Jump to content
Menü aufrufen
Toggle preferences menu
Persönliches Menü aufrufen
Nicht angemeldet
Ihre IP-Adresse wird öffentlich sichtbar sein, wenn Sie Änderungen vornehmen.

Programm Dokumentation/Berechnung/Pufferspeicher: Unterschied zwischen den Versionen

Aus wiki.epos-plan.de
#250/#251: Fachseite beschreibt nur die Funktion, wie sie ist; keine Hersteller- und Produktdaten
Sammel-Upload: Repo-Quelle Projekte/Wiki (Dokumentation/aktuell/Wiki_Update_*.md)
 
(4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
<!-- EPOS-Plan Hilferubrik Berechnung | Seite: Pufferspeicher | Fassung 3 | Rechenkern:
<!-- EPOS-Plan Hilferubrik Berechnung | Seite: Pufferspeicher | Fassung 6 | Rechenkern:
     EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/SimulationPufferspeicher.cs (Energie- und Schichtebene),
     EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/SimulationPufferspeicher.cs (Energie- und Schichtebene), PufferOptionen.cs (Bereitschaft nach Temperatur, Zonenanteile, Frischwassermodul),
     Ladeordnung.cs (Lade- und Entladereihenfolge, Obergrenzen), Kaskadenschleife.cs (Phasen A-G),
     Ladeordnung.cs (Lade- und Entladereihenfolge, Obergrenzen), Kaskadenschleife.cs (Phasen A-G), Kaskade.cs, Hydraulikbild.cs, Update/ProjektPuffer.cs (nutzbare Kapazität),
    Kaskade.cs, Hydraulikbild.cs, Update/ProjektPuffer.cs (nutzbare Kapazität) -->
    Kaeltekaskade.cs und Kaelteangebot.cs (Kältespeicher), Stundenangebot.cs (Speicheranteil im geschlossenen Kreis), Bivalenz/Hydraulikgrenze.cs (Einbindung der Wärmepumpe),
    TrinkwasserspeicherFestwerte.cs (Rechenweg des Trinkwasserspeichers) -->


== Was berechnet wird ==
== Was berechnet wird ==
{{Anker|was}}
{{Anker|was}}


Ein thermischer Pufferspeicher entkoppelt Erzeugung und Bedarf. Der Lauf führt für jede Stunde
Ein thermischer Pufferspeicher entkoppelt Erzeugung und Bedarf. Der Lauf führt für jede Stunde seinen '''Füllstand''', die '''Ladung''', die '''Entladung''', die '''Bereitschaftsverluste''' und — wenn mehr als eine Schicht gepflegt ist — die '''Temperaturen''' seiner Zonen. Ergebnisgrößen sind die Jahressummen dieser vier Energieströme, die '''Vollzyklen''' und die Ganglinien von Füllstand und Temperaturen.
seinen '''Füllstand''', die '''Ladung''', die '''Entladung''', die '''Bereitschaftsverluste''' und —
wenn mehr als eine Schicht gepflegt ist — die '''Temperaturen''' seiner Zonen. Ergebnisgrößen sind
die Jahressummen dieser vier Energieströme, die '''Vollzyklen''' und die Ganglinien von Füllstand und
Temperaturen.


Der Speicher rechnet nicht für sich: Er ist die Senke der Erzeuger und die Quelle der
Der Speicher rechnet nicht für sich: Er ist die Senke der Erzeuger und die Quelle der Bedarfsdeckung. Wer wann in ihn lädt, entscheidet die '''Ladeordnung'''; wer wann aus ihm entnimmt, die '''Entladereihenfolge''' seines Kanals. Ein Speicher mit der Verwendung „Kälte" ist ein '''Kältespeicher''': Er rechnet nach denselben Regeln, bedient aber allein die Kühlung (Schritt 11). Steht die Anlagenkopplung auf dem geschlossenen Kreis, zählt der Vorrat der Heizungspuffer zum Angebot der Anlage an das Gebäude (Schritt 12). Ein Speicher der Art „Trinkwasserspeicher" rechnet auf einem eigenen Weg: mit dem Kaltwasser des Projekts, einer Sperre unter der Zapftemperatur und der Leistung seines Wärmetauschers (Schritt 13). Mehrere Speicher derselben Verwendung, die ein Erzeuger lädt, können als ein gemeinsamer Vorrat rechnen (Schritt 14).
Bedarfsdeckung. Wer wann in ihn lädt, entscheidet die '''Ladeordnung'''; wer wann aus ihm entnimmt,
die '''Entladereihenfolge''' seines Kanals.


== Eingangsgrößen ==
== Eingangsgrößen ==
Zeile 27: Zeile 22:
| Bereitschaftsverluste || kWh/24&nbsp;h || Pufferspeicherkatalog, Feld „Bereitschaftsverluste"
| Bereitschaftsverluste || kWh/24&nbsp;h || Pufferspeicherkatalog, Feld „Bereitschaftsverluste"
|-
|-
| Vorlauf, Rücklauf || °C || Dialog „Pufferspeicher (Projekt)", Abschnitt „Eigenschaften"
| Vorlauf, Rücklauf || °C || Dialog „Pufferspeicher im Projekt", Abschnitt „Eigenschaften", Gruppe „Temperaturen"; beim Kältespeicher Kaltwasser-Vorlauf und -Rücklauf
|-
|-
| Nutzung (Heizung / Brauchwasser / Prozess, einzeln oder kombiniert) || — || derselbe Abschnitt, Klassen-Set
| Verwendung (Heizung / Brauchwasser / Prozess, einzeln oder kombiniert, oder Kälte) || — || derselbe Abschnitt, Feld „Verwendung"
|-
|-
| Einschaltschwelle, Abschaltschwelle || Anteil 0…1 || derselbe Abschnitt, Abschnitt „Schwellen"
| Einschaltschwelle, Abschaltschwelle || Anteil 0…1 || derselbe Abschnitt, Gruppe „Schwellen"
|-
|-
| Abschaltschwelle für nachrangige Anlagen || Anteil 0…1 || derselbe Abschnitt — die Solar-Reservezone
| Abschaltschwelle für nachrangige Anlagen || Anteil 0…1 || derselbe Abschnitt — die Solar-Reservezone
Zeile 37: Zeile 32:
| Mindestfüllstand || Anteil 0…1 || derselbe Abschnitt
| Mindestfüllstand || Anteil 0…1 || derselbe Abschnitt
|-
|-
| Schichtenzahl (1…10), Behälterhöhe, effektive Wärmeleitfähigkeit || —, m, W/(m·K) || Abschnitt „Schichtung"
| Schichtenzahl (1…10), Behälterhöhe, effektive Wärmeleitfähigkeit || —, m, W/(m·K) || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"
|-
|-
| Entnahmehöhe je Kanal || Anteil 0…1 (1 = ganz oben) || Abschnitt „Schichtung"
| Entnahmehöhe je Kanal || Anteil 0…1 (1 = ganz oben) || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"
|-
|-
| Mindest-Nutztemperatur Brauchwasser || °C || Abschnitt „Schichtung"
| Einspeisehöhe je ladender Senke || Anteil 0…1 (1 = ganz oben) || Dialog „Wärmesenke - <Anlage>", Feld „eigene Einspeisehöhe"; ohne Angabe oben
|-
|-
| Ladeleistungsgrenze, Entladeleistungsgrenze || kWh je Stunde, 0 = unbegrenzt || Abschnitt „Eigenschaften"
| Mindest-Nutztemperatur Brauchwasser || °C || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"
|-
|-
| Entladepriorität || 1…99 oder Automatik || Abschnitt „Ladereihenfolge"
| Ladeleistungsgrenze, Entladeleistungsgrenze || kWh je Stunde, 0 = unbegrenzt || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen", Gruppe „Leistungsgrenzen"
|-
|-
| Ladepriorität je ladender Anlage || 1…99 || Simulationskonfiguration, Karte des Erzeugers
| Bereitschaftsverlust: Tageswert oder nach Temperatur || — || Abschnitt „Bereitschaft und Frischwassermodul"; leer = Tageswert
|-
| Temperatur des Aufstellraums || °C || derselbe Abschnitt; leer = 20&nbsp;°C
|-
| Zonenanteile von oben || — (Summe 1) || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; leer = gleich große Zonen
|-
| Frischwassermodul, Grädigkeit || —, K || Abschnitt „Bereitschaft und Frischwassermodul"; Grädigkeit leer = 5&nbsp;K
|-
| Zapftemperatur des Brauchwassers || °C || Zapfprofilgenerator (höchste Zapftemperatur der Zonen); ohne sie 60&nbsp;°C
|-
| Mitglieder des Parallelverbunds || — || Dialog „Wärmesenke - <Anlage>", Abschnitt „Parallelverbund (mehrere Speicher als ein Vorrat)"; ohne Auswahl rechnet der Speicher allein
|-
| Entladepriorität || 1…99 oder Automatik || Abschnitt „Ladereihenfolge dieses Speichers"
|-
| Ladepriorität je ladender Anlage || 1…99 || Dialog „Wärmesenke", Senkenzeile des Erzeugers mit dem Speicher als Ziel, Feld „Ladeprio"; ohne Angabe die Vorgabe der Anlagenart (Solarthermie 10, Wärmepumpe 20, BHKW 30, Heizkessel 40, sonst 50)
|}
|}


Zeile 53: Zeile 62:
{{Anker|zeichen}}
{{Anker|zeichen}}


Die Schreibweise ist die der ganzen Rubrik: <math>t</math> ist die Stunde des Jahres
Die Schreibweise ist die der ganzen Rubrik: <math>t</math> ist die Stunde des Jahres (1…8&nbsp;760), <math>Q</math> eine Wärmemenge, <math>\vartheta</math> eine Temperatur in Grad Celsius, <math>\lambda</math> eine Wärmeleitfähigkeit. Der Füllstand heißt hier <math>\mathrm{SOC}(t)</math> — dasselbe Zeichen wie beim Stromspeicher, nur in kWh statt in Prozent. Der Schichtindex <math>i</math> läuft von 0 (oben) bis <math>N - 1</math> (unten). Ein Strich am Symbol (<math>\mathrm{SOC}'(t)</math>) bezeichnet den Wert '''nach''' dem jeweiligen Schritt.
(1…8&nbsp;760), <math>Q</math> eine Wärmemenge, <math>\vartheta</math> eine Temperatur in Grad
Celsius, <math>\lambda</math> eine Wärmeleitfähigkeit. Der Füllstand heißt hier
<math>\mathrm{SOC}(t)</math> — dasselbe Zeichen wie beim Stromspeicher, nur in kWh statt in
Prozent. Der Schichtindex <math>i</math> läuft von 0 (oben) bis <math>N - 1</math> (unten). Ein
Strich am Symbol (<math>\mathrm{SOC}'(t)</math>) bezeichnet den Wert '''nach''' dem jeweiligen
Schritt.


=== Parameter ===
=== Parameter ===
Zeile 72: Zeile 75:
| <math>q_{\mathrm{V,24}}</math> || Bereitschaftsverluste eines Tages || kWh/24&nbsp;h || Pufferspeicherkatalog, Feld „Bereitschaftsverluste"
| <math>q_{\mathrm{V,24}}</math> || Bereitschaftsverluste eines Tages || kWh/24&nbsp;h || Pufferspeicherkatalog, Feld „Bereitschaftsverluste"
|-
|-
| <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math>, <math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math> || Vorlauf- und Rücklauftemperatur || °C || Dialog „Pufferspeicher (Projekt)", Abschnitt „Eigenschaften"
| <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math>, <math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math> || Vorlauf- und Rücklauftemperatur || °C || Dialog „Pufferspeicher im Projekt", Abschnitt „Eigenschaften"
|-
|-
| <math>c_{\mathrm{W}}</math> || Wärmekapazität des Wassers je Liter und Kelvin || Wh/(l·K) || '''Konstante: 1,16'''
| <math>c_{\mathrm{W}}</math> || Wärmekapazität des Wassers je Liter und Kelvin || Wh/(l·K) || '''Konstante: 1,16'''
Zeile 78: Zeile 81:
| <math>\Delta T_{0}</math> || Spreizung, wenn kein vollständiges Temperaturpaar gepflegt ist || K || '''Vorgabe: 10''' — beim BHKW-Pendelspeicher '''20'''
| <math>\Delta T_{0}</math> || Spreizung, wenn kein vollständiges Temperaturpaar gepflegt ist || K || '''Vorgabe: 10''' — beim BHKW-Pendelspeicher '''20'''
|-
|-
| <math>s_{\mathrm{ein}}</math> || Einschaltschwelle der Speicherregelung || — (0…1) || Abschnitt „Schwellen"
| <math>s_{\mathrm{ein}}</math> || Einschaltschwelle der Speicherregelung || — (0…1) || Abschnitt „Eigenschaften", Gruppe „Schwellen"
|-
|-
| <math>s_{\mathrm{aus}}</math> || Abschaltschwelle || — (0…1) || derselbe Abschnitt
| <math>s_{\mathrm{aus}}</math> || Abschaltschwelle || — (0…1) || derselbe Abschnitt
|-
|-
| <math>s_{\mathrm{nach}}</math> || Abschaltschwelle für nachrangige Anlagen — die Solar-Reservezone || — (0…1) || derselbe Abschnitt
| <math>s_{\mathrm{nach}}</math> || Abschaltschwelle für nachrangige Anlagen — die Solar-Reservezone || — (0…1) || derselbe Abschnitt, Feld „… nachrangig [%]"; leer = <math>s_{\mathrm{aus}}</math>, mit vorrangiger Solarthermie am Speicher '''Automatik 0,30'''
|-
|-
| <math>s_{\mathrm{min}}</math> || Mindestfüllstand (Notreserve) || — (0…1) || derselbe Abschnitt
| <math>s_{\mathrm{min}}</math> || Mindestfüllstand (Notreserve) || — (0…1) || derselbe Abschnitt
|-
|-
| <math>N</math> || Schichtenzahl || — (1…10) || Abschnitt „Schichtung"; '''Vorbelegung: 1''' — dann ist die Schichtebene wirkungslos
| <math>N</math> || Schichtenzahl || — (1…10) || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; '''Vorbelegung: 1''' — dann ist die Schichtebene wirkungslos
|-
|-
| <math>H</math> || Behälterhöhe || m || Abschnitt „Schichtung"; ohne Wert aus (14)
| <math>H</math> || Behälterhöhe || m || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; ohne Wert aus (14)
|-
|-
| <math>\lambda_{\mathrm{eff}}</math> || effektive Wärmeleitfähigkeit zwischen den Zonen || W/(m·K) || Abschnitt „Schichtung"; '''Vorgabe: 1,5''' — sie enthält die Wandleitung
| <math>\lambda_{\mathrm{eff}}</math> || effektive Wärmeleitfähigkeit zwischen den Zonen || W/(m·K) || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; '''Vorgabe: 1,5''' — sie enthält die Wandleitung
|-
|-
| <math>\mathrm{HD}</math> || Höhen-Durchmesser-Verhältnis des Ersatzbehälters || — || '''Konstante: 2,5'''
| <math>\mathrm{HD}</math> || Höhen-Durchmesser-Verhältnis des Ersatzbehälters || — || '''Konstante: 2,5'''
Zeile 96: Zeile 99:
| <math>\kappa</math> || Kappung des vertikalen Ausgleichs je Schichtpaar und Stunde || — || '''Konstante: 0,25''' (25&nbsp;%)
| <math>\kappa</math> || Kappung des vertikalen Ausgleichs je Schichtpaar und Stunde || — || '''Konstante: 0,25''' (25&nbsp;%)
|-
|-
| <math>h_{\mathrm{E}}</math> || Entnahmehöhe eines Kanals || — (0…1) || Abschnitt „Schichtung"; '''Vorbelegung: 1''' (ganz oben)
| <math>h_{\mathrm{E}}</math> || Entnahmehöhe eines Kanals || — (0…1) || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; '''Vorbelegung: 1''' (ganz oben)
|-
|-
| <math>\vartheta_{\mathrm{min}}</math> || Mindest-Nutztemperatur eines Kanals || °C || Abschnitt „Schichtung"; '''Vorbelegung: <math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math>'''
| <math>\vartheta_{\mathrm{min}}</math> || Mindest-Nutztemperatur eines Kanals || °C || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; '''Vorbelegung: <math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math>'''
|-
|-
| <math>P_{\mathrm{lad,max}}</math>, <math>P_{\mathrm{ent,max}}</math> || Lade- und Entladeleistungsgrenze als Budget der Stunde || kWh je Stunde || Abschnitt „Eigenschaften"; '''0 = unbegrenzt'''
| <math>P_{\mathrm{lad,max}}</math>, <math>P_{\mathrm{ent,max}}</math> || Lade- und Entladeleistungsgrenze als Budget der Stunde || kWh je Stunde || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen", Gruppe „Leistungsgrenzen"; '''0 = unbegrenzt'''
|-
|-
| <math>N_{\mathrm{Sch,max}}</math> || größte Schichtenzahl || — || '''Konstante: 10'''
| <math>N_{\mathrm{Sch,max}}</math> || größte Schichtenzahl || — || '''Konstante: 10'''
|-
| <math>\Delta T_{\mathrm{Pr}}</math> || Prüftemperaturdifferenz des Bereitschaftswerts (EN 12897, EN 15332) || K || '''Konstante: 45'''
|-
| <math>\vartheta_{\mathrm{Raum}}</math> || Temperatur des Aufstellraums || °C || Abschnitt „Bereitschaft und Frischwassermodul"; '''Vorgabe: 20'''
|-
| <math>a_{i}</math> || Volumenanteil der Zone <math>i</math>, Summe 1 || — || Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen", Feld „Zonenanteile"; '''Vorgabe: <math>1/N</math>'''
|-
| <math>\vartheta_{\mathrm{Zapf}}</math> || Zapftemperatur des Brauchwassers || °C || Zapfprofilgenerator; '''Vorgabe: 60'''
|-
| <math>\Delta T_{\mathrm{FWM}}</math> || Grädigkeit des Frischwassermoduls || K || Abschnitt „Bereitschaft und Frischwassermodul"; '''Vorgabe: 5'''
|-
| <math>\vartheta_{\mathrm{H}}</math> || Haltetemperatur des Trinkwasserspeichers || °C || Projektkopie, Feld „Haltetemperatur"; leer = Speichertemperatur des Projekts, sonst '''60'''
|-
| <math>\vartheta_{\mathrm{KW}}</math> || Kaltwassertemperatur des Trinkwasserspeichers || °C || aus dem Projekt (Zapfprofil bzw. Warmwasserbedarf), nicht änderbar; sonst '''10'''
|-
| <math>\varepsilon</math> || Zapfband der Sperre || K || '''Konstante: 2'''
|-
| <math>\Delta T_{\mathrm{WT}}</math> || Grädigkeit des Ladewärmetauschers || K || '''Konstante: 5'''
|-
| <math>\Delta T_{\mathrm{S,min}}</math> || kleinste Spreizung Haltetemperatur minus Kaltwasser || K || '''Konstante: 5'''
|-
| <math>V_{k}</math> || Gesamtvolumen des Behälters <math>k</math> eines Parallelverbunds || l || Pufferspeicherkatalog, Feld „Gesamtvolumen" des Leitspeichers und jedes Mitglieds
|-
| <math>q_{\mathrm{V,24},k}</math> || Bereitschaftsverluste eines Tages des Behälters <math>k</math> || kWh/24&nbsp;h || Pufferspeicherkatalog, Feld „Bereitschaftsverluste"
|}
|}


Zeile 163: Zeile 190:
|-
|-
| <math>z_{\mathrm{V}}</math> || Vollzyklen des Jahres || — || (19)
| <math>z_{\mathrm{V}}</math> || Vollzyklen des Jahres || — || (19)
|-
| <math>H_{\mathrm{B}}</math> || Wärmeverlustkoeffizient des Speichers || W/K || (20)
|-
| <math>Q_{\mathrm{V},i}(t)</math> || Bereitschaftsverlust der Zone <math>i</math> nach Temperatur || kWh || (21)
|-
| <math>q_{\mathrm{max},i}</math> || Kapazität der Zone <math>i</math> || kWh || (22)
|-
| <math>k_{i}</math> || Wärmeleitwert des Zonenpaars <math>i</math>, <math>i+1</math> || kWh/K || (23)
|-
| <math>\vartheta_{\mathrm{FWM}}</math> || Mindesttemperatur oben für das Frischwassermodul || °C || (24)
|-
| <math>Q_{\mathrm{FWM}}(t)</math> || Entnahmefähigkeit des Brauchwasserkanals über das Frischwassermodul || kWh || (25)
|}
|}


Zeile 168: Zeile 207:
{{Anker|rechenweg}}
{{Anker|rechenweg}}


Gerechnet wird im festen Jahresraster von '''8&nbsp;760 Stunden'''; <math>t</math> ist in allen
Gerechnet wird im festen Jahresraster von '''8&nbsp;760 Stunden'''; <math>t</math> ist in allen Gleichungen dieser Seite die laufende Stunde des Jahres und <math>i</math> der Schichtindex — beide werden in den Legenden nicht wiederholt.
Gleichungen dieser Seite die laufende Stunde des Jahres und <math>i</math> der Schichtindex — beide
werden in den Legenden nicht wiederholt.


=== Schritt 1 — Nutzbare Kapazität ===
=== Schritt 1 — Nutzbare Kapazität ===
Zeile 181: Zeile 218:
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung von Wh in kWh [Wh/kWh]
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung von Wh in kWh [Wh/kWh]


Fehlt ein vollständiges Temperaturpaar, tritt <math>\Delta T_{0} = 10</math>&nbsp;K an die Stelle
Fehlt ein vollständiges Temperaturpaar, tritt <math>\Delta T_{0} = 10</math>&nbsp;K an die Stelle von <math>\vartheta_{\mathrm{VL}} - \vartheta_{\mathrm{RL}}</math> — beim BHKW-Pendelspeicher '''20&nbsp;K''', weil seine Kapazität mit dieser Spreizung bemessen ist und ein Rückfall auf 10&nbsp;K sie ohne fachlichen Grund halbieren würde. Der Rückfall wird am Speicher vermerkt und lässt sich protokollieren.
von <math>\vartheta_{\mathrm{VL}} - \vartheta_{\mathrm{RL}}</math> — beim BHKW-Pendelspeicher
'''20&nbsp;K''', weil dessen Altformel diese Spreizung fest verdrahtet hatte und ein Rückfall auf
10&nbsp;K seine Kapazität ohne fachlichen Grund halbieren würde. Der Rückfall wird am Speicher
vermerkt und lässt sich protokollieren.


: <math>\displaystyle q_{\mathrm{V}} = \frac{q_{\mathrm{V,24}}}{24}</math> &nbsp;&nbsp;(2)
: <math>\displaystyle q_{\mathrm{V}} = \frac{q_{\mathrm{V,24}}}{24}</math> &nbsp;&nbsp;(2)
Zeile 194: Zeile 227:
=== Schritt 2 — Laden ===
=== Schritt 2 — Laden ===


Ein Erzeuger lädt bis zu seiner '''Obergrenze''' <math>o(t)</math>, und die hängt davon ab, ob er an
Ein Erzeuger lädt in jeder Stunde mit dem, was ihm nach der Direktdeckung bleibt, bis zu seiner '''Obergrenze''' <math>o(t)</math>; mehrere Lader eines Speichers laden in der Folge ihrer Ladepriorität. Die Obergrenze hängt davon ab, ob er an diesem Speicher der vorrangige Lader ist, der mit der kleinsten Ladepriorität:
diesem Speicher der vorrangige Lader ist:


{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
Zeile 207: Zeile 239:
|}
|}


Ein Wert <math>o(t) \le 0</math> gilt als „nicht gesetzt" und fällt auf
Ein Wert <math>o(t) \le 0</math> gilt als „nicht gesetzt" und fällt auf <math>s_{\mathrm{aus}}</math> zurück.
<math>s_{\mathrm{aus}}</math> zurück.


: <math>\displaystyle L(t) = \max\left( 0 , Q_{\mathrm{max}} \cdot o(t) - \mathrm{SOC}(t) - R(t) \right)</math> &nbsp;&nbsp;(3)
: <math>\displaystyle L(t) = \max\left( 0 , Q_{\mathrm{max}} \cdot o(t) - \mathrm{SOC}(t) - R(t) \right)</math> &nbsp;&nbsp;(3)
Zeile 217: Zeile 248:
:: <math>R(t)</math> – bereits reservierte Menge anderer Lader [kWh]
:: <math>R(t)</math> – bereits reservierte Menge anderer Lader [kWh]


Die dritte Zeile ist die '''Solar-Reservezone''': Wo eine Reserve gepflegt ist, laden nachrangige
Die dritte Zeile ist die '''Solar-Reservezone''': Wo eine Reserve gepflegt ist, laden nachrangige Erzeuger — üblicherweise der Heizkessel — nur bis dorthin, und der obere Teil bleibt für die Solarthermie frei. Ist <math>s_{\mathrm{nach}}</math> nicht gepflegt, gilt <math>s_{\mathrm{aus}}</math> — lädt aber eine Solarthermie den Speicher vorrangig, die Automatik '''30&nbsp;%''' der nutzbaren Kapazität, damit der Speicher Platz für die solare Wärme behält. In Stunden mit PV-Überschuss kann eine andere Anlage vorrangig sein; dann gilt die Reservezone für sie, denn Anzeige und Rechnung lösen <math>o(t)</math> mit derselben Funktion und der jeweils gültigen Priorität auf.
Erzeuger — üblicherweise der Heizkessel — nur bis dorthin, und der obere Teil bleibt für die
Solarthermie frei. In Stunden mit PV-Überschuss kann eine andere Anlage vorrangig sein; dann gilt die
Reservezone für sie, denn Anzeige und Rechnung lösen <math>o(t)</math> mit derselben Funktion und
der jeweils gültigen Priorität auf.


'''Der Speicher als hydraulische Weiche.''' Er drosselt die Anlage nicht auf seinen freien Raum: Er
'''Der Speicher als hydraulische Weiche.''' Er drosselt die Anlage nicht auf seinen freien Raum: Er wird geladen, während die Last aus ihm entnimmt. Die Aufnahme einer Stunde darf deshalb um genau die Menge über die freie Kapazität hinausgehen, die im selben Zeitschritt wieder entnommen wird (''Durchlass''):
wird geladen, während die Last aus ihm entnimmt. Die Aufnahme einer Stunde darf deshalb um genau die
Menge über die freie Kapazität hinausgehen, die im selben Zeitschritt wieder entnommen wird
(''Durchlass''):


: <math>\displaystyle A(t) = Q_{\mathrm{max}} - \mathrm{SOC}(t) + Q_{\mathrm{Dl}}(t)</math> &nbsp;&nbsp;(4)
: <math>\displaystyle A(t) = Q_{\mathrm{max}} - \mathrm{SOC}(t) + Q_{\mathrm{Dl}}(t)</math> &nbsp;&nbsp;(4)
Zeile 240: Zeile 264:
:: <math>Q_{\mathrm{ent}}(t)</math> – Entnahme der Stunde [kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{ent}}(t)</math> – Entnahme der Stunde [kWh]


Der Füllstand liegt dann vorübergehend über <math>Q_{\mathrm{max}}</math>; die Nachentladung zieht
Der Füllstand liegt dann vorübergehend über <math>Q_{\mathrm{max}}</math>; die Nachentladung zieht ihn im selben Zeitschritt wieder herunter. Buchhalterisch wird die Aufnahme in '''Umsatz''' (bis <math>Q_{\mathrm{max}}</math>) und '''Durchfluss''' (alles darüber) zerlegt — nur der Umsatz ist Speicherinhalt.
ihn im selben Zeitschritt wieder herunter. Buchhalterisch wird die Aufnahme in '''Umsatz''' (bis
<math>Q_{\mathrm{max}}</math>) und '''Durchfluss''' (alles darüber) zerlegt — nur der Umsatz ist
Speicherinhalt.


Eine gepflegte '''Ladeleistungsgrenze''' <math>P_{\mathrm{lad,max}}</math> wirkt als '''Budget der
Eine gepflegte '''Ladeleistungsgrenze''' <math>P_{\mathrm{lad,max}}</math> wirkt als '''Budget der Stunde''', nicht je Ladevorgang: Ein Speicher wird in derselben Stunde von mehreren Erzeugern angefahren, und je Aufruf gewährt bekäme er die Grenze mehrfach.
Stunde''', nicht je Ladevorgang: Ein Speicher wird in derselben Stunde von mehreren Erzeugern
angefahren, und je Aufruf gewährt bekäme er die Grenze mehrfach.


=== Schritt 3 — Entladen ===
=== Schritt 3 — Entladen ===
Zeile 257: Zeile 276:
:: <math>P_{\mathrm{ent,max}}</math> – Restbudget der Stunde aus der Entladeleistungsgrenze [kWh je Stunde]; 0 = unbegrenzt, dann entfällt dieser Teil
:: <math>P_{\mathrm{ent,max}}</math> – Restbudget der Stunde aus der Entladeleistungsgrenze [kWh je Stunde]; 0 = unbegrenzt, dann entfällt dieser Teil


Das Budget der Stunde ist <math>P_{\mathrm{ent,max}}</math>; bei
Das Budget der Stunde ist <math>P_{\mathrm{ent,max}}</math>; bei <math>P_{\mathrm{ent,max}} = 0</math> gibt es keine Grenze, und der dritte Teil von (6) entfällt. Die Entnahme wird ebenfalls in Durchfluss und Umsatz zerlegt; der Durchfluss verlässt den Speicher zuerst. Führt ein Kanal eine '''Mindest-Nutztemperatur''' <math>\vartheta_{\mathrm{min}}</math> und ist der Speicher geschichtet, zählt nur, was die Schichten mit <math>\vartheta_{i}(t) \ge \vartheta_{\mathrm{min}}</math> unterhalb der '''Entnahmehöhe''' <math>h_{\mathrm{E}}</math> des Kanals hergeben. Beim Kombispeicher ist das der Grund, warum die Heizung die Bereitschaftszone des Brauchwassers oben nicht antastet.
<math>P_{\mathrm{ent,max}} = 0</math> gibt es keine Grenze, und der dritte Teil von (6) entfällt.
Die Entnahme wird ebenfalls in Durchfluss und Umsatz zerlegt; der Durchfluss verlässt den Speicher
zuerst. Führt ein Kanal eine '''Mindest-Nutztemperatur''' <math>\vartheta_{\mathrm{min}}</math> und
ist der Speicher geschichtet, zählt nur, was die Schichten mit
<math>\vartheta_{i}(t) \ge \vartheta_{\mathrm{min}}</math> unterhalb der '''Entnahmehöhe'''
<math>h_{\mathrm{E}}</math> des Kanals hergeben. Beim Kombispeicher ist das der Grund, warum die
Heizung die Bereitschaftszone des Brauchwassers oben nicht antastet.


'''Der Mindestfüllstand''' <math>s_{\mathrm{min}}</math> (Notreserve) wirkt an genau einer Stelle:
'''Der Mindestfüllstand''' <math>s_{\mathrm{min}}</math> (Notreserve) wirkt an genau einer Stelle: Er klemmt die '''angeforderte''' Entnahme <math>Q_{\mathrm{anf}}(t)</math> auf den Vorrat oberhalb der Marke <math>Q_{\mathrm{max}} \cdot s_{\mathrm{min}}</math>. Er gilt nur an Speichern, die ein '''BHKW''' lädt — eine Maschine mit Anlaufverhalten braucht einen Vorrat, aus dem die nächste Bedarfsspitze bis zum Anlaufen gedeckt wird; Wärmepumpe, Kessel und Solarthermie entladen unverändert bis 0. Ist die Marke erreicht, bleibt der Bedarf offen und geht an die nächste Kaskadenstufe, während der Speicher in den Nachladebetrieb geht. Der Durchfluss derselben Stunde bleibt unberührt — die Reserve begrenzt den '''Vorrat''', nicht die hydraulische Weiche.
Er klemmt die '''angeforderte''' Entnahme <math>Q_{\mathrm{anf}}(t)</math> auf den Vorrat oberhalb
der Marke <math>Q_{\mathrm{max}} \cdot s_{\mathrm{min}}</math>. Er gilt nur an Speichern, die ein
'''BHKW''' lädt — eine Maschine mit Anlaufverhalten braucht einen Vorrat, aus dem die nächste
Bedarfsspitze bis zum Anlaufen gedeckt wird; Wärmepumpe, Kessel und Solarthermie entladen
unverändert bis 0. Ist die Marke erreicht, bleibt der Bedarf offen und geht an die nächste
Kaskadenstufe, während der Speicher in den Nachladebetrieb geht. Der Durchfluss derselben Stunde
bleibt unberührt — die Reserve begrenzt den '''Vorrat''', nicht die hydraulische Weiche.


Auch dieser Vergleich trägt den '''Zahlenrand''' der Abschaltschwelle (siehe Schritt 4), nur
Auch dieser Vergleich trägt den '''Zahlenrand''' der Abschaltschwelle (siehe Schritt 4), nur spiegelbildlich: Die Marke wird von '''oben''' erreicht, und als erreicht gilt sie schon, wenn der Füllstand höchstens <math>10^{-9}</math>&nbsp;kWh zuzüglich <math>10^{-12}</math> seines eigenen Betrages darüber steht. Der Grund ist derselbe — die Entladung fährt den Füllstand auf '''genau''' diese Marke, und in Gleitkommaarithmetik trifft eine Differenz ihren Zielwert nicht immer im letzten Bit.
spiegelbildlich: Die Marke wird von '''oben''' erreicht, und als erreicht gilt sie schon, wenn der
Füllstand höchstens 10<sup>−9</sup> kWh zuzüglich 10<sup>−12</sup> seines eigenen Betrages darüber
steht. Der Grund ist derselbe — die Entladung fährt den Füllstand auf '''genau''' diese Marke, und
in Gleitkommaarithmetik trifft eine Differenz ihren Zielwert nicht immer im letzten Bit.


'''Die Entladereihenfolge''' läuft je Kanal über die Entladepriorität; ohne manuelle Angabe gilt die
'''Die Entladereihenfolge''' läuft je Kanal über die Entladepriorität; ohne manuelle Angabe gilt die Automatik: die beste (kleinste) Ladepriorität der Anlagen, die diesen Speicher laden.
Automatik: die beste (kleinste) Ladepriorität der Anlagen, die diesen Speicher laden.


=== Schritt 4 — Hysterese der Speicherregelung ===
=== Schritt 4 — Hysterese der Speicherregelung ===


: <math>\displaystyle \mathrm{SOC}(t) \le Q_{\mathrm{max}} \cdot s_{\mathrm{ein}} \; \to \; \text{Nachladung beginnt}</math> &nbsp;&nbsp;(7)
: <math>\displaystyle \mathrm{SOC}(t) \le Q_{\mathrm{max}} \cdot s_{\mathrm{ein}} \; \to \; \text{Nachladebetrieb beginnt}</math> &nbsp;&nbsp;(7)
:: <math>\mathrm{SOC}(t)</math> – Füllstand des Speichers [kWh]
:: <math>\mathrm{SOC}(t)</math> – Füllstand des Speichers [kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbare Kapazität [kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbare Kapazität [kWh]
:: <math>s_{\mathrm{ein}}</math> – Einschaltschwelle der Speicherregelung [–]
:: <math>s_{\mathrm{ein}}</math> – Einschaltschwelle der Speicherregelung [–]


: <math>\displaystyle \mathrm{SOC}(t) \ge Q_{\mathrm{max}} \cdot s_{\mathrm{aus}} \; \to \; \text{Nachladung endet}</math> &nbsp;&nbsp;(8)
: <math>\displaystyle \mathrm{SOC}(t) \ge Q_{\mathrm{max}} \cdot s_{\mathrm{aus}} \; \to \; \text{Nachladebetrieb endet}</math> &nbsp;&nbsp;(8)
:: <math>\mathrm{SOC}(t)</math> – Füllstand des Speichers [kWh]
:: <math>\mathrm{SOC}(t)</math> – Füllstand des Speichers [kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbare Kapazität [kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbare Kapazität [kWh]
:: <math>s_{\mathrm{aus}}</math> – Abschaltschwelle [–]
:: <math>s_{\mathrm{aus}}</math> – Abschaltschwelle [–]


Solange nachgeladen wird, deckt der Speicher '''keinen''' Bedarf vorab (Phase A der Stundenschleife).
Den Nachladebetrieb löst außer (7) auch die Entladung vorab selbst aus: '''Reicht der Vorrat vorab nicht''' für den Bedarf der Stunde — weil der Füllstand nicht genügt oder eine Grenze der Entnahme greift, etwa der Mindestfüllstand (Schritt 3) —, bleibt der Rest offen und geht an die nächste Kaskadenstufe, und der Speicher geht in den Nachladebetrieb. Solange er nachlädt, deckt der Speicher '''keinen''' Bedarf vorab (Phase A der Stundenschleife). Die '''Nachentladung''' (Phase E) greift davon unabhängig — genau wie die Entladung vor Heizstab und nachfolgendem Erzeuger.
Die '''Nachentladung''' (Phase E) greift davon unabhängig — genau wie im Bestand die Entladung vor
 
Heizstab und nachfolgendem Erzeuger.
'''Die Hysterese schaltet keinen Erzeuger.''' Der Nachladebetrieb sperrt allein die Entladung vorab. Geladen wird in der Wärmekaskade in jeder Stunde, im Nachladebetrieb wie außerhalb: Jeder Lader füllt den Speicher mit dem, was ihm nach der Direktdeckung bleibt, in der Folge der Ladepriorität bis zu seiner Obergrenze <math>o(t)</math> (Schritt 2). Einen Kältespeicher lädt die Kältekaskade dagegen nur in der Ladephase (Schritt 11).


Der Vergleich (8) trägt einen '''Zahlenrand''': Er gilt bereits als erfüllt, wenn der Füllstand die
Der Vergleich (8) trägt einen '''Zahlenrand''': Er gilt bereits als erfüllt, wenn der Füllstand die Abschaltschwelle bis auf <math>10^{-9}</math>&nbsp;kWh zuzüglich <math>10^{-12}</math> ihres eigenen Betrages erreicht hat. Das ist keine Fachtoleranz, sondern Rechentechnik — der vorrangige Lader füllt den Speicher auf '''genau''' diese Schwelle, und in Gleitkommaarithmetik trifft eine Summe ihren Zielwert nicht immer im letzten Bit. Ohne den Rand hinge es an dieser letzten Stelle, ob der Nachladebetrieb endet; da die Regelung bistabil ist, trüge sie den Fehltritt über Stunden weiter.
Abschaltschwelle bis auf 10<sup>−9</sup> kWh zuzüglich 10<sup>−12</sup> ihres eigenen Betrages
erreicht hat. Das ist keine Fachtoleranz, sondern Rechentechnik — die Nachladung füllt den Speicher
auf '''genau''' diese Schwelle, und in Gleitkommaarithmetik trifft eine Summe ihren Zielwert nicht
immer im letzten Bit. Ohne den Rand hinge es an dieser letzten Stelle, ob die Nachladung endet; da
die Regelung bistabil ist, trüge sie den Fehltritt über Stunden weiter.


'''Zwei Marken tragen ihn, und beide aus demselben Grund''': die Abschaltschwelle (8), auf die die
'''Zwei Marken tragen ihn, und beide aus demselben Grund''': die Abschaltschwelle (8), auf die die Ladung den Füllstand hinauffährt, und der '''Mindestfüllstand''' <math>s_{\mathrm{min}}</math> (Schritt 3), auf den die Entladung ihn herunterfährt. Auf beide wird der Füllstand von einer Rechnung '''angesteuert''' — deshalb sitzt er dort auf der Kante. Die '''Einschaltschwelle''' (7) braucht den Rand aus demselben Grund '''nicht''': Auf sie steuert keine Rechnung zu, der Füllstand sinkt durch Entnahme und Bereitschaftsverluste auf einen beliebigen Wert.
Ladung den Füllstand hinauffährt, und der '''Mindestfüllstand''' <math>s_{\mathrm{min}}</math>
(Schritt 3), auf den die Entladung ihn herunterfährt. Auf beide wird der Füllstand von einer
Rechnung '''angesteuert''' — deshalb sitzt er dort auf der Kante. Die '''Einschaltschwelle''' (7)
braucht den Rand aus demselben Grund '''nicht''': Auf sie steuert keine Rechnung zu, der Füllstand
sinkt durch Entnahme und Bereitschaftsverluste auf einen beliebigen Wert.


=== Schritt 5 — Bereitschaftsverluste, einmal je Stunde ===
=== Schritt 5 — Bereitschaftsverluste, einmal je Stunde ===
Zeile 334: Zeile 324:
:: <math>Q_{\mathrm{V}}(t)</math> – Bereitschaftsverlust dieser Stunde aus (10) [kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{V}}(t)</math> – Bereitschaftsverlust dieser Stunde aus (10) [kWh]


Der Verlust ist also füllstandsanteilig: Ein halb voller Speicher verliert halb so viel wie ein
Der Verlust ist also füllstandsanteilig: Ein halb voller Speicher verliert halb so viel wie ein voller. Steht ausnahmsweise noch Durchfluss im Speicher, trägt dieser den Verlust zuerst, damit die getrennte Bilanz aufgeht. Mit dem Weg '''nach Temperatur''' treten (20) und (21) aus Schritt 8 an die Stelle von (9) und (10).
voller. Steht ausnahmsweise noch Durchfluss im Speicher, trägt dieser den Verlust zuerst, damit die
getrennte Bilanz aufgeht.


=== Schritt 6 — Schichtung (nur bei mehr als einer Schicht) ===
=== Schritt 6 — Schichtung (nur bei mehr als einer Schicht) ===
{{Anker|schichtung}}


Der Speicherinhalt wird auf <math>N</math> gleich große Zonen verteilt, Schicht 0 oben. Der
Der Speicherinhalt wird auf <math>N</math> Zonen verteilt, Schicht 0 oben — ohne gepflegte Zonenanteile gleich groß, mit ihnen nach Schritt 9. Der Füllstand bleibt die führende Größe; die Schichtebene verteilt ihn nur:
Füllstand bleibt die führende Größe; die Schichtebene verteilt ihn nur:


: <math>\displaystyle \sum_{i} q_{i}(t) = \min\left( \mathrm{SOC}(t) , Q_{\mathrm{max}} \right) \quad \mathrm{mit} \quad 0 \le q_{i}(t) \le \frac{Q_{\mathrm{max}}}{N}</math> &nbsp;&nbsp;(12)
: <math>\displaystyle \sum_{i} q_{i}(t) = \min\left( \mathrm{SOC}(t) , Q_{\mathrm{max}} \right) \quad \mathrm{mit} \quad 0 \le q_{i}(t) \le \frac{Q_{\mathrm{max}}}{N}</math> &nbsp;&nbsp;(12)
Zeile 356: Zeile 344:
:: <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math> – Vorlauftemperatur; sie gilt für die volle Zone [°C]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math> – Vorlauftemperatur; sie gilt für die volle Zone [°C]


Eine volle Zone hat damit Vorlauf-, eine leere Rücklauftemperatur. Ohne gepflegte Höhe entsteht der
Eine volle Zone hat damit Vorlauf-, eine leere Rücklauftemperatur. Ohne gepflegte Höhe entsteht der Ersatzbehälter aus dem Volumen über <math>\mathrm{HD} = 2{,}5</math> — aus <math>V = \frac{\pi}{4} \cdot d^{2} \cdot H</math> und <math>H = \mathrm{HD} \cdot d</math> folgt:
Ersatzbehälter aus dem Volumen über <math>\mathrm{HD} = 2{,}5</math> — aus
<math>V = \frac{\pi}{4} \cdot d^{2} \cdot H</math> und <math>H = \mathrm{HD} \cdot d</math> folgt:


: <math>\displaystyle d = \left( \frac{4 \cdot V / 1\,000}{\pi \cdot \mathrm{HD}} \right)^{1/3} \; ; \quad H = \mathrm{HD} \cdot d</math> &nbsp;&nbsp;(14)
: <math>\displaystyle d = \left( \frac{4 \cdot V / 1\,000}{\pi \cdot \mathrm{HD}} \right)^{1/3} \; ; \quad H = \mathrm{HD} \cdot d</math> &nbsp;&nbsp;(14)
Zeile 391: Zeile 377:
:: <math>C_{\mathrm{Sch}}</math> – Wärmekapazität einer Schicht aus (17) [kWh/K]
:: <math>C_{\mathrm{Sch}}</math> – Wärmekapazität einer Schicht aus (17) [kWh/K]


Je Stunde laufen in dieser Reihenfolge: ideale '''Einschichtung''' beim Laden (die Wärme geht auf die
Je Stunde laufen in dieser Reihenfolge: ideale '''Einschichtung''' beim Laden (die Wärme füllt die Zonen von der Einspeisehöhe der ladenden Senke abwärts, jede bis zur Vorlauftemperatur; ist darunter alles voll, steigt der Rest nach oben), ideale '''Verdrängung''' beim Entladen (der Rücklauf tritt unten ein, die unterste zugängliche Zone fällt zuerst auf Rücklauftemperatur; zugänglich sind die Zonen von der Entnahmehöhe des Kanals abwärts), dann der '''vertikale Ausgleich''' (18) — Wärmeleitung zwischen benachbarten Zonen, auf <math>\kappa = 25</math>&nbsp;% der Temperaturdifferenz gekappt, damit der Schritt stabil bleibt und die Reihenfolge zweier Schichten nicht kippen kann —, anschließend die '''Inversionsmischung''' (wärmer unten als oben wird gemischt), danach die Verluste nach Wärmeabgabefläche und Temperaturüberhöhung, und ein zweiter Inversionsdurchgang.
Einspeisehöhe), ideale '''Verdrängung''' beim Entladen (an der Entnahmehöhe des Kanals), dann der
'''vertikale Ausgleich''' (18) — Wärmeleitung zwischen benachbarten Zonen, auf
<math>\kappa = 25</math>&nbsp;% der Temperaturdifferenz gekappt, damit der Schritt stabil bleibt und
die Reihenfolge zweier Schichten nicht kippen kann —, anschließend die '''Inversionsmischung'''
(wärmer unten als oben wird gemischt), danach die Verluste nach Wärmeabgabefläche und
Temperaturüberhöhung, und ein zweiter Inversionsdurchgang.


Weitere Vorbelegungen ohne gepflegte Werte: Entnahmehöhe <math>h_{\mathrm{E}}</math> '''oben'''
Weitere Vorbelegungen ohne gepflegte Werte: Entnahmehöhe <math>h_{\mathrm{E}}</math> '''oben''' (1,0), Mindest-Nutztemperatur <math>\vartheta_{\mathrm{min}}</math> '''gleich <math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math>'''. Höchstens '''zehn''' Schichten.
(1,0), Mindest-Nutztemperatur <math>\vartheta_{\mathrm{min}}</math> '''gleich
<math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math>'''. Höchstens '''zehn''' Schichten.


Mit <math>N = 1</math> — der Vorbelegung — ist die Schichtebene wirkungslos: Es gibt kein
Mit <math>N = 1</math> — der Vorbelegung — ist die Schichtebene wirkungslos: Es gibt kein Schichtpaar, also weder (16) noch (18), keine Inversion, und die Entladefähigkeit klemmt nichts. Die Gleichungen (12), (13), (16) und (17) gelten für gleich große Zonen; mit Zonenanteilen treten (22) und (23) an ihre Stelle.
Schichtpaar, also weder (16) noch (18), keine Inversion, und die Entladefähigkeit klemmt nichts.


=== Schritt 7 — Vollzyklen ===
=== Schritt 7 — Vollzyklen ===
Zeile 413: Zeile 390:
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbare Kapazität [kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbare Kapazität [kWh]


Der '''Umsatz''' <math>U_{\mathrm{a}}</math> hängt von der Rolle des Speichers ab: Bei einem
Der '''Umsatz''' <math>U_{\mathrm{a}}</math> hängt von der Rolle des Speichers ab: Bei einem '''Quellspeicher''' ist es die Jahressumme der Entladung, bei jedem anderen die der '''Ladung'''. <math>Q_{\mathrm{max}} \le 0</math> ergibt <math>z_{\mathrm{V}} = 0</math>.
'''Quellspeicher''' ist es die Jahressumme der Entladung, bei jedem anderen die der '''Ladung'''.
 
<math>Q_{\mathrm{max}} \le 0</math> ergibt <math>z_{\mathrm{V}} = 0</math>.
=== Schritt 8 — Bereitschaftsverlust nach Temperatur (Option) ===
 
Der Bereitschaftswert des Katalogs gilt nach EN 12897 und EN 15332 bei '''45&nbsp;K''' zwischen Speicher und Umgebung. Daraus folgt der Wärmeverlustkoeffizient:
 
: <math>\displaystyle H_{\mathrm{B}} = \frac{q_{\mathrm{V,24}} \cdot 1\,000}{24 \cdot \Delta T_{\mathrm{Pr}}}</math> &nbsp;&nbsp;(20)
:: <math>H_{\mathrm{B}}</math> – Wärmeverlustkoeffizient des Speichers [W/K]
:: <math>q_{\mathrm{V,24}}</math> – Bereitschaftsverluste eines Tages [kWh/24 h]
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung kWh in Wh [Wh/kWh]
:: <math>24</math> – Stunden je Tag [h]
:: <math>\Delta T_{\mathrm{Pr}}</math> – Prüftemperaturdifferenz [K], Konstante 45
 
Je Zone und Stunde verliert der Speicher, statt (9) und (10):
 
: <math>\displaystyle Q_{\mathrm{V},i}(t) = \min\left( \frac{H_{\mathrm{B}} \cdot a_{i} \cdot \max\left( \vartheta_{i}(t) - \vartheta_{\mathrm{Raum}} , 0 \right)}{1\,000} , q_{i}(t) \right) \; ; \quad Q_{\mathrm{V}}(t) = \sum_{i} Q_{\mathrm{V},i}(t)</math> &nbsp;&nbsp;(21)
:: <math>Q_{\mathrm{V},i}(t)</math> – Bereitschaftsverlust der Zone <math>i</math> [kWh]
:: <math>H_{\mathrm{B}}</math> – Wärmeverlustkoeffizient aus (20) [W/K]
:: <math>a_{i}</math> – Volumenanteil der Zone [–]; gleich große Zonen <math>1/N</math>, ein Speicher ohne Schichtung 1
:: <math>\vartheta_{i}(t)</math> – Temperatur der Zone aus (13) bzw. (22) [°C]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{Raum}}</math> – Temperatur des Aufstellraums [°C]
:: <math>q_{i}(t)</math> – Energie der Zone über dem Rücklauf [kWh]; eine Zone fällt nicht unter die Rücklauftemperatur
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung Wh in kWh [Wh/kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{V}}(t)</math> – Bereitschaftsverlust dieser Stunde, abgezogen vom Füllstand wie in (11) [kWh]
 
Ein leerer Speicher — alle Zonen auf Rücklauftemperatur — verliert damit nichts; ein voller verliert <math>H_{\mathrm{B}} \cdot (\vartheta_{\mathrm{VL}} - \vartheta_{\mathrm{Raum}})</math> und damit mehr als der Tageswert, sobald sein Vorlauf mehr als 45&nbsp;K über dem Aufstellraum liegt. Ein Quellspeicher rechnet mit dem Tageswert.
 
=== Schritt 9 — Zonenanteile (Option) ===
 
Mit gepflegten Anteilen <math>a_{i}</math> (von oben, Summe 1 innerhalb 0,001, eine Zahl je Zone) hat jede Zone ihre eigene Kapazität; (12), (13) und (17) rechnen mit ihr statt mit <math>Q_{\mathrm{max}} / N</math>:
 
: <math>\displaystyle q_{\mathrm{max},i} = Q_{\mathrm{max}} \cdot a_{i} \; ; \quad \vartheta_{i}(t) = \vartheta_{\mathrm{RL}} + \frac{q_{i}(t)}{q_{\mathrm{max},i}} \cdot \left( \vartheta_{\mathrm{VL}} - \vartheta_{\mathrm{RL}} \right)</math> &nbsp;&nbsp;(22)
:: <math>q_{\mathrm{max},i}</math> – Kapazität der Zone <math>i</math> [kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbare Kapazität aus (1) [kWh]
:: <math>a_{i}</math> – Volumenanteil der Zone [–]
:: <math>\vartheta_{i}(t)</math> – Temperatur der Zone [°C]
:: <math>q_{i}(t)</math> – Energie der Zone [kWh]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math>, <math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math> – Vorlauf- und Rücklauftemperatur [°C]
 
Der Wärmeleitwert eines Zonenpaars folgt dem Abstand der beiden Zonenmitten; die Kappung (18) nimmt die kleinere der beiden Zonenkapazitäten:
 
: <math>\displaystyle k_{i} = \frac{\lambda_{\mathrm{eff}} \cdot A_{q}}{H \cdot \frac{a_{i} + a_{i+1}}{2} \cdot 1\,000}</math> &nbsp;&nbsp;(23)
:: <math>k_{i}</math> – Wärmeleitwert des Zonenpaars <math>i</math>, <math>i+1</math> [kWh/K]
:: <math>\lambda_{\mathrm{eff}}</math> – effektive Wärmeleitfähigkeit [W/(m·K)]
:: <math>A_{q}</math> – Querschnittsfläche aus (15) [m²]
:: <math>H</math> – Behälterhöhe [m]
:: <math>a_{i}</math>, <math>a_{i+1}</math> – Volumenanteile der beiden Zonen [–]
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung von W in kW [W/kW]
 
Die Mantelfläche einer Zone ist ihr Anteil an der Behälterhöhe, die Inversionsmischung gewichtet mit den Volumenanteilen, und eine Entnahme- oder Einspeisehöhe trifft die Zone, in deren Band sie liegt. Eine Angabe, deren Summe nicht 1 ergibt oder deren Zahl nicht zur Schichtenzahl passt, lehnt der Dialog benannt ab; der Lauf rechnet sie mit gleich großen Zonen und meldet es. Als Vorschlag für einen '''Kombispeicher''' setzt der Dialog vier Zonen mit 0,10 / 0,16 / 0,37 / 0,37 — Bereitschaftsteil, Übergang und zwei Heizungszonen, gegliedert wie die Standardaufteilung von prEN 15316-5, Anhang B; ein Planungsvorschlag, kein Normwert.
 
=== Schritt 10 — Frischwassermodul (Option) ===
 
Ein Frischwassermodul zapft das Brauchwasser über einen Übertrager aus der obersten Zone. Es braucht oben die Mindesttemperatur
 
: <math>\displaystyle \vartheta_{\mathrm{FWM}} = \vartheta_{\mathrm{Zapf}} + \Delta T_{\mathrm{FWM}}</math> &nbsp;&nbsp;(24)
:: <math>\vartheta_{\mathrm{FWM}}</math> – Mindesttemperatur oben [°C]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{Zapf}}</math> – Zapftemperatur des Brauchwassers [°C]
:: <math>\Delta T_{\mathrm{FWM}}</math> – Grädigkeit des Frischwassermoduls [K]
 
Der Brauchwasserkanal entnimmt in dieser Stunde höchstens, solange <math>\vartheta_{0}(t) \ge \vartheta_{\mathrm{FWM}}</math> gilt (sonst nichts außer dem Durchfluss):
 
: <math>\displaystyle Q_{\mathrm{FWM}}(t) = \begin{cases} \sum_{i:\,\vartheta_{i}(t) \ge \vartheta_{\mathrm{FWM}}} q_{i}(t) & N > 1 \\ q_{0}(t) - Q_{\mathrm{max}} \cdot \frac{\vartheta_{\mathrm{FWM}} - \vartheta_{\mathrm{RL}}}{\vartheta_{\mathrm{VL}} - \vartheta_{\mathrm{RL}}} & N = 1 \end{cases}</math> &nbsp;&nbsp;(25)
:: <math>Q_{\mathrm{FWM}}(t)</math> – Entnahmefähigkeit über das Frischwassermodul [kWh], zuzüglich des Durchflusses der Stunde
:: <math>q_{i}(t)</math> – Energie der Zone [kWh]; gezählt werden die Zonen ab der Entnahmehöhe des Brauchwassers
:: <math>\vartheta_{i}(t)</math> – Temperatur der Zone [°C]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{FWM}}</math> – Mindesttemperatur aus (24) [°C]
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbare Kapazität [kWh]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math>, <math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math> – Vorlauf- und Rücklauftemperatur [°C]
 
Was der Speicher so nicht hergibt, bleibt im Brauchwasserkanal offen und geht an die nächste Stufe der Kaskade — Kessel, Heizstab oder ein weiterer Speicher; der Vergleich trägt den Zahlenrand der Betriebsschwellen. Das Laufprotokoll zählt die Stunden, in denen das Modul die Entnahme begrenzt hat. Ein Modul an einem Speicher ohne Brauchwasser wirkt nicht und wird gemeldet.
 
=== Schritt 11 — Kältespeicher ===
{{Anker|kaeltespeicher}}
 
Ein Speicher mit der Verwendung „Kälte" speichert Kaltwasser für die Kältekaskade. Er rechnet auf demselben Füllstand wie jeder Puffer, nur gespiegelt gelesen: <math>\mathrm{SOC}(t)</math> ist der '''Kältevorrat''', kalt heißt geladen. Die nutzbare Kapazität folgt aus der Spreizung Rücklauf minus Vorlauf:
 
: <math>\displaystyle Q_{\mathrm{max}} = \frac{V \cdot c_{\mathrm{W}} \cdot \left( \vartheta_{\mathrm{RL}} - \vartheta_{\mathrm{VL}} \right)}{1\,000}</math> &nbsp;&nbsp;(26)
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbarer Kältevorrat des Speichers [kWh]
:: <math>V</math> – Gesamtvolumen des Behälters [l]
:: <math>c_{\mathrm{W}}</math> – Wärmekapazität des Wassers [Wh/(l·K)], Konstante 1,16
:: <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math>, <math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math> – Kaltwasser-Vorlauf (geladen) und Kaltwasser-Rücklauf (entladen) [°C]
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung von Wh in kWh [Wh/kWh]
 
Ist das Paar leer oder liegt der Rücklauf nicht über dem Vorlauf, rechnet der Speicher mit '''6/12&nbsp;°C''' und vermerkt den Rückfall. Ein Kältespeicher rechnet einschichtig, bedient allein den Kühlkanal und steht in keiner Lade- oder Entladeordnung der Wärme. Der Bereitschaftsverlust ist hier der Wärmeeintrag aus der Umgebung; er zehrt den Vorrat nach (9) bis (11).
 
Je Kältestunde gilt diese Reihenfolge: Ladewunsch der Kältespeicher, freie Kühlung, Entladung der Kältespeicher in den Kühlbedarf, Kälteerzeuger in ihrer Reihenfolge, Bereitschaftsverlust. Die '''Ladephase''' folgt der Hysterese (7), (8): Sie beginnt, wenn der Vorrat auf die Einschaltschwelle fällt — der Lauf beginnt mit leerem Speicher, also ladend —, und endet an der Abschaltschwelle. In der Ladephase wünscht der Speicher den Abstand bis zur Abschaltschwelle, begrenzt durch die Ladeleistungsgrenze; geladen wird mit der Kälte, die die Erzeuger über den Raumbedarf hinaus liefern. Entladen wird in jeder Stunde mit Vorrat, auch in der Ladephase. Rechnet der Lauf den Kühlvorlauf je Stunde, liegt er mit Kältespeicher nie über dessen Vorlauf.
 
=== Schritt 12 — Heizungspuffer im Anlagenangebot des geschlossenen Kreises ===
{{Anker|ak3}}
 
Im geschlossenen Kreis fragt das Gebäude je Stunde ab, was die Anlage liefern kann. Zu diesem Angebot zählt neben den Erzeugern, was die Heizungspuffer am '''Stundenbeginn''' hergeben — je Speicher, der den Heizkanal bedient, das Kleinste aus Füllstand, Restbudget der Entladeleistungsgrenze <math>P_{\mathrm{ent,max}}</math>, dem Vorrat über dem Mindestfüllstand und dem, was der Heizkanal nach Entnahmehöhe und Mindest-Nutztemperatur entnehmen kann. Die Abfrage verändert keinen Speicher. Fällt ein Erzeuger in einer '''Sperrstunde''' aus, füllt dieser Vorrat die Lücke; reicht er nicht, weist der Lauf den Rest als „Speicher leer" aus und zählt die Stunde. So überbrückt der Puffer die Sperrstunden einer Wärmepumpe. Mit der Anlagenkopplung ''Heizkreis'' oder ''Fahrplan'' rechnet der Anlagenfahrplan vorab ohne Ladezustand: Je zusammenhängendem Block von Sperrstunden darf die nutzbare Kapazität aller Heizungspuffer die Lücke füllen, gleich verteilt auf die Stunden des Blocks.
 
Ist eine Wärmepumpe mit der '''Einbindung „Puffer"''' an den Speicher angeschlossen, ist ihr Rücklauf die Temperatur der untersten Zone des Speichers am Stundenbeginn; auf der Ladeseite begrenzt ihre höchste zulässige Spreizung die Leistung. Die Mischung auf der Entladeseite wird nicht gerechnet — entnommen wird wie in Schritt 3. Die Einbindungen „direkt" und „Weiche" betreffen allein die Wärmepumpe und stehen auf der Seite [[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmepumpe|Berechnung: Wärmepumpe]].
 
=== Schritt 13 — Trinkwasserspeicher ===
{{Anker|trinkwasserspeicher}}
 
Ein Speicher der Art „Trinkwasserspeicher" (Bedienung: [[Programm Dokumentation/Pufferspeicher#trinkwasserspeicher|Pufferspeicher]]) unterscheidet sich von den anderen Speicherarten in vier Punkten: Sein Rücklauf ist das '''Kaltwasser''', das unten nachströmt; er liefert nur Wasser ab der '''Zapftemperatur''' abzüglich eines kleinen Bandes; er lädt höchstens mit der Leistung seines '''Wärmetauschers'''; und er verliert Wärme an der '''Haltetemperatur''', gleichgültig wie voll er ist. Alle übrigen Schritte dieser Seite gelten unverändert. Die Regeln gelten für den Speicher, der den Brauchwasserkanal bedient; als Mitglied eines Parallelverbunds rechnet er mit der Haltetemperatur des Leitspeichers (Schritt 14).
 
'''Temperaturen und Kapazität.''' Die Haltetemperatur <math>\vartheta_{\mathrm{H}}</math> ist der Vorlauf der Projektkopie; ist er leer, gilt die Speichertemperatur des Projekts. Das Kaltwasser <math>\vartheta_{\mathrm{KW}}</math> ist die Kaltwassertemperatur der Kette des Projekts — Zapfprofil bzw. Warmwasserbedarf —, ohne Angabe '''10&nbsp;°C'''; der gespeicherte Rücklauf der Projektkopie wirkt nicht. Die Zapftemperatur ist die Nutztemperatur Brauchwasser der Projektkopie, leer die des Zapfprofils, sonst 60&nbsp;°C. Liegt die Haltetemperatur nicht mindestens <math>\Delta T_{\mathrm{S,min}}</math> über dem Kaltwasser, rechnet der Speicher mit '''60/10&nbsp;°C''' und meldet es im Simulationsprotokoll. Die nutzbare Kapazität folgt (1) mit diesen beiden Temperaturen:
 
: <math>\displaystyle Q_{\mathrm{max}} = \frac{V \cdot c_{\mathrm{W}} \cdot \left( \vartheta_{\mathrm{H}} - \vartheta_{\mathrm{KW}} \right)}{1\,000}</math> &nbsp;&nbsp;(27)
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbare Kapazität des Trinkwasserspeichers [kWh]
:: <math>V</math> – Gesamtvolumen des Behälters [l]
:: <math>c_{\mathrm{W}}</math> – Wärmekapazität des Wassers [Wh/(l·K)], Konstante 1,16
:: <math>\vartheta_{\mathrm{H}}</math>, <math>\vartheta_{\mathrm{KW}}</math> – Haltetemperatur und Kaltwasser [°C]
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung von Wh in kWh [Wh/kWh]
 
Der Speicher rechnet mit mindestens '''zehn Zonen''', auch bei geringerer Schichtenzahl in der Projektkopie: Er ist ein Verdrängungsspeicher, das Kaltwasser kommt von unten nach, die oberste Zone bleibt heiß. Die Zonentemperaturen folgen (22) mit <math>\vartheta_{\mathrm{VL}} = \vartheta_{\mathrm{H}}</math> und <math>\vartheta_{\mathrm{RL}} = \vartheta_{\mathrm{KW}}</math>.
 
'''Sperre unter der Zapftemperatur.''' Der Brauchwasserkanal entnimmt nur aus Zonen, die mindestens die Sperrgrenze halten:
 
: <math>\displaystyle \vartheta_{\mathrm{Sperr}} = \min\left( \vartheta_{\mathrm{Zapf}} - \varepsilon \; ; \; \vartheta_{\mathrm{H}} - \varepsilon \right) \; ; \quad Q_{\mathrm{TWS}}(t) = \sum_{i:\,\vartheta_{i}(t) \ge \vartheta_{\mathrm{Sperr}}} q_{i}(t)</math> &nbsp;&nbsp;(28)
:: <math>\vartheta_{\mathrm{Sperr}}</math> – Sperrgrenze des Brauchwasserkanals [°C]; nie unter dem Kaltwasser
:: <math>\vartheta_{\mathrm{Zapf}}</math> – Zapftemperatur des Brauchwassers [°C]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{H}}</math> – Haltetemperatur [°C]
:: <math>\varepsilon</math> – Zapfband [K], Konstante 2
:: <math>Q_{\mathrm{TWS}}(t)</math> – Entnahmefähigkeit des Speichers in dieser Stunde [kWh], zuzüglich des Durchflusses der Stunde; gezählt werden die Zonen ab der Entnahmehöhe des Brauchwassers
:: <math>\vartheta_{i}(t)</math>, <math>q_{i}(t)</math> – Temperatur und Energie der Zone <math>i</math> aus (22) [°C], [kWh]
 
Fällt die oberste Zone unter <math>\vartheta_{\mathrm{Zapf}} - \varepsilon</math>, ist der Brauchwasserkanal des Speichers '''gesperrt''': Der Bedarf geht an die nächste Stufe der Kaskade — Kessel, Heizstab oder ein weiterer Speicher —, bis der Speicher wieder geladen hat. Liegt die Haltetemperatur unter der Zapftemperatur, liefert der Speicher nie; der Lauf meldet das und rechnet weiter.
 
'''Ladung durch den Wärmetauscher.''' Je Stunde nimmt der Speicher höchstens die Leistung des Wärmetauschers auf, über alle ladenden Anlagen zusammen:
 
: <math>\displaystyle Q_{\mathrm{Lad}}(t) \le P_{\mathrm{lad,max}} \cdot 1\,\mathrm{h}</math> &nbsp;&nbsp;(29)
:: <math>Q_{\mathrm{Lad}}(t)</math> – Ladung der Stunde über alle Lader [kWh]
:: <math>P_{\mathrm{lad,max}}</math> – Ladeleistungsgrenze der Projektkopie, im Dialog „Leistung des Wärmetauschers" [kW]; 0 = unbegrenzt, mit Hinweis im Simulationsprotokoll
 
Der Erzeuger lädt am Wärmetauscher mit einem Rücklauf, der um die Grädigkeit über der untersten Zone liegt, höchstens bei der Haltetemperatur:
 
: <math>\displaystyle \vartheta_{\mathrm{RL,Erz}} = \min\left( \max\left( \vartheta_{N-1}(t) \; ; \; \vartheta_{\mathrm{KW}} \right) + \Delta T_{\mathrm{WT}} \; ; \; \vartheta_{\mathrm{H}} \right)</math> &nbsp;&nbsp;(30)
:: <math>\vartheta_{\mathrm{RL,Erz}}</math> – Rücklauftemperatur des Erzeugers am Ladewärmetauscher [°C]
:: <math>\vartheta_{N-1}(t)</math> – Temperatur der untersten Zone am Stundenbeginn [°C]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{KW}}</math> – Kaltwasser [°C]
:: <math>\Delta T_{\mathrm{WT}}</math> – Grädigkeit des Wärmetauschers [K], Konstante 5
:: <math>\vartheta_{\mathrm{H}}</math> – Haltetemperatur als Obergrenze [°C]
 
'''Bereitschaftsverlust.''' Der Verlust bezieht sich auf die Haltetemperatur und hängt nicht vom Füllstand ab; er tritt an die Stelle von (9), (10) und (21). Mit <math>H_{\mathrm{B}}</math> aus (20):
 
: <math>\displaystyle Q_{\mathrm{V}}(t) = \min\left( \frac{H_{\mathrm{B}} \cdot \max\left( \vartheta_{\mathrm{H}} - \vartheta_{\mathrm{Raum}} , 0 \right)}{1\,000} , \mathrm{SOC}(t) \right)</math> &nbsp;&nbsp;(31)
:: <math>Q_{\mathrm{V}}(t)</math> – Bereitschaftsverlust dieser Stunde, abgezogen vom Füllstand wie in (11) [kWh]
:: <math>H_{\mathrm{B}}</math> – Wärmeverlustkoeffizient aus (20) [W/K]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{H}}</math> – Haltetemperatur [°C]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{Raum}}</math> – Temperatur des Aufstellraums [°C]
:: <math>\mathrm{SOC}(t)</math> – Füllstand [kWh]; mehr als er hergibt, kann nicht verloren gehen
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung Wh in kWh [Wh/kWh]
 
Ein Katalogwert von 2&nbsp;kWh/24&nbsp;h bei 60&nbsp;°C Haltetemperatur und 20&nbsp;°C Aufstellraum ergibt so etwa 1,8&nbsp;kWh je Tag, auch bei leerem Brauchwasserkanal. Der Weg „Bereitschaftsverlust nach Temperatur" (Schritt 8) gilt für den Trinkwasserspeicher nicht; ist er gepflegt, vermerkt das Simulationsprotokoll es.
 
'''Was ausgewiesen wird.''' Zu jedem Trinkwasserspeicher nennt das Simulationsergebnis neben den Größen der anderen Speicher die '''Stunden mit gesperrter Entnahme''' samt der gesperrten Entnahme in kWh je Jahr und die '''Stunden an der Ladegrenze''' des Wärmetauschers. Das Simulationsprotokoll nennt Haltetemperatur, Kaltwasser mit seiner Quelle, Zapftemperatur, Sperrgrenze, Zonenzahl und Kapazität.
 
=== Schritt 14 — Parallelverbund ===
{{Anker|parallelverbund}}
 
Mehrere Pufferspeicher derselben Verwendung, die ein Erzeuger lädt, rechnen als ein gemeinsamer Vorrat mit einem einzigen Füllstand (Bedienung und Anlegen: [[Programm Dokumentation/Pufferspeicher#parallelverbund|Pufferspeicher: Parallelverbund]]). Der Schritt steht hinter dem Trinkwasserspeicher, weil er dessen Regeln voraussetzt und die Schritte 1 bis 13 unverändert auf den Vorrat anwendet: Es gibt keine eigene Gleichung für den Füllstand, nur eine andere Kapazität und einen anderen Bereitschaftsverlust.
 
'''Der Leitspeicher trägt den Vorrat.''' Der Verbund wird am Leitspeicher gerechnet, dem Speicher, den die Anlage auf Rang 1 ihrer Senkenliste mit einem Pufferziel lädt. An ihm stehen die Lader und die Ladereihenfolge, und nur er hat Einschaltschwelle, Abschaltschwelle, Mindestfüllstand, Entladepriorität, Verwendung und Temperaturpaar; die Mitglieder haben im Lauf keinen Rechenpfad und keine Ergebniszeile. Der Leitspeicher rechnet stets '''einschichtig''' (<math>N = 1</math>): Eine Schichtebene entstünde aus dem Behälter eines Speichers, nicht aus der Summe mehrerer. Hat ein Leitspeicher mehr als eine Schicht gepflegt, setzt der Lauf sie auf 1 und meldet es im Simulationsprotokoll. Ein Verbund hat genau '''eine Nutzung''': Alle Mitglieder tragen das Klassen-Set und die Bauform des Leitspeichers, ein Verbund aus Trinkwasserspeichern und Heizungs- oder Pufferspeichern ist nicht zulässig. Passt der Leitspeicher nicht zur Nutzung des Senkenziels und ist die Abweichung nicht bestätigt, rechnet der Lauf mit der Nutzung des Leitspeichers und warnt. Bestätigt wird die Abweichung im Dialog „Wärmesenke“ per Rückfrage; die Bestätigung erlischt, sobald Senkenziel oder Nutzung des Leitspeichers wechseln.
 
'''Kapazität und Bereitschaftsverlust.''' Jedes mitgerechnete Mitglied bringt sein eigenes Volumen und seinen eigenen Tageswert des Bereitschaftsverlusts mit, rechnet aber mit dem Temperaturpaar des Leitspeichers:
 
: <math>\displaystyle Q_{\mathrm{max}} = \sum_{k \in \mathrm{V}} \frac{V_{k} \cdot c_{\mathrm{W}} \cdot \left( \vartheta_{\mathrm{VL}} - \vartheta_{\mathrm{RL}} \right)}{1\,000} \; ; \quad q_{\mathrm{V,24}} = \sum_{k \in \mathrm{V}} q_{\mathrm{V,24},k}</math> &nbsp;&nbsp;(32)
:: <math>\mathrm{V}</math> – Menge der mitgerechneten Speicher: der Leitspeicher und seine mitgerechneten Mitglieder
:: <math>Q_{\mathrm{max}}</math> – nutzbare Kapazität des Vorrats [kWh], an die Stelle von (1) tretend
:: <math>V_{k}</math> – Gesamtvolumen des Behälters <math>k</math> [l]
:: <math>c_{\mathrm{W}}</math> – Wärmekapazität des Wassers [Wh/(l·K)], Konstante 1,16
:: <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math>, <math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math> – Vorlauf- und Rücklauftemperatur des Leitspeichers [°C]; ohne Paar gilt <math>\Delta T_{0}</math> wie in Schritt 1, mit Meldung am Leitspeicher
:: <math>q_{\mathrm{V,24},k}</math> – Bereitschaftsverluste eines Tages des Behälters <math>k</math> aus dem Katalog [kWh/24&nbsp;h]
:: <math>q_{\mathrm{V,24}}</math> – Bereitschaftsverluste des Verbunds, in (2) und (20) eingesetzt [kWh/24&nbsp;h]
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung von Wh in kWh [Wh/kWh]
 
Jeder Behälter verliert also für sich mit seinem Tageswert, und der Verbund verliert die Summe; verteilt wird der Verlust nach (9) und (10) über den gemeinsamen Füllstand. Bei Trinkwasserspeichern tritt in (32) die Haltetemperatur des Leitspeichers an die Stelle von <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math> und das Kaltwasser des Projekts an die von <math>\vartheta_{\mathrm{RL}}</math> (Schritt 13); die Sperre hat allein der Leitspeicher. Ein Erzeuger lädt den Vorrat, als wäre er ein Behälter; Ladung und Entladung nach den Schritten 2 und 3 gelten für den gemeinsamen Füllstand.
 
'''Wer nicht mitgerechnet wird.''' Ein Mitglied zählt nicht zum Vorrat, und der Lauf meldet es als Warnung, wenn es
* im Projekt fehlt oder zu einem anderen Projekt gehört,
* eine andere Nutzung oder Bauform als der Leitspeicher trägt oder
* als Wärmequelle einer Anlage dient, die diesen Verbund auf irgendeinem Rang ihrer Senkenliste lädt – eine Anlage entnähme sonst aus dem Vorrat, den sie selbst lädt.
 
Ein Speicher eines anderen Vorrats bleibt davon unberührt. Die Kapazitätszeile eines nicht mitgerechneten Mitglieds nennt den Grund.
 
'''Speicher des Verbunds als Wärmequelle.''' Leitspeicher und Mitglieder sind ein Vorrat. Eine Anlage, die den Verbund auf irgendeinem Rang ihrer Senkenliste lädt, kann keinen seiner Speicher als Quelle wählen. Als Quelle zählt ein Speicher nur, wenn die Quellart der Anlage „Pufferspeicher“ ist. Eine Anlage, die einen anderen Vorrat lädt, darf ein Mitglied als Quelle wählen: Das Mitglied bleibt im Verbund, und die Anlage entnimmt aus dem gemeinsamen Füllstand wie aus dem Leitspeicher.
 
'''Was ausgewiesen wird.''' Die Ergebnisse des Verbunds stehen in einer Zeile unter dem Namen des Leitspeichers; Kapazität, Ladung, Entladung, Verluste und Vollzyklen gelten für den ganzen Vorrat. Das Simulationsprotokoll nennt je Verbund die Kapazität des Leitspeichers, die der Mitglieder und die Gesamtkapazität.


== Grenzen und Annahmen ==
== Grenzen und Annahmen ==
{{Anker|grenzen}}
{{Anker|grenzen}}


* '''Ein Energiebilanzmodell, kein Strömungsmodell.''' Es gibt keine Massenströme, keine
* '''Ein Energiebilanzmodell, kein Strömungsmodell.''' Im Speicher gibt es keine Massenströme, keine Rohrleitungen, keine Wärmeübertrager. <math>P_{\mathrm{lad,max}}</math> und <math>P_{\mathrm{ent,max}}</math> sind die einzige hydraulische Schranke, und sie sind Zahlen, keine Geometrie.
  Rohrleitungen, keine Wärmeübertrager. <math>P_{\mathrm{lad,max}}</math> und
* '''Ideale Einschichtung und ideale Verdrängung.''' Ein einströmender Strahl mischt nicht auf; in einem realen Speicher tut er das.
  <math>P_{\mathrm{ent,max}}</math> sind die einzige hydraulische Schranke, und sie sind Zahlen,
* '''Zonenanteile sind Volumenanteile.''' Ohne Angabe sind die Zonen gleich groß; eine eingeströmte Menge mischt nicht mit der Eintrittszone.
  keine Geometrie.
* '''Der Bereitschaftsverlust kennt zwei Wege.''' Der Tageswert (Vorgabe) teilt den Katalogwert durch 24 und gewichtet mit dem Füllstand; der Weg nach Temperatur (20), (21) rechnet mit der Prüftemperaturdifferenz von 45&nbsp;K und einer festen Raumtemperatur — ohne Dämmstärke, Anschlussverluste oder Mantelgeometrie.
* '''Ideale Einschichtung und ideale Verdrängung.''' Ein einströmender Strahl mischt nicht auf; in
* '''Ein Quellspeicher ist statisch''', solange er nicht zugleich Senke eines Erzeugers ist: Erst ein geteilter Puffer bekommt eine stündliche Temperatur; ein eigenständiger Quellspeicher bleibt bei seiner festen Temperatur.
  einem realen Speicher tut er das.
* '''Der Durchfluss wird nicht in Schichten geführt.''' Er ist hydraulisch durchströmende Wärme und war nie Speicherinhalt; eine bei Vorlauftemperatur gekappte Temperatursumme (12) könnte ihn gar nicht darstellen.
* '''Gleich große Zonen.''' Die Schichtdicke <math>Q_{\mathrm{max}} / N</math> ist nicht wählbar.
* '''Der Katalog führt nur sechs Gerätewerte.''' Vor- und Rücklauf, Schwellen, Schichten, Entnahmehöhen und Leistungsgrenzen entstehen erst in der Projektkopie und werden im Projektdialog gepflegt.
* '''Der Bereitschaftsverlust ist ein Tageswert''', keine Funktion von Umgebungstemperatur,
* '''Kein interner Wärmeübertrager.''' Ein Übertrager zwischen Puffer und Kessel wird über die Entladeleistungsgrenze <math>P_{\mathrm{ent,max}}</math> abgebildet; seine Grädigkeit wirkt nicht.
  Aufstellort oder Dämmstärke — (2) teilt ihn schlicht durch 24.
* '''Der Trinkwasserspeicher rechnet mit festen Werten.''' Die Leistung des Wärmetauschers gilt für die Stunde als Zahl, unabhängig von Temperaturen; Zapfspitzen innerhalb der Stunde und die Einschichtung des Kaltwassers sieht das Modell nicht, die Sperre prüft je Stunde die Temperatur der Zonen.
* '''Ein Quellspeicher ist statisch''', solange er nicht zugleich Senke eines Erzeugers ist: Erst
* '''Ein Parallelverbund ist ein einziger Behälter.''' Die Mitglieder haben keine eigene Temperatur, keinen eigenen Füllstand und keine eigene Hydraulik; Durchmischung und Strömung zwischen den Behältern sieht das Modell nicht. Der Leitspeicher rechnet ohne Schichtung, der Vorrat hat ein Temperaturniveau, und alle Mitglieder tragen dieselbe Nutzung.
  ein geteilter Puffer bekommt eine stündliche Temperatur; ein eigenständiger Quellspeicher bleibt
* '''Das Frischwassermodul prüft eine Temperatur, keinen Durchfluss.''' (25) ist eine Bedingung je Stunde an die oberste Zone; Zapfspitzen innerhalb der Stunde und die Rücklaufeinschichtung des Moduls sieht das Modell nicht. Die thermische Desinfektion steht auf der Seite [[Programm Dokumentation/Berechnung/Brauchwasser|Berechnung: Brauchwasser]].
  bei seiner festen Temperatur.
* '''Der Durchfluss wird nicht in Schichten geführt.''' Er ist hydraulisch durchströmende Wärme und
  war nie Speicherinhalt; eine bei Vorlauftemperatur gekappte Temperatursumme (12) könnte ihn gar
  nicht darstellen.
* '''Der Katalog führt nur sechs Gerätewerte.''' Vor- und Rücklauf, Schwellen, Schichten,
  Entnahmehöhen und Leistungsgrenzen entstehen erst in der Projektkopie und werden im
  Projektdialog gepflegt.
* '''Kein interner Wärmeübertrager''', kein Frischwassermodul, keine Legionellenschaltung.


== Ergebnisse und wo sie stehen ==
== Ergebnisse und wo sie stehen ==
{{Anker|ergebnisse}}
{{Anker|ergebnisse}}


* '''Simulationsergebnis, Reiter „Übersicht"''' — je Speicher Ladung, Entladung, Verluste und
* '''Simulationsergebnis, Reiter „Wärmepumpe"''' — die Tabelle der Pufferspeicher (ein Parallelverbund steht als eine Zeile unter dem Namen seines Leitspeichers) mit Kapazität, Ladung, Entladung, Verlusten, Vollzyklen <math>z_{\mathrm{V}}</math> und Füllstand am Jahresende, darunter je Speicher mit Option die Zeilen „Bereitschaftsverlust nach Temperatur" und „Frischwassermodul – Stunden ohne ausreichende Puffertemperatur", bei einem Trinkwasserspeicher die Zeilen zur gesperrten Entnahme und zur Ladegrenze des Wärmetauschers (Schritt 13); ohne Wärmepumpe in der Kaskade gibt es diesen Reiter nicht.
  Vollzyklen <math>z_{\mathrm{V}}</math>; dazu die Ganglinie des Füllstands
* '''Simulationsergebnis, Reiter „Ergebnis", Blatt „Wärmebedarfsdeckung"''' — Speicherladung und Speicherentladung im Stapel der Erzeuger, die Entladung den Erzeugern zugerechnet, die geladen haben; mit der Reihe „Überschuss: Speicherladung" steht die Ladung als Fläche über der Bedarfslinie, in der Ansicht „Monat" als Säulenteil; mit der Auswahl „Speicher:" die Ganglinie des Füllstands <math>\mathrm{SOC}(t)</math>.
  <math>\mathrm{SOC}(t)</math>.
* '''Simulationsergebnis, Reiter „Wärmepumpe", Unterblatt „Speichertemperaturen"''' — je Speicher, der Senke eines Erzeugers ist, die Temperatur der obersten und der untersten Zone, <math>\vartheta_{0}(t)</math> und <math>\vartheta_{N-1}(t)</math>, über das Jahr; ohne Schichtung fallen beide zusammen.
* '''Simulationsergebnis, Reiter „Wärmegang"''' — Speicherladung und Speicherentladung im Stapel
* '''Simulationskonfiguration''' — die Speicherkachel zeigt Kurzbilanz, Schwellenband, Schichtenzahl und nach dem Lauf das Jahresmittel der obersten Zone, das Hydraulikschema die Kanten zwischen Erzeugern, Speichern und Kanälen samt Ladepriorität.
  der Erzeuger; die Entladung ist dabei den Erzeugern zugerechnet, die geladen haben.
* '''Simulationsprotokoll''' — Rückfall <math>\Delta T_{0}</math>, wirkungslose Quellbezüge, Speicher ohne Lader, Wärmeverlustkoeffizient <math>H_{\mathrm{B}}</math> des Wegs nach Temperatur, abgelehnte Zonenanteile, Mindesttemperatur und Nachheizstunden des Frischwassermoduls, bei einem Parallelverbund die Kapazität des Leitspeichers, der Mitglieder und des Vorrats sowie jedes nicht mitgerechnete Mitglied mit Grund (Schritt 14), bei einem Trinkwasserspeicher Haltetemperatur, Kaltwasser, Sperrgrenze, Zonenzahl, Kapazität und die Stunden mit gesperrter Entnahme (Schritt 13).
* '''Simulationsergebnis, Temperaturverlauf''' — je geschichtetem Speicher die Zonentemperaturen
  <math>\vartheta_{i}(t)</math> über das Jahr.
* '''Simulationskonfiguration''' — die Speicherkachel zeigt Kurzbilanz und Schwellenband, das
  Hydraulikschema die Kanten zwischen Erzeugern, Speichern und Kanälen samt Ladepriorität.
* '''Simulationsprotokoll''' — Rückfall <math>\Delta T_{0}</math>, wirkungslose Quellbezüge,
  Speicher ohne Lader.


== Bezüge ==
== Bezüge ==
{{Anker|bezuege}}
{{Anker|bezuege}}


* [[Programm Dokumentation/Pufferspeicher|Pufferspeicher]] — Bedienung von Katalog und Projektdialog
* [[Programm Dokumentation/Pufferspeicher|Pufferspeicher]] — Bedienung von Katalog und Projektdialog, Trinkwasserspeicher und Parallelverbund
* [[Programm Dokumentation/Pufferspeicher auslegen|Pufferspeicher auslegen]] — Volumen bemessen, bevor gerechnet wird
* [[Grundlagen/Pufferspeicher|Grundlagen: Pufferspeicher]] — Begriffe und Zusammenhänge
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Simulationsablauf|Berechnung: Simulationsablauf]] — die Phasen A bis G einer Stunde und die Kaskade
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Simulationsablauf|Berechnung: Simulationsablauf]] — die Phasen A bis G einer Stunde und die Kaskade
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmepumpe|Berechnung: Wärmepumpe]] — Ladepotenzial, Leistungssteuerung und die Quelle „Pufferspeicher"
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmepumpe|Berechnung: Wärmepumpe]] — Ladepotenzial, Leistungssteuerung und die Quelle „Pufferspeicher"
Zeile 465: Zeile 610:
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Heizkessel|Berechnung: Heizkessel]] — der nachrangige Lader und die Kessel-Kaskade
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Heizkessel|Berechnung: Heizkessel]] — der nachrangige Lader und die Kessel-Kaskade
* [[Programm Dokumentation/Simulation|Simulation]] — Hydraulikschema und Kaskadenband
* [[Programm Dokumentation/Simulation|Simulation]] — Hydraulikschema und Kaskadenband
* [[Programm Dokumentation/Kühlung|Kühlung]] — Kälteerzeuger, Kältespeicher und Kühlbetrieb

Aktuelle Version vom 31. Oktober 2026, 03:01 Uhr


Was berechnet wird

Ein thermischer Pufferspeicher entkoppelt Erzeugung und Bedarf. Der Lauf führt für jede Stunde seinen Füllstand, die Ladung, die Entladung, die Bereitschaftsverluste und — wenn mehr als eine Schicht gepflegt ist — die Temperaturen seiner Zonen. Ergebnisgrößen sind die Jahressummen dieser vier Energieströme, die Vollzyklen und die Ganglinien von Füllstand und Temperaturen.

Der Speicher rechnet nicht für sich: Er ist die Senke der Erzeuger und die Quelle der Bedarfsdeckung. Wer wann in ihn lädt, entscheidet die Ladeordnung; wer wann aus ihm entnimmt, die Entladereihenfolge seines Kanals. Ein Speicher mit der Verwendung „Kälte" ist ein Kältespeicher: Er rechnet nach denselben Regeln, bedient aber allein die Kühlung (Schritt 11). Steht die Anlagenkopplung auf dem geschlossenen Kreis, zählt der Vorrat der Heizungspuffer zum Angebot der Anlage an das Gebäude (Schritt 12). Ein Speicher der Art „Trinkwasserspeicher" rechnet auf einem eigenen Weg: mit dem Kaltwasser des Projekts, einer Sperre unter der Zapftemperatur und der Leistung seines Wärmetauschers (Schritt 13). Mehrere Speicher derselben Verwendung, die ein Erzeuger lädt, können als ein gemeinsamer Vorrat rechnen (Schritt 14).

Eingangsgrößen

Größe Einheit Herkunft im Programm
Gesamtvolumen l Pufferspeicherkatalog, Feld „Gesamtvolumen"
Bereitschaftsverluste kWh/24 h Pufferspeicherkatalog, Feld „Bereitschaftsverluste"
Vorlauf, Rücklauf °C Dialog „Pufferspeicher im Projekt", Abschnitt „Eigenschaften", Gruppe „Temperaturen"; beim Kältespeicher Kaltwasser-Vorlauf und -Rücklauf
Verwendung (Heizung / Brauchwasser / Prozess, einzeln oder kombiniert, oder Kälte) — derselbe Abschnitt, Feld „Verwendung"
Einschaltschwelle, Abschaltschwelle Anteil 0…1 derselbe Abschnitt, Gruppe „Schwellen"
Abschaltschwelle für nachrangige Anlagen Anteil 0…1 derselbe Abschnitt — die Solar-Reservezone
Mindestfüllstand Anteil 0…1 derselbe Abschnitt
Schichtenzahl (1…10), Behälterhöhe, effektive Wärmeleitfähigkeit —, m, W/(m·K) Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"
Entnahmehöhe je Kanal Anteil 0…1 (1 = ganz oben) Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"
Einspeisehöhe je ladender Senke Anteil 0…1 (1 = ganz oben) Dialog „Wärmesenke - <Anlage>", Feld „eigene Einspeisehöhe"; ohne Angabe oben
Mindest-Nutztemperatur Brauchwasser °C Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"
Ladeleistungsgrenze, Entladeleistungsgrenze kWh je Stunde, 0 = unbegrenzt Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen", Gruppe „Leistungsgrenzen"
Bereitschaftsverlust: Tageswert oder nach Temperatur — Abschnitt „Bereitschaft und Frischwassermodul"; leer = Tageswert
Temperatur des Aufstellraums °C derselbe Abschnitt; leer = 20 °C
Zonenanteile von oben — (Summe 1) Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; leer = gleich große Zonen
Frischwassermodul, Grädigkeit —, K Abschnitt „Bereitschaft und Frischwassermodul"; Grädigkeit leer = 5 K
Zapftemperatur des Brauchwassers °C Zapfprofilgenerator (höchste Zapftemperatur der Zonen); ohne sie 60 °C
Mitglieder des Parallelverbunds — Dialog „Wärmesenke - <Anlage>", Abschnitt „Parallelverbund (mehrere Speicher als ein Vorrat)"; ohne Auswahl rechnet der Speicher allein
Entladepriorität 1…99 oder Automatik Abschnitt „Ladereihenfolge dieses Speichers"
Ladepriorität je ladender Anlage 1…99 Dialog „Wärmesenke", Senkenzeile des Erzeugers mit dem Speicher als Ziel, Feld „Ladeprio"; ohne Angabe die Vorgabe der Anlagenart (Solarthermie 10, Wärmepumpe 20, BHKW 30, Heizkessel 40, sonst 50)

Formelzeichen und Parameter

Die Schreibweise ist die der ganzen Rubrik: t ist die Stunde des Jahres (1…8 760), Q eine Wärmemenge, ϑ eine Temperatur in Grad Celsius, λ eine Wärmeleitfähigkeit. Der Füllstand heißt hier SOC(t) — dasselbe Zeichen wie beim Stromspeicher, nur in kWh statt in Prozent. Der Schichtindex i läuft von 0 (oben) bis N−1 (unten). Ein Strich am Symbol (SOC′(t)) bezeichnet den Wert nach dem jeweiligen Schritt.

Parameter

Eingaben, Katalogwerte, Vorgaben und Konstanten. Sie ändern sich innerhalb eines Laufs nicht.

Symbol Bedeutung Einheit Herkunft
V Gesamtvolumen des Behälters l Pufferspeicherkatalog, Feld „Gesamtvolumen"
qV,24 Bereitschaftsverluste eines Tages kWh/24 h Pufferspeicherkatalog, Feld „Bereitschaftsverluste"
ϑVL, ϑRL Vorlauf- und Rücklauftemperatur °C Dialog „Pufferspeicher im Projekt", Abschnitt „Eigenschaften"
cW Wärmekapazität des Wassers je Liter und Kelvin Wh/(l·K) Konstante: 1,16
ΔT0 Spreizung, wenn kein vollständiges Temperaturpaar gepflegt ist K Vorgabe: 10 — beim BHKW-Pendelspeicher 20
sein Einschaltschwelle der Speicherregelung — (0…1) Abschnitt „Eigenschaften", Gruppe „Schwellen"
saus Abschaltschwelle — (0…1) derselbe Abschnitt
snach Abschaltschwelle für nachrangige Anlagen — die Solar-Reservezone — (0…1) derselbe Abschnitt, Feld „… nachrangig [%]"; leer = saus, mit vorrangiger Solarthermie am Speicher Automatik 0,30
smin Mindestfüllstand (Notreserve) — (0…1) derselbe Abschnitt
N Schichtenzahl — (1…10) Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; Vorbelegung: 1 — dann ist die Schichtebene wirkungslos
H Behälterhöhe m Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; ohne Wert aus (14)
λeff effektive Wärmeleitfähigkeit zwischen den Zonen W/(m·K) Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; Vorgabe: 1,5 — sie enthält die Wandleitung
HD Höhen-Durchmesser-Verhältnis des Ersatzbehälters — Konstante: 2,5
κ Kappung des vertikalen Ausgleichs je Schichtpaar und Stunde — Konstante: 0,25 (25 %)
hE Entnahmehöhe eines Kanals — (0…1) Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; Vorbelegung: 1 (ganz oben)
ϑmin Mindest-Nutztemperatur eines Kanals °C Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen"; Vorbelegung: ϑRL
Plad,max, Pent,max Lade- und Entladeleistungsgrenze als Budget der Stunde kWh je Stunde Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen", Gruppe „Leistungsgrenzen"; 0 = unbegrenzt
NSch,max größte Schichtenzahl — Konstante: 10
ΔTPr Prüftemperaturdifferenz des Bereitschaftswerts (EN 12897, EN 15332) K Konstante: 45
ϑRaum Temperatur des Aufstellraums °C Abschnitt „Bereitschaft und Frischwassermodul"; Vorgabe: 20
ai Volumenanteil der Zone i, Summe 1 — Abschnitt „Schichtung und Leistungsgrenzen", Feld „Zonenanteile"; Vorgabe: 1/N
ϑZapf Zapftemperatur des Brauchwassers °C Zapfprofilgenerator; Vorgabe: 60
ΔTFWM Grädigkeit des Frischwassermoduls K Abschnitt „Bereitschaft und Frischwassermodul"; Vorgabe: 5
ϑH Haltetemperatur des Trinkwasserspeichers °C Projektkopie, Feld „Haltetemperatur"; leer = Speichertemperatur des Projekts, sonst 60
ϑKW Kaltwassertemperatur des Trinkwasserspeichers °C aus dem Projekt (Zapfprofil bzw. Warmwasserbedarf), nicht änderbar; sonst 10
ε Zapfband der Sperre K Konstante: 2
ΔTWT Grädigkeit des Ladewärmetauschers K Konstante: 5
ΔTS,min kleinste Spreizung Haltetemperatur minus Kaltwasser K Konstante: 5
Vk Gesamtvolumen des Behälters k eines Parallelverbunds l Pufferspeicherkatalog, Feld „Gesamtvolumen" des Leitspeichers und jedes Mitglieds
qV,24,k Bereitschaftsverluste eines Tages des Behälters k kWh/24 h Pufferspeicherkatalog, Feld „Bereitschaftsverluste"

Variablen

Größen, die der Lauf je Stunde oder je Speicher bildet.

Symbol Bedeutung Einheit berechnet in
t Stunde des Jahres, 1…8 760 — Laufindex der Stundenschleife
i Schichtindex, 0 = oben — 0…N−1
Qmax nutzbare Kapazität des Speichers kWh (1)
qV Bereitschaftsverlust einer Stunde bei vollem Speicher kWh (2)
SOC(t) Füllstand am Ende der Stunde kWh fortgeschrieben über (11)
o(t) gültige Ladeobergrenze der ladenden Anlage — (0…1) Schritt 2, Obergrenzentabelle
R(t) bereits reservierte Menge anderer Lader kWh Ladeordnung (Eingang)
L(t) Ladefähigkeit kWh (3)
QDl(t) Durchlass — was im selben Zeitschritt wieder entnommen wird kWh Kaskadenschleife (Eingang)
A(t) in dieser Stunde aufnehmbare Menge kWh (4)
Qoffen(t) offener Kanalbedarf kWh Eingang aus der Kaskade
Qanf(t) angeforderte Entnahme kWh Eingang aus der Kaskade
B(t) Bilanzraum eines ladenden Erzeugers kWh (5)
Qent(t) Entnahme der Stunde kWh (6)
f(t) Füllstandsanteil — (0…1) (9)
QV(t) Bereitschaftsverlust dieser Stunde kWh (10)
qi(t) Energie der Schicht i kWh (12)
ϑi(t) Temperatur der Schicht i °C (13)
d Durchmesser des Ersatzbehälters m (14)
Aq Querschnittsfläche des Behälters m² (15)
k Wärmeleitwert eines Schichtpaars kWh/K (16)
CSch Wärmekapazität einer Schicht kWh/K (17)
Δϑi(t) Temperaturunterschied zweier benachbarter Schichten K (18)
qi,i+1(t) Wärme, die im Ausgleich zwischen zwei Schichten fließt kWh (18)
Ua Jahresumsatz — Entladung beim Quellspeicher, sonst Ladung kWh Jahressumme
zV Vollzyklen des Jahres — (19)
HB Wärmeverlustkoeffizient des Speichers W/K (20)
QV,i(t) Bereitschaftsverlust der Zone i nach Temperatur kWh (21)
qmax,i Kapazität der Zone i kWh (22)
ki Wärmeleitwert des Zonenpaars i, i+1 kWh/K (23)
ϑFWM Mindesttemperatur oben für das Frischwassermodul °C (24)
QFWM(t) Entnahmefähigkeit des Brauchwasserkanals über das Frischwassermodul kWh (25)

Rechenweg

Gerechnet wird im festen Jahresraster von 8 760 Stunden; t ist in allen Gleichungen dieser Seite die laufende Stunde des Jahres und i der Schichtindex — beide werden in den Legenden nicht wiederholt.

Schritt 1 — Nutzbare Kapazität

Qmax=V⋅cW⋅(ϑVL−ϑRL)1000   (1)
Qmax – nutzbare Kapazität des Speichers [kWh]
V – Gesamtvolumen des Behälters [l]
cW – Wärmekapazität des Wassers [Wh/(l·K)], Konstante 1,16
ϑVL, ϑRL – Vorlauf- und Rücklauftemperatur [°C]
1000 – Umrechnung von Wh in kWh [Wh/kWh]

Fehlt ein vollständiges Temperaturpaar, tritt ΔT0=10 K an die Stelle von ϑVL−ϑRL — beim BHKW-Pendelspeicher 20 K, weil seine Kapazität mit dieser Spreizung bemessen ist und ein Rückfall auf 10 K sie ohne fachlichen Grund halbieren würde. Der Rückfall wird am Speicher vermerkt und lässt sich protokollieren.

qV=qV,2424   (2)
qV – Bereitschaftsverlust einer Stunde bei vollem Speicher [kWh]
qV,24 – Bereitschaftsverluste eines Tages aus dem Katalog [kWh/24 h]
24 – Stunden eines Tages [h]

Schritt 2 — Laden

Ein Erzeuger lädt in jeder Stunde mit dem, was ihm nach der Direktdeckung bleibt, bis zu seiner Obergrenze o(t); mehrere Lader eines Speichers laden in der Folge ihrer Ladepriorität. Die Obergrenze hängt davon ab, ob er an diesem Speicher der vorrangige Lader ist, der mit der kleinsten Ladepriorität:

Fall Obergrenze o(t)
die Senkenzeile führt eine eigene Ladegrenze diese Ladegrenze
die Anlage ist die vorrangige saus
sonst snach

Ein Wert o(t)≤0 gilt als „nicht gesetzt" und fällt auf saus zurück.

L(t)=max⁡(0,Qmax⋅o(t)−SOC(t)−R(t))   (3)
L(t) – Ladefähigkeit des Speichers in dieser Stunde [kWh]
Qmax – nutzbare Kapazität [kWh]
o(t) – gültige Ladeobergrenze der ladenden Anlage [–]
SOC(t) – Füllstand [kWh]
R(t) – bereits reservierte Menge anderer Lader [kWh]

Die dritte Zeile ist die Solar-Reservezone: Wo eine Reserve gepflegt ist, laden nachrangige Erzeuger — üblicherweise der Heizkessel — nur bis dorthin, und der obere Teil bleibt für die Solarthermie frei. Ist snach nicht gepflegt, gilt saus — lädt aber eine Solarthermie den Speicher vorrangig, die Automatik 30 % der nutzbaren Kapazität, damit der Speicher Platz für die solare Wärme behält. In Stunden mit PV-Überschuss kann eine andere Anlage vorrangig sein; dann gilt die Reservezone für sie, denn Anzeige und Rechnung lösen o(t) mit derselben Funktion und der jeweils gültigen Priorität auf.

Der Speicher als hydraulische Weiche. Er drosselt die Anlage nicht auf seinen freien Raum: Er wird geladen, während die Last aus ihm entnimmt. Die Aufnahme einer Stunde darf deshalb um genau die Menge über die freie Kapazität hinausgehen, die im selben Zeitschritt wieder entnommen wird (Durchlass):

A(t)=Qmax−SOC(t)+QDl(t)   (4)
A(t) – in dieser Stunde aufnehmbare Menge [kWh]
Qmax – nutzbare Kapazität [kWh]
SOC(t) – Füllstand zu Beginn [kWh]
QDl(t) – Durchlass: was im selben Zeitschritt wieder entnommen wird [kWh]
B(t)=L(t)+min⁡(Qoffen(t),Qent(t))   (5)
B(t) – Bilanzraum eines ladenden Erzeugers [kWh]
L(t) – Ladefähigkeit aus (3) [kWh]
Qoffen(t) – offener Kanalbedarf [kWh]
Qent(t) – Entnahme der Stunde [kWh]

Der Füllstand liegt dann vorübergehend über Qmax; die Nachentladung zieht ihn im selben Zeitschritt wieder herunter. Buchhalterisch wird die Aufnahme in Umsatz (bis Qmax) und Durchfluss (alles darüber) zerlegt — nur der Umsatz ist Speicherinhalt.

Eine gepflegte Ladeleistungsgrenze Plad,max wirkt als Budget der Stunde, nicht je Ladevorgang: Ein Speicher wird in derselben Stunde von mehreren Erzeugern angefahren, und je Aufruf gewährt bekäme er die Grenze mehrfach.

Schritt 3 — Entladen

Qent(t)=min⁡(Qanf(t),SOC(t),Pent,max)   (6)
Qent(t) – Entnahme der Stunde [kWh]
Qanf(t) – angeforderte Entnahme [kWh]
SOC(t) – Füllstand [kWh]
Pent,max – Restbudget der Stunde aus der Entladeleistungsgrenze [kWh je Stunde]; 0 = unbegrenzt, dann entfällt dieser Teil

Das Budget der Stunde ist Pent,max; bei Pent,max=0 gibt es keine Grenze, und der dritte Teil von (6) entfällt. Die Entnahme wird ebenfalls in Durchfluss und Umsatz zerlegt; der Durchfluss verlässt den Speicher zuerst. Führt ein Kanal eine Mindest-Nutztemperatur ϑmin und ist der Speicher geschichtet, zählt nur, was die Schichten mit ϑi(t)≥ϑmin unterhalb der Entnahmehöhe hE des Kanals hergeben. Beim Kombispeicher ist das der Grund, warum die Heizung die Bereitschaftszone des Brauchwassers oben nicht antastet.

Der Mindestfüllstand smin (Notreserve) wirkt an genau einer Stelle: Er klemmt die angeforderte Entnahme Qanf(t) auf den Vorrat oberhalb der Marke Qmax⋅smin. Er gilt nur an Speichern, die ein BHKW lädt — eine Maschine mit Anlaufverhalten braucht einen Vorrat, aus dem die nächste Bedarfsspitze bis zum Anlaufen gedeckt wird; Wärmepumpe, Kessel und Solarthermie entladen unverändert bis 0. Ist die Marke erreicht, bleibt der Bedarf offen und geht an die nächste Kaskadenstufe, während der Speicher in den Nachladebetrieb geht. Der Durchfluss derselben Stunde bleibt unberührt — die Reserve begrenzt den Vorrat, nicht die hydraulische Weiche.

Auch dieser Vergleich trägt den Zahlenrand der Abschaltschwelle (siehe Schritt 4), nur spiegelbildlich: Die Marke wird von oben erreicht, und als erreicht gilt sie schon, wenn der Füllstand höchstens 10−9 kWh zuzüglich 10−12 seines eigenen Betrages darüber steht. Der Grund ist derselbe — die Entladung fährt den Füllstand auf genau diese Marke, und in Gleitkommaarithmetik trifft eine Differenz ihren Zielwert nicht immer im letzten Bit.

Die Entladereihenfolge läuft je Kanal über die Entladepriorität; ohne manuelle Angabe gilt die Automatik: die beste (kleinste) Ladepriorität der Anlagen, die diesen Speicher laden.

Schritt 4 — Hysterese der Speicherregelung

SOC(t)≤Qmax⋅sein→Nachladebetrieb beginnt   (7)
SOC(t) – Füllstand des Speichers [kWh]
Qmax – nutzbare Kapazität [kWh]
sein – Einschaltschwelle der Speicherregelung [–]
SOC(t)≥Qmax⋅saus→Nachladebetrieb endet   (8)
SOC(t) – Füllstand des Speichers [kWh]
Qmax – nutzbare Kapazität [kWh]
saus – Abschaltschwelle [–]

Den Nachladebetrieb löst außer (7) auch die Entladung vorab selbst aus: Reicht der Vorrat vorab nicht für den Bedarf der Stunde — weil der Füllstand nicht genügt oder eine Grenze der Entnahme greift, etwa der Mindestfüllstand (Schritt 3) —, bleibt der Rest offen und geht an die nächste Kaskadenstufe, und der Speicher geht in den Nachladebetrieb. Solange er nachlädt, deckt der Speicher keinen Bedarf vorab (Phase A der Stundenschleife). Die Nachentladung (Phase E) greift davon unabhängig — genau wie die Entladung vor Heizstab und nachfolgendem Erzeuger.

Die Hysterese schaltet keinen Erzeuger. Der Nachladebetrieb sperrt allein die Entladung vorab. Geladen wird in der Wärmekaskade in jeder Stunde, im Nachladebetrieb wie außerhalb: Jeder Lader füllt den Speicher mit dem, was ihm nach der Direktdeckung bleibt, in der Folge der Ladepriorität bis zu seiner Obergrenze o(t) (Schritt 2). Einen Kältespeicher lädt die Kältekaskade dagegen nur in der Ladephase (Schritt 11).

Der Vergleich (8) trägt einen Zahlenrand: Er gilt bereits als erfüllt, wenn der Füllstand die Abschaltschwelle bis auf 10−9 kWh zuzüglich 10−12 ihres eigenen Betrages erreicht hat. Das ist keine Fachtoleranz, sondern Rechentechnik — der vorrangige Lader füllt den Speicher auf genau diese Schwelle, und in Gleitkommaarithmetik trifft eine Summe ihren Zielwert nicht immer im letzten Bit. Ohne den Rand hinge es an dieser letzten Stelle, ob der Nachladebetrieb endet; da die Regelung bistabil ist, trüge sie den Fehltritt über Stunden weiter.

Zwei Marken tragen ihn, und beide aus demselben Grund: die Abschaltschwelle (8), auf die die Ladung den Füllstand hinauffährt, und der Mindestfüllstand smin (Schritt 3), auf den die Entladung ihn herunterfährt. Auf beide wird der Füllstand von einer Rechnung angesteuert — deshalb sitzt er dort auf der Kante. Die Einschaltschwelle (7) braucht den Rand aus demselben Grund nicht: Auf sie steuert keine Rechnung zu, der Füllstand sinkt durch Entnahme und Bereitschaftsverluste auf einen beliebigen Wert.

Schritt 5 — Bereitschaftsverluste, einmal je Stunde

Am Stundenende, nach Bedarfsdeckung, Ladung und Nachentladung:

f(t)=min⁡(SOC(t)Qmax,1)   (9)
f(t) – Füllstandsanteil [–]
SOC(t) – Füllstand [kWh]
Qmax – nutzbare Kapazität [kWh]
QV(t)=min⁡(qV⋅f(t),SOC(t))   (10)
QV(t) – Bereitschaftsverlust dieser Stunde [kWh]
qV – Bereitschaftsverlust einer Stunde bei vollem Speicher aus (2) [kWh]
f(t) – Füllstandsanteil aus (9) [–]
SOC(t) – Füllstand; mehr als er hergibt, kann nicht verloren gehen [kWh]
SOC′(t)=SOC(t)−QV(t)   (11)
SOC′(t) – Füllstand nach Abzug des Bereitschaftsverlusts [kWh]
SOC(t) – Füllstand vor dem Abzug [kWh]
QV(t) – Bereitschaftsverlust dieser Stunde aus (10) [kWh]

Der Verlust ist also füllstandsanteilig: Ein halb voller Speicher verliert halb so viel wie ein voller. Steht ausnahmsweise noch Durchfluss im Speicher, trägt dieser den Verlust zuerst, damit die getrennte Bilanz aufgeht. Mit dem Weg nach Temperatur treten (20) und (21) aus Schritt 8 an die Stelle von (9) und (10).

Schritt 6 — Schichtung (nur bei mehr als einer Schicht)

Der Speicherinhalt wird auf N Zonen verteilt, Schicht 0 oben — ohne gepflegte Zonenanteile gleich groß, mit ihnen nach Schritt 9. Der Füllstand bleibt die führende Größe; die Schichtebene verteilt ihn nur:

∑iqi(t)=min⁡(SOC(t),Qmax)mit0≤qi(t)≤QmaxN   (12)
qi(t) – Energie der Schicht i [kWh]
SOC(t) – Füllstand des Speichers [kWh]
Qmax – nutzbare Kapazität [kWh]
N – Schichtenzahl [–]
ϑi(t)=ϑRL+qi(t)Qmax/N⋅(ϑVL−ϑRL)   (13)
ϑi(t) – Temperatur der Schicht i [°C]
ϑRL – Rücklauftemperatur; sie gilt für die leere Zone [°C]
qi(t) – Energie der Schicht [kWh]
Qmax/N – Kapazität einer Zone [kWh]
ϑVL – Vorlauftemperatur; sie gilt für die volle Zone [°C]

Eine volle Zone hat damit Vorlauf-, eine leere Rücklauftemperatur. Ohne gepflegte Höhe entsteht der Ersatzbehälter aus dem Volumen über HD=2,5 — aus V=π4⋅d2⋅H und H=HD⋅d folgt:

d=(4⋅V/1000π⋅HD)1/3;H=HD⋅d   (14)
d – Durchmesser des Ersatzbehälters [m]
V – Gesamtvolumen des Behälters [l]; 1000 rechnet es in m³ um
HD – Höhen-Durchmesser-Verhältnis [–], Konstante 2,5
H – Behälterhöhe [m]
Aq=V/1000H   (15)
Aq – Querschnittsfläche des Behälters [m²]
V – Gesamtvolumen [l]; 1000 rechnet es in m³ um
H – Behälterhöhe [m]
k=λeff⋅Aq⋅NH⋅1000   (16)
k – Wärmeleitwert eines Schichtpaars [kWh/K]
λeff – effektive Wärmeleitfähigkeit zwischen den Zonen [W/(m·K)]
Aq – Querschnittsfläche aus (15) [m²]
N – Schichtenzahl [–]
H – Behälterhöhe [m]; H/N ist der Abstand zweier Zonenmitten
1000 – Umrechnung von W in kW [W/kW]
CSch=Qmax/NϑVL−ϑRL   (17)
CSch – Wärmekapazität einer Schicht [kWh/K]
Qmax/N – Kapazität einer Zone [kWh]
ϑVL, ϑRL – Vorlauf- und Rücklauftemperatur [°C]
qi,i+1(t)=k⋅Δϑi(t);|qi,i+1(t)|≤κ⋅|Δϑi(t)|⋅CSch;Δϑi(t)=ϑi+1(t)−ϑi(t)   (18)
qi,i+1(t) – Wärme, die im Ausgleich zwischen den Schichten i und i+1 fließt [kWh]
k – Wärmeleitwert eines Schichtpaars aus (16) [kWh/K]
Δϑi(t) – Temperaturunterschied der zwei benachbarten Schichten [K]
κ – Kappung des Ausgleichs je Schichtpaar und Stunde [–], Konstante 0,25
CSch – Wärmekapazität einer Schicht aus (17) [kWh/K]

Je Stunde laufen in dieser Reihenfolge: ideale Einschichtung beim Laden (die Wärme füllt die Zonen von der Einspeisehöhe der ladenden Senke abwärts, jede bis zur Vorlauftemperatur; ist darunter alles voll, steigt der Rest nach oben), ideale Verdrängung beim Entladen (der Rücklauf tritt unten ein, die unterste zugängliche Zone fällt zuerst auf Rücklauftemperatur; zugänglich sind die Zonen von der Entnahmehöhe des Kanals abwärts), dann der vertikale Ausgleich (18) — Wärmeleitung zwischen benachbarten Zonen, auf κ=25 % der Temperaturdifferenz gekappt, damit der Schritt stabil bleibt und die Reihenfolge zweier Schichten nicht kippen kann —, anschließend die Inversionsmischung (wärmer unten als oben wird gemischt), danach die Verluste nach Wärmeabgabefläche und Temperaturüberhöhung, und ein zweiter Inversionsdurchgang.

Weitere Vorbelegungen ohne gepflegte Werte: Entnahmehöhe hE oben (1,0), Mindest-Nutztemperatur ϑmin gleich ϑRL. Höchstens zehn Schichten.

Mit N=1 — der Vorbelegung — ist die Schichtebene wirkungslos: Es gibt kein Schichtpaar, also weder (16) noch (18), keine Inversion, und die Entladefähigkeit klemmt nichts. Die Gleichungen (12), (13), (16) und (17) gelten für gleich große Zonen; mit Zonenanteilen treten (22) und (23) an ihre Stelle.

Schritt 7 — Vollzyklen

zV=UaQmax   (19)
zV – Vollzyklen des Jahres [–]
Ua – Jahresumsatz: Entladung beim Quellspeicher, sonst Ladung [kWh]
Qmax – nutzbare Kapazität [kWh]

Der Umsatz Ua hängt von der Rolle des Speichers ab: Bei einem Quellspeicher ist es die Jahressumme der Entladung, bei jedem anderen die der Ladung. Qmax≤0 ergibt zV=0.

Schritt 8 — Bereitschaftsverlust nach Temperatur (Option)

Der Bereitschaftswert des Katalogs gilt nach EN 12897 und EN 15332 bei 45 K zwischen Speicher und Umgebung. Daraus folgt der Wärmeverlustkoeffizient:

HB=qV,24⋅100024⋅ΔTPr   (20)
HB – Wärmeverlustkoeffizient des Speichers [W/K]
qV,24 – Bereitschaftsverluste eines Tages [kWh/24 h]
1000 – Umrechnung kWh in Wh [Wh/kWh]
24 – Stunden je Tag [h]
ΔTPr – Prüftemperaturdifferenz [K], Konstante 45

Je Zone und Stunde verliert der Speicher, statt (9) und (10):

QV,i(t)=min⁡(HB⋅ai⋅max⁡(ϑi(t)−ϑRaum,0)1000,qi(t));QV(t)=∑iQV,i(t)   (21)
QV,i(t) – Bereitschaftsverlust der Zone i [kWh]
HB – Wärmeverlustkoeffizient aus (20) [W/K]
ai – Volumenanteil der Zone [–]; gleich große Zonen 1/N, ein Speicher ohne Schichtung 1
ϑi(t) – Temperatur der Zone aus (13) bzw. (22) [°C]
ϑRaum – Temperatur des Aufstellraums [°C]
qi(t) – Energie der Zone über dem Rücklauf [kWh]; eine Zone fällt nicht unter die Rücklauftemperatur
1000 – Umrechnung Wh in kWh [Wh/kWh]
QV(t) – Bereitschaftsverlust dieser Stunde, abgezogen vom Füllstand wie in (11) [kWh]

Ein leerer Speicher — alle Zonen auf Rücklauftemperatur — verliert damit nichts; ein voller verliert HB⋅(ϑVL−ϑRaum) und damit mehr als der Tageswert, sobald sein Vorlauf mehr als 45 K über dem Aufstellraum liegt. Ein Quellspeicher rechnet mit dem Tageswert.

Schritt 9 — Zonenanteile (Option)

Mit gepflegten Anteilen ai (von oben, Summe 1 innerhalb 0,001, eine Zahl je Zone) hat jede Zone ihre eigene Kapazität; (12), (13) und (17) rechnen mit ihr statt mit Qmax/N:

qmax,i=Qmax⋅ai;ϑi(t)=ϑRL+qi(t)qmax,i⋅(ϑVL−ϑRL)   (22)
qmax,i – Kapazität der Zone i [kWh]
Qmax – nutzbare Kapazität aus (1) [kWh]
ai – Volumenanteil der Zone [–]
ϑi(t) – Temperatur der Zone [°C]
qi(t) – Energie der Zone [kWh]
ϑVL, ϑRL – Vorlauf- und Rücklauftemperatur [°C]

Der Wärmeleitwert eines Zonenpaars folgt dem Abstand der beiden Zonenmitten; die Kappung (18) nimmt die kleinere der beiden Zonenkapazitäten:

ki=λeff⋅AqH⋅ai+ai+12⋅1000   (23)
ki – Wärmeleitwert des Zonenpaars i, i+1 [kWh/K]
λeff – effektive Wärmeleitfähigkeit [W/(m·K)]
Aq – Querschnittsfläche aus (15) [m²]
H – Behälterhöhe [m]
ai, ai+1 – Volumenanteile der beiden Zonen [–]
1000 – Umrechnung von W in kW [W/kW]

Die Mantelfläche einer Zone ist ihr Anteil an der Behälterhöhe, die Inversionsmischung gewichtet mit den Volumenanteilen, und eine Entnahme- oder Einspeisehöhe trifft die Zone, in deren Band sie liegt. Eine Angabe, deren Summe nicht 1 ergibt oder deren Zahl nicht zur Schichtenzahl passt, lehnt der Dialog benannt ab; der Lauf rechnet sie mit gleich großen Zonen und meldet es. Als Vorschlag für einen Kombispeicher setzt der Dialog vier Zonen mit 0,10 / 0,16 / 0,37 / 0,37 — Bereitschaftsteil, Übergang und zwei Heizungszonen, gegliedert wie die Standardaufteilung von prEN 15316-5, Anhang B; ein Planungsvorschlag, kein Normwert.

Schritt 10 — Frischwassermodul (Option)

Ein Frischwassermodul zapft das Brauchwasser über einen Übertrager aus der obersten Zone. Es braucht oben die Mindesttemperatur

ϑFWM=ϑZapf+ΔTFWM   (24)
ϑFWM – Mindesttemperatur oben [°C]
ϑZapf – Zapftemperatur des Brauchwassers [°C]
ΔTFWM – Grädigkeit des Frischwassermoduls [K]

Der Brauchwasserkanal entnimmt in dieser Stunde höchstens, solange ϑ0(t)≥ϑFWM gilt (sonst nichts außer dem Durchfluss):

QFWM(t)={∑i:ϑi(t)≥ϑFWMqi(t)N>1q0(t)−Qmax⋅ϑFWM−ϑRLϑVL−ϑRLN=1   (25)
QFWM(t) – Entnahmefähigkeit über das Frischwassermodul [kWh], zuzüglich des Durchflusses der Stunde
qi(t) – Energie der Zone [kWh]; gezählt werden die Zonen ab der Entnahmehöhe des Brauchwassers
ϑi(t) – Temperatur der Zone [°C]
ϑFWM – Mindesttemperatur aus (24) [°C]
Qmax – nutzbare Kapazität [kWh]
ϑVL, ϑRL – Vorlauf- und Rücklauftemperatur [°C]

Was der Speicher so nicht hergibt, bleibt im Brauchwasserkanal offen und geht an die nächste Stufe der Kaskade — Kessel, Heizstab oder ein weiterer Speicher; der Vergleich trägt den Zahlenrand der Betriebsschwellen. Das Laufprotokoll zählt die Stunden, in denen das Modul die Entnahme begrenzt hat. Ein Modul an einem Speicher ohne Brauchwasser wirkt nicht und wird gemeldet.

Schritt 11 — Kältespeicher

Ein Speicher mit der Verwendung „Kälte" speichert Kaltwasser für die Kältekaskade. Er rechnet auf demselben Füllstand wie jeder Puffer, nur gespiegelt gelesen: SOC(t) ist der Kältevorrat, kalt heißt geladen. Die nutzbare Kapazität folgt aus der Spreizung Rücklauf minus Vorlauf:

Qmax=V⋅cW⋅(ϑRL−ϑVL)1000   (26)
Qmax – nutzbarer Kältevorrat des Speichers [kWh]
V – Gesamtvolumen des Behälters [l]
cW – Wärmekapazität des Wassers [Wh/(l·K)], Konstante 1,16
ϑVL, ϑRL – Kaltwasser-Vorlauf (geladen) und Kaltwasser-Rücklauf (entladen) [°C]
1000 – Umrechnung von Wh in kWh [Wh/kWh]

Ist das Paar leer oder liegt der Rücklauf nicht über dem Vorlauf, rechnet der Speicher mit 6/12 °C und vermerkt den Rückfall. Ein Kältespeicher rechnet einschichtig, bedient allein den Kühlkanal und steht in keiner Lade- oder Entladeordnung der Wärme. Der Bereitschaftsverlust ist hier der Wärmeeintrag aus der Umgebung; er zehrt den Vorrat nach (9) bis (11).

Je Kältestunde gilt diese Reihenfolge: Ladewunsch der Kältespeicher, freie Kühlung, Entladung der Kältespeicher in den Kühlbedarf, Kälteerzeuger in ihrer Reihenfolge, Bereitschaftsverlust. Die Ladephase folgt der Hysterese (7), (8): Sie beginnt, wenn der Vorrat auf die Einschaltschwelle fällt — der Lauf beginnt mit leerem Speicher, also ladend —, und endet an der Abschaltschwelle. In der Ladephase wünscht der Speicher den Abstand bis zur Abschaltschwelle, begrenzt durch die Ladeleistungsgrenze; geladen wird mit der Kälte, die die Erzeuger über den Raumbedarf hinaus liefern. Entladen wird in jeder Stunde mit Vorrat, auch in der Ladephase. Rechnet der Lauf den Kühlvorlauf je Stunde, liegt er mit Kältespeicher nie über dessen Vorlauf.

Schritt 12 — Heizungspuffer im Anlagenangebot des geschlossenen Kreises

Im geschlossenen Kreis fragt das Gebäude je Stunde ab, was die Anlage liefern kann. Zu diesem Angebot zählt neben den Erzeugern, was die Heizungspuffer am Stundenbeginn hergeben — je Speicher, der den Heizkanal bedient, das Kleinste aus Füllstand, Restbudget der Entladeleistungsgrenze Pent,max, dem Vorrat über dem Mindestfüllstand und dem, was der Heizkanal nach Entnahmehöhe und Mindest-Nutztemperatur entnehmen kann. Die Abfrage verändert keinen Speicher. Fällt ein Erzeuger in einer Sperrstunde aus, füllt dieser Vorrat die Lücke; reicht er nicht, weist der Lauf den Rest als „Speicher leer" aus und zählt die Stunde. So überbrückt der Puffer die Sperrstunden einer Wärmepumpe. Mit der Anlagenkopplung Heizkreis oder Fahrplan rechnet der Anlagenfahrplan vorab ohne Ladezustand: Je zusammenhängendem Block von Sperrstunden darf die nutzbare Kapazität aller Heizungspuffer die Lücke füllen, gleich verteilt auf die Stunden des Blocks.

Ist eine Wärmepumpe mit der Einbindung „Puffer" an den Speicher angeschlossen, ist ihr Rücklauf die Temperatur der untersten Zone des Speichers am Stundenbeginn; auf der Ladeseite begrenzt ihre höchste zulässige Spreizung die Leistung. Die Mischung auf der Entladeseite wird nicht gerechnet — entnommen wird wie in Schritt 3. Die Einbindungen „direkt" und „Weiche" betreffen allein die Wärmepumpe und stehen auf der Seite Berechnung: Wärmepumpe.

Schritt 13 — Trinkwasserspeicher

Ein Speicher der Art „Trinkwasserspeicher" (Bedienung: Pufferspeicher) unterscheidet sich von den anderen Speicherarten in vier Punkten: Sein Rücklauf ist das Kaltwasser, das unten nachströmt; er liefert nur Wasser ab der Zapftemperatur abzüglich eines kleinen Bandes; er lädt höchstens mit der Leistung seines Wärmetauschers; und er verliert Wärme an der Haltetemperatur, gleichgültig wie voll er ist. Alle übrigen Schritte dieser Seite gelten unverändert. Die Regeln gelten für den Speicher, der den Brauchwasserkanal bedient; als Mitglied eines Parallelverbunds rechnet er mit der Haltetemperatur des Leitspeichers (Schritt 14).

Temperaturen und Kapazität. Die Haltetemperatur ϑH ist der Vorlauf der Projektkopie; ist er leer, gilt die Speichertemperatur des Projekts. Das Kaltwasser ϑKW ist die Kaltwassertemperatur der Kette des Projekts — Zapfprofil bzw. Warmwasserbedarf —, ohne Angabe 10 °C; der gespeicherte Rücklauf der Projektkopie wirkt nicht. Die Zapftemperatur ist die Nutztemperatur Brauchwasser der Projektkopie, leer die des Zapfprofils, sonst 60 °C. Liegt die Haltetemperatur nicht mindestens ΔTS,min über dem Kaltwasser, rechnet der Speicher mit 60/10 °C und meldet es im Simulationsprotokoll. Die nutzbare Kapazität folgt (1) mit diesen beiden Temperaturen:

Qmax=V⋅cW⋅(ϑH−ϑKW)1000   (27)
Qmax – nutzbare Kapazität des Trinkwasserspeichers [kWh]
V – Gesamtvolumen des Behälters [l]
cW – Wärmekapazität des Wassers [Wh/(l·K)], Konstante 1,16
ϑH, ϑKW – Haltetemperatur und Kaltwasser [°C]
1000 – Umrechnung von Wh in kWh [Wh/kWh]

Der Speicher rechnet mit mindestens zehn Zonen, auch bei geringerer Schichtenzahl in der Projektkopie: Er ist ein Verdrängungsspeicher, das Kaltwasser kommt von unten nach, die oberste Zone bleibt heiß. Die Zonentemperaturen folgen (22) mit ϑVL=ϑH und ϑRL=ϑKW.

Sperre unter der Zapftemperatur. Der Brauchwasserkanal entnimmt nur aus Zonen, die mindestens die Sperrgrenze halten:

ϑSperr=min⁡(ϑZapf−ε;ϑH−ε);QTWS(t)=∑i:ϑi(t)≥ϑSperrqi(t)   (28)
ϑSperr – Sperrgrenze des Brauchwasserkanals [°C]; nie unter dem Kaltwasser
ϑZapf – Zapftemperatur des Brauchwassers [°C]
ϑH – Haltetemperatur [°C]
ε – Zapfband [K], Konstante 2
QTWS(t) – Entnahmefähigkeit des Speichers in dieser Stunde [kWh], zuzüglich des Durchflusses der Stunde; gezählt werden die Zonen ab der Entnahmehöhe des Brauchwassers
ϑi(t), qi(t) – Temperatur und Energie der Zone i aus (22) [°C], [kWh]

Fällt die oberste Zone unter ϑZapf−ε, ist der Brauchwasserkanal des Speichers gesperrt: Der Bedarf geht an die nächste Stufe der Kaskade — Kessel, Heizstab oder ein weiterer Speicher —, bis der Speicher wieder geladen hat. Liegt die Haltetemperatur unter der Zapftemperatur, liefert der Speicher nie; der Lauf meldet das und rechnet weiter.

Ladung durch den Wärmetauscher. Je Stunde nimmt der Speicher höchstens die Leistung des Wärmetauschers auf, über alle ladenden Anlagen zusammen:

QLad(t)≤Plad,max⋅1h   (29)
QLad(t) – Ladung der Stunde über alle Lader [kWh]
Plad,max – Ladeleistungsgrenze der Projektkopie, im Dialog „Leistung des Wärmetauschers" [kW]; 0 = unbegrenzt, mit Hinweis im Simulationsprotokoll

Der Erzeuger lädt am Wärmetauscher mit einem Rücklauf, der um die Grädigkeit über der untersten Zone liegt, höchstens bei der Haltetemperatur:

ϑRL,Erz=min⁡(max⁡(ϑN−1(t);ϑKW)+ΔTWT;ϑH)   (30)
ϑRL,Erz – Rücklauftemperatur des Erzeugers am Ladewärmetauscher [°C]
ϑN−1(t) – Temperatur der untersten Zone am Stundenbeginn [°C]
ϑKW – Kaltwasser [°C]
ΔTWT – Grädigkeit des Wärmetauschers [K], Konstante 5
ϑH – Haltetemperatur als Obergrenze [°C]

Bereitschaftsverlust. Der Verlust bezieht sich auf die Haltetemperatur und hängt nicht vom Füllstand ab; er tritt an die Stelle von (9), (10) und (21). Mit HB aus (20):

QV(t)=min⁡(HB⋅max⁡(ϑH−ϑRaum,0)1000,SOC(t))   (31)
QV(t) – Bereitschaftsverlust dieser Stunde, abgezogen vom Füllstand wie in (11) [kWh]
HB – Wärmeverlustkoeffizient aus (20) [W/K]
ϑH – Haltetemperatur [°C]
ϑRaum – Temperatur des Aufstellraums [°C]
SOC(t) – Füllstand [kWh]; mehr als er hergibt, kann nicht verloren gehen
1000 – Umrechnung Wh in kWh [Wh/kWh]

Ein Katalogwert von 2 kWh/24 h bei 60 °C Haltetemperatur und 20 °C Aufstellraum ergibt so etwa 1,8 kWh je Tag, auch bei leerem Brauchwasserkanal. Der Weg „Bereitschaftsverlust nach Temperatur" (Schritt 8) gilt für den Trinkwasserspeicher nicht; ist er gepflegt, vermerkt das Simulationsprotokoll es.

Was ausgewiesen wird. Zu jedem Trinkwasserspeicher nennt das Simulationsergebnis neben den Größen der anderen Speicher die Stunden mit gesperrter Entnahme samt der gesperrten Entnahme in kWh je Jahr und die Stunden an der Ladegrenze des Wärmetauschers. Das Simulationsprotokoll nennt Haltetemperatur, Kaltwasser mit seiner Quelle, Zapftemperatur, Sperrgrenze, Zonenzahl und Kapazität.

Schritt 14 — Parallelverbund

Mehrere Pufferspeicher derselben Verwendung, die ein Erzeuger lädt, rechnen als ein gemeinsamer Vorrat mit einem einzigen Füllstand (Bedienung und Anlegen: Pufferspeicher: Parallelverbund). Der Schritt steht hinter dem Trinkwasserspeicher, weil er dessen Regeln voraussetzt und die Schritte 1 bis 13 unverändert auf den Vorrat anwendet: Es gibt keine eigene Gleichung für den Füllstand, nur eine andere Kapazität und einen anderen Bereitschaftsverlust.

Der Leitspeicher trägt den Vorrat. Der Verbund wird am Leitspeicher gerechnet, dem Speicher, den die Anlage auf Rang 1 ihrer Senkenliste mit einem Pufferziel lädt. An ihm stehen die Lader und die Ladereihenfolge, und nur er hat Einschaltschwelle, Abschaltschwelle, Mindestfüllstand, Entladepriorität, Verwendung und Temperaturpaar; die Mitglieder haben im Lauf keinen Rechenpfad und keine Ergebniszeile. Der Leitspeicher rechnet stets einschichtig (N=1): Eine Schichtebene entstünde aus dem Behälter eines Speichers, nicht aus der Summe mehrerer. Hat ein Leitspeicher mehr als eine Schicht gepflegt, setzt der Lauf sie auf 1 und meldet es im Simulationsprotokoll. Ein Verbund hat genau eine Nutzung: Alle Mitglieder tragen das Klassen-Set und die Bauform des Leitspeichers, ein Verbund aus Trinkwasserspeichern und Heizungs- oder Pufferspeichern ist nicht zulässig. Passt der Leitspeicher nicht zur Nutzung des Senkenziels und ist die Abweichung nicht bestätigt, rechnet der Lauf mit der Nutzung des Leitspeichers und warnt. Bestätigt wird die Abweichung im Dialog „Wärmesenke“ per Rückfrage; die Bestätigung erlischt, sobald Senkenziel oder Nutzung des Leitspeichers wechseln.

Kapazität und Bereitschaftsverlust. Jedes mitgerechnete Mitglied bringt sein eigenes Volumen und seinen eigenen Tageswert des Bereitschaftsverlusts mit, rechnet aber mit dem Temperaturpaar des Leitspeichers:

Qmax=∑k∈VVk⋅cW⋅(ϑVL−ϑRL)1000;qV,24=∑k∈VqV,24,k   (32)
V – Menge der mitgerechneten Speicher: der Leitspeicher und seine mitgerechneten Mitglieder
Qmax – nutzbare Kapazität des Vorrats [kWh], an die Stelle von (1) tretend
Vk – Gesamtvolumen des Behälters k [l]
cW – Wärmekapazität des Wassers [Wh/(l·K)], Konstante 1,16
ϑVL, ϑRL – Vorlauf- und Rücklauftemperatur des Leitspeichers [°C]; ohne Paar gilt ΔT0 wie in Schritt 1, mit Meldung am Leitspeicher
qV,24,k – Bereitschaftsverluste eines Tages des Behälters k aus dem Katalog [kWh/24 h]
qV,24 – Bereitschaftsverluste des Verbunds, in (2) und (20) eingesetzt [kWh/24 h]
1000 – Umrechnung von Wh in kWh [Wh/kWh]

Jeder Behälter verliert also für sich mit seinem Tageswert, und der Verbund verliert die Summe; verteilt wird der Verlust nach (9) und (10) über den gemeinsamen Füllstand. Bei Trinkwasserspeichern tritt in (32) die Haltetemperatur des Leitspeichers an die Stelle von ϑVL und das Kaltwasser des Projekts an die von ϑRL (Schritt 13); die Sperre hat allein der Leitspeicher. Ein Erzeuger lädt den Vorrat, als wäre er ein Behälter; Ladung und Entladung nach den Schritten 2 und 3 gelten für den gemeinsamen Füllstand.

Wer nicht mitgerechnet wird. Ein Mitglied zählt nicht zum Vorrat, und der Lauf meldet es als Warnung, wenn es

  • im Projekt fehlt oder zu einem anderen Projekt gehört,
  • eine andere Nutzung oder Bauform als der Leitspeicher trägt oder
  • als Wärmequelle einer Anlage dient, die diesen Verbund auf irgendeinem Rang ihrer Senkenliste lädt – eine Anlage entnähme sonst aus dem Vorrat, den sie selbst lädt.

Ein Speicher eines anderen Vorrats bleibt davon unberührt. Die Kapazitätszeile eines nicht mitgerechneten Mitglieds nennt den Grund.

Speicher des Verbunds als Wärmequelle. Leitspeicher und Mitglieder sind ein Vorrat. Eine Anlage, die den Verbund auf irgendeinem Rang ihrer Senkenliste lädt, kann keinen seiner Speicher als Quelle wählen. Als Quelle zählt ein Speicher nur, wenn die Quellart der Anlage „Pufferspeicher“ ist. Eine Anlage, die einen anderen Vorrat lädt, darf ein Mitglied als Quelle wählen: Das Mitglied bleibt im Verbund, und die Anlage entnimmt aus dem gemeinsamen Füllstand wie aus dem Leitspeicher.

Was ausgewiesen wird. Die Ergebnisse des Verbunds stehen in einer Zeile unter dem Namen des Leitspeichers; Kapazität, Ladung, Entladung, Verluste und Vollzyklen gelten für den ganzen Vorrat. Das Simulationsprotokoll nennt je Verbund die Kapazität des Leitspeichers, die der Mitglieder und die Gesamtkapazität.

Grenzen und Annahmen

  • Ein Energiebilanzmodell, kein Strömungsmodell. Im Speicher gibt es keine Massenströme, keine Rohrleitungen, keine Wärmeübertrager. Plad,max und Pent,max sind die einzige hydraulische Schranke, und sie sind Zahlen, keine Geometrie.
  • Ideale Einschichtung und ideale Verdrängung. Ein einströmender Strahl mischt nicht auf; in einem realen Speicher tut er das.
  • Zonenanteile sind Volumenanteile. Ohne Angabe sind die Zonen gleich groß; eine eingeströmte Menge mischt nicht mit der Eintrittszone.
  • Der Bereitschaftsverlust kennt zwei Wege. Der Tageswert (Vorgabe) teilt den Katalogwert durch 24 und gewichtet mit dem Füllstand; der Weg nach Temperatur (20), (21) rechnet mit der Prüftemperaturdifferenz von 45 K und einer festen Raumtemperatur — ohne Dämmstärke, Anschlussverluste oder Mantelgeometrie.
  • Ein Quellspeicher ist statisch, solange er nicht zugleich Senke eines Erzeugers ist: Erst ein geteilter Puffer bekommt eine stündliche Temperatur; ein eigenständiger Quellspeicher bleibt bei seiner festen Temperatur.
  • Der Durchfluss wird nicht in Schichten geführt. Er ist hydraulisch durchströmende Wärme und war nie Speicherinhalt; eine bei Vorlauftemperatur gekappte Temperatursumme (12) könnte ihn gar nicht darstellen.
  • Der Katalog führt nur sechs Gerätewerte. Vor- und Rücklauf, Schwellen, Schichten, Entnahmehöhen und Leistungsgrenzen entstehen erst in der Projektkopie und werden im Projektdialog gepflegt.
  • Kein interner Wärmeübertrager. Ein Übertrager zwischen Puffer und Kessel wird über die Entladeleistungsgrenze Pent,max abgebildet; seine Grädigkeit wirkt nicht.
  • Der Trinkwasserspeicher rechnet mit festen Werten. Die Leistung des Wärmetauschers gilt für die Stunde als Zahl, unabhängig von Temperaturen; Zapfspitzen innerhalb der Stunde und die Einschichtung des Kaltwassers sieht das Modell nicht, die Sperre prüft je Stunde die Temperatur der Zonen.
  • Ein Parallelverbund ist ein einziger Behälter. Die Mitglieder haben keine eigene Temperatur, keinen eigenen Füllstand und keine eigene Hydraulik; Durchmischung und Strömung zwischen den Behältern sieht das Modell nicht. Der Leitspeicher rechnet ohne Schichtung, der Vorrat hat ein Temperaturniveau, und alle Mitglieder tragen dieselbe Nutzung.
  • Das Frischwassermodul prüft eine Temperatur, keinen Durchfluss. (25) ist eine Bedingung je Stunde an die oberste Zone; Zapfspitzen innerhalb der Stunde und die Rücklaufeinschichtung des Moduls sieht das Modell nicht. Die thermische Desinfektion steht auf der Seite Berechnung: Brauchwasser.

Ergebnisse und wo sie stehen

  • Simulationsergebnis, Reiter „Wärmepumpe" — die Tabelle der Pufferspeicher (ein Parallelverbund steht als eine Zeile unter dem Namen seines Leitspeichers) mit Kapazität, Ladung, Entladung, Verlusten, Vollzyklen zV und Füllstand am Jahresende, darunter je Speicher mit Option die Zeilen „Bereitschaftsverlust nach Temperatur" und „Frischwassermodul – Stunden ohne ausreichende Puffertemperatur", bei einem Trinkwasserspeicher die Zeilen zur gesperrten Entnahme und zur Ladegrenze des Wärmetauschers (Schritt 13); ohne Wärmepumpe in der Kaskade gibt es diesen Reiter nicht.
  • Simulationsergebnis, Reiter „Ergebnis", Blatt „Wärmebedarfsdeckung" — Speicherladung und Speicherentladung im Stapel der Erzeuger, die Entladung den Erzeugern zugerechnet, die geladen haben; mit der Reihe „Überschuss: Speicherladung" steht die Ladung als Fläche über der Bedarfslinie, in der Ansicht „Monat" als Säulenteil; mit der Auswahl „Speicher:" die Ganglinie des Füllstands SOC(t).
  • Simulationsergebnis, Reiter „Wärmepumpe", Unterblatt „Speichertemperaturen" — je Speicher, der Senke eines Erzeugers ist, die Temperatur der obersten und der untersten Zone, ϑ0(t) und ϑN−1(t), über das Jahr; ohne Schichtung fallen beide zusammen.
  • Simulationskonfiguration — die Speicherkachel zeigt Kurzbilanz, Schwellenband, Schichtenzahl und nach dem Lauf das Jahresmittel der obersten Zone, das Hydraulikschema die Kanten zwischen Erzeugern, Speichern und Kanälen samt Ladepriorität.
  • Simulationsprotokoll — Rückfall ΔT0, wirkungslose Quellbezüge, Speicher ohne Lader, Wärmeverlustkoeffizient HB des Wegs nach Temperatur, abgelehnte Zonenanteile, Mindesttemperatur und Nachheizstunden des Frischwassermoduls, bei einem Parallelverbund die Kapazität des Leitspeichers, der Mitglieder und des Vorrats sowie jedes nicht mitgerechnete Mitglied mit Grund (Schritt 14), bei einem Trinkwasserspeicher Haltetemperatur, Kaltwasser, Sperrgrenze, Zonenzahl, Kapazität und die Stunden mit gesperrter Entnahme (Schritt 13).

Bezüge