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Programm Dokumentation/Berechnung/Prozesswärme: Unterschied zwischen den Versionen

Aus wiki.epos-plan.de
H13: Hilferubrik Berechnung aus EPOS-Plan (Stand 06.09.2026)
 
H13: Hilferubrik Berechnung aus EPOS-Plan (Stand 06.09.2026)
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     EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/ProfilBedarf.cs, EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/SimulationWaermebedarf.cs,
     EPOS.Kern/Allgemein/BhkwPlan.cs, EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/Init.cs,
     EPOS.Kern/Allgemein/BhkwPlan.cs, EPOS.Kern/Allgemein/Simulation/Init.cs,
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|-
|-
| Wochentag des 1. Januar || — || aus den Klimadaten der Projektregion abgeleitet
| Wochentag des 1. Januar || — || aus den Klimadaten der Projektregion abgeleitet
|}
== Formelzeichen und Parameter ==
=== Parameter ===
Was in die Rechnung hereinkommt:
{| class="wikitable"
! Symbol !! Bedeutung !! Einheit !! Herkunft
|-
| t || Stunde des Jahres, t = 0 … 8 759 || — || Zeitraster (Konstante: 8 760 Stunden je Jahr)
|-
| m || Monat, m = 1 … 12 || — || Zeitraster (Konstante: zwoelf Monatsgrenzen eines Nicht-Schaltjahres)
|-
| j || Stunde der Woche, j = 0 … 167 || — || Zeitraster (Konstante: 168 Wochenstunden)
|-
| w || Wochentag des 1. Januar, w = 0 (Montag) … 6 (Sonntag) || — || aus den Klimadaten abgeleitet, siehe [[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmebedarf|Berechnung: Wärmebedarf]], Gleichung (1)
|-
| P<sub>W</sub>(j) || Wochenprofil, 168 Stundenwerte || beliebige Skala || Prozesstyp-Katalog, Reiter „Wochenwerte"
|-
| Q<sub>M,Kat</sub>(m) || Monatswert m des Profils || MWh || Prozesswaerme-Katalog, Kopfsatz, Felder <code>Monat_1</code> … <code>Monat_12</code>
|-
| Q<sub>a,Proj</sub> || Jahressumme des Projekts || MWh (intern; Eingabe wahlweise in MWh oder kWh) || Dialog „Prozesswärme", Feld „Jahresverbrauch"; leer oder 0 = keine Skalierung
|-
| 1 000 || Umrechnung MWh in kWh || kWh/MWh || Konstante
|}
=== Variablen ===
Was die Rechnung selbst bildet:
{| class="wikitable"
! Symbol !! Bedeutung !! Einheit !! berechnet in
|-
| Q<sub>a,Kat</sub> || Summe der zwoelf Katalog-Monatswerte || MWh || (1)
|-
| Q<sub>M</sub>(m) || Monatswert nach der Skalierung auf die Projektsumme || MWh || (2)
|-
| x(t) || gekachelter Wochenprofilwert der Stunde t, noch ohne Energiemass || Skala von P<sub>W</sub> || (3)
|-
| S(m) || Summe der gekachelten Werte innerhalb des Monats m || Skala von P<sub>W</sub> || (4)
|-
| Q<sub>Pro</sub>(t) || Prozesswaermebedarf der Stunde t || kWh || (5)
|-
| Q<sub>a</sub> || ausgewiesene Jahresmenge des Kanals || MWh || (6)
|}
|}


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=== 2. Jahressumme des Projekts einrechnen ===
=== 2. Jahressumme des Projekts einrechnen ===


jv  = Summe der zwoelf Katalog-Monatswerte
: <big>Q<sub>a,Kat</sub> = Σ<sub>m=1…12</sub> Q<sub>M,Kat</sub>(m)</big> &nbsp;&nbsp;(1)
pjv = Jahressumme des Projekts
: <big>Q<sub>M</sub>(m) = Q<sub>M,Kat</sub>(m) · Q<sub>a,Proj</sub> / Q<sub>a,Kat</sub>  fuer Q<sub>a,Proj</sub> > 0</big> &nbsp;&nbsp;(2)
Monatswert_neu(m) = Monatswert(m) * pjv / jv        fuer alle m, wenn pjv > 0
Die Verteilung ueber das Jahr bleibt unveraendert; skaliert wird nur die Hoehe. Ohne eigene
 
Jahressumme gilt Q<sub>M</sub>(m) = Q<sub>M,Kat</sub>(m). Ist Q<sub>a,Proj</sub> gesetzt und
Die Verteilung ueber das Jahr bleibt unveraendert; skaliert wird nur die Hoehe. Ist ''pjv''
Q<sub>a,Kat</sub> null, wird das Profil uebersprungen und gemeldet.
gesetzt und ''jv'' null, wird das Profil uebersprungen und gemeldet.


Der Wert wird im Dialog in der '''gewaehlten Einheit''' eingegeben (Vorgabe MWh, wahlweise
Der Wert wird im Dialog in der '''gewaehlten Einheit''' eingegeben (Vorgabe MWh, wahlweise
kWh) und intern in MWh gefuehrt.
kWh) und intern in MWh gefuehrt — (2) rechnet also immer mit MWh.


=== 3. Wochenprofil auf das Jahr kacheln ===
=== 3. Wochenprofil auf das Jahr kacheln ===


Start = Wochentag(1. Januar) * 24            (Montag = 0 … Sonntag = 6)
: <big>x(t) = P<sub>W</sub>( (w · 24 + t) mod 168 ) fuer t = 0 … 8 759</big> &nbsp;&nbsp;(3)
Jahreswert(h) = Wochenprofil( (Start + h) mod 168 )     fuer h = 0 … 8759
Stunden 1 bis 24 des Wochenprofils sind der Montag, 145 bis 168 der Sonntag; im Index j von
 
(3) sind das j = 0 … 23 bzw. j = 144 … 167. Ein Profil, dessen 168 Werte in der Summe null
Stunden 1 bis 24 des Wochenprofils sind der Montag, 145 bis 168 der Sonntag. Ein Profil,
sind, wird uebersprungen und gemeldet.
dessen 168 Werte in der Summe null sind, wird uebersprungen und gemeldet.


=== 4. Monatsweise auf die Monatswerte normieren ===
=== 4. Monatsweise auf die Monatswerte normieren ===


je Monat m:
: <big>S(m) = Σ<sub>t ∈ Monat m</sub> x(t)</big> &nbsp;&nbsp;(4)
  S = Summe der gekachelten Jahreswerte innerhalb des Monats
: <big>Q<sub>Pro</sub>(t) = x(t) / S(m) · Q<sub>M</sub>(m) · 1 000  fuer t ∈ Monat m</big> &nbsp;&nbsp;(5)
  Jahreswert(h) = Jahreswert(h) / S * Monatswert(m) * 1000      fuer alle h im Monat m
Die '''Skala des Wochenprofils ist damit frei''' — x(t) steht in (5) im Zaehler und ueber
 
S(m) im Nenner, es zaehlt also nur das Verhaeltnis der 168 Werte zueinander. Die
Die '''Skala des Wochenprofils ist damit frei''' — es zaehlt nur das Verhaeltnis der 168
'''Energiemenge bestimmen allein die Monatswerte'''; der Faktor 1 000 rechnet sie von MWh in
Werte zueinander. Die '''Energiemenge bestimmen allein die Monatswerte'''; der Faktor 1 000
kWh.
rechnet sie von MWh in kWh.


Der '''monatliche Verlauf''', den der Dialog auf Knopfdruck zeigt, ist genau das Ergebnis
Der '''monatliche Verlauf''', den der Dialog auf Knopfdruck zeigt, ist genau das Ergebnis
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Der Vektor geht in den '''Prozesskanal'''. Ausgewiesen wird
Der Vektor geht in den '''Prozesskanal'''. Ausgewiesen wird


Jahresmenge [MWh] = Summe der 8 760 Stundenwerte / 1000
: <big>Q<sub>a</sub> = ( Σ<sub>t=0…8 759</sub> Q<sub>Pro</sub>(t) ) / 1 000</big> &nbsp;&nbsp;(6)
 
und zwar '''vor''' der Verteilung der Netzverluste; der Stundenvektor bekommt seinen Anteil
und zwar '''vor''' der Verteilung der Netzverluste; der Stundenvektor bekommt seinen Anteil
daran anschliessend (siehe
daran anschliessend (siehe
[[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmebedarf|Berechnung: Wärmebedarf]], Schritt 7).
[[Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmebedarf|Berechnung: Wärmebedarf]], Schritt 7 und
Gleichung (21) dort).


'''Die Einheit gehoert zum Wert''' (Anwenderentscheid vom 04.09.2026). Bis dahin trug der
'''Die Einheit gehoert zum Wert''' (Anwenderentscheid vom 04.09.2026). Bis dahin trug der
eine Weg den Teiler 1 000 und der andere nicht — die Prozesswaerme stand in der Vorschau um
eine Weg den Teiler 1 000 aus (6) und der andere nicht — die Prozesswaerme stand in der
den Faktor 1 000 zu hoch da. Die Umrechnung steht seither an EINER Stelle, und die
Vorschau um den Faktor 1 000 zu hoch da. Die Umrechnung steht seither an EINER Stelle, und
Anzeigeeinheit ist waehlbar: MWh mit zwei Nachkommastellen (Vorgabe) oder kWh ohne.
die Anzeigeeinheit ist waehlbar: MWh mit zwei Nachkommastellen (Vorgabe) oder kWh ohne.


== Grenzen und Annahmen ==
== Grenzen und Annahmen ==


* '''Der Prozess ist eine Waermemenge, kein Prozess.''' Temperaturniveau, Vor- und Ruecklauf, Gleichzeitigkeit mehrerer Verbraucher und Abwaerme werden hier nicht gerechnet. Welcher Erzeuger den Prozesskanal ueberhaupt bedienen darf, entscheidet die Senkenzuordnung — dort wirkt auch die Temperaturpruefung (Warnkriterium W3).
* '''Der Prozess ist eine Waermemenge, kein Prozess.''' In (1) bis (6) kommen weder Temperaturniveau noch Vor- und Ruecklauf vor; Gleichzeitigkeit mehrerer Verbraucher und Abwaerme werden hier nicht gerechnet. Welcher Erzeuger den Prozesskanal ueberhaupt bedienen darf, entscheidet die Senkenzuordnung — dort wirkt auch die Temperaturpruefung (Warnkriterium W3).
* '''Kein Wirkungsgrad, keine Verteilverluste je Prozess.''' Was eingegeben wird, ist die Nutzwaerme am Prozess; Verluste bildet der pauschale Netzverlust ab.
* '''Kein Wirkungsgrad, keine Verteilverluste je Prozess.''' Was eingegeben wird, ist die Nutzwaerme am Prozess; Verluste bildet der pauschale Netzverlust ab.
* '''Der Wochengang ist starr.''' Dasselbe 168-Stunden-Muster gilt fuer alle 52 Wochen. Schichtplaene, Betriebsferien und Sonderschichten bildet allein der Monatswert ab; ein Werk mit drei Wochen Sommerstillstand braucht dafuer einen kleinen Julimonatswert, nicht ein zweites Profil.
* '''Der Wochengang ist starr.''' Dasselbe 168-Stunden-Muster P<sub>W</sub> gilt fuer alle 52 Wochen. Schichtplaene, Betriebsferien und Sonderschichten bildet allein der Monatswert Q<sub>M</sub>(m) ab; ein Werk mit drei Wochen Sommerstillstand braucht dafuer einen kleinen Julimonatswert, nicht ein zweites Profil.
* '''Die Monatsmenge ist unantastbar.''' Der Kalender verschiebt nur die Verteilung INNERHALB des Monats; wie viele Wochenenden ein Monat hat, aendert seine Menge nicht.
* '''Die Monatsmenge ist unantastbar.''' Wegen (4) und (5) verschiebt der Kalender nur die Verteilung INNERHALB des Monats; wie viele Wochenenden ein Monat hat, aendert seine Menge nicht.
* '''Kein Auslieferungskatalog.''' Anders als beim Brauchwasser liefert das Programm keine Normprofile fuer Prozesswaerme mit — Monatswerte und Wochenprofil sind Anwenderdaten. Das ist Absicht: Ein Prozess ist ein Einzelfall.
* '''Kein Auslieferungskatalog.''' Anders als beim Brauchwasser liefert das Programm keine Normprofile fuer Prozesswaerme mit — Monatswerte und Wochenprofil sind Anwenderdaten. Das ist Absicht: Ein Prozess ist ein Einzelfall.
* '''Abbruch statt Nullprofil.''' Ein fehlender Typbezug beendet die Prozesswaermerechnung, statt sie mit Nullen fortzusetzen.
* '''Abbruch statt Nullprofil.''' Ein fehlender Typbezug beendet die Prozesswaermerechnung, statt sie mit Nullen fortzusetzen.

Version vom 6. September 2026, 21:29 Uhr


Was berechnet wird

Der Prozesswaermebedarf als Reihe von 8 760 Stundenwerten [kWh] — der dritte der drei Bedarfskanaele. Der Rechenweg ist derselbe wie beim Brauchwasser: je Profil ein Satz aus zwoelf Monatswerten und einem Wochenprofil mit 168 Stundenwerten, daraus der Jahresgang.

Der eigene Kanal ist der Grund, warum die Prozesswaerme ueberhaupt getrennt gefuehrt wird: Ein Erzeuger darf Heizung und Brauchwasser decken und die Prozesswaerme nicht — oder umgekehrt. Ausgewiesen werden die Jahressumme und die zwoelf Monatssummen.

Eingangsgrößen

Groesse Einheit Herkunft im Programm
Prozesswaermeprofile des Projekts Dialog „Prozesswärme", Liste „Ausgewählt im Projekt"
Zwoelf Monatswerte je Profil MWh Prozesswaerme-Katalog (Kopfsatz des Profils)
Typbezug des Profils Kopfsatz des Profils, Feld „Typ"
Wochenprofil, 168 Stundenwerte beliebige Skala Prozesstyp-Katalog, Reiter „Wochenwerte"
Jahressumme des Projekts MWh oder kWh (waehlbar) Dialog „Prozesswärme", Feld „Jahresverbrauch"; leer oder 0 = Katalogwerte gelten unveraendert
Wochentag des 1. Januar aus den Klimadaten der Projektregion abgeleitet

Formelzeichen und Parameter

Parameter

Was in die Rechnung hereinkommt:

Symbol Bedeutung Einheit Herkunft
t Stunde des Jahres, t = 0 … 8 759 Zeitraster (Konstante: 8 760 Stunden je Jahr)
m Monat, m = 1 … 12 Zeitraster (Konstante: zwoelf Monatsgrenzen eines Nicht-Schaltjahres)
j Stunde der Woche, j = 0 … 167 Zeitraster (Konstante: 168 Wochenstunden)
w Wochentag des 1. Januar, w = 0 (Montag) … 6 (Sonntag) aus den Klimadaten abgeleitet, siehe Berechnung: Wärmebedarf, Gleichung (1)
PW(j) Wochenprofil, 168 Stundenwerte beliebige Skala Prozesstyp-Katalog, Reiter „Wochenwerte"
QM,Kat(m) Monatswert m des Profils MWh Prozesswaerme-Katalog, Kopfsatz, Felder Monat_1Monat_12
Qa,Proj Jahressumme des Projekts MWh (intern; Eingabe wahlweise in MWh oder kWh) Dialog „Prozesswärme", Feld „Jahresverbrauch"; leer oder 0 = keine Skalierung
1 000 Umrechnung MWh in kWh kWh/MWh Konstante

Variablen

Was die Rechnung selbst bildet:

Symbol Bedeutung Einheit berechnet in
Qa,Kat Summe der zwoelf Katalog-Monatswerte MWh (1)
QM(m) Monatswert nach der Skalierung auf die Projektsumme MWh (2)
x(t) gekachelter Wochenprofilwert der Stunde t, noch ohne Energiemass Skala von PW (3)
S(m) Summe der gekachelten Werte innerhalb des Monats m Skala von PW (4)
QPro(t) Prozesswaermebedarf der Stunde t kWh (5)
Qa ausgewiesene Jahresmenge des Kanals MWh (6)

Rechenweg

1. Profile des Projekts sammeln

Alle dem Projekt zugeordneten Prozessprofile werden nacheinander in denselben Zielvektor gerechnet; die Stundenwerte addieren sich. Kopf- und Typdaten kommen aus den Projektkopien — ein im Projekt geaendertes Profil rechnet mit seinen eigenen Werten, nicht mit denen des Katalogs.

Ohne Kopfsatz geht ein Profil mit Anteil 0 ein und wird gemeldet. Fehlt der Typbezug, bricht die Prozesswaermerechnung ab — ohne Typ gibt es keine Verteilung, und ein Vektor aus Nullen sieht aus wie ein Ergebnis.

2. Jahressumme des Projekts einrechnen

Qa,Kat = Σm=1…12 QM,Kat(m)   (1)
QM(m) = QM,Kat(m) · Qa,Proj / Qa,Kat fuer Qa,Proj > 0   (2)

Die Verteilung ueber das Jahr bleibt unveraendert; skaliert wird nur die Hoehe. Ohne eigene Jahressumme gilt QM(m) = QM,Kat(m). Ist Qa,Proj gesetzt und Qa,Kat null, wird das Profil uebersprungen und gemeldet.

Der Wert wird im Dialog in der gewaehlten Einheit eingegeben (Vorgabe MWh, wahlweise kWh) und intern in MWh gefuehrt — (2) rechnet also immer mit MWh.

3. Wochenprofil auf das Jahr kacheln

x(t) = PW( (w · 24 + t) mod 168 ) fuer t = 0 … 8 759   (3)

Stunden 1 bis 24 des Wochenprofils sind der Montag, 145 bis 168 der Sonntag; im Index j von (3) sind das j = 0 … 23 bzw. j = 144 … 167. Ein Profil, dessen 168 Werte in der Summe null sind, wird uebersprungen und gemeldet.

4. Monatsweise auf die Monatswerte normieren

S(m) = Σt ∈ Monat m x(t)   (4)
QPro(t) = x(t) / S(m) · QM(m) · 1 000 fuer t ∈ Monat m   (5)

Die Skala des Wochenprofils ist damit frei — x(t) steht in (5) im Zaehler und ueber S(m) im Nenner, es zaehlt also nur das Verhaeltnis der 168 Werte zueinander. Die Energiemenge bestimmen allein die Monatswerte; der Faktor 1 000 rechnet sie von MWh in kWh.

Der monatliche Verlauf, den der Dialog auf Knopfdruck zeigt, ist genau das Ergebnis dieses Schrittes: die zwoelf Monatssummen des fertigen Stundenvektors. Er ist deshalb bis zur ersten Vorschaurechnung gesperrt — vorher gibt es nichts zu zeigen.

5. In den Kanal und in die Bilanz

Der Vektor geht in den Prozesskanal. Ausgewiesen wird

Qa = ( Σt=0…8 759 QPro(t) ) / 1 000   (6)

und zwar vor der Verteilung der Netzverluste; der Stundenvektor bekommt seinen Anteil daran anschliessend (siehe Berechnung: Wärmebedarf, Schritt 7 und Gleichung (21) dort).

Die Einheit gehoert zum Wert (Anwenderentscheid vom 04.09.2026). Bis dahin trug der eine Weg den Teiler 1 000 aus (6) und der andere nicht — die Prozesswaerme stand in der Vorschau um den Faktor 1 000 zu hoch da. Die Umrechnung steht seither an EINER Stelle, und die Anzeigeeinheit ist waehlbar: MWh mit zwei Nachkommastellen (Vorgabe) oder kWh ohne.

Grenzen und Annahmen

  • Der Prozess ist eine Waermemenge, kein Prozess. In (1) bis (6) kommen weder Temperaturniveau noch Vor- und Ruecklauf vor; Gleichzeitigkeit mehrerer Verbraucher und Abwaerme werden hier nicht gerechnet. Welcher Erzeuger den Prozesskanal ueberhaupt bedienen darf, entscheidet die Senkenzuordnung — dort wirkt auch die Temperaturpruefung (Warnkriterium W3).
  • Kein Wirkungsgrad, keine Verteilverluste je Prozess. Was eingegeben wird, ist die Nutzwaerme am Prozess; Verluste bildet der pauschale Netzverlust ab.
  • Der Wochengang ist starr. Dasselbe 168-Stunden-Muster PW gilt fuer alle 52 Wochen. Schichtplaene, Betriebsferien und Sonderschichten bildet allein der Monatswert QM(m) ab; ein Werk mit drei Wochen Sommerstillstand braucht dafuer einen kleinen Julimonatswert, nicht ein zweites Profil.
  • Die Monatsmenge ist unantastbar. Wegen (4) und (5) verschiebt der Kalender nur die Verteilung INNERHALB des Monats; wie viele Wochenenden ein Monat hat, aendert seine Menge nicht.
  • Kein Auslieferungskatalog. Anders als beim Brauchwasser liefert das Programm keine Normprofile fuer Prozesswaerme mit — Monatswerte und Wochenprofil sind Anwenderdaten. Das ist Absicht: Ein Prozess ist ein Einzelfall.
  • Abbruch statt Nullprofil. Ein fehlender Typbezug beendet die Prozesswaermerechnung, statt sie mit Nullen fortzusetzen.

Ergebnisse und wo sie stehen

  • Dialog „Prozesswärme", Knopf „Simulation…" — Jahresmenge und Monatswerte der ausgewaehlten Profile; „monatlicher Verlauf…" zeigt sie als Balken.
  • Simulationsergebnis, Reiter „Wärme-/Strombedarf" — der Prozessanteil im Jahresbedarf.
  • Bericht — Bedarfsuebersicht.
  • Laufprotokoll — uebersprungene Profile und der Abbruchgrund „Typ nicht definiert".

Bezüge