Programm Dokumentation/Berechnung/Wärmepumpe: Unterschied zwischen den Versionen
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* '''Keine Abtauverluste''' und keine Feuchtekorrektur bei Luft/Wasser-Geräten. Was das Kennfeld ausweist, gilt. | * '''Keine Abtauverluste''' und keine Feuchtekorrektur bei Luft/Wasser-Geräten. Was das Kennfeld ausweist, gilt. | ||
* '''Keine Vorlaufregelung ohne Anlagenkopplung.''' Ohne Kopplung wird das Kennfeld das ganze Jahr zu der Vorlauftemperatur <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math> ausgewertet, die an der Anlage steht. Erst die Anlagenkopplung „Heizkreis (AK1)" bringt eine Heizkurve ins Spiel — dann interpoliert der Lauf je Stunde zwischen den zwei Vorlaufstufen des Kennfelds, die den gerechneten Vorlauf einschließen (Schritt 2). | * '''Keine Vorlaufregelung ohne Anlagenkopplung.''' Ohne Kopplung wird das Kennfeld das ganze Jahr zu der Vorlauftemperatur <math>\vartheta_{\mathrm{VL}}</math> ausgewertet, die an der Anlage steht. Erst die Anlagenkopplung „Heizkreis (AK1)" bringt eine Heizkurve ins Spiel — dann interpoliert der Lauf je Stunde zwischen den zwei Vorlaufstufen des Kennfelds, die den gerechneten Vorlauf einschließen (Schritt 2). | ||
* '''Der Kühlbetrieb rechnet getrennt.''' Eine Wärmepumpe mit Kühlkennlinie und eingeschaltetem Kühlbetrieb deckt an Kühltagen den Kältebedarf in einer eigenen Kältekaskade nach der Wärmekaskade; an diesen Tagen ist ihr Heizkanal gesperrt, Warmwasser bleibt. Die Kühlkennlinie wird ebenso linear zwischen den zwei Kühl-Vorläufen interpoliert, die den Kühl-Vorlauf der Anlage einschließen; rechnet das Projekt auf der Stufe ''geschlossener Kreis (AK3)'' und fährt das Gebäude eine [[Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007#kuehlkurve|Kühlkurve]], tritt an seine Stelle in jeder Stunde der Vorlauf der Kurve. Kälte und Kältestrom stehen in eigenen Reihen und gehen in die Wärmebilanz und die Jahresarbeitszahl der Wärme nicht ein ([[Programm Dokumentation/ | * '''Der Kühlbetrieb rechnet getrennt.''' Eine Wärmepumpe mit Kühlkennlinie und eingeschaltetem Kühlbetrieb deckt an Kühltagen den Kältebedarf in einer eigenen Kältekaskade nach der Wärmekaskade; an diesen Tagen ist ihr Heizkanal gesperrt, Warmwasser bleibt. Die Kühlkennlinie wird ebenso linear zwischen den zwei Kühl-Vorläufen interpoliert, die den Kühl-Vorlauf der Anlage einschließen; rechnet das Projekt auf der Stufe ''geschlossener Kreis (AK3)'' und fährt das Gebäude eine [[Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007#kuehlkurve|Kühlkurve]], tritt an seine Stelle in jeder Stunde der Vorlauf der Kurve. Kälte und Kältestrom stehen in eigenen Reihen und gehen in die Wärmebilanz und die Jahresarbeitszahl der Wärme nicht ein ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#kuehlbetrieb|Kühlung: Kühlbetrieb der Wärmepumpe]]). | ||
* '''Der Heizstab hat keinen eigenen Wirkungsgrad''' — <math>\operatorname{COP}_{\mathrm{HS}} = 1</math> nach (12). | * '''Der Heizstab hat keinen eigenen Wirkungsgrad''' — <math>\operatorname{COP}_{\mathrm{HS}} = 1</math> nach (12). | ||
* '''Katalogspalten ohne Leser''': Länge, Breite, Höhe, Gewicht und Raumbedarf kommen aus dem VDI‑3805-Import, werden ins Projekt kopiert und im ganzen Bestand nirgends gelesen. | * '''Katalogspalten ohne Leser''': Länge, Breite, Höhe, Gewicht und Raumbedarf kommen aus dem VDI‑3805-Import, werden ins Projekt kopiert und im ganzen Bestand nirgends gelesen. | ||
Version vom 11. Oktober 2026, 05:23 Uhr
Was berechnet wird
Die Wärmepumpe hebt Umweltwärme auf Nutztemperatur. Der Lauf ermittelt für jede Stunde aus der Quelltemperatur und dem Kennfeld des Geräts die Leistungszahl (COP) und die thermische Leistung, deckt damit den offenen Bedarf, lädt Pufferspeicher und schreibt den zugehörigen Strombedarf fort. Dazu kommen der Heizstab als letzte Deckungsstufe, die Bivalenzregelung gegen einen zweiten Erzeuger und die Sperrzeiten des Energieversorgers.
Ergebnisgrößen sind die Wärmeproduktion, der Strombedarf der Wärmepumpe, der Strombedarf des Heizstabs, die Laufzeit, der ermittelte Bivalenzpunkt und die daraus gebildete Jahresarbeitszahl.
Eingangsgrößen
| Größe | Einheit | Herkunft im Programm |
|---|---|---|
| Offener Wärmebedarf je Kanal | kWh je Stunde | Ergebnis der vorgelagerten Kaskadenstufen |
| Außentemperatur | °C | Klimadatenreihe der Klimaregion, 8 760 Stundenwerte |
| Kennfeld: Quelltemperatur, COP, thermische Leistung je Vorlauftemperatur | °C, —, kW | Kennlinien-Editor der Wärmepumpe (Projektkopie des Katalogkennfelds) |
| Bauart (Luft/Wasser, Sole/Wasser, …) | — | Wärmepumpenkatalog, Feld „Wärmepumpentyp" |
| Nennleistung | kW | Wärmepumpenkatalog |
| Mindestleistung (kleinste Modulationsleistung) | kW | Wärmepumpenkatalog, Feld „Mindestleistung"; leer = moduliert bis null, kein Taktverlust |
| Teillastkoeffizient | — | Wärmepumpenkatalog, Feld „Teillastkoeffizient C_d"; leer = Vorgabe 0,9 nach EN 14825 |
| Heizstableistung | kW | Wärmepumpen Verwaltung, Detailansicht, Gruppe „Wärmepumpen Kenndaten", Feld „Heizstab" |
| Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur | °C | Wärmepumpen Verwaltung, Detailansicht, Gruppe „Auslegung für Verteilung" |
| Heizstab ein/aus | — | „Konfiguration…" der Wärmepumpe, Schalter „Heizstab mitrechnen" |
| Sperrzeit ein/aus, von, bis; Sperrfenster mit Beginn, Dauer, Wochentagen und „Heizstab mitgesperrt" | —, h | derselbe Abschnitt, Kästchen „Sperrzeiten vorhanden" |
| Bivalenter Betrieb, Betriebsart, Bivalenztemperatur | —, °C | derselbe Abschnitt; die Bivalenztemperatur erscheint nur, wenn sie rechenwirksam ist |
| Höchster Vorlauf, Zeitprogramm | °C, — | derselbe Abschnitt, Gruppe „Betriebszeiten"; leer = projektierter Vorlauf bzw. immer verfügbar |
| Einbindung (direkt, Puffer, Weiche), Vorwärmbetrieb | — | derselbe Abschnitt, Gruppe „Bivalenz und Übergabe"; leer = ohne Übergabegrenze |
| Gerätegrenzen: Auslegungs-, größte und kleinste Spreizung, Mindestvolumenstrom, größter Rücklauf, Bezugsrücklauf, Abwertung je Kelvin, Kältemittel | K, %, °C, %/K, — | Wärmepumpenkatalog und Projektkopie, Gruppe „Gerätegrenzen"; leer = Vorgabe des Kältemittels |
| Wärmequelle (Außenluft, konstant, Erdreich, Quellprofil, CSV-Reihe, Pufferspeicher) | — | Simulationskonfiguration, Karte der Anlage, Chip „Quelle:" |
| Leistungssteuerung (laufzeit-, leistungs- oder PV-optimiert) | — | Simulationskonfiguration, Chip „Betriebsmodus" |
| Wärmesenken und Ladeaufträge | — | Simulationskonfiguration, Chips „Wärmesenke" und „Pufferspeicher" |
| Anlagenpriorität, Ladepriorität | 1…99 | Simulationskonfiguration; Vorgabe 20 für die Wärmepumpe |
| Extrapolation erlaubt | — | Projekteinstellung; Vorbelegung „erlaubt" |
Formelzeichen und Parameter
Die Schreibweise ist die der ganzen Rubrik: ist die Stunde des Jahres (1…8 760), eine Leistung, eine Wärmemenge, eine Strommenge, eine Temperatur in Grad Celsius. Weil eine Stunde lang ist, sind Leistung und Energie zahlengleich. Die Leistungszahl heißt in der Stunde , über das Jahr . Ein Strich am Symbol () bezeichnet den Wert nach einer Kürzung.
Parameter
Eingaben, Katalogwerte, Vorgaben und Konstanten. Sie ändern sich innerhalb eines Laufs nicht.
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Herkunft |
|---|---|---|---|
| , | Quelltemperatur der zwei Kennfeld-Stützstellen, zwischen denen liegt | °C | Kennlinien-Editor (Projektkopie des Katalogkennfelds) |
| , | Leistungszahl an diesen zwei Stützstellen | — | derselbe Kennfeldsatz |
| , | thermische Leistung an diesen zwei Stützstellen | kW | derselbe Kennfeldsatz |
| Heizstableistung des Moduls | kW | Wärmepumpen Verwaltung, Detailansicht, Gruppe „Wärmepumpen Kenndaten", Feld „Heizstab" | |
| Bivalenztemperatur | °C | Abschnitt „Spitzenlast und Betrieb"; Vorbelegung: 0 °C — sie gilt wörtlich | |
| , | Sperrzeitfenster des Energieversorgers | h | derselbe Abschnitt, Felder „von" und „bis" |
| , | Vorlauf- und Rücklauftemperatur der Anlage | °C | Dialog „Wärmepumpe", Abschnitt „Auslegung" |
| , | Vorlauf und Rücklauf des Quellpuffers | °C | Pufferspeicher (Projekt), Abschnitt „Eigenschaften" |
| Leistungszahl des Heizstabs | — | Konstante: 1 — eine kWh Wärme kostet eine kWh Strom | |
| Verlegetiefe des Erdkollektors | m | Wärmequelle „Erdreich, Kollektor"; Vorgabe: 1,5 m bei „Sand feucht" | |
| Ladepriorität des Moduls in der Ladeordnung | — | Simulationskonfiguration; Vorgabe: 20 (Solarthermie 10, BHKW 30, Heizkessel 40) | |
| größte Zahl Module je Projekt | Stück | Konstante: 10 — mit elf oder mehr Wärmepumpen bricht der Lauf mit einer Meldung ab | |
| Mindestleistung des Geräts, unterhalb derer es taktet | kW | Wärmepumpenkatalog, Feld „Mindestleistung"; leer oder 0 = kein Takten | |
| Teillastkoeffizient nach EN 14825 | — | Wärmepumpenkatalog, Feld „Teillastkoeffizient C_d"; Vorgabe: 0,9 | |
| Mindestlaufzeit je Start, mit der die Starts gezählt werden | min | Konstante: 10 — dieselbe Vorgabe wie beim Heizkessel | |
| Höchster Vorlauf der Wärmepumpe | °C | „Konfiguration…", Gruppe „Betriebszeiten"; leer = Vorlauftemperatur der Anlage | |
| , , | Auslegungs-, größte und kleinste Spreizung der Wärmepumpe | K | Gruppe „Gerätegrenzen"; Vorgabe: 5, 10 und 3 K, bei R744 größte Spreizung 30 K |
| Mindestvolumenstrom als Anteil des Auslegungsvolumenstroms | — | Gruppe „Gerätegrenzen"; Vorgabe: 60 % | |
| größter Rücklauf | °C | Gruppe „Gerätegrenzen"; leer bei R744 40 °C, sonst ohne Feldwert | |
| , | Bezugsrücklauf und Abwertung je Kelvin Rücklauf | °C, %/K | Gruppe „Gerätegrenzen"; leer bei R744 30 °C und 2,5 %/K, sonst keine Abwertung; schaltet sie ab |
| Nennleistung der Wärmepumpe | kW | Wärmepumpenkatalog | |
| Kapazitätsstrom des Heizkreises, über die gekoppelten Übergaben | kW/K | Auslegungspunkt der Wärmeübergabe am Gebäude bzw. an den Zonen |
Variablen
Größen, die der Lauf je Stunde oder je Modul bildet.
| Symbol | Bedeutung | Einheit | berechnet in |
|---|---|---|---|
| Stunde des Jahres, 1…8 760 | — | Laufindex der Stundenschleife | |
| Tagesstunde, 0…23 | — | aus | |
| Außentemperatur | °C | Klimadatenreihe (Eingang) | |
| Quelltemperatur der Stunde | °C | Schritt 1, Quellentabelle; Rückfall (1) | |
| Leistungszahl der Stunde | — | (2) | |
| thermische Leistung der Stunde | kW | (3), gekürzt durch (5) und (7) | |
| elektrische Leistung der Wärmepumpe | kW | (4), gekürzt durch (5) und (7) | |
| Verdampferwärme, die die Quelle liefern muss | kWh | (6) | |
| Inhalt des Quellpuffers | kWh | Pufferspeicher (Eingang) | |
| Kürzungsfaktor bei erschöpfter Quelle | — | (7) | |
| offener Bedarf der eigenen Senkenkette | kWh | Eingang aus der Kaskade | |
| in dieser Stunde gedeckte Wärme | kWh | (8) bzw. (9) | |
| Strombedarf der Wärmepumpe in dieser Stunde | kWh | (8) bzw. (9) | |
| Zuwachs der Laufzeit — eine Vollbenutzungsstunde | h | (8) bzw. (9) | |
| noch freier PV-Überschuss der Stunde | kWh | Photovoltaikzweig (Eingang) | |
| Ladepotenzial der Stunde | kWh | Schritt 5, Modustabelle; PV-Fall (10) | |
| nach Deckung, Ladung und Nachentladung offener Rest | kWh | Stundenschleife, vor dem Heizstab | |
| Wärme des Heizstabs | kWh | (11) | |
| Strom des Heizstabs | kWh | (12) | |
| Wärmeproduktion des Moduls im Jahr | kWh | Jahressumme | |
| Strombedarf der Wärmepumpe im Jahr | kWh | Jahressumme | |
| Strombedarf des Heizstabs im Jahr | kWh | Jahressumme | |
| ermittelter Bivalenzpunkt | °C | (13) | |
| Jahresarbeitszahl mit Heizstab | — | (14) | |
| Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe allein | — | (14) | |
| , | Wärme und Verdichterstrom des Moduls in der Stunde, Deckung und Ladung zusammen | kWh | Schritte 4 und 5 |
| Lastverhältnis der Stunde | — | (15) | |
| Teillastfaktor; | — | (16) | |
| Mehrstrom der Taktstunde | kWh | (17) | |
| Starts der Stunde | — | (18) | |
| , | Vorlauf und Rücklauf, die der Heizkreis in der Stunde verlangt | °C | Anlagenkopplung (Eingang) |
| Rücklauf zur Wärmepumpe | °C | Schritt 9, nach der Einbindung | |
| wirksame Rücklaufgrenze | °C | (19) | |
| Abwertungsfaktor auf Leistung und Leistungszahl | — | (20) | |
| größte Spreizung nach dem Mindestvolumenstrom | K | (21) | |
| Kennfeldleistung bei | kW | Schritt 2 | |
| Leistungsgrenze der Hydraulik | kW | Schritt 9, nach der Einbindung | |
| Leistung der Wärmepumpe unter dem Höchsten Vorlauf | kW | (22) | |
| , | Leistung und Anteil der Wärmepumpe im Vorwärmbetrieb | kW, — | (23) |
Rechenweg
Gerechnet wird im festen Jahresraster von 8 760 Stunden; ist in allen Gleichungen dieser Seite die laufende Stunde des Jahres und wird deshalb in den Legenden nicht wiederholt. Höchstens Module je Projekt gehen in die Rechnung ein — mit elf oder mehr Wärmepumpen bricht der Lauf mit einer Meldung ab —; sie arbeiten in jeder Stunde in Anlagenpriorität nacheinander.
Schritt 1 — Quelltemperatur je Stunde
Sie entscheidet über alles Weitere. Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe nimmt immer die Außentemperatur; sonst gilt die eingestellte Wärmequelle:
| Wärmequelle | Quelltemperatur |
|---|---|
| Außenluft | aus der Klimareihe |
| Konstante Temperatur | der eingegebene Wert, für alle 8 760 Stunden |
| Erdreich, Erdsonde | stündlich aus dem Sondenfeld: die ungestörte Erdreichtemperatur (Jahresmittel der Außentemperatur plus geothermischer Anteil über die Sondenlänge, VDI 4640 Blatt 1), abgesenkt um die Wirkung des Entzugs bis zum Ende der Vorstunde und der Vorjahre bis zum Betrachtungsjahr (Berechnung: Wärmequelle Erdreich); ohne Sondenlänge gilt die ungestörte Temperatur konstant über das Jahr |
| Erdreich, Kollektor | Jahreswelle nach Kusuda über die Verlegetiefe und die Bodenart; ohne Werte gelten 1,5 m und „Sand feucht" |
| Quellprofil | 12 Monats-, 365 Tages- oder 8 760 Stundenwerte, auf das Jahresraster gekachelt (die Tagesvariante kalenderunabhängig) |
| CSV-Reihe | die eingelesene Reihe |
| Pufferspeicher | die gepflegte Quelltemperatur; sonst der Mittelwert (1). Ist der Puffer zugleich Senke eines anderen Erzeugers, folgt stündlich dem Speicherzustand an der Entnahmehöhe |
- (1)
- – Quelltemperatur der Stunde [°C]
- – Vorlauftemperatur des Quellpuffers [°C]
- – Rücklauftemperatur des Quellpuffers [°C]
Lässt sich eine Quelle nicht auflösen — kein Profil, keine lesbare Datei, kein gewählter Puffer —, gilt ersatzweise die Außentemperatur. Nur ein gewähltes, aber fehlendes oder unvollständiges Quellprofil meldet der Lauf im Protokoll; eine fehlende CSV-Datei oder eine ohne 8 760 Werte fällt ohne Hinweis auf die Außentemperatur zurück. Das ist eine Ersatzannahme mit voller Wirkung auf die Jahresarbeitszahl.
Schritt 2 — Kennfeldauswertung
Gerechnet wird mit der Kennlinie der Vorlauftemperatur , die an der Anlage steht. Mit der Anlagenkopplung (ab der Stufe „Heizkreis (AK1)") wertet der Lauf für Module mit Heizwärme je Stunde die zwei Vorlaufstufen aus, zwischen denen der gerechnete Heizkreisvorlauf liegt, und interpoliert Heizleistung und COP je für sich linear über den Vorlauf; die elektrische Leistung folgt als Heizleistung durch COP. Auf einer Stufe gilt deren Kennlinie, unter der untersten die unterste, über der obersten die oberste — bei verbotener Extrapolation bricht der Lauf dort ab —, und das Protokoll nennt je Gerät die Stunden über der obersten Stufe. Hat die Anlage eine Einbindung (Schritt 9), gilt statt des gerechneten Vorlaufs der kleinere Wert aus ihm und dem Höchsten Vorlauf . Braucht in einer Stunde kein gekoppeltes Gebäude Heizwärme — auch weil sein Heizsollwert dort „aus" ist, etwa außerhalb der Heizperiode, die sein Reiter „Konditionierung" festlegt —, gilt wieder die Kennlinie von . Die Lesart lehnt sich an VDI 4650 Blatt 1 und DIN EN 14825 an. Das Kennfeld führt je Vorlauftemperatur Stützstellen aus Quelltemperatur, COP und thermischer Leistung, nach Quelltemperatur absteigend. Liegt innerhalb des Feldes, wird zwischen den zwei umgebenden Stützstellen linear interpoliert — getrennt für COP und für die Leistung:
- (2)
- – Leistungszahl der Stunde [–]
- , – Leistungszahl an der unteren und der oberen Stützstelle [–]
- – Quelltemperatur der Stunde [°C]
- , – Quelltemperatur der unteren und der oberen Stützstelle [°C]
- (3)
- – thermische Leistung der Stunde [kW]
- , – thermische Leistung an der unteren und der oberen Stützstelle [kW]
- – Quelltemperatur der Stunde [°C]
- , – Quelltemperatur der zwei Stützstellen [°C]
- (4)
- – elektrische Leistung der Wärmepumpe [kW]
- – thermische Leistung der Stunde [kW]
- – Leistungszahl der Stunde [–]
Außerhalb des Feldes gilt:
| Lage von | was gilt |
|---|---|
| ab der obersten Stützstelle | Kappung auf deren COP und Leistung — keine Extrapolation nach oben |
| unterhalb der untersten Stützstelle | zwei Wege, siehe unten |
| nur EINE Stützstelle vorhanden | deren Werte gelten konstant |
Unterhalb der untersten Stützstelle gibt es zwei Wege:
- Bei einer temperaturgekoppelten Puffer-Quelle (Booster) wird auf die unterste Stützstelle gekappt. Eine lineare Verlängerung der Herstellerkennlinie wäre dort eine erfundene Betriebskennzahl — der Fall heißt nicht „Extremkälte", sondern „der Quellpuffer steht gerade auf Rücklaufniveau".
- Bei jeder anderen Quelle entscheidet die Projekteinstellung: erlaubt (Vorbelegung) heißt lineare Extrapolation nach (2) und (3) über die zwei untersten Stützstellen, einmal im Protokoll vermerkt; verboten bricht den Lauf mit einer Meldung ab, die Gerät und Untergrenze nennt.
Beide Kappungen werden je Modul gezählt und einmal am Laufende gemeldet — mit der Zahl der betroffenen Stunden und dem Temperaturbereich. Bei einem Booster (Quelle 30…50 °C, Herstellerkennlinien meist bis rund 20 °C) ist die Kappung nach oben der Normalfall.
Geschlossener Kreis (AK3). Auf dieser Stufe gleicht der Lauf Raumtemperatur, Bedarf und Vorlauf je Stunde mit dem ab, was die Erzeuger und ein Heizungspuffer liefern können (Pufferspeicher: Heizungspuffer im geschlossenen Kreis). Die Wärmepumpe geht dort als Leistungsangebot ein: Leistung aus der Kennlinie am Vorlauf des Kreises — zwischen zwei Vorlaufstufen linear gewichtet — und an der Quelltemperatur zu Beginn der Stunde, an einer Erdsonde aus dem Zustand des Sondenfelds. Unter der untersten Vorlaufstufe gilt die unterste Kennlinie, über der obersten bei erlaubter Extrapolation die oberste; bei verbotener Extrapolation bietet die Wärmepumpe dort nichts an. In einer Sperrstunde und unter dem Abschaltpunkt des bivalenten Betriebs bietet sie nichts an, sonst gilt der Faktor ihres Zeitprogramms. Verlangt der Kreis einen Vorlauf über ihrem Höchsten Vorlauf, liefert sie nur im Vorwärmbetrieb (Schritt 9).
Schritt 3 — Betriebsarten und Sperrzeiten
Auf das Kennfeldergebnis wirken drei Regeln, in dieser Reihenfolge.
Bivalenter Betrieb — maßgeblich ist die Außentemperatur, nicht der Bedarf:
| Betriebsart | Bedingung | Wirkung |
|---|---|---|
| teilparallel | und — die Wärmepumpe ist aus | |
| parallel | — | die Wärmepumpe läuft weiter, der zweite Erzeuger unterstützt |
| alternativ | und |
Der Unterschied zwischen und dem strengen „kleiner" betrifft nur die Stunden mit exakter Gleichheit. Der Vorbelegungswert °C gilt wörtlich — eine Ersatzregel für 0 würde die Anlagen falsch rechnen, die diesen Wert bewusst führen. Steht eine alternativ betriebene Anlage auf 0 °C, weist der Lauf einmalig darauf hin.
Sperrzeit — ist das Fenster aus „von" und „bis" eingeschaltet und liegt die Tagesstunde darin:
- (5)
- , – thermische und elektrische Leistung der Stunde; in der Sperrzeit beide 0 [kW]
- , – Grenzen des Sperrzeitfensters [h]
- – Tagesstunde, 0…23 [–]
Dieses Fenster gilt jeden Tag und reicht nicht über Mitternacht; der Heizstab rechnet darin weiter. Mit Sperrfenstern (Kästchen „Sperrzeiten vorhanden") ist eine Stunde gesperrt, wenn ihr Beginn in einem Fenster aus Beginn und Dauer an einem seiner Wochentage liegt; ein Fenster über Mitternacht läuft in den Folgetag, das des 31. Dezember in den 1. Januar. Ein Fenster mit „Heizstab mitgesperrt" sperrt auch den Heizstab. Die Sperrzeit geht dem Zeitprogramm der Anlage vor.
Wärmequelle Pufferspeicher — die Verdampferwärme muss aus dem Speicher kommen:
- (6)
- – Verdampferwärme, die die Quelle liefern muss [kWh]
- – thermische Leistung der Stunde [kW]
- – elektrische Leistung der Wärmepumpe [kW]
- (7)
- – Kürzungsfaktor bei erschöpfter Quelle [–]
- – Inhalt des Quellpuffers [kWh]
- – geforderte Verdampferwärme aus (6) [kWh]
- , – gekürzte thermische und elektrische Leistung der Stunde [kW]
Ein Rest unter kWh im Quellpuffer gilt als leer, . Das ist Rechentechnik, keine Fachgrenze: Die Entnahme lässt in Gleitkommaarithmetik oft einen winzigen Rest stehen, und eine Stunde mit beinahe null Leistung zählte sonst als volle Laufzeit.
Die tatsächlich entnommene Quellwärme wird dem Speicher abgezogen. Ist der Quellpuffer zugleich Senke eines anderen Erzeugers, wird die Entnahme diesem gutgeschrieben und der Wärmepumpe entsprechend von ihrer Direktdeckung abgezogen — sonst wäre dieselbe kWh zweimal als Deckung ausgewiesen.
Schritt 4 — Bedarfsdeckung
Gedeckt wird nur über Direktsenken; eine Anlage ohne Direktsenke lädt ausschließlich. Bei einer reinen Ladeanlage tritt an die Stelle von der Bilanzraum des Puffers.
- (8)
- – in dieser Stunde gedeckte Wärme [kWh]
- – thermische Leistung der Stunde [kW]
- – offener Bedarf der eigenen Senkenkette [kWh]
- – Strombedarf der Wärmepumpe in dieser Stunde [kWh]
- – elektrische Leistung der Wärmepumpe [kW]
- – Zuwachs der Laufzeit, hier eine volle Stunde [h]
- (9)
- – in dieser Stunde gedeckte Wärme [kWh]
- – thermische Leistung der Stunde [kW]
- – offener Bedarf der eigenen Senkenkette [kWh]
- – Strombedarf der Wärmepumpe in dieser Stunde [kWh]
- – Leistungszahl der Stunde [–]
- – Zuwachs der Laufzeit als Vollbenutzungsstunde [h]
Die Laufzeit wird also als Vollbenutzungsstunde geführt, nicht als Betriebsstunde. Ist durch (5) oder (7) auf 0 gefallen, wächst sie nicht.
Schritt 5 — Ladepotenzial und Leistungssteuerung
Was über den Momentanbedarf hinaus erzeugt werden darf, entscheidet der Betriebsmodus:
| Modus | Ladepotenzial |
|---|---|
| laufzeitoptimiert (Vorgabe, auch bei unbekanntem Wert) | die volle thermische Leistung — lange Laufzeiten, wenig Takten |
| leistungsoptimiert | 0 — die Wärmepumpe moduliert auf den Bedarf. Ausnahme: eine reine Ladeanlage ohne Direktsenke lädt wie im laufzeitoptimierten Fall, sonst stünde sie still |
| PV-optimiert | begrenzt auf den PV-Überschuss der Stunde nach (10); sonst wie leistungsoptimiert |
- (10)
- – Ladepotenzial der Stunde [kWh]
- – thermische Leistung der Stunde [kW]
- – noch freier PV-Überschuss der Stunde [kWh]
- – Leistungszahl der Stunde [–]
Das PV-Budget wird hier nicht verbraucht — es geht nur als Obergrenze ein. Abgebucht wird erst in der Ladephase, und zwar um die tatsächlich geladene Menge: Sonst wäre das Budget für das zweite Modul verbraucht, ohne dass eine kWh PV-Strom geflossen wäre.
Mit dem Vorgaberang lädt die Wärmepumpe nach der Solarthermie (10), aber vor BHKW (30) und Heizkessel (40) — sie profitiert vom leeren Speicher.
Schritt 6 — Heizstab
Der Heizstab ist die letzte Stufe der Stunde: nach Bedarfsdeckung, Ladephase und Nachentladung, vor dem Stundenabschluss. Er läuft nur, wenn er eingeschaltet ist, sieht den aggregierten offenen Rest (Heizung und Warmwasser, mit Warmwasservorrang) und ist je Modul auf seine Heizstableistung begrenzt:
- (11)
- – Wärme des Heizstabs in dieser Stunde [kWh]
- – nach Deckung, Ladung und Nachentladung offener Rest [kWh]
- – Heizstableistung des Moduls [kW]
- (12)
- – Strom des Heizstabs in dieser Stunde [kWh]
- – Wärme des Heizstabs aus (11) [kWh]
- – Leistungszahl des Heizstabs [–], Konstante 1
Seine Wärme kostet Strom im Verhältnis 1:1 — der Heizstab hat keine Leistungszahl. Der Strombedarf der Wärmepumpe und der des Heizstabs gehen beide in den Strombedarf des Projekts ein.
Schritt 7 — Bivalenzpunkt und Jahresarbeitszahl
Der ausgewiesene Bivalenzpunkt ist ein Ergebnis, keine Eingabe: die höchste Außentemperatur, bei der nach Deckung, Ladung und Nachentladung noch Wärmebedarf offen blieb — gemessen vor dem Heizstab.
- (13)
- – ermittelter Bivalenzpunkt [°C]
- – Außentemperatur der Stunde [°C]
- – offener Rest vor dem Heizstab; nur Stunden mit einem Rest zählen [kWh]
Die Jahresarbeitszahl wird aus den Jahressummen gebildet. Mit Heizstab gilt die Bilanzgrenze der Anlage nach VDI 4650: Die Wärme des Heizstabs steht im Zähler, sein Strom im Nenner; nach (12) ist seine Wärme gleich seinem Strom.
- (14)
- – Jahresarbeitszahl mit Heizstab [–]
- – Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe allein [–]
- – Wärmeproduktion der Wärmepumpe im Jahr, ohne Heizstab [kWh]
- – Strombedarf der Wärmepumpe im Jahr [kWh]
- – Strombedarf des Heizstabs im Jahr, gleich seiner Wärme [kWh]
Beide Zahlen entstehen aus den Summen über alle Module und je Modul aus dessen eigenen Summen; ohne Strom gibt es keine Jahresarbeitszahl. Ohne Heizstab sind sie gleich, mit Heizstab sinkt , je mehr er deckt. enthält den Mehrstrom des Taktens aus Schritt 8; die Jahresarbeitszahl sinkt damit um den Taktverlust.
Schritt 8 — Takten unter der Mindestleistung
Dieser Schritt greift nur für ein Gerät mit gepflegter Mindestleistung . Bleibt die Wärme einer Stunde darunter, taktet das Gerät: Es läuft in Abschnitten mit und steht dazwischen, und jedes Anfahren kostet Leistungszahl. Der Lauf bildet das nach EN 14825 über das Lastverhältnis ab:
- (15)
- – Lastverhältnis der Stunde [–]
- – Wärme des Moduls in der Stunde, Deckung und Ladung zusammen [kWh]
- – Mindestleistung des Geräts [kW]
- (16)
- – Teillastfaktor; die Leistungszahl im Takt ist [–]
- – Teillastkoeffizient, Vorgabe 0,9 [–]
Die Wärme der Stunde bleibt, der Strom steigt um den Mehrstrom:
- (17)
- – Mehrstrom der Taktstunde [kWh]
- – Verdichterstrom des Moduls in der Stunde nach (8), (9) und der Ladung [kWh]
Der Mehrstrom geht in den Strombedarf der Stunde, des Moduls und des Jahres ein. Die Starts zählt der Lauf nach der Regel des Heizkessels mit der Mindestlaufzeit : in einer Taktstunde so viele, wie Mindestläufe die Wärme brauchen, höchstens so viele, wie ganz in die Stunde passen; sonst ist ein Start der Übergang aus einer Stillstandsstunde in eine Laufstunde:
- (18)
- – Starts der Stunde [–]
- – Mindestlaufzeit je Start, 10 min [min]
Im Kühlbetrieb gilt dieselbe Rechnung in der Kältekaskade: Die Mindestleistung der Kühlung ist im Verhältnis zur Nennleistung auf die Kühlleistung der Stunde umgelegt, und der Mehrstrom erhöht den Kältestrom.
Schritt 9 — Übergabegrenze, Gerätegrenzen und Betriebsbereiche
Dieser Schritt rechnet nur für eine Wärmepumpe mit gesetzter Einbindung bei aktiver Anlagenkopplung und nur in Stunden, für die der Heizkreis einen Vorlauf gerechnet hat; ohne Einbindung bleibt es bei den Schritten 1 bis 8. Er wirkt auf die Heizwärme der Stunde, nach Betriebsart und Sperrzeit und vor der Quellentnahme.
Gerätegrenzen. Jedes leere Feld der Gruppe „Gerätegrenzen" nimmt die Vorgabe des Kältemittels, ohne Kältemittel die allgemeine Vorgabe. Die Rücklaufgrenze ist der kleinere Wert aus dem größten Rücklauf und dem Abstand der kleinsten Spreizung unter dem Höchsten Vorlauf:
- (19)
- – wirksame Rücklaufgrenze; ohne Wert für gilt der zweite Ausdruck [°C]
- – Höchster Vorlauf der Wärmepumpe [°C]
- – kleinste Spreizung [K]
Liegt der Rücklauf zur Wärmepumpe über , liefert sie in der Stunde nichts. Darunter wertet eine gepflegte Abwertung Leistung und Leistungszahl ab, die Stromaufnahme bleibt:
- (20)
- – Abwertungsfaktor auf Leistung und Leistungszahl, nicht unter 0; er gilt für , sonst ist er 1 [–]
- – Abwertung je Kelvin Rücklauf [%/K]
- – Bezugsrücklauf [°C]
Hydraulik. Aus der Nennleistung folgt der Nennstrom der Wärmepumpe, aus dem Mindestvolumenstrom eine Obergrenze der Spreizung; gelten beide Grenzen, gilt die strengere:
- (21)
- , – Kapazitätsstrom der Wärmepumpe bei Nenn- und bei Mindestvolumenstrom [kW/K]
- – Kennfeldleistung der Stunde [kW]
- – wirksame größte Spreizung [K]
| Einbindung | Rücklauf zur Wärmepumpe | Leistungsgrenze |
|---|---|---|
| direkt (mit Überströmventil) | Heizkreisrücklauf; strömt durch die Wärmepumpe mehr als durch den Heizkreis (), steigt er durch Beimischung | , wenn die Stunde eine größere Spreizung verlangt; sonst keine |
| Weiche, Wärmepumpenstrom nicht kleiner als Heizkreisstrom | gemischt wie bei direkt | keine |
| Weiche, Wärmepumpenstrom kleiner als Heizkreisstrom | Heizkreisrücklauf; der Heizkreisvorlauf ist die Mischung | |
| Puffer | unterste Pufferzone zu Beginn der Stunde | Ladeseite ; die Entladeseite rechnet der Lauf nicht, das Protokoll nennt es |
Ohne Heizkreistemperaturen begrenzt die Hydraulik nicht; ohne Nennleistung entfallen Nennstrom und Mindestvolumenstrom, am Puffer auch die Grenze. Bleibt die Spreizung der Wärmepumpe unter , zählt die Stunde als „Spreizung unterschritten"; die Energie der Stunde bleibt.
Betriebsbereiche. Unter dem Höchsten Vorlauf gilt
- (22)
- – Leistung der Wärmepumpe unter dem Höchsten Vorlauf [kW]
- – Kennfeldleistung bei [kW]
- – Leistungsgrenze der Hydraulik nach der Tafel [kW]
und jede Stunde mit Heizbedarf fällt in einen Bereich:
| Bereich | Bedingung | Wärmepumpe |
|---|---|---|
| B0 nur Kessel | Sperrzeit, Abschaltpunkt, Umschaltung am Kühltag oder Rücklauf über | liefert nichts |
| B1 Wärmepumpe allein | , Bedarf höchstens | höchstens |
| B2 parallel | , Bedarf über | , der zweite Erzeuger deckt den Rest am selben Vorlauf; im Alternativbetrieb deckt er allein (B4) |
| B3 Vorwärmung | mit Vorwärmbetrieb, nicht alternativ | nach (23), der Kessel hebt in Reihe auf |
| B4 nur Kessel | ohne Vorwärmbetrieb oder im Alternativbetrieb | liefert nichts |
- (23)
- – Leistung der Wärmepumpe im Vorwärmbetrieb, Kennfeld bei [kW]
- – Anteil der Wärmepumpe am Temperaturhub des Heizkreises [–]
- – Kapazitätsstrom des Heizkreises [kW/K]
- – Heizkreisrücklauf der Stunde [°C]
Ist kleiner als oder der Rücklauf unbekannt, liefert die Wärmepumpe in B3 nichts. Der Vorwärmbetrieb verlangt die Wärmepumpe in der Kaskade vor dem Heizkessel; steht sie dahinter, rechnet die Stunde als B4, und das Protokoll weist darauf hin. Ohne zweiten Erzeuger — kein Heizkessel in der Kaskade und kein Heizstab — fährt die Wärmepumpe über allein am Höchsten Vorlauf, höchstens mit dem kleinsten Wert aus Kennfeldleistung bei , und der Übergabegrenze der Gebäude bei und der Raumtemperatur der Stunde; der Fehlbetrag bleibt offen.
Bivalenzpunkte. Mit Einbindung weist der Lauf je Modul zusätzlich die berechneten Bivalenzpunkte aus, statisch und ohne Wirkung auf die Stundenrechnung: Die Heizlast wird lastlinear zwischen Auslegungs-Außentemperatur und Raumtemperatur angesetzt und gegen die Kennfeldleistung bei gehalten — allein und begrenzt durch die Übergabe —; mit Vorwärmbetrieb kommt der Punkt dazu, an dem der Rücklauf der Heizkurve erreicht. Gesucht wird in Schritten von 0,25 K mit anschließender Bisektion. Im Teilparallel- und Alternativbetrieb ist der maßgebende Punkt der wärmere aus Bivalenztemperatur und berechnetem Punkt.
Grenzen und Annahmen
- Das Takten ist ein Faktor auf die Leistungszahl (16). Ohne gepflegte Mindestleistung ist eine Stunde voll, moduliert bis null oder aus. Mit Mindestleistung senkt der Teillastfaktor die Leistungszahl unter , und die Starts werden gezählt (18); Mindestpausen, das Abkühlen zwischen zwei Läufen und die Wirkung des Mehrstroms auf die Quellentnahme bildet das Modell nicht ab. Die Mindestlaufzeit ist fest 10 min.
- Keine Extrapolation nach oben. Oberhalb der obersten Stützstelle gilt deren COP — konservativ, aber es gibt dort keine Herstellerdaten.
- Keine Abtauverluste und keine Feuchtekorrektur bei Luft/Wasser-Geräten. Was das Kennfeld ausweist, gilt.
- Keine Vorlaufregelung ohne Anlagenkopplung. Ohne Kopplung wird das Kennfeld das ganze Jahr zu der Vorlauftemperatur ausgewertet, die an der Anlage steht. Erst die Anlagenkopplung „Heizkreis (AK1)" bringt eine Heizkurve ins Spiel — dann interpoliert der Lauf je Stunde zwischen den zwei Vorlaufstufen des Kennfelds, die den gerechneten Vorlauf einschließen (Schritt 2).
- Der Kühlbetrieb rechnet getrennt. Eine Wärmepumpe mit Kühlkennlinie und eingeschaltetem Kühlbetrieb deckt an Kühltagen den Kältebedarf in einer eigenen Kältekaskade nach der Wärmekaskade; an diesen Tagen ist ihr Heizkanal gesperrt, Warmwasser bleibt. Die Kühlkennlinie wird ebenso linear zwischen den zwei Kühl-Vorläufen interpoliert, die den Kühl-Vorlauf der Anlage einschließen; rechnet das Projekt auf der Stufe geschlossener Kreis (AK3) und fährt das Gebäude eine Kühlkurve, tritt an seine Stelle in jeder Stunde der Vorlauf der Kurve. Kälte und Kältestrom stehen in eigenen Reihen und gehen in die Wärmebilanz und die Jahresarbeitszahl der Wärme nicht ein (Kühlung: Kühlbetrieb der Wärmepumpe).
- Der Heizstab hat keinen eigenen Wirkungsgrad — nach (12).
- Katalogspalten ohne Leser: Länge, Breite, Höhe, Gewicht und Raumbedarf kommen aus dem VDI‑3805-Import, werden ins Projekt kopiert und im ganzen Bestand nirgends gelesen.
- Höchstens zehn Module je Projekt; mit elf oder mehr Wärmepumpen bricht der Lauf mit einer Meldung ab.
- Strompreis, Wärmepumpentarif und Kapitaldienst gehören zur Wirtschaftlichkeit; der Lauf liefert ihr die Strommengen und .
Ergebnisse und wo sie stehen
- Simulationsergebnis, Reiter „Wärmepumpe" — im Block „Strom“ die Jahresarbeitszahlen und nach (14); je Modul Wärmeproduktion, Strombedarf, Heizstabanteil, Jahresarbeitszahl (ohne Heizstab, auf Wunsch mit) und Laufzeit, mit Mindestleistung dazu Starts und Mehrstrom des Taktens; in der Gruppe „Auslegung" Bivalenzpunkt, durchschnittliche Vollbenutzungsstunden und Minimale Spitzenkesselleistung, dazu der Stromverbrauch des Heizstabs und die Ganglinien von Produktion, Strombedarf und Quelltemperatur . Bei einer Wärmepumpe mit Einbindung zeigt eine Kachelzeile Stunden und Wärme je Betriebsbereich (B0 und B4 zusammen als „nur Kessel"), die Bivalenzpunkte und den höchsten Übergabevorlauf; Stunden mit unterschrittener Spreizung und überschrittenem Rücklauf erscheinen nur, wenn es welche gibt (Simulationsergebnisse: Betriebsbereiche).
- Simulationsergebnis, Reiter „Übersicht" — der Deckungsanteil der Wärmepumpe an der Jahreswärme. Die Jahresarbeitszahl steht nicht dort, sondern im Reiter „Wärmepumpe" und im Bericht („Jahresarbeitszahl (JAZ) Wärmepumpe mit Heizstab").
- Simulationsergebnis, Reiter „Ergebnis" — der Anteil der Wärmepumpe am Strombedarf.
- Simulationsprotokoll — Kappungen nach oben und unten mit Stundenzahl und Temperaturbereich, Extrapolationshinweis, nicht auflösbare Quellen, Bivalenztemperatur auf dem Vorbelegungswert, ungerechnete Entladeseite am Puffer, Vorwärmbetrieb mit der Wärmepumpe hinter dem Kessel.
- Bericht und Wirtschaftlichkeit — Strommengen, JAZ und Vollbenutzungsstunden; mit Einbindung im Bericht das Bivalenzdiagramm und die Tafel der Bivalenzpunkte.
Bezüge
- Wärmepumpe — Bedienung der Dialoge, Katalog, Kennlinien-Editor, Gerätegrenzen und Einbindung
- Grundlagen: Wärmepumpe — Funktionsweise, Kennzahlen, Bivalenzpunkt
- Wärmequelle Erdreich — Sonden- und Kollektorauslegung, VDI 4640
- Berechnung: Wärmequelle Erdreich — Quelltemperatur, Sondenfeld und Entzug
- Berechnung: Simulationsablauf — Kaskade, die sieben Phasen der Stundenschleife
- Berechnung: Pufferspeicher — Ladeordnung, Schichtung und die Quelle „Pufferspeicher"
- Berechnung: Photovoltaik — Herkunft des PV-Überschusses der Leistungssteuerung
- Berechnung: Heizkessel — der übliche zweite Erzeuger im bivalenten Betrieb
- Klimadaten — Herkunft der Außentemperaturreihe
- Wirtschaftlichkeit — Wärmepumpentarif, Strompreis, Kapitaldienst