typtage ===
{{Anker|typtage}}
Typtage gibt es nur für Kältebedarfsprofile. Bis zu sechs mit Bezeichner, Tagesmenge und 24 Stundenwerten beschreiben verschiedene Tage, etwa Sommerwerktag, Übergangswerktag und Wintertag. Die Stundenwerte in Prozent der Tagesspitze geben die Form, die Tagesmenge das Gewicht gegenüber den anderen Typtagen; es zählt nur das Verhältnis. ''Typtag hinzufügen'' und ''Typtag entfernen'' ändern die Liste.
* Die Zuordnung ''Monat × Tagesart'' legt je Monat den Typtag für Werktage, Samstage und Sonn- und Feiertage fest. Die Jahresreihe wird auf die Jahressumme gebracht; Monatsanteile entfallen.


{{Anker|katalogabweichung}}'''Einträge im Projekt bearbeiten.''' An einer Projektzeile sind in der Überlagerung von ''Bearbeiten…'' auch Typ, Beschreibung, Monatswerte und Temperaturniveau der Projektkopie bearbeitbar; sie gelten nur für dieses Projekt, der Katalog bleibt unverändert. Weicht eine Projektkopie von dem Katalogeintrag ab, aus dem sie übernommen wurde, trägt die Zeile das Zeichen ⚠ mit dem Hinweis ''weicht vom Katalog ab'' und den betroffenen Feldern; in der Überlagerung sind diese Felder markiert. ''Aus Katalog erneuern…'' setzt sie nach Rückfrage auf den Stand des Katalogs zurück, übernommen wird mit ''OK''. Ein Eintrag ohne zugehörigen Katalogeintrag trägt kein Zeichen.
* Mit Betriebskalender zählen Feiertage wie Sonntag, Betriebsferien wie Werktag mit dem Ferienfaktor; mit ''Ferien wie Sonntag'' nimmt ein Ferientag den Sonntag-Typtag seines Monats.
* Beim ersten Wechsel füllt der Dialog drei Typtage aus dem Wochenprofil (Werktag, Samstag, Sonn-/Feiertag), gleich in allen Monaten.
* Eine leere Zelle oder ein Typtag ohne Stundenwerte wird genannt; diese Tage tragen keinen Bedarf.


{{Anker|typtage}}'''Typtage.''' Bis zu sechs Typtage mit Bezeichner, Tagesmenge und 24 Stundenwerten beschreiben verschiedene Tage, etwa einen Sommerwerktag, einen Übergangswerktag und einen Wintertag. Die Stundenwerte stehen in Prozent der Tagesspitze und geben die Form des Tages, die Tagesmenge gibt sein Gewicht gegenüber den anderen Typtagen; es zählt jeweils nur das Verhältnis. ''Typtag hinzufügen'' und ''Typtag entfernen'' ändern die Liste. Die Zuordnung ''Monat × Tagesart'' legt für jeden der zwölf Monate fest, welcher Typtag an Werktagen, Samstagen und Sonn- und Feiertagen gilt. Die Reihe des Jahres wird auf die Jahressumme gebracht; Monatsanteile entfallen, den Jahresgang trägt die Zuordnung. Mit einem Betriebskalender zählen Feiertage wie Sonntag und Betriebsferien wie Werktag mit dem Ferienfaktor; ist im Kalender ''Ferien wie Sonntag'' gesetzt, nimmt ein Ferientag den Sonntag-Typtag seines Monats. Beim ersten Wechsel auf Typtage füllt der Dialog drei Typtage aus dem Wochenprofil der Zeile – Werktag, Samstag und Sonn-/Feiertag – und ordnet sie in allen Monaten gleich zu. Bleibt eine Zelle der Zuordnung leer oder hat ein zugeordneter Typtag keine Stundenwerte, nennt der Dialog das; diese Tage tragen keinen Bedarf. Typtage gibt es nur für Kältebedarfsprofile.
=== Normkalender ===
{{Anker|normkalender}}
Die Vorlage ''Prozesskälte einschichtig'' rechnet nach DIN/TS 18599-10 mit 230 Nutzungstagen. Bei der Übernahme ist der Betriebskalender ''Norm 230 Tage'' mit dem Bundesland vorgewählt, etwa ''Norm 230 Tage (BY)'', ohne Bundesland ''Norm 230 Tage (bundesweit)''; die Wahl bleibt frei.
* Ein gleichnamiger Kalender wird genommen, wenn das Projekt ihn nutzt oder sein Inhalt gleich ist. Weicht der Inhalt ab (der 1. Januar fällt auf einen anderen Wochentag), trägt der neue diesen im Namen, etwa ''Norm 230 Tage (BY, 1.1. Do)''.


{{Anker|normkalender}}'''Normkalender.''' Die Vorlage ''Prozesskälte einschichtig'' rechnet nach DIN/TS 18599-10 mit 230 Nutzungstagen im Jahr. Wer sie ins Projekt übernimmt, bekommt den Betriebskalender ''Norm 230 Tage'' mit dem Kürzel des Bundeslands vorgewählt, etwa ''Norm 230 Tage (BY)'', ohne Bundesland ''Norm 230 Tage (bundesweit)''. Ein vorhandener Kalender dieses Namens wird genommen, wenn das Projekt ihn schon nutzt oder sein Inhalt gleich ist; so teilen sich Projekte desselben Bundeslands einen Kalender. Weicht der Inhalt eines gleichnamigen Kalenders ab, etwa weil der 1. Januar in der Klimaregion auf einen anderen Wochentag fällt, trägt der neue Kalender zusätzlich diesen Wochentag im Namen, etwa ''Norm 230 Tage (BY, 1.1. Do)''. Der Kalender rechnet Feiertage wie Sonntag und legt Betriebsferien um den Jahreswechsel (ab dem 24. Dezember) und in den Sommer (ab dem ersten Montag im August), so bemessen, dass im Jahr der Simulation genau 230 Werktage von Montag bis Freitag in Betrieb bleiben. Die Feiertage folgen dem Bundesland des ersten Gebäudes im Projekt, ohne Angabe gelten die bundeseinheitlichen. Der Kalender rechnet Ferientage wie Sonntag – ein Ferientag trägt Tagesmenge und Stundengang des Sonntags im Wochenprofil –, die Jahressumme bleibt erhalten. Unter der Kalenderwahl nennt eine Zeile die Normtage und den Kalender; die Wahl bleibt frei – ein anderer Kalender ersetzt ihn. Eine Vorlage mit Normtagen ohne gewählten Kalender rechnet mit dem Normkalender als Vorgabe, und die Zeile unter der Kalenderwahl sagt das mit ''Normkalender (Vorgabe)''; die Kennzahlen der Grafik nennen dann die Nutzungstage.
* Feiertage (nach dem Bundesland des ersten Gebäudes, sonst bundeseinheitlich) zählen wie Sonntag. Betriebsferien liegen ab dem 24. Dezember und ab dem ersten Montag im August, so bemessen, dass genau 230 Werktage von Montag bis Freitag in Betrieb bleiben. Ein Ferientag trägt Tagesmenge und Stundengang des Sonntags; die Jahressumme bleibt.
* Eine Zeile unter der Kalenderwahl nennt Normtage und Kalender. Ohne gewählten Kalender rechnet eine Vorlage mit Normtagen mit dem Normkalender als Vorgabe; die Zeile sagt dann ''Normkalender (Vorgabe)'', und die Kennzahlen der Grafik nennen die Nutzungstage.


{{Anker|versorgt}}'''Versorgt von.''' Unter der Wahl der Art nennt eine Lesezeile, wer die markierte Kältezeile in der Simulation versorgt: bei Raumkühlung die Kälteerzeuger des ''Kühlkreises Gebäude'', bei Prozesskälte die des ''Kühlkreises Prozess''. Ohne Zuordnung an den Kälteerzeugern (Gruppe ''Versorgt'' des Kälteerzeugers) versorgt jeder Kälteerzeuger beide Kühlkreise; ein Kälteerzeuger mit Zuordnung steht nur bei den Kühlkreisen, die er versorgt, einer ohne Zuordnung bei beiden. Ist eine Prozesskältezeile an einen Kältespeicher gebunden, steht der Kältespeicher vorn, denn er entlädt zuerst in diese Zeile. Bei dezentraler Deckung (Split) entfällt die Zeile. Die Zeile ist nur Anzeige; gepflegt wird die Zuordnung am Kälteerzeuger.
=== Versorgt von ===
{{Anker|versorgt}}
Eine Lesezeile unter der Wahl der Art nennt, wer die Kältezeile versorgt: bei Raumkühlung die Kälteerzeuger des ''Kühlkreises Gebäude'', bei Prozesskälte die des ''Kühlkreises Prozess''. Ohne Zuordnung (Gruppe ''Versorgt'' am Kälteerzeuger) versorgt ein Erzeuger beide Kühlkreise, mit Zuordnung nur seine. Ein gebundener Kältespeicher steht vorn, weil er zuerst in die Zeile entlädt. Bei dezentraler Deckung entfällt die Zeile. Gepflegt wird die Zuordnung am Kälteerzeuger.


== Deckung ==
== Deckung ==
Zeile 55: Zeile 96:
| ''Deckungsart'' || ''zentral (Kältefolge)'' oder ''dezentral (Split)''; Vorgabe zentral || immer
| ''Deckungsart'' || ''zentral (Kältefolge)'' oder ''dezentral (Split)''; Vorgabe zentral || immer
|-
|-
| ''EER-Weg'' || ''fest'' oder ''linear über der Außentemperatur'' || bei dezentral
| ''EER-Weg'' || ''fest'' oder ''linear über der Außentemperatur'' || dezentral
|-
|-
| ''EER'' (fest) bzw. ''EER am Punkt 1'' und ''Außentemperatur Punkt 1'' || EER größer 0; Außentemperatur −20 bis 50 °C; Vorgabe 3,0 bei 35 °C || bei dezentral
| ''EER'' (fest) bzw. ''EER am Punkt 1'' und ''Außentemperatur Punkt 1'' || EER größer 0; −20 bis 50 °C; Vorgabe 3,0 bei 35 °C || dezentral
|-
|-
| ''EER am Punkt 2'' und ''Außentemperatur Punkt 2'' || Außentemperatur verschieden von Punkt 1; Vorgabe 4,0 bei 25 °C || bei linearem Weg
| ''EER am Punkt 2'' und ''Außentemperatur Punkt 2'' || Temperatur verschieden von Punkt 1; Vorgabe 4,0 bei 25 °C || linearer Weg
|-
|-
| ''Kühlträger'' || ein Stromträger des Projekts; leer heißt der Stromträger des Projekts || bei dezentral
| ''Kühlträger'' || ein Stromträger des Projekts; leer der Stromträger des Projekts || dezentral
|-
|-
| ''Eigener Zähler'' || Haken; nur bei einem vom Projekt abweichenden Träger wählbar || bei dezentral
| ''Eigener Zähler'' || Haken; nur bei abweichendem Träger wählbar || dezentral
|}
|}


Die Vorgaben sind runde Ordnungswerte; sie sind mit den Daten der Geräte zu ersetzen. ''Dezentral'' meint eigene Geräte ohne Kaltwasser und ohne Leistungsgrenze; eine dezentrale Zeile ohne EER lässt sich nicht speichern. Bei ''zentral'' sind die Split-Felder leer.
Die Vorgaben sind runde Ordnungswerte, mit den Daten der Geräte zu ersetzen. ''Dezentral'' meint eigene Geräte ohne Kaltwasser und ohne Leistungsgrenze; ohne EER lässt sich die Zeile nicht speichern. Bei ''zentral'' sind die Split-Felder leer.
 
'''Beispiel:''' Eine Zeile ''Raumkühlung Büro'' mit 40 MWh im Jahr, dezentral, EER fest 3,0. Die Simulation deckt die 40 MWh Kälte ohne die Kälteerzeuger des Projekts und rechnet dafür rund 13,3 MWh Strom.


{{Anker|kaeltespeicherbindung}}'''Kältespeicher.''' Eine Zeile der Art ''Prozesskälte'' lässt sich in ''Kältebedarfsprofile'' und ''Kältebedarf extern'' an einen Kältespeicher des Projekts binden: Das Feld ''Kältespeicher'' zeigt ''Kühlkanal allgemein'' (Vorgabe) oder die vorhandenen Kältespeicher mit ihrem Temperaturpaar, etwa ''Speicher 1 (6/12 °C)''. Ohne Kältespeicher im Projekt steht das Feld gesperrt mit dem Hinweis ''Kein Kältespeicher im Projekt''. Gebunden deckt diese Prozesskälte allein den gewählten Speicher; was der Speicher nicht deckt, geht nur an die Erzeuger, die Prozesskälte bedienen dürfen, nicht an reine Raumkühlungs-Erzeuger. Die übrige, nicht gebundene Prozesskälte deckt weiterhin die Kältefolge der Kälteerzeuger. Eine Wärmepumpe, die diesen Kältespeicher als Quelle nutzt, liest die Bindung als Eingang: siehe [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltespeicher-quelle|Kälteerzeugung]].
=== Kältespeicher ===
{{Anker|kaeltespeicherbindung}}
Eine Zeile der Art ''Prozesskälte'' lässt sich in beiden Dialogen an einen Kältespeicher binden: Das Feld ''Kältespeicher'' zeigt ''Kühlkanal allgemein'' (Vorgabe) oder die Speicher mit Temperaturpaar, etwa ''Speicher 1 (6/12 °C)''; ohne Kältespeicher ist es gesperrt (''Kein Kältespeicher im Projekt''). Gebunden deckt diese Prozesskälte allein den gewählten Speicher; den Rest decken nur Erzeuger, die Prozesskälte bedienen dürfen, keine reinen Raumkühlungs-Erzeuger. Nicht gebundene Prozesskälte deckt die Kältefolge. Eine Wärmepumpe mit diesem Speicher als Quelle liest die Bindung als Eingang ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltespeicher-quelle|Kälteerzeugung]]).


== Was die Simulation daraus macht ==
== Was die Simulation daraus macht ==
{{Anker|simulation}}
{{Anker|simulation}}


* '''Zentral:''' Die Kälte der Zeile geht zusammen mit dem Gebäudebedarf in die Kältefolge der Kälteerzeuger ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#deckung|Deckung und Reihenfolge]]).
* '''Zentral:''' Die Kälte geht mit dem Gebäudebedarf in die Kältefolge ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#deckung|Deckung und Reihenfolge]]).
* '''Dezentral:''' Die Zeile deckt sich selbst. Der Strom je Stunde ist die Kälte geteilt durch den EER, beim linearen Weg den EER bei der Außentemperatur der Stunde. Er läuft über den Kühlträger der Zeile, ohne Angabe über den Stromträger des Projekts. Mit eigenem Zähler wird er getrennt von den übrigen Strombezügen abgerechnet.
* '''Dezentral:''' Die Zeile deckt sich selbst; ihr Strom ist Kälte geteilt durch EER ([[#berechnung-dezentral|Berechnung]]). Er läuft über den Kühlträger der Zeile, ohne Angabe über den Stromträger des Projekts, mit eigenem Zähler getrennt abgerechnet.
* Die Kälte nimmt nur den sensiblen Anteil; Latentlast, Teillast und Takten rechnet die dezentrale Deckung nicht, und sie wirkt nicht auf die Raumtemperatur.
* Die dezentrale Deckung nimmt nur den sensiblen Anteil; Latentlast, Teillast und Takten rechnet sie nicht, und sie wirkt nicht auf die Raumtemperatur.
* Ohne eingeschalteten Kühlbetrieb entstehen weder Kältekanal noch Split-Strom; der Lauf nennt die Zahl der nicht genutzten Kältezeilen, getrennt nach Lastgängen und Profilen.
* Ohne Kühlbetrieb entstehen weder Kältekanal noch Split-Strom; der Lauf nennt die Zahl der nicht genutzten Kältezeilen, getrennt nach Lastgängen und Profilen.


[[Datei:Waerme_und_Kaeltebedarf_Jahresgang.svg|mini|zentriert|800px|Wärme- und Kältebedarf eines Bürogebäudes im Jahresgang mit Heiz- und Kühltagen; hell die gesperrte Gegenseite. Prinzipbild, Beispielwerte gerundet.]]
[[Datei:Waerme_und_Kaeltebedarf_Jahresgang.svg|mini|zentriert|800px|Wärme- und Kältebedarf eines Bürogebäudes im Jahresgang mit Heiz- und Kühltagen; hell die gesperrte Gegenseite. Prinzipbild, Beispielwerte gerundet.]]


Kältebedarf aus Gebäuden entsteht stündlich im Gebäudemodell; das Bild zeigt ihn als Tagessummen neben der Heizwärme desselben Gebäudes. Eine Zone wird an einem Tag geheizt oder gekühlt, nie beides ([[Programm Dokumentation/Kühlung#tagesbetriebsart|Heizen oder Kühlen je Tag und Zone]]); Lastgänge und Profile kommen zum Kältebedarf der Gebäude hinzu. Eine reversible Wärmepumpe kühlt nur an Tagen, an denen der Kältebedarf den Heizbedarf übersteigt ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kuehlbetrieb|Kühlbetrieb der Wärmepumpe]]).
Kältebedarf aus Gebäuden entsteht stündlich im Gebäudemodell; das Bild zeigt ihn als Tagessummen neben der Heizwärme. Eine Zone wird an einem Tag geheizt oder gekühlt, nie beides ([[Programm Dokumentation/Kühlung#tagesbetriebsart|Heizen oder Kühlen je Tag und Zone]]); Lastgänge und Profile kommen hinzu. Eine reversible Wärmepumpe kühlt nur an Tagen, an denen der Kältebedarf den Heizbedarf übersteigt ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kuehlbetrieb|Kühlbetrieb der Wärmepumpe]]).
 
=== Berechnung: dezentrale Deckung ===
{{Anker|berechnung-dezentral}}
 
Strom je Stunde = Kälte der Stunde ÷ EER. Beim linearen Weg gilt der EER bei der Außentemperatur der Stunde, zwischen den beiden Punkten geradlinig, außerhalb auf den Wert des näheren Punkts begrenzt; er sinkt nie unter 1,0.
 
'''Beispiel 1 (fest).''' ''Raumkühlung Büro'' mit 40 MWh im Jahr, dezentral, EER 3,0: Die Simulation deckt die 40 MWh ohne die Kälteerzeuger des Projekts und rechnet dafür rund 13,3 MWh Strom.
 
'''Beispiel 2 (linear).''' Vorgaben 3,0 bei 35 °C und 4,0 bei 25 °C. Bei 30 °C gilt EER 3,5: 10 kWh Kälte brauchen rund 2,9 kWh Strom. Bei 38 °C bleibt es bei 3,0, bei 20 °C bei 4,0.


== Wo die Ergebnisse stehen ==
== Wo die Ergebnisse stehen ==
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! Stelle !! Inhalt
! Stelle !! Inhalt
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| Kältegang || Fläche ''dezentral (Split)'' im Deckungsbild nach den Erzeugern; darunter Kälte, Strom und Jahres-EER der dezentralen Deckung; Kachel im Reiter
| Kältegang || Fläche ''dezentral (Split)'' im Deckungsbild; Kälte, Strom und Jahres-EER der dezentralen Deckung; Kachel
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| Bedarfsreiter || die Zeilen ''davon Gebäude'', ''davon Lastgänge'', ''davon Profile'' und ''davon dezentral (Split)''; das Kältelastbild stapelt nach Gebäude, Lastgang und Profil
| Bedarfsreiter || ''davon Gebäude'', ''davon Lastgänge'', ''davon Profile'', ''davon dezentral (Split)''; das Kältelastbild stapelt nach Gebäude, Lastgang und Profil
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| Strombilanz (Übersicht) || eigener Posten ''Kühlung dezentral'' neben ''Kältestrom''; mit eigenem Zähler der Zusatz ''über eigenen Zähler''
| Strombilanz (Übersicht) || Posten ''Kühlung dezentral'' neben ''Kältestrom''; mit eigenem Zähler der Zusatz ''über eigenen Zähler''
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| Deckungsgrad Kälte || die Hauptzahl ''Deckungsgrad Kälte'' ist (Kältefolge + dezentral) geteilt durch den Gesamtbedarf; darunter steht ''davon Kältefolge'' als Kältefolge geteilt durch (Gesamtbedarf − dezentral). Ohne dezentrale Zeile ändert sich nichts
| Deckungsgrad Kälte || Hauptzahl (Kältefolge + dezentral) ÷ Gesamtbedarf; darunter ''davon Kältefolge'' = Kältefolge ÷ (Gesamtbedarf − dezentral). Ohne dezentrale Zeile ändert sich nichts
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|-
| Anlagenschema || Knoten ''Dezentral (Split)'' in der Kältebahn mit Hinweisen zu Träger und Zähler
| Anlagenschema || Knoten ''Dezentral (Split)'' in der Kältebahn mit Hinweisen zu Träger und Zähler
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| Simulation Konfiguration || Bereich ''Kälte'', Gruppe ''Dezentrale Kältedeckung'': je Zeile Bezeichner, Quelle, Jahressumme, EER-Weg, Kühlträger und Zähler, dazu die Summe und ''Bearbeiten…'' in den Dialog der Zeile; daneben die Zeile ''Kältebedarf zentral'' mit Gebäude, Lastgang und Profil
| Simulation Konfiguration || Bereich ''Kälte'': Gruppe ''Dezentrale Kältedeckung'' (je Zeile Quelle, Jahressumme, EER-Weg, Träger, Zähler, ''Bearbeiten…'') und ''Kältebedarf zentral'' nach Gebäude, Lastgang und Profil
|-
|-
| Bericht || Bedarfstafel mit ''Kältebedarf aus Profilen'', ''davon dezentral (Split)'', ''Strom dezentral'' und ''Jahres-EER dezentral''; Kälteerzeugertafel mit einer Zeile je dezentraler Deckung samt Netzbezug und Träger; Kältebild mit der Fläche ''dezentral (Split)''
| Bericht || Bedarfstafel (''davon dezentral (Split)'', ''Strom dezentral'', ''Jahres-EER dezentral''), Kälteerzeugertafel mit einer Zeile je dezentraler Deckung samt Netzbezug und Träger, Kältebild mit ''dezentral (Split)''
|}
|}



Aktuelle Version vom 4. November 2026, 22:32 Uhr

Der Reiter Kältebedarf der Startseite sammelt alle Wege, Kältebedarf in ein Projekt zu bringen: die Kühlung der Projektgebäude, einen Kältelastgang aus einer CSV-Datei und Kältebedarfsprofile aus Typprofil, Jahressumme und Kalender. Jede Kälteposition wird zentral über die Kältefolge der Kälteerzeugung oder dezentral über Split-Geräte gedeckt. Die Erzeuger beschreibt Kälteerzeugung, die Kühlung eines Gebäudes Kühlung.

Reiter Kältebedarf

Der Reiter steht hinter Wärmebedarf und hat drei Kacheln:

Kachel öffnet
Kältebedarf extern Einlesen und Zuordnen eines Kältelastgangs (Kältebedarf extern)
Kältebedarfsprofile Kältebedarf aus Typprofil, Jahressumme und Kalender (Kältebedarfsprofile)
Gebäudekühlung den Gebäudedialog an der Klappe Kühlung und Kühlübergabe; die Kachel zählt die gekühlten Gebäude (Kühlung einschalten)

Der Statuspunkt einer Kachel ist grün, sobald das Projekt eine Zeile dieser Art enthält. Ist der Projektschalter Kühlung rechnen in der Simulation Konfiguration aus, steht über den Kacheln ein Hinweis mit Sprung dorthin; die Kälteseite der Simulation bleibt dann leer.

Kältebedarf extern

Der Dialog liest einen Kältelastgang als CSV-Datei ein und ordnet ihn dem Projekt zu. Er zeigt nur Zeilen mit dem festen Kanal Kühlung; Wärmelastgänge bleiben beim Speichern unberührt. Katalog, Knopfleiste (Vergleichen…, Schloss setzen…, Löschen, Bearbeiten…, Neu…) und die Bearbeiten-Überlagerung (Bezeichner, Ganglinie in kW, Kennzahlen) arbeiten wie bei den Wärmelastgängen. An einer Projektzeile gehört die Feldgruppe Deckung dazu, an einer Kühlzeile die Zeile Versorgt von.

Verwendung der Lastgänge

Wärme- und Kältelastgänge stehen in einem gemeinsamen Katalog; der Kanal entsteht erst bei der Zuordnung im Projekt, und gerechnet wird nach ihm. Damit Sie die Kältelastgänge finden, trägt jeder Satz eine Verwendung (Wärme, Kälte oder Wärme und Kälte):

  • Der Katalog Kältebedarf einlesen zeigt Kälte und Wärme und Kälte; Alle Lastgänge zeigen nimmt die Wärmelastgänge dazu. Ein übernommener Wärmelastgang trägt einen Hinweis und rechnet im Kanal Kühlung trotzdem als Kältebedarf.
  • Neu… hier kennzeichnet Kälte, im Dialog Wärmebedarf extern Wärme; dort steht die Verwendung als Spalte der Katalogliste.
  • Ändern: in der Bearbeiten-Überlagerung des Katalogsatzes (mit OK) oder in der Verwaltung der Lastgänge im Stammblatt unter Herkunft (sofort gespeichert; ein ausgelieferter Satz zeigt sie nur).

Kältebedarfsprofile

Der Dialog bildet Kältebedarf aus einem Typprofil mit 168 Wochenstunden, Monatsanteilen, einer Jahressumme in MWh und einem Betriebskalender (Feiertage, Ferien). Die Vorschau zeigt Wochenbild, Monatsbalken und Jahresreihe. Die Knopfleiste arbeitet wie bei den übrigen Bedarfsprofilen, dazu Typ ändern…; Vergleichen… zeigt zwei bis drei Zeilen und Sätze nebeneinander, bei Projektzeilen auch Kalender und Deckung samt EER. Vorlauf und Rücklauf eines Satzes sind eine Angabe ohne Wirkung auf die Erzeuger.

Vorlage Grundlage
Raumkühlung Büro, Serverraum u. a. Katalogsätze
Büro/Verwaltung gemessener Wochengang: Median vieler Gebäude derselben Nutzung aus dem offenen Datensatz Building Data Genome Project 2 (Lizenz CC BY 4.0)
Hochschule, Labor, Krankenhaus ebenso, dazu gemessene Monatsanteile; Hochschule ohne gesonderte Ferien (die Messung enthält Semester und vorlesungsfreie Zeit), Labor aus Laboren an Hochschulen, Krankenhaus aus einer schmalen Grundlage von elf Gebäuden
Schule Formmodell mit Richtwerten; die Ferien zieht der Betriebskalender ab
Dialog Kältebedarfsprofile – Bildschirmfoto mit Beispieldaten.

Eingabeart

Bearbeiten… an einer Projektzeile wählt:

  • Jahressumme mit Vorlage – Monatsanteile und Wochenprofil der Vorlage (Vorgabe);
  • Monatswerte – zwölf Werte in MWh oder %;
  • Wochenprofil – Werktag, Samstag und Sonntag oder alle 168 Stunden;
  • Typtage – siehe unten.

Alle Eingaben ändern die Projektkopie, nie den Katalog; teilen sich zwei Zuordnungen eine Kopie, erhält die bearbeitete beim OK eine eigene. Die Grafik der Überlagerung rechnet den Stand des Dialogs, auch vor dem Speichern.

Einträge im Projekt bearbeiten

In derselben Überlagerung sind auch Typ, Beschreibung, Monatswerte und Temperaturniveau der Projektkopie bearbeitbar; sie gelten nur für dieses Projekt. Weicht die Kopie von ihrem Katalogeintrag ab, trägt die Zeile ⚠ mit weicht vom Katalog ab und den Feldern, die in der Überlagerung markiert sind. Aus Katalog erneuern… setzt sie nach Rückfrage zurück, übernommen mit OK. Ein Eintrag ohne Katalogeintrag trägt kein Zeichen.

Typtage

Typtage gibt es nur für Kältebedarfsprofile. Bis zu sechs mit Bezeichner, Tagesmenge und 24 Stundenwerten beschreiben verschiedene Tage, etwa Sommerwerktag, Übergangswerktag und Wintertag. Die Stundenwerte in Prozent der Tagesspitze geben die Form, die Tagesmenge das Gewicht gegenüber den anderen Typtagen; es zählt nur das Verhältnis. Typtag hinzufügen und Typtag entfernen ändern die Liste.

  • Die Zuordnung Monat × Tagesart legt je Monat den Typtag für Werktage, Samstage und Sonn- und Feiertage fest. Die Jahresreihe wird auf die Jahressumme gebracht; Monatsanteile entfallen.
  • Mit Betriebskalender zählen Feiertage wie Sonntag, Betriebsferien wie Werktag mit dem Ferienfaktor; mit Ferien wie Sonntag nimmt ein Ferientag den Sonntag-Typtag seines Monats.
  • Beim ersten Wechsel füllt der Dialog drei Typtage aus dem Wochenprofil (Werktag, Samstag, Sonn-/Feiertag), gleich in allen Monaten.
  • Eine leere Zelle oder ein Typtag ohne Stundenwerte wird genannt; diese Tage tragen keinen Bedarf.

Normkalender

Die Vorlage Prozesskälte einschichtig rechnet nach DIN/TS 18599-10 mit 230 Nutzungstagen. Bei der Übernahme ist der Betriebskalender Norm 230 Tage mit dem Bundesland vorgewählt, etwa Norm 230 Tage (BY), ohne Bundesland Norm 230 Tage (bundesweit); die Wahl bleibt frei.

  • Ein gleichnamiger Kalender wird genommen, wenn das Projekt ihn nutzt oder sein Inhalt gleich ist. Weicht der Inhalt ab (der 1. Januar fällt auf einen anderen Wochentag), trägt der neue diesen im Namen, etwa Norm 230 Tage (BY, 1.1. Do).
  • Feiertage (nach dem Bundesland des ersten Gebäudes, sonst bundeseinheitlich) zählen wie Sonntag. Betriebsferien liegen ab dem 24. Dezember und ab dem ersten Montag im August, so bemessen, dass genau 230 Werktage von Montag bis Freitag in Betrieb bleiben. Ein Ferientag trägt Tagesmenge und Stundengang des Sonntags; die Jahressumme bleibt.
  • Eine Zeile unter der Kalenderwahl nennt Normtage und Kalender. Ohne gewählten Kalender rechnet eine Vorlage mit Normtagen mit dem Normkalender als Vorgabe; die Zeile sagt dann Normkalender (Vorgabe), und die Kennzahlen der Grafik nennen die Nutzungstage.

Versorgt von

Eine Lesezeile unter der Wahl der Art nennt, wer die Kältezeile versorgt: bei Raumkühlung die Kälteerzeuger des Kühlkreises Gebäude, bei Prozesskälte die des Kühlkreises Prozess. Ohne Zuordnung (Gruppe Versorgt am Kälteerzeuger) versorgt ein Erzeuger beide Kühlkreise, mit Zuordnung nur seine. Ein gebundener Kältespeicher steht vorn, weil er zuerst in die Zeile entlädt. Bei dezentraler Deckung entfällt die Zeile. Gepflegt wird die Zuordnung am Kälteerzeuger.

Deckung

Jede Zeile eines Lastgangs oder Profils trägt die Feldgruppe Deckung:

Feld Werte Sichtbar
Deckungsart zentral (Kältefolge) oder dezentral (Split); Vorgabe zentral immer
EER-Weg fest oder linear über der Außentemperatur dezentral
EER (fest) bzw. EER am Punkt 1 und Außentemperatur Punkt 1 EER größer 0; −20 bis 50 °C; Vorgabe 3,0 bei 35 °C dezentral
EER am Punkt 2 und Außentemperatur Punkt 2 Temperatur verschieden von Punkt 1; Vorgabe 4,0 bei 25 °C linearer Weg
Kühlträger ein Stromträger des Projekts; leer der Stromträger des Projekts dezentral
Eigener Zähler Haken; nur bei abweichendem Träger wählbar dezentral

Die Vorgaben sind runde Ordnungswerte, mit den Daten der Geräte zu ersetzen. Dezentral meint eigene Geräte ohne Kaltwasser und ohne Leistungsgrenze; ohne EER lässt sich die Zeile nicht speichern. Bei zentral sind die Split-Felder leer.

Kältespeicher

Eine Zeile der Art Prozesskälte lässt sich in beiden Dialogen an einen Kältespeicher binden: Das Feld Kältespeicher zeigt Kühlkanal allgemein (Vorgabe) oder die Speicher mit Temperaturpaar, etwa Speicher 1 (6/12 °C); ohne Kältespeicher ist es gesperrt (Kein Kältespeicher im Projekt). Gebunden deckt diese Prozesskälte allein den gewählten Speicher; den Rest decken nur Erzeuger, die Prozesskälte bedienen dürfen, keine reinen Raumkühlungs-Erzeuger. Nicht gebundene Prozesskälte deckt die Kältefolge. Eine Wärmepumpe mit diesem Speicher als Quelle liest die Bindung als Eingang (Kälteerzeugung).

Was die Simulation daraus macht

  • Zentral: Die Kälte geht mit dem Gebäudebedarf in die Kältefolge (Deckung und Reihenfolge).
  • Dezentral: Die Zeile deckt sich selbst; ihr Strom ist Kälte geteilt durch EER (Berechnung). Er läuft über den Kühlträger der Zeile, ohne Angabe über den Stromträger des Projekts, mit eigenem Zähler getrennt abgerechnet.
  • Die dezentrale Deckung nimmt nur den sensiblen Anteil; Latentlast, Teillast und Takten rechnet sie nicht, und sie wirkt nicht auf die Raumtemperatur.
  • Ohne Kühlbetrieb entstehen weder Kältekanal noch Split-Strom; der Lauf nennt die Zahl der nicht genutzten Kältezeilen, getrennt nach Lastgängen und Profilen.
Wärme- und Kältebedarf eines Bürogebäudes im Jahresgang mit Heiz- und Kühltagen; hell die gesperrte Gegenseite. Prinzipbild, Beispielwerte gerundet.

Kältebedarf aus Gebäuden entsteht stündlich im Gebäudemodell; das Bild zeigt ihn als Tagessummen neben der Heizwärme. Eine Zone wird an einem Tag geheizt oder gekühlt, nie beides (Heizen oder Kühlen je Tag und Zone); Lastgänge und Profile kommen hinzu. Eine reversible Wärmepumpe kühlt nur an Tagen, an denen der Kältebedarf den Heizbedarf übersteigt (Kühlbetrieb der Wärmepumpe).

Berechnung: dezentrale Deckung

Strom je Stunde = Kälte der Stunde ÷ EER. Beim linearen Weg gilt der EER bei der Außentemperatur der Stunde, zwischen den beiden Punkten geradlinig, außerhalb auf den Wert des näheren Punkts begrenzt; er sinkt nie unter 1,0.

Beispiel 1 (fest). Raumkühlung Büro mit 40 MWh im Jahr, dezentral, EER 3,0: Die Simulation deckt die 40 MWh ohne die Kälteerzeuger des Projekts und rechnet dafür rund 13,3 MWh Strom.

Beispiel 2 (linear). Vorgaben 3,0 bei 35 °C und 4,0 bei 25 °C. Bei 30 °C gilt EER 3,5: 10 kWh Kälte brauchen rund 2,9 kWh Strom. Bei 38 °C bleibt es bei 3,0, bei 20 °C bei 4,0.

Wo die Ergebnisse stehen

Stelle Inhalt
Kältegang Fläche dezentral (Split) im Deckungsbild; Kälte, Strom und Jahres-EER der dezentralen Deckung; Kachel
Bedarfsreiter davon Gebäude, davon Lastgänge, davon Profile, davon dezentral (Split); das Kältelastbild stapelt nach Gebäude, Lastgang und Profil
Strombilanz (Übersicht) Posten Kühlung dezentral neben Kältestrom; mit eigenem Zähler der Zusatz über eigenen Zähler
Deckungsgrad Kälte Hauptzahl (Kältefolge + dezentral) ÷ Gesamtbedarf; darunter davon Kältefolge = Kältefolge ÷ (Gesamtbedarf − dezentral). Ohne dezentrale Zeile ändert sich nichts
Anlagenschema Knoten Dezentral (Split) in der Kältebahn mit Hinweisen zu Träger und Zähler
Simulation Konfiguration Bereich Kälte: Gruppe Dezentrale Kältedeckung (je Zeile Quelle, Jahressumme, EER-Weg, Träger, Zähler, Bearbeiten…) und Kältebedarf zentral nach Gebäude, Lastgang und Profil
Bericht Bedarfstafel (davon dezentral (Split), Strom dezentral, Jahres-EER dezentral), Kälteerzeugertafel mit einer Zeile je dezentraler Deckung samt Netzbezug und Träger, Kältebild mit dezentral (Split)

Die Ergebnisse stehen auch im Export und im Variantenvergleich.

Siehe auch