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Der Programmablauf beschreibt den vollständigen Arbeitsablauf in EPOS-Plan, von der Projektanlage bis zur Auswertung. Ein Projekt durchläuft dabei sieben Stufen. Die Reihenfolge ist nicht zwingend, hat sich aber bewährt, weil jede Stufe auf den Ergebnissen der vorigen aufbaut; Sie können jederzeit zwischen den Bereichen wechseln – Rückwärtsarbeiten bedeutet meist Nacharbeit.

Die sieben Stufen

Die sieben Stufen eines Projekts in Arbeitsfolge; aus der Auswertung führen Varianten zurück zu Erzeugern und Simulation. Prinzipbild.

Die ersten vier Stufen sammeln die Daten des Projekts – Stammdaten, Klima, Wärme- und Kältebedarf, Strombedarf –, die fünfte legt die Anlage fest, die sechste rechnet das Jahr Stunde für Stunde, die siebte wertet aus. Der gestrichelte Rückweg ist der übliche Variantenvergleich: Erzeuger oder Reihenfolge ändern und neu rechnen, ohne Bedarf und Klima erneut zu erfassen. In Bildern und Beispielen heißt Stufe 3 „Wärme- und Kältebedarf“, weil dort auch die Kühlung der Gebäude entsteht.

  1. Projekt anlegen – Projektname, Bearbeiter, Kunde und Klimaregion eintragen; die Komponenten fügen Sie danach über die Reiter der Startseite hinzu.
  2. Klimadaten festlegen – Klimaregion auswählen oder für den Standort neu importieren.
  3. Wärmebedarf erfassen – Gebäude mit Heizen und Kühlen, Warmwasser, Prozesswärme, externer Lastgang und Netzverluste.
  4. Strombedarf erfassen – Verbrauchertypen mit Wochenprofilen oder gemessener Lastgang, intern in Viertelstundenwerten.
  5. Erzeuger und Speicher auswählen – Wärmepumpe, Kältemaschine, Heizkessel, BHKW, Solarthermie, Photovoltaik, Puffer- und Stromspeicher aus den Katalogen.
  6. Simulation konfigurieren und starten – Erzeuger, Reihenfolge und Speicherbewirtschaftung festlegen, Jahressimulation rechnen.
  7. Ergebnisse auswerten und Kosten hinterlegen – Deckungsanteile, Kennzahlen und Ganglinien lesen, Zeitreihen exportieren, Kosten erfassen.

Beispiel. Für ein Bürogebäude mit 120 MWh Heizwärme und 40 MWh Kältebedarf im Jahr erfasst Stufe 3 das Gebäude mit Heizen und Kühlen, Stufe 5 eine reversible Wärmepumpe mit 50 kW und eine Kältemaschine mit 100 kW, Stufe 6 rechnet die 8.760 Stunden des Jahres, Stufe 7 zeigt Deckung, Strom und Kosten. Eine zweite Variante mit Kältespeicher beginnt wieder bei Stufe 5.

Programmfunktionen im Einzelnen

Die sieben Stufen beschreiben den Weg durch ein Projekt. Die einzelnen Module – von der Projektverwaltung über die Erzeuger bis zur Ergebnisdarstellung – sind unter Programmfunktionen ausführlich beschrieben.

Hinweise für die Praxis

  • Prüfen Sie den Bedarf gegen bekannte Verbrauchsdaten, bevor Sie Technik hinzufügen – ein um zwanzig Prozent falscher Bedarf entwertet jede nachfolgende Auslegung.
  • Rechnen Sie eine einfache Referenzvariante, etwa nur Kessel, als Vergleichsbasis und fügen Sie danach Komponenten einzeln hinzu; so bleibt nachvollziehbar, welcher Baustein welchen Beitrag leistet.

Ausgearbeitete Fälle finden Sie unter Beispiele, die fachlichen Hintergründe unter Grundlagen.

Siehe auch