Programm Dokumentation/Solarthermie
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Der Dialog Eingabe der Solarkollektoren beschreibt die Kollektorfelder des Projekts. Aus Kollektortyp, Modulanzahl, Bezugsfläche, Neigung, Azimut und Arbeitstemperatur berechnet EPOS-Plan den Ertrag nach dem Wirkungsgradmodell der EN ISO 9806; die Solarkreispumpe zählt als Stromverbraucher.
Wie ein Kollektor Einstrahlung in Wärme wandelt und wovon sein Wirkungsgrad abhängt, beschreibt Grundlagen/Solarkollektoren; diese Seite zeigt, wie Sie ein Kollektorfeld in EPOS-Plan einbinden und einstellen und wie es mit Speicher und Nachheizung zusammenwirkt.
Einbindung in EPOS-Plan
Ein Kollektorfeld entsteht in fünf Schritten; erst seine Senkenliste entscheidet, wohin die Wärme geht.
- Katalog – Kollektortypen mit Apertur- und Modulfläche, den Kennwerten , , , und nach EN 12975 bzw. ISO 9806 und der Bezugsfläche der Kennwerte (Aperturfläche oder Bruttofläche) stehen unter Administration → Wärme- und Kälteerzeugung → Solarkollektoren; Herstellerdaten nach VDI 3805 liest Administration → Daten & Import → Import Solarthermie VDI 3805 ein, die Bezugsfläche setzt der Import, wo die Datei sie nennt.
- Kollektorfeld – auf der Startseite im Reiter Energieerzeuger die Kachel Solarthermie mit der Wahl Profil öffnen. In Eingabe der Solarkollektoren holt In das Projekt übernehmen einen Kollektortyp aus Auswahl in DB:; jede Zeile unter Auswahl in Projekt: ist ein Feld mit einer Ausrichtung. In der Gruppe Kollektor tragen Sie Modulanzahl:, Neigung [°]: und Azimut [°]: ein, nach Bedarf die Felder des Solarkreises (Eingaben), dann Übernehmen und OK.
- Kaskade – in der Simulation Konfiguration (Startseite, Reiter Simulation, Knopf Simulation Konfiguration...; ebenso Menü Projekt → Simulation…) steht das Feld als Karte unter Komponenten der Simulation. Die Reihenfolge der Karten ist die Kaskade: Die oberste Karte deckt den Bedarf einer Stunde zuerst. Eine noch nie gespeicherte Kaskade schlägt die angelegten Erzeuger in der Folge der Ladeprioritäten Solarthermie, Wärmepumpe, BHKW, Heizkessel vor, die Solarthermie also vorn; Konfiguration speichern legt sie fest (Fallstricke).
- Wärmesenken – ein Doppelklick auf die Karte öffnet Wärmesenke - <Name>. Rang 1 Heizkreis (direkte Deckung des Bedarfs) deckt zeitgleich, die Bedarfsart wählt Heizung, Warmwasser oder beides. Eine Puffersenke auf Rang 2 – Ziel Pufferspeicher für Heizung, Brauchwasser, Prozesswärme oder Kombi – nimmt auf, was darüber hinausgeht. Ein neues Feld erhält beim Speichern die Senke Heizkreis (Heizung + Warmwasser), wenn das Projekt Heiz- oder Warmwasserbedarf führt, bei Prozesswärmebedarf außerdem oder allein die Senke Prozesswärme.
- Pufferspeicher – Pufferspeicher anlegen / verwalten… in der Konfiguration oder im Senkendialog öffnet die Verwaltung Pufferspeicher, im Blatt Eigenschaften stehen die Einstellungen des Speichers. Seine Verwendung muss den Kanal der Senke enthalten; Einzelheiten stehen unter Pufferspeicher.
Gerechnet wird Stunde für Stunde: zuerst das Bruttopotenzial des Felds aus Einstrahlung, Außentemperatur und Kollektorkennwerten – unabhängig von Bedarf und Speicherstand –, dann die Verteilung: die Direktsenken in Rangfolge, danach die Puffersenken bis zur Obergrenze des Speichers. Was übrig bleibt, ist Überschuss und wird verworfen.
Das Bild zeigt die Stundenrechnung an einem Sommertag: Der Puffer deckt den Bedarf vorab, das Feld lädt ihn mit seinem Ertrag bis zur Abschaltschwelle, und in jeder Stunde, in der er unter 30 % liegt, lädt ihn die Nachheizung als nachrangiger Lader bis 30 % nach. Mit dem Füllstand steigt die Temperatur der untersten Zone und mit ihr die Arbeitstemperatur des Kollektors, der Ertrag sinkt. Ist die Abschaltschwelle erreicht, nimmt niemand die Wärme ab: EPOS-Plan verwirft sie als Überschuss; in der Anlage stünde der Solarkreis still (Stagnation).
Beispiel. 40 m² Flachkollektor an einem Puffer von 2 000 l (70/30 °C) mit 60 kWh Warmwasser am Tag: Der Tag beginnt mit dem Puffer auf 30 %. Bis das Feld genug liefert, füllt die Nachheizung ihn in jeder Stunde wieder auf 30 % auf, bis 8 Uhr zusammen 12 kWh. Ab 7 Uhr lädt das Feld 89 kWh, gegen 14 Uhr erreicht der Puffer 95 %, und bis 17 Uhr bleiben 36 kWh als Überschuss. Die Arbeitstemperatur steigt dabei von rund 52 auf 78 °C.
Ganglinie statt Kollektorfeld. Statt aus dem Kollektorfeld kann der Ertrag aus einer fertigen Solarthermieganglinie kommen: Die Wahl Ganglinie der Kachel öffnet den Dialog Solarthermieganglinien: Er ordnet dem Projekt eine Ganglinie aus dem Katalog zu, und an derselben Stelle wird der Katalog gepflegt (siehe Eingaben). Jeder ihrer 8 760 Stundenwerte ist die Wärmeleistung der Stunde in kW, also die Wärmemenge der Stunde in kWh, ohne Bezug auf eine Fläche. Ist dem Projekt eine vollständige Ganglinie zugeordnet, rechnet die Simulation sie anstelle des Kollektorfelds; sonst rechnet das Kollektorfeld. Die Ganglinie ersetzt nur das Bruttopotenzial – die Verteilung auf Direktsenken, Puffer und Überschuss bleibt dieselbe:
- Mit einem Kollektorfeld im Projekt gelten dessen Wärmesenken, Pufferspeicher und Platz in der Kaskade für die Ganglinie; bei mehreren Feldern die des zuerst angelegten, die übrigen Felder rechnen dann nicht.
- Ohne Kollektorfeld deckt die Ganglinie Heizung, Warmwasser und Prozesswärme direkt, ohne Puffer. Die Solarthermie braucht auch dann einen Platz in der Kaskade; die Konfiguration schlägt ihn vor.
- Im Reiter Solarthermie der Ergebnisse und im Bericht steht die Ganglinie als eine Zeile „Solarthermie-Ganglinie ‚Name‘“ mit Bruttoertrag, genutzter Wärme und Überschuss; Fläche und Modulanzahl hat sie nicht.
50 m², 35° Süd
Warmwasser direkt
3 000 l
60 kW thermisch
je 150 kW
220 MWh/a
Beispiel
Das Hotel der Beispielanlage B (80 Zimmer, 420 MWh Heizwärme und 220 MWh Trinkwarmwasser im Jahr) wärmt sein Trinkwarmwasser mit 50 m² Flachkollektoren vor. Nachgeheizt wird mit BHKW 1 (30 kW elektrisch, 60 kW thermisch) und den Kesseln 1 und 2 mit je 150 kW; Speicher 1 fasst 3 000 l.
| Dialog | Feld | Wert | Warum |
|---|---|---|---|
| Eingabe der Solarkollektoren | Auswahl in DB: → In das Projekt übernehmen | Flachkollektor, 2,5 m² Apertur je Modul | für Warmwasser genügt ein Flachkollektor; die Kennwerte kommen aus dem Katalog |
| Eingabe der Solarkollektoren | Modulanzahl: | 20 | 20 × 2,5 m² = 50 m²; Aperturfläche [m²]: zeigt 50 |
| Eingabe der Solarkollektoren | Neigung [°]: / Azimut [°]: | 35 / 0 | Süddach; der Ertrag fällt vor allem im Sommerhalbjahr an, wenn nur Warmwasser gebraucht wird |
| Simulation Konfiguration | Reihenfolge unter Komponenten der Simulation | 1 Solarthermie, 2 BHKW, 3 Heizkessel | die Solarthermie deckt zuerst, das BHKW vor den Kesseln; die Vorwahl stellt sie hinter BHKW und Kessel – zweimal mit dem Pfeil nach vorn, dann Konfiguration speichern |
| Wärmesenke - Kollektorfeld | Rang 1: Ziel / Bedarfsart | Heizkreis (direkte Deckung des Bedarfs) / nur Warmwasser | zeitgleiche Deckung des Warmwassers; die Heizung erhält keine Solarwärme |
| Wärmesenke - Kollektorfeld | Rang 2: Ziel / Pufferspeicher / Ladeprio | Pufferspeicher Brauchwasser / Speicher 1 / nach Vorgabe (10 - Solarthermie) | der Ertrag über dem Momentanbedarf wird gespeichert statt verworfen; als vorrangiger Lader füllt das Feld bis zur Abschaltschwelle |
| Verwaltung Pufferspeicher › Eigenschaften | Verwendung: / Vorlauf [°C]: / Rücklauf [°C]: | Brauchwasser / 60 / 35 | passt zur Senke; 25 K Spreizung, der Dialog zeigt 87,0 kWh |
| Verwaltung Pufferspeicher › Eigenschaften | … nachrangig [%]: | leer | Automatik 30 %: nachrangige Lader füllen höchstens 26 kWh, der Raum bis 95 % bleibt der Solarthermie |
| Verwaltung Pufferspeicher › Eigenschaften | Mindestfüllstand/Notreserve [%]: | 10 | wirkt hier, weil BHKW 1 den Speicher lädt: die untersten 10 % bleiben als Vorrat stehen |
| Wärmesenke - BHKW 1 | Rang 2: Ziel / Pufferspeicher / Ladeprio | Pufferspeicher Brauchwasser / Speicher 1 / nach Vorgabe (30 - BHKW) | Rang 1 bleibt Heizkreis mit Warmwasservorrang; als nachrangiger Lader füllt das BHKW bis 30 %, und dieser Speicherraum lässt es auch bei kleinem Bedarf laufen (BHKW: Beispiel) |
| Wärmesenke - Kessel 1, Kessel 2 | Rang 1 | Heizkreis (direkte Deckung des Bedarfs) / Beides (Warmwasser zuerst) | die Kessel decken nur den Rest und laden den Speicher nicht |
Was zu erwarten ist und wo Sie es prüfen. Als Abschätzung, nicht als Rechenergebnis: 50 m² liefern an einem Standort in Deutschland rund 20 bis 25 MWh im Jahr, gut ein Zehntel des Trinkwarmwassers – im Hochsommer knapp ein Fünftel, im Winter wenige Prozent. Weil das Hotel auch im Sommer mehr Warmwasser zapft, als das Feld liefert, bleibt der Überschuss klein. Der Reiter Solarthermie der Simulationsergebnisse zeigt Kollektorertrag brutto:, davon genutzt:, Überschuss:, Restwärmebedarf: und Wärmebedarfsdeckung: – bezogen auf den ganzen Wärmebedarf des Projekts, hier also nur rund 3 bis 4 % –, darunter die Tabelle je Kollektorfeld mit Fläche, Anzahl und den Jahreswerten brutto, genutzt und Überschuss. Ergebnis → Autarkie Analyse stellt die Monate im Bild Wärmebedarf & Deckung dar, mit der Zeile Solare Deckung je Monat. Was das Feld dem BHKW an Laufzeit nimmt, zeigen im Reiter BHKW die Vollbenutzungsstunden. Der Knopf CSV… in der Leiste des Diagramms speichert die Jahresganglinie (Simulationsergebnisse: Diagrammbedienung).
Zusammenspiel mit anderen Technologien
Zwei Reihenfolgen bestimmen, was ein Kollektorfeld deckt: die Kaskade für die Direktdeckung einer Stunde und die Ladeprio für die Speicherladung. Mit der Vorgabe 10 lädt die Solarthermie vor Wärmepumpe (20), BHKW (30) und Heizkessel (40).
| Technik | Wirkung auf … | Wirkung von … | So rechnet EPOS-Plan |
|---|---|---|---|
| Pufferspeicher | die Solarthermie füllt ihn bis zur Abschaltschwelle | er nimmt auf, was über den Momentanbedarf hinausgeht; ohne ihn wird dieser Teil verworfen | Puffersenke mit Ladeprio; lädt die Solarthermie vorrangig und ist … nachrangig [%] leer, laden alle übrigen Lader nur bis 30 % (Schwellen) |
| BHKW | die Solarthermie deckt vor ihm und füllt den gemeinsamen Speicher; das BHKW verliert Laufzeit, vor allem im Sommer | darf das BHKW den Speicher über eine hoch gepflegte Grenze füllen, nimmt es der Solarthermie den Platz | das BHKW schaltet gegen den offenen Bedarf plus den freien Speicherraum bis zu seiner Obergrenze; was es in dieser Stunde einzulagern plant, ist für die übrigen Lader reserviert |
| Heizkessel | die Solarthermie senkt die Kesselwärme | ein Kessel mit Puffersenke lädt mit seiner freien Leistung bis zu seiner Obergrenze | steht der Kessel am Ende der Kaskade und ohne Puffersenke, deckt er nur den Rest |
| Wärmepumpe | die Solarthermie deckt vor ihr und füllt den gemeinsamen Speicher | lädt die Wärmepumpe denselben Speicher, gilt für sie die Nachrang-Grenze | eine Wärmepumpe im Betriebsmodus PV-optimiert mit einem Puffer auf Rang 1 wird in Stunden mit PV-Überschuss vorrangig, wenn ihre Priorität unter Bei PV-Überschuss: kleiner ist als die der Solarthermie; ist … nachrangig [%] gepflegt, lädt die Solarthermie in diesen Stunden nur bis zu diesem Wert |
| Wärmebedarf | – | Warmwasser gibt es auch im Sommer; Heizwärme fehlt, wenn die Sonne am meisten liefert | die Bedarfsart der Direktsenke und die Verwendung des Speichers legen fest, welche Kanäle das Feld beliefert |
Fallstricke
- Nicht in der Kaskade oder hinten eingereiht. Ein Feld ohne Platz unter Komponenten der Simulation rechnet nicht mit; die Konfiguration nennt nicht aufgenommene Erzeuger über den Karten, der Lauf im Protokoll. Solange Sie die Reihenfolge nicht selbst geordnet haben, schlägt die Konfiguration die Solarthermie vor allen anderen Erzeugern vor. In einer von Hand gepflegten Kaskade bleibt sie dort, wo Sie sie hingesetzt haben; steht sie hinter BHKW und Kessel, findet ihre Direktsenke den Bedarf schon gedeckt; ohne Puffersenke deckt das Feld praktisch nichts, und der Ertrag erscheint als Überschuss. Schieben Sie die Karte mit dem Pfeil nach vorn.
- Ohne Puffersenke nur zeitgleich. Was über den Momentanbedarf hinausgeht, wird verworfen. Die Karte trägt dann den Hinweis Konfiguration prüfen mit der Empfehlung, einen Pufferspeicher anzuschließen.
- Nachrang zu hoch. Darf ein nachrangiger Lader den Speicher bis 80 % oder höher füllen – über … nachrangig [%] oder eine eigene Ladeobergrenze –, halten Kessel oder BHKW ihn in der Heizzeit fast voll, und die Solarwärme kommt nur in Höhe des Momentanbedarfs durch; die Karte der Solarthermie meldet das. Leeren Sie das Feld (Automatik 30 %) oder senken Sie den Wert.
- Überschuss ist der Maßstab. Steigt der Überschuss im Reiter Solarthermie deutlich, ist das Feld für Bedarf und Speicher zu groß. Deckt ein Feld nur Heizwärme, fällt der Sommerertrag größtenteils weg: In einem gerechneten Gebäude mit 68 MWh Heizwärme ohne Warmwasser, 80 m² Kollektorfläche und 3 000 l Puffer wurden von rund 38 MWh Bruttoertrag nur 11 MWh genutzt.
- Übernehmen vergessen. Modulanzahl, Neigung und Azimut gelangen erst mit Übernehmen in das Feld; OK speichert nur, was übernommen ist.
- Azimut 0° ist Süden. Negative Werte zeigen nach Osten, positive nach Westen – anders als bei den Bauteilen des Gebäudes, wo 0° Norden bedeutet.
- Ganglinie zugeordnet, aber unvollständig. Eine Ganglinie mit weniger oder mehr als 8 760 Werten oder mit leeren oder negativen Werten rechnet nicht; der Lauf meldet den Mangel im Protokoll und rechnet mit dem Kollektorfeld. Ohne Kollektorfeld liefert die Solarthermie dann nichts, und der Statuspunkt der Kachel bleibt grau.
- Ganglinie und Kollektorfeld zugleich. Ist eine vollständige Ganglinie zugeordnet, rechnet sie – auch wenn die Kachel auf Profil steht. Die Wahl der Kachel öffnet nur den Dialog; wer wieder mit dem Kollektorfeld rechnen will, entfernt die Ganglinie mit Ganglinie und Aus dem Projekt entfernen aus dem Projekt.
- Arbeitstemperatur fest oder aus dem Speicher. Mit fest 50 °C rechnet der Kollektor das ganze Jahr gegen 50 °C – ein kalter Speicherboden oder eine Vorwärmstufe bringt dann keinen Mehrertrag, ein Puffer mit hohem Rücklauf keinen Minderertrag. aus dem Speicher folgt der untersten Zone des Puffers, den das Feld lädt; das ist die genauere Wahl, sobald ein Puffer da ist.
- Bezugsfläche passend zu den Kennwerten. Stehen , und im Datenblatt auf der Bruttofläche, gehört im Katalog Bruttofläche (Modulfläche) gewählt und die Modulfläche gepflegt; sonst liegt der Ertrag um das Verhältnis der beiden Flächen daneben.
- Was EPOS-Plan nicht abbildet. Es gibt keine Stagnation und keine Kollektorabschaltung; die Verluste des Solarkreises sind ein Prozentsatz ohne Leitungslänge, der Wärmeübertrager ist eine Grädigkeit. Die Einstrahlung auf die geneigte Fläche wird isotrop gerechnet, und Vor- und Rücklauf des Kollektors sind keine Eingabe – seine Temperatur folgt aus der Arbeitstemperatur.
Eingaben
Der Dialog Verwaltung Solarkollektoren hat drei gerahmte Bereiche übereinander: Im Projekt (oben), Katalog (DB) und Gewählter Satz. Die Trennlinie zwischen den beiden Listen lässt sich ziehen; die Aufteilung wird je Dialog gemerkt. Beide Listen kennen die Mehrfachwahl mit Kästchen und mit dem Kästchen im Spaltenkopf; Ankreuzen wählt keine Zeile. Gewählt wird ein Satz durch den Klick auf seine Zeile, die gewählte Zeile ist farbig hervorgehoben. Die Knopfleiste in der Zeile Gewählter Satz führt Vergleichen…, Schloss setzen…/Schloss aufheben…, Löschen, Bearbeiten… und rechts Neu…; Schloss und Löschen gelten nur für Katalogsätze und sind beim gewählten Projektsatz gesperrt (Hinweis Katalogsatz wählen), Neu… legt immer einen Katalogsatz an, Vergleichen… vergleicht die angekreuzten Zeilen des Bereichs. Ein Doppelklick oder Enter auf einer Katalogzeile übernimmt sie in das Projekt. Der Stift in einer Zeile öffnet den Satz zum Bearbeiten – in der Projektliste die Projektkopie, in der Katalogliste den Katalogsatz; ein gesperrter Katalogsatz ist nur lesbar, bis das Schloss aufgehoben ist. Auf kleinen Bildschirmen (iPad) werden die Elemente kompakter, Rollbalken erscheinen nur dort, wo sie nötig sind.
Die gemeinsame Bedienung — Spalten…, Mehrfachwahl, Vergleichen…, Übernehmen, Rückweg und die Zeile Gewählter Satz — steht unter Gerätekataloge: Katalogauswahl im Projektdialog. Vergleichen… zeigt die angekreuzten Projektzeilen und Katalogsätze gemeinsam in einer Tabelle, zwei bis drei Zeilen aus beiden Listen; ohne Kreuze steht die gewählte Projektzeile neben dem gewählten Katalogsatz. Der Spaltenkopf nennt die Herkunft (Projekt oder Katalog) vor dem Namen. Beim Kollektorfeld zählt die Summe in der Kopfleiste Im Projekt die Module der Projektliste. Der Satz Kollektor mit Modulanzahl, Neigung, Azimut, Albedo und Solarkreis steht beim Projektsatz in der Überlagerung Bearbeiten der Zeile Gewählter Satz; er gehört zum Feld im Projekt und geht beim Rückweg nicht in den Katalog. Neu… fragt einen Namen ab und öffnet den Katalogeditor für einen neuen Kollektorsatz, Bearbeiten… eines einzelnen ungesperrten Satzes öffnet denselben Editor. In die Datenbank übernehmen… nimmt Flächen, Kennwerte (, , , Winkelkorrekturen), Bezugsfläche und Investitionskosten in den Katalog.

- Katalog (DB) – Suchfeld Suche über alle Spalten: (mit den Platzhaltern * und ?) und Trefferzahl; Spalten Bezeichner, Hersteller, Kollektortyp, , und . Die Spaltenköpfe sortieren und filtern, Spalten… wählt die angezeigten Spalten, und ein farbiger Punkt im Projekt verwendet kennzeichnet Katalogzeilen, die im Projekt stehen. In das Projekt übernehmen legt von den gewählten Katalogsätzen je eine Projektkopie an; die Zeile im Projekt bleibt mit dem Katalogsatz verknüpft. Die Knöpfe Vergleichen… (ab zwei angekreuzten Sätzen), Schloss setzen…/Schloss aufheben…, Löschen, Bearbeiten… und Neu… stehen in der Zeile Gewählter Satz. Löschen entfernt die gewählten Katalogsätze nach einer Rückfrage für alle Projekte. Gesperrte Katalogsätze (Auslieferungssätze) sind nur lesbar, bis das Schloss aufgehoben ist. Bei mehreren gewählten Sätzen öffnet Bearbeiten… die Mehrfachbearbeitung (‹ 1 von n ›), in der für alle gewählten setzen einen Wert in allen gewählten Sätzen einträgt; gespeichert wird in einem Zug – alle Sätze oder keiner.
- Im Projekt – die Kollektorfelder des Projekts mit der Summe der Module. Aus dem Projekt entfernen nimmt die angekreuzten Zeilen, sonst die gewählte Zeile aus der Liste; die Projektkopie wird erst mit OK gelöscht. In die Datenbank übernehmen… legt aus den angekreuzten Projektsätzen (sonst dem gewählten) neue Katalogsätze unter neuem Namen an oder überschreibt deren Ursprungssatz (nur, wenn er nicht gesperrt ist); die Rückfrage zeigt als Vorschau die Abweichungen. Ein Name, der im Katalog schon vergeben ist, wird abgelehnt.
- Gewählter Satz – zugeklappt zeigt er die Marke Projektsatz oder Katalogsatz, den Namen und die Kenndaten des Satzes; aufgeklappt eine kurze Zusammenfassung der Anlagendaten (Aperturfläche, Modulanzahl, Neigung, Azimut, Solarkreis, Kosten). Bearbeiten… in der Knopfleiste (ebenso der Stift der Zeile) öffnet den Satz als Überlagerung in voller Höhe mit allen Feldern, beim Projektsatz mit den Kostenknöpfen. OK speichert, Abbrechen verwirft alle Eingaben der Überlagerung samt den Anlagenfeldern. Investitionskosten… und Betriebskosten… in der Überlagerung des Projektsatzes führen zu den Kosten des Felds.
- Bearbeiten-Überlagerung – sie steht zweispaltig: links das Kollektorfeld (Anzahl, Ausrichtung, Albedo, Solarkreis, Senken), darunter unter Gewähltes Gerät ein Steckbrief mit den wichtigsten Daten des Kollektors (Hersteller, Kollektortyp, Bezugs-, Brutto- und Aperturfläche, , , , Einstrahlwinkelfaktoren, beim Projektsatz Invest und Betrieb); rechts die Kenndaten mit Alle Daten anzeigen.
- Abweichung vom Katalog – weicht die Projektkopie eines Kollektors von dem Katalogsatz ab, aus dem sie übernommen wurde, trägt ihre Zeile im Projekt das Zeichen ⚠ mit dem Hinweis weicht vom Katalog ab und den betroffenen Feldern; derselbe Hinweis steht am gewählten Satz. In der Bearbeiten-Überlagerung sind die abweichenden Felder unter Alle Daten anzeigen markiert. Aus Katalog erneuern… setzt nach Rückfrage alle abweichenden Felder der Projektkopie sofort auf den Stand des Katalogs; der Katalogsatz und das Kollektorfeld im Projekt (Anzahl, Ausrichtung, Solarkreis, Senken) bleiben unverändert. Eine Projektkopie ohne zugehörigen Katalogsatz trägt kein Zeichen. In das Projekt übernehmen verwendet eine vorhandene Projektkopie desselben Katalogsatzes nur, wenn sie unverändert ist; sonst entsteht eine neue.
- Kollektor – nur beim Projektsatz eines Kollektorfelds, in der Überlagerung Bearbeiten: Modulanzahl:, Aperturfläche [m²]: als Anzeige (Aperturfläche eines Moduls mal Modulanzahl, die Rechengröße), Neigung [°]: (0° waagerecht, 90° senkrecht) und Azimut [°]: (0° Süd, negativ nach Osten, positiv nach Westen) und Albedo [-]: (Bodenalbedo vor dem Feld, 0 bis 1, leer = 0,2). Dazu der Solarkreis: Leistung Solarkreispumpe [W]: (leer = kein Pumpenstrom, außer die Anlage führt einen Hilfsenergieanteil; der Strom zählt in jeder Stunde, in der das Feld Wärme abgibt), Verluste Solarkreis [%]: (leer = 8 %), Arbeitstemperatur: mit fest 50 °C oder aus dem Speicher und, nur mit aus dem Speicher, Grädigkeit Wärmeübertrager [K]: (leer = 5 K für einen externen Plattenübertrager; ein innenliegendes Glattrohr liegt bei etwa 10 K) und Spreizung Kollektorkreis [K]: (leer = 10 K). Die Zeile Senken: nennt die Wärmesenken des Felds. OK der Überlagerung speichert die Werte am Feld, Abbrechen verwirft sie.
- Dialog Solarthermieganglinien – oben Im Projekt, darunter der Katalog mit Bezeichner, Beschreibung, Jahresarbeit [MWh] und Spitze [kW], je Spalte sortier- und filterbar; In das Projekt übernehmen und Aus dem Projekt entfernen ordnen zu. Unter Gewählter Satz zeigt der Dialog aufgeklappt die Jahresganglinie mit Jahresarbeit, Spitzenlast und Vollbenutzungsstunden, dem Schalter sortiert, der Einheit und dem Zoom; Vergrößern öffnet das Bild in voller Höhe. Gewählt wird eine Ganglinie durch den Klick auf ihre Zeile, die gewählte Zeile ist farbig hervorgehoben; Ankreuzen wählt keine Zeile. Beide Listen tragen je Zeile ein Kästchen für die Mehrfachwahl (das Kästchen im Kopf wählt alle angezeigten Zeilen) und am Ende einen Stift: Er wählt die Zeile und öffnet ihre Ganglinie in voller Höhe; Schließen kehrt zurück. In das Projekt übernehmen und Aus dem Projekt entfernen wirken auf alle angekreuzten Zeilen. Die Knopfleiste in der Zeile Gewählter Satz trägt Vergleichen… (ab zwei angekreuzten Ganglinien im Bereich des gewählten Satzes nebeneinander: beim Projektsatz die angekreuzten Ganglinien des Projekts mit Jahresarbeit, Spitzenlast und Vollbenutzungsstunden, beim Katalogsatz die angekreuzten Katalogganglinien), Schloss setzen…/Schloss aufheben… (Schreibschutz eines Auslieferungssatzes) und Löschen – nach einer Rückfrage für alle angekreuzten; Auslieferungssätze und Ganglinien, die ein Projekt verwendet, nennt die Rückfrage und überspringt sie, ist nur eine solche gewählt, nennt der Knopf den Grund –, Import und Bearbeiten… (zeigt die Ganglinie in voller Höhe wie der Stift); Schloss und Löschen gelten nur für Katalogsätze, ein Neu… gibt es nicht. Welches Dateiformat der Import erwartet, nennt der Infoknopf im Kopf des Katalogs. Import liest eine Jahresreihe aus einer Text-, CSV- oder Excel-Datei: 8 760 Stundenwerte oder 35 040 Viertelstundenwerte in kW (Viertelstunden werden je Stunde gemittelt), eine Spalte oder mit Trennzeichen (Semikolon, Tabulator, senkrechter Strich, Komma), Dezimalpunkt oder Dezimalkomma, wahlweise mit Kopfzeile und Zeitstempelspalte – das Format erkennt EPOS-Plan selbst. Der Dateiname wird der Name der Ganglinie, die Kopfzeile ihre Beschreibung; ein schon vergebener Name wird nicht überschrieben. Nach dem Einlesen ist die neue Ganglinie gewählt, und eine Zeile nennt das erkannte Format, die Zahl der Werte, das Raster, die Jahresarbeit und die Spitze. Derselbe Dialog öffnet sich ohne Projekt über Administration → Profile & Lastgänge → Solarthermieganglinie; dann zeigt er nur den Katalog und schließt mit Beenden.
- Abweichung vom Katalog – wird der Katalogsatz einer Ganglinie ersetzt, nachdem sie ins Projekt übernommen wurde, trägt ihre Zeile im Projekt das Zeichen ⚠ mit dem Hinweis weicht vom Katalog ab; derselbe Hinweis steht am gewählten Satz. Aus Katalog erneuern… setzt nach Rückfrage die Werte der Ganglinie im Projekt sofort auf den Stand des Katalogs; der Katalogsatz und die Zuordnung im Projekt bleiben unverändert. Eine Ganglinie ohne zugehörigen Katalogsatz trägt kein Zeichen.
Siehe auch
- Grundlagen/Solarkollektoren – die fachlichen Hintergründe
- Programm Dokumentation/Pufferspeicher – Speicher, Schwellen und Ladereihenfolge
- Simulation: Wärmesenken einer Anlage – Senkenliste und Ladeverhalten
- Hydraulikschemata – die hydraulische Einbindung als Prinzipschema
Berechnung
Die Ertragsberechnung folgt dem Wirkungsgradmodell nach EN ISO 9806 mit dem optischen Wirkungsgrad, den beiden Verlustkoeffizienten und den Einfallswinkelkorrekturen der Direkt- und der Diffusstrahlung. Für jede Stunde wertet EPOS-Plan die Einstrahlung auf die geneigte Fläche und die Temperaturdifferenz zwischen der Arbeitstemperatur – fest 50 °C oder aus der untersten Zone des Speichers plus Grädigkeit und halber Spreizung – und der Außenluft aus und zieht die Verluste des Solarkreises ab (Vorgabe 8 %); die Solarkreispumpe geht in jeder Betriebsstunde in den Strombedarf. Der Kollektorertrag aus Einstrahlung und Kollektorkennlinie steht unter Berechnung: Solarthermie.