Programm Dokumentation/Gebäudeimport
Weitere Optionen
Der Gebäudeimport übernimmt die Daten eines Gebäudes aus einer Gebäudedatei im Format gbXML oder IFC. Aus der Datei entsteht ein neuer Satz im Gebäudekatalog, den Sie vor dem Speichern im Katalogeditor sehen und ergänzen, und eine neue Zeile in der Gebäudeliste des Projekts. Welche Werte aus der Datei stammen, welche eine Vorgabe sind und welche leer bleiben, zeigt der Zuordnungsdialog Zeile für Zeile.
Aufruf
Im Dialog Eingabe der Gebäudedaten steht in der Leiste unter dem Katalog Gebäude in DB neben Gebäude in DB neu… der Knopf Importieren (gbXML, IFC)… (siehe Die Gebäude des Projekts). Er öffnet den Zuordnungsdialog Gebäude importieren über dem Dialog. Im Assistenten steht derselbe Knopf beim Schritt der Gebäude.
Dateiarten und Größe
Datei wählen… öffnet eine Dateiwahl für beide Formate; welches gilt, ergibt sich aus der Endung der Datei:
- gbXML – Endung .xml oder .gbxml.
- IFC – Endung .ifc (STEP-Text), .ifcxml oder .ifczip (gepackt). Gelesen werden die Schemastände IFC2X3, IFC4 und IFC4X3; eine Datei anderen Schemas lehnt der Dialog mit einer Meldung ab.
Eine Datei mit anderer Endung lehnt der Dialog mit „Dateiart nicht unterstützt" ab und nennt die beiden Formate.
Die Größe prüft EPOS-Plan, bevor gelesen wird. Unter Windows sind es höchstens 25 MB für gbXML und 50 MB für IFC, unter iOS höchstens 25 MB bzw. 20 MB; bei .ifczip zählt die entpackte Größe. Die Grenzen stehen unter der Dateiwahl. Eine größere Datei wird nicht gelesen, der Dialog nennt ihre Größe und die Grenze. Während des Lesens zeigt der Dialog einen Fortschritt; Abbrechen neben dem Fortschritt oder Esc brechen das Lesen ab, ohne dass etwas übernommen wird.
Der Zuordnungsdialog
Der Dialog Gebäude importieren führt von oben nach unten durch die Übernahme: Baualtersklasse, Datei, Quelle, Räume, Zuordnung, Bauteile – bei mehreren Zonen Zonen, Grundriss und Flächen je Zone –, Baustoffe und Meldungen. OK übernimmt, Abbrechen, das Kreuz und Esc schließen ohne Übernahme.
Baualtersklasse zuerst
Das erste Feld ist die Baualtersklasse – ein Bauzeitraum von bis 1859 (A) bis ab 2021 (M), dieselbe Einteilung wie im Gebäudekatalog (siehe Baualtersklasse und Energiestandard). Sie liefert die Vorgaben für das, was eine Gebäudedatei meist nicht enthält: die U-Werte der Bauteile, den g-Wert der Fenster und die Wärmebrückenkoeffizienten. Die Vorgabe einer Klasse ist der Median der Sätze dieser Klasse im Gebäudekatalog; der Kurztext an der Spalte Vorgabe nennt Klasse und Zahl der Sätze. Hat eine Klasse keinen Katalogsatz, gilt für U-Werte und g-Wert ein freier Wert nach Stein, B.; Loga, T. (2025), Institut Wohnen und Umwelt, Tabelle 28 (Lizenz CC BY 4.0): Die Herkunft heißt dann Vorgabe (freier Wert), der Kurztext nennt die Quelle, und die Wärmebrückenkoeffizienten bleiben leer.
Das Baujahr führt. Nennt die Datei ein Baujahr, bestimmt EPOS-Plan die Klasse daraus; sie steht in der Klappliste, die Klappliste ist gesperrt, und der Beleg der Zeile nennt das Baujahr. Ohne Baujahr wählen Sie die Klasse, am besten vor der Datei. Ein späterer Wechsel ordnet neu zu; Werte, die Sie von Hand eingetragen haben, und gesetzte oder entfernte Haken bleiben dabei stehen.
Der Hinweis unter der Klappliste nennt, wie viele der Werte, die eine Klasse vorgibt, die Klasse für diese Datei tatsächlich füllt und wie viele die Datei selbst trägt. Liefert die Datei alle U-Werte und den g-Wert, bleiben der Klasse nur die Wärmebrückenkoeffizienten; ein Wechsel der Klasse ändert dann wenig.
Quelle
Nach dem Lesen nennt der Abschnitt Quelle Datei, Format, Schema, Größe und Zonenregel. Die Zonenregel sagt, wie die Räume zu Zonen zusammengefasst werden: zu einer Zone je Gebäude oder zu mehreren Zonen, etwa je Geschoss (siehe Mehrere Zonen). Die Summen der Zuordnung umfassen in jedem Fall alle beheizten Räume des Gebäudes.
Stammt ein Gebäude des offenen Projekts schon aus derselben Datei, steht unter der Quelle ein leiser Hinweis mit dem Namen dieses Gebäudes und dem Zeitpunkt des Imports. Als dieselbe Datei gilt eine Datei mit gleichem Inhalt, unabhängig von ihrem Namen. Der Import bleibt trotzdem möglich.
Enthält die Datei mehrere Gebäude, wählen Sie unter Gebäude der Datei eines aus; je Import wird ein Gebäude übernommen. Der Name des neuen Gebäudes ist mit dem Namen aus der Datei vorbelegt. Unter diesem Namen entsteht der Katalogsatz; ein Name, den der Gebäudekatalog schon führt, hält den Dialog beim OK mit einer Meldung offen.
Räume
Die Liste Räume zeigt jeden Raum des Gebäudes mit Fläche, dem Haken Beheizt und dem Grund dafür: die Zustandsangabe der Datei, ein Raumname, der auf einen unbeheizten Raum deutet (etwa Keller, Garage oder Dachboden), oder „keine Angabe – als beheizt angenommen". Unter einer Zone je Gebäude bilden nur die beheizten Räume die Zone; unter einer Regel mit mehreren Zonen fasst jede Zone nur Räume gleichen Zustands, und unbeheizte Räume bilden eigene, unbeheizte Zonen. Stellen Sie einen Haken um, ordnet der Dialog neu zu – die Zuordnung und die Bauteile; der Grund heißt dann „vom Anwender umgestellt".
Zuordnung
Die Tabelle Zuordnung hat je Feld des Gebäudeeditors eine Zeile, geordnet nach Gruppen – Kenngrößen, Außenwand, Fenster, Dach, Grundfläche, Sonstige Flächen, Wärmebrücken, Lüftung und Sollwerte. Jede Zeile zeigt:
- Wert und Einheit – die Zahl, die übernommen wird. Ein Zahlenfeld lässt sich ändern.
- Beleg – woraus der Wert stammt, etwa „Summe aus 3 beheizten Räumen" oder das flächengewichtete Mittel der U-Werte mehrerer Bauteile.
- Vorgabe – der Wert, der ohne Zahl aus der Datei gilt: der Wert der Baualtersklasse, auch wenn die Datei eine eigene Zahl liefert, oder eine feste Vorgabe von EPOS-Plan (siehe Was nicht aus der Datei kommt).
- Herkunft – siehe unten.
- Übernehmen – der Haken. Ohne Haken bleibt das Feld des neuen Gebäudes so, wie der Editor es für ein neues Gebäude vorsieht.
Die Zeile Baujahr in den Kenngrößen trägt die Jahreszahl des Gebäudes. Eine IFC-Datei liefert sie aus der Angabe zum Baujahr des Gebäudes (Pset_BuildingCommon.YearOfConstruction); gelesen wird die erste vierstellige Jahreszahl von 1500 bis 2100, der Beleg zeigt den gelesenen Text, etwa „gelesen aus „ca. 1965““. Eine gbXML-Datei führt kein Baujahr; die Zeile bleibt leer. Das Baujahr landet im gleichnamigen Feld des Katalogeditors und ändert keine Vorgabe.
Die Zeile Innenflächenfaktor in den Kenngrößen trägt die Fläche der inneren Trennflächen – Innenwände und Decken zwischen beheizten Räumen, jede mit beiden Seiten – geteilt durch die Nutzfläche; das Gebäudemodell rechnet damit die Speicherfläche im Inneren. Liegt der Wert außerhalb von 1 bis 5, ist die Zeile gelb: Dann fehlt der Datei vermutlich ein Teil der Innenbauteile, oder sie zählt Flächen mehrfach. Führt die Datei keine Innenflächen, bleibt die Zeile leer, und es gilt die Vorgabe 2,5. Der Wert landet im gleichnamigen Feld des Katalogeditors (Gruppe Modellparameter (VDI 6007)).
Eine gelb markierte Zeile verdient einen Blick, etwa bei fehlender Geometrie, einem unbekannten Nachbarraum oder einem Fenster ohne Himmelsrichtung. Eine rot markierte Zeile ist fehlerhaft – etwa eine Wandfläche, die nach Abzug der Fenster und Außentüren negativ würde – und sperrt die Übernahme, solange ihr Haken gesetzt ist. Die gesamte Fensterfläche ist die Summe der vier Himmelsrichtungen; sie wird angezeigt, aber nicht eigens übernommen.
Herkunft je Feld
Die Spalte Herkunft sagt für jedes Feld, woher sein Wert kommt:
- gbXML-Datei bzw. IFC-Datei – gelesen aus der Datei.
- Vorgabe – aus der gewählten Baualtersklasse oder eine feste Vorgabe von EPOS-Plan, weil die Datei keinen Wert liefert; der Beleg nennt die Quelle der Zahl.
- Manuell – von Ihnen im Dialog eingetragen. Ein eingetragener Wert setzt den Haken; Beleg und Markierung der Zeile entfallen.
- Leer – weder die Datei noch die Klasse liefert einen Wert.
Die Herkunft je Feld gilt für diesen Dialog. Im Projekt merkt sich EPOS-Plan die Datei, aus der ein Gebäude stammt (siehe Herkunft im Projekt).
Was nicht aus der Datei kommt
Was der Katalogeditor für jedes neue Gebäude verlangt, die Datei aber nicht liefert, steht als Vorgabe in der Zuordnung – mit Haken, und der Beleg nennt die Quelle der Zahl:
- Luftwechselrate – immer 0,7 1/h, die Summe der Vorgaben für Infiltration (0,3 1/h) und Nutzerlüftung (0,4 1/h). Das Gebäudemodell rechnet mit Infiltration und Nutzerlüftung, solange eines der beiden Felder gefüllt ist; der Beleg nennt den Luftwechsel, mit dem gerechnet wird.
- Fläche je Nutzer – aus den Personenzahlen, wenn die Datei sie für jeden beheizten Raum nennt; sonst 35 m², der Wert, mit dem EPOS-Plan ein Gebäude ohne diese Angabe speichert.
- Innere Gewinne – 5 W je m² Nutzfläche, für jede Gebäudeart gleich; bei 120 m² also 600 W. Ohne Nutzfläche bleibt es bei 0 W wie bei einem neuen Gebäude. Eine Datei nennt Auslegungsleistungen für Beleuchtung und Geräte, die zu Zeitplänen gehören; ihre Summe steht nur als Vorschlag im Beleg. Ändern Sie in der Zuordnung die Nutzfläche, folgen die inneren Gewinne ihr, solange Sie sie nicht selbst eingetragen haben.
- Soll am Tag – 20 °C, wenn die Datei keine einheitliche Heiz-Solltemperatur nennt.
- Heizsollwert in der Nacht – 18 °C, höchstens aber das Soll am Tag; der Beleg nennt es, wenn das Soll am Tag darunter liegt. Ändern Sie das Soll am Tag, folgt der Nachtwert, solange Sie ihn nicht selbst eingetragen haben.
- Nachtabsenkung von … bis – 22 bis 6 Uhr, übernommen als eingetragene Stunden (siehe Nachtzeit).
Jede dieser Vorgaben lässt sich in der Spalte Wert ändern – die Herkunft wird dann manuell – und später im Katalogeditor.
Für U-Werte, g-Wert und Wärmebrückenkoeffizienten gibt es Vorgaben nur aus der Baualtersklasse; ohne Klasse bleiben diese Zeilen leer, wenn die Datei keinen Wert liefert. Weiter gilt:
- Wärmebrücken – die Verlustkoeffizienten sind die Vorgabe der Baualtersklasse; die Anschlusslängen bleiben leer, weil eine Gebäudedatei sie nicht als solche führt. Tragen Sie die Längen im Katalogeditor ein, wenn der Wärmebrückenzuschlag gerechnet werden soll.
- Bauart – wo die Datei Schichtaufbauten mit Stoffwerten führt, leitet EPOS-Plan sie aus den raumseitigen Schichten der Bauteile ab; sonst gilt die Bauart eines neuen Gebäudes. Der Editor bildet daraus die Speicherfähigkeit wie bei jedem neuen Gebäude.
- Luftwechsel – übernommen wird nur die Infiltration, und nur, wenn die Datei sie für jeden beheizten Raum nennt; die Nutzerlüftung bleibt dann leer und rechnet mit ihrer Vorgabe. Nennt die Datei keinen Luftwechsel, stehen beide auf ihrer Vorgabe.
- Soll am Tag – übernommen, wenn die Datei für alle beheizten Räume dieselbe Heiz-Solltemperatur nennt; sonst gilt die Vorgabe 20 °C.
Bauteile (echte Hülle)
Der Abschnitt Bauteile (echte Hülle) zeigt, wie das Gebäude mit seinen eigenen Bauteilen ins Projekt kommt, statt nur mit den Summen der Zuordnung: als eine Zone aus den beheizten Räumen, mit je einer Zeile für jede Wand, jedes Dach, jeden Boden, jedes Fenster und jede Tür der Datei (siehe Gebäude im Projekt: Hülle und Zonen).
- Als Zone mit Bauteilen übernehmen – der Schalter. Er steht auf ein, wenn sich aus der Datei eine Zone bilden lässt. Lässt sie sich nicht bilden – etwa weil einem Bauteil ohne Baualtersklasse der U-Wert fehlt oder eine Wand an der Außenluft keine Himmelsrichtung trägt –, steht er auf aus und ist gesperrt; daneben steht der Grund. Mit Schalter bekommt das Gebäude im Projekt die Zone mit diesen Bauteilen und rechnet mit ihnen; ohne Schalter trägt es nur die Summen der Zuordnung. Die Summenfelder des Katalogsatzes stehen in beiden Fällen.
- Die Kopfzeile nennt die Zone mit Nutzfläche und die Zahl der Bauteile und Schichtaufbauten.
- Die Liste zeigt je Bauteil den Namen aus der Datei, die Art, die Fläche, den U-Wert, den Azimut (0° = Nord), die Neigung, die Randbedingung und die Herkunft. Wände tragen ihre Fläche ohne Fenster und Türen; jede Öffnung ist eine eigene Zeile. Führt die Datei zu einer Konstruktion alle Stoffwerte (Dicke, Wärmeleitfähigkeit, Dichte und Wärmekapazität je Schicht), steht beim U-Wert „aus Schichten": Das Bauteil bekommt einen Schichtaufbau, und der U-Wert folgt aus ihm. Fehlende Stoffwerte ergänzt der zugeordnete Baustoff (siehe Baustoffe). Nennt die Datei dazu einen eigenen U-Wert, der um mehr als 5 % abweicht, sagt es eine Meldung. Ohne vollständige Stoffwerte gilt der U-Wert der Datei, sonst die Vorgabe der Baualtersklasse.
- Flächen gegen einen unbeheizten oder unbekannten Raum tragen die Randbedingung unbeheizter Raum; das Gebäudemodell rechnet dort mit der Kellertemperatur des Gebäudes.
- Eine Vorhangfassade rechnet wie ein Fenster mit Sonneneintrag. U-Wert und g-Wert kommen aus der Datei, wo sie welche führt; sonst gilt der Fenster-U-Wert der Baualtersklasse, und g-Wert, Rahmenanteil und Verschattung sind die des Gebäudes. In den Summenfeldern steht sie unter Sonstige Flächen.
- Die Zeile zur inneren Masse sagt, wie die Innenwände und Decken zwischen beheizten Räumen eingehen. Tragen alle eine Fläche und vollständige Stoffwerte und liegt ihre Fläche beider Seiten zwischen dem Einfachen und dem Fünffachen der Nutzfläche, kommen sie als Innenbauteile in die Zone, je Seite eine Zeile. Sonst gilt der gemessene Innenflächenfaktor, und die Speichermasse folgt der Bauart; ohne Innenflächen die Vorgabe 2,5.
- Darunter stehen die Meldungen zu den Bauteilen.
Jede Neuzuordnung – eine andere Baualtersklasse, ein umgestellter Raum, ein anderes Gebäude der Datei, ein anderer Baustoff – bildet die Bauteile neu. Ihre Wahl am Schalter bleibt stehen, bis Sie eine andere Datei oder ein anderes Gebäude wählen.
Mehrere Zonen
Ein Gebäude lässt sich mit mehreren Zonen übernehmen, etwa mit einer Zone je Geschoss. Welche Räume eine Zone bilden, legt die Zonenregel fest; das Gebäude rechnet danach Zone für Zone im Mehrzonenmodell, mit den Trennflächen zwischen den Zonen.
- Zonenregel – die Klappliste bietet nur die Regeln, die für das Gebäude der Datei gelten. Für IFC: Z1 – eine Zone je Zone der Datei, Z2 – eine Zone je Klassifikation, Z3 – eine Zone je Nutzung (Raumname ohne angehängte Nummer), Z4 – eine Zone je Geschoss und Z5 – eine Zone je Gebäude. Für gbXML: X1 – eine Zone je Zone der Datei (wenn die Datei weniger Zonen als Räume führt), X2 – eine Zone je Geschoss, X3 – eine Zone je Raum und X4 – eine Zone je Gebäude. Z1 bis Z3 brauchen die Raumgrenzen der Datei.
- Vorbelegung – bei IFC Z4, wenn mehr als ein Geschoss Räume trägt und die Datei Raumgrenzen führt, sonst Z5; bei gbXML X1, sonst X2, sonst X4. Ohne Raumgrenzen lässt sich Z4 trotzdem wählen; eine Warnung sagt dann, dass die Geschosszonen ohne Trennflächen gegeneinander bleiben. Eine Regel mit einer Zone führt auf den Weg mit einer Zone.
- Die Bilanz über der Liste nennt die Zahl der Zonen, die beheizte Fläche, das beheizte Volumen, die Summe der Außenflächen und die Summe der Trennflächen; ein Banner darüber zeigt die schwerste Meldung.
- Mindestgröße – eine Zone, die kleiner ist als 2 m² oder 2 % der Gebäudefläche (der größere Wert gilt), geht an die Nachbarzone gleichen Zustands mit der größten gemeinsamen Trennfläche; ihr Hinweis lautet dann „zugeschlagen: …“. Ohne solchen Nachbarn bleibt sie stehen und trägt den Hinweis „unter der Mindestgröße“.
- Höchstens 50 Zonen – ergibt eine Regel mehr Zonen, warnt der Dialog und bietet den Knopf Gröbere Regel übernehmen: …; mit mehr als 50 Zonen lässt sich das Gebäude nicht als Zonen übernehmen.
- Als Zonen mit Bauteilen übernehmen – der Schalter. Mit Haken kommt das Gebäude mit diesen Zonen, ihren Bauteilen und den Trennflächen zwischen ihnen in die Projektliste; ohne Haken trägt es nur die Summen der Zuordnung.
- Die Liste Zonen zeigt je Zone Name, Regel, Räume, Fläche, Volumen, den Haken beheizt und einen Hinweis; aufgeklappt stehen die Räume mit Geschoss, Fläche, Beheizungsregel und Beleg. Der Haken beheizt stellt alle Räume der Zone um; danach bildet sich die Zonierung neu.
- Die Liste Flächen je Zone zeigt jedes Bauteil der Zonen mit Zone, Art, Fläche, Azimut, Neigung, Randbedingung, Nachbarzone, U-Wert, Aufbau, Herkunft und der Spalte Befund. Eine Fläche zwischen zwei Zonen ist eine Trennfläche und nennt die Nachbarzone; ihr Gegenstück findet der Import über die Angabe der Datei oder über die Lage. Eine Fläche ohne Gegenstück rechnet gegen einen unbeheizten Raum. Fenster und Türen gehören zur Zone ihrer Wand. Die Filter nur Fehler, nur ohne Gegenstück und nur ohne U-Wert zeigen nur die betroffenen Flächen.
Grundriss. Neben der Liste der Zonen – im schmalen Fenster darunter – zeigt der Grundriss je Geschoss die Räume als Flächen, Nord oben, jede Zone in eigener Farbe, Räume ohne Zone grau; im Raum stehen Name und Fläche. Die Geschosse wählen Sie über ihre Reiter; die Legende Zonen im Grundriss nennt die Zonen und ob sie aus Raumgrenzen oder von Hand gebildet sind. Räume ohne Raumgrenzen stehen als Rechtecke aus Fläche und Seitenverhältnis; Form und Lage sind dann nur angenommen, der Rand ist gestrichelt, und das Geschoss trägt den Zusatz schematisch. Ab der elften Zone wiederholen sich die Farben. Die Ansicht Körper neben Grundriss ist gesperrt; ihr Tooltip nennt den Grund.
Räume von Hand zuordnen. Wählen Sie unter Räume zuordnen zu eine Zone oder als eigene Zone und tippen Sie dann einen Raum im Grundriss an – oder wählen Sie den Raum in der Liste Raum und drücken Umhängen. Mit der Tastatur erreichen Sie die Räume im Grundriss mit Tab; Enter oder die Leertaste ordnen zu. Umgehängt werden nur Räume gleichen Zustands; ein beheizter Raum kommt nicht in eine unbeheizte Zone, ein Banner nennt dann den Ausweg, den Raum mit dem Haken Beheizt umzustellen. Wechseln Sie die Zonenregel, nachdem Sie Räume von Hand zugeordnet haben, fragt der Dialog nach, denn die Zuordnungen gelten nur unter der Regel, unter der sie entstanden sind. Übernommen wird alles erst mit OK.
Baustoffe
Der Abschnitt Baustoffe steht unter den Bauteilen, sobald die Datei den Schichten ihrer Konstruktionen Materialnamen gibt. Er zeigt, welchem Baustoff des Baustoffkatalogs jeder Name zugeordnet ist, und lässt Sie die Zuordnung ändern. Die Zeile darüber fasst zusammen, wie viele Namen einen Baustoff haben und wie viele ohne Treffer bleiben; tragen alle Schichten vollständige Stoffwerte der Datei, sagt sie das.
Je Materialname zeigt die Tabelle:
- Name in der Datei und die Zahl der Schichten mit diesem Namen.
- Zuordnung über – wie der Name zu seinem Baustoff kommt; der Kurztext an der Zelle nennt den Beleg:
- genauer Name – der Name ist der eines Katalogbaustoffs. Groß- und Kleinschreibung, Umlaute, Satzzeichen, eine angehängte Kennnummer und Zusätze wie „verputzt", „bewehrt" oder eine Dicke zählen dabei nicht. Einen Baustoff mit Herstellerangabe trifft nur der vollständige Name des Produkts; ein allgemeiner Name führt zum Baustoff ohne Herstellerangabe.
- Synonym – ein gebräuchlicher anderer Name aus der Liste, die mit EPOS-Plan ausgeliefert wird, deutsch und englisch, etwa „Estrich" oder „concrete". Steht das Synonym am Anfang eines längeren Namens und nennt der Rest eine Rohdichte, gilt die passende Stufe desselben Baustoffs, etwa „KS 1400".
- Wortanfang – ein Wort des Namens beginnt mit dem Namen genau eines Baustoffs, oder umgekehrt.
- Luftschicht – eine ruhende Luftschicht; sie rechnet mit dem Wärmedurchlasswiderstand nach DIN EN ISO 6946 und ohne Masse.
- verworfen – eine Schraffur oder ein Platzhalter ohne Stoff; die Schicht entfällt, eine Meldung nennt sie.
- eigene Zuordnung – von Ihnen gewählt; sie geht jedem anderen Treffer vor.
- ohne Treffer – kein Baustoff passt, oder mehrere passen gleich gut.
- Baustoff – der zugeordnete Baustoff in einer Klappliste, geordnet nach den Gruppen des Katalogs; je Gruppe stehen die Baustoffe ohne Herstellerangabe zuerst, die übrigen mit ihrem Hersteller.
- Stoffwerte – Wärmeleitfähigkeit , Rohdichte und spezifische Wärmekapazität des Baustoffs.
- Werte – woher die Werte der Schichten kommen: aus der Datei, aus dem Katalog, gemischt mit der Zahl der Schichten je Herkunft, oder ohne vollständigen Aufbau, wenn eine andere Schicht derselben Konstruktion keine Werte hat.
Stoffwerte der Datei gehen vor. Trägt eine Schicht Dicke, Wärmeleitfähigkeit, Rohdichte und Wärmekapazität in üblicher Größe, rechnet sie mit den Werten der Datei; der zugeordnete Baustoff ist dann die Gegenprobe, und eine Meldung nennt eine Wärmeleitfähigkeit, die um mehr als die Hälfte von der des Baustoffs abweicht. Fehlt ein Wert, ist er null oder liegt er außerhalb des üblichen Bereichs, füllt ihn der zugeordnete Baustoff; die Dicke kommt immer aus der Datei. Sind danach alle Schichten einer Konstruktion vollständig, bekommt das Bauteil einen Schichtaufbau mit der Herkunft Katalog; sonst trägt es nur den U-Wert.
Eine Zeile, deren Name einen Baustoff bräuchte und keinen trifft, ist gelb. Wählen Sie in der Klappliste einen Baustoff, wird er die eigene Zuordnung dieses Namens; Zuordnung entfernen nimmt eine eigene Zuordnung zurück, danach gilt wieder die Zuordnung über Name und Synonyme. Jede Änderung bildet die Bauteile sofort neu – aus Schichten ohne Stoffwerte werden so Aufbauten, und die Zeile zur inneren Masse folgt.
Eine eigene Zuordnung merkt sich das Projekt, nicht das einzelne Gebäude. Gespeichert wird sie mit der Gebäudeliste (siehe Übernahme ins Projekt), auch wenn das Gebäude ohne den Schalter Als Zone mit Bauteilen übernehmen kommt; jeder weitere Import im Projekt findet den Namen dann über sie, ein weiterer Import derselben Liste schon vor dem Speichern, solange das importierte Gebäude in der Liste steht. Das Entfernen einer gemerkten Zuordnung gilt ebenso erst mit dem Speichern. Abbrechen verwirft alle Zuordnungen des Dialogs. Die Liste der Synonyme gehört zur Auslieferung und lässt sich nicht bearbeiten; eigene Namen halten Sie über die eigene Zuordnung fest.
Welche Zuordnungen sich das Projekt gemerkt hat, zeigt im Gebäudedialog der Knopf Baustoff-Zuordnungen…: je Zuordnung den Materialnamen, so wie EPOS-Plan ihn vergleicht (klein geschrieben, ohne Umlaute, Satzzeichen und Zusätze wie „verputzt"), den Baustoff und den Zeitpunkt der Zuordnung. Entfernen nimmt eine Zuordnung aus der Liste; mit OK der Ansicht ist sie gelöscht, Abbrechen, das Kreuz und Esc lassen alle stehen. Für einen entfernten Namen gilt beim nächsten Import wieder die Zuordnung über Name und Synonyme.
Meldungen
Der Abschnitt Meldungen sammelt, was beim Lesen und Zuordnen aufgefallen ist, mit der Stufe Hinweis, Warnung oder Fehler. Zahlen darin erscheinen in der Schreibweise der Programmsprache.
OK
OK prüft die übernommenen Zeilen: Nutzfläche und Raumhöhe sind Pflicht, ein U-Wert oder g-Wert außerhalb des üblichen Bereichs ist eine Warnung, eine rot markierte Zeile mit Haken, ein Baujahr, das keine ganze Jahreszahl von 1500 bis 2100 ist, und ein fehlender Name sind Fehler. Danach prüft OK die Werte so, wie der Katalogeditor ein neues Gebäude prüft: Was er nicht annähme – etwa einen g-Wert, der fehlt oder über 1 liegt, oder einen U-Wert außerhalb des zulässigen Bereichs –, ist ebenfalls ein Fehler; ist keine Baualtersklasse gewählt, nennt die Meldung sie als Ausweg. Ein Fehler hält den Dialog offen und steht oben im Warnband. Sonst schließt der Zuordnungsdialog, und der Katalogeditor öffnet sich. Geschrieben ist zu diesem Zeitpunkt noch nichts.
Der vorbelegte Katalogeditor
Nach dem OK öffnet sich der Katalogeditor für ein neues Gebäude, vorbelegt mit den übernommenen Werten und dem Namen aus dem Zuordnungsdialog. Eine leise Zeile unter dem Kopf nennt Datei und Format, aus denen er vorbelegt ist, und jede übernommene Vorgabe mit ihrem Wert, etwa „Luftwechselrate 0,7 1/h“. Alle übrigen Felder stehen wie bei Gebäude in DB neu…. Sie können jedes Feld noch ändern und ergänzen, etwa die Anschlusslängen der Wärmebrücken, die Raumtemperaturen oder die Ferienzeiten.
OK im Editor prüft und legt den Katalogsatz an, wie bei jedem neuen Gebäude. Abbrechen, das Kreuz und Esc schließen den Editor, ohne etwas anzulegen; der Import ist dann verworfen.
Übernahme ins Projekt
Hat der Editor den Katalogsatz angelegt, steht das neue Gebäude im Katalog Gebäude in DB und zugleich als markierte Zeile in der Liste ausgewählte Gebäude im Projekt – vorbelegt wie bei In das Projekt übernehmen mit der Art der Angabe Wohnfläche [m²], der Nutzfläche des Gebäudes und dem Jahresnutzungsgrad 1. Eine Zeile oben im Dialog bestätigt das.
Ins Projekt geschrieben wird die Zeile mit OK des Dialogs Eingabe der Gebäudedaten, im Assistenten mit dem Speichern des Projekts – wie jede andere neue Zeile der Liste (siehe Übernahme ins Projekt). Abbrechen verwirft die neue Zeile; der Katalogsatz bleibt im Gebäudekatalog und lässt sich später übernehmen.
War Als Zone mit Bauteilen übernehmen bzw. Als Zonen mit Bauteilen übernehmen eingeschaltet, schreibt EPOS-Plan zur Kopie des Gebäudes im Projekt zugleich die Zone – bei mehreren Zonen alle Zonen samt den Trennflächen zwischen ihnen – mit ihren Bauteilen und die Schichtaufbauten der Datei als Aufbauten des Projekts; ein Aufbauname, den das Projekt schon führt, bekommt eine Nummer angehängt. Das Gebäude rechnet danach mit seinen Bauteilen. Zone und Bauteile lassen sich im Gebäudedialog über Hülle und Zonen… ansehen und ändern (siehe Zonen), die Aufbauten unter Baustoffe und Bauteilaufbauten. Die Katalogsätze bleiben ohne Zone.
Herkunft im Projekt
Mit der neuen Zeile schreibt EPOS-Plan zur Kopie des Gebäudes im Projekt, aus welcher Datei sie stammt: Dateiname ohne Pfad, Format, Schema, Größe, einen Fingerabdruck des Inhalts und den Zeitpunkt des Imports, dazu die Kennung des Gebäudes in der Datei. Kommt das Gebäude als Zone oder mit mehreren Zonen samt Bauteilen, merkt sich EPOS-Plan außerdem die Zonenregel, aus welchen Räumen jede Zone, aus welcher Fläche oder Öffnung jedes Bauteil, aus welcher Konstruktion jeder Aufbau und aus welchem Material der Datei jeder Baustoff eines Aufbaus stammt. Die eigenen Zuordnungen der Baustoffe werden im selben Schritt für das Projekt gemerkt. Gelingt das nicht oder lassen sich Zone und Bauteile nicht schreiben, wird die ganze Gebäudeliste nicht gespeichert, das Projekt bleibt unverändert, und eine Meldung nennt den Grund. Ein späteres Speichern der Liste lässt die Herkunft stehen; wird das Gebäude aus dem Projekt entfernt, fällt sie mit ihm weg. Über den Fingerabdruck erkennt ein zweiter Import dieselbe Datei (siehe Quelle).
Grenzen
- Ein Gebäude kommt als eine Zone oder mit mehreren Zonen ins Projekt – mehrere Zonen je Gebäude sind ausdrücklich möglich, nach der gewählten Zonenregel mit höchstens 50 Zonen. Ohne den Schalter kommt es mit den Summen und Mitteln des Gebäudes, mit ihm zusätzlich mit seinen Zonen und Bauteilen.
- Die Werte der Datei gelangen nur über den Katalogeditor ins Projekt; ein vorhandener Katalogsatz oder ein Gebäude im Projekt wird durch einen Import nicht überschrieben.
- Die Kühl-Auslegungstemperatur der Datei und ihre Leistungen für Beleuchtung und Geräte werden nicht als Werte übernommen.
Siehe auch
- Programm Dokumentation/Gebäude – Gebäudekatalog, Katalogeditor und die Gebäude des Projekts
- Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007 – das stündliche Gebäudemodell und seine Eingaben
- Programm Dokumentation/Mehrzonenmodell – wie ein Gebäude mit mehreren Zonen rechnet
- Programm Dokumentation/Hilfe-Assistent – was der Assistent in den Masken setzt