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Programm Dokumentation/Wärmepumpe

Aus wiki.epos-plan.de
Version vom 28. September 2026, 04:08 Uhr von Epos (Diskussion | Beiträge) (Technikdokumentation: Grundlagen und Anwendung je Technik, Diagramme, Rubrikseiten)

Der Dialog Wärmepumpen Verwaltung stellt die Wärmepumpen des Projekts aus dem Katalog zusammen und beschreibt jede einzelne im Detail. Verwaltung und Detailansicht bilden einen einzigen Dialog: oben die beiden Listen, darunter die Angaben der markierten Zeile. Gerechnet wird mit den Kennlinien des Geräts: Für jede Stunde werden Wärmeleistung und Leistungszahl zwischen den Stützstellen interpoliert.

Warum Quellen- und Vorlauftemperatur die Leistungszahl bestimmen und was Bivalenz und Booster fachlich bedeuten, steht unter Grundlagen/Wärmepumpe; diese Seite zeigt, wie EPOS-Plan die Wärmepumpe einbindet und rechnet.

Einbindung in EPOS-Plan

Eine Wärmepumpe rechnet mit, wenn drei Dinge zusammenkommen: ein Projektgerät mit Kennlinien, ein Platz in der Kaskade der Simulation und eine Wärmesenke. In der Reihenfolge der Bedienung:

  1. Gerät ins Projekt holen – auf der Startseite öffnet im Reiter Energieerzeuger die Kachel Wärmepumpe die Wärmepumpen Verwaltung; den Katalog pflegt Administration → Wärmebedarf & Heizung → Wärmepumpen. In das Projekt übernehmen legt aus dem Katalogsatz ein Projektgerät mit eigenen Kennlinien an.
  2. Gerät beschreiben – in der Detailansicht der Wärmepumpentyp (nur Sole-Wasser und Wasser-Wasser haben eine wählbare Quelle), die Leistung im Feld Heizstab und unter Auslegung für Verteilung der Vorlauf: Er wählt die Kennlinie, mit der gerechnet wird.
  3. Betrieb festlegen – Konfiguration…: Heizstab, Sperrzeit, bivalenter Betrieb, Energieträger, Kühlbetrieb.
  4. Kaskade – Simulation Konfiguration (Startseite, Reiter Simulation, Knopf Simulation Konfiguration...; ebenso Menü Projekt → Simulation…, Schritt ① Konfiguration): Die Karte der Wärmepumpe steht auf einem der vier Plätze der Kaskade – ein Platz je Erzeugerart, die Reihenfolge ist die der Direktdeckung jeder Stunde. ▲ und ▼ ordnen, Konfiguration speichern schreibt die Reihenfolge. Eine noch nie gespeicherte Kaskade schlägt die Seite mit den angelegten Erzeugern in der festen Folge BHKW, Heizkessel, Solarthermie, Wärmepumpe vor – der Kessel steht dann vor der Wärmepumpe (Fallstricke).
  5. Chips der Karte – ein Doppelklick öffnet Quelle, Senke, WP-Prio und den Betriebsmodus (Einstellungen der Simulation). Einen Pufferspeicher lädt die Wärmepumpe nur, wenn er in ihrer Wärmesenke als Ziel steht.
  6. Heizkreis koppeln (wahlweise) – unter Weitere Einstellungen die Anlagenkopplung auf Heizkreis (AK1), am Gebäude Übergabe rechnen (statt idealer Regelung): Dann wählt die Wärmepumpe ihre Kennlinie je Stunde am gerechneten Vorlauf.
Einbindung einer Wärmepumpe mit Spitzenkessel
Quelle
Luft, Erdreich, Puffer
1 · Wärmepumpe A
Kaskade Platz 1
Speicher 1
1 000 l, lädt und entlädt
Heizstab
wahlweise, schließt die Stufe ab
offener Rest
2 · Kessel 1
Platz 2, Spitzenlast
Verbraucher
Heizkreis, Warmwasser
Prinzipbild. Die Quelle speist nur die Wärmepumpe. Wärmepumpe A, Speicher 1 und – wenn eingeschaltet – der Heizstab rechnen als eine Stufe Stunde für Stunde; Kessel 1 lädt keinen Speicher und deckt danach an seinem Platz, was offen bleibt.

Beispiel

Beispielanlage A: Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen, Heizlast 45 kW bei −12 °C, 80 MWh Heizwärme und 20 MWh Trinkwarmwasser im Jahr, Heizkörper 55/45 °C, Photovoltaik 30 kWp, Stromspeicher 20 kWh. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe A mit rund 25 kW bei A−7/W55 arbeitet mit Kessel 1 (50 kW, Brennwert) als Spitzenlast und Speicher 1, einem Pufferspeicher von 1 000 l.

Dialog Feld Wert Warum
Detailansicht Wärmepumpentyp Luft-Wasser die Quelle ist damit fest die Außenluft der Klimaregion
Detailansicht Vorlauf / Rücklauf 55 / 45 °C Heizkörper 55/45 °C; gerechnet wird mit der Kennlinie für 55 °C
Konfiguration Heizstab mitrechnen aus die Spitze soll Kessel 1 decken; ein eingeschalteter Heizstab käme vor ihm zum Zug (Zusammenspiel)
Konfiguration Bivalenter Betrieb aus monovalent gerechnet; der Kessel ergänzt ohnehin jede Stunde. Alternativbetrieb oder Teilparallelbetrieb schalteten die Wärmepumpe unter der Bivalenztemperatur ab
Pufferspeicher im Projekt Bezeichner:, Gesamtvolumen [l]:, Vorlauf [°C]: / Rücklauf [°C]:, Verwendung: Speicher 1, 1 000, 55 / 45, Heizung nutzbar 1 000 l · 1,16 Wh/(l·K) · 10 K ≈ 11,6 kWh; der Speicher bedient nur den Heizkreis, das Warmwasser deckt die Wärmepumpe direkt (Pufferspeicher: Beispiel)
Simulation Konfiguration Kaskade Platz 1 Wärmepumpe, Platz 2 Heizkessel die Vorwahl einer neuen Kaskade stellt den Kessel auf Platz 1: Karte der Wärmepumpe mit ▲ nach vorn, dann Konfiguration speichern
Simulation Konfiguration Gruppe Stromerzeuger / Energiespeicher Photovoltaik / Stromspeicher die Vorwahl setzt beide; ohne Photovoltaik hätte die Variante PV-optimiert keinen Überschuss
Wärmesenke - Wärmepumpe A Rang 1 / Rang 2 Heizkreis (direkte Deckung des Bedarfs) mit Beides (Warmwasser zuerst) / Pufferspeicher Heizung, Speicher 1, Ladeprio nach Vorgabe (20) deckt zuerst direkt und lädt Speicher 1 mit dem Überschuss; als einziger Lader füllt sie ihn bis zur Abschaltschwelle 95 %
Betriebsmodus - Wärmepumpe A Leistungssteuerung der Wärmepumpe Laufzeitoptimiert - maximale Leistung (Vorgabe) volle Leistung, der Überschuss über den Bedarf lädt Speicher 1. Variante PV-optimiert - Überschuss nur mit PV-Strom: lädt nur mit PV-Überschuss und arbeitet sonst leistungsoptimiert
Simulation Konfiguration, Weitere Einstellungen Anlagenkopplung: aus gerechnet wird das ganze Jahr mit 55 °C; als Variante Heizkreis (AK1) mit Heizkurve am Gebäude

Was herauskommt und wo es steht. Der Ergebnisreiter Wärmepumpe zeigt Wärmebedarfsdeckung, Wärmeproduktion WP, Restwärmebedarf und den Strom von Wärmepumpe und Heizstab, unter Auslegung den Bivalenzpunkt, die durchschnittlichen Vollbenutzungsstunden und die Minimale Spitzenkesselleistung, dazu die Modultabelle je Wärmepumpe und das Bild Leistung über Außentemperatur. Das Modell unter Zusammenspiel lässt für Anlage A eine Deckung um 95 % erwarten, den Rest von rund 5 MWh deckt Kessel 1. Weil Kessel 1 keinen Speicher lädt, rechnet er erst nach der Stufe der Wärmepumpe: Bivalenzpunkt und Minimale Spitzenkesselleistung messen den Rest vor ihm und sind damit genau seine Auslegungsgrößen (Fallstricke). Die Jahresarbeitszahl steht im Bericht als Jahresarbeitszahl (JAZ) WP: Wärmeproduktion der Wärmepumpe geteilt durch den Strom von Wärmepumpe und Heizstab.

Variante Booster

Das Booster-Konzept rechnet EPOS-Plan mit zwei Wärmepumpen und einem gemeinsamen Puffer:

  • Wärmepumpe A heizt: Senke Rang 1 Heizkreis mit nur Heizwärme, Rang 2 Pufferspeicher Heizung auf Speicher 1 mit Temperaturpaar, etwa 45/35 °C.
  • Wärmepumpe B (Wärmepumpentyp Sole-Wasser oder Wasser-Wasser, sonst ist die Quelle nicht wählbar) nimmt als Quelle Pufferspeicher mit Speicher 1 und liefert über Heizkreis mit nur Warmwasser und eigenem Vorlauf, etwa 60 °C, das Trinkwarmwasser.

Die Karte von B zeigt dann Booster: Ihre Quelltemperatur folgt stündlich dem Ladezustand von Speicher 1, sie rechnet nach dem Erzeuger, der ihn lädt, und ihre Entnahme wird diesem gutgeschrieben. Über dem obersten und unter dem untersten Stützpunkt ihrer Kennlinie gilt der Randwert; der Lauf meldet die Stunden. Mit nur Warmwasser behält B auch bei Anlagenkopplung ihren Vorlauf.

Zusammenspiel mit anderen Technologien

Die Wärmepumpe rechnet immer in der Speicherstufe: einer gemeinsamen Stundenschleife mit ihren Speichern und mit jedem Erzeuger, der einen Pufferspeicher lädt oder als Quelle nutzt. In jeder Stunde läuft dieselbe Folge: Speicher entladen vorab, die Erzeuger der Stufe decken in der Reihenfolge der Kaskade, Speicher laden nach Ladeprio, Speicher geben den Rest ab, zuletzt der Heizstab. Ein Erzeuger ohne Speicherbeteiligung – etwa ein Kessel mit reiner Direktsenke – rechnet an seinem Kaskadenplatz vor oder nach dieser ganzen Stufe (Berechnung: Simulationsablauf).

Technik Wirkung auf die Wärmepumpe Wirkung der Wärmepumpe So rechnet EPOS-Plan
Heizkessel übernimmt, was sie in der Stunde offen lässt, unter der Bivalenztemperatur alles je mehr Leistung sie bei Kälte hat, desto weniger Kesselstunden Reihenfolge der Kaskadenplätze; in einer neuen Kaskade setzt die Vorwahl den Kessel vor die Wärmepumpe (Fallstricke). Ein Kessel ohne Puffersenke hinter der Wärmepumpe bekommt den Rest nach Speichern und Heizstab; mit Puffersenke rechnet er in derselben Stundenschleife an seinem Platz. Alternativbetrieb und Teilparallelbetrieb schalten die Wärmepumpe nach der Außentemperatur ab, Parallelbetrieb rechnet wie monovalent.
Heizstab deckt den Rest bis zu seiner Leistung, Wärme gleich Strom zählt zu ihrer Deckung; sein Strom geht in die Jahresarbeitszahl ein letzter Schritt der Speicherstufe, nach allen Erzeugern der Stufe und den Speichern – vor einem Kessel, der ohne Puffersenke hinter der Wärmepumpe steht; Heizung und Warmwasser, Warmwasser zuerst. Sperrzeit und Bivalenzabschaltung halten ihn nicht an.
Pufferspeicher, Solarthermie nimmt ihren Überschuss auf und gibt ihn später ab lädt ihn je nach Betriebsmodus Geladen wird nur ein Speicher aus ihrer Wärmesenke. Vorgabe-Ladeprio 20: nach der Solarthermie (10), vor BHKW (30) und Kessel (40); der Kaskadenplatz entscheidet nur bei gleicher Ladeprio. Lädt eine Solarthermie denselben Puffer vorrangig, lädt die Wärmepumpe ihn ohne eingetragene nachrangige Schwelle nur bis 30 %.
Photovoltaik, Stromspeicher PV-Strom deckt Wärmepumpe und Heizstab wie jeden Verbrauch; der Stromspeicher entlädt in die Restlast hebt den Eigenverbrauch PV-optimiert lädt zusätzlich höchstens so viel, wie der vorab bestimmte PV-Überschuss (PV-Ertrag minus übriger Strombedarf) mal COP zulässt. Die Ladepriorität Bei PV-Überschuss: gilt nur in diesem Modus.
Gebäude, Heizkreis mit Heizkreis (AK1) bestimmt der gerechnete Vorlauf die Kennlinie der Stunde ohne Heizkurve fährt das Gebäude den höchsten projektierten Vorlauf der Erzeuger im Heizkanal nächstgelegene Vorlaufstufe, bei Gleichstand die höhere, keine Zwischenwerte; unter der untersten die unterste, über der obersten die oberste Kennlinie, bei verbotener Extrapolation dort Abbruch. Gilt für Module mit Heizwärme.
Kühlung ein reversibles Gerät kühlt an Tagen, an denen der Kältebedarf den Heizbedarf übersteigt an diesen Tagen ruht ihr Heizkanal, Warmwasser bleibt Kühlung: Kühlbetrieb der Wärmepumpe
Jahresdauerlinie der Wärmelast, Beispielanlage A
Wärmelast in kW, größte Säule 47 kW
47
0
30
0,5
25
1
21
1,5
19
2
16
2,5
14
3
12
3,5
10
4
8
4,5
6
5
4
5,5
2,3
6
2,3
6,5
2,3
7
2,3
7,5
2,3
8
2,3
8,5
Stunden des Jahres in Tausend, nach Wärmelast geordnet
Wärmepumpe AKessel 1
Beispielwerte, gerundet: vereinfachtes Modell der Anlage A, kein Ergebnis von EPOS-Plan. Die Wärmepumpe deckt rund 95 % der Jahreswärme, Kessel 1 den Rest in rund 630 Stunden unterhalb von etwa −1,5 °C.

Fallstricke

  • Kessel vor der Wärmepumpe. Solange die Kaskade nicht von Hand gepflegt ist, füllt die Konfiguration freie Plätze mit den angelegten Erzeugern in der festen Folge BHKW, Heizkessel, Solarthermie, Wärmepumpe – in einem neuen Projekt steht der Kessel damit vor der Wärmepumpe. So gespeichert deckt er zuerst, soweit seine Leistung reicht, und die Wärmepumpe bekommt nur den Rest; geladen wird weiter nach Ladeprio. Die Übersicht des Ergebnisses nennt die Kaskade des Laufs über der Wärmespalte. Abhilfe: Karte der Wärmepumpe mit ▲ vor den Kessel schieben, Konfiguration speichern.
  • Nicht in der Kaskade. Eine Wärmepumpe ohne Kaskadenplatz rechnet nicht; nach dem Lauf nennt eine Meldung über der Ergebnisübersicht die Anlage. Abhilfe: verfügbare Karten einblenden, + aufnehmen, Konfiguration speichern. Nach dem ersten Aufnehmen, Entfernen oder Verschieben gilt die Reihenfolge als von Hand gepflegt, und neue Erzeuger kommen nicht mehr von selbst hinein – auch kein Heizkessel; Automatik wieder übernehmen hebt das auf.
  • Bivalenzpunkt und Spitzenkesselleistung messen den Rest der Speicherstufe – den offenen Bedarf nach der Wärmepumpe, den Speichern und den übrigen Erzeugern derselben Stundenschleife, der Bivalenzpunkt vor, die Minimale Spitzenkesselleistung nach dem Heizstab. Ein Kessel ohne Puffersenke hinter der Wärmepumpe rechnet erst danach und geht nicht ein – beide Werte sind dann genau seine Auslegungsgrößen. Lädt der Kessel einen Puffer, deckt er in derselben Stundenschleife mit, und beide Werte messen den Rest nach ihm.
  • Parallelbetrieb ändert nichts. Der Kessel ergänzt ohnehin jede Stunde; rechenwirksam sind nur Alternativbetrieb und Teilparallelbetrieb. Die Vorbelegung 0 °C der Bivalenztemperatur gilt wörtlich; im Alternativbetrieb nennt das Protokoll sie.
  • Sperrzeit über Mitternacht. Gesperrt sind die Stunden ab Sperrzeit von bis vor Sperrzeit bis desselben Tages; ein Fenster von 22 bis 6 sperrt nichts. Den Heizstab hält die Sperrzeit nicht an.
  • Warmwasser auf der Heizkennlinie. Ein Modul rechnet je Stunde mit einer Kennlinie: mit Beides auch das Warmwasser auf dem Vorlauf der Heizung bzw. dem gerechneten Heizkreisvorlauf. Für einen höheren Warmwasservorlauf braucht es ein eigenes Modul mit nur Warmwasser (Booster).
  • Quelle unbemerkt Außenluft. So rechnen Luft-Wasser-Wärmepumpen immer, Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen ohne gewählte Quelle und solche mit einer CSV-Datei, die beim Lauf fehlt oder keine 8 760 Werte hat. Der Chip Quelle: zeigt, was eingestellt ist.
  • Kennlinie zu kurz. Unter dem untersten Stützpunkt verlängert der Lauf linear (Hinweis im Protokoll), über dem obersten gilt dessen Wert; eine Luft-Wasser-Kennlinie sollte bis zur tiefsten Außentemperatur der Klimaregion reichen. Ohne Kennlinie für den gewählten Vorlauf bricht der Lauf ab.
  • Betriebsstunden sind Vollbenutzungsstunden. Die Spalte Betriebsstunden [h/a] zählt Wärme geteilt durch Stundenleistung. Takten, Mindestlaufzeiten und Abtauverluste rechnet EPOS-Plan nicht; es gilt das Kennfeld.
  • Nicht gerechnet werden der Rücklauf der Wärmepumpe und die Nutzungsdauer der Zeile; zwischen zwei Vorlaufstufen wird nicht interpoliert.

Eingaben

Auswahl: Projekt und Katalog

  • ausgewählte Wärmepumpen und Wärmepumpen aus Datenbank – links stehen die Wärmepumpen des Projekts mit Hersteller, Typ, Leistung, Vorlauf, Rücklauf und Betriebsart, rechts der Katalog mit Filterzeile und der Spalte im Projekt verwendet.
  • In das Projekt übernehmen und Aus dem Projekt entfernen – die beiden Schaltflächen zwischen den Listen. Die Übernahme legt aus der markierten Katalogzeile eine neue Wärmepumpe des Projekts an, das Entfernen nimmt die links markierte Zeile wieder heraus.
  • Markierte auf diese Wärmepumpe umstellen – stellt die links markierte Anlage auf die rechts markierte Katalogmaschine um: Stammdaten, Vorlaufstufen und Kennlinien werden nachgezogen, die Leistung des Heizstabs kommt aus dem neuen Katalogsatz. Sperrzeit, Bivalenz, der Schalter Heizstab mitrechnen und die Kosten der Zeile bleiben erhalten. Die Schaltfläche ist frei, sobald links und rechts je eine Zeile markiert ist; eine zusätzliche Zeile entsteht dabei nicht.
  • Detailansicht – unter den beiden Listen stehen die Angaben der links markierten Zeile. Vor jedem Zeilenwechsel werden sie geprüft; ein Mangel hält die Wahl an und wird über den Listen mit Zeile und Feld benannt.

Katalog und Kennfeld

  • Katalogfilter – der Katalog rechts zeigt Hersteller, Modell, Quelle, P_N, VL min, VL max, Zuheizung, Kühlleistung und COP A2/W35 und lässt sich über die Filterzeile eingrenzen. Beim Übernehmen ins Projekt entsteht stets eine projekteigene Kopie. Katalogsätze samt Kennlinien lassen sich nach VDI 3805 einlesen (Gerätekataloge: Import).
  • Wärmepumpen Kenndaten – Name, Hersteller, Beschreibung, Wärmepumpentyp, Leistungsstufen, Aufstellung, Baujahr, Nennleistung, Heizstab (kW), Kühlleistung und Modulkosten des Projektgeräts; bearbeitet wird die Projektkopie, nicht der Katalogsatz. Der Wärmepumpentyp entscheidet über die Quelle: Luft-Wasser rechnet immer mit der Außenluft. Die Knopfzeile darüber führt zu Investitionskosten…, Betriebskosten…, Energiekosten… und Konfiguration….
  • Kenndaten Kennlinien – die Registerkarten COP und Leistung zeigen zu jeder Quellentemperatur die Leistungszahl und die Wärmeleistung; das Kennfeld führt je Vorlaufstufe eine Kennlinie. Der Lauf interpoliert je Stunde linear zwischen den Stützstellen der Quellentemperatur. Führt das Projekt für dieses Gerät keine eigenen Kennlinien, zeigt der Dialog die des gleichnamigen Katalogsatzes und bietet Kennlinien aus dem Katalog übernehmen an; gerechnet wird ausschließlich mit den Kennlinien des Projekts.
  • Kennliniendaten Ansicht/Bearbeiten… und In Stamm übernehmen… – die Felder des Projektgeräts werden unmittelbar in der Detailansicht bearbeitet. Kennliniendaten Ansicht/Bearbeiten... öffnet den Kennlinieneditor mit den Kennlinien des Projekts: links die Vorlaufstufen, rechts ihre Stützstellen aus Quellentemperatur, COP und Wärmeleistung; Daten übernehmen fügt eine Neue Stützstelle an, Neue Vorlauftemperatur eine Stufe. In Stamm übernehmen… schreibt die Werte des Projektgeräts in den Katalogsatz zurück, auf Wunsch samt Kennlinien; Auslieferungssätze werden nicht überschrieben. Beide Knöpfe brauchen das gespeicherte Projektgerät.
  • Extrapolation der WP-Kennlinie erlauben – der Schalter steht in der Detailansicht unter Kenndaten Kennlinien. Er ist eine Projekteinstellung, gilt also für alle Wärmepumpen des Projekts, ist vorbelegt eingeschaltet und wird sofort gespeichert. Eingeschaltet verlängert der Lauf eine Kennlinie unter ihrem untersten Stützpunkt linear und vermerkt das einmal im Protokoll; ausgeschaltet bricht er dort mit einer Meldung ab, die Gerät und Untergrenze nennt. Lässt sich die Einstellung nicht schreiben, bleibt der Schalter unverändert, und ein Hinweis bei den Kennlinien nennt es.

Wärmepumpe des Projekts bearbeiten

  • Auslegung für Verteilung: Vorlauf und Rücklauf – Vorlauf ist eine der Vorlaufstufen, für die das Gerät Kennlinien führt; mit dieser Kennlinie rechnet die Wärmepumpe, solange keine Anlagenkopplung den Vorlauf je Stunde vorgibt. Er bestimmt damit unmittelbar Leistung und Leistungszahl. Den Rücklauf tragen Sie in °C ein, die Zeile darunter nennt übliche Werte; in die Kennlinienwahl geht er nicht ein. Eine weitere Zeile nennt die Wärmesenken der Anlage; gepflegt werden sie in der Simulation.
  • Nutzungsdauer – in Jahren, ein Pflichtfeld der Zeile. Ersatzbeschaffung und Restwert rechnet die Wirtschaftlichkeit mit den Nutzungsdauern der Kostenpositionen (Kosten: Nutzungsdauern).

Konfiguration

  • Konfiguration… – der Knopf der Kenndaten öffnet den Block, der den Betrieb dieser Wärmepumpe regelt: Heizstab, Wärmepumpenleistung / maximale Betriebszeit mit der Sperrzeit, Außentemperaturgesteuerter Betrieb mit der Bivalenz, Energieträger und Kühlbetrieb. Derselbe Block steht in der Simulation hinter Konfiguration… an der Karte der Wärmepumpe. Die beiden Überschriften nennen zugleich die Gründe für einen Spitzenlasterzeuger: zu wenig Wärmepumpenleistung in der verfügbaren Betriebszeit und die Abschaltung bei tiefer Außentemperatur.
  • Heizstab mitrechnen – der Heizstab dieser Wärmepumpe wird bei Unterdeckung zugeschaltet, mit der Leistung aus dem Feld Heizstab der Kenndaten; ist dort keine hinterlegt, sagt es die Zeile unter dem Schalter. Wie er rechnet, steht unter Zusammenspiel.
  • Sperrzeit durch Energieversorger – mit Sperrzeit von und Sperrzeit bis (Stunde des Tages) steht die Wärmepumpe täglich in diesem Fenster still.
  • Betriebsart – ohne den Haken Bivalenter Betrieb arbeitet die Wärmepumpe monovalent. Mit dem Haken stehen Alternativbetrieb, Parallelbetrieb und Teilparallelbetrieb zur Wahl; drei Erklärkästen beschreiben die Unterschiede, der gewählte ist hervorgehoben.
  • Bivalenztemperatur – die Außentemperatur, bei der die Wärmepumpe abschaltet: im Teilparallelbetrieb bei dieser Temperatur und darunter, im Alternativbetrieb darunter. Das Feld erscheint nur bei diesen beiden Betriebsarten; im Parallelbetrieb hat eine Bivalenztemperatur keine Wirkung.
  • Energieträger – die Wahl erfolgt in zwei Stufen: Energieträger benennt die Gruppe (etwa Strom), Art den Träger dieser Gruppe. Vorbelegt ist der Stromträger des Projekts; ein Gruppenwechsel wählt die erste Art der Gruppe. Strompreis, Aufschläge und Emissionsfaktor der Wärmepumpe folgen dieser Wahl.
  • Kühlbetrieb – Maschine auch zum Kühlen benutzen mit Kühl-Vorlauf, Hilfsstromanteil, Stromträger und Abrechnung des Kältestroms; siehe Kühlung: Kühlbetrieb der Wärmepumpe.

Einstellungen der Simulation

Die Karte der Wärmepumpe in ① Konfiguration trägt Chips; ein Doppelklick oder die Eingabetaste auf einem Chip öffnet seinen Dialog.

  • Quelle – bei Luft-Wasser immer Außenluft (Klimadaten), der Chip ist dann nicht wählbar. Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen wählen Außenluft (Klimadaten), Konstante Temperatur, Pufferspeicher, Quellprofil (Monatswerte) – ein Profil aus 12 Monats-, 365 Tages- oder 8 760 Stundenwerten, das mehrere Anlagen nutzen können –, CSV-Datei (Stundenwerte) oder Erdreich (VDI 4640) (Wärmequelle Erdreich). Beim Pufferspeicher entzieht die Wärmepumpe dem gewählten Speicher je Stunde die Verdampferwärme; ist er leer, sinkt ihre Leistung. Regeneration [kW] lädt einen eigenständigen Quellspeicher laufend nach, Quelle unbegrenzt verfügbar lässt nur die Temperatur wirken. Lädt ein anderer Erzeuger des Projekts den Speicher, gilt die Variante Booster.
  • Senke – der Dialog Wärmesenke führt die Wärmesenken in Reihenfolge der Belieferung: je Rang ein Ziel – Heizkreis (direkte Deckung des Bedarfs), Prozesswärme oder ein Pufferspeicher für Heizung, Brauchwasser, Prozesswärme oder Kombi. Beim Heizkreis teilt die Bedarfsart auf: Beides (Warmwasser zuerst), nur Warmwasser oder nur Heizwärme. Eine neu angelegte Wärmepumpe beginnt mit den Direktsenken, für die das Projekt Bedarf hat: Heizkreis auf Rang 1, Prozesswärme auf dem nächsten; siehe Simulation: Wärmesenken.
  • Betriebsmodus – die Leistungssteuerung der Wärmepumpe: Laufzeitoptimiert - maximale Leistung (Vorgabe) fährt volle Leistung, der Überschuss über den Bedarf lädt die Puffer ihrer Senke. Leistungsoptimiert - nur den Bedarf decken moduliert auf den Bedarf und lädt nicht gezielt; eine Anlage, deren Senken nur Pufferspeicher sind, lädt trotzdem. PV-optimiert - Überschuss nur mit PV-Strom lädt zusätzlich nur, soweit PV-Überschuss da ist, und arbeitet sonst leistungsoptimiert; ohne Photovoltaik unter den Stromerzeugern verhält sie sich immer leistungsoptimiert.
  • WP-Prio – die Einsatz-Reihenfolge mehrerer Wärmepumpen: 1 wird zuerst eingesetzt, die nächste deckt jeweils den verbleibenden Bedarf der Stunde. Eine Wärmepumpe ohne Priorität steht hinter allen mit Priorität.

Berechnung

Kennlinie, Leistungszahl, Bivalenzpunkt und Heizstab stehen unter Berechnung: Wärmepumpe.

Siehe auch