Programm Dokumentation/Baustoffe und Bauteilaufbauten
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Die zwei Kataloge Baustoffe und Bauteilaufbauten beschreiben die Gebäudehülle Schicht für Schicht: Ein Baustoff trägt seine Stoffwerte, ein Bauteilaufbau stapelt Schichten aus solchen Stoffen von innen nach außen. Aus den Schichten rechnet EPOS-Plan den U-Wert, die Speichermasse und die Bezugsperiode nach VDI 6007 – dieselben Größen, mit denen das Gebäudemodell VDI 6007 ein Bauteil rechnet.
Beide Kataloge öffnen Sie über das Menü Administration › Gebäude: Baustoffe und Bauteilaufbauten. Auf dem iPad gibt es kein Menü; dort steht im Kopf der Projektliste der Knopf Kataloge…, der die Kataloge auflistet, die auf dem iPad zur Verfügung stehen – Baustoffe, Bauteilaufbauten und Brauchwasser-Nutzungsarten. Ein Tipp auf einen Eintrag öffnet den Katalog als eigene Ansicht; Beenden führt zur Projektliste zurück. Sie stehen im Aufbau der übrigen Verwaltungen: links die Liste, rechts das Stammblatt des gewählten Satzes, darüber die Auswahlleiste, unten die Fußleiste mit Speichern, Verwerfen, Neu… und Beenden.
Baustoffe
Der Baustoffkatalog führt je Stoff einen Namen, eine Gruppe (etwa Mauerwerk, Beton, Dämmstoffe), den Hersteller und drei Stoffwerte:
| Wert | Einheit | zulässig |
|---|---|---|
| Wärmeleitfähigkeit | W/(mK) | 0,005 … 500 |
| Rohdichte | kg/m³ | 5 … 8 000 |
| spezifische Wärmekapazität | J/(kgK) | 100 … 5 000 |
Die Wärmekapazität steht in J/(kgK), nicht in kJ/(kgK) wie in manchen Tabellenwerken – 1 kJ/(kgK) sind 1 000 J/(kgK). Ein leeres Feld heißt „nicht angegeben"; eine 0 wäre ein anderer Stoff und wird nicht angenommen. Dazu kommt die Quelle, das Regelwerk oder Datenblatt, aus dem die Werte stammen.
Ein Stoff ohne Hersteller ist herstellerneutral – ein Norm- oder Richtwert. Der Schalter nur herstellerneutral über der Liste zeigt nur diese Stoffe; er setzt den Filter „=" (ohne Wert) auf die Spalte Hersteller, und Filter zurücksetzen nimmt ihn wieder weg. Derselbe Name darf bei zwei Herstellern vorkommen; innerhalb eines Herstellers ist er eindeutig.
Die mitgelieferten Stoffe tragen das Schloss: Sie sind nur lesbar. Einen eigenen Satz legen Sie mit Neu… an oder mit Duplizieren… in der Auswahlleiste aus einem vorhandenen; Schloss aufheben… macht einen mitgelieferten Satz zu einem eigenen. Löschen ist gesperrt, solange eine Schicht des Aufbaukatalogs den Stoff verwendet – die Gruppe Herkunft im Stammblatt nennt, in wie vielen Schichten er steht.
Bauteilaufbauten
Ein Bauteilaufbau hat einen Namen, eine Bauteilart, eine Beschreibung, eine Quelle und seine Schichten. Die Liste zeigt je Aufbau die Bauteilart, den U-Wert, den Wärmedurchlasswiderstand , die flächenbezogene Wärmekapazität, die Zahl der Schichten, die Gesamtdicke und die Herkunft.
Die Bauteilart (Außenwand, Dach, Bodenplatte, Fenster, Tür, Innenwand, Decke, Vorhangfassade, Sonstiges oder für jede Bauteilart) legt die Neigung fest, mit der der Katalog den U-Wert rechnet: Wand 90°, Dach und Decke 0°, Bodenplatte 180°. Fenster und Vorhangfassade rechnen im Gebäudemodell aus ihrem U-Wert; ein Schichtaufbau ist für sie nicht vorgesehen und wird beim Speichern abgelehnt.
Schichten
Die Gruppe Schichten im Stammblatt ist eine Liste, in der jede Zeile eine Schicht ist – von innen (Schicht 1) nach außen. Je Schicht:
- Baustoff – die Wahl aus dem Baustoffkatalog. Sie übernimmt , und des Stoffes als Kopie; danach können Sie jeden Wert überschreiben. (freie Eingabe) lässt die Werte stehen und löst die Zuordnung.
- Dicke in mm, zulässig 0,5 bis 1 000 mm.
- , , – die Werte der Schicht. Eine Schicht aus Stoff braucht alle drei; der Bauteilweg rechnet mit ihnen die Speichermasse.
- Luftschicht – ohne ist die Schicht eine ruhende Luftschicht: Ihr Widerstand folgt DIN EN ISO 6946, Tabelle 8 (bis 300 mm), und sie trägt keine Speichermasse. Mit rechnet sie wie eine Stoffschicht mit dieser äquivalenten Leitfähigkeit.
- – der Wärmedurchlasswiderstand der Schicht in m²K/W, gerechnet.
Die Knöpfe ▲ und ▼ schieben eine Schicht nach innen oder außen, ✕ nimmt sie heraus, + Neue Schicht … hängt außen eine an. Die Nummerierung folgt immer der Reihenfolge der Liste.
Summen
Unter den Schichten stehen die Kennwerte des Aufbaus:
- – der Wärmedurchlasswiderstand aller Schichten einschließlich der ruhenden Luftschichten.
- – mit den Wärmeübergangswiderständen nach DIN EN ISO 6946, Tabelle 7, für die Neigung der Bauteilart an Außenluft. Die Zeile darunter nennt die angesetzten Werte und .
- – die flächenbezogene Wärmekapazität in kJ/(m²K).
- – die Bezugsperiode nach VDI 6007 Blatt 1, Gl. (10a)–(10d): 7 Tage, oder 2 Tage bei raumseitig abgedeckter Speichermasse (etwa hinter einer Vorsatzschale mit Luftschicht). Daneben steht die wirksame Kapazität je m² bei dieser Periode.
Fehlt einer Schicht eine Angabe, bleiben die Summen leer, und die Zeile nennt, was fehlt.
Speichern und Neu
Geschrieben wird der Aufbau erst mit Speichern – Kopf und Schichten zusammen. Vorher prüft EPOS-Plan: ein Name, mindestens eine Schicht, jede Dicke im zulässigen Bereich, , und im zulässigen Bereich und vorhanden, wo die Schicht sie braucht. Eine verletzte Regel steht als Meldung über der Liste; der Aufbau bleibt ungespeichert, bis Sie sie beheben oder Verwerfen wählen.
Neu… öffnet dieselben Felder samt Schichtenliste als eigenes Blatt über der Verwaltung; OK prüft mit denselben Regeln und legt den Aufbau an. Duplizieren… kopiert einen Aufbau samt seinen Schichten unter neuem Namen.
Ein Aufbau des Katalogs ist eine Vorlage: Übernimmt ein Projekt ihn, arbeitet es mit einer Kopie samt seinen Stoffen. Eine spätere Änderung im Katalog verschiebt kein gerechnetes Projekt.