Strombedarf erfassen
Weitere Optionen
Beim Schritt Strombedarf erfassen entsteht der Bedarf auf demselben Weg wie der Wärmebedarf: aus Verbrauchertypen mit Monatswerten und 168-Stunden-Wochenprofilen. Ein gemessener Lastgang lässt sich zusätzlich einlesen. Die Dialoge im Einzelnen beschreiben Programm-Dokumentation: Strombedarf und Stromverbraucher.
Verbrauchertypen und Wochenprofile
Sie wählen einen Verbrauchertyp aus dem Katalog – darunter die BDEW-Standardlastprofile Strom 2025 für Haushalt, Gewerbe und Landwirtschaft sowie die Netzbezugsprofile für Haushalte mit Photovoltaik – und geben den Jahresverbrauch an; Monatswerte und Wochenprofil verteilen ihn über das Jahr. Je Zuordnung kann ein Betriebskalender Feiertage und Betriebsferien auf das Wochenprofil legen.
Beispiel. Haushalt H25 mit 4.000 kWh im Jahr: Das Jahresmittel liegt bei 457 W. Das Wochenprofil hebt den Sonntagvormittag auf das 1,6-Fache des Mittels, die Monatswerte legen 10,1 % in den Januar (404 kWh) und 7,2 % in den Juni (288 kWh).
Dialog Strombedarf
Oben steht die Liste Im Projekt mit der Jahressumme aller Zuordnungen, darunter der Katalog (DB), unten die Zeile gewählter Satz mit Typ, Jahressumme, Kalender und Beschreibung. In das Projekt übernehmen (auch Doppelklick oder Enter) nimmt die angekreuzten Katalogsätze auf und legt die Projektkopie an, Aus dem Projekt entfernen wirkt auf die Auswahl. Bearbeiten… oder der Stift der Zeile öffnet den Projektsatz mit Jahresverbrauch und Betriebskalender über dem Dialog; Simulation… rechnet den Bedarf mit dem Stand des Dialogs und zeigt Kennzahlen, Monate und Grafik. Die Knopfleiste am gewählten Satz – Vergleichen…, Schloss setzen…, Löschen, Bearbeiten…, Typ ändern…, Neu… – beschreibt Stromverbraucher: Knopfleiste am gewählten Satz.
Rechnen in Viertelstundenwerten
Für Eigenverbrauch und Speicherbewirtschaftung ist die Stundenauflösung zu grob – in Stundenmittelwerten fallen beide zu günstig aus. EPOS-Plan rechnet das Profil deshalb auf Viertelstunden um und arbeitet intern mit 35.040 Werten je Jahr.
Gemessenen Lastgang einlesen
Gemessene Lastgänge werden je nach Zeitraster – Stunden- oder Viertelstundenwerte – automatisch eingepasst und dem berechneten Profil überlagert. Der Dialog Stromganglinie zeigt oben die Lastgänge im Projekt, darunter den Katalog; angekreuzte Katalogsätze übernehmen Sie mit In das Projekt übernehmen in einem Zug, angekreuzte Projektzeilen entfernt Aus dem Projekt entfernen.
| Element | Was es tut |
|---|---|
| Bearbeiten…, Stift der Zeile | zeigt die Ganglinie eines Projektsatzes oder gesperrten Katalogsatzes zur Ansicht; beim ungesperrten Katalogsatz öffnet es die Verwaltung |
| Import, Speichern unter… | lesen die Ganglinie des gewählten Satzes ein bzw. schreiben sie als Datei; das erwartete Dateiformat nennt der Infoknopf im Kopf des Katalogs |
| Vergleichen… | stellt ab zwei angekreuzten Sätzen Jahresarbeit, Spitzenlast und Vollbenutzungsstunden bzw. die Katalogspalten nebeneinander |
| Zeile Gewählter Satz | zeigt aufgeklappt Jahresarbeit, Spitzenlast, Vollbenutzungsstunden und die Jahresganglinie; Vergrößern zeigt sie über dem ganzen Dialog |
Auswahl, Schloss und Löschen im Einzelnen: Strombedarf: Dialog Stromganglinie.
Ergebnis
Als Ergebnis stehen der maximale Leistungsbedarf, der Jahresverbrauch, die Monatswerte und die geordnete Jahresdauerlinie bereit. Die Jahreshöchstlast und ihre Kappung durch einen Stromspeicher wertet die Lastspitzenkappung aus.
Siehe auch
- Grundlagen/Strombedarf und Lastprofile – Herkunft und Aufbau der Lastprofile
- Stammdaten und Datenimport – Katalog der Stromverbrauchertypen und Stromganglinien
- Industrie und Gewerbe – der gemessene Viertelstundenlastgang als belastbarste Eingangsgröße
- Programm-Dokumentation: Strombedarf – Standardlastprofil, eigenes Profil und Messdaten im Einzelnen
- Programm-Dokumentation: Stromverbraucher – der Dialog der Standardlastprofile im Projekt