Wärmepumpe
Weitere Optionen
Die Wärmepumpe wird in EPOS-Plan mit ihrem vollständigen Herstellerkennfeld gerechnet: Für jede Stunde werden Wärmeleistung und Leistungszahl zwischen den Stützstellen interpoliert, sodass Leistung und Stromaufnahme dem tatsächlichen Betriebspunkt entsprechen. Abbildbar sind Heizstab und bivalente Betriebsweisen, Sperrzeiten des Netzbetreibers, unterschiedliche Wärmequellen und Wärmesenken sowie drei Betriebsmodi.
Auswahl aus dem Katalog
Die Wärmepumpenauswahl greift auf einen umfangreichen Katalog zu, der nach Hersteller, Funktionsprinzip (Sole/Wasser, Wasser/Wasser, Luft/Wasser, Luft/Luft), Regelung (einstufig, zweistufig, stetig), Bauart, Aufstellungsart, vorhandener elektrischer Zusatzheizung, Vorlauftemperaturbereich und Nennleistung gefiltert werden kann; zusätzlich steht eine Freitextsuche mit Platzhaltern zur Verfügung.
Kennfeld
Grundlage der Berechnung ist das hinterlegte Kennfeld: Für die gewählte Vorlauftemperatur enthält es zu jeder Quellentemperatur die Wärmeleistung und die Leistungszahl. In der Simulation wird für jede Stunde zwischen den Stützstellen linear interpoliert, sodass Leistung und Stromaufnahme dem tatsächlichen Betriebspunkt entsprechen.
Unterschreitet die Temperatur den Kennlinienbereich, weist das Programm darauf hin und fragt nach, ob extrapoliert werden soll.
Einstellungen je Wärmepumpe
Je Wärmepumpe legen Sie Vor- und Rücklauftemperatur, den Umgang mit dem Heizstab und – bei bivalenten Anlagen – die Betriebsweise fest: alternativ, parallel oder teilparallel mit eigenem Abschaltpunkt.
Sperrzeiten
Sperrzeiten des Netzbetreibers werden über ein Zeitfenster berücksichtigt, in dem die Maschine nicht läuft.
Bivalenzpunkt
Der Bivalenzpunkt wird nicht vorgegeben, sondern aus der Simulation ermittelt: Er ergibt sich als die höchste Außentemperatur, bei der noch ungedeckter Wärmebedarf auftritt.
Wärmequelle
Als Wärmequelle stehen die Außenluft, eine konstante Quellentemperatur, ein Pufferspeicher, ein selbst definiertes Quellprofil aus Monats- und Wochenwerten oder ein als CSV-Datei eingelesenes Temperaturprofil mit Stundenwerten über ein Jahr zur Auswahl. Wird ein Speicher als Quelle genutzt, begrenzt dessen Inhalt die entnehmbare Wärme; Regeneration und Spreizung sind dabei einstellbar.
Wärmesenke
Als Wärmesenke kann eine Maschine den gesamten Wärmebedarf decken oder gezielt nur den Warmwasser- beziehungsweise nur den Heizwärmeanteil.
Betriebsmodus
Der Betriebsmodus bestimmt die Fahrweise: laufzeitoptimiert mit maximaler Leistung, leistungsoptimiert mit genau der benötigten Wärmemenge oder PV-optimiert, wobei die Maschine bei verfügbarem Solarstrom hochfährt und sonst bedarfsgeführt arbeitet.
Priorität bei mehreren Maschinen
Sind mehrere Wärmepumpen im Projekt vorhanden, bestimmt die Priorität ihre Einsatzreihenfolge.
Priorität, Wärmequelle, Wärmesenke und Betriebsmodus stellen Sie im Dialog Simulation Konfiguration ein: In der Übersichtstabelle rechts genügt ein Doppelklick auf die betreffende Wärmepumpe.
Ergebnisse
Die Registerkarte Wärmepumpe weist die Wärmebedarfsdeckung in Prozent, den ermittelten Bivalenzpunkt, die Kapazität des zugeordneten Pufferspeichers, die durchschnittlichen Vollbenutzungsstunden und die minimal erforderliche Spitzenkesselleistung aus. Drei Diagramme zeigen den Jahresgang von Wärmebedarf, Heizstab und Wärmeproduktion, den Stromverbrauch sowie die Leistung aufgetragen über der Außentemperatur. Eine Modultabelle listet je Maschine die Leistung, die Wärmeproduktion, den Stromverbrauch, den Heizstabanteil und die Betriebsstunden.
Einzelheiten zur Auswertung stehen unter Ergebnisdarstellung.
Siehe auch
- Grundlagen: Wärmepumpe – die fachlichen Hintergründe
- Erzeuger und Speicher auswählen – der zugehörige Schritt im Programmablauf
- Pufferspeicher – Speicher als Wärmequelle und zur Bewirtschaftung