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{{Anker|geschlossener-kreis|ak3}}'''Heizungspuffer im geschlossenen Kreis (AK3).''' Steht die Anlagenkopplung auf ''Geschlossener Kreis (AK3)'', gleicht EPOS-Plan stündlich Raumtemperatur, Bedarf und Vorlauf mit der Leistung ab, die Erzeuger und Heizungspuffer liefern können. Der Inhalt eines Heizungspuffers an der Wärmepumpe zählt dann zur verfügbaren Leistung und überbrückt Sperrstunden der Wärmepumpe; abgezogen wird der Vorrang von Brauchwasser, Prozess und Netzverlust ([[Programm Dokumentation/Simulation#anlagenkopplung|Simulation: Anlagenkopplung]]). Die Einbindung ''Puffer'' der Wärmepumpe rechnet die Ladeseite mit dem Rücklauf aus der untersten Pufferzone ([[Programm Dokumentation/Wärmepumpe#einbindung-hydraulik|Wärmepumpe: Einbindung]]). Bei gekühlten Gebäuden begrenzt ein Speicher mit der Nutzung ''Kälte'' die Raumkühlung als Teil der Kälteschranke ([[Programm Dokumentation/ | {{Anker|geschlossener-kreis|ak3}}'''Heizungspuffer im geschlossenen Kreis (AK3).''' Steht die Anlagenkopplung auf ''Geschlossener Kreis (AK3)'', gleicht EPOS-Plan stündlich Raumtemperatur, Bedarf und Vorlauf mit der Leistung ab, die Erzeuger und Heizungspuffer liefern können. Der Inhalt eines Heizungspuffers an der Wärmepumpe zählt dann zur verfügbaren Leistung und überbrückt Sperrstunden der Wärmepumpe; abgezogen wird der Vorrang von Brauchwasser, Prozess und Netzverlust ([[Programm Dokumentation/Simulation#anlagenkopplung|Simulation: Anlagenkopplung]]). Die Einbindung ''Puffer'' der Wärmepumpe rechnet die Ladeseite mit dem Rücklauf aus der untersten Pufferzone ([[Programm Dokumentation/Wärmepumpe#einbindung-hydraulik|Wärmepumpe: Einbindung]]). Bei gekühlten Gebäuden begrenzt ein Speicher mit der Nutzung ''Kälte'' die Raumkühlung als Teil der Kälteschranke ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaelteschranke|Kühlung]]). | ||
{{Anker|speicher-als-waermequelle}}'''Speicher als Wärmequelle.''' Eine Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe und ein Heizkessel können einen Pufferspeicher als Quelle nutzen – etwa im Booster-Betrieb, in dem eine zweite Wärmepumpe den von der ersten geladenen Speicher anzapft. Gewählt wird das über ''Quelle: …'' an der Karte der Anlage; der Dialog ''Wärmequelle Pufferspeicher'' fragt für die Wärmepumpe ''Quelltemperatur [°C]:'', ''nutzbare Spreizung [K]:'' und ''Regeneration [kW]:''. Die Wärmepumpe entzieht dem Speicher je Stunde ihre Verdampferwärme; ist er leer, wird ihre Leistung begrenzt. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt immer die Außenluft; BHKW und Solarthermie haben keinen Quellbezug. | {{Anker|speicher-als-waermequelle}}'''Speicher als Wärmequelle.''' Eine Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe und ein Heizkessel können einen Pufferspeicher als Quelle nutzen – etwa im Booster-Betrieb, in dem eine zweite Wärmepumpe den von der ersten geladenen Speicher anzapft. Gewählt wird das über ''Quelle: …'' an der Karte der Anlage; der Dialog ''Wärmequelle Pufferspeicher'' fragt für die Wärmepumpe ''Quelltemperatur [°C]:'', ''nutzbare Spreizung [K]:'' und ''Regeneration [kW]:''. Die Wärmepumpe entzieht dem Speicher je Stunde ihre Verdampferwärme; ist er leer, wird ihre Leistung begrenzt. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt immer die Außenluft; BHKW und Solarthermie haben keinen Quellbezug. | ||
[[Datei:Diagramm_Speicherverlauf.png|mini|zentriert|800px|Füllstand mehrerer Speicher in einer Winter-, Übergangs- und Sommerwoche. Beispieldiagramm aus synthetischen Reihen, kein Simulationsergebnis.]] | |||
== Fallstricke == | == Fallstricke == | ||
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=== Katalog und Projektzuordnung === | === Katalog und Projektzuordnung === | ||
Der Dialog ''Verwaltung Pufferspeicher'' hat drei gerahmte Bereiche übereinander: ''Im Projekt'' (oben), ''Katalog (Datenbank)'' und ''Gewählter Satz''. Die Trennlinie zwischen den beiden Listen lässt sich ziehen; die Aufteilung wird je Dialog gemerkt. Beide Listen kennen die Mehrfachwahl mit Kästchen und mit dem Kästchen im Spaltenkopf; die Knöpfe eines Bereichs wirken auf die gewählten Zeilen. Ein Doppelklick oder Enter auf einer Katalogzeile übernimmt sie in das Projekt. Der Stift in einer Zeile öffnet den Satz zum Bearbeiten – in der Projektliste die Projektkopie, in der Katalogliste den Katalogsatz; ein gesperrter Katalogsatz ist nur lesbar, bis das Schloss aufgehoben ist. Auf kleinen Bildschirmen (iPad) werden die Elemente kompakter, Rollbalken erscheinen nur dort, wo sie nötig sind. | |||
* ''' | Die gemeinsame Bedienung — Spalten…, Mehrfachwahl, Vergleichen…, Übernehmen, Rückweg und die Zeile ''Gewählter Satz'' — steht unter [[Programm Dokumentation/Gerätekataloge#katalogauswahl|Gerätekataloge: Katalogauswahl im Projektdialog]]. Beim Pufferspeicher stehen in der Kopfleiste ''Im Projekt'' die Summe der Gesamtvolumina in Litern und ''Auslegen…''; ohne gewählte Projektzeile öffnet ''Auslegen…'' die Auslegung für einen neuen Speicher, mit gewählter Zeile die Auslegung dieser Zeile, beides wie Abbrechen den Dialog verlassend. Der Katalogfuß führt kein ''Neu…''; neue Katalogsätze entstehen in der Verwaltung im Menü, mit ''Speichern unter'' im Katalogeditor oder über den Rückweg ''In die Datenbank übernehmen…''. Dabei gehen Hersteller, Speichertyp, Bereitschaftsverluste, Gesamtvolumen und Investitionskosten in den Katalog; Verwendung, Temperaturpaar, Schwellen, Schichtung, Lade- und Entladeleistung, Senken, Verbünde und Lade-Prioritäten bleiben im Projekt. | ||
[[Datei:Bildschirmfoto_Pufferspeicher.png|mini|zentriert|800px|Verwaltung Pufferspeicher – Bildschirmfoto mit Beispieldaten.]] | |||
* ''' | |||
* ''' | * '''Katalog (Datenbank)''' – Suchfeld ''Suche über alle Spalten:'' (mit den Platzhaltern ''*'' und ''?'') und Trefferzahl; Spalten Bezeichner, Hersteller, Speichertyp, Volumen in l und Bereitschaftsverluste in kWh/d. Die Spaltenköpfe sortieren und filtern, ''Spalten…'' wählt die angezeigten Spalten, und ein farbiger Punkt ''im Projekt verwendet'' kennzeichnet Katalogzeilen, die im Projekt stehen. ''In das Projekt übernehmen'' legt von den gewählten Katalogsätzen je eine Projektkopie an; die Zeile im Projekt bleibt mit dem Katalogsatz verknüpft. Die Fußleiste führt ''Vergleichen…'' (ab zwei gewählten Sätzen), ''Schloss setzen…''/''Schloss aufheben…'', ''Löschen'' und ''Bearbeiten…''. ''Löschen'' entfernt die gewählten Katalogsätze nach einer Rückfrage für alle Projekte. Gesperrte Katalogsätze (Auslieferungssätze) sind nur lesbar, bis das Schloss aufgehoben ist. Bei mehreren gewählten Sätzen öffnet ''Bearbeiten…'' die Mehrfachbearbeitung (‹ 1 von n ›), in der ''für alle gewählten setzen'' einen Wert in allen gewählten Sätzen einträgt; gespeichert wird in einem Zug – alle Sätze oder keiner. Das Volumenfeld des Filters nimmt auch einen Bereich wie ''200..500''. | ||
* '''Im Projekt''' – die Speicher des Projekts mit der Summe des Volumens. ''Aus dem Projekt entfernen'' nimmt die gewählten Zeilen aus der Liste; die Projektkopie wird erst mit ''OK'' gelöscht. ''Bearbeiten…'' öffnet die Projektkopien der gewählten Speicher. ''In die Datenbank übernehmen…'' legt aus den gewählten Projektsätzen neue Katalogsätze unter neuem Namen an oder überschreibt deren Ursprungssatz (nur, wenn er nicht gesperrt ist); die Rückfrage zeigt als Vorschau die Abweichungen. Ein Name, der im Katalog schon vergeben ist, wird abgelehnt. | |||
* '''Gewählter Satz''' – zugeklappt zeigt er die Marke ''Projektsatz'' oder ''Katalogsatz'', den Namen und die Kenndaten des Satzes; aufgeklappt eine kurze Zusammenfassung der Anlagendaten (Volumen, Bereitschaftsverluste, Vorlauf und Rücklauf, Nutzung, Kosten). ''Bearbeiten'' rechts öffnet den Satz als Überlagerung in voller Höhe mit allen Feldern, beim Projektsatz mit den Kostenknöpfen. ''OK'' speichert, ''Abbrechen'' verwirft alle Eingaben der Überlagerung samt den Anlagenfeldern. Die Zuordnung zum Erzeuger sowie die Ein- und Abschaltschwellen legen Sie im Dialog ''Simulation Konfiguration'' fest. | |||
* '''Gesamtvolumen und Bereitschaftsverluste''' – das Volumen bestimmt zusammen mit der Spreizung die nutzbare Kapazität; die Bereitschaftsverluste in Kilowattstunden je Tag bilanziert die Simulation stündlich mit. Beide stehen in der Überlagerung ''Bearbeiten'', dort auch die Investitionskosten (€), der Betrag, der in die Wirtschaftlichkeit eingeht. | |||
=== Pufferspeicher im Projekt === | === Pufferspeicher im Projekt === | ||
* {{Anker|speicherliste}}'''Pufferspeicher im Projekt''' – die Liste führt die Speicher des Projekts | * {{Anker|speicherliste}}'''Pufferspeicher im Projekt''' – die Liste ''Im Projekt'' führt die Speicher des Projekts; der markierte Eintrag bestimmt, was der Bereich ''Gewählter Satz'' zeigt. ''Auslegen…'' in der Kopfleiste öffnet die Auslegung ([[Programm Dokumentation/Pufferspeicher auslegen|Pufferspeicher auslegen]]) für einen neuen Speicher, bei markierter Projektzeile für diesen. ''In das Projekt übernehmen'' und ''Aus dem Projekt entfernen'' wirken in der Liste; gespeichert wird sie mit ''OK''. Die Gruppen darunter erreichen Sie über ''Bearbeiten'' im Gewählten Satz. | ||
* {{Anker|eigenschaften}}'''Eigenschaften des gewählten Speichers''' – die Gruppe fasst zusammen, womit die Simulation rechnet: Bezeichner, Volumen, Bereitschaftsverluste, Nutzung, Temperaturen und Schaltschwellen. | * {{Anker|eigenschaften}}'''Eigenschaften des gewählten Speichers''' – die Gruppe fasst zusammen, womit die Simulation rechnet: Bezeichner, Volumen, Bereitschaftsverluste, Nutzung, Temperaturen und Schaltschwellen. | ||
* {{Anker|nutzung}}'''Nutzung (Klassen-Set): Heizung, Brauchwasser, Prozesswärme''' – drei Häkchen bestimmen, welche der drei Kanäle dieser Speicher bedient; mindestens einer muss gesetzt sein. Das Klassen-Set bestimmt allein, wofür der Speicher zur Verfügung steht. Die Nutzung ''Kälte'' macht den Speicher zum Kältespeicher ([[Programm Dokumentation/ | * {{Anker|nutzung}}'''Nutzung (Klassen-Set): Heizung, Brauchwasser, Prozesswärme''' – drei Häkchen bestimmen, welche der drei Kanäle dieser Speicher bedient; mindestens einer muss gesetzt sein. Das Klassen-Set bestimmt allein, wofür der Speicher zur Verfügung steht. Die Nutzung ''Kälte'' macht den Speicher zum Kältespeicher ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kaeltespeicher|Kühlung]]). | ||
* {{Anker|temperaturen}}'''Vorlauf- und Rücklauftemperatur''' – in °C. Aus der Differenz und dem Volumen ergibt sich die nutzbare Kapazität des Speichers. Fehlen die beiden Werte, rechnet die Simulation mit einer Spreizung von 10 K; die Speicherkachel der ''Simulation Konfiguration'' weist darauf hin. | * {{Anker|temperaturen}}'''Vorlauf- und Rücklauftemperatur''' – in °C. Aus der Differenz und dem Volumen ergibt sich die nutzbare Kapazität des Speichers. Fehlen die beiden Werte, rechnet die Simulation mit einer Spreizung von 10 K; die Speicherkachel der ''Simulation Konfiguration'' weist darauf hin. | ||
* {{Anker|schwellen}}'''Ein- und Abschaltschwelle, nachrangige Schwelle''' – in Prozent des Speicherinhalts. Unterhalb der Einschaltschwelle wird geladen, bei der Abschaltschwelle endet die Ladung; die nachrangige Schwelle liegt dazwischen und gilt für Erzeuger, die diesen Speicher nur nachrangig laden. Ist die nachrangige Schwelle leer und lädt eine Solarthermie den Speicher vorrangig, gilt für die nachrangigen Erzeuger 30 %, damit der Speicher Platz für die solare Wärme behält; ohne Solarthermie gilt bei leerem Feld die Abschaltschwelle. Leer heißt '''Automatik''': Ein neuer Speicher beginnt mit leerem Feld, und neben dem Feld steht, welcher Wert gilt und warum („leer = Automatik: 30 % (Solarthermie am Puffer)“). Ein eingetragener Wert gilt immer; wer ihn löscht, stellt auf Automatik zurück. Hält ein nachrangiger Erzeuger einen Speicher mit Solarthermie bis 80 % oder höher geladen, meldet die ''Simulation Konfiguration'' das an der Solaranlage. | * {{Anker|schwellen}}'''Ein- und Abschaltschwelle, nachrangige Schwelle''' – in Prozent des Speicherinhalts. Unterhalb der Einschaltschwelle wird geladen, bei der Abschaltschwelle endet die Ladung; die nachrangige Schwelle liegt dazwischen und gilt für Erzeuger, die diesen Speicher nur nachrangig laden. Ist die nachrangige Schwelle leer und lädt eine Solarthermie den Speicher vorrangig, gilt für die nachrangigen Erzeuger 30 %, damit der Speicher Platz für die solare Wärme behält; ohne Solarthermie gilt bei leerem Feld die Abschaltschwelle. Leer heißt '''Automatik''': Ein neuer Speicher beginnt mit leerem Feld, und neben dem Feld steht, welcher Wert gilt und warum („leer = Automatik: 30 % (Solarthermie am Puffer)“). Ein eingetragener Wert gilt immer; wer ihn löscht, stellt auf Automatik zurück. Hält ein nachrangiger Erzeuger einen Speicher mit Solarthermie bis 80 % oder höher geladen, meldet die ''Simulation Konfiguration'' das an der Solaranlage. | ||
Version vom 11. Oktober 2026, 05:21 Uhr
Der Dialog Verwaltung Pufferspeicher wählt thermische Speicher aus dem Katalog aus und ordnet sie dem Projekt zu. Der Speicher entkoppelt Wärmeerzeugung und Wärmebedarf; seine nutzbare Kapazität ergibt sich aus dem Volumen und der nutzbaren Temperaturspreizung.
Warum ein Speicher Erzeugung und Bedarf entkoppelt und wie Schichtung und Verluste wirken, beschreibt Grundlagen/Pufferspeicher; hier steht, wie Sie ihn in EPOS-Plan anlegen, einstellen und mit den Erzeugern verschalten.
Einbindung in EPOS-Plan
Ein Speicher rechnet nur mit, wenn ihn mindestens ein Erzeuger über seine Wärmesenken lädt.
- Katalog – Gesamtvolumen und Bereitschaftsverluste (kWh je 24 h) sind die Kennwerte des Geräts. Sie stehen unter Administration → Energiesysteme → Pufferspeicher; Herstellerdaten nach VDI 3805 liest Administration → Daten & Import → Import Pufferspeicher VDI 3805 ein.
- Projekt – auf der Startseite im Reiter Energieerzeuger öffnet die Kachel Pufferspeicher den Dialog Verwaltung Pufferspeicher. In das Projekt übernehmen holt einen Speicher aus Pufferspeicher aus Datenbank; das Projekt erhält eine eigene Kopie.
- Eigenschaften – Pufferspeicher anlegen / verwalten… in der Simulation Konfiguration oder Pufferspeicher anlegen… im Senkendialog öffnet Pufferspeicher im Projekt. Dort stehen Verwendung, Vor- und Rücklauf, Schwellen und Schichtung; Neuer Pufferspeicher legt einen Speicher auch ohne Katalog an. Der Dialog zeigt die nutzbare Kapazität in kWh: 1 000 l fassen mit 20 K Spreizung 23,2 kWh, mit 10 K nur 11,6 kWh.
- Zuordnung zu den Erzeugern – in Wärmesenke - <Anlage> nennt eine Zeile mit dem Ziel Pufferspeicher für Heizung, Brauchwasser, Prozesswärme oder Kombi den Pufferspeicher und die Ladeprio. Ein Speicher kann mehreren Erzeugern dienen; wer ihn in welcher Reihenfolge und bis wohin lädt, zeigt Pufferspeicher im Projekt in der Gruppe Ladereihenfolge dieses Speichers (aus den Erzeugerzuordnungen).
25 kW
1 000 l, 11,6 kWh
55/45 °C
Kaskade 1
Kaskade 2, 50 kW
80 und 20 MWh/a
Beispiel
Das Mehrfamilienhaus der Beispielanlage A (12 Wohnungen, 80 MWh Heizwärme und 20 MWh Trinkwarmwasser im Jahr, Heizkörper 55/45 °C) heizt mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe A (rund 25 kW) und Kessel 1 (50 kW) für die Spitzenlast. Speicher 1 mit 1 000 l nimmt auf, was die Wärmepumpe über den Bedarf hinaus erzeugt.
| Dialog | Feld | Wert | Warum |
|---|---|---|---|
| Verwaltung Pufferspeicher | Pufferspeicher aus Datenbank → In das Projekt übernehmen | Speicher mit 1 000 l | Volumen und Bereitschaftsverluste kommen aus dem Katalog |
| Pufferspeicher im Projekt | Bezeichner: / Verwendung: | Speicher 1 / Heizung | der Speicher entlädt nur in den Heizkreis; das Warmwasser deckt die Wärmepumpe direkt |
| Pufferspeicher im Projekt | Gesamtvolumen [l]: / Bereitschaftsverl. [kWh/24h]: | 1 000 / 2 | Werte des Katalogsatzes |
| Pufferspeicher im Projekt | Vorlauf [°C]: / Rücklauf [°C]: | 55 / 45 | Auslegung der Heizkörper; der Dialog zeigt 11,6 kWh |
| Pufferspeicher im Projekt | Einschaltschwelle [%]: / Abschaltschwelle [%]: / … nachrangig [%]: / Mindestfüllstand/Notreserve [%]: | 10 / 95 / leer / 10 | Vorgaben; ohne Solarthermie gilt ein leeres Nachrang-Feld wie die Abschaltschwelle, der Mindestfüllstand wirkt nur mit BHKW |
| Simulation Konfiguration | Reihenfolge unter Komponenten der Simulation | 1 Wärmepumpe, 2 Heizkessel | die Wärmepumpe deckt vor dem Kessel; die Vorwahl einer neuen Kaskade stellt den Kessel nach vorn – Karte der Wärmepumpe mit ▲ vor den Kessel, dann Konfiguration speichern |
| Betriebsmodus - Wärmepumpe A | Leistungssteuerung der Wärmepumpe: | Laufzeitoptimiert - maximale Leistung | Vorgabe: volle Leistung, der Überschuss über den Bedarf lädt Speicher 1; mit PV-optimiert lädt sie nur bei PV-Überschuss, mit Leistungsoptimiert gar nicht |
| Wärmesenke - Wärmepumpe A | Rang 1: Ziel / Bedarfsart | Heizkreis (direkte Deckung des Bedarfs) / Beides (Warmwasser zuerst) | die Wärmepumpe deckt zuerst direkt |
| Wärmesenke - Wärmepumpe A | Rang 2: Ziel / Pufferspeicher / Ladeprio | Pufferspeicher Heizung / Speicher 1 / nach Vorgabe (20 - Wärmepumpe) | einziger Lader, er füllt bis 95 % |
| Wärmesenke - Kessel 1 | Rang 1 | Heizkreis (direkte Deckung des Bedarfs) / Beides (Warmwasser zuerst) | ohne Puffersenke deckt der Kessel nur den Rest und füllt den Speicher nicht |
Was zu erwarten ist und wo Sie es prüfen. 11,6 kWh entsprechen knapp einer halben Stunde Volllast der Wärmepumpe. Nach dem Lauf zeigt der Reiter Wärmepumpe der Simulationsergebnisse die Tabelle der Pufferspeicher mit Kapazität, Ladung, Entladung, Verlusten, Vollzyklen und Füllstand am Jahresende. Die Verluste bleiben unter 730 kWh im Jahr: 2 kWh je Tag bei vollem Speicher, weniger bei geringerem Füllstand. Minimale Spitzenkesselleistung: im selben Reiter nennt die größte Stundenlast, die nach Wärmepumpe, Speicher und Heizstab offen bleibt – Kessel 1 rechnet erst danach; den Füllstand über das Jahr zeigt Ergebnis → Wärme Produktion Chart mit der Auswahl Speicher:.
Welche Größe passt. Einen Vorschlag nach VDI 4645 und Betriebssimulation – mit Mindestlaufzeit, Sperrzeit und Taktziel – rechnet die Pufferspeicher-Auslegung; Auslegen… im Dialog öffnet sie für den markierten Speicher. Für den Vergleich im Jahreslauf rechnen Sie mehrere Volumina als Varianten, die sich nur im Volumen unterscheiden, und vergleichen Sie den Anteil des Kessels im Reiter Heizkessel, die Minimale Spitzenkesselleistung, die Verluste und den Füllstand. Takten und Mindestlaufzeiten bildet der Jahreslauf nicht ab; ein größerer Speicher zeigt sich dort nicht in weniger Takten – das Taktziel prüft die Auslegung.
Zusammenspiel mit anderen Technologien
Der Speicher rechnet nicht für sich: Er ist Senke der Erzeuger und Quelle der Bedarfsdeckung. EPOS-Plan bilanziert seinen Füllstand Stunde für Stunde in dieser Folge:
- Vorab entladen – ist der Speicher nicht im Nachladebetrieb, deckt er zuerst den Bedarf der Kanäle seiner Verwendung.
- Direkt decken – die Erzeuger decken in der Reihenfolge der Kaskade über ihre Direktsenken.
- Laden – die Puffersenken, Rang für Rang und je Rang nach Ladeprio. Jeder Erzeuger lädt mit dem, was ihm nach der Direktdeckung bleibt, bis zu seiner Obergrenze.
- Nachentladen – was dann noch offen ist, deckt der Speicher aus seinem Vorrat.
- Bereitschaftsverlust – am Stundenende ein Vierundzwanzigstel des Tageswerts, anteilig zum Füllstand: Ein halb voller Speicher verliert halb so viel.
Diese Stundenschleife ist die Speicherstufe. In ihr rechnen die Wärmepumpe und jeder Erzeuger, der einen Speicher lädt oder als Quelle nutzt; ein Erzeuger ohne Speicherbeteiligung rechnet an seinem Kaskadenplatz vor oder nach der ganzen Stufe – Kessel 1 im Beispiel A also nach Wärmepumpe, Speicher 1 und Heizstab (Berechnung: Simulationsablauf).
Schwellen. Die Abschaltschwelle ist die Obergrenze des vorrangigen Laders, der Anlage mit der kleinsten Ladeprio an diesem Speicher. Nachrangige Lader füllen bis … nachrangig [%]; ist das Feld leer, gilt die Abschaltschwelle, lädt aber eine Solarthermie vorrangig, gelten 30 %. Eine eigene Ladeobergrenze an der Senke geht beidem vor. Die Einschaltschwelle schaltet keinen Erzeuger: Fällt der Füllstand auf sie oder reicht der Speicher beim Vorab-Entladen nicht für den Bedarf der Stunde, geht er in den Nachladebetrieb und deckt nicht mehr vorab, bis ein Lader ihn auf die Abschaltschwelle gebracht hat. Der Mindestfüllstand/Notreserve begrenzt die Entnahme nur an Speichern, die ein BHKW lädt.
| Technik | Wirkung auf den Speicher | Wirkung des Speichers | So rechnet EPOS-Plan |
|---|---|---|---|
| Wärmepumpe | lädt, was sie über den Bedarf hinaus erzeugt | nimmt ihren Überschuss auf und gibt ihn in Stunden ab, in denen ihre Leistung nicht reicht | Vorgabe-Ladeprio 20; über den Bedarf hinaus lädt sie im Betriebsmodus Laufzeitoptimiert, mit PV-optimiert bis zum PV-Überschuss, mit Leistungsoptimiert nur, wenn sie keine Direktsenke hat |
| Solarthermie | lädt vorrangig bis zur Abschaltschwelle | nimmt Ertrag auf, der über den Momentanbedarf hinausgeht | Vorgabe-Ladeprio 10; leeres … nachrangig begrenzt die übrigen Lader auf 30 %; siehe Solarthermie |
| BHKW | lädt bis zu seiner Obergrenze | freier Speicherraum lässt es auch bei kleinem Bedarf laufen | schaltet gegen offenen Bedarf plus freien Raum bis zur Obergrenze; Vorgabe-Ladeprio 30; nur hier wirkt der Mindestfüllstand |
| Heizkessel | lädt mit seiner freien Leistung bis zu seiner Obergrenze, wenn er eine Puffersenke hat | – | Vorgabe-Ladeprio 40; ohne Puffersenke deckt er nur direkt |
| weitere Speicher | – | – | welcher Speicher eines Kanals zuerst entlädt, bestimmt die Entladepriorität, automatisch ist die beste Ladeprio seiner Lader; der Parallelverbund im Senkendialog führt mehrere Speicher als einen Vorrat |
Heizungspuffer im geschlossenen Kreis (AK3). Steht die Anlagenkopplung auf Geschlossener Kreis (AK3), gleicht EPOS-Plan stündlich Raumtemperatur, Bedarf und Vorlauf mit der Leistung ab, die Erzeuger und Heizungspuffer liefern können. Der Inhalt eines Heizungspuffers an der Wärmepumpe zählt dann zur verfügbaren Leistung und überbrückt Sperrstunden der Wärmepumpe; abgezogen wird der Vorrang von Brauchwasser, Prozess und Netzverlust (Simulation: Anlagenkopplung). Die Einbindung Puffer der Wärmepumpe rechnet die Ladeseite mit dem Rücklauf aus der untersten Pufferzone (Wärmepumpe: Einbindung). Bei gekühlten Gebäuden begrenzt ein Speicher mit der Nutzung Kälte die Raumkühlung als Teil der Kälteschranke (Kühlung).
Speicher als Wärmequelle. Eine Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe und ein Heizkessel können einen Pufferspeicher als Quelle nutzen – etwa im Booster-Betrieb, in dem eine zweite Wärmepumpe den von der ersten geladenen Speicher anzapft. Gewählt wird das über Quelle: … an der Karte der Anlage; der Dialog Wärmequelle Pufferspeicher fragt für die Wärmepumpe Quelltemperatur [°C]:, nutzbare Spreizung [K]: und Regeneration [kW]:. Die Wärmepumpe entzieht dem Speicher je Stunde ihre Verdampferwärme; ist er leer, wird ihre Leistung begrenzt. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt immer die Außenluft; BHKW und Solarthermie haben keinen Quellbezug.

Fallstricke
- Kleine Spreizung, kleiner Speicher. Die Kapazität wächst mit Vorlauf minus Rücklauf: 1 000 l mit 5 K fassen 5,8 kWh. Ein neuer Speicher übernimmt als Vorbelegung den kleinsten Vorlauf und den größten Rücklauf der Erzeuger im Projekt – bei unterschiedlichen Erzeugern schrumpft die Spreizung dabei. Fehlt das Temperaturpaar, rechnet der Lauf mit 10 K und nennt das an der Speicherkachel. Prüfen Sie die Anzeige .
- Freie Eingabe ohne Verluste. Ein Speicher, den Sie ohne Katalog anlegen, beginnt mit Bereitschaftsverl. 0; die Bilanz kennt dann keinen Verlust. Tragen Sie den Wert aus dem Datenblatt ein.
- Der Kessel füllt den Speicher. Hat ein Heizkessel eine Puffersenke, lädt er mit seiner freien Leistung bis zu seiner Obergrenze – ohne Solarthermie am Speicher und mit leerem … nachrangig bis zur Abschaltschwelle. Seine Wärme deckt dann in den folgenden Stunden vorab, was sonst die Wärmepumpe gedeckt hätte; die Ladereihenfolge des Speichers zeigt den Kessel mit lädt bis 95 %. Abhilfe: den Kessel nur mit der Direktsenke führen, … nachrangig [%] senken oder an seiner Senke eine eigene Ladeobergrenze setzen.
- Verwendung und Ziel passen nicht. Die Senke bietet alle Speicher des Projekts an; führt die Verwendung des Speichers den Kanal des Ziels nicht, wird die Zuordnung gespeichert und als unplausibel gemeldet. Ein Speicher, den keine Senke nennt, wird nie geladen; die Ladereihenfolge zeigt dann „(keine Anlage lädt diesen Speicher)“.
- Schichten 1. Mit Schichten: 1 rechnet der Speicher als ein Vorrat; Entnahmehöhen, Einspeisehöhe und Nutztemperatur wirken erst ab zwei Schichten.
- Wo die Speicherwerte stehen. Die Tabelle je Speicher steht im Reiter Wärmepumpe; darunter nennt je Speicher eine Zeile den Bereitschaftsverlust nach Temperatur und die Stunden, in denen das Frischwassermodul nicht zapfen konnte. Ohne Wärmepumpe in der Kaskade gibt es diesen Reiter nicht, und es bleibt der Füllstand im Wärme Produktion Chart.
- Verluste in der Jahresbilanz. Ladung minus Entladung eines Jahres ergibt die Bereitschaftsverluste, zuzüglich der Änderung des Füllstands. Die Erzeuger liefern deshalb etwas mehr Wärme, als der Bedarf verlangt.
- Was der Jahreslauf nicht abbildet. Takten, Mindestlaufzeiten und Anlaufverluste – gerechnet wird im Stundenraster – und Massenströme. Ein Wärmeübertrager zwischen Puffer und Kessel wirkt nur über seine Leistung: Tragen Sie sie als Entladeleistung max. ein. Das Frischwassermodul prüft je Stunde die Temperatur der obersten Zone, Zapfspitzen innerhalb der Stunde sieht es nicht.
- Zonenanteile ohne Schichten. Zonenanteile wirken erst ab zwei Schichten, und ihre Zahl muss zur Schichtenzahl passen; Vorschlag Kombispeicher setzt beides zusammen.
Eingaben
Katalog und Projektzuordnung
Der Dialog Verwaltung Pufferspeicher hat drei gerahmte Bereiche übereinander: Im Projekt (oben), Katalog (Datenbank) und Gewählter Satz. Die Trennlinie zwischen den beiden Listen lässt sich ziehen; die Aufteilung wird je Dialog gemerkt. Beide Listen kennen die Mehrfachwahl mit Kästchen und mit dem Kästchen im Spaltenkopf; die Knöpfe eines Bereichs wirken auf die gewählten Zeilen. Ein Doppelklick oder Enter auf einer Katalogzeile übernimmt sie in das Projekt. Der Stift in einer Zeile öffnet den Satz zum Bearbeiten – in der Projektliste die Projektkopie, in der Katalogliste den Katalogsatz; ein gesperrter Katalogsatz ist nur lesbar, bis das Schloss aufgehoben ist. Auf kleinen Bildschirmen (iPad) werden die Elemente kompakter, Rollbalken erscheinen nur dort, wo sie nötig sind.
Die gemeinsame Bedienung — Spalten…, Mehrfachwahl, Vergleichen…, Übernehmen, Rückweg und die Zeile Gewählter Satz — steht unter Gerätekataloge: Katalogauswahl im Projektdialog. Beim Pufferspeicher stehen in der Kopfleiste Im Projekt die Summe der Gesamtvolumina in Litern und Auslegen…; ohne gewählte Projektzeile öffnet Auslegen… die Auslegung für einen neuen Speicher, mit gewählter Zeile die Auslegung dieser Zeile, beides wie Abbrechen den Dialog verlassend. Der Katalogfuß führt kein Neu…; neue Katalogsätze entstehen in der Verwaltung im Menü, mit Speichern unter im Katalogeditor oder über den Rückweg In die Datenbank übernehmen…. Dabei gehen Hersteller, Speichertyp, Bereitschaftsverluste, Gesamtvolumen und Investitionskosten in den Katalog; Verwendung, Temperaturpaar, Schwellen, Schichtung, Lade- und Entladeleistung, Senken, Verbünde und Lade-Prioritäten bleiben im Projekt.

- Katalog (Datenbank) – Suchfeld Suche über alle Spalten: (mit den Platzhaltern * und ?) und Trefferzahl; Spalten Bezeichner, Hersteller, Speichertyp, Volumen in l und Bereitschaftsverluste in kWh/d. Die Spaltenköpfe sortieren und filtern, Spalten… wählt die angezeigten Spalten, und ein farbiger Punkt im Projekt verwendet kennzeichnet Katalogzeilen, die im Projekt stehen. In das Projekt übernehmen legt von den gewählten Katalogsätzen je eine Projektkopie an; die Zeile im Projekt bleibt mit dem Katalogsatz verknüpft. Die Fußleiste führt Vergleichen… (ab zwei gewählten Sätzen), Schloss setzen…/Schloss aufheben…, Löschen und Bearbeiten…. Löschen entfernt die gewählten Katalogsätze nach einer Rückfrage für alle Projekte. Gesperrte Katalogsätze (Auslieferungssätze) sind nur lesbar, bis das Schloss aufgehoben ist. Bei mehreren gewählten Sätzen öffnet Bearbeiten… die Mehrfachbearbeitung (‹ 1 von n ›), in der für alle gewählten setzen einen Wert in allen gewählten Sätzen einträgt; gespeichert wird in einem Zug – alle Sätze oder keiner. Das Volumenfeld des Filters nimmt auch einen Bereich wie 200..500.
- Im Projekt – die Speicher des Projekts mit der Summe des Volumens. Aus dem Projekt entfernen nimmt die gewählten Zeilen aus der Liste; die Projektkopie wird erst mit OK gelöscht. Bearbeiten… öffnet die Projektkopien der gewählten Speicher. In die Datenbank übernehmen… legt aus den gewählten Projektsätzen neue Katalogsätze unter neuem Namen an oder überschreibt deren Ursprungssatz (nur, wenn er nicht gesperrt ist); die Rückfrage zeigt als Vorschau die Abweichungen. Ein Name, der im Katalog schon vergeben ist, wird abgelehnt.
- Gewählter Satz – zugeklappt zeigt er die Marke Projektsatz oder Katalogsatz, den Namen und die Kenndaten des Satzes; aufgeklappt eine kurze Zusammenfassung der Anlagendaten (Volumen, Bereitschaftsverluste, Vorlauf und Rücklauf, Nutzung, Kosten). Bearbeiten rechts öffnet den Satz als Überlagerung in voller Höhe mit allen Feldern, beim Projektsatz mit den Kostenknöpfen. OK speichert, Abbrechen verwirft alle Eingaben der Überlagerung samt den Anlagenfeldern. Die Zuordnung zum Erzeuger sowie die Ein- und Abschaltschwellen legen Sie im Dialog Simulation Konfiguration fest.
- Gesamtvolumen und Bereitschaftsverluste – das Volumen bestimmt zusammen mit der Spreizung die nutzbare Kapazität; die Bereitschaftsverluste in Kilowattstunden je Tag bilanziert die Simulation stündlich mit. Beide stehen in der Überlagerung Bearbeiten, dort auch die Investitionskosten (€), der Betrag, der in die Wirtschaftlichkeit eingeht.
Pufferspeicher im Projekt
- Pufferspeicher im Projekt – die Liste Im Projekt führt die Speicher des Projekts; der markierte Eintrag bestimmt, was der Bereich Gewählter Satz zeigt. Auslegen… in der Kopfleiste öffnet die Auslegung (Pufferspeicher auslegen) für einen neuen Speicher, bei markierter Projektzeile für diesen. In das Projekt übernehmen und Aus dem Projekt entfernen wirken in der Liste; gespeichert wird sie mit OK. Die Gruppen darunter erreichen Sie über Bearbeiten im Gewählten Satz.
- Eigenschaften des gewählten Speichers – die Gruppe fasst zusammen, womit die Simulation rechnet: Bezeichner, Volumen, Bereitschaftsverluste, Nutzung, Temperaturen und Schaltschwellen.
- Nutzung (Klassen-Set): Heizung, Brauchwasser, Prozesswärme – drei Häkchen bestimmen, welche der drei Kanäle dieser Speicher bedient; mindestens einer muss gesetzt sein. Das Klassen-Set bestimmt allein, wofür der Speicher zur Verfügung steht. Die Nutzung Kälte macht den Speicher zum Kältespeicher (Kühlung).
- Vorlauf- und Rücklauftemperatur – in °C. Aus der Differenz und dem Volumen ergibt sich die nutzbare Kapazität des Speichers. Fehlen die beiden Werte, rechnet die Simulation mit einer Spreizung von 10 K; die Speicherkachel der Simulation Konfiguration weist darauf hin.
- Ein- und Abschaltschwelle, nachrangige Schwelle – in Prozent des Speicherinhalts. Unterhalb der Einschaltschwelle wird geladen, bei der Abschaltschwelle endet die Ladung; die nachrangige Schwelle liegt dazwischen und gilt für Erzeuger, die diesen Speicher nur nachrangig laden. Ist die nachrangige Schwelle leer und lädt eine Solarthermie den Speicher vorrangig, gilt für die nachrangigen Erzeuger 30 %, damit der Speicher Platz für die solare Wärme behält; ohne Solarthermie gilt bei leerem Feld die Abschaltschwelle. Leer heißt Automatik: Ein neuer Speicher beginnt mit leerem Feld, und neben dem Feld steht, welcher Wert gilt und warum („leer = Automatik: 30 % (Solarthermie am Puffer)“). Ein eingetragener Wert gilt immer; wer ihn löscht, stellt auf Automatik zurück. Hält ein nachrangiger Erzeuger einen Speicher mit Solarthermie bis 80 % oder höher geladen, meldet die Simulation Konfiguration das an der Solaranlage.
- Mindestfüllstand / Notreserve – in Prozent. Der Vorrat unterhalb dieses Werts bleibt der Entladung im BHKW-Pfad entzogen, damit ein BHKW anlaufen kann; alle anderen Erzeuger entladen den Speicher unverändert bis 0.
- Schichtung und Leistungsgrenzen – Schichten legt fest, ob der Speicher als ein Vorrat (1) oder geschichtet (2 bis 10) rechnet. Ladeleistung max. und Entladeleistung max. begrenzen die Leistung in kW, 0 bedeutet unbegrenzt. Ab zwei Schichten kommen Höhe in m, effektive Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K) und die Nutztemperatur Brauchwasser in °C hinzu. Unter den Leistungsgrenzen steht der Hinweis Übertrager: Leistung als Entladegrenze eintragen.
- Zonenanteile von oben – ab zwei Schichten die Volumenanteile der Zonen, oben beginnend und durch Semikolon getrennt, etwa 0,10;0,16;0,37;0,37. Die Summe muss 1 ergeben, die Zahl der Anteile der Schichtenzahl entsprechen; sonst nennt der Dialog beim OK den Grund. Leer heißt gleich große Zonen. Vorschlag Kombispeicher setzt vier Schichten mit 0,10 / 0,16 / 0,37 / 0,37 – Bereitschaftsteil, Übergang und zwei Heizungszonen.
- Bereitschaft und Frischwassermodul – Bereitschaftsverlust: wählt zwischen Tageswert anteilig zum Füllstand (Vorgabe) und nach Temperatur je Zone. Nach Temperatur verliert jede Zone im Verhältnis ihrer Temperatur über dem Aufstellraum (°C, leer = 20 °C); der Bereitschaftswert gilt dabei für 45 K Temperaturdifferenz. Ein leerer Speicher verliert so nichts, ein heißer mehr als mit dem Tageswert. Frischwassermodul lässt das Brauchwasser nur aus der obersten Zone zapfen, solange sie die Zapftemperatur plus Grädigkeit Frischwassermodul (K, leer = 5 K) hält; sonst deckt die nächste Stufe der Kaskade. Das Modul wirkt nur an einem Speicher mit der Nutzung Brauchwasser. Die Zapftemperatur kommt aus dem Zapfprofil, ohne Zapfprofil gelten 60 °C.
- Entnahmehöhe je Kanal – bei geschichtetem Speicher je Kanal die Höhe, aus der entnommen wird (0 = unten, 1 = oben; leer = Standard). Angeboten werden nur die Kanäle des eingestellten Klassen-Sets.
- Ladereihenfolge dieses Speichers – die Gruppe zeigt, welche Erzeuger diesen Speicher laden und in welcher Reihenfolge. Sie ist eine Anzeige: Gepflegt wird die Reihenfolge über die Wärmesenken der Erzeuger im Dialog Simulation Konfiguration.
- Entladepriorität – bestimmt, an welcher Stelle dieser Speicher entladen wird, wenn mehrere Speicher denselben Kanal bedienen. Ein Hinweis daneben nennt die sich daraus ergebende Position.
- Übernehmen oder verwerfen – OK prüft die offene Zeile, speichert die ganze Liste und schließt den Dialog. Ist eine Eingabe unzulässig – fehlender Bezeichner, keine angehakte Nutzung, Gesamtvolumen 0, eine Schaltschwelle außerhalb von 0 bis 100 % oder Ein- und Abschaltschwelle in der falschen Reihenfolge –, bleibt der Dialog offen und nennt den Grund als Hinweis über den Feldern; die eingetippten Werte stehen weiter da. Abbrechen schließt den Dialog, ohne zu speichern; ✕ und Esc wirken ebenso. Angelegte, übernommene und entfernte Zeilen gelten dann nicht.
Siehe auch
- Solarthermie – Kollektorfeld, das den Puffer direkt und nachrangig lädt
- Wärmepumpe – lädt den Puffer; eine Sole- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe kann ihn auch als Wärmequelle nutzen
- Pufferspeicher auslegen – das Volumen nach VDI 4645 und Betriebssimulation vorschlagen und übernehmen
- Grundlagen/Pufferspeicher – die fachlichen Hintergründe
Berechnung
Nutzbare Kapazitaet, Lade- und Entladeregelung und die Bereitschaftsverluste stehen unter Berechnung: Pufferspeicher.