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Simulation konfigurieren und starten

Aus wiki.epos-plan.de

Beim Schritt Simulation konfigurieren und starten legen Sie fest, welche Erzeuger an der Deckung teilnehmen und in welcher Reihenfolge, und rechnen das Jahr durch. Die Ansicht Simulation – ProjektSimulation… oder Simulation Konfiguration… im Reiter Simulation der Startseite – führt in drei Schritten: ① Konfiguration, ② Simulation starten ▶, ③ Ergebnis. Diese Seite zeigt den Weg; jedes Feld beschreibt Programm-Dokumentation: Simulation.

Schritt ① Konfiguration von oben nach unten: ① Brauchwasser, ② Erzeuger mit der Wärmekaskade, ③ Speicher im Projekt, ④ Kälte, ⑤ Gebäude im Projekt, ⑥ Netze. Prinzipbild mit Beispielwerten.

Unter dem Kopf nennt eine Zeile die Klimaregion des Projekts; Projekt bearbeiten… öffnet den Projektkopf. Jeder Knopf Konfiguration speichern schreibt die ganze Konfiguration, die dem Projekt erhalten bleibt; nur die Eingaben in Netze werden sofort gespeichert. Die Bereiche ②, ③ und ⑤ haben unten eigene Kapitel, die übrigen in Kürze:

  • ① Brauchwasser – Profile, Jahresbedarf, Zirkulation und thermische Desinfektion; Brauchwasser… öffnet dieselbe Seite wie im Gebäudedialog, Pufferspeicher auslegen (Brauchwasser)… die Auslegung (Brauchwasser).
  • ④ Kälte – nur mit Kühlung rechnen: die Kälteerzeuger in ihrer Folge und die Kältespeicher (Bereich Kälte).
  • ⑥ Netze – Wärmeverteilung mit den Netzverlusten und Stromnetz mit der Einspeisegrenze (Netze).

Erzeuger und Reihenfolge

Die Spalte ② Wärmeerzeuger, Stromerzeuger und Energiespeicher führt die Anlagen des Projekts als Karten: vier Plätze der Wärmekaskade für Solarthermie, Wärmepumpe, BHKW und Heizkessel, dazu Photovoltaik und Stromspeicher. Eine noch nie gespeicherte Kaskade schlägt das Programm in dieser Folge vor; ein Heizkessel kommt von selbst ans Ende (Berechnung: Belegung der Kaskade).

Hinweis

Die Reihenfolge der Karten ist die Priorität: Der erste Erzeuger deckt so viel Bedarf wie möglich, der zweite bekommt den Rest, und so fort. Konfiguration speichern schreibt die Kaskade – ungespeichert rechnet der Lauf den zuletzt gespeicherten Stand.

Element Was es tut
Pfeile der Karte rücken den Erzeuger nach vorn oder hinten
+ aufnehmen, × nehmen eine angelegte Anlage auf einen freien Platz bzw. eine Karte heraus; danach gilt die Kaskade als von Hand gepflegt, bis Automatik wieder übernehmen sie dem Programm zurückgibt
Konfiguration… die Einstellungen der Anlage: Betriebsart des BHKW; Bivalenz, Einbindung, Betriebszeiten, Sperrzeiten und Kühlbetrieb der Wärmepumpe; Bereitschaft des Heizkessels
Anlagen im Projekt: ein Knopf je Erzeugerart unter jeder Gruppe, der denselben Dialog wie die Kachel der Startseite öffnet; eine Ganglinie wählen Sie nur über die Kachel
Liste / Schema dieselbe Konfiguration als Karten oder als Anlagenschema; ein Doppelklick auf ein Element öffnet seinen Dialog

Auf dem iPad stehen die Anlagendialoge nicht zur Verfügung; Liste und Reihenfolge lassen sich dort bearbeiten.

Eine Stunde mit 100 kWh Bedarf: Jeder Platz der Kaskade deckt den Rest des vorigen, ein Heizkessel ohne Puffer zuletzt. Prinzipbild, Beispielwerte gerundet.

Beispiel. Wärmepumpe 10 kW vor Heizkessel 20 kW: In einer Stunde mit 16 kWh Bedarf liefert die Wärmepumpe 10 kWh, der Kessel 6 kWh. Steht der Kessel vorn, liefert er alle 16 kWh, und die Wärmepumpe steht still – dieselben Anlagen, ein anderes Ergebnis.

Pufferspeicher zuordnen

Pufferspeicher Zuordnung einblenden öffnet die Rubrik, in der Sie den gewählten Erzeugern Speicher zuordnen und Vorlauf, Rücklauf sowie Ein- und Abschaltschwelle festlegen. Die Spalte ③ Speicher im Projekt führt alle Speicher als Kacheln; der Stift einer Kachel öffnet die Verwaltung im Blatt Eigenschaften, darunter stehen Pufferspeicher anlegen / verwalten…, Pufferspeicher auslegen… und Stromspeicher auslegen…. Die Auslegung der Speicherklasse Brauchwasser steht in der Karte Brauchwasser.

Achtung

Ein Pufferspeicher ohne sinnvoll gesetzte Schaltschwellen führt entweder zu Dauerbetrieb oder zu ständigem Takten.

Einstellungen je Wärmepumpe

Die Karte einer Wärmepumpe trägt Chips; ein Doppelklick oder die Eingabetaste auf einem Chip öffnet seinen Dialog:

  • WP-Prio – die Einsatzreihenfolge mehrerer Maschinen.
  • Quelle – Außenluft (Klimadaten), konstante Temperatur, Pufferspeicher, Quellprofil, CSV-Datei oder Erdreich nach VDI 4640; Luft-Wasser-Wärmepumpen rechnen immer mit der Außenluft.
  • Senke – die Wärmesenken in der Reihenfolge der Belieferung: Heizkreis mit der Bedarfsart (Beides (Warmwasser zuerst), nur Warmwasser, nur Heizwärme), Prozesswärme oder ein Pufferspeicher.
  • Betriebsmodus – laufzeitoptimiert (maximale Leistung), leistungsoptimiert (genau die benötigte Wärme) oder PV-optimiert (Vorrang für eigenen Strom).

Gebäude im Projekt

Der Block ⑤ führt je Gebäude eine Zeile: Name, Zonen, Fläche samt Art der Angabe, Rechenweg (VDI 6007 oder Tagesbilanz), Kurzfassung der Wärmeübergabe, Kühlung (gekühlt · Sollwert 26 °C oder nicht gekühlt) und den Jahreswärmebedarf des letzten Laufs. Die Kopfzeile nennt Anlagenkopplung und Aufheizen vor Nutzungsbeginn; beide gelten für alle Gebäude nach VDI 6007 und werden im Gebäudedialog unter Anlage & Übergabe gewählt (Anlagenkopplung).

Element Was es tut
Gebäude auswählen… öffnet Eingabe der Gebäudedaten: Gebäude aufnehmen, importieren oder entfernen
Kühlung rechnen Schalter für das ganze Projekt: der Lauf rechnet den Kältebedarf jedes gekühlten Gebäudes, und der Bereich ④ erscheint; ob ein Gebäude gekühlt wird, legt der Gebäudedialog fest
g-Wert der Fenster winkelabhängig (VDI 6007-2) oder fest, für alle Gebäude des Projekts
Anlage & Übergabe… der Gebäudedialog im Bereich Anlage & Übergabe (Wärmeübergabe, Heizkurve, Kühlung, Lüftung, Zeitprogramm, Anlagenkopplung mit Aufheizen); Auf andere Gebäude übertragen… kopiert die Einstellungen auf die übrigen Gebäude nach VDI 6007 (Auf andere Gebäude übertragen)
Gebäudedialog… derselbe Dialog auf der Übersicht

Geschrieben wird mit dem OK des jeweiligen Dialogs. Die Kachel Gebäudekühlung der Startseite öffnet den Bereich Anlage & Übergabe des ersten gekühlten Gebäudes; auf dem iPad ist Anlage & Übergabe… gesperrt und nennt den Grund.

Simulation durchführen

② Simulation starten ▶ – oder der Hauptknopf im Reiter Simulation der Startseite – rechnet das Jahr: 8.760 Stunden auf der Wärmeseite, 35.040 Viertelstunden auf der Stromseite. Der Lauf läuft im Hintergrund mit Fortschrittsbalken und Abbrechen und endet in ③ Ergebnis mit der Übersicht (Ergebnisse auswerten und Kosten hinterlegen).

Berechnung: Stunde und Viertelstunde

Wärme. Ausgangsgröße jeder Stunde ist der Wärmebedarf; der erste Erzeuger deckt davon, was Kennfeld, Betriebsgrenzen und Speicherstand zulassen, der Rest geht an den nächsten. Was am Ende offen bleibt, ist Restwärmebedarf.

Strom. Je Viertelstunde: Bedarf des Objekts plus Strom der Wärmeerzeuger, abgezogen BHKW-Strom, Photovoltaik und Speicherentladung; der Rest ist Netzbezug, negative Werte sind Einspeisung. Die Photovoltaik deckt zuerst den Bedarf, der Überschuss lädt den Stromspeicher, der Rest wird bis zur Einspeisegrenze eingespeist; fehlt Strom, entlädt der Speicher, danach das Netz.

Strombilanz je Viertelstunde an einem Sommertag mit Photovoltaik und Stromspeicher. Prinzipbild, Beispielwerte gerundet.

Beispiel. An einem Junitag erzeugen 10 kWp 50 kWh, der Haushalt braucht 9,1 kWh. Der leere Stromspeicher mit 10 kWh ist kurz vor 11 Uhr voll; danach gehen 35,6 kWh ins Netz, abends deckt der Speicher die Last, und aus dem Netz kommen nur 1,5 kWh am Morgen.

Kälte. Rechnet das Projekt Kälte, deckt die Kälteseite in jeder Stunde den Kältebedarf in fester Folge – freie Kühlung, Kältespeicher, Wärmepumpen im Kühlbetrieb, Kältemaschinen mit Verdichter – und gibt den Kältestrom an die Strombilanz; was offen bleibt, ist ungedeckte Kälte. Ein Kältespeicher entlädt vor den Verdichtern und lädt an Kühltagen von der Einschalt- bis zur Abschaltschwelle (Kältespeicher).

Die Schritte der Kälteseite in einer Rechenstunde, vom Kältebedarf bis zum Kältestrom. Prinzipbild.

Den vollständigen Rechenweg beschreibt Berechnung: Simulationsablauf.

Siehe auch

← Erzeuger und Speicher auswählen | Ergebnisse auswerten und Kosten hinterlegen →