Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007
Weitere Optionen
Das Gebäudemodell nach VDI 6007 rechnet den Heizwärmebedarf eines Gebäudes Stunde für Stunde über das ganze Jahr – 8.760 Stunden, mit Speichermasse, Sonneneinstrahlung je Himmelsrichtung, inneren Gewinnen und dem Sollwertfahrplan. Es ist ein thermisches Raummodell mit zwei Speicherkapazitäten nach VDI 6007 Blatt 1: eine für die Außenbauteile, eine für die Innenbauteile. Neben dem Heizbedarf liefert es die Raumlufttemperatur, die operative Temperatur und den Kühlbedarf jeder Stunde.
Rechenkern nach VDI 6007 Blatt 1; elf der zwölf Testbeispiele im Normband einschließlich Druckrundung, Testbeispiel 11 in zwei Umschaltstunden um 3,4 W daneben (3,9 W gegen das Band ohne Druckrundung).
Rechenweg
Im Gebäudedialog wählen Sie unter Rechenweg, wie das Gebäude gerechnet wird:
- VDI 6007 – das Stundenmodell dieser Seite; es ist die Vorgabe für jedes Gebäude.
- Tagesbilanz – der Bestandsweg, der den Wärmebedarf aus Tageswerten und einer Tagesverteilung bildet. Seine eigenen Eingaben stehen im eingeklappten Abschnitt Tagesbilanz (Bestandsweg).
Fassen Sie den Schalter nicht an, rechnet das Gebäude mit der Vorgabe des Programms, also nach VDI 6007; die Zeile unter dem Schalter sagt, dass die Vorgabe gilt. Auf der Tagesbilanz rechnet nur ein Gebäude, bei dem Sie sie ausdrücklich wählen. Die Modellparameter bleiben in beiden Stellungen stehen und werden mitgespeichert.
Eingaben
Das Modell rechnet mit den Angaben, die der Gebäudedialog ohnehin führt: Nutzfläche, Raumhöhe, Bauweise (die Speichermasse), die Hülle als Tabelle aus U-Wert und Fläche je Bauteil, die Wärmebrücken, die Fensterflächen nach Nord, Ost, Süd und West, der Gesamtenergiedurchlassgrad der Fenster, die inneren Wärmegewinne und die Konditionierung: Heiz- und Kühlsollwerte, Lüftung, Geräte und Personen als Matrix mit Kalendern aus Absenkung, Wochenende, Ferien und Saison (siehe Gebäude: Bereich „Nutzung & Konditionierung"). Unter VDI 6007 ist die Matrix die Vorgabe, ein angelegter Kalender geht ihr vor. Führt ein Gebäude im Projekt Zonen, nimmt das Modell die Hülle statt aus der Tabelle aus den Bauteilen seiner Zonen (siehe Bauteilweg); mit zwei und mehr Zonen rechnet es jede Zone für sich, gekoppelt über Trennflächen und Luftaustausch (siehe Mehrzonenmodell).
Für einen Satz des Gebäudekatalogs pflegen Sie dieselben Angaben im Stammblatt der Gebäudeverwaltung (Menü Administration › Gebäude › Bearbeiten): unter Kenndaten Wohn-/Nutzfläche und Bauart, unter Hülle Kennwert und Größe je Bauteil samt der Randbedingung der Bodenplatte, dazu Fenster nach Orientierung, Kenngrößen und aufklappbar Alle Daten mit der Konditionierung, den Modellparametern, dem Rechenweg und der Kühlung. Speichern prüft sie mit denselben Regeln wie der Gebäudedialog; Neu… legt einen neuen Satz über dessen Eingabemaske an. Einen Wärmebedarf zeigt die Verwaltung nicht – er hängt an der Klimaregion und den Angaben des Projekts und steht im Gebäudedialog des Projekts unter Simulation….
Wie ein Gebäude gekühlt wird – Haken, Kühlsollwert und Kühlleistungsgrenze in der Klappe Kühlung und Kühlübergabe –, beschreibt die Seite Kühlung. Ob an einem Tag geheizt oder gekühlt wird, regelt die Freigabe Heizen und Kühlen der Konditionierung: Eine Zone wird an einem Tag entweder geheizt oder gekühlt, nie beides.
Dazu kommen die Modellparameter. Ein leeres Feld rechnet mit der Vorgabe, die als grauer Text im Feld steht; gespeichert wird dann kein Wert, sondern „leer".
| Parameter | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|
| Rahmenanteil | 0,3 | Anteil des Rahmens an der Fensterfläche; nur der Glasanteil lässt Sonne durch |
| Verschattungsfaktor | 0,9 | pauschale Minderung der Sonneneinstrahlung durch die Umgebung (etwa 0,9 frei stehend, 0,8 Reihenbebauung, 0,7 Innenstadt) |
| Masseanteil außen | 0,3 | Anteil der Speichermasse in den Außenbauteilen |
| Innenflächenfaktor | 2,5 | Fläche der Innenbauteile je m² Nutzfläche |
| Strahlungsanteil Heizung | 0,3 | Anteil der Heizleistung, der als Strahlung an die Raumflächen geht (Heizkörper); 0 heißt rein konvektiv |
| Heizleistungsgrenze | unbegrenzt | größte Heizleistung in kW; darüber sinkt die Raumtemperatur unter den Sollwert |
| Randbedingung der Bodenplatte | Erdreich | Erdreich (Temperatur in 1 m Tiefe aus dem Jahresgang der Außenluft; der Wärmedurchgang der Bodenplatte samt Erdreich nach DIN EN ISO 13370 aus Grundfläche und freiliegendem Umfang, oder mit dem Wirksamen U-Wert Bodenplatte als Vorgabe unmittelbar, siehe Gebäude: Hülle), Keller (unbeheizter Keller mit der Kellertemperatur, Vorgabe 10 °C) oder Außenluft |
| Außenbauteile mit Strahlung | aus | siehe Strahlung auf die Außenbauteile |
| Infiltration | 0,3 1/h | Luftwechsel durch Undichtheiten |
| Nutzerlüftung | 0,4 1/h | Luftwechsel durch das Lüften der Nutzer |
| Sommerlüftung | aus | siehe Sommerlüftung |
Bauteilweg
Wie das Modell die Hülle abbildet, hängt davon ab, ob das Gebäude im Projekt Zonen führt. Zonen und Bauteile legen Sie im Gebäudedialog des Projekts an, siehe Gebäude.
- Klassenweg – ohne Zone. Das Modell rechnet mit den U-Wert-Gruppen der Hülle – Außenwand, Fenster, Dach, Bodenplatte und Sonstiges, je mit U-Wert und Fläche – und nimmt die Speichermasse aus der Bauweise. Die Kennwerte der beiden Speicher leitet es daraus nach einem festen Schema ab.
- Bauteilweg – mit Zonen. Das Modell rechnet über die Bauteile der Zone, jedes mit Fläche, Randbedingung, Neigung, Azimut und, wo zugeordnet, seinem Schichtaufbau. Mit zwei und mehr Zonen rechnet jede Zone so für sich; wie die Zonen gekoppelt werden, beschreibt die Seite Mehrzonenmodell.
Reduktion der Bauteile. Jeden Schichtaufbau reduziert das Modell nach VDI 6007 Blatt 1, Gl. (1)–(24), über die Kettenmatrix seiner Schichten auf Widerstand und Kapazität. Die Bezugsperiode gilt je Bauteil und beträgt 7 Tage oder 2 Tage nach Gl. (10a)–(10d); welche gilt, hängt am Verhältnis . Die Bauteile werden zu zwei Gruppen zusammengefasst: die Außenbauteile einseitig, die Innenbauteile – Innenwände und Decken innerhalb der Zone – symmetrisch. Fenster und Vorhangfassaden bilden den Fensterzweig nach Gl. (25)/(26) und rechnen mit ihrem U-Wert. Die Kennwerte eines einzelnen Aufbaus – , , und – zeigt die Seite Baustoffe und Bauteilaufbauten.
Bauteile ohne Schichten. Ein Bauteil ohne Aufbau, nur mit U-Wert, rechnet in seiner Gruppe wie im Klassenweg. Trägt eine ganze Gruppe keine Schichten, nimmt sie ihre Kapazität aus der Bauweise. Eine Zone, die aus den U-Wert-Gruppen übernommen ist und keine Aufbauten trägt, rechnet darum wie der Klassenweg.
Sonne und Außenseite. Die solaren Gewinne rechnet das Modell je Fensterbauteil mit dessen Neigung und Azimut: Ein geneigtes Fenster, etwa ein Dachfenster, bekommt die Einstrahlung seiner Neigung, ein waagerechtes Fenster die Globalstrahlung. g-Wert, Rahmenanteil und Verschattungsfaktor nimmt es vom Bauteil, leer vom Gebäude. Trägt ein Fenster einen Sonnenschutz, mindert er in jeder Stunde, in der er geschlossen ist, den Direktanteil der Einstrahlung mit FC direkt und den Diffusanteil mit FC diffus; geschlossen ist er dauernd oder, nach Einstrahlung gesteuert, sobald die Gesamteinstrahlung in der Fensterebene die Einschaltschwelle erreicht (Vorgabe 200 W/m²). Ein nach Einstrahlung gesteuerter Sonnenschutz bleibt an Heiztagen der Zone offen, auch in Zonen ohne Kühlung: Das Modell rechnet je Zone und Tag einen Probetag mit offenem Sonnenschutz; heizt die Zone an diesem Tag (und nicht weniger, als sie kühlt), bleibt er offen, sonst rechnet der Tag mit geschlossenem Sonnenschutz in den Stunden ab der Schwelle, ohne die Wahl zu ändern. Die äquivalente Außentemperatur bildet das Modell je Bauteil und gewichtet sie mit : ein Bauteil an Außenluft mit der Außenluft – bei eingeschalteter Strahlung auf die Außenbauteile mit der Einstrahlung seiner eigenen Neigung und Richtung –, ein Bauteil am Erdreich mit der Erdreichtemperatur, ein Bauteil an einem unbeheizten Raum mit der Temperatur aus seinem Temperaturfaktor (Bezug der Tagsollwert der Zone), ohne Temperaturfaktor mit der Kellertemperatur des Gebäudes, und eine koppelnde Trennfläche mit der Raumluft ihrer Nachbarzone.
Echte Hülle. Mit Zone rechnet das Gebäude ohne Hochrechnung: Der Skalierungsfaktor ist 1, die Bezugsfläche ist die Nutzfläche der Zone – leer die des Gebäudes. Eine eingetragene Fläche oder ein Verbrauch im Projekt wird nicht zurückgerechnet; ein Hinweis im Protokoll nennt das. Über den Flächenschlüssel – den Anteil der Zonenfläche an der Nutzfläche des Gebäudes – folgen der Zone anteilig:
- das Luftvolumen – eingetragen oder Nutzfläche der Zone × Raumhöhe – und mit ihm der Lüftungsleitwert und die Sommerlüftung;
- die Speichermasse der Bauweise einer Gruppe ohne Schichten, Bauweise je m² × Zonenfläche;
- die inneren Wärmegewinne, die im Gebäude als Leistung in W stehen, nicht je m²;
- die Innenbauteilfläche aus dem Innenflächenfaktor und der Zonenfläche.
Sollwerte, Raumhöhe, Luftwechsel, innere Gewinne, Bewohner und die Heizleistungsgrenze kann die Zone selbst tragen; ein leeres Feld übernimmt den Wert des Gebäudes, innere Gewinne und Bewohner nach dem Flächenschlüssel und mit mehreren Zonen auch die Heizleistungsgrenze. Die Kühlung kommt vom Gebäude. Das Protokoll der Simulation nennt je Gebäude die Zone, die Zahl ihrer Bauteile und wie viele davon einen Schichtaufbau tragen.
Ein Beispiel: Gebäude 1 führt die Zone Gebäude mit 250 m² Nutzfläche; das Gebäude selbst hat 100 m². Ohne eigene Einträge rechnet die Zone mit dem Luftvolumen von 250 m² und dem 2,5-Fachen der inneren Wärmegewinne des Gebäudes; Sollwerte und Luftwechsel sind die des Gebäudes.
Grenzen des Bauteilwegs. Der Rechenweg Tagesbilanz rechnet keine Zone: Ein Gebäude mit Zonen rechnet dort ohne sie, und das Protokoll gibt einen Hinweis. Ein Bauteil an einem unbeheizten Raum, der keine eigene Zone ist, rechnet mit seinem Temperaturfaktor, ohne ihn mit der Kellertemperatur des Gebäudes; als unbeheizte Zone angelegt, schwingt der Raum frei mit (siehe Mehrzonenmodell). Ein Gebäude trägt höchstens 50 Zonen.
Heizkreis und Wärmeübergabe
Ohne weitere Angaben rechnet das Modell mit idealer Regelung: In jeder Stunde kommt genau die Wärme in den Raum, die den Sollwert hält – begrenzt nur durch die Heizleistungsgrenze. Mit der Wärmeübergabe rechnet es statt dessen den Heizkreis des Gebäudes: Heizkörper oder Heizflächen geben je nach Vorlauftemperatur nur eine bestimmte Leistung ab, ein Raumregler öffnet nach der Abweichung vom Sollwert, und reicht die Übergabe nicht, sinkt die Raumtemperatur. Die Spitze nach einer Nachtabsenkung wird dadurch gekappt und auf mehrere Stunden verteilt, und die Wärmepumpe wählt ihre Kennlinie am gerechneten Vorlauf.
Gerechnet wird der Heizkreis, wenn drei Dinge zusammenkommen:
- in der Simulationskonfiguration steht die Projekteinstellung Anlagenkopplung auf Heizkreis oder geschlossener Kreis;
- im Gebäude ist der Haken Übergabe rechnen (statt idealer Regelung) gesetzt;
- eine Übergabeart ist gewählt: Radiator, Flächenheizung oder Konvektor. ideal rechnet wie ohne Haken.
Auf dem Rechenweg Tagesbilanz gelten die Eingaben nicht; sie bleiben gespeichert und wirken, sobald das Gebäude nach VDI 6007 rechnet.
Die Eingaben stehen im Gebäudedialog in der Gruppe Wärmeübergabe unter dem Rechenweg und im Stammblatt der Gebäudeverwaltung unter Alle Daten. Ein leeres Feld rechnet mit der Vorgabe, die als grauer Text im Feld steht; gespeichert wird dann kein Wert. Die Vorgaben sind Vorgaben von EPOS-Plan, keine Normwerte; jedes Feld überschreibt sie. Den Bereich Anlage & Übergabe im Ganzen beschreibt Anlage und Übergabe, den Rechenweg mit Zahlenbeispiel Grundlagen: Anlagenkopplung und Regelung.
| Eingabe | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|
| Exponent | Radiator 1,3 · Flächenheizung 1,1 · Konvektor 1,4 | wie stark die abgegebene Leistung mit der Übertemperatur wächst |
| Auslegung Vorlauf / Rücklauf | Radiator und Konvektor 55/45 °C · Flächenheizung 35/28 °C | der Auslegungspunkt der Übergabe |
| Auslegung Raum | Raumtemperatur am Tag | die Raumtemperatur im Auslegungspunkt |
| Auslegungs-Außentemperatur | hergeleitet | das kälteste Tagesmittel der Klimareihe des Projekts, abgerundet |
| Nennleistung der Übergabe | hergeleitet | die stationäre Heizlast dieses Gebäudes im Auslegungspunkt – kein Nachweis nach DIN EN 12831; im Projekt wird sie mit dem Gebäude hochgerechnet |
| Heizkurve fahren | beim ersten Einschalten des Hakens vorgeschlagen | mit Heizkurve folgt der Vorlauf der Außentemperatur durch den Auslegungspunkt; ohne sie fährt das Gebäude einen festen Vorlauf – den höchsten projektierten Vorlauf der Wärmeerzeuger des Heizkanals, ohne solche Anlage den Auslegungsvorlauf |
| Niveau / Steilheit der Heizkurve | 0 K / 1 | verschieben bzw. neigen die Heizkurve |
| Proportionalband des Raumreglers | 1 K | Schnellwahl 0,5 K, 1 K, 2 K oder frei von 0 bis 5 K; 0 K ist die ideale Regelung mit der Grenze der Übergabe |
| Raumeinfluss der Heizkurve | leer (aus) | kR in K/K, 0 bis 10: Der Vorlauf steigt je Kelvin, um das die kälteste Zone derselben Stunde unter ihrem Sollwert liegt, um kR; er bleibt am Auslegungsvorlauf und an der Vorlaufgrenze des Erzeugers gekappt. Leer oder 0 schaltet den Einfluss aus; er wirkt nur mit der Anlagenkopplung geschlossener Kreis und eingeschalteter Heizkurve |
Die hergeleiteten Zahlen stehen als Vorgabe im Feld und in einer Zeile darunter, sobald der Gebäudedialog in einem Projekt mit Klimaregion geöffnet ist. Widersprüchliche Angaben meldet OK mit beiden Werten: ein Auslegungsvorlauf, der nicht über der Raumtemperatur liegt, ein Rücklauf außerhalb von Raumtemperatur und Vorlauf, eine Auslegungs-Außentemperatur über der Raumtemperatur.
Sollwert-Zeitprogramm. Unter den Feldern steht ein Raster aus sieben Tagen und 24 Stunden. Ohne Zeitprogramm zeigt es gesperrt die Sollwerte, die ohnehin gelten (Tag, Nacht, Wochenende); Als Zeitprogramm bearbeiten macht daraus ein eigenes Zeitprogramm mit einem Sollwert je Wochenstunde, von Montag 0 Uhr bis Sonntag 23 Uhr. Eine Zeile lässt sich mit einem Wert füllen und auf die Werktage, das Wochenende oder alle Tage kopieren; Zeitprogramm verwerfen kehrt zu den Sollwerten des Gebäudes zurück. Die Ferien wirken in beiden Fällen darüber. Zulässig sind 0 bis 30 °C; eine leere Zelle wird nicht aufgefüllt, sondern beim Speichern gemeldet.
Kühlübergabe
Ein gekühltes Gebäude rechnet ohne weitere Angaben mit idealer Kühlung: In jeder Stunde wird genau die Kälte in den Raum gebracht, die den Kühlsollwert hält – begrenzt nur durch die Kühlleistungsgrenze. Mit der Kühlübergabe rechnet es statt dessen die Kühlflächen oder Gebläsekonvektoren des Gebäudes: Sie nehmen je nach Kaltwasser-Vorlauf nur eine bestimmte Leistung auf, derselbe Raumregler wie beim Heizen öffnet nach der Abweichung vom Kühlsollwert, und reicht die Übergabe nicht, steigt die Raumtemperatur über den Kühlsollwert.
Gerechnet wird die Kühlübergabe, wenn diese Dinge zusammenkommen:
- in der Simulationskonfiguration steht die Projekteinstellung Anlagenkopplung auf Heizkreis oder geschlossener Kreis, und die Projekteinstellung Kühlung rechnen ist eingeschaltet;
- das Gebäude wird gekühlt – Haken und Kühlsollwert, siehe Kühlung;
- im Gebäude ist der Haken Kühlübergabe rechnen (statt idealer Kühlung) gesetzt;
- eine Kühlübergabeart ist gewählt: Kühldecke, Flächenkühlung oder Gebläsekonvektor. ideal rechnet wie ohne Haken.
Die Kühlübergabe hängt nicht an der Wärmeübergabe: Ein Gebäude kann nur heizseitig, nur kälteseitig oder auf beiden Seiten gekoppelt rechnen. Wer den Haken abschaltet, behält die gewählte Art und die Eingaben.
Die Eingaben stehen in der Gruppe Kühlung im Abschnitt Kühlübergabe, im Gebäudedialog wie im Stammblatt der Gebäudeverwaltung unter Alle Daten. Der Abschnitt erscheint nur, wenn das Gebäude gekühlt wird. Ein leeres Feld rechnet mit der Vorgabe, die als grauer Text im Feld steht; gespeichert wird dann kein Wert. Die Vorgaben sind Vorgaben von EPOS-Plan, keine Normwerte; jedes Feld überschreibt sie.
| Eingabe | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|
| Exponent der Kühlübergabe | Kühldecke und Flächenkühlung 1,1 · Gebläsekonvektor 1,0 | wie stark die aufgenommene Leistung mit der Temperaturdifferenz zum Raum wächst |
| Nennleistung der Kühlübergabe | hergeleitet | die Kühllast des Auslegungstags – des Tages mit dem höchsten Tagesmittel der Außenluft, so oft wiederholt, bis sich seine Spitze nicht mehr ändert; sensibel, kein Normnachweis; im Projekt wird sie mit dem Gebäude hochgerechnet |
| Auslegung Kühlvorlauf / Kühlrücklauf | Kühldecke und Flächenkühlung 16/19 °C · Gebläsekonvektor 7/12 °C | der Auslegungspunkt der Kühlübergabe |
| Auslegung Raum (Kühlung) | Kühlsollwert | die Raumtemperatur im Auslegungspunkt |
| Untere Vorlaufgrenze | Kühldecke und Flächenkühlung 16 °C · Gebläsekonvektor keine | kälter wird das Kaltwasser am Gebäude nicht |
Den Strahlungsanteil bringt die Art mit (Kühldecke und Flächenkühlung 0,5, Gebläsekonvektor 0); er hat kein eigenes Feld. Der Raumregler ist derselbe wie beim Heizen und nimmt dessen Proportionalband.
Kaltwasser-Vorlauf. Ohne Kühlkurve ist der Vorlauf der Kühlübergabe fest: der kälteste Kühl-Vorlauf der Wärmepumpen im Kühlbetrieb des Projekts, ohne solche Anlage der Auslegungsvorlauf. Liegt er unter der Vorlaufgrenze, mischt das Gebäude auf die Grenze hoch; die Wärmepumpe rechnet weiter an ihrem Kühl-Vorlauf. Eine Vorlaufgrenze über dem Auslegungsvorlauf ist erlaubt – die Nennleistung wird dann nie erreicht, und eine Zeile unter den Feldern sagt es.
Unter den Feldern steht, ob die Kühlübergabe im geöffneten Projekt wirkt und woran es fehlt, der Auslegungstag mit seiner Kühllast, der Kaltwasser-Vorlauf und seine Herkunft. Zwei Zeilen stehen immer da: Die Vorlaufgrenze ist eine Vorgabe, keine gerechnete Taupunktgrenze – EPOS-Plan prüft nicht, ob an der Kühlfläche Tauwasser ausfällt –, und die Kühlübergabe rechnet sensibel, ohne Entfeuchtung. Widersprüchliche Angaben meldet OK mit den Werten: Vorlauf, Rücklauf und Raumtemperatur des Auslegungspunkts müssen aufsteigen.
Kühlkurve
Rechnet das Projekt mit der Anlagenkopplung geschlossener Kreis, kann ein Gebäude mit Kühlübergabe seinen Kaltwasser-Vorlauf gleiten lassen. Mit dem Haken Kühlkurve (gleitender Kühlvorlauf) im Abschnitt Kühlübergabe folgt der Vorlauf der Außentemperatur und der Raumtemperatur: An milden Tagen bleibt das Kaltwasser wärmer und die Kälteerzeuger arbeiten mit besserer Leistungszahl; an heißen Tagen und wenn der Raum zu warm wird, sinkt der Vorlauf.
Die Kurve hat zwei Punkte. Solange die Außenluft nicht über dem Kühlsollwert der Stunde liegt, gilt der Fußpunkt; ab der Auslegungs-Außentemperatur gilt der Auslegungsvorlauf der Kühlübergabe; dazwischen fällt der Vorlauf linear. Der Raumeinfluss senkt den Vorlauf zusätzlich, wenn der Raum über dem Kühlsollwert liegt; maßgeblich ist die Zone mit der größten Überschreitung derselben Stunde. Der Vorlauf bleibt mindestens 2,5 K unter dem Kühlsollwert, er wird nicht kälter, als die Kälteerzeuger liefern können, und nie kälter als die Untere Vorlaufgrenze – diese Grenze gilt vor allen anderen.
| Eingabe | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|
| Kühlkurve (gleitender Kühlvorlauf) | aus | schaltet die Kurve ein; beim Einschalten erhält ein leerer Raumeinfluss den Vorgabewert |
| Fußpunkt der Kühlkurve | Auslegungsrücklauf der Kühlübergabe | Vorlauf in °C, 4 bis 22, bei Außenluft am Kühlsollwert und darunter; er darf nicht unter dem Auslegungsvorlauf liegen – OK meldet es, und ein solcher Wert rechnet als waagrechte Kurve am Auslegungsvorlauf |
| Raumeinfluss der Kühlkurve | leer (aus); beim Einschalten 3 K/K | k in K/K, 0 bis 10: Der Vorlauf sinkt je Kelvin, um das die Zone über ihrem Kühlsollwert liegt, um k. Leer oder 0 schaltet den Einfluss aus |
| Auslegungs-Außentemperatur Kühlung | wärmstes Tagesmittel | woraus der zweite Punkt der Kurve kommt: höchste Stundentemperatur der Klimareihe, wärmstes Tagesmittel der Klimareihe, mindestens Kühlsollwert + 8 K, oder Eingabe |
| Auslegungs-Außentemperatur (Eingabe) | – | °C, 0 bis 60, nur mit dem Weg Eingabe; liegt sie nicht mehr als 1 K über dem Kühlsollwert oder fehlt sie, rechnet der Lauf mit dem wärmsten Tagesmittel und sagt es im Laufprotokoll |
Die Vorgaben sind Vorgaben von EPOS-Plan, keine Normwerte. Unter den Feldern nennt eine Zeile Fußpunkt, Auslegungsvorlauf und Auslegungs-Außentemperatur, mit denen gerechnet wird. Die Wärmepumpe im Kühlbetrieb und die Kältemaschine rechnen in jeder Stunde am Vorlauf der Kurve, die Kälteschranke ebenso. Ohne Kopplung und im Heizkreis wirkt die Kurve nicht, es gilt der feste Kaltwasser-Vorlauf. Mit mehreren Zonen gilt die Kurve für den Kaltwasserkreis des Gebäudes am niedrigsten Kühlsollwert der gekühlten Zonen (siehe Mehrzonenmodell: Übergabe je Zone).
Hat ein Lauf mit Kühlkurve gerechnet, zeigen das Ergebnis des Gebäudes und der Bericht (Tafel „Kühlkurve“) drei Kennzahlen des Projekts: den mittleren verlangten Kühlvorlauf der Kühlstunden, die Summe der Absenkung durch den Raumeinfluss in Kelvinstunden und die Kühlstunden, in denen die Kurve an der Vorlaufgrenze stand.

Komfortstunden
Rechnet ein Gebäude gekoppelt, kann die Raumtemperatur unter den Sollwert fallen – weil die Übergabe nicht reicht oder weil die Anlage nach ihren Betriebszeiten nicht zur Verfügung steht. Die Komfortstunden zählen das:
- Unterschreitungsstunden – Stunden der Nutzungszeit, in denen die Raumluft mehr als 1,0 K unter dem Heizsollwert liegt;
- Kelvinstunden – die Summe dieser Unterschreitungen in Kh; sie sagt, wie tief die Raumtemperatur fiel;
- Längste Strecke – die längste zusammenhängende Folge solcher Stunden.
Die Schwelle 1,0 K ist eine Vorgabe von EPOS-Plan, kein Normwert. Gezählt wird nur in der Nutzungszeit, also in den Stunden, in denen der Tagsollwert gilt; eine Stunde in der Nachtabsenkung oder mit Heizung aus zählt nicht. Bei mehreren Zonen zählt eine Stunde, wenn eine beheizte Zone die Schwelle reißt; die Kelvinstunden sind nach der Fläche der Zonen gewichtet. Mit Kühlung zählen die Überschreitungsstunden und ihre Kelvinstunden spiegelbildlich die Stunden über dem Kühlsollwert.
Komfort neben Restbedarf. Mit Kopplung ist ein Teil der Unterdeckung keine fehlende Wärme mehr, sondern eine gesunkene Raumtemperatur. Deshalb steht neben den Komfortstunden immer der Restbedarf des Projekts – im Bedarfsdialog wie im Bericht.
Feste Last. Im Lauf mit Fahrplan rechnet nur ein Gebäude nach VDI 6007 mit Wärmeübergabe mit Rückwirkung. Jedes andere Gebäude – auf dem Rechenweg Tagesbilanz oder ohne Wärmeübergabe – geht als feste Last ein: Es zehrt an der Verfügbarkeit der Anlage, sein Bedarf bleibt aber wie ohne Fahrplan, und es hat keine Komfortstunden. Der Bericht nennt je Gebäude den Bedarfsbegriff und je Projekt die Zahl der Gebäude als feste Last.
Profilweg. Die Verfügbarkeit der Anlagen rechnet das Programm einmal je Projekt vorab; ein Pufferspeicher geht nur als Vorrat über die Dauer einer Sperre ein. Die Komfortstunden sind deshalb eine Näherung und eher zu hoch als zu niedrig; der Bericht nennt das.

Übertemperaturgradstunden
Trägt die Klimaregion des Projekts eine Sommerklimaregion (A, B oder C nach DIN 4108-2), zählt das Modell je Gebäude und je beheizter Zone die Übertemperaturgradstunden nach Tabelle 9 der Norm – unter Projektbedingungen:
- gezählt wird, um wie viel Kelvin die operative Temperatur in jeder Stunde der Bezugszeit über dem Bezugswert der Region liegt: 25 °C in Region A, 26 °C in Region B, 27 °C in Region C; die Summe steht in Kh/a;
- die Bezugszeit ist im Wohngebäude jede Stunde des Jahres, im Nichtwohngebäude Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr nach dem Wochentagsraster der Klimaregion; Feiertage zählen wie Werktage. Ein Gebäude ohne Angabe der Verwendung zählt als Wohngebäude;
- daneben stehen die Stunden der Bezugszeit über dem Bezugswert, über dem Bezugswert + 2 K und über dem Bezugswert + 4 K;
- der Grenzwert beträgt 1 200 Kh/a im Wohngebäude und 500 Kh/a im Nichtwohngebäude; die Ampel neben der Zahl zeigt, ob er eingehalten ist.
Bei mehreren Zonen ist der Gebäudewert das nach der Fläche gewichtete Mittel der beheizten Zonen; die Zone mit dem höchsten Wert ist der kritische Raum, sie steht in der Tabelle Zonen und im Bericht.
Die Kennzahl ist informativ: Sie rechnet mit den Eingaben des Projekts – Kühlung, Sonnenschutz, Lüftung, Nutzung –, nicht mit den Randbedingungen von Abschnitt 8.5 der Norm, und ist deshalb kein Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes; den Nachweis rechnet der Dialog im Abschnitt „Nachweis sommerlicher Wärmeschutz“. Ohne Sommerklimaregion und auf dem Rechenweg Tagesbilanz gibt es keine Übertemperaturgradstunden.
Nachweis sommerlicher Wärmeschutz
Der Knopf Nachweis DIN 4108-2… im Blatt Simulation des Gebäudes öffnet den Dialog Nachweis DIN 4108-2. Er rechnet für eine Zone einen eigenen Jahreslauf unter den Randbedingungen der Norm; der Lauf des Projekts bleibt unberührt.
- Zone: Zur Wahl stehen alle Zonen des Projekts als Kandidaten des kritischen Raums.
- Verwendung (Wohnen oder Nichtwohnen) und Sommerklimaregion sind aus Gebäude und Klimaregion vorbelegt und änderbar; eine Änderung wird mit einem Hinweis gekennzeichnet.
- Nachtlüftung der Zone und Luftwechsel einer Lüftungsanlage werden nach Auslegung angesetzt. Der Grundluftwechsel des Normlaufs ist .
- Normklimaregion: Vorgeschlagen wird die Klimaregion des Projekts mit der passenden TRY-Zone; fehlt sie, weist der Dialog auf den Klimadatenimport hin.
Rechnen zeigt die Übertemperaturgradstunden gegen den Grenzwert als Ampel, dazu die Stunden über dem Bezugswert, über Bezugswert + 2 K und über Bezugswert + 4 K. Die Modellprüfung meldet fehlende Angaben: Sommerklimaregion, Normklima, lichte Höhe, Fenster ohne g-Wert und Verwendung.
Blatt erzeugen… schreibt das Nachweisblatt als Word-Dokument mit Randbedingungen, Zonendaten, Fenstern, Luftwechseln, Kennzahl, Ampel und Programmfassung. Stundenreihen als CSV… speichert operative Temperatur, Raumlufttemperatur, Luftwechsel und Sonnenschutzzustand je Stunde.
Lüftung
Der Luftwechsel des Modells ist die Summe aus Infiltration und Nutzerlüftung. Ist nur eines der beiden Felder gefüllt, gilt für das andere seine Vorgabe. Sind beide leer, rechnet das Modell mit der Luftwechselrate des Gebäudes; fehlt auch sie, mit der Summe der beiden Vorgaben, 0,7 1/h. Unter den Feldern steht, mit welchem Luftwechsel gerechnet wird und woher er kommt. Der Lüftungswärmeverlust der Hülltabelle folgt diesem Wert.
Die Wärmerückgewinnung in % beschreibt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Sie steht am Gebäude im Bereich „Nutzung & Konditionierung“ und je Zone im Zonendialog; leer heißt am Gebäude 0 %, an der Zone der Wert des Gebäudes. Sie mindert den Lüftungswärmeverlust der Nutzerlüftung um ihren Anteil, die Infiltration bleibt ungemindert. Ein Beispiel: Infiltration 0,2 1/h, Nutzerlüftung 3,0 1/h und 80 % Wärmerückgewinnung ergeben wirksam 0,2 + 0,2 × 3,0 = 0,8 1/h. In Stunden mit Sommerlüftung oder Nachtauskühlung wirkt die Rückgewinnung nicht (Bypass): Dort gilt der volle Luftwechsel. Erreicht die Nutzerlüftung einer Zone im Jahr mehr als 10 1/h und ist keine Wärmerückgewinnung eingetragen, meldet die Modellprüfung einen Hinweis. Der Tagesbilanz-Weg rechnet ohne Wärmerückgewinnung.
Sommerlüftung
Mit eingeschalteter Sommerlüftung öffnen die Nutzer an warmen Tagen die Fenster: Ist die Raumluft wärmer als 23 °C und die Außenluft mindestens 2 K kühler als die Raumluft, steigt der Luftwechsel auf 2,0 1/h. Geschlossen wird erst, wenn die Raumluft unter 22 °C fällt oder die Außenluft bis auf 1 K an die Raumluft herankommt – so schaltet die Lüftung nicht Stunde für Stunde hin und her. Entschieden wird zu Beginn jeder Stunde nach den Temperaturen der Stunde davor; der Zustand gilt die ganze Stunde.
Die Sommerlüftung senkt Kühlbedarf und Überhitzungsstunden. Auf den Heizbedarf wirkt sie kaum.
Bei einem gekühlten Gebäude (siehe Kühlung) liegt die Schwelle nicht bei 23 °C, sondern 3 K unter dem Kühlsollwert: Die Nutzer öffnen die Fenster, bevor gekühlt wird.
Heizperiode
Die Heizperiode ist die Saison der Heizspalte der Konditionierung (siehe Gebäude: Bereich „Nutzung & Konditionierung"): Start und Ende als Datum, innerhalb wird geheizt, außerhalb steht der Heizsollwert auf aus. Dort rechnet das Modell ohne Heizung, der Raum schwingt frei; leer heißt ganzjährig. Die Kühlperiode wirkt ebenso auf die Kühlspalte (Kühlung).
Die Heizperiode schneidet Bedarf ab, den die Raumheizung sonst gedeckt hätte. Liegt die Raumluft einer beheizten Zone außerhalb der Heizperiode in Nutzungsstunden unter dem Tagwert der Heizspalte, zählt der Lauf diese Stunden und nennt die Zahl und die größte Unterschreitung in K als Hinweis im Protokoll; die Rechnung läuft weiter. Wer den Bedarf dort decken will, verlängert die Heizperiode.
Nachtauskühlung
Die Zelle Nacht der Lüftungsspalte trägt einen erhöhten Luftwechsel der Nutzerlüftung in 1/h mit eigenem Nachtfenster (von–bis; leer gilt das Nachtfenster der Heizspalte) und einem Temperaturabstand ΔT Außenluft. Die Nachtauskühlung wirkt immer bedingt, einen Schalter gibt es nicht: Der Überschuss über den Tageswert gilt nur in den Stunden des Nachtfensters, in denen die Raumluft der Vorstunde über der Schwelle liegt und die Außenluft mindestens ΔT kühler ist; sonst gilt der Tageswert. Die Schwelle ist wie bei der Sommerlüftung 23 °C, in der Kühlperiode eines gekühlten Gebäudes 3 K unter dem Kühlsollwert. ΔT ist 2 K, einstellbar von 0 bis 5 K; geschlossen wird mit 1 K Hysterese. Eine unbedingte Nachtauskühlung gibt es nicht, weil sie auch in Winternächten lüftete und die Heizwärme höbe.
Sind Sommerlüftung und Nachtauskühlung gesetzt, gilt der größere Luftwechsel. Die Wirkung: Die Raumluft ist am Morgen kühler, es gibt weniger Überhitzungsstunden und mit wirksamer Kühlung weniger Kühlenergie am Folgetag. Die Zahl der Stunden steht als Stunden mit Nachtauskühlung im Wärmebedarf, im Export und im Bericht, nur wenn eine Nachtauskühlung gesetzt ist.
Aufheizoptimierung
Nach einer Absenkung springt der Heizsollwert im Kalender auf den Tagwert zurück. Ohne Aufheizoptimierung verlangt das Modell die Wärme für den Sprung in einer Stunde, die Leistungsspitze liegt weit über der stationären Last. Mit Aufheizoptimierung ersetzt das Modell den Sprung durch eine Aufheizrampe: Der Sollwert steigt in einer berechneten Zahl von Stunden vor der Nutzung in Stufen an, sodass die Heizleistung die Aufheizleistung nicht übersteigt. Die Spitze sinkt, die Wärme für die Absenkung bleibt. Die Raumtemperatur erreicht den Sollwert immer; an milden Tagen bleibt ein Sprung der Heizlast, solange er unter der Aufheizleistung liegt.
- Schalter und Gültigkeit – die Aufheizoptimierung ist eine Projekteinstellung (Simulation: Aufheizoptimierung) und ausgeschaltet, solange sie niemand einschaltet. Sie gilt für Gebäude nach VDI 6007, mit Zonen je beheizter Zone mit deren eigenen Massen, Heizleistung und Kalender. Ein Gebäude ohne Zonen mit Anlagenkopplung Heizkreis wird nicht optimiert, die Wärmeübergabe begrenzt dort die Leistung; der Lauf nennt das. Der Rechenweg Tagesbilanz kennt keine Rampe.
- Aufheizleistung – die Heizleistungsgrenze des Gebäudes oder der Zone; führt sie keine, die stationäre Last an der kältesten Stunde zuzüglich der Aufheizreserve (Vorgabe 20 %). Als Quelle nennt das Ergebnis Heizleistungsgrenze oder Zielleistung.
- Bemessung – die Außentemperatur der Bemessung ist die kälteste Stunde des Klimajahrs (Vorgabe); wahlweise kälteste Stunde − ΔT_K mit einem Abzug von 0 bis 10 K, Vorgabe 2 K, als Reserve für kältere Jahre. Aus Gebäude, Aufheizleistung und Außentemperatur folgt die längste Aufheizzeit bis höchstens 48 Stunden.
- Aufschlag – ein Zuschlag auf die Länge der Rampe, in Stunden (0 bis 24) und in Prozent (0 bis 100). Es gilt der größere der beiden Werte; der Aufschlag wirkt nur auf Rampen mit mehr als einer Stufe und nicht auf eine manuell gesetzte Aufheizzeit. Aus n Stufen (Aufheizzeit n − 1 h) werden n′ = min(48, n + max(Aufschlag h, ⌈n · Aufschlag % / 100⌉)) Stufen, höchstens bis zum Ende der Absenkung; die längste Aufheizzeit bleibt die bemessene Zeit. Die Rampe ist nie länger als 48 Stunden.
- Manuelle Aufheizzeit – ein Gebäude kann seine Aufheizzeit vorgeben (1 bis 47 Stunden); sie ersetzt die Bemessung (Gebäude: Aufheizzeit manuell).
- Art der Aufheizzeit – täglich (Vorgabe): Jeder Tag rechnet seine Aufheizzeit nach der kleinsten Außentemperatur seines Fensters, höchstens die längste; an milden Tagen entsteht keine Rampe und keine Mehrwärme. Fest: Jeder Tag heizt so lange vor wie der Bemessungsfall, mit mehr Wärme an milden Tagen.
- Grenzen der Rampe – eine Rampe ist nie länger als die Absenkung davor; verlangt die Rechnung mehr, füllt die Rampe die Absenkung, und der Lauf meldet, dass die Absenkung dort weitgehend wirkungslos ist. Der Sollwert der Rampe bleibt 1 K unter dem Kühlsollwert.
- Auslegungsgröße – für die Auslegung der Heizung zählt die stationäre Auslegungsheizlast zuzüglich des Aufheizzuschlags; die ideale Spitze der Last bei ausgeschalteter Aufheizoptimierung ist keine Auslegungsgröße. Die Auslegungsheizlast entsteht auch ohne Anlagenkopplung, an der Auslegungs-Außentemperatur und mit jeder beheizten Zone an ihrer Auslegungsraumtemperatur.
- Aufheizen vor Nutzungsbeginn – statt der Rampe wählt die Projekteinstellung Vorheizzeit vorgeben oder Vorheizzeit berechnen: Die Heizung beginnt die Vorheizzeit vor dem Kalendersprung mit dem Sollwert der Nutzung, ab dem Kalendersprung begrenzt ein Deckel die Heizleistung (höchste Heizlast an den Kalendersprüngen des Jahres plus zulässiger Sprung). Die berechnete Vorheizzeit reicht an 95 % der erreichbaren Sprünge; die Raumtemperatur muss zum Nutzungsbeginn den Sollwert bis auf die Regelgenauigkeit erreichen. Felder und Hinweise: Simulation: Verfahren.
- Geregelte Heizlast im Zonenmodell – die Raumtemperatur, bei der die geregelte Heizlast einer Zone umkehrt, bestimmt das Modell exakt als Nullstelle der Ableitung der Heizlast; es sucht sie nicht durch Probieren.
Ein unsaniertes Gebäude braucht mit den Vorgaben oft keine Rampe, weil seine Sprungspitze nur wenig über der stationären Last und innerhalb der Reserve liegt. Die Optimierung wirkt in gut gedämmten Gebäuden und dort, wo die Heizleistungsgrenze knapp gesetzt ist. Ergebnisse und Hinweise beschreibt Simulationsergebnisse: Gebäudekennzahlen.
Strahlung auf die Außenbauteile
Ohne diesen Schalter sehen Wände, Dach und sonstige Außenflächen die Außenlufttemperatur. Mit dem Schalter rechnet das Modell für sie eine äquivalente Außentemperatur nach VDI 6007 Blatt 1: Die Sonne erwärmt die Außenflächen (Absorptionsgrad 0,6), die langwellige Abstrahlung gegen den Himmel kühlt sie (Emissionsgrad 0,9). Auf dem Bauteilweg gelten Absorptions- und Emissionsgrad des Bauteils, leer die seines Aufbaus, ohne sie diese Vorgaben. Die Außenwand bekommt dabei das Mittel der Einstrahlung auf die vier Fassaden, das Dach wird als waagerechte Fläche gerechnet. Auf dem Bauteilweg bekommt jedes Außenbauteil an Außenluft die Einstrahlung seiner eigenen Neigung und Richtung. Ein Bauteil, dessen Aufbau hinterlüftet ist, sieht auch mit dem Schalter nur die Außenlufttemperatur: Seine Außenseite liegt in der belüfteten Luftschicht, Sonne und Himmel treffen die vorgehängte Schale, die nicht mitgerechnet wird.
Für die Abstrahlung braucht das Modell die atmosphärische Gegenstrahlung der Klimadaten. PVGIS-Abrufe und Testreferenzjahre liefern sie; eine Klimaregion ohne diesen Wert rechnet ohne den langwelligen Anteil. Die Abstrahlung der Fenster geht immer ein, wenn die Klimadaten die Gegenstrahlung führen.
Klimadaten
Das Modell nimmt die Stundenwerte der Klimaregion des Projekts: Außentemperatur, Global-, Direkt- und Diffusstrahlung und, wenn vorhanden, die Gegenstrahlung. Die Einstrahlung auf die vier Fassaden – auf dem Bauteilweg auf jede Neigung und Richtung eines Bauteils – rechnet es selbst, mit einem Himmelsmodell, das die Richtung der Sonne berücksichtigt. Der Sonnenstand gilt zum Anfang jeder Stunde – derselbe Sonnenstand wie bei Photovoltaik und Solarthermie. Wochenenden, Feiertage und Ferien folgen den Kalendern des Gebäudes; die Wochentage des Jahres richten sich nach dem Wochentag des 1. Januar der Klimaregion. Vor dem 1. Januar rechnet das Modell die letzten 30 Tage des Jahres als Vorlauf, damit die Speichermasse zu Jahresbeginn eingeschwungen ist.
Ergebnisse
Der Knopf Simulation… im Gebäudedialog öffnet das Blatt Simulation des Gebäudes (Aufbau: Gebäude). Auf dem Rechenweg VDI 6007 zeigt es neben Wärmebedarf, höchster Wärmelast und Vollbenutzungsstunden:
- mittlere Raumtemperatur in der Nutzungszeit – außerhalb der Nachtzeit des Gebäudes (Nachtabsenkung von … bis, ohne Angabe 22 bis 6 Uhr, siehe Nachtzeit);
- Stunden mit Sommerlüftung;
- Stunden mit Nachtauskühlung – nur, wenn eine Nachtauskühlung gesetzt ist (siehe Nachtauskühlung);
- die Energiebilanz als Übersichtsgrafiken, Jahresbilanz und Hülle und die Kacheln Übertemperatur und Komfortstunden mit einstellbarem Komfortband (siehe Gebäude).
Darunter steht der Block Kälte mit denselben Bausteinen wie die Wärmeseite:
- Kühlbedarf – mit eingeschalteter Kühlung der Kältebedarf am Kühlsollwert; ohne sie läuft das Gebäude frei und hat keinen Kühlbedarf – statt der Kältezahlen steht ein Strich;
- max. Kältelast und Vollbenutzungsstunden der Kälte;
- Stunden mit Kühlbedarf;
- Überhitzungsstunden – Stunden der Nutzungszeit mit einer operativen Temperatur über der oberen Raumtemperatur; ohne Kühlung darf die Raumtemperatur über die obere Raumtemperatur steigen, und die Zahl zeigt, was ohne Kühlanlage geschieht;
- Übertemperaturgradstunden DIN 4108-2 (Projektbedingungen) – nur mit Sommerklimaregion, mit Grenzwert, Ampel und den Stunden über dem Bezugswert, + 2 K und + 4 K; die Zahl ist informativ, kein Nachweis (siehe Übertemperaturgradstunden);
- Stunden mit Heizen und Kühlen – Stunden, in denen das Modell von Heizen auf Kühlen umschaltet; sie werden gezählt, nicht verrechnet;
- das Bild der Kältelast im Block Kälte und im Block Monatswerte die Spalte Kühlung neben Heizung.
Die Zeilen unter dem Abschnitt sagen, wie der Kühlbedarf entsteht, und nennen die Grenze der Zahl: Der Kältebedarf ist sensible Kälte ohne Entfeuchtung; Feuchte und latente Last sind nicht enthalten. Auf dem Rechenweg Tagesbilanz steht der Abschnitt mit 0 und dem Grund – dieser Weg liefert keine Kühllast.
Die Tabelle Vergleich der Rechenwege stellt dasselbe Gebäude auf beiden Rechenwegen nebeneinander: Wärmebedarf, Spitzenlast der Stunde, Spitzenlast als höchstes Mittel über 24 Stunden, der Wert, den die Stundenlast in 95 % der Stunden nicht überschreitet, und die Vollbenutzungsstunden, jeweils mit der Abweichung des Stundenmodells in Prozent. Beide Spalten rechnet das Programm beim Öffnen; gespeichert wird dabei nichts.
Die Raumtemperatur ist im Bild des Blocks Wärme als Reihe an der rechten Achse zuschaltbar, ebenso die Außentemperatur; Zoom, Ausschnitt, Legende und Farbwahl bedienen Sie wie in den übrigen Diagrammen.
Rechnet das Gebäude mit Wärmeübergabe, zeigt der Wärmebedarf zusätzlich:
- in der Zeile Rechenweg den Zusatz gekoppelt;
- zwei Kacheln: Vorlauf / Rücklauf – die Mittel über die Stunden mit Heizbetrieb, darunter Übergabeart und Auslegungspunkt – und Stunden mit begrenzter Übergabe, in denen die Übergabe weniger lieferte, als der Sollwert verlangte;
- im Bild des Blocks Wärme die zuschaltbaren Reihen Vorlauf und Rücklauf; Stunden ohne Heizbetrieb bleiben im Bild leer. Der Bericht führt dieselben Zahlen je Gebäude im Abschnitt Heizkreis und Übergabe.
- die Kacheln der Komfortstunden – Unterschreitungsstunden, Kelvinstunden, längste Strecke – und daneben den Restbedarf des Projekts aus dem letzten Lauf; nicht erhobene Werte stehen als „—“. Im Lauf mit Fahrplan kommen der Bedarfsbegriff (mit Rückwirkung oder feste Last) und die Stunden am Fahrplan dazu. Im geschlossenen Kreis stehen die Komfortkennzahlen in Ergebnis und Bericht ebenso; die Stunden am Fahrplan bleiben dort leer, ihre Entsprechung sind die Stunden an der Schranke des Kreises;
- im Block Komfort und Regelung das Bild Raumtemperatur und Sollwert für die Woche mit der größten Unterschreitung: Raumluft und Sollwert als zwei Linien, die gezählten Unterschreitungsstunden markiert. Der Bericht führt Komfortstunden und Restbedarf im Abschnitt Komfort und Restbedarf.
Rechnet das Projekt mit der Anlagenkopplung geschlossener Kreis, zeigt der Wärmebedarf die Gruppe Geschlossener Kreis, Projekt, letzter Lauf mit fünf Kacheln: Durchläufe je Stunde (Mittel / Höchstwert), Fallwechsel, Stunden an der Schranke, Stunden mit leerem Speicher und Stunden mit Restbedarf. Die Zahlen gelten für das ganze Projekt und stammen aus dem letzten Projektlauf; ohne Lauf im geschlossenen Kreis stehen sie leer. Der Bericht führt sie in der Tafel Anlagenkopplung – geschlossener Kreis. Die Auskunft des Bedarfsdialogs rechnet ohne geschlossenen Kreis auf dem Profilweg und trägt den Hinweis Berechnet ohne geschlossenen Kreis; der Projektlauf rechnet den Kreis. Rechnet das Projekt Kälte, stehen daneben die Kennzahlen der Zonensperre und der Kälteseite im Kreis.
Rechnet das Gebäude mit Kühlübergabe, trägt die Zeile Rechenweg ebenfalls den Zusatz gekoppelt, und der Abschnitt Kältebedarf zeigt zusätzlich:
- zwei Kacheln: Kühlvorlauf / Kühlrücklauf – die Mittel über die Stunden mit Kühlbetrieb, darunter Art, Auslegungspunkt und der Vermerk sensibel – und Stunden mit begrenzter Kühlübergabe, in denen die Kühlübergabe weniger aufnahm, als der Kühlsollwert verlangte, davon die Stunden an der Vorlaufgrenze;
- das Bild Kühlvorlauf und Kühlrücklauf mit dem Auslegungspunkt als gestrichelten Linien; Stunden ohne Kühlbetrieb bleiben im Bild leer. Die Stunden mit begrenzter Kühlübergabe sind keine Überhitzungsstunden: Diese zählen die Stunden über der oberen Raumtemperatur. Der Bericht führt die Zahlen je Gebäude im Abschnitt Kältekreis und Kühlübergabe.
Bei einem Gebäude mit mehreren Zonen zeigt der Wärmebedarf zusätzlich die Gruppe Zonen mit einer Zeile je Zone und die Wahl Diagramme für:; die Kennzahlen des Gebäudes entstehen dann aus den Zonen (siehe Mehrzonenmodell).
Die Energiemengen folgen der Einheitenwahl oben im Dialog (MWh oder kWh); Leistungen stehen in kW, Temperaturen in °C.
Zeitreihen des Gebäudelaufs
Die Karte Zeitreihen des Gebäudelaufs zeigt alle Stundenreihen des Laufs. Die Steuerzeile gilt für alle Bilder der Karte: Ort wählt das Gebäude und bis zu vier Orte zugleich (Gebäude und Zonen), Zeitraum das Jahr, einen Monat oder einen Tag mit ‹ und › zum Blättern, Typtag springt auf den kältesten, den normalen (Median der Tagesmittel der Außentemperatur) oder den wärmsten Tag, Darstellung wählt Stundenwerte oder gemittelt – im Jahr das Mittel je 6 Stunden mit der Spanne von Minimum bis Maximum, im Monat und am Tag jede Stunde –, Einheit kW oder W/m² und für die Kennzahlen MWh oder kWh.
Darunter stehen drei aufklappbare Gruppen mit je einem Bild und einer Reihenleiste zum Zu- und Abschalten der Reihen und zur Wahl der Farbe:
- Temperaturen – Außenluft, Raumluft, Strahlungstemperatur, operative Temperatur, Heiz- und Kühlsollwert, mit Wärmeübergabe Vor- und Rücklauf; darunter ein Zustandsband mit Heizzeit, Sommerlüftung und Komfortausfall;
- Heizung und Kühlung – Heiz- und Kühlleistung, wo eine Grenze der Anlage wirkt auch Anforderung und Verfügbarkeit; die Kühlung steht unter der Nulllinie;
- Thermische Lasten – solare und innere Gewinne, Transmission, Lüftung, Speicher, Heizung und Kühlung mit der Bilanz der Stunde (Σ); Gewinne stehen über, Verluste unter der Nulllinie. aufgefächert zeigt die einzelnen Posten. Mit einem Ort sind die Lasten gestapelt, mit mehreren Orten Linien. Auf dem Rechenweg Tagesbilanz ist die Gruppe gesperrt.
Mit mehreren Orten zeigt die Farbe die Größe und die Strichart den Ort; die Spanne steht nur am ersten Ort. Zoom in der Steuerzeile – Bereich zum Aufziehen eines Ausschnitts, 1:1 für das ganze Jahr, Skala Datum oder Stunde im Jahr – gilt wie das Blättern für alle drei Bilder; unter jedem Bild nennt die Zeigerzeile Zeitraum und Werte der sichtbaren Reihen am Zeiger. CSV… einer Gruppe speichert ihre gewählten Reihen im gezeigten Zeitraum, im Raster der Ansicht und in der gewählten Einheit; Zeitreihen exportieren… (CSV) öffnet den vollständigen Export.
Im Kopf jeder Gruppe wählt zeitlich | sortiert die Darstellung: sortiert zeigt die Dauerlinie des gezeigten Zeitraums – jede Reihe für sich absteigend im Raster der Ansicht (Stunden bzw. Mittel je 6 Stunden), die x-Achse als Anteil; die Lasten stehen dort als Linien, Gewinne über, Verluste unter der Nulllinie. Zoom wirkt im sortierten Bild nicht, CSV… speichert dann die sortierten Werte mit Rang und Anteil. In Heizung und Kühlung und Thermische Lasten lassen sich hinter °C rechts: zusätzlich die Temperaturen (Außenluft, Raumluft, operativ, Strahlung, Heiz- und Kühlsollwert) einschalten; sie stehen auf einer zweiten Achse in °C rechts und sind zunächst aus. Vergrößern stellt das Bild einer Gruppe über die ganze Höhe des Inhalts, mit eigener Leiste (Bereich, 1:1, Datum oder Stunde im Jahr, CSV…), Legende und Farbwahl am Farbfeld der Legende wie bei den übrigen Ganglinien; Steuerzeile, Zeigerzeile und Reihenleiste bleiben. Verkleinern oder Esc stellt zurück.
Monatsbilanz
Die Karte Monatsbilanz zeigt die Posten der Bilanz je Monat und im Jahr als Tabelle, in der Einheit des Blatts (MWh oder kWh). als Bild zeigt alle Posten als Stapel je Monat: Gewinne und Heizung über, Verluste und Kühlung unter der Nulllinie, dazu die Netto-Linie und die mittlere Außentemperatur auf der rechten Achse. Ein Klick auf einen Eintrag der Legende blendet den Posten aus, das Farbfeld davor wählt seine Farbe. Vergrößern stellt das Bild über die ganze Höhe des Inhalts, Verkleinern oder Esc stellt zurück.
Grenzen
- Ohne Zonen ist das Gebäude ein Raum. Räume unterschiedlicher Temperatur rechnen getrennt nur als eigene Zonen, höchstens 50 je Gebäude (siehe Mehrzonenmodell).
- Ohne Zone steht die Hülle als U-Wert und Fläche je Bauteilgruppe, nicht als Schichtaufbau; die Kennwerte des Modells leitet das Programm daraus nach einem festen Schema ab. Mit Zonen rechnet es die Schichtaufbauten ihrer Bauteile nach VDI 6007 Blatt 1.
- Die Verschattung ist ein pauschaler Faktor, keine Geometrie.
- Ohne eingeschaltete Kühlung ist der Kühlbedarf eine Auskunft über das Gebäude und geht in keinen Kanal. Mit Kühlung geht er als Kältebedarf in den Kanal Kühlung und bleibt ungedeckt, weil kein Wärmeerzeuger Kälte deckt (siehe Kühlung).
- Der Kühlbedarf ist sensible Kälte ohne Entfeuchtung.
- Die Wärmeübergabe kennt einen Heizkreis je Gebäude; mit mehreren Zonen stellt jede Zone ihre eigene Übergabe am gemeinsamen Vorlauf ein (siehe Mehrzonenmodell: Übergabe je Zone). Ebenso stellt jede gekühlte Zone ihre eigene Kühlübergabe am gemeinsamen Kaltwasser-Vorlauf ein; die Aufheizzeit einer Flächenheizung rechnet ohne Estrichmasse. Die hergeleitete Nennleistung ist die stationäre Heizlast des Modells, keine Heizlastberechnung nach Norm.
- Der Fahrplan der Anlagen ist eine Vorabrechnung je Projekt ohne Ladezustand der Speicher; die Komfortschwelle ist ein fester Wert von 1,0 K.
- Die Kühlübergabe kennt einen Kaltwasserkreis je Gebäude mit einem Vorlauf; die Kühlkurve gibt es nur im geschlossenen Kreis und nur am Gebäude, nicht je Zone, und die Flächenkühlung rechnet ohne Estrichmasse. Sie rechnet sensibel ohne Entfeuchtung, die Vorlaufgrenze ist eine Vorgabe, keine Taupunktrechnung. Ein eigenes Zeitprogramm für den Kühlsollwert gibt es nicht.
- Ohne Zone rechnet das Modell wie der Bestandsweg das Gebäude des Katalogs und rechnet das Ergebnis auf die Fläche bzw. den Verbrauch des Projekts hoch. Mit Zonen rechnet es die Hülle seiner Zonen ohne Hochrechnung.