Jump to content
Menü aufrufen
Toggle preferences menu
Persönliches Menü aufrufen
Nicht angemeldet
Ihre IP-Adresse wird öffentlich sichtbar sein, wenn Sie Änderungen vornehmen.

Simulation konfigurieren und starten: Unterschied zwischen den Versionen

Aus wiki.epos-plan.de
Import aus epos-plan.de (Dokumentation/Programmablauf)
 
Sammel-Upload 10.10.2026 (#885)
Zeile 1: Zeile 1:
Beim Schritt '''Simulation konfigurieren und starten''' legen Sie im Dialog ''Simulation Konfiguration'' fest, welche Erzeuger an der Deckung teilnehmen und in welcher Reihenfolge sie herangezogen werden. Dieser Dialog ist die Schaltzentrale des Projekts.
Beim Schritt '''Simulation konfigurieren und starten''' legen Sie in der Ansicht ''Simulation'' fest, welche Erzeuger an der Deckung teilnehmen und in welcher Reihenfolge sie herangezogen werden. Die Ansicht führt den Lauf in drei Schritten – ''① Konfiguration'', ''② Simulation starten ▶'' und ''③ Ergebnis'' – und öffnet über {{Menü|Projekt|Simulation…}} oder über ''Simulation Konfiguration…'' im Reiter ''Simulation'' der Startseite. Schritt ① ist die Schaltzentrale des Projekts; die Bedienung im Einzelnen beschreibt [[Programm Dokumentation/Simulation|Programm-Dokumentation: Simulation]].


== Erzeuger und Reihenfolge ==
== Erzeuger und Reihenfolge ==
{{Anker|erzeuger-und-reihenfolge|prioritaet}}
{{Anker|erzeuger-und-reihenfolge|prioritaet}}


Vier Auswahlfelder stehen für die Wärmeerzeuger bereit – Wärmepumpe, Heizkessel, BHKW und Solarthermie –, dazu je ein Feld für Photovoltaik und Stromspeicher.
Die Anlagen des Projekts stehen als Karten in der Spalte ''Wärmeerzeuger, Stromerzeuger und Energiespeicher'': vier Plätze der Wärmekaskade für Wärmepumpe, Heizkessel, BHKW und Solarthermie, dazu Photovoltaik und Stromspeicher. Eine noch nie gespeicherte Kaskade schlägt das Programm in der Folge Solarthermie, Wärmepumpe, BHKW, Heizkessel vor; eine angelegte Anlage ohne Platz nehmen Sie mit ''+ aufnehmen'' auf. ''Konfiguration…'' an einer Karte öffnet die Einstellungen der Anlage – Betriebsart und untere Leistungsgrenze des BHKW, Heizstab, Bivalenz, Einbindung und Sperrzeiten der Wärmepumpe, Betriebsbereitschaft und Heizgrenze des Heizkessels, Kühlbetrieb. Die Umschaltung ''Liste'' oder ''Schema'' zeigt dieselbe Konfiguration als Karten oder als Anlagenschema.


{{Hinweis|Die Reihenfolge der Felder ist die Priorität: Der erste Erzeuger deckt so viel Bedarf wie möglich, der zweite bekommt den Rest, und so fort.}}
{{Hinweis|Die Reihenfolge der Karten ist die Priorität: Der erste Erzeuger deckt so viel Bedarf wie möglich, der zweite bekommt den Rest, und so fort. ''Konfiguration speichern'' schreibt die Kaskade – ungespeichert rechnet der Lauf den zuletzt gespeicherten Stand.}}


Die Übersichtstabelle rechts zeigt fortlaufend alle ausgewählten Erzeuger mit den zugehörigen Anlagen des Projekts.
Im Block ''Weitere Einstellungen'' darunter stehen die Projekteinstellungen des Laufs: Netzverluste gesamt oder je Kanal samt Zirkulation, ''Kühlung rechnen'', Anlagenkopplung, Einspeisegrenze, thermische Desinfektion und Aufheizoptimierung.


== Pufferspeicher zuordnen ==
== Pufferspeicher zuordnen ==
{{Anker|pufferspeicher-zuordnen|speicherbewirtschaftung}}
{{Anker|pufferspeicher-zuordnen|speicherbewirtschaftung}}


Eine eigene Rubrik ist dem Pufferspeicher gewidmet. Hier ordnen Sie den ausgewählten Erzeugern Speicher zu und legen Vorlauf- und Rücklauftemperatur sowie die Ein- und Abschaltschwellen der Speicherbewirtschaftung fest.
''Pufferspeicher Zuordnung einblenden'' öffnet die Rubrik, in der Sie den ausgewählten Erzeugern Speicher zuordnen und Vorlauf- und Rücklauftemperatur sowie die Ein- und Abschaltschwellen der Speicherbewirtschaftung festlegen. Die rechte Spalte ''Speicher im Projekt'' führt alle Speicher als Kacheln; darunter stehen ''Pufferspeicher anlegen / verwalten…'', ''Pufferspeicher auslegen…'' und ''Stromspeicher auslegen…''.


{{Achtung|Ein Pufferspeicher ohne sinnvoll gesetzte Schaltschwellen führt entweder zu Dauerbetrieb oder zu ständigem Takten.}}
{{Achtung|Ein Pufferspeicher ohne sinnvoll gesetzte Schaltschwellen führt entweder zu Dauerbetrieb oder zu ständigem Takten.}}
Zeile 20: Zeile 20:
{{Anker|einstellungen-je-waermepumpe|waermequelle|betriebsmodus}}
{{Anker|einstellungen-je-waermepumpe|waermequelle|betriebsmodus}}


Bei Wärmepumpen stellen Sie in der Übersicht per Doppelklick weitere Eigenschaften ein:
Die Karte einer Wärmepumpe trägt Chips; ein Doppelklick oder die Eingabetaste auf einem Chip öffnet seinen Dialog:


* '''Priorität''' – die Einsatzreihenfolge, wenn mehrere Maschinen im Projekt vorhanden sind.
* '''WP-Prio''' – die Einsatzreihenfolge, wenn mehrere Maschinen im Projekt vorhanden sind.
* '''Wärmequelle''' – Außenluft, konstante Temperatur, Pufferspeicher, eigenes Quellprofil aus Monats- und Wochenwerten oder ein eingelesenes CSV-Temperaturprofil.
* '''Quelle''' – Außenluft (Klimadaten), konstante Temperatur, Pufferspeicher, ein Quellprofil aus Monats-, Tages- oder Stundenwerten, eine CSV-Datei mit Stundenwerten oder Erdreich nach VDI 4640; Luft-Wasser-Wärmepumpen rechnen immer mit der Außenluft.
* '''Wärmesenke''' – gesamter Bedarf, nur Warmwasser oder nur Heizung.
* '''Senke''' – die Wärmesenken in Reihenfolge der Belieferung: Heizkreis mit der Bedarfsart ''Beides (Warmwasser zuerst)'', ''nur Warmwasser'' oder ''nur Heizwärme'', Prozesswärme oder ein Pufferspeicher.
* '''Betriebsmodus''' – laufzeitoptimiert mit maximaler Leistung, leistungsoptimiert mit genau der benötigten Wärmemenge oder PV-optimiert mit Vorrang für selbst erzeugten Strom.
* '''Betriebsmodus''' – laufzeitoptimiert mit maximaler Leistung, leistungsoptimiert mit genau der benötigten Wärmemenge oder PV-optimiert mit Vorrang für selbst erzeugten Strom.


Die Konfiguration wird gespeichert und bleibt dem Projekt erhalten.
Die Konfiguration wird mit ''Konfiguration speichern'' gespeichert und bleibt dem Projekt erhalten.


== Simulation durchführen ==
== Simulation durchführen ==
{{Anker|simulation-durchfuehren|jahressimulation}}
{{Anker|simulation-durchfuehren|jahressimulation}}


Mit dem Start rechnet EPOS-Plan das Jahr in Stundenschritten auf der Wärmeseite und in Viertelstundenschritten auf der Stromseite durch – 8.760 Stunden Wärme und 35.040 Viertelstunden Strom.
''② Simulation starten ▶'' – oder der Hauptknopf im Reiter ''Simulation'' der Startseite – rechnet das Jahr in Stundenschritten auf der Wärmeseite und in Viertelstundenschritten auf der Stromseite durch – 8.760 Stunden Wärme und 35.040 Viertelstunden Strom. Der Lauf läuft im Hintergrund mit Fortschrittsbalken und ''Abbrechen'' und endet in ''③ Ergebnis'', das mit der ''Übersicht'' aufmacht.


Ausgangsgröße jeder Stunde ist der Wärmebedarf; der erste Erzeuger deckt davon so viel, wie Kennfeld, Betriebsgrenzen und Speicherstand zulassen, die Restwärme geht an den nächsten. Was am Ende offen bleibt, erscheint als Restwärmebedarf.
Ausgangsgröße jeder Stunde ist der Wärmebedarf; der erste Erzeuger deckt davon so viel, wie Kennfeld, Betriebsgrenzen und Speicherstand zulassen, die Restwärme geht an den nächsten. Was am Ende offen bleibt, erscheint als Restwärmebedarf. Rechnet das Projekt Kälte, decken Kältemaschinen und Wärmepumpen im Kühlbetrieb den Kältebedarf.


Parallel wird die Strombilanz geführt: Zum Bedarf des Objekts kommen die Verbräuche der Wärmeerzeuger, davon abgezogen werden BHKW-Strom, Photovoltaik und Speicherentladung; der Rest ist Netzbezug, negative Werte sind Einspeisung.
Parallel wird die Strombilanz geführt: Zum Bedarf des Objekts kommen die Verbräuche der Wärmeerzeuger, davon abgezogen werden BHKW-Strom, Photovoltaik und Speicherentladung; der Rest ist Netzbezug, negative Werte sind Einspeisung. Photovoltaik, Stromspeicher und Reststrom werden in derselben Viertelstundenauflösung bilanziert; eine Einspeisegrenze regelt Überschuss ab.


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
Zeile 44: Zeile 44:
* [[Pufferspeicher]] – Hysterese, Schaltschwellen und Bereitschaftsverluste
* [[Pufferspeicher]] – Hysterese, Schaltschwellen und Bereitschaftsverluste
* [[Wärmepumpe]] – Wärmequelle, Wärmesenke und Betriebsmodus im Einzelnen
* [[Wärmepumpe]] – Wärmequelle, Wärmesenke und Betriebsmodus im Einzelnen
* [[Programm Dokumentation/Simulation|Programm-Dokumentation: Simulation]] – die Ansicht mit ihren drei Schritten im Einzelnen
* [[Programm Dokumentation/Berechnung/Simulationsablauf|Berechnung: Simulationsablauf]] – der Rechenweg des Laufs


← [[Erzeuger und Speicher auswählen]] | [[Ergebnisse auswerten und Kosten hinterlegen]] →
← [[Erzeuger und Speicher auswählen]] | [[Ergebnisse auswerten und Kosten hinterlegen]] →

Version vom 10. Oktober 2026, 12:14 Uhr

Beim Schritt Simulation konfigurieren und starten legen Sie in der Ansicht Simulation fest, welche Erzeuger an der Deckung teilnehmen und in welcher Reihenfolge sie herangezogen werden. Die Ansicht führt den Lauf in drei Schritten – ① Konfiguration, ② Simulation starten ▶ und ③ Ergebnis – und öffnet über ProjektSimulation… oder über Simulation Konfiguration… im Reiter Simulation der Startseite. Schritt ① ist die Schaltzentrale des Projekts; die Bedienung im Einzelnen beschreibt Programm-Dokumentation: Simulation.

Erzeuger und Reihenfolge

Die Anlagen des Projekts stehen als Karten in der Spalte Wärmeerzeuger, Stromerzeuger und Energiespeicher: vier Plätze der Wärmekaskade für Wärmepumpe, Heizkessel, BHKW und Solarthermie, dazu Photovoltaik und Stromspeicher. Eine noch nie gespeicherte Kaskade schlägt das Programm in der Folge Solarthermie, Wärmepumpe, BHKW, Heizkessel vor; eine angelegte Anlage ohne Platz nehmen Sie mit + aufnehmen auf. Konfiguration… an einer Karte öffnet die Einstellungen der Anlage – Betriebsart und untere Leistungsgrenze des BHKW, Heizstab, Bivalenz, Einbindung und Sperrzeiten der Wärmepumpe, Betriebsbereitschaft und Heizgrenze des Heizkessels, Kühlbetrieb. Die Umschaltung Liste oder Schema zeigt dieselbe Konfiguration als Karten oder als Anlagenschema.

Hinweis

Die Reihenfolge der Karten ist die Priorität: Der erste Erzeuger deckt so viel Bedarf wie möglich, der zweite bekommt den Rest, und so fort. Konfiguration speichern schreibt die Kaskade – ungespeichert rechnet der Lauf den zuletzt gespeicherten Stand.

Im Block Weitere Einstellungen darunter stehen die Projekteinstellungen des Laufs: Netzverluste gesamt oder je Kanal samt Zirkulation, Kühlung rechnen, Anlagenkopplung, Einspeisegrenze, thermische Desinfektion und Aufheizoptimierung.

Pufferspeicher zuordnen

Pufferspeicher Zuordnung einblenden öffnet die Rubrik, in der Sie den ausgewählten Erzeugern Speicher zuordnen und Vorlauf- und Rücklauftemperatur sowie die Ein- und Abschaltschwellen der Speicherbewirtschaftung festlegen. Die rechte Spalte Speicher im Projekt führt alle Speicher als Kacheln; darunter stehen Pufferspeicher anlegen / verwalten…, Pufferspeicher auslegen… und Stromspeicher auslegen….

Achtung

Ein Pufferspeicher ohne sinnvoll gesetzte Schaltschwellen führt entweder zu Dauerbetrieb oder zu ständigem Takten.

Einstellungen je Wärmepumpe

Die Karte einer Wärmepumpe trägt Chips; ein Doppelklick oder die Eingabetaste auf einem Chip öffnet seinen Dialog:

  • WP-Prio – die Einsatzreihenfolge, wenn mehrere Maschinen im Projekt vorhanden sind.
  • Quelle – Außenluft (Klimadaten), konstante Temperatur, Pufferspeicher, ein Quellprofil aus Monats-, Tages- oder Stundenwerten, eine CSV-Datei mit Stundenwerten oder Erdreich nach VDI 4640; Luft-Wasser-Wärmepumpen rechnen immer mit der Außenluft.
  • Senke – die Wärmesenken in Reihenfolge der Belieferung: Heizkreis mit der Bedarfsart Beides (Warmwasser zuerst), nur Warmwasser oder nur Heizwärme, Prozesswärme oder ein Pufferspeicher.
  • Betriebsmodus – laufzeitoptimiert mit maximaler Leistung, leistungsoptimiert mit genau der benötigten Wärmemenge oder PV-optimiert mit Vorrang für selbst erzeugten Strom.

Die Konfiguration wird mit Konfiguration speichern gespeichert und bleibt dem Projekt erhalten.

Simulation durchführen

② Simulation starten ▶ – oder der Hauptknopf im Reiter Simulation der Startseite – rechnet das Jahr in Stundenschritten auf der Wärmeseite und in Viertelstundenschritten auf der Stromseite durch – 8.760 Stunden Wärme und 35.040 Viertelstunden Strom. Der Lauf läuft im Hintergrund mit Fortschrittsbalken und Abbrechen und endet in ③ Ergebnis, das mit der Übersicht aufmacht.

Ausgangsgröße jeder Stunde ist der Wärmebedarf; der erste Erzeuger deckt davon so viel, wie Kennfeld, Betriebsgrenzen und Speicherstand zulassen, die Restwärme geht an den nächsten. Was am Ende offen bleibt, erscheint als Restwärmebedarf. Rechnet das Projekt Kälte, decken Kältemaschinen und Wärmepumpen im Kühlbetrieb den Kältebedarf.

Parallel wird die Strombilanz geführt: Zum Bedarf des Objekts kommen die Verbräuche der Wärmeerzeuger, davon abgezogen werden BHKW-Strom, Photovoltaik und Speicherentladung; der Rest ist Netzbezug, negative Werte sind Einspeisung. Photovoltaik, Stromspeicher und Reststrom werden in derselben Viertelstundenauflösung bilanziert; eine Einspeisegrenze regelt Überschuss ab.

Siehe auch

← Erzeuger und Speicher auswählen | Ergebnisse auswerten und Kosten hinterlegen →