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Programmablauf: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Programmablauf''' beschreibt den vollständigen Arbeitsablauf in EPOS-Plan, von der Projektanlage bis zur Auswertung. Ein Projekt durchläuft dabei sieben Stufen.
Der '''Programmablauf''' beschreibt den vollständigen Arbeitsablauf in EPOS-Plan, von der Projektanlage bis zur Auswertung. Ein Projekt durchläuft dabei sieben Stufen. Die Reihenfolge ist nicht zwingend, hat sich aber bewährt, weil jede Stufe auf den Ergebnissen der vorigen aufbaut; Sie können jederzeit zwischen den Bereichen wechseln – Rückwärtsarbeiten bedeutet meist Nacharbeit.
 
Die Reihenfolge ist nicht zwingend, hat sich in der Praxis aber bewährt, weil jede Stufe auf den Ergebnissen der vorigen aufbaut. Sie können jederzeit zwischen den Bereichen wechseln – Rückwärtsarbeiten bedeutet allerdings meist Nacharbeit.


== Die sieben Stufen ==
== Die sieben Stufen ==
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Die ersten vier Stufen sammeln die Daten des Projekts – Stammdaten, Klima, Wärme- und Kältebedarf, Strombedarf –, die fünfte legt die Anlage fest, die sechste rechnet das Jahr Stunde für Stunde, die siebte wertet aus. Der gestrichelte Rückweg ist der übliche Variantenvergleich: Erzeuger oder Reihenfolge ändern und neu rechnen, ohne Bedarf und Klima erneut zu erfassen. In Bildern und Beispielen heißt Stufe 3 „Wärme- und Kältebedarf“, weil dort auch die Kühlung der Gebäude entsteht.
Die ersten vier Stufen sammeln die Daten des Projekts – Stammdaten, Klima, Wärme- und Kältebedarf, Strombedarf –, die fünfte legt die Anlage fest, die sechste rechnet das Jahr Stunde für Stunde, die siebte wertet aus. Der gestrichelte Rückweg ist der übliche Variantenvergleich: Erzeuger oder Reihenfolge ändern und neu rechnen, ohne Bedarf und Klima erneut zu erfassen. In Bildern und Beispielen heißt Stufe 3 „Wärme- und Kältebedarf“, weil dort auch die Kühlung der Gebäude entsteht.
'''Beispiel.''' Für ein Bürogebäude mit 120 MWh Heizwärme und 40 MWh Kältebedarf im Jahr erfasst Stufe 3 das Gebäude mit Heizen und Kühlen, Stufe 5 eine reversible Wärmepumpe mit 50 kW und eine Kältemaschine mit 100 kW, Stufe 6 rechnet die 8.760 Stunden des Jahres, Stufe 7 zeigt Deckung, Strom und Kosten. Eine zweite Variante mit Kältespeicher beginnt wieder bei Stufe 5.


# [[Projekt anlegen]] – Projektname, Bearbeiter, Kunde und Klimaregion eintragen; die Komponenten fügen Sie danach über die Reiter der Startseite hinzu.
# [[Projekt anlegen]] – Projektname, Bearbeiter, Kunde und Klimaregion eintragen; die Komponenten fügen Sie danach über die Reiter der Startseite hinzu.
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# [[Simulation konfigurieren und starten]] – Erzeuger, Reihenfolge und Speicherbewirtschaftung festlegen, Jahressimulation rechnen.
# [[Simulation konfigurieren und starten]] – Erzeuger, Reihenfolge und Speicherbewirtschaftung festlegen, Jahressimulation rechnen.
# [[Ergebnisse auswerten und Kosten hinterlegen]] – Deckungsanteile, Kennzahlen und Ganglinien lesen, Zeitreihen exportieren, Kosten erfassen.
# [[Ergebnisse auswerten und Kosten hinterlegen]] – Deckungsanteile, Kennzahlen und Ganglinien lesen, Zeitreihen exportieren, Kosten erfassen.
'''Beispiel.''' Für ein Bürogebäude mit 120 MWh Heizwärme und 40 MWh Kältebedarf im Jahr erfasst Stufe 3 das Gebäude mit Heizen und Kühlen, Stufe 5 eine reversible Wärmepumpe mit 50 kW und eine Kältemaschine mit 100 kW, Stufe 6 rechnet die 8.760 Stunden des Jahres, Stufe 7 zeigt Deckung, Strom und Kosten. Eine zweite Variante mit Kältespeicher beginnt wieder bei Stufe 5.


== Programmfunktionen im Einzelnen ==
== Programmfunktionen im Einzelnen ==
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{{Anker|hinweise-fuer-die-praxis|praxis}}
{{Anker|hinweise-fuer-die-praxis|praxis}}


Prüfen Sie den Bedarf gegen bekannte Verbrauchsdaten, bevor Sie Technik hinzufügen – ein um zwanzig Prozent falscher Bedarf entwertet jede nachfolgende Auslegung.
* Prüfen Sie den Bedarf gegen bekannte Verbrauchsdaten, bevor Sie Technik hinzufügen – ein um zwanzig Prozent falscher Bedarf entwertet jede nachfolgende Auslegung.
 
* Rechnen Sie eine einfache Referenzvariante, etwa nur Kessel, als Vergleichsbasis und fügen Sie danach Komponenten einzeln hinzu; so bleibt nachvollziehbar, welcher Baustein welchen Beitrag leistet.
Rechnen Sie eine einfache Referenzvariante, etwa nur Kessel, um eine Vergleichsbasis zu haben, und fügen Sie danach Komponenten einzeln hinzu, damit nachvollziehbar bleibt, welcher Baustein welchen Beitrag leistet.


Ausgearbeitete Fälle finden Sie unter [[Beispiele]], die fachlichen Hintergründe unter [[Grundlagen]].
Ausgearbeitete Fälle finden Sie unter [[Beispiele]], die fachlichen Hintergründe unter [[Grundlagen]].

Aktuelle Version vom 4. November 2026, 22:33 Uhr

Der Programmablauf beschreibt den vollständigen Arbeitsablauf in EPOS-Plan, von der Projektanlage bis zur Auswertung. Ein Projekt durchläuft dabei sieben Stufen. Die Reihenfolge ist nicht zwingend, hat sich aber bewährt, weil jede Stufe auf den Ergebnissen der vorigen aufbaut; Sie können jederzeit zwischen den Bereichen wechseln – Rückwärtsarbeiten bedeutet meist Nacharbeit.

Die sieben Stufen

Die sieben Stufen eines Projekts in Arbeitsfolge; aus der Auswertung führen Varianten zurück zu Erzeugern und Simulation. Prinzipbild.

Die ersten vier Stufen sammeln die Daten des Projekts – Stammdaten, Klima, Wärme- und Kältebedarf, Strombedarf –, die fünfte legt die Anlage fest, die sechste rechnet das Jahr Stunde für Stunde, die siebte wertet aus. Der gestrichelte Rückweg ist der übliche Variantenvergleich: Erzeuger oder Reihenfolge ändern und neu rechnen, ohne Bedarf und Klima erneut zu erfassen. In Bildern und Beispielen heißt Stufe 3 „Wärme- und Kältebedarf“, weil dort auch die Kühlung der Gebäude entsteht.

  1. Projekt anlegen – Projektname, Bearbeiter, Kunde und Klimaregion eintragen; die Komponenten fügen Sie danach über die Reiter der Startseite hinzu.
  2. Klimadaten festlegen – Klimaregion auswählen oder für den Standort neu importieren.
  3. Wärmebedarf erfassen – Gebäude mit Heizen und Kühlen, Warmwasser, Prozesswärme, externer Lastgang und Netzverluste.
  4. Strombedarf erfassen – Verbrauchertypen mit Wochenprofilen oder gemessener Lastgang, intern in Viertelstundenwerten.
  5. Erzeuger und Speicher auswählen – Wärmepumpe, Kältemaschine, Heizkessel, BHKW, Solarthermie, Photovoltaik, Puffer- und Stromspeicher aus den Katalogen.
  6. Simulation konfigurieren und starten – Erzeuger, Reihenfolge und Speicherbewirtschaftung festlegen, Jahressimulation rechnen.
  7. Ergebnisse auswerten und Kosten hinterlegen – Deckungsanteile, Kennzahlen und Ganglinien lesen, Zeitreihen exportieren, Kosten erfassen.

Beispiel. Für ein Bürogebäude mit 120 MWh Heizwärme und 40 MWh Kältebedarf im Jahr erfasst Stufe 3 das Gebäude mit Heizen und Kühlen, Stufe 5 eine reversible Wärmepumpe mit 50 kW und eine Kältemaschine mit 100 kW, Stufe 6 rechnet die 8.760 Stunden des Jahres, Stufe 7 zeigt Deckung, Strom und Kosten. Eine zweite Variante mit Kältespeicher beginnt wieder bei Stufe 5.

Programmfunktionen im Einzelnen

Die sieben Stufen beschreiben den Weg durch ein Projekt. Die einzelnen Module – von der Projektverwaltung über die Erzeuger bis zur Ergebnisdarstellung – sind unter Programmfunktionen ausführlich beschrieben.

Hinweise für die Praxis

  • Prüfen Sie den Bedarf gegen bekannte Verbrauchsdaten, bevor Sie Technik hinzufügen – ein um zwanzig Prozent falscher Bedarf entwertet jede nachfolgende Auslegung.
  • Rechnen Sie eine einfache Referenzvariante, etwa nur Kessel, als Vergleichsbasis und fügen Sie danach Komponenten einzeln hinzu; so bleibt nachvollziehbar, welcher Baustein welchen Beitrag leistet.

Ausgearbeitete Fälle finden Sie unter Beispiele, die fachlichen Hintergründe unter Grundlagen.

Siehe auch