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Programm Dokumentation/Stromspeicher

Aus wiki.epos-plan.de
Version vom 11. September 2026, 01:39 Uhr von Epos (Diskussion | Beiträge) (Speicherauslegung: implementierte Kostenprofile, Größenraster und getrennte CSV-Zeitreihen dokumentiert (Entwicklungsstand 11.09.2026))

Der Dialog Stromspeicher beschreibt den Batteriespeicher des Projekts. Er nimmt Überschüsse der Stromerzeugung auf und gibt sie zur Deckung des Reststrombedarfs wieder ab.

Eingaben

  • Auswahl aus der Datenbank – den Speicher aus dem Katalog ins Projekt übernehmen; die Liste ausgewählte Stromspeicher zeigt die Zuordnung.
  • Name und Typ – Bezeichnung und Bauart des Speichers.
  • Leistung und Energie – die Lade- und Entladeleistung sowie die Kapazität des Speichers.
  • Ladezustand – die Grenze des Ladezustands in Prozent.
  • Degradation – der jährliche Kapazitätsverlust in Prozent je Jahr.
  • Modulkosten – der Betrag, der in die Wirtschaftlichkeit eingeht.
  • Energieträger – im Detailblock der markierten Projektzeile wird der Träger in zwei Stufen gewählt: Energieträger benennt die Gruppe (etwa Strom), Art den Träger dieser Gruppe (etwa Elektrische Energie). Vorbelegt ist der Stromträger des Projekts. Beim reinen Katalogsatz erscheint die Wahl nicht.
  • Speicher im Projekt – ein aufgenommener Stromspeicher erscheint in der Simulationskonfiguration in der Spalte Speicher im Projekt als Kachel mit Namen und den ersten drei Kennwerten. Bearbeitet wird er dort weiterhin unter Energiespeicher.

Auslegung optimieren

Die erweiterte Auslegung ist im Entwicklungsstand vom 11.09.2026 enthalten. Sie wird über Simulation → Detaillierte Simulation → Parameter → Stromspeicher → Auslegung optimieren geöffnet und untersucht die aktive Speichervariante.

Größe und C-Rate

Wählen Sie als Größenbasis Kapazität in kWh oder Leistung in kW. Geben Sie jeweils Von, Bis und wahlweise eine Schrittweite ein. Ohne Größenschritt bestimmt die Anzahl der Stützstellen das Raster. Gleiche Grenzen prüfen eine feste Größe. Auch die C-Rate erhält eine Untergrenze, Obergrenze und Schrittweite; gleiche Grenzen prüfen eine feste C-Rate.

Die C-Rate beschreibt das Verhältnis von Leistung zu Kapazität: Bei 100 kWh und 0,5 1/h werden 50 kW angesetzt. Bei einer Leistungsvorgabe von 50 kW und derselben C-Rate ergeben sich 100 kWh.

Investition und Betrieb

Für Investition und Betrieb wird die Quelle unabhängig gewählt: Kostenmodul übernimmt die geeigneten spezifischen Sätze der aktiven Speicheranlage; Im Dialog verwendet die direkt eingegebenen Werte.

Eingabe Einheit Berechnung
Investition Leistung €/kW Satz × AC-Nennleistung
Investition Kapazität €/kWh Satz × Nennkapazität
Betrieb Leistung €/(kW·a) Satz × AC-Nennleistung je Jahr
Betrieb Kapazität €/(kWh·a) Satz × Nennkapazität je Jahr
Betrieb Entladung €/kWh entladen Satz × simulierte AC-Entladeenergie je Jahr

Alle Sätze sind netto. Die Kosten werden für jeden untersuchten Speicher neu berechnet. €/kWh Kapazität und €/kWh entladen sind verschiedene Bezugsgrößen. Explizite Nullkosten sind möglich; eine fehlende ausgewählte Kostenquelle wird als Fehler gemeldet.

Pauschalen, Prozentpositionen, Erlöse, Zuschüsse und erst später beginnende Kosten werden in diesem spezifischen Kostenmodell nicht übernommen. Die ausgelassenen Positionen erscheinen mit Hinweis. Die Auslegungsbewertung ist damit eine Bewertung der gewählten spezifischen Kosten; die vollständige Projektwirtschaftlichkeit wird separat geprüft. Derselbe Verschleißanteil darf nicht zusätzlich sowohl als entladeabhängige Betriebskosten als auch über den optionalen Verschleißterm angesetzt werden.

Last, PV und Preis

Jede Quelle wird einzeln gewählt:

  • Last: EPOS-Strombedarf einschließlich der im Simulationslauf ermittelten elektrischen Zusatzverbraucher oder eine eigene CSV-Datei. load_kw bedeutet Bruttolast in kW vor Abzug der Erzeugung.
  • PV: verfügbare AC-Leistung aus der EPOS-PV-Simulation oder einer eigenen CSV-Datei. pv_kw liegt nach Wechselrichterverlusten und vor zusätzlicher Abregelung. Keine PV setzt die PV-Leistung auf null.
  • Bezugspreis: EPOS-Tarif, editierbares Strompreisprofil oder eine separate CSV-Datei. buy_eur_kwh enthält bereits den effektiven variablen Bezugspreis; negative Werte sind erlaubt. Auf die importierte effektive Preisreihe werden keine weiteren Tarifaufschläge addiert. Das bestehende Strompreisprofil verwendet dagegen Monats- und Wochenstundenwerte in ct/kWh plus den Projektaufschlag.

CSV-Dateien laden

Wählen Sie für die gewünschte Rolle CSV-Datei und öffnen Sie die Datei über die zugehörige Schaltfläche. In der Vorschau ordnen Sie Zeit- und Wertspalten zu. Spaltennamen sind frei wählbar. Auch getrennte Datum- und Uhrzeitspalten sind möglich.

Stellen Sie Trennzeichen, Dezimalzeichen, Kopfzeile, zu überspringende Zeilen, UTF-8 oder Windows-1252, Zeitformat, Zeitzone und Intervallanfang oder -ende ein. Last und PV können in kW, MW oder kWh je Intervall vorliegen; Preise in €/kWh, ct/kWh oder €/MWh. Stundenwerte werden auf vier Viertelstunden verteilt; Intervallenergie wird dabei in mittlere Leistung umgerechnet.

Für die wirtschaftliche Jahresauslegung braucht jede gewählte Datei ein vollständiges Kalenderjahr. Alle Dateien müssen dieselbe UTC-Zeitachse besitzen. Echte Lücken, doppelte UTC-Zeitstempel, unklare Sommerzeitstunden und ungültige Zahlen verhindern die Berechnung.

Bei Mischung mit EPOS-Modellreihen wird die EPOS-Modelljahrzuordnung ausdrücklich eingeschaltet. Die eingelesenen Werte und Zeitstempel bleiben erhalten. EPOS-Werte werden nach Monat, Tag und Uhrzeit zugeordnet; am 29. Februar wird der EPOS-28. Februar verwendet, in der wiederholten Herbststunde derselbe EPOS-Ortsstundenwert erneut. Das Ergebnis nennt diese Annahme.

Profile und Ergebnisse

Einstellungen speichern hält den aktuellen Eingabestand fest. Ein benanntes Profil speichert Kostensätze, Suchbereiche, C-Raten, Strompreisprofil und sämtliche Quellenzuordnungen einschließlich eingelesener Zeitreihen. Sie können Profile laden, bearbeiten und unter einem weiteren Namen duplizieren. Die Ursprungsdateien müssen beim erneuten Öffnen nicht vorhanden sein.

Nach einer Änderung zeigt die Oberfläche das bisherige Ergebnis als veraltet. Berechnen Sie neu, bevor Sie den Bestpunkt übernehmen. Heatmap und Schnittkurve verwenden die gewählte Größenbasis; Kennzahlen und Rasterexport berücksichtigen die Betriebskosten. Die Übernahme des Bestpunkts übernimmt die Dimensionierung in die aktive Speicheranlage. Prüfen Sie für die anschließende Projektwirtschaftlichkeit auch die dort hinterlegten Kostenpositionen.

Die PV-Einspeisevergütung wird auch bei Dateiquellen aus dem Projekt gelesen. Eine reine Dateiauslegung verwendet Last und PV aus den Dateien, ohne zusätzliche BHKW-Erzeugung aus einem Simulationslauf.

Die gemeinsame Auslegung einer physisch parallel betriebenen Speicherflotte ist ein weiterführendes Konzept. Dieser Dialog optimiert eine aktive Speichervariante.

Weitere Hintergründe: Berechnung der Auslegung mit Kosten und Zeitreihen.


Siehe auch


Berechnung

Lade- und Entladefahrweise, Wirkungsgrade und die Wirkung auf den Netzbezug stehen unter Berechnung: Stromspeicher.