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Programm Dokumentation/Kosten

Aus wiki.epos-plan.de

Der Dialog Kosten erfasst Investitions-, Betriebs- und Energiekosten je Komponente des Projekts. Sie sind die Eingangsgrößen der Wirtschaftlichkeit und beruhen auf demselben Datenstand wie die technische Simulation. Diese Seite beschreibt die Kostenverwaltung mit der Bemessung ihrer Positionen, die Energieträgerverwaltung mit Preisen und Emissionen sowie die Kataloge der Brennstoffe, Nutzungsdauern und gesetzlichen Parameter; Rechenwege stehen in den Unterkapiteln „Berechnung: …“ am Ende der Abschnitte.

Kostenverwaltung einer Komponente (Investitionskosten) – Bildschirmfoto mit Beispieldaten.

Eingaben

Die Kostenverwaltung erfasst je Komponente Investitions- und Betriebskostenpositionen. Rechenwege: Investitionskosten, Betriebskosten.

Komponenten und Positionen

Links stehen die Komponenten des Projekts, rechts ihre Positionen.

Element Funktion
Komponentenliste bestimmt, welche Positionen rechts stehen; gleich auf Investitions- und Betriebskostenseite
Investitionskosten je Position Bezeichnung, Bemessung, Satz, Betrag netto [€], Nutzungsdauer [a], Worst/Best (absolut oder in % vom Erwartungswert; 0 oder leer = nicht gepflegt), Startjahr (0 und 1 = sofort)
Betriebskosten nach demselben Muster, Betrag in €/a
Schloss statt Papierkorb Pflichtposition der Komponente: nicht löschbar; abschalten mit Satz bzw. Betrag 0
Energiekosten Preise und Emissionsfaktoren je Energieträger; gepflegt in der Energieträgerverwaltung
  • Alle Beträge sind netto; die Bruttosumme rechnet mit der Umsatzsteuer aus den Gesetzlichen Parametern (19 %).
  • Ungespeicherte Eingaben – vor dem Wechsel von Komponente, Kategorie oder Variante fragt der Dialog: Speichern oder Verwerfen.
  • Ebenso vor Neue Variante, Speichern unter… und dem Löschen der Variante.

Positionen übernehmen und abgleichen

Positionen kommen aus einer Vorlage, aus einem anderen Projekt oder aus dem Kostenkatalog (Kostenvorlagen).

  • Aus Vorlage übernehmen… (unter dem Positionsraster) – holt Positionen in die gewählte Anlage:
    • Aus Vorlage/Variante – Varianten des Katalogs zu Komponente und Kategorie (Investitions- oder Betriebskosten), dahinter die Satzvorlagen der Katalogsätze.
    • Nicht wählbar, wenn der Katalog für die Komponente keine Vorlage führt.
    • Aus Projekt/Anlage – Positionen einer Anlage aus einem anderen Projekt.
    • OK legt nur fehlende Positionen an; vorhandene bleiben unberührt.
    • Jede angelegte Position vermerkt ihre Herkunft.
  • Mit dem Kostenkatalog abgleichen… – hält die Positionen der Anlage gegen die Satzvorlage des Katalogsatzes ihres Geräts.
    • Die Rückfrage listet je Unterschied fehlt oder weicht ab; erst Ja legt an bzw. setzt den Katalogwert.
    • Der Abgleich läuft nie automatisch.
    • Kein Abgleich, wenn die Anlage ihren Katalogsatz nicht kennt oder dieser keine Kosten führt.
  • Kosten aller Anlagen werden nur hier gepflegt; Gerätekataloge führen keine Kostenfelder.
  • Brennstoffpreise stehen allein in der Trägerkarte.
  • Satzvorlage vorhanden – steht auf der Seite Kosten (Berichte & Kosten) statt des Strichs: Die Anlage führt keine Position, der Katalogsatz ihres Geräts aber eine Satzvorlage.
    • Der Abgleich steht in derselben Zeile in der Spalte Aktionen.

Gruppen ohne Gerät

Kosten, die zu keinem Gerät gehören, stehen in eigenen Gruppen und rechnen in der Wirtschaftlichkeit mit.

Element Funktion
Erfassungsgruppen Wärmezentrale, Bauliche Anlagen, Stromeinspeisung; auf der Kostenseite mit dem Zusatz Erfassungsgruppe (ohne Anlage); der Papierkorb entfernt sie
(ohne Anlagenzuordnung) Positionen, deren Anlage im Projekt fehlt, etwa nach einer Übernahme von Komponenten ohne Gegenstück; ein Doppelklick auf der Kostenseite löscht sie

Summen, Ersatz und Restwert

Unter dem Positionsraster der Investitionskosten stehen die Summen und eine Vorschau auf Ersatz und Restwert.

  • Summen – je Komponente und für das Projekt: Nettosumme und Bruttosumme.
  • Mit Erlösposition steht eine dritte Zeile Investition brutto · Erlös · I₀; mit I0 rechnet die Wirtschaftlichkeit.
  • Photovoltaik: Kennzahl spezifisch … €/kWp = Nettosumme je kWp, etwa 192.000 € ÷ 300 kWp = 640 €/kWp.
  • Ohne installierte Leistung entfällt die Kennzahl.
  • Ersatz und Restwert – Tafel je Position: Betrag, Nutzungsdauer, Ersatzjahre im Betrachtungszeitraum mit Barwert, Restwert im letzten Jahr (nominal und Barwert), Herkunft der Nutzungsdauer.
    • Die letzte Zeile summiert die Komponente und zählt die Positionen mit Nutzungsdauer.
    • Formeln wie in der Wirtschaftlichkeit (Ersatzbeschaffung und Restwert): Kalkulationszins, Betrachtungszeitraum, Preisänderungssatz der Investition.
    • Erlöspositionen fehlen in der Tafel: Sie werden weder ersetzt noch bewertet.
    • Abgeschaltet je Position (Ersatzbeschaffung und Restwert je Position): — nein (Kennzeichen der Position).
    • Hinweis über der Tafel: Betrachtungszeitraum länger als die Nutzungsdauer der Technik oder Positionen ohne Nutzungsdauer (Zahl, Namen, Beträge).
    • Positionen ohne Nutzungsdauer werden nicht ersetzt; der Kapitalwert fällt dadurch günstiger aus.
    • Restwert ohne Nutzungsdauer: bei Startjahr 0 oder 1 keiner, bei Startjahr X ≥ 2 Betrag × X ÷ Betrachtungszeitraum.
    • Die Tafel zeigt nur an; sie rechnet nichts in die Kosten.

Weitere Reiter und Knöpfe

Zusatzreiter bei BHKW und Photovoltaik sowie die Neuberechnung der Kostenseite.

  • Ertrag/Bonus – zweiter Reiter der Kostenverwaltung bei BHKW und Photovoltaik.
    • BHKW: Zuschlagssätze des KWKG und Steuervergünstigungen aus dem Gesetzeskatalog, mit dem Weg in dessen Pflege.
    • Photovoltaik: Weg in den Vergütungsdialog und Wahl der Herkunft: vom Stammprojekt übernehmen oder eigene Vergütung.
    • Die Wahl gibt es nur in einer Variante; ein Stammprojekt führt immer eigene Werte.
    • Eigene Vergütung legt die Werte des Stammprojekts vor und öffnet den Vergütungsdialog.
    • Zurück auf vom Stammprojekt übernehmen bleiben die eigenen Werte gespeichert.
    • Ohne geöffnetes Projekt wählt die Klappliste Projekt: das Projekt des Vergütungsdialogs.
  • Neu berechnen (Seite Kosten in Berichte & Kosten, neben Kostenverwaltung öffnen…) – rechnet die Wirtschaftlichkeit der Versionen im Vergleich neu und speichert sie.
    • Derselbe Lauf wie Neu berechnen im Bereich Wirtschaftlichkeit.
    • Ohne Neuberechnung zeigen Kacheln und Gegenüberstellung die Energiekosten der zuletzt gespeicherten Rechnung.
    • Ein Band über den Kacheln meldet veraltete Werte: neuer Simulationslauf oder danach bearbeitete Kosten, Preise, Wirtschaftlichkeitsparameter der Gruppe, Kostenkatalog.

Energieträger in der Kostentabelle

Besonderheiten der Energieträgertabelle auf der Seite Kosten.

  • Träger Wasser – Wasser der Rückkühlwerke von Kältemaschinen, eigene Karte (Preismodell Wasser).
    • Nur Arbeitspreis in €/m³, Abwasseranteil eingeschlossen; ohne Grund-, Leistungspreis, Heizwert und Emissionen.
    • Im Projekt, wenn es eine Kältemaschine mit Rückkühlwerk hat oder den Träger schon führt.
    • Noch nicht zugeordnet: Speichern ordnet ihn dem Projekt zu.
    • Keiner Anlage zuordenbar; der Preis gilt je Projekt, Szenariopreise wirken.
    • Kosten: Wasserkosten des Rückkühlwerks.
  • Emissionsspalte – Kopf und Inhalt folgen dem Berechnungsmodus des Projekts:
    • CO₂ [g/kWh] – der CO₂-Faktor allein.
    • CO₂-Äquivalent [g/kWh] – mit GWP100 gewichtete Summe der gepflegten Emissionsarten.
    • Ein schon als Äquivalent hinterlegter Wert wird nicht aufsummiert.
    • Führt der Artenkatalog keine Äquivalenzfaktoren, steht der reine CO₂-Faktor.
    • SO₂ und NOₓ stehen in Energieträgerverwaltung, Emissionskatalog und Emissionsbilanz, nicht hier.

Bemessung der Positionen

Eine Position ist ein fester Betrag oder Satz × Bezugsgröße. Die Bezugsgröße liest das Programm beim Rechnen frisch aus Anlagentechnik, Simulationslauf oder Investitionskosten (Investitionskosten, Betriebskosten).

Bemessung einer Kostenposition: Satz × Bezugsgröße = Betrag, die Bezugsgröße aus Anlagentechnik, Simulationslauf oder Investitionskosten – Prinzipbild mit Beispielwerten.

Bezugsgrößen aus der Anlagentechnik

Welche Bezugsgröße zu welchem Gewerk gehört, ergibt die Anlage:

Gewerk Bemessung Bezugsgröße aus der Anlagentechnik
Wärmepumpe je kW Leistung, je kW Heizleistung Nennleistung der Wärmepumpe
Wärmepumpe je kW elektrisch (nur Investitionskosten) elektrische Leistungsaufnahme am Normpunkt der Kennlinie (A2/W35, B0/W35, W10/W35)
Heizkessel je kW Leistung, je kW Heizleistung thermische Leistung des Kessels
BHKW je kW Heizleistung thermische Leistung des Moduls
BHKW je kW elektr. Leistung, je kW elektrisch elektrische Leistung des Moduls
Pufferspeicher je Liter Gesamtvolumen des Speichers
Photovoltaik je kWp Leistung, je kW elektrisch installierte Leistung: Modulanzahl × Modulleistung
Solarthermie je m² Kollektorfläche Aperturfläche je Modul × Modulanzahl
Solarthermie je kW Leistung, je kW Heizleistung thermische Leistung des Kollektorfelds: 0,7 kW je m² × Aperturfläche × Modulanzahl
Stromspeicher je kW Leistung, je kW elektrisch Lade- und Entladeleistung des Speichers
Stromspeicher je kWh Kapazität nutzbare Speicherkapazität
  • Auswahlliste je Gewerk – nur Bemessungen mit Bezugsgröße im Gewerk; dazu überall fester Betrag, fester Jahresbetrag und die Prozentbemessungen.
  • Pufferspeicher: nur je Liter (Satz in €/Ltr.); eine Kapazität in kWh ist ohne Temperaturpaar nicht bestimmbar.
  • Photovoltaik: je kWp Leistung und je kW elektrisch; je kWh Kapazität gehört zum Stromspeicher.
  • BHKW: je kW elektr. Leistung, weil es eine thermische und eine elektrische Leistung führt.
  • Wärmezentrale, Bauliche Anlagen und Stromeinspeisung: nur feste Beträge und Prozentbemessungen.
  • Standardvorlagen: Position Speicher des Pufferspeichers je Liter, Batteriespeicher der Photovoltaik als fester Betrag.
  • Eine vorhandene Position mit anderer Bemessung behält diese in der Liste und damit ihren Wert.
  • Betriebskostenseite – dieselben Leistungsbemessungen, an der Wärmepumpe ohne je kW elektrisch; Pufferspeicher je Liter, Photovoltaik zusätzlich je kWp Leistung.
    • Der Satz ist ein Jahressatz: €/kW·a, €/kWp·a bzw. €/Ltr.·a; die Bezugsgröße ist dieselbe wie auf der Investitionsseite.
  • Rechenwege und Zahlenbeispiele: Berechnung: Bezugsgrößen aus der Anlagentechnik.

Bezugsgrößen aus dem Simulationslauf

Mengenbezogene Bemessungen der Betriebsseite lesen den jüngsten Simulationslauf, für jede Anlage einzeln.

Bemessung Bezugsgröße
je kWh thermisch Wärme, die die Anlage im Jahr erzeugt hat (Heizkessel, BHKW, Solarthermie)
je kWh elektrisch Strom, den die Anlage erzeugt oder bezogen hat (BHKW, Photovoltaik, Stromspeicher, Elektrokessel)
% des Endenergiebedarfs, % der Endenergiekosten Hilfsenergie der Anlage, siehe Berechnung: Hilfsenergie und Stromsteuer auf Hilfsstrom
% der Brennstoffkosten, % der Stromkosten projektweit, aus demselben Lauf
  • Wärmepumpe: Betriebskosten nicht je kWh; eine vorhandene solche Position rechnet weiter mit dem Vermerk Altbestand.
  • Lässt sich die Bezugsgröße nicht ermitteln (kein Lauf, keine Menge, kein Arbeitspreis), gilt die in der Position gepflegte Menge.
  • Warnband über dem Raster: Eine Hilfsenergieposition bewertet eine Menge, die eine Anlage mit eigenem Energieträger schon einpreist.
  • Hilfsenergieanteil der Anlage – an BHKW oder Heizkessel mit Gas oder Öl in % des Brennstoffeinsatzes; am BHKW im Dialog BHKW-Wirtschaftlichkeit.
    • Daraus entstehen die Kosten der Position Hilfsenergiekosten, solange sie weder Satz noch Betrag führt.
    • Ohne solche Position steht die Zeile Hilfsenergiekosten (aus dem Anlagenanteil).
    • Das Satzfeld ist schreibgeschützt (Satz aus dem Hilfsenergieanteil der Anlage); gepflegt wird an der Anlage.
    • Rechenweg: Berechnung: Hilfsenergie.
  • Mengen der Betriebsseite – über dem Raster steht der Simulationslauf, aus dem die Mengen stammen.
    • Gruppe Endenergie je Komponente: je Anlage Jahresbedarf, Kosten und Herkunft – die Bezugsgrößen der beiden Endenergie-Prozentbemessungen.
    • Elektrokessel: Stromeinsatz zum Arbeitspreis des Stromträgers, Herkunft Strom · Netzbezug.
    • Bezahlt wird diese Menge im Reststrombedarf des Projekts, nicht ein zweites Mal.
  • Ohne Bezugsgröße – es gilt der erfasste Betrag, bei satzbasierter Position 0; ⚠ am Betrag, Grund und Abhilfe unter dem Raster. Gründe:
    • Die Bemessung passt nicht zum Gewerk.
    • Gerät, Geräteangabe oder Investitionskosten fehlen.
    • Kein Simulationslauf, oder der Lauf führt für die Anlage keine Menge.
    • Die Anlage steht nicht im Lauf: Sie braucht einen Platz in der Simulationskonfiguration.
    • Der Energieträger der Anlage führt keinen Arbeitspreis – nachzutragen in der Energieträgerverwaltung.
    • % des Endenergiebedarfs an einer Anlage ohne eigenen Träger: Das Projekt führt keinen Stromträger mit Arbeitspreis.

Herleitung und Hinweise am Betrag

Unter Betrag und Satz einer gerechneten Position steht, woher die Zahl kommt.

Element Funktion
Herleitung unter dem Betrag Bezugsgröße mit Einheit und Herkunft, auf der Investitionsseite mit der Runde, etwa × 300,00 kW · Pel der Anlage · Runde 1; fester Betrag: Satz = Betrag
Runden der Investitionsseite 1 direkte Zeilen, 2 % der Erzeugerkosten (Basis: Hauptpositionen), 3 % der Investition; Rechenweg: Investitionskosten
Empfehlungsbereich Bandbreite unter dem Satzfeld, wo hinterlegt; Hilfsenergie als % des Endenergiebedarfs: Heizkessel 1 bis 2 %, BHKW 0,5 bis 1,5 %
Vorlage „Standard“: … mit übernehmen nennt Abweichungen in Bemessung, Satz oder Kostenart von der Vorlage Standard; übernehmen setzt die Vorlagenwerte, rechnet neu und speichert
  • Betriebsseite ohne Runde: Bezugsgrößen aus Simulationslauf, Anlagentechnik oder Investitionssumme.
  • Kein Vorlagenhinweis, wenn alles übereinstimmt oder die Vorlage die Position nicht führt.
  • Ohne Schalter in einer schreibgeschützten Vorlage oder bei einer im Gewerk nicht wählbaren Bemessung.
  • Projekte übernehmen Vorlagenwerte nie von selbst.

Berechnung: Bezugsgrößen aus der Anlagentechnik

  • Solarthermie je kW – die thermische Leistung eines Kollektorfelds steht in keinem Datenblatt; was ein Kollektor liefert, rechnet die Simulation Stunde für Stunde. Für eine Bemessung je kW gilt die übliche Umrechnung der Solarthermie-Statistik: 0,7 kW thermisch je m² Aperturfläche. Der Kurztext am Betrag nennt die Herleitung.
  • Wärmepumpe je kW elektrisch – die elektrische Leistung bestimmt das Programm aus der Kennlinie des Geräts als Heizleistung geteilt durch den COP am Normpunkt: A2/W35 bei Luft/Wasser, B0/W35 bei Sole/Wasser, W10/W35 bei Wasser/Wasser. Führt die Kennlinie diesen Punkt nicht, wird zwischen den benachbarten Stützstellen linear interpoliert, nie über sie hinaus; fehlt er ganz, bleibt die Position ohne Bezugsgröße. Heizstab und Kühlbetrieb zählen nicht mit, mehrere Wärmepumpen einer Anlage werden addiert. Diese Bemessung gibt es nur bei den Investitionskosten; der Kurztext nennt die Herleitung, etwa 12,00 kW ÷ COP 3,00 (A2/W35) = 4,00 kW.
  • Photovoltaik je kWp – die installierte Leistung wird gerechnet, nicht abgelesen; die Herleitung nennt deshalb beide Faktoren, etwa 750 Module × 400 Wp = 300,00 kWp. Bei mehreren Strängen mit verschiedenen Modultypen steht dort die Summe.
Gewerk Bezugsgröße Satz Betrag
Solarthermie, Investition 10 Module × 2,5 m² = 25 m²; 0,7 kW/m² × 25 m² = 17,5 kW 700 €/kW 12.250 €
Wärmepumpe, Investition 12,00 kW ÷ COP 3,00 = 4,00 kW elektrisch 1.000 €/kW 4.000 €
Pufferspeicher, Investition 1.000 Liter 1,50 €/Ltr. 1.500 €
Photovoltaik, Betrieb 750 × 400 Wp = 300 kWp 12,00 €/kWp·a 3.600,00 €/a
Heizkessel, Betrieb 300 kW thermisch 12,00 €/kW·a 3.600,00 €/a
BHKW, Betrieb 50 kW elektrisch 12,00 €/kW·a 600,00 €/a

Berechnung: Hilfsenergie und Stromsteuer auf Hilfsstrom

  • Zwei Prozentbemessungen – % des Endenergiebedarfs bemisst sich an der Endenergie der Anlage, bewertet mit dem Strompreis; % der Endenergiekosten an derselben Menge, bewertet mit dem Arbeitspreis ihres Energieträgers. Hilfsenergie ist Strom, deshalb rechnet die Katalogvorlage Standard sie als Anteil des Endenergiebedarfs: Die Hilfsstrom-Positionen von BHKW, Heizkessel und Wärmepumpe tragen diese Bemessung, die übrigen Gewerke einen festen Jahresbetrag. Wählbar sind beide Wege in jeder Position; eine Position behält die Bemessung, mit der sie erfasst wurde.
  • Welcher Strompreis gilt – bezieht die Anlage selbst Strom (Wärmepumpe, Heizstab, Elektrokessel) und ist ihr ein eigener Energieträger zugeordnet, gilt dessen Arbeitspreis, sonst der Strombezugspreis des Projekts; für eine solche Anlage führen beide Wege zum selben Preis. Eine Anlage mit Brennstoff (BHKW, Heizkessel mit Gas oder Öl) bewertet ihre Hilfsenergie mit dem Strombezugspreis des Projekts.
  • Beispiel – Kessel mit 100.000 kWh Endenergie, Arbeitspreis des Brennstoffs 0,08 €/kWh, Strompreis 0,30 €/kWh: % des Endenergiebedarfs bemisst sich an 100.000 kWh × 0,30 €/kWh = 30.000 €, 6 % davon sind 1.800,00 €/a; % der Endenergiekosten bemisst sich an 8.000 €, 6 % davon sind 480,00 €/a.
  • Stromsteuer auf Hilfsstrom – den Hilfsstrom aus dem Anteil setzt die CO₂-Bilanz mit dem Emissionsfaktor des Netzstroms an; seine Stromsteuer steht als eigene Zeile Stromsteuer auf Hilfsstrom unter den Betriebskosten. Angesetzt wird nur der Teil des Regelsatzes, den der Arbeitspreis des Stromträgers nicht schon enthält – maßgeblich ist der Stromsteueranteil aus Strompreis Details: Ist dort kein Anteil erfasst, gilt die Steuer als im Preis enthalten; ist die Komponente abgeschaltet, wird sie voll angesetzt. Die Bezeichnung der Zeile nennt den Regelsatz und den enthaltenen Teil. Beispiel: 20 MWh Hilfsstrom, Regelsatz 20,50 €/MWh, Stromsteuer im Preis abgeschaltet: 410,00 €/a. Im Bericht stehen beide Beträge als Kennzahlen: Stromsteuer Hilfsstrom, gesondert angesetzt (der Betrag der Zeile) und Stromsteuer Hilfsstrom zum Regelsatz (enthaltener und gesonderter Teil zusammen).
  • Hilfsenergieanteil der Anlage – Hilfsstrom = Anteil × Brennstoffeinsatz der Anlage im jüngsten Simulationslauf, bewertet mit dem Arbeitspreis des Stromträgers des Projekts; die Position rechnet dann wie % des Endenergiebedarfs mit dem Anteil als Satz. Ist in der Position ein Satz oder Betrag gepflegt, gilt die Position; der Anteil an der Anlage mindert dann nur die Strommenge für den KWK-Zuschlag und wird nicht ein zweites Mal bepreist, worauf die Kohärenzprüfung hinweist. Wärmepumpe, Elektrokessel und Kühlbetrieb bleiben außen vor – ihr Strom steht schon im Strombezug des Projekts. Ohne Hilfsenergieanteil ändert sich nichts. Beispiel: BHKW mit 1.000.000 kWh Brennstoffeinsatz, Hilfsenergieanteil 2 %, Strompreis 0,25 €/kWh: 20.000 kWh Hilfsstrom und 5.000,00 €/a Hilfsenergiekosten.
  • Projektweite Prozentbemessungen – % der Brennstoffkosten und % der Stromkosten holen ihre Bezugsgröße aus dem jüngsten Simulationslauf für das ganze Projekt: die Brennstoffkosten aller Anlagen mit Brennstoff (verbrauchte Menge × Arbeitspreis ihres Energieträgers) beziehungsweise die Kosten des Netzbezugs (bezogene Strommenge × Arbeitspreis des Stromträgers). Grund- und Leistungspreis zählen nicht mit.

Energieträgerverwaltung

Die Energieträgerverwaltung führt die Energieträger des Projekts mit Preisen und Emissionswerten. Rechenwege: Energieträgerkosten.

  • Aufruf im Projekt: Berichte & Kosten, Reiter Kosten, Energieträgerverwaltung….
  • Katalog: AdministrationKostenEnergieträgerverwaltung….
Energieträgerverwaltung mit gewähltem Träger Wasser – Bildschirmfoto mit Beispieldaten.

Wege in den Dialog

Die Verwaltung öffnet aus den Anlagendialogen und der Kostenseite, mit oder ohne Bezug auf eine Anlage.

Element Funktion
Investitionskosten…, Betriebskosten…, Energiekosten… Knopfzeile der Anlagendialoge Heizkessel, BHKW, Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpe; öffnen Investitions-, Betriebskosten bzw. diese Verwaltung für die gewählte Anlage
Zeile in Investitionskosten je Anlage gewählt Sprung auf ihren Träger; die Liste zeigt nur passende Träger
keine Zeile gewählt alle Träger des Projekts; die Übernahme aus dem Katalog richtet sich nach den Anlagen des Projekts
Energieträger-Variante übernimmt Arbeits-, Grund- und Leistungspreis aus der Karte des Trägers
  • Pufferspeicher und Solarthermie tragen nur die ersten beiden Knöpfe: Sie beziehen keinen Energieträger.
  • Die Knöpfe stehen nur im Projekt, nicht im Assistenten und nicht in der Katalogpflege.
  • Wärmepumpe: Kosten und Träger hängen an der einzelnen Anlage; die Knopfzeile erscheint erst nach OK und Speichern.
  • Ein neu angelegter Träger beginnt ohne Preise.

Trägerliste

Die Liste führt die dem Projekt zugeordneten und die tatsächlich verwendeten Träger.

Element Funktion
⚠ nicht zugeordnet verwendet, aber nicht zugeordnet; Speichern ordnet den Träger dem Projekt zu
⚠ passt nicht zur Komponente zugeordnet, passt aber nicht; bleibt wähl- und bearbeitbar, damit seine Preise erreichbar bleiben
Aus Katalog übernehmen… noch nicht zugeordnete Katalogträger, Mehrfachauswahl
Entfernen abgelehnt, solange der Träger verwendet wird, mit den Verwendern; so fällt die Rechnung nie still auf einen Ersatzwert zurück
  • Zulässige Träger je Komponente – mit Anlagenbezug nur passende Träger, Kopfzeile etwa für Wärmepumpe: nur Gruppe Strom; Aus Katalog übernehmen… ebenso.
Komponente Zulässige Träger
Wärmepumpe, Photovoltaik, Stromspeicher, Heizstab, Elektrokessel Gruppe Strom; vorbelegt der Stromträger des Projekts
Heizkessel mit Brennstoff, BHKW Brennstoffkategorie des Geräts: Gaskessel gasförmige, Ölkessel flüssige, Holzkessel feste Träger
BHKW ohne Gerätebezug gasförmige und flüssige Brennstoffe, tierische Fette
Solarthermie, Pufferspeicher kein eigener Träger; die Liste bleibt vollständig
  • Elektrokessel: ein Heizkessel mit dem Brennstoff elektrische Energie; er gehört zum Stromträger wie eine Wärmepumpe.
  • Ohne gewählte Anlagenzeile – Aus Katalog übernehmen… bietet die Träger an, die die Anlagen des Projekts zusammen beziehen können.
    • Kopfzeile etwa Übernahme eingeengt auf die Anlagen des Projekts: Gas, Strom.
    • Keine Einengung ohne Anlage mit Träger, bei einer Anlage, zu der jeder Träger passt (etwa Heizkessel ohne Gerätebezug), und im Katalog.
    • Die Trägerliste selbst bleibt vollständig; ein zugeordneter Träger verschwindet nicht.
  • Stromträger des Projekts – an ihm hängt der Strompreis des Projekts.
    • Bestimmt aus den Zuordnungen in der Reihenfolge Wärmepumpe, Heizstab, Elektrokessel, Stromspeicher, Photovoltaik; der erste Treffer zählt.
    • Ohne Zuordnung gilt der ausgelieferte Stromträger; elektrischen Anlagen ohne Stromträger trägt das Programm ihn nach.
    • Geschieht das beim Entfernen eines Trägers, nennt ein Hinweis über der Liste den zugeordneten Stromträger.
    • Kältemaschine: braucht ebenfalls einen Stromträger; ihr Strom zählt in Kosten und Emissionen, auch als einziger Verbraucher.
  • Katalogkontext – pflegt die Katalogzeile selbst.
    • Bezeichnung und Gruppe stehen über der Trägerkarte.
    • Neu… legt einen leeren Träger an, Variante eine vollständige Kopie des gewählten.
    • Löschen ist abgelehnt, solange ein Projekt oder eine Anlage den Träger führt.

Trägerkarte

Die Karte rechts zeigt die Werte des gewählten Trägers; alle Preise sind Nettopreise.

Element Funktion
Blöcke Preis und Heizwert; Preisbestandteile (beim Stromträger Strompreis Details); Emissionen; Einheiten und Umrechnung (zugeklappt); Preishistorie
± an Arbeits-, Grund- und Leistungspreis Werte für Günstig und Ungünstig (Werte je Szenario); nur im Projekt
Heizwert, Brennwert in kWh je Abrechnungseinheit, etwa kWh/Nm³, kWh/L, kWh/kg; Gase des Brennstoffkatalogs in Nm³ und €/Nm³, Sonstige in kWh und €/kWh
Preisbasis (unter dem Arbeitspreis) Eingabe je Abrechnungseinheit, etwa €/Nm³, oder in €/kWh; gespeichert wird immer je Abrechnungseinheit
Preis pro kWh Herleitung unter den Feldern, etwa 0,50 €/Nm³ ÷ 10,50 kWh/Nm³ = 0,0476 €/kWh
Einheiten und Umrechnung Basiseinheit und Umrechnungsregeln (Name, von, nach, Faktor, Schalter), Regel hinzufügen; die Regel nach kWh ist nicht abschaltbar
  • Am ± zeigt ein Punkt ein gepflegtes Paar, ein Warnzeichen einen Szenariopreis ohne Preis für Erwartet.
  • Preis pro kWh – bei Preisbasis €/kWh läuft die Herleitung in Eingaberichtung.
    • Hs/Hi und 1 Nm³ = … kWh (Hi) / … kWh (Hs) stehen nur, wenn Heiz- und Brennwert gepflegt sind.
    • Träger mit Abrechnung nach kWh: Direktabrechnung nach kWh.
  • Preisbasis – nur der Arbeitspreis folgt der Wahl; Heizwert, Brennwert, Leistungspreis und Grundpreis nicht.
    • €/kWh ist erst mit Heizwert wählbar; Heizwert 0 setzt die Wahl auf die Abrechnungseinheit zurück.
    • Träger mit Abrechnung nach kWh: keine Wahl, Arbeitspreis in €/kWh.
    • Im Projekt wird die Wahl mit dem Träger gespeichert; die Katalogpflege zeigt immer die Abrechnungseinheit.
    • Werte je Szenario werden beim Umschalten mit umgerechnet.
    • Umrechnung: Berechnung: Preis je kWh.
  • Umrechnungsregeln prüfen die Einheitenkette; gerechnet wird mit Heiz- und Brennwert.
  • Wirkung der drei Preise in den Energiekosten der Wirtschaftlichkeit:
Preis Einheit Bepreist
Arbeitspreis je Abrechnungseinheit die verbrauchte Menge
Grundpreis €/a einmal im Jahr je Energieträger
Leistungspreis €/(kW·a) bzw. €/(kW·Monat) Brennstoffträger: vorgehaltene Anschlussleistung der Anlagen; Stromträger: Bezugsspitze des Netzbezugs (höchster Viertelstundenwert des Laufs)
  • Modus Jahresleistungspreis: Satz einmal auf die Jahresspitze; Monatsleistungspreis: je Monat auf die Monatsspitze.
  • Eine gepflegte Saisonreihe rechnet mit ihren zwölf Monatssätzen.
  • Stromträger: Eine Leistungspreis-Staffel ersetzt Leistungspreis und Saisonsätze.
  • Aktive Tarifstruktur: Ihr Reststromtarif ersetzt den ganzen Strompreis.
  • Rückfallkette – Arbeitspreis: Projektwert → Preishistorie → Katalog.
  • Grund- und Leistungspreis: Projektwert → Katalog.
  • Szenariopreise – ein gepflegter Wert für Günstig oder Ungünstig ersetzt den wirksamen Preis ganz; 0 zählt als gepflegt, anders als bei Worst/Best der Positionen und den Erlössätzen je Szenario.
  • Leistungspreis-Staffel – beim Stromträger im Projekt die Gruppe Leistungspreis-Staffel (auf die Jahres-Bezugsspitze).
    • Felder: Staffelgrenze [kW], Preis bis zur Grenze und Preis über der Grenze [€/(kW·a)].
    • Bemessen an der Jahres-Bezugsspitze, gleich welcher Modus am Leistungspreis steht (Berechnung: Leistungspreis und Staffel).
    • Ersetzt Leistungspreis und Saisonsätze des Stromträgers, wird nicht addiert.
    • Gepflegt, sobald ein Preis größer als 0 ist; leere Preise heißen keine Staffel.
    • Nur im Projekt; der Katalog führt keine Staffel.
  • Preishistorie – Preisstände des Trägers im Projekt: Gültig ab, Heizwert, Basiseinheit, Arbeits-, Grund- und Leistungspreis.
    • Ein Eintrag entsteht beim Speichern, sobald ein Wert vom gespeicherten Stand abweicht; maßgeblich ist Gültig ab.
    • Ein zweites Speichern am selben Tag aktualisiert den Eintrag.
    • Nur der Arbeitspreis liest die Historie.
    • Löschen am Zeilenende entfernt einen Preisstand.
    • Katalogstände der Administration wirken nicht auf die Projektrechnung.
  • Katalogwerte übernehmen (im Projekt) – holt Arbeits-, Grund-, Leistungspreis, Heiz-, Brennwert und Emissionswerte aus der Administration in die Felder.
    • Die Preisbasis bleibt; der Katalogpreis erscheint in ihrer Einheit.
    • Geschrieben wird erst mit Speichern oder OK, dabei entsteht ein Historieneintrag.
    • Einmalige Kopie: Spätere Katalogänderungen wirken nicht auf das Projekt.

Emissionen und fehlende Werte

Emissionswerte des Trägers und die Regeln für leere Felder.

  • Emissionen – Klappliste Bilanzierungsmethode: CO₂ direkt – reale Bilanz, heizwertbezogen oder CO₂-Äquivalent (GWP100).
    • Die Wahl gehört dem Projekt; im Katalogkontext ist sie nur lesbar.
    • Tabelle der Emissionsarten: Art, Wert, Einheit, Quelle, Katalog…; darunter Emissionsarten & Katalog verwalten….
    • Gezeigt wird nur die gewählte Größe; SO₂ und NOₓ werden weitergeführt, aber hier nicht gezeigt.
  • Fehlende Werte – ohne Arbeitspreis, Leistungspreis oder CO₂-Wert steht ein Hinweis am Ort des Werts; er sperrt nichts.
    • Die Wirtschaftlichkeitsrechnung braucht den Arbeitspreis.
    • Ohne CO₂-Wert rechnet die Emissionsbilanz den Träger mit 0.
  • Leeres Feld und 0 – Arbeitspreis, Leistungspreis und Emissionswerte unterscheiden beides.
    • Leer heißt nicht gepflegt; grau steht, was dann gilt, etwa Katalog: 0,0800.
    • Dieser Wert ist nur angezeigt; in die Felder holt ihn Katalogwerte übernehmen.
    • Eine eingetragene 0 ist gepflegt und gilt, etwa für Abwärme; nur ein leeres Feld fällt auf die nächste Stufe der Rückfallkette.
    • Ein leerer Arbeitspreis legt keinen Eintrag in der Preishistorie an.
    • Werte je Szenario: leer heißt wie Erwartet, eine 0 ist gepflegt.
    • Grundpreis: 0 €/a ist ein gültiger Vertragswert.
  • Wert aus der Kategorie übernehmen… – leiht einen fehlenden Wert von einem Träger derselben Brennstoffkategorie.
    • Kategorien: Strom, gasförmige, flüssige und feste Brennstoffe, Wärme, tierische Fette; die Gruppe darf eine andere sein.
    • Angeboten werden nur Träger mit diesem Wert; geschrieben wird erst nach Wahl und Bestätigung.
    • Preis nur von Trägern gleicher Abrechnungseinheit, Leistungspreis zusätzlich gleichen Modus (Jahr oder Monat).
    • Der CO₂-Faktor steht bei allen Trägern in g/kWh.
    • Der Wert gilt im Projekt, nicht im Katalog; unter dem Feld steht seine Herkunft.

Strompreis Details

Beim Stromträger zerlegt der Block Strompreis Details den Arbeitspreis zum Vergleich in Anteile; aufgeschlagen wird nichts.

Gruppe Anteile
Beschaffung und Vertrieb Beschaffung, Vertrieb; bei leerer Beschaffung bietet ein Knopf den Rest an: Arbeitspreis minus übrige eingeschaltete Anteile
Netzentgelte Arbeitspreis Netz
Steuern, Abgaben und Umlagen Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Umlagen
  • Zwei Knöpfe an der Stromsteuer tragen den Regelsatz bzw. den ermäßigten Satz des Bilanzjahres ein; hervorgehoben ist der zur Unternehmensart passende.
  • Umlagen aufschlüsseln ersetzt die Summe durch KWKG-Umlage, Offshore-Netzumlage und § 19 StromNEV-Umlage.
  • Jeder Anteil hat Wert und Schalter; nur eingeschaltete Anteile zählen.
  • Darunter: Summe der Anteile, Arbeitspreis zum Vergleich, nicht aufgeschlüsselter Rest (auch negativ ausgewiesen).
  • In Arbeitspreis übernehmen trägt die Summe ein; gespeichert wird mit Speichern.
  • Preisquelle Spotmarkt oder Kostenprofil: Die Reihe ist die Beschaffung; die übrigen eingeschalteten Anteile kommen hinzu, wenn die Speichervariante es verlangt.
  • Fixpreis: Nichts kommt hinzu, der Arbeitspreis enthält die Anteile.
  • Der Stromsteueranteil bestimmt die Stromsteuer auf Hilfsstrom.

Gesetzliche Umlagen (Vorgabewerte):

Umlage 2025 [ct/kWh] 2026 [ct/kWh]
KWKG-Umlage 0,277 0,446
Offshore-Netzumlage 0,816 0,941
§ 19 StromNEV-Umlage 1,558 1,559
Summe 2,651 2,946

Kostenprofil und Spotmarktpreise

Preisreihen des Stromträgers für die Stromspeicherrechnung.

  • Kostenprofil (Kachel über der Trägerkarte) – zwölf Monatsniveaus und je Wochentag 24 Stundenwerte als Abweichung, alles in ct/kWh.
    • Mit ihm rechnet der Stromspeicher bei der Preisquelle Kostenprofil seinen Bezugspreis.
  • Bild des Kostenprofils (Reiter Grafik) – 8.760 Stundenpreise p(h)=pMonat+ΔpWoche.
    • Jahr mit 365 Tagen, Beginn an einem Sonntag; gerechnet wie für den Stromspeicher.
    • Ohne die Anteile aus Strompreis Details.
    • Aus den eingegebenen, auch ungespeicherten Werten; Vorschau aktualisieren zeichnet neu.
    • Zoom, Bereich und 1:1 wie bei den Zeitreihen der Auswertung; Farbe über die Legende (Farben der Diagramme).
    • CSV… speichert die 8.760 Werte als CSV-Datei; kein Bildexport, nicht im Bericht.
  • Spotmarktpreise (Kachel) – Dialog Spotmarktpreise importieren.
    • Format und Vorschau wie beim Import einer Photovoltaik-Ganglinie; Werte in ct/kWh.
    • Jahr der Reihe (Vorschlag: Jahr der ersten Datenzeile) legt Wochentage und Feiertage fest (Preisreihe mit Jahr).
    • Der 29. Februar entfällt; die doppelte Stunde der Herbstumstellung wird gemittelt.
    • Die fehlende Stunde der Frühjahrsumstellung und Lücken der Datei werden aus den Nachbarstunden ergänzt.
    • Das Feld Validierungsprotokoll des Dialogs nennt jede dieser Stellen mit Datum und Stunde.

Preisbestandteile eines Brennstoffs

Beim Brennstoffträger zerlegt der Block Preisbestandteile — Transparenz, ohne Preiswirkung den Arbeitspreis; gerechnet wird mit dem Arbeitspreis.

Element Funktion
Anteile Energiesteuer, CO₂-Bestandteil (BEHG), Netz- und Messentgelt, Beschaffung und Vertrieb
Einheit Abrechnungseinheit des Trägers (€/Nm³, €/l, €/t) wie der Arbeitspreis; ohne Heizwert ct/kWh
Herleitung Energiesteuer: Gesetzessatz in €/MWh, brennwertbezogen; CO₂: Preis je Tonne × CO₂-Menge je Einheit, etwa 65 €/t × 2,109 kg/m³
Rest Vorschlag für Beschaffung und Vertrieb; eingetragen erst auf Klick
Schalter und Summe nur eingeschaltete Anteile zählen, leer heißt kein Anteil; die Summenzeile nennt den Abstand zum Arbeitspreis
In Arbeitspreis übernehmen trägt die Summe ein; gespeichert wird mit Speichern
Schnellwahl aus Katalog… Energiesteuer nach § 2 EnergieStG, ermäßigte Sätze nach § 53a Abs. 5 und § 54 EnergieStG, CO₂-Bestandteil nach BEHG; die Wahl trägt ein und schaltet ein
  • Ohne Katalogsatz für den Träger bleibt die Zeile der Schnellwahl gesperrt.
  • Ein negativer Rest wird ausgewiesen, nicht geglättet.
  • Die Bestandteile sind Grundlage der Kohärenzprüfung: Eine Steuerentlastung ist nur schlüssig, wenn dieselbe Steuer im Preis ausgewiesen ist.

Träger je Anlage

In den Dialogen Wärmepumpe, Photovoltaik und Stromspeicher wählt jede Anlage ihren Träger in zwei Stufen.

  • Energieträger benennt die Gruppe (etwa Strom), Art den Träger der Gruppe (etwa Elektrische Energie).
  • Angeboten werden nur passende Gruppen, bei diesen Anlagen Strom; vorbelegt ist der Stromträger des Projekts.
  • Preis, Anteile und Emissionsfaktor des Strombezugs folgen dieser Wahl.
  • Jeder Träger einer Anlage steht in der Trägerliste des Projekts, auch der Kühlträger einer Kältemaschine und die Antriebswärme einer Sorptionsanlage.
  • Entfernen lässt er sich erst, wenn keine Anlage ihn mehr führt.
  • Fehlt er doch, nennt die Kohärenzprüfung Anlage und Träger; gerechnet wird mit dem Rückfallträger.

Berechnung: Preis je kWh

Die Umrechnung zwischen Abrechnungseinheit und kWh läuft über den Heizwert Hi des Trägers: Preis je kWh = Preis je Abrechnungseinheit ÷ Heizwert, etwa 0,50 €/Nm³ ÷ 10,00 kWh/Nm³ = 0,05 €/kWh. Steht die Preisbasis auf €/kWh, rechnet das Programm in Eingaberichtung zurück – Preis je kWh × Heizwert – und speichert den Preis je Abrechnungseinheit. Sind Heizwert und Brennwert beide gepflegt, nennt die Karte zusätzlich den Umrechnungsfaktor Hs/Hi und die Zeile 1 Nm³ = … kWh (Hi) / … kWh (Hs); die Preisbestandteile nennen den brennwertbezogenen Gesetzessatz in €/MWh neben dem heizwertbezogenen Preis.

Berechnung: Leistungspreis und Staffel

  • Leistungspreis – Jahresleistungspreis × Bezugsspitze des Jahres, Monatsleistungspreis × Monatsspitze je Monat. Beispiel: Leistungspreis 100 €/(kW·a) im Modus Jahresleistungspreis und Bezugsspitze 120 kW ergeben 120×100=12.000 €/a. Kappt ein Speicher die Spitze auf 90 kW, rechnet die Wirtschaftlichkeit mit 90×100=9.000 €/a, also 3.000 € weniger im Jahr.
  • Staffel – bis zur Staffelgrenze der erste Preis, für den Teil darüber der zweite, immer auf die Jahres-Bezugsspitze. Beispiel: Grenze 1.000 kW, Preise 50 und 80 €/(kW·a), Bezugsspitze 1.200 kW ergeben 1.000×50+200×80=66.000 €/a.
  • Jahresdauerlinie – weil der Leistungspreis an einer einzigen Viertelstunde hängt, lohnt der Blick auf die Jahresdauerlinie des Netzbezugs: Sie ordnet die Viertelstunden des Jahres nach ihrer Leistung und zeigt, wie wenige davon die Spitze bilden. Senkt ein Speicher diese wenigen Viertelstunden, sinkt die Bezugsspitze des Laufs und mit ihr der Leistungspreisanteil der Energiekosten; im Bild liegen nur 40 der 35.040 Viertelstunden über 90 kW, zusammen rund 130 kWh. Die Grundlagen stehen unter Lastspitzen und Leistungspreis.
Jahresdauerlinie des Netzbezugs mit Kappung der Spitze von 120 auf 90 kW durch einen Speicher – Prinzipbild, synthetische Werte

Brennstoffe des Projekts

Jedes Projekt rechnet mit eigenen Kopien der Brennstoffe: Heizwerte, Emissionsfaktoren (CO₂, SO₂, NOₓ, Staub) und Primärenergiefaktor.

  • Die Kopien entstehen mit dem Projekt aus dem Brennstoffkatalog; ein Katalog-Update ändert das Projekt nicht.
  • Die Energiepreise gehören zum Energieträger (Energieträgerverwaltung), nicht zum Brennstoff.
  • Aufruf für das geöffnete Projekt: AdministrationKostenBrennstoffe des Projekts….
Brennstoffe des Projekts – Bildschirmfoto mit Beispieldaten.
Element Funktion
Spalte Stand wie Katalog, abweichend oder nicht mehr im Katalog
Bearbeiten Werte ändern; Speichern schreibt sofort ins Projekt; Kategorie, Name und Einheit bleiben wie im Katalog
Auf Katalog zurücksetzen heutige Katalogwerte in die Kopie – so kommt ein neuer Auslieferungsstand ins Projekt
Aus Katalog übernehmen Kopie eines Katalogbrennstoffs, den das Projekt noch nicht führt
  • Aus den Kopien lesen Energieträger, Emissionsbilanz, Einstufung nach BEHG und die Vorbelegung neuer Preise.
  • Duplizieren, Varianten und Projekttransfer nehmen die Kopien mit.

Nutzungsdauern (AfA)

Der Dialog Nutzungsdauern (AfA) führt je Technik und Positionsart die rechnerische Nutzungsdauer und je einen Satz für Instandsetzung und Wartung. Rechenweg: Nutzungsdauern.

  • Aufruf: AdministrationKostenNutzungsdauern (AfA)….
  • Die Nutzungsdauer steuert Ersatzbeschaffung und Restwert.
  • Ohne Nutzungsdauer rechnet eine Position über den ganzen Betrachtungszeitraum, ohne Ersatz; einen Restwert hat sie nur mit Startjahr 2 oder später (Ersatz und Restwert).

Zeilen und Spalten

Die Zeilen sind nach Technik gruppiert.

Spalte Inhalt
Technik, Positionsart Zeile der Tabelle
Nutzungsdauer [a] rechnerische Nutzungsdauer; mit ihr wird gerechnet
AfA steuerlich [a] nur zur Information, geht in keine Rechnung ein
Instandsetzung [%/a], Wartung [%/a] Satz in % der Investition je Jahr nach VDI 2067 Blatt 1 (Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen – Grundlagen und Kostenberechnung), Tabelle A2; leer heißt kein Satz
Quelle worauf der Wert beruht; ausgelieferte Werte sind Richtwerte, maßgeblich bleibt die Angabe des Planers
  • Standardzeile – je Technik genau eine, zuerst in der Gruppe; gilt für Positionen ohne eigene Positionsart.
  • Technikübergreifend – Montage und Planung / Baunebenkosten am Listenende, ohne eigenen Wert.
    • Solche Positionen werden mit der Hauptposition ersetzt und rechnen mit der Standardzeile ihrer Technik.
  • Ausgelieferte Instandsetzungssätze der Standardzeilen: Heizkessel 2 %, BHKW 6 %, Wärmezentrale 2 %, Stromeinspeisung 2 %, bauliche Anlagen 1,25 %.
    • Wartungssätze und übrige Techniken sind leer.
  • Ein Satz der Tabelle rechnet nicht selbst: Er wirkt erst in der Betriebskostenposition, über Sätze vorbelegen… oder eine Kostenvorlage.

Bedienung

Eigene Zeilen anlegen und ausgelieferte Werte überschreiben.

Element Funktion
Suchfeld über Technik, Positionsart und Quelle
Neu eigene Zeile; ohne Technik technikübergreifend; je Technik jede Positionsart nur einmal
Löschen nur eigene Zeilen; ausgelieferte bleiben, ihr Wert lässt sich überschreiben
Auslieferungswerte wiederherstellen setzt alle ausgelieferten Zeilen auf den Auslieferungsstand; eigene Zeilen bleiben

Wirkung auf neue Positionen

Was die Tabelle neuen Positionen mitgibt (Kostenvorlagen).

  • Neue und aus einer Kostenvorlage übernommene Investitionspositionen: Nutzungsdauer aus der Tabelle.
  • Bereits erfasste Positionen behalten ihren Wert.
  • Übernommene Betriebsposition Instandhaltung … oder Wartung … mit % der Investition: Satz der Tabelle, wenn die Vorlage keinen trägt.
  • Pflichtpositionen, die das Programm beim Anlegen einer Anlage selbst anlegt, bekommen keinen Satz.
  • Neue Speichervariante (Anlagendialog oder Hilfe-Assistent): Nutzungsdauer der Standardzeile Stromspeicher · Batterie, ohne brauchbaren Wert 20 Jahre.
  • Bestehende Speichervarianten behalten ihre Nutzungsdauer.

Nutzungsdauern in den Kostendialogen

Knöpfe und Felder der Kostenverwaltung, die die Tabelle nutzen.

Element Funktion
Nutzungsdauern vorbelegen… (Investitionsseite, Leiste unter dem Raster) füllt leere Nutzungsdauern aus der Tabelle; abweichende überschreibt es erst nach Rückfrage mit ihrer Anzahl
Sätze vorbelegen… (Betriebsseite) füllt leere Sätze von Instandhaltung … und Wartung … mit % der Investition: Satz der Positionsart, sonst der Standardzeile der Technik
Herkunft des Satzes kleine Zeile, wenn der Satz dem der Tabelle gleicht, etwa 2 % · Satz aus Nutzungsdauertabelle: Heizkessel · Wärmeerzeuger (Instandsetzung)
Positionsart (Zeileneditor) Zeilen der Technik, dann technikübergreifende; leer heißt Standardzeile; eine Wahl setzt die Nutzungsdauer auf den Zeilenwert
Herkunft der Nutzungsdauer Vorgabe der Technik, AfA-Tabelle mit Positionsart oder eigener Wert; leer ohne Nutzungsdauer (Ersatz und Restwert)
  • Sätze vorbelegen… überschreibt andere Sätze oder erfasste Beträge erst nach Rückfrage mit ihrer Anzahl.
  • Beide Knöpfe schreiben erst mit Speichern oder OK.
  • Word- und Excel-Bericht nennen dieselbe Herkunft des Satzes in der Herleitung der Betriebskosten.
  • Ersatzbeschaffung und Restwert je Position – Zeileneditor der Investitionsseite: Ersatzbeschaffung führen und Restwert ansetzen, je ja oder nein.
    • Leer oder ja: Die Nutzungsdauer entscheidet – Ersatz, sobald sie vor dem Ende des Betrachtungszeitraums abläuft; linearer Restwert im letzten Jahr.
    • nein schaltet nur das eine ab; ohne Ersatzbeschaffung bleibt der Restwert der ersten Beschaffung.
    • Kostenvorlagen führen dieselben Felder; Aus Vorlage übernehmen…, Projektkopie und Speichern unter nehmen die Wahl mit.
  • Zahlung alle n Jahre – Betriebsseite, Feld Zahlung alle: … Jahre, 1 bis 99; Vorgabe 1 heißt jährlich.
    • Ab 2: Zahlung im Startjahr (ohne Startjahr im ersten Jahr), dann alle n Jahre bis zum Ende des Betrachtungszeitraums, etwa eine Dichtheitsprüfung alle 2 Jahre.
    • Der Betrag ist eine Zahlung zum Preisniveau des ersten Jahres, fortgeschrieben wie eine jährliche Position derselben Art.
    • Zu den Betriebskosten des ersten Jahres zählt er nur, wenn die Position im ersten Jahr zahlt.
    • Die Wirtschaftlichkeit rechnet ihn nur in den Zahlungsjahren; der Bericht nennt die Folge (Betriebskosten nach Kostenarten).
    • Kostenvorlagen führen das Feld; Aus Vorlage übernehmen… nimmt es mit, aus einer Vorlage wie aus einer anderen Anlage.
    • Nicht auf der Investitionsseite: Eine wiederkehrende Investition ist die Ersatzbeschaffung (Ersatzbeschaffung und Restwert je Position).

Gesetzliche Parameter

Der Dialog Gesetzliche Parameter führt die jahresscharfen Sätze der Wirtschaftlichkeit in einem eigenen Katalog.

  • Aufruf: AdministrationKostenGesetzliche Parameter….
  • Bereiche: KWK-Zuschlag, EEG-Vergütung, Energie- und Stromsteuer, CO₂-Preis, Umsatzsteuer (19 %) und Bilanzkonvention.
  • Ein Auswahlfeld wählt den Bereich; Suche, Trichter und Sortierung der Jahreszeilen wie in den Gerätekatalogen.
  • Eine Gesetzesänderung ist eine neue Jahreszeile, keine Änderung der alten: So rechnet eine Variante später dieselben Zahlen.
  • Beim Bearbeiten einer Zeile mit vergangenem Gültigkeitsjahr fragt der Dialog nach.
  • CO₂-Preis – ein Projektwert über 0 gilt konstant; sonst der nEHS-Pfad des Katalogs je Kalenderjahr (Energieträgerkosten).

Kosten in der Speicherauslegung

Die Speicherauslegung rechnet mit spezifischen Kostensätzen der aktiven Speicheranlage.

  • Sätze der Auslegung – aus dem Kostenmodul übernommen oder im Auslegungsdialog erfasst.
    • Nur €/kW- und €/kWh-Bemessungen; Betriebskosten je installierter Kapazität und Jahr oder je entladener AC-Energie.
    • Gerechnet wird je Kandidat: Satz × Größe bzw. Entlademenge; ein ausgewiesener Gesamtbetrag geht nicht ein.
    • Mit Hinweis ausgeschlossen: Pauschalen, Prozentpositionen, Erlöse, fehlende Sätze, erst später beginnende Positionen.
    • Benannte Auslegungsprofile speichern die Sätze mit Suchraum und Zeitreihenquellen.
  • Flotte – die Kosten der Einheiten kommen aus der Satzvorlage des Katalogsatzes; der feste Investitionsanteil geht nicht in die Auslegung ein.
    • Die Übernahme einer Flotte schreibt Kostenpositionen nur für Einheiten mit eigene Kosten.
    • Den Verschleiß je entladener kWh bucht allein der Simulationslauf (Verschleiß des Stromspeichers).
  • Prüfung bleibt – eine übernommene Dimensionierung ersetzt nicht die Prüfung der projektweiten Kostenpositionen.
    • Entladeabhängige Betriebskosten dürfen den Verschleiß nicht zusätzlich zum Verschleißterm der Auslegung enthalten.
  • Satzvorlage des Stromspeichers – Kostensätze eines Stromspeichers im Projekt gibt es nur als Kostenposition der Anlage.
    • Fehlt die Position, zeigt die Kostenverwaltung den Satz der Satzvorlage (Gerät im Projekt oder Katalogsatz) als Lesezeile mit Herkunft.
    • Lesezeilen: Investition je kWh Kapazität, je kW Leistung und fester Betrag; Betrieb: Verschleiß.
    • Als Projektposition übernehmen… legt die Position mit dem angezeigten Wert an; danach steht überdeckt durch die Projektposition.
    • Stammbereich: Die Satzvorlage eines Geräts im Projekt ist in der Gruppe Katalogsätze nur lesbar; die eines Katalogsatzes bleibt als Vorlage bearbeitbar.
    • Jedes Gerät im Projekt führt eine eigene Kopie seiner Satzvorlage mit den Werten der Übernahme; beim Stromspeicher nennt die Lesezeile Gerät im Projekt, übernommen aus ….
    • Gilt für Wärmepumpe, Heizkessel, BHKW, Solarthermie, Photovoltaik und Wechselrichter, Stromspeicher, Pufferspeicher und Kältemaschine.
    • Spätere Änderungen am Katalogsatz wirken nur auf neue Projekte; duplizierte und eingespielte Projekte erhalten eigene Kopien.
    • Beim Löschen eines Projekts verschwinden seine Satzvorlagen; noch benutzte Vorlagen und die Standardvorlage bleiben.

Berechnung: Ersatz und Restwert der Speichereinheiten

In der Wirtschaftlichkeit einer Speicherflotte ist das Ersatzintervall einer Einheit ihre Nutzungsdauer: Die Einheit wird in jedem Jahr ersetzt, dessen Nummer ein Vielfaches des Intervalls ist, und trägt am Ende der Laufzeit einen linearen Restwert – den Betrag der letzten Beschaffung mal Restdauer durch Nutzungsdauer. Ohne eigenes Intervall gilt die Nutzungsdauer der Standardzeile Stromspeicher · Batterie der Tabelle Nutzungsdauern (AfA); der Editor nennt sie in einer Zeile. Der feste Restwert der Einheit (Gerätedaten) bleibt gespeichert, geht aber in keine Rechnung ein; der zusätzliche Restwert der Studie gilt weiter. Beispiel: Eine Einheit mit 7.000 € Ersatzkosten und 10 Jahren Nutzungsdauer, bewertet über 15 Jahre, wird im Jahr 10 ersetzt und trägt am Ende 7.000 € × 5 ÷ 10 = 3.500 € Restwert.

Siehe auch