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Programm Dokumentation/Berechnung/Heizkessel

Aus wiki.epos-plan.de


Was berechnet wird

Der Heizkessel ist die Spitzenlast- und Rückfallstufe der Wärmeversorgung. In jeder Stunde deckt er den Bedarf, der nach den vorgelagerten Erzeugern noch offen ist, und lädt — als letzter Lader der Kaskade — Pufferspeicher nach. Ergebnisgrößen sind die Nutzwärme (Direktdeckung plus Speicherladung), der Brennstoffverbrauch einschließlich der Stillstandsverluste, die Emissionen, der Jahresnutzungsgrad je Kessel, die Gasspitze und die verbleibende Restwärme.

Der Brennstoffverbrauch entsteht stündlich, nicht als Jahrespauschale: Läuft der Kessel in einer Stunde, folgt sein Verbrauch dem Wirkungsgrad; steht er, wird ihm der anteilige Bereitschaftsverlust angelastet.

Eingangsgrößen

Größe Einheit Herkunft im Programm
Offener Wärmebedarf je Kanal (Heizung, Brauchwasser, Prozess) kWh je Stunde Ergebnis der vorgelagerten Kaskadenstufen
Thermische Nennleistung kW Kesselkatalog, Feld „P thermisch"
Brennstoff (Energieträger) Kesselkatalog, Feld „Energieträger"; im Projekt änderbar über „Brennstoff Variante"
Wirkungsgrad Gas — bzw. % Kesselkatalog, Feld „Wirkungsgrad Gas"
Wirkungsgrad Öl — bzw. % Kesselkatalog, Feld „Wirkungsgrad Öl"
Betriebsbereitschaftsverlust % Kesselkatalog, Feld „Betriebsbereitschaftsverlust"
Emissionsfaktoren CO₂ bzw. SO₂, NOₓ, Staub g/kWh bzw. mg/kWh Emissionskatalog des Energieträgers — nicht der Kesselkatalog, siehe „Grenzen und Annahmen"
Vorlauf, Rücklauf °C Dialog „Heizkessel", Abschnitt „Modul", Felder „Vorlauf" und „Rücklauf" (nur für den Quellbezug aus einem Puffer)
Wärmesenken und Ladeaufträge Simulationskonfiguration, Karte des Kessels („Wärmesenke", „Pufferspeicher")
Ladepriorität 1…99 Simulationskonfiguration; Vorgabe 40 für den Heizkessel
Kaskadenplatz 1…4 Simulationskonfiguration, Kaskadenband

Formelzeichen und Parameter

Die Schreibweise ist die der ganzen Rubrik: t ist die Stunde des Jahres (1…8 760), Q eine Wärmemenge, P eine Leistung, ϑ eine Temperatur in Grad Celsius, η ein Wirkungsgrad. Weil eine Stunde lang ist, sind Leistung und Energie hier zahlengleich: 1 kW über eine Stunde ist 1 kWh. Umlaute stehen in den Formeln in ASCII-Umschrift — der Wirkungsgrad für flüssige Brennstoffe heißt dort ηOel.

Parameter

Eingaben, Katalogwerte, Vorgaben und Konstanten. Sie ändern sich innerhalb eines Laufs nicht.

Symbol Bedeutung Einheit Herkunft
Pnenn thermische Nennleistung des Kessels kW Kesselkatalog, Feld „P thermisch"
ηGas Wirkungsgrad bei gasförmigen und festen Brennstoffen Kesselkatalog, Feld „Wirkungsgrad Gas"; ein Wert > 1,5 gilt als Prozentangabe
ηOel Wirkungsgrad bei flüssigen Brennstoffen Kesselkatalog, Feld „Wirkungsgrad Öl"; ebenso
qB Betriebsbereitschaftsverlust, bezogen auf die Nennleistung Kesselkatalog, Feld „Betriebsbereitschaftsverlust"; ein Wert > 1,0 gilt als Prozentangabe
IDB Kennung des Brennstoffs Kesselkatalog, Feld „Energieträger"; im Projekt über „Brennstoff Variante" änderbar
fE Emissionsfaktor je Schadstoff (CO₂, SO₂, NOx, Staub) g/kWh (CO₂) bzw. mg/kWh Emissionskatalog des Energieträgers — nicht der Kesselkatalog
ϑVL Vorlauftemperatur des Kessels °C Dialog „Heizkessel", Abschnitt „Modul", Feld „Vorlauf"
ϑRL Rücklauftemperatur (Systemrücklauf) °C derselbe Abschnitt, Feld „Rücklauf"
η0 Wirkungsgrad, wenn der Katalog keinen brauchbaren führt Vorgabe: 0,90
sη Schwelle, ab der ein Wirkungsgrad als Prozentangabe gilt Konstante: 1,5 — Brennwertkessel erreichen Hi-bezogen rund 104 %
sq Schwelle, ab der ein Bereitschaftsverlust als Prozentangabe gilt Konstante: 1,0
sGas Schwelle des Gasverbrauchs, unter der die Gasspitze entfällt MWh Konstante: 0,1
ηa,max / ηa,neu obere Plausibilitätsgrenze des Jahresnutzungsgrads und der Wert, auf den gesetzt wird % Konstanten: 110 und 108
ηa,min untere Plausibilitätsgrenze des Jahresnutzungsgrads % Konstante: 1
Nmax größte Zahl Kessel je Projekt Stück Konstante: 10
r Ladepriorität des Kessels in der Ladeordnung Simulationskonfiguration; Vorgabe: 40 (Solarthermie 10, Wärmepumpe 20, BHKW 30)

Variablen

Größen, die der Lauf je Stunde oder je Kessel bildet.

Symbol Bedeutung Einheit berechnet in
t Stunde des Jahres, 1…8 760 Laufindex der Stundenschleife
Qoffen(t) offener Bedarf der eigenen Senkenkette kWh Eingang aus der Kaskade
Pverf(t) noch verfügbare Kesselleistung der Stunde kW Stundenschleife; zu Beginn Pnenn
Qdeck(t) in dieser Stunde direkt gedeckte Wärme kWh (3)
ϑQ(t) Temperatur des Quellpuffers an der Entnahmehöhe °C Pufferspeicher; bei geteiltem Puffer stündlich, sonst fest
a(t) Anteil der Nutzwärme, den der Quellpuffer beisteuert (4)
Qnutz(t) Wärme, die der Kessel an Kanal und Speicher abgibt kWh Summe über Bedarfsdeckung, Ladephase und Nachentladung
QPuffer(t) Entnahme aus dem Quellpuffer kWh (5)
QK(t) eigener, brennstoffbasierter Anteil der Abgabe kWh (6)
Qnutz,max(t) Obergrenze der Abgabe in dieser Stunde kWh (7)
QSp(t) Inhalt des Quellpuffers kWh Pufferspeicher (Eingang)
Qab(t) gesamte Abgabe des Kessels, einschließlich des Puffer-Anteils kWh Stundenschleife; entscheidet zwischen (10) und (11)
η Wirkungsgrad, mit dem diese Stunde rechnet (8) und (9)
QB(t) Brennstoffverbrauch der Stunde kWh (10) bzw. (11)
PGas,max Gasspitze des Projekts kW (12) und (13)
QGas,a Gasverbrauch des Projekts im Jahr MWh Jahressumme über die Gaskessel
QB,a Brennstoffverbrauch eines Kessels im Jahr, einschließlich Stillstand MWh Jahressumme über (10) und (11)
QK,a brennstoffbasierte Nutzwärme eines Kessels im Jahr MWh Jahressumme über (6)
mE Jahresemission je Schadstoff kg (14)
ηa Jahresnutzungsgrad des Kessels % (15) und (16)

Rechenweg

Gerechnet wird im festen Jahresraster von 8 760 Stunden; t ist in allen Gleichungen dieser Seite die laufende Stunde des Jahres und wird deshalb in den Legenden nicht wiederholt. Höchstens Nmax=10 Kessel je Projekt gehen in die Rechnung ein.

Schritt 1 — Kesseldaten auflösen

Je Kessel werden Nennleistung, Brennstoff, die beiden Wirkungsgrade und der Bereitschaftsverlust gelesen, dazu die Emissionsfaktoren seines Energieträgers aus dem Emissionskatalog — dieselbe Lesekette, aus der Wirtschaftlichkeit und Kennzahlen lesen: Projektwert → aktive Katalogzeile → Brennstoffkatalog → Energieträgerspalte, jeweils im Berechnungsmodus des Projekts (CO₂ oder CO₂-Äquivalent). Ist der Anlage kein Energieträger zugeordnet, gilt ersatzweise der Brennstoff des Geräts gegen den Brennstoffkatalog; das Laufprotokoll sagt es an. Zwei Werte werden dabei auf ihre Einheit geprüft:

η>sηη=η100(ηGasundηOel)   (1)
η – Wirkungsgrad des Kessels, wie ihn der Katalog führt [–]
sη – Schwelle, ab der ein Wirkungsgrad als Prozentangabe gilt [–], Konstante 1,5
ηGas, ηOel – die zwei Katalogwerte, für die die Prüfung gilt [–]
100 – Umrechnung von Prozent in einen Faktor [%]
qB>sqqB=qB100   (2)
qB – Betriebsbereitschaftsverlust, bezogen auf die Nennleistung [–]
sq – Schwelle, ab der ein Bereitschaftsverlust als Prozentangabe gilt [–], Konstante 1,0

Die Schwelle sη liegt bei 1,5 und nicht bei 1,0, weil Brennwertkessel auf den Heizwert bezogen bis rund 104 % erreichen — als Faktor 1,035 gespeichert wäre ein solcher Wert mit der Schwelle 1,0 auf 0,01 zerlegt worden. Für den Bereitschaftsverlust genügt sq=1,0.

Schritt 2 — Wärmeabgabe der Stunde

Zu Beginn jeder Stunde steht jedem Kessel seine volle Nennleistung zur Verfügung. Er deckt dann, solange Leistung übrig ist, den offenen Bedarf seiner Direktsenken — bei der Senkenart „beides" mit Warmwasservorrang:

Qdeck(t)=min(Pverf(t),Qoffen(t))   (3)
Qdeck(t) – in dieser Stunde direkt gedeckte Wärme [kWh]
Pverf(t) – noch verfügbare Kesselleistung der Stunde [kW]
Qoffen(t) – offener Bedarf der eigenen Senkenkette [kWh]

Ein Kessel ohne Direktsenke deckt hier nichts; er lädt ausschließlich. Danach lädt er in der Ladephase seine Pufferspeicher bis zu deren Abschaltschwelle — mit dem Vorgaberang r=40 ist er der letzte Lader der Kaskade, lädt also nur, was die anderen offen gelassen haben.

Schritt 3 — Wärmequelle Pufferspeicher (Kessel-Kaskade)

Ist dem Kessel ein Pufferspeicher als Wärmequelle zugeordnet, tritt dessen Temperatur an die Stelle des Systemrücklaufs. Der Kessel hebt dann nur noch den Rest an:

a(t)=min(max(ϑQ(t)ϑRLϑVLϑRL,0),1)   (4)
a(t) – Anteil der Nutzwärme, den der Quellpuffer beisteuert; auf 0…1 begrenzt [–]
ϑQ(t) – Temperatur des Quellpuffers an der Entnahmehöhe [°C]
ϑRL – Rücklauftemperatur des Systems [°C]
ϑVL – Vorlauftemperatur des Kessels [°C]
QPuffer(t)=a(t)Qnutz(t)   (5)
QPuffer(t) – Entnahme aus dem Quellpuffer [kWh]
a(t) – Anteil des Quellpuffers aus (4) [–]
Qnutz(t) – Wärme, die der Kessel an Kanal und Speicher abgibt [kWh]
QK(t)=Qnutz(t)QPuffer(t)   (6)
QK(t) – eigener, brennstoffbasierter Anteil der Abgabe [kWh]
Qnutz(t) – gesamte Abgabe an Kanal und Speicher [kWh]
QPuffer(t) – Anteil, den der Quellpuffer beisteuert [kWh]

Nur QK kostet Brennstoff. Die Nennleistung begrenzt dabei den eigenen Beitrag; die Wärme aus dem Puffer kommt obendrauf:

Qnutz,max(t)=min(Pnenn1a(t),Pnenn+QSp(t))   (7)
Qnutz,max(t) – Obergrenze der Abgabe in dieser Stunde [kWh]
Pnenn – thermische Nennleistung des Kessels [kW]
a(t) – Anteil des Quellpuffers aus (4) [–]
QSp(t) – Inhalt des Quellpuffers [kWh]

Liefert der Puffer weniger, springt der Brennstoff für den Fehlbetrag ein — die Abgabe an den Kanal bleibt dieselbe. Bei einem geteilten Quellpuffer (er ist zugleich Senke eines anderen Erzeugers) folgt ϑQ(t) stündlich dem Speicherzustand an der Entnahmehöhe; ein eigenständiger Quellspeicher bleibt bei seiner festen Temperatur.

Ohne Quellpuffer sind a(t) und QPuffer(t) exakt 0, damit ist QK=Qnutz, und die Rechnung ist die des einfachen Falls.

Schritt 4 — Brennstoffbilanz der Stunde

Sie läuft genau einmal je Stunde und Kessel, nach Bedarfsdeckung, Ladephase und Nachentladung. Erst dann steht fest, was der Kessel insgesamt abgegeben hat.

η={ηOel6IDB9oder18IDB22ηGassonst   (8)
η – Wirkungsgrad, mit dem diese Stunde rechnet [–]
ηOel – Wirkungsgrad bei flüssigen Brennstoffen [–]
IDB – Kennung des Brennstoffs [–]
ηGas – Wirkungsgrad bei gasförmigen und festen Brennstoffen [–]
η0η=η0=0,90   (9)
η – Wirkungsgrad, mit dem diese Stunde rechnet [–]
η0 – Wirkungsgrad, wenn der Katalog keinen brauchbaren führt [–], Vorgabe 0,90
Qab(t)>0QB(t)=QK(t)η   (10)
QB(t) – Brennstoffverbrauch der Stunde [kWh]
Qab(t) – gesamte Abgabe des Kessels, einschließlich des Puffer-Anteils [kWh]
QK(t) – brennstoffbasierter Anteil der Abgabe aus (6) [kWh]
η – Wirkungsgrad dieser Stunde aus (8) und (9) [–]
Qab(t)=0QB(t)=qBPnenn   (11)
QB(t) – Brennstoffverbrauch der Stunde, hier der Stillstandsverlust [kWh]
Qab(t) – Abgabe des Kessels; 0 heißt: der Kessel steht [kWh]
qB – Betriebsbereitschaftsverlust, bezogen auf die Nennleistung [–]
Pnenn – thermische Nennleistung des Kessels [kW]

Der Bereitschaftsverlust (11) genau einmal je Stunde zu buchen, ist die zentrale Bedingung: Fiele die Entscheidung je Kanal, entstünde er in einer Stunde zweimal, und der Jahresnutzungsgrad kippte entsprechend. Maßgeblich für „läuft der Kessel?" ist die Abgabe Qab, nicht der brennstoffbasierte Anteil QK — ein Kessel, der vorgewärmtes Wasser nur noch geringfügig anhebt, steht nicht still.

Bei Gaskesseln wird nebenher die Gasspitze mitgeführt: je Kessel der höchste Wert des Jahres, über alle Gaskessel aufsummiert.

PGas,max=Gaskesselmaxt(QK(t)η)   (12)
PGas,max – Gasspitze des Projekts [kW]
QK(t) – brennstoffbasierter Anteil der Abgabe aus (6) [kWh]
η – Wirkungsgrad dieser Stunde [–]
QGas,a<sGas=0,1MWhPGas,max=0   (13)
PGas,max – Gasspitze des Projekts [kW]
QGas,a – Gasverbrauch des Projekts im Jahr [MWh]
sGas – Schwelle, unter der die Gasspitze entfällt [MWh], Konstante 0,1

Schritt 5 — Jahresbilanz, Emissionen, Nutzungsgrad

Nutzwärme und Verbrauch werden je Kessel auf MWh umgerechnet. Der Verbrauch geht auf den Brennstoffzähler seiner Gruppe:

Zähler Brennstoff-Kennung IDB
Gas 1…5 und 14 (Biogas)
Öl 6…9 und 18…22
Koks 10
Kohle 11
Holz 12
Strom (Elektrowärme) 13 — der Verbrauch wird zusätzlich als Strombedarf geführt, die Kesselganglinie wird zur Stromganglinie
Pellets 15
Rapsöl 16
Tierische Fette 17
Sammelposten „Sonstige" alles Übrige, unter anderem 23 (Fernwärme), 24 (Sonstige Energieträger), 25 (Wasserstoff)

Die Emissionen folgen dem gemessenen Jahresverbrauch:

mE=QB,afE1000   (14)
mE – Jahresemission [t für CO₂, kg für SO₂, NOx und Staub]
QB,a – Brennstoffverbrauch des Kessels im Jahr [MWh]
fE – Emissionsfaktor des Energieträgers [g/kWh für CO₂, mg/kWh für die übrigen]
1000 – Umrechnung; derselbe Teiler für beide Fälle, weil sich die zwei Katalogeinheiten um genau diesen Faktor unterscheiden

Der Jahresnutzungsgrad wird aus den Jahressummen gebildet, nicht aus Volllastwerten. Im Zähler steht dabei die brennstoffbasierte Nutzwärme QK,a — bei einem Kessel mit Quellpuffer ist das weniger als seine Abgabe, denn der Puffer-Anteil hat ihn keinen Brennstoff gekostet:

ηa=QK,aQB,a100   (15)
ηa – Jahresnutzungsgrad des Kessels [%]
QK,a – brennstoffbasierte Nutzwärme des Kessels im Jahr [MWh]
QB,a – Brennstoffverbrauch des Kessels im Jahr, einschließlich Stillstand [MWh]
100 – Umrechnung des Verhältnisses in Prozent [%]
ηa>110ηa=108;ηa<1ηa=1   (16)
ηa – Jahresnutzungsgrad des Kessels [%]
ηa,max – obere Plausibilitätsgrenze [%], Konstante 110; darüber wird auf ηa,neu = 108 gesetzt
ηa,min – untere Plausibilitätsgrenze [%], Konstante 1

Stand der Kessel das ganze Jahr — QK,a=0 oder QB,a=0 —, ist ηa=0. QB,a enthält die Stillstandsstunden; deshalb liegt der Jahresnutzungsgrad unter dem Volllastwirkungsgrad des Katalogs, und zwar umso deutlicher, je kürzer der Kessel läuft.

Grenzen und Annahmen

  • Die fünf Emissionsspalten des Kesselkatalogs CO₂, SO₂, NOₓ, CO und Staub rechnen nicht mit. Sie lassen sich am Kessel pflegen, der Lauf holt die Faktoren fE aber aus dem Emissionskatalog des Energieträgers — dieselbe Quelle wie beim BHKW. Die fünf Spalten sind in beiden Katalogdialogen als „nur Anzeige" ausgewiesen (Herstellerangabe).
  • Der Faktor folgt dem Berechnungsmodus. Steht das Projekt auf „CO₂-Äquivalent", ist fE für CO₂ die gewichtete Summe der ausgewählten Emissionsarten (GWP₁₀₀) statt des reinen CO₂; SO₂, NOₓ und Staub bleiben in beiden Modi unverändert.
  • Kein CO in der Bilanz. Der Emissionsarten-Katalog führt keine Art „CO", und der Brennstoffkatalog hat keine CO-Spalte; die CO-Emission des Kessels ist deshalb immer 0.
  • Kein Teillastwirkungsgrad. η ist ein Wert je Brennstoffart, unabhängig von der Auslastung der Stunde. Ein modulierender Kessel wird damit nicht besser und nicht schlechter gerechnet als ein voll laufender.
  • Keine Taktung. An- und Abschalten innerhalb einer Stunde, Anfahr- und Abstrahlverluste über qB hinaus, Mindestlaufzeiten und Mindestpausen bildet das Modell nicht ab.
  • Der Bereitschaftsverlust hängt an der Nennleistung (11), nicht an der Kesseltemperatur und nicht am Speicherzustand.
  • Keine Brennwertrechnung als eigener Weg. Der Brennwertvorteil steckt im Wirkungsgrad des Katalogs — deshalb sind dort Werte über 100 % zulässig und beabsichtigt, und deshalb steht sη bei 1,5.
  • Keine hydraulische Grenze zwischen Quellpuffer und Kessel. Der Speicher hat eine Lade- und Entladeleistungsgrenze; einen eigenen Wärmeübertrager zwischen Puffer und Kessel kennt das Modell nicht. In (7) steht deshalb der Speicherinhalt und keine Übertragerleistung.
  • Höchstens zehn Kessel je Projekt.
  • Investitions-, Wartungs- und Brennstoffkosten sind Sache der Wirtschaftlichkeit, nicht des Laufs; der Lauf liefert ihr die Mengen.

Ergebnisse und wo sie stehen

  • Simulationsergebnis, Reiter „Heizkessel" — je Kessel Nutzwärme, Brennstoffverbrauch, Jahresnutzungsgrad ηa, Deckungsanteil und Emissionen; dazu die Ganglinie der Kesselleistung.
  • Simulationsergebnis, Reiter „Übersicht" — der Deckungsanteil des Kessels an der Jahreswärme und die verbleibende Restwärme.
  • Simulationsergebnis, Reiter „Wärmegang" — Direktdeckung und Speicherladung im Stapel der Erzeuger.
  • Simulationsprotokoll — nicht hinterlegte Kessel, wirkungslose Quellbezüge, Kessel zwischen zwei Erzeugern derselben Speicherstufe.
  • Bericht und Wirtschaftlichkeit — Brennstoffmengen, Gasspitze PGas,max und Emissionen gehen von hier in die Kosten- und CO₂-Rechnung.

Bezüge