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Grundlagen/Solarkollektoren: Unterschied zwischen den Versionen

Aus wiki.epos-plan.de
Technikdokumentation: Grundlagen und Anwendung je Technik, Diagramme, Rubrikseiten
Korrektur: Absätze und Listen ohne harten Umbruch, Formeln als LaTeX
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{{Anker|funktionsprinzip|wirkungsgradmodell}}
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Ein Absorber nimmt die Einstrahlung auf und gibt die Wärme an ein durchströmendes Medium ab; eine transparente Abdeckung und die Dämmung auf der Rückseite begrenzen die Verluste an die Umgebung. Wie viel davon nutzbar bleibt, beschreibt der Kollektorwirkungsgrad nach EN 12975: Er sinkt mit steigender Temperaturdifferenz zwischen Kollektor und Umgebung, bezogen auf die Einstrahlung – ausgedrückt als (T<sub>m</sub>−T<sub>a</sub>)/G –, zunächst linear, bei großer Differenz zusätzlich quadratisch, bis er bei geringer Einstrahlung und hoher Übertemperatur auf null fällt.
Ein Absorber nimmt die Einstrahlung auf und gibt die Wärme an ein durchströmendes Medium ab; eine transparente Abdeckung und die Dämmung auf der Rückseite begrenzen die Verluste an die Umgebung. Wie viel davon nutzbar bleibt, beschreibt der Kollektorwirkungsgrad nach EN 12975: Er sinkt mit steigender Temperaturdifferenz zwischen Kollektor und Umgebung, bezogen auf die Einstrahlung – ausgedrückt als <math>(T_{\mathrm{m}} - T_{\mathrm{a}}) / G</math> –, zunächst linear, bei großer Differenz zusätzlich quadratisch, bis er bei geringer Einstrahlung und hoher Übertemperatur auf null fällt.


<!-- Modell: Flachkollektor nach EN 12975, η = η0 − a1·(Tm−Ta)/G − a2·(Tm−Ta)²/G mit η0 = 0,80,
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| Aperturfläche || wirksame, der Einstrahlung ausgesetzte Kollektorfläche || 2–3 m² je Modul
| Aperturfläche || wirksame, der Einstrahlung ausgesetzte Kollektorfläche || 2–3 m² je Modul
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| Optischer Wirkungsgrad (η<sub>0</sub>) || Anteil der Einstrahlung, der ohne Temperaturverlust nutzbar wäre || 0,75–0,85 (Flachkollektor), höher bei Vakuumröhre
| Optischer Wirkungsgrad (<math>\eta_{0}</math>) || Anteil der Einstrahlung, der ohne Temperaturverlust nutzbar wäre || 0,75–0,85 (Flachkollektor), höher bei Vakuumröhre
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| Wärmeverlustkoeffizient (a<sub>1</sub>) || linearer Wärmeverlust je Kelvin Übertemperatur || 3–4 W/(m²·K), niedriger bei Vakuumröhre
| Wärmeverlustkoeffizient (<math>a_{1}</math>) || linearer Wärmeverlust je Kelvin Übertemperatur || 3–4 W/(m²·K), niedriger bei Vakuumröhre
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| Neigung || Winkel der Kollektorebene gegen die Horizontale || 30–45° für den Jahresertrag, steiler für Wintergewinn
| Neigung || Winkel der Kollektorebene gegen die Horizontale || 30–45° für den Jahresertrag, steiler für Wintergewinn

Version vom 28. September 2026, 06:03 Uhr

Solarkollektoren wandeln Sonneneinstrahlung unmittelbar in Wärme um und übertragen sie an ein Wärmeträgermedium. Sie decken vor allem die Trinkwarmwasserbereitung und unterstützen bei ausreichender Fläche auch die Heizung; anders als Photovoltaik liefern sie keinen Strom, sondern direkt nutzbare Wärme.

Funktionsprinzip

Ein Absorber nimmt die Einstrahlung auf und gibt die Wärme an ein durchströmendes Medium ab; eine transparente Abdeckung und die Dämmung auf der Rückseite begrenzen die Verluste an die Umgebung. Wie viel davon nutzbar bleibt, beschreibt der Kollektorwirkungsgrad nach EN 12975: Er sinkt mit steigender Temperaturdifferenz zwischen Kollektor und Umgebung, bezogen auf die Einstrahlung – ausgedrückt als (Tm−Ta)/G –, zunächst linear, bei großer Differenz zusätzlich quadratisch, bis er bei geringer Einstrahlung und hoher Übertemperatur auf null fällt.

Kollektorwirkungsgrad über der bezogenen Übertemperatur
Kollektorwirkungsgrad [%]
80 %
0
68 %
0,03
54 %
0,06
36 %
0,09
16 %
0,12
0 %
0,15
(Tm−Ta)/G in m²·K/W
Prinzipbild: Flachkollektor bei 1 000 W/m², Beispielwerte gerundet.

Kennzahlen

Kennzahl Bedeutung typischer Bereich
Aperturfläche wirksame, der Einstrahlung ausgesetzte Kollektorfläche 2–3 m² je Modul
Optischer Wirkungsgrad (η0) Anteil der Einstrahlung, der ohne Temperaturverlust nutzbar wäre 0,75–0,85 (Flachkollektor), höher bei Vakuumröhre
Wärmeverlustkoeffizient (a1) linearer Wärmeverlust je Kelvin Übertemperatur 3–4 W/(m²·K), niedriger bei Vakuumröhre
Neigung Winkel der Kollektorebene gegen die Horizontale 30–45° für den Jahresertrag, steiler für Wintergewinn
Azimut Abweichung der Ausrichtung von Süden bis ±30° nur wenige Prozent Ertragsverlust
Spezifischer Jahresertrag nutzbare Wärme je m² Aperturfläche und Jahr rund 350–500 kWh/(m²·a) bei Warmwasseranwendung

Typische Größen

  • Einfamilienhaus (Warmwasser): 4–6 m² Kollektorfläche, 300–500 Liter Solarspeicher.
  • Mehrfamilienhaus (Warmwasser mit Zirkulation): häufig 20–40 m², abhängig von Wohnungszahl und Zirkulationsverlust.
  • Gewerbe und Hotellerie (Vorwärmung vor einem weiteren Erzeuger): 30 m² und mehr, abgestimmt auf Tagesbedarf und Speichergröße.

Einsatz und Grenzen

Flachkollektoren sind der Standard für Warmwasser und Heizungsunterstützung im Wohnbau: robust, preiswert, mit guter Leistung bei mäßigen Temperaturdifferenzen. Vakuumröhrenkollektoren verlieren weniger Wärme und bleiben deshalb bei hohen Betriebstemperaturen oder niedrigen Außentemperaturen im Vorteil, sind dafür teurer.

Solarthermie liefert nur, wenn die Sonne scheint, und braucht immer einen Abnehmer – einen aktuellen Bedarf oder einen Speicher –, sonst geht der Ertrag ungenutzt verloren. Sie deckt deshalb nie den ganzen Jahresbedarf allein, sondern einen Anteil, der mit Fläche und Speicher wächst und bei zu großer Kollektorfläche in einen wachsenden, nicht mehr nutzbaren Überschuss übergeht. Für Prozesswärme über rund 100 °C braucht es Sonderbauformen, und als alleiniger Wärmeerzeuger im Winter reicht sie nicht; sie ergänzt einen anderen Erzeuger, statt ihn zu ersetzen.

Solarthermie mit Wärmetauscher unten im geschichteten Pufferspeicher, Nachheizung und Entnahme oben. Prinzipbild.

In EPOS-Plan

Der Katalog der Kollektortypen liegt unter Administration → Wärmebedarf & Heizung → Solarkollektoren; im Projekt legt die Kachel Solarthermie der Startseite das Kollektorfeld im Dialog „Eingabe der Solarkollektoren“ an, eingebunden wird es in der Simulationskonfiguration. Wie Kollektorfeld, Speicher und Nachheizung dort zusammenwirken, zeigt Einbindung, ein Beispiel mit realen Größen steht unter Beispiel, das Zusammenspiel mit anderen Erzeugern unter Zusammenspiel und was dabei zu beachten ist unter Fallstricke. Der Rechenweg nach EN 12975 steht unter Berechnung: Solarthermie.

Siehe auch