Programm Dokumentation/Gebäude
Weitere Optionen
Die Gebäude sind die Grundlage der Heizwärmeberechnung. EPOS-Plan führt sie an zwei Stellen: im Gebäudekatalog, der Geometrie, Hülle, Nutzungsrandbedingungen, Ferienzeiten, Modellparameter und Kühlung eines Gebäudes enthält, und im Projekt, das ein Gebäude aus dem Katalog als eigene Kopie übernimmt und dazu die Bezugsgröße – Nutzfläche oder Verbrauch – und den Jahresnutzungsgrad pflegt. Den Katalog bearbeiten Sie in der Verwaltung Gebäude, die Zuordnung zum Projekt im Dialog Eingabe der Gebäudedaten. Die Kopie im Projekt lässt sich dort über Hülle und Zonen… selbst bearbeiten und mit Zonen aus einzelnen Bauteilen beschreiben (siehe Gebäude im Projekt: Hülle und Zonen).
Aufruf
- Verwaltung Gebäude – Menü Administration › Gebäude › Bearbeiten. Sie braucht kein offenes Projekt.
- Gebäudetypen – Menü Administration › Gebäude › Gebäudetypen; dieselbe Verwaltung öffnet sich auch aus beiden Gebäudedialogen (siehe Gebäudetypen).
- Eingabe der Gebäudedaten – im offenen Projekt auf der Startseite im Reiter Wärmebedarf und im Assistenten beim Schritt der Gebäude.
- Gebäude im Projekt: Hülle und Zonen – im Dialog Eingabe der Gebäudedaten über Gebäude im Projekt bearbeiten… für die markierte Zeile der Projektliste.
Die Gebäude des Projekts
Der Dialog Eingabe der Gebäudedaten zeigt oben die Liste ausgewählte Gebäude im Projekt, darunter die beiden Knöpfe In das Projekt übernehmen und Aus dem Projekt entfernen und darunter den Katalog Gebäude in DB über die ganze Breite. Unter dem Katalog steht der Detailblock Gebäude: Verbrauch zur markierten Zeile.
Die Liste des Projekts
- ausgewählte Gebäude im Projekt – je Gebäude der Name und der Rechenweg, mit dem es gerechnet wird (VDI 6007 oder Tagesbilanz). Ein Klick in die Spalte Wahl markiert die Zeile; ihr Detailblock zeigt dann die Angaben des Projekts. Dasselbe Gebäude darf mehrfach im Projekt stehen.
- Aus dem Projekt entfernen – nimmt genau die markierte Zeile aus der Liste.
Der Katalog
- Gebäude in DB – die Liste des Gebäudekatalogs mit den Spalten Name, Gebäudeart, Verwendung (Wohngebäude oder Gewerbe+Sonstige), Baualtersklasse (der Bauzeitraum, von „bis 1859" bis „ab 2021") und Fläche in m² – dieselbe Liste wie in der Verwaltung Gebäude. Über ihr steht das Suchfeld über alle Spalten; mehrere Begriffe müssen alle vorkommen, * und ? sind Platzhalter, etwa Haus*_1990*. Jede Spalte trägt im Kopf einen Trichter, mit dem Sie die Liste auf einen Wert einengen – etwa Gewerbe in der Spalte Verwendung –, und den Sortierpfeil. Neben dem Suchfeld steht, wie viele Sätze die Einengung übrig lässt; Filter zurücksetzen nimmt die Trichter zurück. Suche und Trichter gelten bis zum Programmende und sind dieselben wie in der Verwaltung. Ein Satz der Auslieferung trägt hinter seinem Namen ein Schloss. Ein Klick in die Spalte Wahl zeigt den Satz im Detailblock; er bleibt gewählt, auch wenn die Suche ihn ausblendet.
- Gebäude in DB neu…, Gebäude in DB ändern…, Gebäude in DB löschen – die Leiste unter dem Katalog. neu… und ändern… öffnen den Katalogeditor über dem Dialog, ändern… für den markierten Katalogsatz. löschen entfernt den markierten Satz nach einer Rückfrage. Gesperrt ist es wie in der Verwaltung für Sätze der Auslieferung und für Gebäude, die ein Projekt führt; statt der Rückfrage steht dann der Grund im Dialog, bei einem benutzten Gebäude mit den Projekten.
- Importieren (gbXML, IFC)… – steht in derselben Leiste neben Gebäude in DB neu… und übernimmt ein Gebäude aus einer gbXML- oder IFC-Datei: Nach dem Zuordnungsdialog öffnet der Katalogeditor vorbelegt, und nach dem Speichern dort steht das neue Gebäude im Katalog und als neue Zeile in der Projektliste. Den Ablauf beschreibt die Seite Gebäudeimport.
Übernahme ins Projekt
In das Projekt übernehmen setzt den markierten Katalogsatz als neue Zeile in die Projektliste, vorbelegt mit der Art der Angabe Wohnfläche [m²], der Wohnfläche des Katalogsatzes und dem Jahresnutzungsgrad 1. Übernommen wird mit OK; Abbrechen verwirft die Änderungen der Liste.
Das Projekt rechnet mit einer eigenen Kopie jedes Gebäudes. Die Kopie merkt sich, aus welchem Katalogsatz sie stammt – auch dann, wenn dieser Satz später umbenannt wird. Mit OK schreibt EPOS-Plan die Gebäudeliste des Projekts fort: Eine unveränderte Zeile bleibt mit ihrem ganzen Stand erhalten, auch mit projekteigenen Werten aus Feldübernahmen und der Tagesverteilung, mit dem, was Hülle und Zonen… an der Kopie bearbeitet hat, und mit ihren Zonen. Nur entfernte Zeilen werden gelöscht – samt ihren Zonen – und neu hinzugekommene Katalogsätze neu angelegt; die Zuordnungswerte einer bleibenden Zeile – Fläche bzw. Verbrauch, ihre Einheit, der Jahresnutzungsgrad und die dezentrale Warmwasserbereitung – übernimmt EPOS-Plan aus der Projektliste, so wie sie im Dialog stehen. Der Katalogsatz liefert nur die Kopie eines neu hinzugekommenen Gebäudes. Schlägt das Speichern fehl, etwa weil der Katalogsatz eines Altbestands ohne Verweis umbenannt wurde, bleibt der Stand des Projekts unverändert, und die Startseite zeigt eine Meldung.
Gebäude: Verbrauch
- Gebäude: Verbrauch – der Detailblock nennt Gebäudename, Gebäudeart, Beschreibung, Wohn-/Nutzfläche, Art der Angabe, den Wärmeleitwert und den Rechenweg der markierten Zeile. Das kleine i am Kopf des Blocks führt zum Rechenweg des Wärmebedarfs.
- Fläche und Verbrauch… – öffnet für die markierte Projektzeile die Eingabe der Nutzfläche bzw. des Verbrauchs. Unter Bedarfsart wählen Sie Wohnfläche [m²] oder einen Verbrauch – Öl in Litern, Gas in Kubikmetern oder MWh, Brennstoff oder allgemeinen Verbrauch in MWh je Jahr – und tragen den Wert ein. Bei einem Verbrauch gehört der Jahresnutzungsgrad der bestehenden Anlage dazu, etwa 0,85 für 85 %: Damit rechnet EPOS-Plan den Verbrauch in Nutzwärme um und skaliert das Gebäudemodell auf diesen Bedarf. Der Schalter Dezentrale Warmwasserbereitung gehört ebenfalls zu den Angaben des Projekts. Führt das Gebäude Zonen (siehe Gebäude als eine Zone übernehmen), rechnet es über seine Bauteile, und die Hochrechnung entfällt: Eine Zeile im Dialog sagt das, Bedarfsart, Wert und Jahresnutzungsgrad sind gesperrt – ein Klick darauf nennt den Grund –, und die dezentrale Warmwasserbereitung bleibt einstellbar.
- Gebäude im Projekt bearbeiten… – öffnet für die markierte Projektzeile den Gebäudeeditor, in dem Sie die Kopie des Gebäudes im Projekt bearbeiten und ihre Zonen anlegen; siehe Gebäude im Projekt: Hülle und Zonen. Für eine Zeile, die noch nicht im Projekt gespeichert ist, ist der Knopf gesperrt, und sein Kurztext nennt den Grund: Erst mit OK des Gebäudedialogs entsteht die Projektkopie.
- Simulation… – rechnet den Wärmebedarf genau des markierten Gebäudes und zeigt ihn in der Überlagerung Wärmebedarf Gebäude: Kennzahlen, Jahresganglinie und – auf dem Rechenweg VDI 6007 – den Vergleich der Rechenwege, den Verlauf der Raumtemperatur und den Kältebedarf. Das gilt auch für ein eben übernommenes Gebäude, bevor es mit OK gespeichert ist: Gerechnet wird mit den Angaben im Dialog, gespeichert wird dabei nichts. Dafür muss das Projekt gespeichert sein und eine Klimaregion führen; sonst sagt eine Meldung, was fehlt. Ein Gebäude aus einem Gebäudeimport mit Zone rechnet erst nach dem OK. Die Kennzahlen beschreibt die Seite Gebäudemodell VDI 6007.
- Gebäudetyp in DB ändern… – öffnet die Verwaltung der Gebäudetypen.
- Baustoff-Zuordnungen… – zeigt die Zuordnungen von Materialnamen zu Baustoffen, die sich das Projekt beim Gebäudeimport gemerkt hat, mit Baustoff und Zeitpunkt, und lässt einzelne entfernen; gelöscht wird mit OK dieser Ansicht. Sie gelten für das ganze Projekt, nicht für die markierte Zeile; siehe Gebäudeimport.
Die Fußleiste trägt Fläche und Verbrauch…, Gebäude im Projekt bearbeiten…, Simulation…, Gebäudetyp in DB ändern…, Baustoff-Zuordnungen…, OK und Abbrechen. Im Assistenten stehen die beiden Listen, die Leiste unter dem Katalog und der Detailblock ohne diese Fußleiste; weiter geht es mit der Leiste des Assistenten.
Der Katalogeditor
Der Katalogeditor legt einen Katalogsatz an oder bearbeitet ihn im Ganzen. Er erscheint als Überlagerung – in der Verwaltung für Neu…, im Projektdialog für Gebäude in DB neu… und Gebäude in DB ändern… und nach einem Gebäudeimport, dort vorbelegt aus der Datei. Seine Felder stehen auf zwei Reitern; OK prüft, speichert und schließt, Abbrechen, das Kreuz und Esc schließen ohne zu speichern. Beim Bearbeiten legt Speichern unter einen neuen Satz unter dem eingegebenen Namen an; der Editor bleibt offen und arbeitet danach am neuen Satz weiter – ein weiteres OK speichert in ihm, nicht im Ausgangssatz. Ein Satz der Auslieferung lässt sich nicht überschreiben. Über Hülle und Zonen… bearbeitet derselbe Editor die Kopie eines Gebäudes im Projekt; was dort gilt, beschreibt Gebäude im Projekt: Hülle und Zonen.
Reiter „Gebäude und Hülle"
- Kenngrößen – Name, Beschreibung, Verwendung, Gebäudeart, Baualtersklasse, Baujahr, Energiestandard und Bauart, dazu Nutzfläche, Fläche je Nutzer, interne Wärmegewinne, Raumhöhe, Fensterdurchlassgrad und die Luftwechselrate in 1/h, die die Lüftungsverluste bestimmt. Die Bauart – leicht, schwer oder sehr schwer – bestimmt die Speicherfähigkeit des Gebäudes aus der Nutzfläche. Das Baujahr ist eine ganze Jahreszahl von 1500 bis 2100 und darf leer bleiben; eine andere Eingabe färbt das Feld. Ist es gesetzt, bestimmt es die Baualtersklasse (siehe Baualtersklasse und Energiestandard); die Rechnung ändert es nicht.
- Hülle: Transmission je Bauteil – eine Tabelle der acht Bauteile: Außenwand, Fenster, Dach, Bodenplatte und Sonstiges mit U-Wert in W/(m²·K) und Fläche in m², dazu die drei Wärmebrücken Fenster–Wand, Wand–Dach und Außenwand–Keller (siehe unten). Die Fensterfläche ist die Summe der vier Himmelsrichtungen. Für die Bodenplatte wählen Sie die Randbedingung Erdreich, Keller (unbeheizt) oder Außenluft; beim Keller kommt die Kellertemperatur dazu. Ein U-Wert liegt zwischen 0,1 und 6 W/(m²·K).
- Wärmebrücken – je Anschluss der Verlustkoeffizient in W/(m·K) und die Anschlusslänge in m; erst aus beiden ergibt sich der Wärmebrückenzuschlag.
- Wärmeleitwerte – die gerechneten Leitwerte (Transmission), (Lüftung) und .
- Fenster nach Orientierung – die Fensterflächen Nord, Süd, Ost und West in m²; Ost und West tragen Sie beide ein oder lassen beide leer.
- Modellparameter (VDI 6007), Rechenweg und Kühlung – beschrieben auf den Seiten Gebäudemodell VDI 6007 und Kühlung. Ein leeres Modellfeld rechnet mit seiner Vorgabe. Auf dem Rechenweg Tagesbilanz erscheint zusätzlich der Abschnitt Tagesbilanz (Bestandsweg) mit dem Gebäudetyp.
- Rechenweg der Hülle – eine Zeile unter dem Rechenweg: Klassenweg – U-Wert-Gruppen und Bauweise oder Bauteilweg – Zone „…", n Bauteile. Ein Katalogsatz rechnet immer den Klassenweg und trägt keine Zonen; der Knopf Gebäude als eine Zone übernehmen bei dieser Zeile ist im Katalog gesperrt. Zonen führt nur ein Gebäude im Projekt (siehe Gebäude im Projekt: Hülle und Zonen).
Baualtersklasse und Energiestandard
Die Baualtersklasse ist ein Bauzeitraum, für Wohn- und Nichtwohngebäude gleich:
| Klasse | Bauzeitraum | Klasse | Bauzeitraum |
|---|---|---|---|
| A | bis 1859 | H | 1984 bis 1994 |
| B | 1860 bis 1918 | I | 1995 bis 2001 |
| C | 1919 bis 1948 | J | 2002 bis 2009 |
| D | 1949 bis 1957 | K | 2010 bis 2015 |
| E | 1958 bis 1968 | L | 2016 bis 2020 |
| F | 1969 bis 1978 | M | ab 2021 |
| G | 1979 bis 1983 |
Die Einteilung folgt der Deutschen Wohngebäudetypologie des IWU (2015), ab 2016 dem Typgebäudemodell von Stein/Loga (2025); übernommen sind nur die Jahresgrenzen. Die Zeile unter der Klappliste nennt die Quelle.
Das Baujahr führt. Tragen Sie ein Baujahr ein, zeigt die Klappliste die Klasse zu diesem Jahr und ist gesperrt; die Zeile darunter sagt es. Gespeichert wird diese Klasse. Ohne Baujahr wählen Sie die Klasse selbst.
Der Energiestandard ist freiwillig. Er beschreibt eine Hülle, die besser ist als der Mindeststandard ihrer Baualtersklasse: teilsaniert, saniert nach den Bauteilanforderungen des GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz), Niedrigenergiehaus, Effizienzhaus 115/100 (bis 2022), Effizienzhaus 85, Effizienzhaus/-gebäude 70, 55 und 40, Effizienzhaus/-gebäude Denkmal, Passivhaus bzw. EnerPHit und Nullemissionsgebäude. Effizienzhaus 115/100 und 85 gibt es nur für Wohngebäude – für ein Nichtwohngebäude bietet die Klappliste sie nicht an, und ein solcher Eintrag an einem Nichtwohngebäude hält OK mit einer Meldung an. Ohne Eintrag (wie Baualtersklasse (unsaniert)) entspricht das Gebäude seiner Klasse.
Baualtersklasse und Energiestandard gehen in keine Rechnung ein. Die Klasse bestimmt die Vorgaben für U-Werte, g-Wert und Wärmebrücken, mit denen der Gebäudeimport füllt, was eine Datei nicht trägt – je Wert der Median der Katalogsätze dieser Klasse. Hat eine Klasse keinen Katalogsatz, gilt für U-Werte und g-Wert ein freier Wert nach Stein, B.; Loga, T. (2025): Das Typgebäude-Modell zur energetischen Bewertung des Wohngebäudebestands, Institut Wohnen und Umwelt, Tabelle 28, Lizenz CC BY 4.0 – die Werte eines Wohngebäudemodells, auch für Nichtwohngebäude; die Wärmebrücken bleiben dann leer. Einen Wert der Nachbarklasse setzt EPOS-Plan nicht ein.
Reiter „Temperaturen und Ferien"
Der Reiter führt die Raumsolltemperaturen und die Ferienzeiträume des Gebäudes. Alle Temperaturen sind absolute Raumsolltemperaturen in °C, keine Differenzen zum Soll am Tag. Unter den Raumtemperaturen steht in einem Satz, welcher Fahrplan sich aus den Eingaben ergibt, zum Beispiel: „Werktags gilt 20 °C, nachts von 22 bis 6 Uhr 18 °C. Samstag und Sonntag gilt ganztägig 16 °C, auch nachts …“. Welcher Wert zu welcher Stunde gilt, entscheidet diese Reihenfolge: Ferien vor Wochenende vor Nacht und Tag.
- Raumtemperaturen – Soll am Tag, Nachtabsenkung auf, Nachtabsenkung von … bis, Maximalraumtemperatur, Soll am Wochenende (ganztägig) und Soll in Ferien (ganztägig). An Werktagen gilt außerhalb der Nachtzeit das Soll am Tag, in der Nachtzeit der Wert der Nachtabsenkung. Die Maximalraumtemperatur ist die obere Grenze der Raumtemperatur; ein Wert unter 1 °C wird beim Speichern zu 24 °C.
- Soll am Wochenende (ganztägig) – die Wochenendabsenkung: die Raumsolltemperatur für Samstag und Sonntag. Sie gilt den ganzen Tag, auch nachts; eine Nachtabsenkung kommt am Wochenende nicht noch hinzu. Wirksam ist ein Wert über 5 °C. 0, ein leeres Feld (Platzhalter „keine“) und jeder Wert bis 5 °C heißen keine Wochenendabsenkung: Das Wochenende rechnet dann wie ein Werktag mit Tag- und Nachtwert. Ein Beispiel: Soll am Tag 20 °C, Nachtabsenkung auf 18 °C, Soll am Wochenende 16 °C ergibt samstags und sonntags durchgehend 16 °C; mit 0 am Wochenende gelten auch samstags und sonntags tagsüber 20 °C und nachts 18 °C.
- Soll in Ferien (ganztägig) – die Raumsolltemperatur an den Tagen der Ferienzeiträume. Sie gilt den ganzen Tag und geht Wochenende und Nacht vor. Wirksam ist ein Wert ab 1 °C, und nur, wenn mindestens ein Ferienzeitraum eingetragen ist; 0 oder ein leeres Feld heißt keine Ferienabsenkung.
- Nachtabsenkung von … bis – Beginn und Ende der Nacht, je als volle Stunde von 0 bis 23. In dieser Zeit gilt die Nachtabsenkung, in der übrigen Zeit eines Werktags das Soll am Tag; ein wirksames Soll am Wochenende und die Ferien gehen vor. Die Nacht darf über Mitternacht reichen. Bleiben beide Felder leer, gilt 22 bis 6 Uhr – die Felder zeigen diese Vorgabe. Geben Sie beide Stunden ein oder keine; Beginn und Ende dürfen nicht gleich sein, sonst hält OK mit einer Meldung an. Ein Beispiel: Ein Büro mit Nachtabsenkung von 19 bis 7 Uhr erhält die Einträge 19 und 7. Die Nachtzeit gilt für den Rechenweg VDI 6007 (siehe Gebäudemodell VDI 6007); ein gepflegtes Sollwert-Zeitprogramm der Wärmeübergabe geht ihr vor, und der Rechenweg Tagesbilanz rechnet immer mit 22 bis 6 Uhr.
- Ferien Anfang und Ferien Ende – vier Zeiträume für Winter, Ostern, Sommer und Herbst, je mit Tag und Monat. Die Winterferien reichen über den Jahreswechsel. In diesen Zeiträumen gilt das Soll in Ferien.
Die Regeln für Wochenende und Ferien gelten gleich für die Rechenwege VDI 6007 und Tagesbilanz. Die Zonen eines Gebäudes im Projekt übernehmen sie; Nachtzeit und Ferienzeiträume kommen immer vom Gebäude.
- Brauchwasser… – öffnet in der Gruppe Sonstiges die Brauchwasserprofile des offenen Projekts.
Gebäude im Projekt: Hülle und Zonen
Gebäude im Projekt bearbeiten… in der Fußleiste des Projektdialogs öffnet den Gebäudeeditor Gebäude im Projekt: Hülle und Zonen für die markierte Zeile der Projektliste. Bearbeitet wird die Projektkopie des Gebäudes, nicht der Katalogsatz: Was Sie hier eintragen, gilt nur in diesem Projekt. Der Editor trägt die Reiter des Katalogeditors und dazu den Reiter Zonen.
- OK prüft und schreibt in dieser Reihenfolge: zuerst die Gebäudedaten, dann die aus dem Katalog gewählten Bauteilaufbauten, dann die Zonen mit ihren Bauteilen. Abbrechen, Esc und das Kreuz schließen den Editor, ohne etwas zu schreiben.
- Für eine Zeile, die noch nicht im Projekt gespeichert ist, ist der Knopf gesperrt; sein Kurztext nennt den Grund: Erst mit OK des Gebäudedialogs entsteht die Projektkopie, die Zonen tragen kann.
- Der Name des Gebäudes im Projekt bleibt, wie er ist; eine Zeile im Editor sagt es. Ein anderer Name gilt nur für Speichern unter, das einen neuen Katalogsatz anlegt (siehe Speichern unter).
Klassenweg und Bauteilweg
Ein Gebäude ohne Zone rechnet den Klassenweg: die U-Wert-Gruppen der Hülle – Außenwand, Fenster, Dach, Bodenplatte und Sonstiges – und die Bauweise als Speichermasse. Ein Gebäude im Projekt mit Zonen rechnet den Bauteilweg über die Bauteile seiner Zonen – mit ihren Schichtaufbauten, Neigungen und Himmelsrichtungen und ohne Hochrechnung auf die Angabe des Projekts. Mit zwei und mehr Zonen rechnet jede Zone für sich, gekoppelt über Trennflächen und Luftaustausch; ein Gebäude trägt höchstens 50 Zonen. Die Rechnung dahinter beschreiben die Seiten Gebäudemodell VDI 6007 und Mehrzonenmodell.
Im Reiter Gebäude und Hülle steht unter dem Rechenweg die Zeile Rechenweg der Hülle, in beiden Stellungen: Klassenweg – U-Wert-Gruppen und Bauweise oder Bauteilweg – Zone „…", n Bauteile, mit mehreren Zonen Bauteilweg – n Zonen, m Bauteile. Mit Zonen sind die Werte der Hülle in diesem Reiter abgeleitete Anzeigen:
- die Tabelle der Hülle – je Gruppe die Fläche und der U-Wert der Bauteile aller Zonen, dazu die Wärmebrücken der Bauteile als ; eine Zeile sagt, dass die Werte aus den Bauteilen abgeleitet sind;
- die Fensterflächen nach Orientierung – gerechnet wird mit den Fensterbauteilen der Zonen, deren Fläche eine Zeile nennt;
- die Nutzfläche – eine Zone rechnet mit ihrer eigenen Nutzfläche; mit mehreren Zonen nennt eine Zeile deren Summe.
Die gespeicherten Werte des Gebäudes bleiben dabei stehen und gelten wieder, sobald keine Zone mehr da ist.
Gebäude als eine Zone übernehmen
Der Knopf Gebäude als eine Zone übernehmen steht im Reiter Gebäude und Hülle bei der Zeile Rechenweg der Hülle und im leeren Reiter Zonen. Er legt aus den U-Wert-Gruppen des Gebäudes eine Zone mit Bauteilen an. Frei ist er nur für ein Gebäude im Projekt ohne Zone auf dem Rechenweg VDI 6007; sonst ist er gesperrt, und sein Kurztext nennt den Grund:
- ein Katalogsatz trägt keine Zonen;
- das Gebäude führt schon Zonen;
- der Rechenweg Tagesbilanz rechnet keine Zonen – zuerst den Rechenweg auf VDI 6007 stellen.
Ein Klick bestimmt zuerst den Hochrechnungsfaktor: EPOS-Plan rechnet das Gebäude dafür einen Jahreslauf lang, und der Kurztext am Knopf sagt, dass der Faktor bestimmt wird. Das Projekt muss dazu gespeichert sein und eine Klimaregion führen; sonst nennt eine Meldung, was fehlt. Danach stellt der Editor eine Rückfrage:
- Ab jetzt rechnet das Gebäude über seine Bauteile statt über die U-Wert-Gruppen.
- Die Flächen werden mit dem Faktor auf die Projektfläche hochgerechnet; die Rückfrage nennt den Faktor und die Nutzfläche vor und nach der Hochrechnung.
- Die Flächen- bzw. Verbrauchsangabe des Projekts gilt danach nicht mehr.
- Trägt das Gebäude eine Leistungsgrenze für Heizung oder Kühlung, nennt die Rückfrage sie mit ihrem Wert: Sie wird nicht hochgerechnet und gilt danach unverändert der hochgerechneten Hülle.
Mit Ja entsteht im Arbeitsstand des Editors die Zone Gebäude mit diesen Bauteilen:
- Außenwand und Sonstiges als je vier senkrechte Bauteile nach Nord, Ost, Süd und West;
- das Dach, waagerecht;
- die Bodenplatte mit der Randbedingung des Gebäudes – Erdreich, unbeheizter Raum für den unbeheizten Keller oder Außenluft;
- ein Fenster je Himmelsrichtung;
- die Wärmebrücken, auf die Wände verteilt.
Alle Flächen und Wärmebrücken sind mit dem Faktor multipliziert; die Nutzfläche der Zone ist Faktor × Nutzfläche des Gebäudes. Geschrieben wird mit OK des Editors; Nein lässt alles, wie es ist.
Der Faktor ist derselbe, mit dem die Rechnung ohne Zone das Gebäude auf das Projekt hochrechnet: bei einer Flächenangabe Projektfläche / Nutzfläche, bei einer Verbrauchsangabe das Verhältnis des angegebenen zum gerechneten Verbrauch. Darum bleibt der Wärmebedarf beim Übernehmen gleich, und die Zone ist danach die echte Hülle des Gebäudes im Projekt, die ohne Hochrechnung rechnet.
Ein Beispiel: Gebäude 1 hat 100 m² Nutzfläche, das Projekt gibt 250 m² an. Der Faktor ist 2,5; aus 120 m² Außenwand werden in der Zone 300 m², verteilt auf vier Bauteile, und die Zone hat 250 m² Nutzfläche.
Reiter „Zonen"
Der Reiter Zonen listet die Zonen des Gebäudes in ihrer Reihenfolge mit Zone, Nutzfläche, Volumen, beheizt, in W/K und der Zahl der Bauteile, darunter die Summenzeile. Je Zeile stehen die Knöpfe:
- ▲ ▼ – verschieben die Zone in der Reihenfolge.
- Öffnen… – öffnet den Zonendialog.
- Duplizieren – legt eine Kopie der Zone samt Bauteilen an. Trägt die Zone Trennflächen, fragt der Editor nach: Die Kopie grenzt an dieselben Nachbarn.
- Zone entfernen – nach einer Rückfrage. Zeigen Trennflächen anderer Zonen auf die Zone, nennt die Rückfrage sie – sie grenzen danach an einen unbeheizten Raum –, ebenso ihre Luftströme, die entfallen. Ohne Zone rechnet das Gebäude wieder den Klassenweg über seine U-Wert-Gruppen.
Unter der Liste stehen + Neue Zone … und, ab zwei Zonen, Luftaustausch …. + Neue Zone … legt eine Zone an und öffnet sie im Zonendialog; vor der ersten und vor der zweiten Zone fragt der Editor nach. Gesperrt ist der Knopf in einem Katalogsatz, auf dem Rechenweg Tagesbilanz und bei 50 Zonen; sein Kurztext nennt den Grund. Luftaustausch … öffnet die Luftströme zwischen den Zonen (siehe Mehrzonenmodell); eine Zeile nennt ihre Zahl. Geschrieben wird alles mit OK des Editors.
Ohne Zone steht im Reiter die Zeile „Noch keine Zone …" und der Knopf Gebäude als eine Zone übernehmen.
Der Zonendialog erscheint als Überlagerung über dem Editor:
- Bezeichnung – der Name der Zone.
- Nutzfläche in m² – leer gilt die Nutzfläche des Gebäudes; mit mehreren Zonen braucht jede Zone ihre eigene. Eine Zeile darunter nennt den Wert des Gebäudes und den Flächenschlüssel: Luftvolumen, Speichermasse und innere Gewinne folgen der Zonenfläche anteilig.
- Werte der Zone – Raumhöhe, Luftvolumen, Zone wird beheizt, Soll am Tag, Nachtabsenkung auf, Soll am Wochenende, Soll in Ferien, Maximalraumtemperatur, Infiltration, Nutzerlüftung, Interne Wärmegewinne, Bewohner, Strahlungsanteil Heizung und Heizleistungsgrenze; bei einer unbeheizten Zone entfallen Sollwerte und Heizung. Ein leeres Feld übernimmt den Wert des Gebäudes, den das Feld als Vorgabe nennt – innere Gewinne, Bewohner und mit mehreren Zonen die Heizleistungsgrenze nach dem Flächenanteil der Zone, das Luftvolumen als Nutzfläche × Raumhöhe. Nachtzeit, Ferien und Kühlung kommen immer vom Gebäude. Eine unbeheizte Zone schwingt frei (siehe Mehrzonenmodell).
- Bauteile – ein Zeilenraster mit Art, Bezeichnung, in m², in W/(m²·K), Azimut, Neigung, Randbedingung, Nachbar und Aufbau. Trennflächen, die eine Nachbarzone führt, stehen gespiegelt und nur zum Lesen dabei, mit dem Vermerk geführt von …. Trägt ein Bauteil einen Aufbau und kein eigenes , steht dort der U-Wert des Aufbaus mit dem Vermerk aus Aufbau. Je Zeile öffnet Bauteil öffnen den Bauteildialog, und Bauteil entfernen nimmt das Bauteil aus der Zone; + Neues Bauteil … legt eines an.
- Der Summenfuß nennt je Gruppe und in W/K.
OK prüft – die Zone braucht einen Namen, eine Nutzfläche größer null und, wo eingetragen, Raumhöhe und Luftvolumen größer null – und übernimmt sie in den Arbeitsstand des Editors; geschrieben wird erst mit dessen OK. Abbrechen verwirft die Änderungen an der Zone.
Bauteile
Der Bauteildialog erscheint als Überlagerung über dem Zonendialog und beschreibt ein Bauteil der Zone:
- Bauteilart – Außenwand, Dach, Bodenplatte, Fenster, Tür, Innenwand, Decke, Vorhangfassade oder Sonstiges.
- Bezeichnung und Fläche in m².
- Azimut in Grad – 0° = Nord, 90° = Ost, 180° = Süd, 270° = West.
- Neigung in Grad – leer gilt die Vorgabe der Bauteilart: Wand 90°, Dach und Decke 0°, Bodenplatte 180°.
- Randbedingung – Außenluft, Erdreich, unbeheizter Raum und, ab zwei Zonen, Nachbarzone. Leer gilt Außenluft, an Innenwand und Decke „innerhalb der Zone". Mit Nachbarzone wählen Sie die Zone, an die das Bauteil grenzt, und unter Trennfläche rechnen automatisch (4-K-Regel), wie Innenbauteil oder wie Außenbauteil (siehe Mehrzonenmodell).
- g-Wert, Rahmenanteil und Verschattungsfaktor – nur bei Fenster und Vorhangfassade; leer gilt der Wert des Gebäudes.
- Wärmebrücke in W/K.
- U-Wert in W/(m²·K) – leer gilt der U-Wert des Aufbaus.
Die Gruppe Aufbau ordnet dem Bauteil einen Schichtaufbau zu:
- Aufbau im Projekt – ein Aufbau, den das Projekt schon führt, oder (ohne Aufbau – nur U-Wert); ohne Aufbau rechnet das Bauteil mit seinem U-Wert.
- Aus dem Katalog – ein Aufbau aus dem Katalog der Bauteilaufbauten, gefunden über die Suche und mit Übernehmen gewählt. Kopiert wird er in das Projekt erst mit OK des Gebäudeeditors; bis dahin schreibt die Wahl nichts.
- Die Schichten des gewählten Aufbaus stehen zum Ansehen da – Schicht, Baustoff, Dicke, und – mit dem Summenfuß , , und ; die Größen beschreibt die Seite Baustoffe und Bauteilaufbauten.
Weicht ein eingetragener U-Wert um mehr als 10 % vom U-Wert des Aufbaus ab, sagt es eine leise Zeile; gerechnet wird mit dem eingetragenen.
OK prüft das Bauteil und übernimmt es in die Zone; Abbrechen verwirft die Eingaben. Die Regeln beim OK:
- ein Name und eine Fläche größer null;
- U-Wert 0,1 bis 6 W/(m²·K), g-Wert größer 0 bis 1, Rahmenanteil 0,05 bis 0,6, Verschattungsfaktor größer 0 bis 1;
- Azimut 0 bis 360°, Neigung 0 bis 180°, nicht negativ;
- ein Außenbauteil, das nicht waagerecht liegt, braucht einen Azimut – er wird nicht auf Nord vorbelegt;
- ein Fenster oder eine Vorhangfassade grenzt an Außenluft oder an einen unbeheizten Raum und braucht einen U-Wert;
- jedes andere Bauteil außerhalb der Zone braucht einen U-Wert oder einen Aufbau.
Zone, Katalog und Projekt
- Speichern unter im Editor eines Gebäudes mit Zonen fragt vor dem Schreiben: „Der Katalogsatz trägt die Zone „…" mit n Bauteilen nicht mit – trotzdem speichern?", mit mehreren Zonen entsprechend für alle Zonen; sie bleiben an der Projektkopie. Der Editor bleibt danach offen; die Projektkopie schreibt erst OK. Ein Katalogsatz trägt keine Zonen; wer ihn später ins Projekt holt, bekommt ein Gebäude ohne Zone, das den Klassenweg rechnet.
- Ändern im Projektdialog: Mit Zonen gilt die Flächen- oder Verbrauchsangabe des Projekts nicht, und Bedarfsart, Wert und Jahresnutzungsgrad sind gesperrt (siehe Gebäude: Verbrauch).
- Projekt duplizieren und der Projekttransfer nehmen Zonen, Bauteile, Trennflächen, Luftströme und Aufbauten mit.
- Wird das Gebäude aus dem Projekt entfernt, gehen seine Zonen mit.
Die Verwaltung Gebäude
Die Verwaltung Gebäude pflegt den Gebäudekatalog. Sie ist aufgebaut wie die übrigen Verwaltungen des Programms (siehe Gerätekataloge): links die Liste der Katalogsätze, rechts das Stammblatt des gewählten Satzes, darunter die Fußleiste. In einem schmalen Fenster schiebt sich das Stammblatt als Blatt über die Liste; ‹ Liste führt zurück.
Die Liste
Die Liste zeigt je Gebäude Name, Gebäudeart, Verwendung, Baualtersklasse (der Bauzeitraum) und Fläche in m². Über ihr steht das Suchfeld über alle Spalten; Gebäudeart, Verwendung und Baualtersklasse tragen einen Trichter im Spaltenkopf, jede Spalte den Sortierpfeil. Über der Liste steht, wie viele Sätze die Einengung übrig lässt. Ein Satz der Auslieferung trägt hinter seinem Namen ein Schloss. Ein Klick auf eine Zeile wählt den Satz, auch mit den Pfeiltasten.
Die Auswahlleiste
Ein Kästchen je Zeile erlaubt die Mehrfachwahl, das Kästchen im Spaltenkopf wählt alle sichtbaren Sätze. Die Auswahlleiste darüber nennt, wie viele Sätze gewählt sind, und führt die Handlungen für sie:
- Vergleichen – ab zwei gewählten Sätzen: Das Stammblatt stellt Gebäudetyp, Gebäudeart, Baualtersklasse, Baujahr, Verwendung, Energiestandard, Wohn-/Nutzfläche, , Rechenweg, die Bauteile der Hülle und die Herkunft nebeneinander. Der Vergleich ist nur lesbar; ‹ Stammblatt von … kehrt zum gewählten Satz zurück.
- Duplizieren… – für genau einen Satz: Das Programm fragt den Namen der Kopie ab, vorbelegt mit dem Namen und dem Zusatz „(Kopie)" – aus Gebäude 1 wird Gebäude 1 (Kopie). Die Kopie ist ein eigener Satz mit allen Werten und ist danach gewählt. So entsteht auch ein Satz unter einem anderen Namen, denn der Name selbst lässt sich im Stammblatt nicht ändern.
- Schloss aufheben… bzw. Schloss setzen… – siehe Schloss der Auslieferungssätze.
- Löschen – entfernt die gewählten Sätze nach einer Rückfrage, ohne Wahl den Satz im Stammblatt. Gesperrt ist das Löschen für Sätze der Auslieferung und für Gebäude, die ein Projekt führt: Der Kurztext am Knopf nennt dann das Projekt, etwa „In Projekten verwendet (Projekt 1) – Löschen gesperrt; dort zuerst entfernen." Erkannt wird die Nutzung an der Kopie im Projekt, die sich ihren Katalogsatz merkt – auch nach einer Umbenennung. Sind nur einige der gewählten Sätze gesperrt, nennt die Rückfrage die Sätze, die stehen bleiben, und die Statuszeile zählt danach gelöschte und stehen gebliebene Sätze.
Auswahl aufheben leert die Wahl.
Das Stammblatt
Der Kopf des Stammblatts nennt den Namen des Satzes und darunter Gebäudeart, Verwendung, Baualtersklasse und ob es ein Satz der Auslieferung oder ein eigener Satz ist. Drei Kennzahlen stehen daneben: Wohn-/Nutzfläche, der Wärmeleitwert in W/K und der Rechenweg. Fehlt ein Wert, steht ein Strich.
Alle Felder des Stammblatts sind direkt bearbeitbar:
- Kenndaten – Name (nur lesbar), Gebäudetyp, Gebäudeart, Baualtersklasse, Baujahr, Verwendung, Energiestandard, Wohn-/Nutzfläche, Bauart und Beschreibung. Wohn-/Nutzfläche und Bauart bestimmen die Speicherfähigkeit des Gebäudes mit; das Baujahr ist wie im Katalogeditor eine Jahreszahl von 1500 bis 2100 oder leer, und ist es gesetzt, folgt die Baualtersklasse ihm. Klassen, Quelle und Energiestandards beschreibt der Abschnitt Baualtersklasse und Energiestandard. Der Knopf Gebäudetypen… im Kopf der Gruppe öffnet die Gebäudetypen.
- Hülle – die acht Bauteile als Tabelle aus Bauteil, Kennwert bzw. und Größe bzw. ; die Größe der Fensterzeile ist gerechnet, nämlich die Summe der vier Himmelsrichtungen. Darunter die Randbedingung der Bodenplatte, beim Keller mit der Kellertemperatur, und eine Zeile mit den Wärmeleitwerten. Eine weitere Zeile nennt den Rechenweg der Hülle: Ein Katalogsatz rechnet den Klassenweg und trägt keine Zonen; Zonen und Bauteile führt ein Gebäude im Projekt über Hülle und Zonen… im Gebäudedialog (siehe Gebäude im Projekt: Hülle und Zonen).
- Fenster nach Orientierung – Nord, Süd, Ost und West in m²; Summe Ost + West und gesamte Fensterfläche sind gerechnet.
- Kenngrößen – Fläche je Nutzer, interne Wärmegewinne, Raumhöhe, Fensterdurchlassgrad (etwa 0,4) und Luftwechselrate.
- Alle Daten – aufklappbar: Raumtemperaturen samt Nachtzeit (Nachtabsenkung von … bis), Ferien Anfang und Ende, die Modellparameter (VDI 6007) samt Rechenweg und die Kühlung. Die Felder sind dieselben wie im Katalogeditor.
Ein Beispiel: Für Gebäude 1 mit 150 m² Nutzfläche tragen Sie unter Hülle für die Außenwand einen U-Wert von 0,3 W/(m²·K) und eine Fläche von 200 m² ein und unter Fenster nach Orientierung im Süden 20 m²; die Fensterzeile der Hülle zeigt danach die neue Summe.
Ein Satz der Auslieferung zeigt Kenndaten, Hülle und Alle Daten als Text; ändern lässt er sich erst als eigener Satz (siehe Schloss).
Speichern und Verwerfen
Im Fuß des Stammblatts steht, wie viele Felder vom gespeicherten Satz abweichen. Speichern in der Fußleiste prüft den ganzen Satz mit denselben Regeln wie der Katalogeditor, leitet die abhängigen Werte ab und schreibt ihn; die Statuszeile meldet die Uhrzeit, und die Liste liest die Spalten neu. Verletzt ein Feld eine Regel, nennt das Warnband das Feld; steht es unter Alle Daten, klappt die Gruppe dabei auf. Verwerfen holt die gespeicherten Werte zurück.
Solange Felder vom gespeicherten Satz abweichen, halten Zeilenwechsel, Neu…, Duplizieren…, das Schloss und Beenden an: Das Warnband bittet, zu speichern oder zu verwerfen.
Neu…
Neu… in der Fußleiste öffnet den Katalogeditor für einen neuen Satz. Nach OK ist der neue Satz in der Liste gewählt, und die Statuszeile nennt ihn. Bearbeitet wird er danach im Stammblatt.
Schloss der Auslieferungssätze
Die Sätze der Auslieferung sind schreibgeschützt und tragen ein Schloss: Ihre Felder stehen als Text da, Speichern und Löschen sind gesperrt, und der Kurztext nennt die zwei Wege zu einem eigenen Satz.
- Duplizieren… legt eine eigene Kopie an; der Satz der Auslieferung bleibt, wie er ist.
- Schloss aufheben… macht die gewählten Sätze nach einer Rückfrage zu eigenen Sätzen, die sich ändern und löschen lassen. Ein Programm-Update ändert sie danach nicht mehr und stellt sie nicht wieder her; die ausgelieferten Werte gibt es dann nur noch in einer Datenbanksicherung.
- Schloss setzen… sperrt eigene Sätze nach einer Rückfrage als Auslieferungssätze: nur lesbar, nicht löschbar.
Die Rückfrage steht in beiden Richtungen auf Nein. Die Werte des Satzes bleiben beim Umschalten, wie sie sind; die Beschriftung des Knopfs folgt der Wahl.
Die Fußleiste
Die Fußleiste trägt Speichern und Verwerfen (beide nur bei abweichenden Feldern), die Statuszeile, Neu… und Beenden. Beenden, das Kreuz und Esc schließen die Verwaltung; Esc schließt zuerst eine offene Überlagerung und im schmalen Fenster das Blatt. Duplizieren…, das Schloss und Löschen stehen in der Auswahlleiste, Gebäudetypen… im Kopf der Kenndaten.
Der Hilfe-Assistent in der Verwaltung
Der Hilfe-Assistent arbeitet in der Verwaltung am gewählten Satz. Er liest und setzt jede Angabe des Stammblatts – von den Kenndaten über die Hülle und die Fenster bis zu Raumtemperaturen, Ferien, Modellparametern, Rechenweg und Kühlung –, Auswahlfelder über den angezeigten Text. Einen anderen Satz wählt er auf Wunsch so, wie ein Klick in die Liste es tut; hat das Stammblatt ungespeicherte Änderungen, wechselt er nicht, sondern bittet, erst zu speichern oder zu verwerfen. Er prüft und speichert, wenn Sie ihn darum bitten, mit denselben Regeln wie der Knopf Speichern.
Ein Satz der Auslieferung bleibt auch für den Assistenten unverändert; er nennt dann die Wege über Duplizieren… und Schloss aufheben…. Neu…, Duplizieren…, das Schloss und Löschen bleiben Ihr Klick.
Grenzen
- Die Verwaltung zeigt keinen Wärmebedarf. Er hängt an der Klimaregion, am Kalender und an den Angaben des Projekts – Nutzfläche oder Verbrauch, Jahresnutzungsgrad, Kühlung – und steht im Projektdialog unter Simulation….
- Der Name eines Satzes lässt sich im Stammblatt nicht ändern; ein Satz unter anderem Namen entsteht über Duplizieren….
- Ein Projekt rechnet mit seiner eigenen Kopie. Eine spätere Änderung am Katalogsatz erreicht eine Zeile, die in der Projektliste bleibt, nicht; dafür wird die Zeile entfernt und der Katalogsatz neu übernommen (siehe Übernahme ins Projekt). Die Kopie im Projekt selbst bearbeiten Sie über Hülle und Zonen….
- Ein Katalogsatz trägt keine Zonen; Zonen und Bauteile gibt es nur an einem Gebäude im Projekt.
Gebäudetypen
Der Gebäudetyp eines Satzes benennt die Tagesverteilungskurven, mit denen der Rechenweg Tagesbilanz den Tageswert auf die Stunden verteilt. Die Verwaltung Gebäudetypen führt je Typ seine Stundenprofile und öffnet sich aus dem Menü Administration › Gebäude › Gebäudetypen, aus der Verwaltung Gebäude über Gebäudetypen… und aus dem Projektdialog über Gebäudetyp in DB ändern…. Nach dem Schließen liest die Auswahl Gebäudetyp die Typen neu.
Berechnung
Die Heizlast eines Gebäudes entsteht aus den U-Werten, den Wärmebrücken, dem Luftwechsel, den solaren und internen Gewinnen und der Speicherfähigkeit des Gebäudes. Ohne Zone nimmt das Modell die Hülle aus den U-Wert-Gruppen und der Bauweise (Klassenweg), mit Zone aus deren Bauteilen und Schichtaufbauten (Bauteilweg). Den Rechenweg beschreiben die Seiten Gebäudemodell VDI 6007 und Berechnung: Wärmebedarf.
Siehe auch
- Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007 – das stündliche Gebäudemodell und seine Eingaben
- Programm Dokumentation/Baustoffe und Bauteilaufbauten – die Schichtaufbauten der Bauteile
- Programm Dokumentation/Kühlung – Kühlung je Projekt und Gebäude
- Programm Dokumentation/Gerätekataloge – Aufbau der Verwaltungen, Schreibschutz und Löschen
- Programm Dokumentation/Hilfe-Assistent – was der Assistent in den Masken setzt
- Gebäude und Gebäudetypen – Katalog, Projektzuordnung und Tagesverteilungskurven
- Grundlagen/Wärmebedarfsrechnung – das Rechenverfahren hinter dem Jahresgang