Programm Dokumentation/Wärmebedarf
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Der Wärmebedarf entsteht aus bis zu vier Anteilen, die getrennt erfasst und anschließend stundenweise addiert werden: Gebäudeheizwärme, Warmwasser, Prozesswärme und – falls vorhanden – ein extern eingelesener Lastgang. Ergänzend lassen sich Netzverluste aufschlagen.
Eingaben
- Gebäudedaten – ein Gebäude aus dem Katalog wählen und ins Projekt übernehmen oder aus einer gbXML- oder IFC-Datei importieren; als Bezugsgröße dient die Nutzfläche oder, wenn vorhanden, der Jahresverbrauch an Öl, Gas oder Brennstoff. Der Wärmebedarf wird stündlich nach VDI 6007 gerechnet, je Gebäude ist die Tagesbilanz als Bestandsweg wählbar; Gebäude im Projekt bearbeiten… öffnet Hülle, Zonen und Konditionierung der Projektkopie, Simulation… rechnet den Wärmebedarf des markierten Gebäudes.
- Brauchwasserwärme – ein Profil aus dem Katalog wählen und den Jahresverbrauch angeben; hinterlegte Monatsanteile und ein Wochenprofil aus 168 Stundenwerten verteilen ihn über das Jahr. Wahlweise erzeugt der Zapfprofilgenerator den Bedarf aus Nutzungszonen (Brauchwasser-Zapfprofil).
- Prozesswärme – nach demselben Muster erfasst; für jedes Temperaturniveau und jeden Prozess legen Sie einen eigenen Eintrag an, wahlweise mit Vorlauf und Rücklauf des Prozesses.
- Wärmebedarf Extern – im gleichnamigen Dialog übernehmen Sie eine Ganglinie aus der Datenbank ins Projekt oder lesen über Einlesen/Bearbeiten… eine Stundenreihe ein; sie wird zum berechneten Bedarf addiert.
- Netzverluste – im Block Weitere Einstellungen der Simulationskonfiguration: ein Gesamtwert in Prozent oder kWh/a, der je Stunde anteilig auf die Kanäle verteilt wird, oder je Kanal – Heizung, Brauchwasser, Prozesswärme – ein eigener Wert als gleichmäßiger Betrag über das Jahr; dazu die Zirkulation des Brauchwassers mit Leistung und Laufzeit (Simulation: Netzverluste je Kanal).
- Betriebskalender – Feiertage und Betriebsferien je Profilzuordnung von Brauchwasser und Prozesswärme (Betriebskalender).
Berechnung
Wie aus Gebäuden, Ganglinien, Brauchwasser und Prozesswärme die stündliche Wärmelast des Projekts entsteht – Formeln, Kanäle und die Verteilung der Netzverluste – steht unter Berechnung: Wärmebedarf.
Siehe auch
- Wärmebedarf erfassen – der zugehörige Schritt im Programmablauf mit allen vier Anteilen
- Grundlagen/Wärmebedarfsrechnung – das Rechenverfahren hinter dem Jahresgang
- Gebäude – Katalog, Projektkopie, Hülle und Zonen, Konditionierung
- Gebäudemodell VDI 6007 – das stündliche Gebäudemodell und seine Eingaben
- Gebäudeimport – Gebäude aus gbXML- und IFC-Dateien übernehmen
- Nutzungsprofile – der Katalog der Nutzungsprofile für Gebäude und Zonen