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Programm Dokumentation/Berechnung/Brauchwasser: Unterschied zwischen den Versionen

Aus wiki.epos-plan.de
Korrektur: Absätze und Listen ohne harten Umbruch, Formeln als LaTeX
Sammel-Upload 10.10.2026 (#885)
 
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<!-- EPOS-Plan Hilferubrik Berechnung | Seite: Brauchwasser | Fassung 3 | Rechenkern:
<!-- EPOS-Plan Hilferubrik Berechnung | Seite: Brauchwasser | Fassung 4 | Rechenkern:
     EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/ProfilBedarf.cs, EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/SimulationWaermebedarf.cs,
     EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/ProfilBedarf.cs, EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/SimulationWaermebedarf.cs,
    EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/Desinfektion.cs, EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/Betriebskalenderschicht.cs,
     EPOS.Kern/Allgemein/BhkwPlan.cs, EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/Init.cs,
     EPOS.Kern/Allgemein/BhkwPlan.cs, EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/Init.cs,
     EPOS.Kern/Controller/BedarfsVorschauCtrl.cs, EPOS.Kern/Allgemein/Energieeinheit.cs -->
     EPOS.Kern/Controller/BedarfsVorschauCtrl.cs, EPOS.Kern/Allgemein/Energieeinheit.cs -->
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Der '''Brauchwasserwaermebedarf''' als Reihe von 8 760 Stundenwerten [kWh] — der zweite der drei Bedarfskanaele. Grundlage ist je Profil ein Satz aus '''zwoelf Monatswerten''' und einem '''Wochenprofil mit 168 Stundenwerten'''; daraus entsteht der Jahresgang.
Der '''Brauchwasserwaermebedarf''' als Reihe von 8 760 Stundenwerten [kWh] — der zweite der drei Bedarfskanaele. Grundlage ist je Profil ein Satz aus '''zwoelf Monatswerten''' und einem '''Wochenprofil mit 168 Stundenwerten'''; daraus entsteht der Jahresgang.


Ausgewiesen werden die Jahressumme und die zwoelf Monatssummen. Die Temperaturen des Trinkwassers, die Zirkulation und die Speicherverluste rechnet '''diese''' Seite nicht — sie stecken in den Katalogwerten bzw. gehoeren zum Pufferspeicher.
Ausgewiesen werden die Jahressumme und die zwoelf Monatssummen. Die Temperaturen des Trinkwassers und die Speicherverluste rechnet '''dieser''' Weg nicht — sie stecken in den Katalogwerten bzw. gehoeren zum Pufferspeicher. Eine '''Zirkulation''' rechnet er, wenn die Simulationskonfiguration Leistung und Laufzeit dafuer fuehrt (Schritt 5).
 
Diese Seite beschreibt den '''Bestandsweg''': Rechenweg ''Bestandsprofile'' im Bedarfsprofil-Dialog ''Brauchwasserwärme''. Steht dort der Rechenweg ''Zapfprofil'', entsteht die Reihe stattdessen im '''Zapfprofilgenerator''' aus den Nutzungszonen des Projekts — die Zapfenergie je Zone aus Tagesbedarf, Tagesgang, Wochen- und Monatsanteilen bzw. aus gezogenen Zapfereignissen, die '''Zirkulation''' als eigene Teilreihe daneben; beide zusammen bilden den Brauchwasserkanal, und die Bestandsprofile rechnen nicht mit. Der Kalender des Generators folgt dem Wochentagsraster der Klimaregion; ist eine Zone an ein Gebaeude gebunden, gelten dessen Wochenendtage und alle seine Ferienzeitraeume, und die Feiertage seines Feiertagslands (ohne Gebaeude die bundeseinheitlichen) tragen Sonntagsmenge und Sonntagsgang. Eingaben und Rechenweg des Generators beschreibt die Seite [[Programm Dokumentation/Brauchwasser-Zapfprofil|Brauchwasser-Zapfprofil]].


== Eingangsgrößen ==
== Eingangsgrößen ==
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| Jahressumme des Projekts || MWh || Dialog „Brauchwasserwärme", Feld „Jahresverbrauch"; leer oder 0 = Katalogwerte gelten unveraendert
| Jahressumme des Projekts || MWh || Dialog „Brauchwasserwärme", Feld „Jahresverbrauch"; leer oder 0 = Katalogwerte gelten unveraendert
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| Wochentag des 1. Januar || — || aus den Klimadaten der Projektregion abgeleitet
| Wochentag des 1. Januar || — || aus den Klimadaten der Projektregion abgeleitet; mit einer Spotpreisreihe mit Jahr der Kalender dieses Jahres
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| Thermische Desinfektion: Intervall, Stunde, Zieltemperatur, Volumen || d, h, °C, l || Simulationskonfiguration, Abschnitt „Thermische Desinfektion"; leer = 7 Tage, 2 Uhr, 70&nbsp;°C, Volumen der Brauchwasserspeicher
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| Speichersolltemperatur || °C || Zapfprofilgenerator, Feld „Speichertemperatur"; ohne sie 60&nbsp;°C
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| <math>1{,}163</math> || spezifische Waermekapazitaet von Wasser || Wh/(l·K) || Konstante
| <math>1{,}163</math> || spezifische Waermekapazitaet von Wasser || Wh/(l·K) || Konstante
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| <math>V_{\mathrm{D}}</math> || aufgeheiztes Volumen der Desinfektion || l || Simulationskonfiguration; leer = Summe der Speicher, die Brauchwasser führen
|-
| <math>\vartheta_{\mathrm{Ziel}}</math> || Zieltemperatur der Desinfektion || °C || Simulationskonfiguration; '''Vorgabe: 70'''
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| <math>\vartheta_{\mathrm{Soll}}</math> || Speichersolltemperatur des Brauchwassers || °C || Zapfprofilgenerator; '''Vorgabe: 60'''
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| <math>n_{\mathrm{D}}</math> || Intervall der Desinfektion || d || Simulationskonfiguration; '''Vorgabe: 7'''
|-
| <math>s_{\mathrm{D}}</math> || Stunde des Tages, in der sie läuft || h || Simulationskonfiguration; '''Vorgabe: 2'''
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| <math>k(m)</math> || Monatsfaktor der Typen ohne VDI-Jahresgang || — || (8)
| <math>k(m)</math> || Monatsfaktor der Typen ohne VDI-Jahresgang || — || (8)
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| <math>Q_{\mathrm{D}}</math> || Zusatzbedarf je Desinfektion || kWh || (9)
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| <math>Q_{\mathrm{D}}(t)</math> || Zusatzbedarf der Stunde t im Brauchwasserkanal || kWh || (10)
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| <math>d</math> || Tag des Jahres, <math>d = 0 \dots 364</math> || — || Zeitraster
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=== 1. Profile des Projekts sammeln ===
=== 1. Profile des Projekts sammeln ===


Der Lauf holt die Namen aller dem Projekt zugeordneten Brauchwasserprofile und rechnet sie '''nacheinander in denselben Zielvektor''' — die Stundenwerte addieren sich. Kopf- und Typdaten kommen dabei aus den '''Projektkopien''' der Kataloge, nicht aus dem Katalog selbst: Der Anwender darf ein uebernommenes Profil im Projekt aendern, ohne den Katalog zu beruehren.
Der Lauf holt alle dem Projekt zugeordneten Brauchwasserprofile '''ueber die ID ihrer Zuordnungszeile''' und rechnet sie '''nacheinander in denselben Zielvektor''' — die Stundenwerte addieren sich. Kopf- und Typdaten kommen dabei aus den '''Projektkopien''' der Kataloge, nicht aus dem Katalog selbst: Der Anwender darf ein uebernommenes Profil im Projekt aendern, ohne den Katalog zu beruehren. Weil die Zuordnung ueber die ID der Projektkopie laeuft, gelten Kopfsatz und gepflegte Jahressumme auch dann, wenn die Kopie anders heisst als der Katalogsatz.


Findet sich zu einem Namen kein Kopfsatz, geht das Profil mit '''Anteil 0''' ein und der Lauf meldet es. Fehlt der Typbezug ganz, bricht die Brauchwasserrechnung ab.
Findet sich zu einer Zuordnung kein Kopfsatz oder fehlt der Typbezug, geht das Profil mit '''Anteil 0''' ein und der Lauf meldet es; die uebrigen Profile rechnen vollstaendig.


=== 2. Jahressumme des Projekts einrechnen ===
=== 2. Jahressumme des Projekts einrechnen ===
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:: <math>Q_{\mathrm{M,Kat}}(m)</math> – Monatswert des Profils aus dem Katalog [MWh]
:: <math>Q_{\mathrm{M,Kat}}(m)</math> – Monatswert des Profils aus dem Katalog [MWh]
:: <math>Q_{\mathrm{a,Proj}}</math> – Jahressumme des Projekts; leer oder 0 = keine Skalierung [MWh]
:: <math>Q_{\mathrm{a,Proj}}</math> – Jahressumme des Projekts; leer oder 0 = keine Skalierung [MWh]
:: <math>Q_{\mathrm{a,Kat}}</math> – Summe der Katalog-Monatswerte nach (1) [MWh] Ohne eigene Jahressumme gilt <math>Q_{\mathrm{M}}(m) = Q_{\mathrm{M,Kat}}(m)</math>.
:: <math>Q_{\mathrm{a,Kat}}</math> – Summe der Katalog-Monatswerte nach (1) [MWh]
 
Ohne eigene Jahressumme gilt <math>Q_{\mathrm{M}}(m) = Q_{\mathrm{M,Kat}}(m)</math>.


Ist <math>Q_{\mathrm{a,Proj}}</math> gesetzt, <math>Q_{\mathrm{a,Kat}}</math> aber null, wird das Profil uebersprungen und gemeldet — (2) waere sonst <math>0 \cdot Q_{\mathrm{a,Proj}} / 0</math> und damit in allen zwoelf Monaten unbestimmt.
Ist <math>Q_{\mathrm{a,Proj}}</math> gesetzt, <math>Q_{\mathrm{a,Kat}}</math> aber null, wird das Profil uebersprungen und gemeldet — (2) waere sonst <math>0 \cdot Q_{\mathrm{a,Proj}} / 0</math> und damit in allen zwoelf Monaten unbestimmt.
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:: <math>w</math> – Wochentag des 1. Januar, 0 = Montag bis 6 = Sonntag [–]
:: <math>w</math> – Wochentag des 1. Januar, 0 = Montag bis 6 = Sonntag [–]
:: <math>24</math> – Stunden je Tag [h]
:: <math>24</math> – Stunden je Tag [h]
:: <math>168</math> – Stunden je Woche [h] Das Wochenprofil ist so gelesen, dass die Stunden 1 bis 24 der Montag sind und 145 bis 168 der Sonntag; im Index <math>j</math> von (3) sind das <math>j = 0 \dots 23</math> bzw. <math>j = 144 \dots 167</math>.
:: <math>168</math> – Stunden je Woche [h]
 
Das Wochenprofil ist so gelesen, dass die Stunden 1 bis 24 der Montag sind und 145 bis 168 der Sonntag; im Index <math>j</math> von (3) sind das <math>j = 0 \dots 23</math> bzw. <math>j = 144 \dots 167</math>.


Ein Wochenprofil, dessen 168 Werte in der Summe null sind, wird uebersprungen und gemeldet — der naechste Schritt teilte sonst durch null.
Ein Wochenprofil, dessen 168 Werte in der Summe null sind, wird uebersprungen und gemeldet — der naechste Schritt teilte sonst durch null.
Mit einem '''Betriebskalender''' an der Zuordnung (Auswahl im Bedarfsprofil-Dialog, gepflegt unter ''Betriebskalender'') wird <math>x(t)</math> vor der Normierung tageweise ersetzt: Ein '''Feiertag''' traegt die 24 Werte des Sonntags im Wochenprofil (<math>j = 144 \dots 167</math>), sofern der Kalender „Feiertag wie Sonntag" fuehrt; ein '''Ferientag''' traegt je Stunde <math>s</math> den Ferienfaktor <math>f</math> mal dem Tagesmittel des Wochenprofils, <math>f \cdot \frac{1}{7} \sum_{d=0}^{6} P_{\mathrm{W}}(24 d + s)</math>. Ferien gehen Feiertagen vor. Die Feiertage sind die neun bundeseinheitlichen und, mit gewaehltem Bundesland, die landesweiten Feiertage dieses Landes, nach festen Regeln in das Wochentagsraster des Projekts gelegt (siehe [[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmebedarf|Berechnung: Wärmebedarf]], Schritt 1). Normiert wird danach wie in (4) und (5): Die Monatsmenge bleibt erhalten und verteilt sich auf die uebrigen Tage. Mit „Ferien kuerzen die Monatsmenge" steht im Nenner von (5) statt <math>S(m)</math> die Monatssumme OHNE die Ferientage — die Menge des Monats sinkt dann im Verhaeltnis der Ferienstunden; Feiertage verteilen stets nur um. Ohne Kalender bleibt <math>x(t)</math>, wie es (3) bildet.


=== 4. Monatsweise auf die Monatswerte normieren ===
=== 4. Monatsweise auf die Monatswerte normieren ===
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:: <math>S(m)</math> – Monatssumme derselben Werte nach (4) [Skala von <math>P_{\mathrm{W}}</math>]
:: <math>S(m)</math> – Monatssumme derselben Werte nach (4) [Skala von <math>P_{\mathrm{W}}</math>]
:: <math>Q_{\mathrm{M}}(m)</math> – Monatswert nach (2) [MWh]
:: <math>Q_{\mathrm{M}}(m)</math> – Monatswert nach (2) [MWh]
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung MWh in kWh [kWh/MWh] Aus (5) folgt zweierlei, und beides ist wichtig zu wissen:
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung MWh in kWh [kWh/MWh]
 
Aus (5) folgt zweierlei, und beides ist wichtig zu wissen:


* '''Die Skala des Wochenprofils ist frei.''' Ob die 168 Werte in Prozent, in Litern oder in Kilowattstunden stehen, aendert am Ergebnis nichts — <math>x(t)</math> steht in (5) im Zaehler UND ueber <math>S(m)</math> im Nenner, es zaehlt also nur das Verhaeltnis der Werte zueinander. Der mitgelieferte Katalog fuehrt sie als Prozent des Wochenbedarfs (Summe der 168 Werte = 100).
* '''Die Skala des Wochenprofils ist frei.''' Ob die 168 Werte in Prozent, in Litern oder in Kilowattstunden stehen, aendert am Ergebnis nichts — <math>x(t)</math> steht in (5) im Zaehler UND ueber <math>S(m)</math> im Nenner, es zaehlt also nur das Verhaeltnis der Werte zueinander. Der mitgelieferte Katalog fuehrt sie als Prozent des Wochenbedarfs (Summe der 168 Werte = 100).
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:: <math>Q_{\mathrm{a}}</math> – ausgewiesene Jahresmenge des Kanals [MWh]
:: <math>Q_{\mathrm{a}}</math> – ausgewiesene Jahresmenge des Kanals [MWh]
:: <math>Q_{\mathrm{TWW}}(t)</math> – Brauchwasserbedarf der Stunde nach (5) [kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{TWW}}(t)</math> – Brauchwasserbedarf der Stunde nach (5) [kWh]
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung kWh in MWh [kWh/MWh] und zwar '''vor''' der Verteilung der Netzverluste. Der Stundenvektor bekommt seinen anteiligen Netzverlust danach dazu (siehe [[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmebedarf|Berechnung: Wärmebedarf]], Schritt 7 und Gleichung (21) dort) — die Waermepumpe rechnet mit dem Vektor, nicht mit der ausgewiesenen Menge.
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung kWh in MWh [kWh/MWh]
 
Diese Menge gilt '''vor''' der Verteilung der Netzverluste. Der Stundenvektor bekommt seinen anteiligen Netzverlust danach dazu (siehe [[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmebedarf|Berechnung: Wärmebedarf]], Schritt 7 und Gleichung (21) dort) — die Waermepumpe rechnet mit dem Vektor, nicht mit der ausgewiesenen Menge.
 
'''Zirkulation.''' Fuehrt die Simulationskonfiguration eine Zirkulationsleistung <math>P_{\mathrm{zirk}}</math> [kW] und eine Laufzeit <math>t_{\mathrm{Lauf}}</math> [h/d], kommt auf den Brauchwasserkanal eine eigene Teilreihe: in <math>t_{\mathrm{Lauf}}</math> zusammenhaengenden Stunden um die Tagesmitte der Zapfung die Leistung <math>P_{\mathrm{zirk}}</math>, sonst null; die Jahresmenge ist <math>P_{\mathrm{zirk}} \cdot t_{\mathrm{Lauf}} \cdot 365</math> — dieselbe Regel wie die Methode „manuell" des Zapfprofilgenerators. Ausgewiesen wird sie als „davon Zirkulation" neben dem Brauchwasser, das Monatsbild stapelt Zapfung und Zirkulation. Verteilverluste der Trinkwassererwaermung behandeln DIN EN 15316-3 und DIN V 18599-8, den Betrieb der Zirkulation DVGW W 551.


=== 6. Der mitgelieferte Katalog ===
=== 6. Der mitgelieferte Katalog ===
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:: <math>50</math> – Spreizung von 10 auf 60 °C [K]
:: <math>50</math> – Spreizung von 10 auf 60 °C [K]
:: <math>1{,}163</math> – spezifische Waermekapazitaet von Wasser [Wh/(l·K)]
:: <math>1{,}163</math> – spezifische Waermekapazitaet von Wasser [Wh/(l·K)]
:: <math>1\,000\,000</math> – Umrechnung Wh in MWh [Wh/MWh] (1,163 Wh/(l·K) ist die spezifische Waermekapazitaet von Wasser, 50 K die Spreizung von 10 auf 60 °C, der Teiler 1 000 000 rechnet Wh in MWh.) Die Richtwerte <math>V_{\mathrm{Z}}</math> des Katalogs stehen in der Parametertabelle.
:: <math>1\,000\,000</math> – Umrechnung Wh in MWh [Wh/MWh]
 
(1,163 Wh/(l·K) ist die spezifische Waermekapazitaet von Wasser, 50 K die Spreizung von 10 auf 60 °C, der Teiler 1 000 000 rechnet Wh in MWh.) Die Richtwerte <math>V_{\mathrm{Z}}</math> des Katalogs stehen in der Parametertabelle.


Fuer Hotel, Buero, Sportstaette und Schule gibt die VDI '''keinen''' Jahresgang vor. Dort bildet der Katalog ihn als
Fuer Hotel, Buero, Sportstaette und Schule gibt die VDI '''keinen''' Jahresgang vor. Dort bildet der Katalog ihn als
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:: <math>k(m)</math> – Monatsfaktor der Typen ohne VDI-Jahresgang [–]
:: <math>k(m)</math> – Monatsfaktor der Typen ohne VDI-Jahresgang [–]
:: <math>n(m)</math> – Nutzungsfaktor des Monats [–]
:: <math>n(m)</math> – Nutzungsfaktor des Monats [–]
:: <math>\kappa(m)</math> – Kaltwasserfaktor des Monats, 1,083 im Februar bis 0,917 im August [–] und normiert auf die unveraenderte Jahressumme. Der Kaltwasserfaktor <math>\kappa(m)</math> kommt aus einer gedaempften Waermewelle im Erdreich (Verlegetiefe 2,0 m, Temperaturleitfaehigkeit <math>0{,}8 \cdot 10^{-6}</math> m²/s, daraus Daempfungstiefe 2,83 m, Daempfung 0,494, Phasenverzug 41 Tage) und laeuft ueber das Jahr von 1,083 im Februar bis 0,917 im August. Die '''VDI-Typen bekommen diesen Faktor nicht''' — ihre Monatsprofile sind Messwerte des Waermebedarfs, in denen der Effekt schon steckt.
:: <math>\kappa(m)</math> – Kaltwasserfaktor des Monats, 1,083 im Februar bis 0,917 im August [–]
 
Der Monatsfaktor wird auf die unveraenderte Jahressumme normiert. Der Kaltwasserfaktor <math>\kappa(m)</math> kommt aus einer gedaempften Waermewelle im Erdreich (Verlegetiefe 2,0 m, Temperaturleitfaehigkeit <math>0{,}8 \cdot 10^{-6}</math> m²/s, daraus Daempfungstiefe 2,83 m, Daempfung 0,494, Phasenverzug 41 Tage) und laeuft ueber das Jahr von 1,083 im Februar bis 0,917 im August. Die '''VDI-Typen bekommen diesen Faktor nicht''' — ihre Monatsprofile sind Messwerte des Waermebedarfs, in denen der Effekt schon steckt.
 
=== 7. Thermische Desinfektion (Option) ===
 
Mit eingeschalteter Desinfektion heizt der Lauf den Brauchwasserspeicher in festen Abständen von der Speichersolltemperatur auf die Zieltemperatur. Ein Ereignis kostet
 
: <math>\displaystyle Q_{\mathrm{D}} = \frac{V_{\mathrm{D}} \cdot 1{,}163 \cdot \max\left( \vartheta_{\mathrm{Ziel}} - \vartheta_{\mathrm{Soll}} , 0 \right)}{1\,000}</math> &nbsp;&nbsp;(9)
:: <math>Q_{\mathrm{D}}</math> – Zusatzbedarf je Desinfektion [kWh]
:: <math>V_{\mathrm{D}}</math> – aufgeheiztes Volumen [l]
:: <math>1{,}163</math> – spezifische Wärmekapazität von Wasser [Wh/(l·K)], gleich 1,163 kWh/(m³·K)
:: <math>\vartheta_{\mathrm{Ziel}}</math> – Zieltemperatur [°C]
:: <math>\vartheta_{\mathrm{Soll}}</math> – Speichersolltemperatur [°C]
:: <math>1\,000</math> – Umrechnung Wh in kWh [Wh/kWh]
 
Der Zusatzbedarf steht als eigener Posten im Brauchwasserkanal — am Tag <math>d</math> in der Stunde <math>s_{\mathrm{D}}</math>, wenn <math>d + 1</math> ein Vielfaches des Intervalls ist:
 
: <math>\displaystyle Q_{\mathrm{D}}(t) = \begin{cases} Q_{\mathrm{D}} & t = 24 \cdot d + s_{\mathrm{D}} \; \mathrm{und} \; (d + 1) \; \operatorname{mod} \; n_{\mathrm{D}} = 0 \\ 0 & \mathrm{sonst} \end{cases}</math> &nbsp;&nbsp;(10)
:: <math>Q_{\mathrm{D}}(t)</math> – Zusatzbedarf der Stunde [kWh]
:: <math>Q_{\mathrm{D}}</math> – Zusatzbedarf je Ereignis aus (9) [kWh]
:: <math>d</math> – Tag des Jahres [–]
:: <math>s_{\mathrm{D}}</math> – Stunde des Tages [h]
:: <math>n_{\mathrm{D}}</math> – Intervall [d]
 
Alle sieben Tage sind das 52 Ereignisse im Jahr. Der Posten kommt nach den Netzverlusten in den Kanal — er ist ein Aufheizen des Speichers, kein Verteilverlust — und steht im Ergebnis als „davon thermische Desinfektion".
 
'''Wer ihn deckt.''' Der Zusatzbedarf sieht nur Stufen, die die Zieltemperatur erreichen: einen Heizkessel oder ein BHKW mit gepflegtem Vorlauf ab <math>\vartheta_{\mathrm{Ziel}}</math> (ohne gepflegten Vorlauf gilt die Anlage als fähig), eine Wärmepumpe, deren projektierte Kennlinie ihn erreicht, den Heizstab einer Wärmepumpe und einen Brauchwasserspeicher, dessen gepflegter Vorlauf ihn erreicht und den eine solche Anlage lädt. Vor jeder anderen Stufe — auch der Solarthermie — steht er zurück. Was keine Stufe deckt, deckt ein '''Zusatzstrom''' (elektrisch, Wirkungsgrad 1); er steht im Reststrom und als Warnung im Protokoll. Ohne Volumen oder mit <math>\vartheta_{\mathrm{Soll}} \ge \vartheta_{\mathrm{Ziel}}</math> entsteht kein Posten, auch das meldet das Protokoll. Den Rahmen setzt DVGW W 551.


== Grenzen und Annahmen ==
== Grenzen und Annahmen ==
{{Anker|grenzen}}
{{Anker|grenzen}}


* '''Kein Zapfmodell.''' Gerechnet werden Stundenmittelwerte, keine einzelnen Zapfungen. Gleichzeitigkeit, Spitzenzapfung und Bereitschaftsvolumen nach VDI 6002 sind damit '''nicht''' abgedeckt — die Auslegung eines Speichers ist eine andere Rechnung als dieser Bedarf.
* '''Auf dem Bestandsweg kein Zapfmodell.''' Gerechnet werden Stundenmittelwerte, keine einzelnen Zapfungen. Gleichzeitigkeit, Spitzenzapfung und Bereitschaftsvolumen nach VDI 6002 deckt dieser Weg '''nicht''' ab — einzelne Zapfereignisse und die Auslegung des Speichers rechnet der Zapfprofilgenerator (Rechenweg ''Zapfprofil'').
* '''Keine Temperaturen im Rechenweg.''' In (1) bis (6) kommt keine Temperatur vor: Der Bedarf kommt als Energiemenge herein. Trinkwarmwassertemperatur, Kaltwassertemperatur und Spreizung stecken in den Katalogwerten — sie stehen nur in (7), also in der HERLEITUNG der Monatswerte. Wer bei anderer Spreizung rechnet, aendert die Monatswerte.
* '''Keine Temperaturen im Rechenweg.''' In (1) bis (6) kommt keine Temperatur vor: Der Bedarf kommt als Energiemenge herein. Trinkwarmwassertemperatur, Kaltwassertemperatur und Spreizung stecken in den Katalogwerten — sie stehen nur in (7), also in der HERLEITUNG der Monatswerte. Wer bei anderer Spreizung rechnet, aendert die Monatswerte.
* '''Keine Zirkulationsverluste als eigener Posten.''' Sie sind entweder in den Katalogwerten enthalten oder ueber die Netzverluste abzubilden.
* '''Die Zirkulation des Bestandswegs ist eine feste Leistung.''' Sie haengt nicht an Temperatur, Leitungslaenge oder Zapfmenge; wer sie aus Leitungsdaten schaetzen will, nimmt den Zapfprofilgenerator mit seinen Methoden.
* '''Kein Legionellenbetrieb, keine Nachheizung''' als eigener Vorgang.
* '''Die thermische Desinfektion ist ein Energieposten.''' (9) und (10) rechnen das Aufheizen in einer Stunde ohne Zapfverhalten, Mehrverluste des heißeren Speichers und Zirkulationsspülung; die Prüfung der Stufen vergleicht den gepflegten Vorlauf, nicht den Betriebspunkt der Stunde.
* '''Der Wochengang ist starr.''' Dasselbe 168-Stunden-Muster <math>P_{\mathrm{W}}</math> gilt fuer alle 52 Wochen; Feiertage, Betriebsferien und Belegungsschwankungen bildet allein der Monatswert <math>Q_{\mathrm{M}}(m)</math> ab.
* '''Der Wochengang ist ein Muster.''' Dasselbe 168-Stunden-Muster <math>P_{\mathrm{W}}</math> gilt fuer alle 52 Wochen; Feiertage und Betriebsferien legt ein Betriebskalender darauf, Belegungsschwankungen bildet der Monatswert <math>Q_{\mathrm{M}}(m)</math> ab.
* '''Die Monatsnormierung glaettet.''' Wegen (4) und (5) verschiebt der Kalender innerhalb eines Monats nur die Verteilung; die Monatsmenge bleibt, unabhaengig davon, wie viele Wochenenden im Monat liegen.
* '''Die Monatsnormierung glaettet.''' Wegen (4) und (5) verschiebt der Kalender innerhalb eines Monats nur die Verteilung; die Monatsmenge bleibt, unabhaengig davon, wie viele Wochenenden im Monat liegen.
* '''EINE Einheit fuer beide Wege.''' Die Brauchwassermenge steht nach (6) in MWh — im '''Lauf''' wie in der '''Vorschau''' der Bedarfsdialoge. Beide Wege gehen durch dieselbe Kernmethode, und die Anzeige rechnet nur noch von MWh auf die gewaehlte Anzeigeeinheit um.
* '''EINE Einheit fuer beide Wege.''' Die Brauchwassermenge steht nach (6) in MWh — im '''Lauf''' wie in der '''Vorschau''' der Bedarfsdialoge. Beide Wege gehen durch dieselbe Kernmethode, und die Anzeige rechnet nur noch von MWh auf die gewaehlte Anzeigeeinheit um.
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* '''Dialog „Brauchwasserwärme"''', Knopf „Simulation…" — Jahresmenge und die zwoelf Monatswerte der ausgewaehlten Profile, dazu der monatliche Verlauf.
* '''Dialog „Brauchwasserwärme"''', Knopf „Simulation…" — Jahresmenge und die zwoelf Monatswerte der ausgewaehlten Profile, dazu der monatliche Verlauf.
* '''Simulationsergebnis''', Reiter „Wärme-/Strombedarf" — der Brauchwasseranteil im Jahresbedarf.
* '''Simulationsergebnis''', Reiter „Wärme-/Strombedarf" — der Brauchwasseranteil im Jahresbedarf, mit Desinfektion die Zeile „davon thermische Desinfektion".
* '''Bericht''' — Bedarfsuebersicht.
* '''Bericht''' — Bedarfsuebersicht, mit Desinfektion die Zeile „Thermische Desinfektion" (Intervall, Stunde, Volumen, Zieltemperatur, Jahresmenge).
* '''Laufprotokoll der Desinfektion''' — Ereignisse, Volumen, Temperaturen und Jahresmenge, wer sie gedeckt hat, und ein Zusatzstrom.
* '''Laufprotokoll''' — uebersprungene Profile (kein Kopfsatz, kein Wochenprofil, Monatssumme null, Typ nicht definiert).
* '''Laufprotokoll''' — uebersprungene Profile (kein Kopfsatz, kein Wochenprofil, Monatssumme null, Typ nicht definiert).


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* [[Programm Dokumentation/Brauchwasser|Brauchwasser]] — Bedienung des Dialogs und Katalogpflege
* [[Programm Dokumentation/Brauchwasser|Brauchwasser]] — Bedienung des Dialogs und Katalogpflege
* [[Programm Dokumentation/Brauchwasser-Zapfprofil|Brauchwasser-Zapfprofil]] — der Rechenweg ''Zapfprofil'': Nutzungszonen, Zirkulation, Auslegung
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmebedarf|Berechnung: Wärmebedarf]] — wie der Kanal in den Gesamtbedarf eingeht
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmebedarf|Berechnung: Wärmebedarf]] — wie der Kanal in den Gesamtbedarf eingeht
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Prozesswärme|Berechnung: Prozesswärme]] — dieselbe Profilroutine
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Prozesswärme|Berechnung: Prozesswärme]] — dieselbe Profilroutine
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Strombedarf|Berechnung: Strombedarf]] — dieselbe Profilroutine
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Strombedarf|Berechnung: Strombedarf]] — dieselbe Profilroutine
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Pufferspeicher|Berechnung: Pufferspeicher]] — Speicherung und Bereitschaftsverluste
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Pufferspeicher|Berechnung: Pufferspeicher]] — Speicherung und Bereitschaftsverluste

Aktuelle Version vom 10. Oktober 2026, 12:11 Uhr


Was berechnet wird

Der Brauchwasserwaermebedarf als Reihe von 8 760 Stundenwerten [kWh] — der zweite der drei Bedarfskanaele. Grundlage ist je Profil ein Satz aus zwoelf Monatswerten und einem Wochenprofil mit 168 Stundenwerten; daraus entsteht der Jahresgang.

Ausgewiesen werden die Jahressumme und die zwoelf Monatssummen. Die Temperaturen des Trinkwassers und die Speicherverluste rechnet dieser Weg nicht — sie stecken in den Katalogwerten bzw. gehoeren zum Pufferspeicher. Eine Zirkulation rechnet er, wenn die Simulationskonfiguration Leistung und Laufzeit dafuer fuehrt (Schritt 5).

Diese Seite beschreibt den Bestandsweg: Rechenweg Bestandsprofile im Bedarfsprofil-Dialog Brauchwasserwärme. Steht dort der Rechenweg Zapfprofil, entsteht die Reihe stattdessen im Zapfprofilgenerator aus den Nutzungszonen des Projekts — die Zapfenergie je Zone aus Tagesbedarf, Tagesgang, Wochen- und Monatsanteilen bzw. aus gezogenen Zapfereignissen, die Zirkulation als eigene Teilreihe daneben; beide zusammen bilden den Brauchwasserkanal, und die Bestandsprofile rechnen nicht mit. Der Kalender des Generators folgt dem Wochentagsraster der Klimaregion; ist eine Zone an ein Gebaeude gebunden, gelten dessen Wochenendtage und alle seine Ferienzeitraeume, und die Feiertage seines Feiertagslands (ohne Gebaeude die bundeseinheitlichen) tragen Sonntagsmenge und Sonntagsgang. Eingaben und Rechenweg des Generators beschreibt die Seite Brauchwasser-Zapfprofil.

Eingangsgrößen

Groesse Einheit Herkunft im Programm
Brauchwasserprofile des Projekts — Dialog „Brauchwasserwärme", Liste „Ausgewählt im Projekt"
Zwoelf Monatswerte je Profil MWh je Bezugseinheit Brauchwasserkatalog (Kopfsatz des Profils)
Typbezug des Profils — Kopfsatz des Profils, Feld „Typ"
Wochenprofil, 168 Stundenwerte beliebige Skala Brauchwassertyp-Katalog, Reiter „Wochenwerte"
Jahressumme des Projekts MWh Dialog „Brauchwasserwärme", Feld „Jahresverbrauch"; leer oder 0 = Katalogwerte gelten unveraendert
Wochentag des 1. Januar — aus den Klimadaten der Projektregion abgeleitet; mit einer Spotpreisreihe mit Jahr der Kalender dieses Jahres
Thermische Desinfektion: Intervall, Stunde, Zieltemperatur, Volumen d, h, °C, l Simulationskonfiguration, Abschnitt „Thermische Desinfektion"; leer = 7 Tage, 2 Uhr, 70 °C, Volumen der Brauchwasserspeicher
Speichersolltemperatur °C Zapfprofilgenerator, Feld „Speichertemperatur"; ohne sie 60 °C

Formelzeichen und Parameter

Parameter

Was in die Rechnung hereinkommt:

Symbol Bedeutung Einheit Herkunft
t Stunde des Jahres, t=0…8759 — Zeitraster (Konstante: 8 760 Stunden je Jahr)
m Monat, m=1…12 — Zeitraster (Konstante: zwoelf Monatsgrenzen eines Nicht-Schaltjahres)
j Stunde der Woche, j=0…167 — Zeitraster (Konstante: 168 Wochenstunden)
w Wochentag des 1. Januar, w=0 (Montag) … 6 (Sonntag) — aus den Klimadaten abgeleitet, siehe Berechnung: Wärmebedarf, Gleichung (1)
PW(j) Wochenprofil, 168 Stundenwerte beliebige Skala Brauchwassertyp-Katalog, Reiter „Wochenwerte"
QM,Kat(m) Monatswert m des Profils MWh Brauchwasserkatalog, Kopfsatz, Felder Monat_1 … Monat_12
Qa,Proj Jahressumme des Projekts MWh Dialog „Brauchwasserwärme", Feld „Jahresverbrauch"; leer oder 0 = keine Skalierung
VZ spezifische Zapfmenge je Bezugseinheit und Tag l/(Einheit·d) Richtwerte des Katalogs (Wohnen gross 28, Studentenwohnheim 37, Seniorenheim 36, Krankenhaus 38, MFH und EFH 35, Hotel 60 je Zimmer, Pflegeheim 50 je Bett, Buero 8, Sportstaette 30, Schule 5)
n(m) Nutzungsfaktor des Monats (nur fuer Typen ohne VDI-Jahresgang) — Katalogherleitung
κ(m) Kaltwasserfaktor des Monats, 1,083 im Februar bis 0,917 im August — Katalogherleitung: gedaempfte Waermewelle im Erdreich (Verlegetiefe 2,0 m, Temperaturleitfaehigkeit 0,8⋅10−6 m²/s, Daempfungstiefe 2,83 m, Daempfung 0,494, Phasenverzug 41 Tage)
1000 Umrechnung MWh in kWh kWh/MWh Konstante
365 Tage je Jahr d/a Konstante
50 Spreizung von 10 auf 60 °C K Konstante des Katalogbezugs
1,163 spezifische Waermekapazitaet von Wasser Wh/(l·K) Konstante
VD aufgeheiztes Volumen der Desinfektion l Simulationskonfiguration; leer = Summe der Speicher, die Brauchwasser führen
ϑZiel Zieltemperatur der Desinfektion °C Simulationskonfiguration; Vorgabe: 70
ϑSoll Speichersolltemperatur des Brauchwassers °C Zapfprofilgenerator; Vorgabe: 60
nD Intervall der Desinfektion d Simulationskonfiguration; Vorgabe: 7
sD Stunde des Tages, in der sie läuft h Simulationskonfiguration; Vorgabe: 2

Variablen

Was die Rechnung selbst bildet:

Symbol Bedeutung Einheit berechnet in
Qa,Kat Summe der zwoelf Katalog-Monatswerte MWh (1)
QM(m) Monatswert nach der Skalierung auf die Projektsumme MWh (2)
x(t) gekachelter Wochenprofilwert der Stunde t, noch ohne Energiemass Skala von PW (3)
S(m) Summe der gekachelten Werte innerhalb des Monats m Skala von PW (4)
QTWW(t) Brauchwasserbedarf der Stunde t kWh (5)
Qa ausgewiesene Jahresmenge des Kanals MWh (6)
Qa,spez Jahresmenge je Bezugseinheit aus der Zapfmenge MWh/a (7)
k(m) Monatsfaktor der Typen ohne VDI-Jahresgang — (8)
QD Zusatzbedarf je Desinfektion kWh (9)
QD(t) Zusatzbedarf der Stunde t im Brauchwasserkanal kWh (10)
d Tag des Jahres, d=0…364 — Zeitraster

Rechenweg

1. Profile des Projekts sammeln

Der Lauf holt alle dem Projekt zugeordneten Brauchwasserprofile ueber die ID ihrer Zuordnungszeile und rechnet sie nacheinander in denselben Zielvektor — die Stundenwerte addieren sich. Kopf- und Typdaten kommen dabei aus den Projektkopien der Kataloge, nicht aus dem Katalog selbst: Der Anwender darf ein uebernommenes Profil im Projekt aendern, ohne den Katalog zu beruehren. Weil die Zuordnung ueber die ID der Projektkopie laeuft, gelten Kopfsatz und gepflegte Jahressumme auch dann, wenn die Kopie anders heisst als der Katalogsatz.

Findet sich zu einer Zuordnung kein Kopfsatz oder fehlt der Typbezug, geht das Profil mit Anteil 0 ein und der Lauf meldet es; die uebrigen Profile rechnen vollstaendig.

2. Jahressumme des Projekts einrechnen

Hat der Anwender im Projekt eine eigene Jahressumme hinterlegt, werden die zwoelf Monatswerte linear darauf skaliert:

Qa,Kat=∑m=112QM,Kat(m)   (1)
Qa,Kat – Summe der zwoelf Katalog-Monatswerte [MWh]
QM,Kat(m) – Monatswert des Profils, wie er im Katalog steht [MWh]
m – Monat, 1 bis 12 [–]
QM(m)=QM,Kat(m)⋅Qa,ProjQa,Kat,Qa,Proj>0   (2)
QM(m) – Monatswert nach der Skalierung auf die Projektsumme [MWh]
QM,Kat(m) – Monatswert des Profils aus dem Katalog [MWh]
Qa,Proj – Jahressumme des Projekts; leer oder 0 = keine Skalierung [MWh]
Qa,Kat – Summe der Katalog-Monatswerte nach (1) [MWh]

Ohne eigene Jahressumme gilt QM(m)=QM,Kat(m).

Ist Qa,Proj gesetzt, Qa,Kat aber null, wird das Profil uebersprungen und gemeldet — (2) waere sonst 0⋅Qa,Proj/0 und damit in allen zwoelf Monaten unbestimmt.

Die Verteilung bleibt dabei unveraendert; die Jahressumme aendert nur die Hoehe.

3. Wochenprofil auf das Jahr kacheln

Das 168-Stunden-Profil wird ab dem tatsaechlichen Wochentag des 1. Januar fortlaufend ueber das Jahr gelegt:

x(t)=PW((w⋅24+t) mod⁡ 168),t=0…8759   (3)
x(t) – gekachelter Wochenprofilwert der Stunde, noch ohne Energiemass [Skala von PW]
PW(j) – Wochenprofil, 168 Stundenwerte [beliebige Skala]
w – Wochentag des 1. Januar, 0 = Montag bis 6 = Sonntag [–]
24 – Stunden je Tag [h]
168 – Stunden je Woche [h]

Das Wochenprofil ist so gelesen, dass die Stunden 1 bis 24 der Montag sind und 145 bis 168 der Sonntag; im Index j von (3) sind das j=0…23 bzw. j=144…167.

Ein Wochenprofil, dessen 168 Werte in der Summe null sind, wird uebersprungen und gemeldet — der naechste Schritt teilte sonst durch null.

Mit einem Betriebskalender an der Zuordnung (Auswahl im Bedarfsprofil-Dialog, gepflegt unter Betriebskalender) wird x(t) vor der Normierung tageweise ersetzt: Ein Feiertag traegt die 24 Werte des Sonntags im Wochenprofil (j=144…167), sofern der Kalender „Feiertag wie Sonntag" fuehrt; ein Ferientag traegt je Stunde s den Ferienfaktor f mal dem Tagesmittel des Wochenprofils, f⋅17∑d=06PW(24d+s). Ferien gehen Feiertagen vor. Die Feiertage sind die neun bundeseinheitlichen und, mit gewaehltem Bundesland, die landesweiten Feiertage dieses Landes, nach festen Regeln in das Wochentagsraster des Projekts gelegt (siehe Berechnung: Wärmebedarf, Schritt 1). Normiert wird danach wie in (4) und (5): Die Monatsmenge bleibt erhalten und verteilt sich auf die uebrigen Tage. Mit „Ferien kuerzen die Monatsmenge" steht im Nenner von (5) statt S(m) die Monatssumme OHNE die Ferientage — die Menge des Monats sinkt dann im Verhaeltnis der Ferienstunden; Feiertage verteilen stets nur um. Ohne Kalender bleibt x(t), wie es (3) bildet.

4. Monatsweise auf die Monatswerte normieren

Erst dieser Schritt macht aus der Form eine Energiemenge:

S(m)=∑t∈Monatmx(t)   (4)
S(m) – Summe der gekachelten Werte innerhalb des Monats [Skala von PW]
x(t) – gekachelter Wochenprofilwert nach (3) [Skala von PW]
m – Monat, 1 bis 12; die Monatsgrenzen sind die eines Nicht-Schaltjahres [–]
QTWW(t)=x(t)S(m)⋅QM(m)⋅1000,t∈Monatm   (5)
QTWW(t) – Brauchwasserbedarf der Stunde [kWh]
x(t) – gekachelter Wochenprofilwert nach (3) [Skala von PW]
S(m) – Monatssumme derselben Werte nach (4) [Skala von PW]
QM(m) – Monatswert nach (2) [MWh]
1000 – Umrechnung MWh in kWh [kWh/MWh]

Aus (5) folgt zweierlei, und beides ist wichtig zu wissen:

  • Die Skala des Wochenprofils ist frei. Ob die 168 Werte in Prozent, in Litern oder in Kilowattstunden stehen, aendert am Ergebnis nichts — x(t) steht in (5) im Zaehler UND ueber S(m) im Nenner, es zaehlt also nur das Verhaeltnis der Werte zueinander. Der mitgelieferte Katalog fuehrt sie als Prozent des Wochenbedarfs (Summe der 168 Werte = 100).
  • Die Monatswerte bestimmen allein die Energiemenge. Der Faktor 1 000 rechnet die Monatswerte von MWh in kWh.

Die Monatsgrenzen sind Stundenindizes eines Nicht-Schaltjahres (Januar 0…743, Februar 744…1415 und so fort bis Dezember 8016…8759).

5. In den Kanal und in die Bilanz

Der fertige Vektor geht in den Brauchwasserkanal. Ausgewiesen wird die Jahresmenge als

Qa=∑t=08759QTWW(t)1000   (6)
Qa – ausgewiesene Jahresmenge des Kanals [MWh]
QTWW(t) – Brauchwasserbedarf der Stunde nach (5) [kWh]
1000 – Umrechnung kWh in MWh [kWh/MWh]

Diese Menge gilt vor der Verteilung der Netzverluste. Der Stundenvektor bekommt seinen anteiligen Netzverlust danach dazu (siehe Berechnung: Wärmebedarf, Schritt 7 und Gleichung (21) dort) — die Waermepumpe rechnet mit dem Vektor, nicht mit der ausgewiesenen Menge.

Zirkulation. Fuehrt die Simulationskonfiguration eine Zirkulationsleistung Pzirk [kW] und eine Laufzeit tLauf [h/d], kommt auf den Brauchwasserkanal eine eigene Teilreihe: in tLauf zusammenhaengenden Stunden um die Tagesmitte der Zapfung die Leistung Pzirk, sonst null; die Jahresmenge ist Pzirk⋅tLauf⋅365 — dieselbe Regel wie die Methode „manuell" des Zapfprofilgenerators. Ausgewiesen wird sie als „davon Zirkulation" neben dem Brauchwasser, das Monatsbild stapelt Zapfung und Zirkulation. Verteilverluste der Trinkwassererwaermung behandeln DIN EN 15316-3 und DIN V 18599-8, den Betrieb der Zirkulation DVGW W 551.

6. Der mitgelieferte Katalog

Der Auslieferungskatalog fuehrt 11 Wochen-Stundenprofile und 13 Monatswertsaetze. Vier davon sind Normdaten aus VDI 6002 Blatt 1 und 2 und deshalb schreibgeschuetzt:

  • Wohnen gross (VDI 6002 Blatt 1, Anhang D — Bilder D1 bis D5),
  • Studentenwohnheim (VDI 6002 Blatt 2, Tabelle 3 und Bilder 2/3),
  • Seniorenheim (VDI 6002 Blatt 2, Bilder 6/8/9),
  • Krankenhaus (VDI 6002 Blatt 2, Bild 10; der Jahresgang folgt dem Seniorenheim).

Die uebrigen sieben — MFH Wohnen, EFH Wohnen, Hotel (in drei Jahresgangvarianten), Pflegeheim, Buero/Verwaltung, Sportstaette/Duschen, Schule — sind generische Profile des Hauses und frei aenderbar.

Ein schreibgeschuetzter Satz traegt in der Verwaltung ein Schloss. Wer ihn anpassen will, dupliziert ihn (Duplizieren…) oder hebt sein Schloss auf (Schloss aufheben… in der Leiste ueber dem Stammblatt, nach einer Rueckfrage); danach gelten seine Werte als eigene, und ein Programm-Update stellt die ausgelieferten nicht wieder her. Umgekehrt sperrt Schloss setzen… einen eigenen Satz als Auslieferungssatz, ohne seine Werte anzutasten. Das Wochen-Stundenprofil gehoert zum Typ und behaelt dessen eigenes Schloss.

Die Monatswerte beziehen sich auf 60/10 °C und eine Bezugseinheit (Person, Bett, Zimmer, Nutzer). Der Zusammenhang zum spezifischen Bedarf lautet

Qa,spez=VZ⋅365⋅50⋅1,1631000000   (7)
Qa,spez – Jahresmenge je Bezugseinheit [MWh/a]
VZ – spezifische Zapfmenge je Bezugseinheit und Tag [l/(Einheit·d)]
365 – Tage je Jahr [d/a]
50 – Spreizung von 10 auf 60 °C [K]
1,163 – spezifische Waermekapazitaet von Wasser [Wh/(l·K)]
1000000 – Umrechnung Wh in MWh [Wh/MWh]

(1,163 Wh/(l·K) ist die spezifische Waermekapazitaet von Wasser, 50 K die Spreizung von 10 auf 60 °C, der Teiler 1 000 000 rechnet Wh in MWh.) Die Richtwerte VZ des Katalogs stehen in der Parametertabelle.

Fuer Hotel, Buero, Sportstaette und Schule gibt die VDI keinen Jahresgang vor. Dort bildet der Katalog ihn als

k(m)=n(m)⋅κ(m)   (8)
k(m) – Monatsfaktor der Typen ohne VDI-Jahresgang [–]
n(m) – Nutzungsfaktor des Monats [–]
κ(m) – Kaltwasserfaktor des Monats, 1,083 im Februar bis 0,917 im August [–]

Der Monatsfaktor wird auf die unveraenderte Jahressumme normiert. Der Kaltwasserfaktor κ(m) kommt aus einer gedaempften Waermewelle im Erdreich (Verlegetiefe 2,0 m, Temperaturleitfaehigkeit 0,8⋅10−6 m²/s, daraus Daempfungstiefe 2,83 m, Daempfung 0,494, Phasenverzug 41 Tage) und laeuft ueber das Jahr von 1,083 im Februar bis 0,917 im August. Die VDI-Typen bekommen diesen Faktor nicht — ihre Monatsprofile sind Messwerte des Waermebedarfs, in denen der Effekt schon steckt.

7. Thermische Desinfektion (Option)

Mit eingeschalteter Desinfektion heizt der Lauf den Brauchwasserspeicher in festen Abständen von der Speichersolltemperatur auf die Zieltemperatur. Ein Ereignis kostet

QD=VD⋅1,163⋅max⁡(ϑZiel−ϑSoll,0)1000   (9)
QD – Zusatzbedarf je Desinfektion [kWh]
VD – aufgeheiztes Volumen [l]
1,163 – spezifische Wärmekapazität von Wasser [Wh/(l·K)], gleich 1,163 kWh/(m³·K)
ϑZiel – Zieltemperatur [°C]
ϑSoll – Speichersolltemperatur [°C]
1000 – Umrechnung Wh in kWh [Wh/kWh]

Der Zusatzbedarf steht als eigener Posten im Brauchwasserkanal — am Tag d in der Stunde sD, wenn d+1 ein Vielfaches des Intervalls ist:

QD(t)={QDt=24⋅d+sDund(d+1)mod⁡nD=00sonst   (10)
QD(t) – Zusatzbedarf der Stunde [kWh]
QD – Zusatzbedarf je Ereignis aus (9) [kWh]
d – Tag des Jahres [–]
sD – Stunde des Tages [h]
nD – Intervall [d]

Alle sieben Tage sind das 52 Ereignisse im Jahr. Der Posten kommt nach den Netzverlusten in den Kanal — er ist ein Aufheizen des Speichers, kein Verteilverlust — und steht im Ergebnis als „davon thermische Desinfektion".

Wer ihn deckt. Der Zusatzbedarf sieht nur Stufen, die die Zieltemperatur erreichen: einen Heizkessel oder ein BHKW mit gepflegtem Vorlauf ab ϑZiel (ohne gepflegten Vorlauf gilt die Anlage als fähig), eine Wärmepumpe, deren projektierte Kennlinie ihn erreicht, den Heizstab einer Wärmepumpe und einen Brauchwasserspeicher, dessen gepflegter Vorlauf ihn erreicht und den eine solche Anlage lädt. Vor jeder anderen Stufe — auch der Solarthermie — steht er zurück. Was keine Stufe deckt, deckt ein Zusatzstrom (elektrisch, Wirkungsgrad 1); er steht im Reststrom und als Warnung im Protokoll. Ohne Volumen oder mit ϑSoll≥ϑZiel entsteht kein Posten, auch das meldet das Protokoll. Den Rahmen setzt DVGW W 551.

Grenzen und Annahmen

  • Auf dem Bestandsweg kein Zapfmodell. Gerechnet werden Stundenmittelwerte, keine einzelnen Zapfungen. Gleichzeitigkeit, Spitzenzapfung und Bereitschaftsvolumen nach VDI 6002 deckt dieser Weg nicht ab — einzelne Zapfereignisse und die Auslegung des Speichers rechnet der Zapfprofilgenerator (Rechenweg Zapfprofil).
  • Keine Temperaturen im Rechenweg. In (1) bis (6) kommt keine Temperatur vor: Der Bedarf kommt als Energiemenge herein. Trinkwarmwassertemperatur, Kaltwassertemperatur und Spreizung stecken in den Katalogwerten — sie stehen nur in (7), also in der HERLEITUNG der Monatswerte. Wer bei anderer Spreizung rechnet, aendert die Monatswerte.
  • Die Zirkulation des Bestandswegs ist eine feste Leistung. Sie haengt nicht an Temperatur, Leitungslaenge oder Zapfmenge; wer sie aus Leitungsdaten schaetzen will, nimmt den Zapfprofilgenerator mit seinen Methoden.
  • Die thermische Desinfektion ist ein Energieposten. (9) und (10) rechnen das Aufheizen in einer Stunde ohne Zapfverhalten, Mehrverluste des heißeren Speichers und Zirkulationsspülung; die Prüfung der Stufen vergleicht den gepflegten Vorlauf, nicht den Betriebspunkt der Stunde.
  • Der Wochengang ist ein Muster. Dasselbe 168-Stunden-Muster PW gilt fuer alle 52 Wochen; Feiertage und Betriebsferien legt ein Betriebskalender darauf, Belegungsschwankungen bildet der Monatswert QM(m) ab.
  • Die Monatsnormierung glaettet. Wegen (4) und (5) verschiebt der Kalender innerhalb eines Monats nur die Verteilung; die Monatsmenge bleibt, unabhaengig davon, wie viele Wochenenden im Monat liegen.
  • EINE Einheit fuer beide Wege. Die Brauchwassermenge steht nach (6) in MWh — im Lauf wie in der Vorschau der Bedarfsdialoge. Beide Wege gehen durch dieselbe Kernmethode, und die Anzeige rechnet nur noch von MWh auf die gewaehlte Anzeigeeinheit um.
  • Ein Programm-Update laesst den Katalog, wie er ist. Setup und Programmstart ueberschreiben keinen Katalogsatz und saeen keinen nach: Ein angepasster oder entsperrter Satz bleibt, wie er ist, und neu ausgelieferte Profile kommen in eine bestehende Datenbank nicht von selbst. Die ausgelieferten Werte eines angepassten Satzes gibt es danach nur noch in einer Datenbanksicherung.

Ergebnisse und wo sie stehen

  • Dialog „Brauchwasserwärme", Knopf „Simulation…" — Jahresmenge und die zwoelf Monatswerte der ausgewaehlten Profile, dazu der monatliche Verlauf.
  • Simulationsergebnis, Reiter „Wärme-/Strombedarf" — der Brauchwasseranteil im Jahresbedarf, mit Desinfektion die Zeile „davon thermische Desinfektion".
  • Bericht — Bedarfsuebersicht, mit Desinfektion die Zeile „Thermische Desinfektion" (Intervall, Stunde, Volumen, Zieltemperatur, Jahresmenge).
  • Laufprotokoll der Desinfektion — Ereignisse, Volumen, Temperaturen und Jahresmenge, wer sie gedeckt hat, und ein Zusatzstrom.
  • Laufprotokoll — uebersprungene Profile (kein Kopfsatz, kein Wochenprofil, Monatssumme null, Typ nicht definiert).

Bezüge