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Programm Dokumentation/Berechnung

Aus wiki.epos-plan.de
Version vom 6. September 2026, 21:29 Uhr von Epos (Diskussion | Beiträge) (H13: Hilferubrik Berechnung aus EPOS-Plan (Stand 06.09.2026))


Diese Rubrik erklaert, wie EPOS-Plan rechnet. Sie ist der Unterbau der allgemeinen Programmdokumentation: Dort steht, was ein Dialog tut und wie er bedient wird — hier steht, welche Formel dahinter liegt, welche Zahl das Programm einsetzt, wenn Sie keine angeben, und was der Rechenkern bewusst nicht abbildet.

Jede Seite folgt derselben Gliederung:

  • Was berechnet wird — die Ergebnisgroessen in zwei, drei Saetzen.
  • Eingangsgroessen — je Groesse die Einheit und die Stelle im Programm, an der sie herkommt.
  • Formelzeichen und Parameter — die Zeichen der Formeln, getrennt nach Parametern (was hereinkommt) und Variablen (was die Seite rechnet).
  • Rechenweg — die Schritte in ihrer Reihenfolge, jeder mit Formel.
  • Grenzen und Annahmen — was der Rechenkern nicht tut.
  • Ergebnisse und wo sie stehen — Reiter des Simulationsergebnisses, Bericht, Kennzahlen.
  • Bezuege — die allgemeine Hilfeseite zum Thema und die verwandten Rechenwege.

Die Seiten der Rubrik

Seite Worum es geht
Simulationsablauf Reihenfolge eines Laufs: Bedarf, Kaskade, Photovoltaik, Stromspeicher, Abschluss
Wärmebedarf Gebaeudewaerme, externe Ganglinien, die drei Bedarfskanaele und die Netzverluste
Brauchwasser Jahressumme, Monatswerte und Wochen-Stundenprofil nach VDI 6002
Prozesswärme dieselbe Profilroutine fuer den Prozesskanal
Strombedarf Stromverbraucherprofile und eingelesene Messlastgaenge im Viertelstundenraster
Wärmequelle Erdreich Erdreichtemperatur nach Kusuda und die Auslegungspruefung nach VDI 4640
Heizkessel Nutzwaerme, Wirkungsgrad und Brennstoffeinsatz
BHKW Fahrweise, Strom- und Waermekennzahl, Pendelspeicher
Wärmepumpe Kennlinie, COP, Bivalenzpunkt und Heizstab
Pufferspeicher Kapazitaet, Hysterese, Bereitschaftsverluste
Solarthermie Kollektorertrag aus Einstrahlung und Kennlinie
Photovoltaik Einstrahlung, Modultemperatur, Wechselrichter
Stromspeicher Lade- und Entladefahrweise, Eigenverbrauch

Schreibweise

Die Formeln dieser Rubrik stehen in mathematischer Schreibweise mit Unicode-Zeichen — Malpunkt „·", Summenzeichen „Σ", Differenz „Δ", Wurzel „√", die Vergleichszeichen „≤ ≥ ≠ ≈" und die griechischen Buchstaben (η, ϑ, ρ, λ, α, β, γ, ε, τ, φ) unmittelbar als Zeichen. Bruchstriche stehen als (Zaehler)/(Nenner), tiefgestellte Indizes als PAC,nenn, Hochzahlen als T2, die Abhaengigkeit vom Zeitschritt als PAC(t). Die Argumente von min(…) und max(…) trennt ein Semikolon — min( a ; b ) —, weil das Komma in dieser Schreibweise bereits mehrteilige Indizes trennt.

Warum keine LaTeX-Formeln. Diese Wikiinstallation hat keine Math-Erweiterung: Ein Block <math>…</math> erschiene dem Leser als Klartext, nicht als Formel. Die Rubrik verzichtet deshalb durchgaengig auf <math> und auf Backslash-Befehle; alles steht in Zeichen, die jeder Browser ohne Erweiterung darstellt.

Anzeige-Formeln und ihre Nummern. Eine Formel, auf die der Text sich beruft, steht als eigene, eingerueckte Zeile und traegt am Zeilenende eine Nummer in runden Klammern. Die Nummern laufen je Seite von 1 an; im Text wird eine Gleichung mit ihrer Nummer angesprochen („nach (3)"). Fallunterscheidungen stehen als Aufzaehlung „fuer … gilt …" oder als kleine Tabelle — nie als geschweifte Klammer ueber mehrere Zeilen.

Der Abschnitt „Formelzeichen und Parameter" steht auf jeder Seite zwischen den Eingangsgroessen und dem Rechenweg und traegt zwei Tabellen:

  • Parameter — was in die Rechnung hereinkommt: Eingaben, Katalogwerte, Vorgabewerte und Konstanten. Die Spalte „Herkunft" nennt Dialog und Feld, Katalogtabelle und Spalte oder den Vorgabewert mit seiner Zahl.
  • Variablen — was die Seite selbst rechnet, je Stunde oder je Lauf. Die Spalte „berechnet in" nennt die Gleichung, in der die Groesse entsteht; „Ausgabe" steht dort, wo eine Groesse nur ausgewiesen und nicht weiterverrechnet wird.

Jedes Zeichen einer Formel steht in einer der beiden Tabellen, und jedes Zeichen der Tabellen kommt in einer Formel vor.

Die gemeinsamen Zeichen aller 13 Seiten:

Groesse Symbol Einheit
Zeitschritt t = 1 … 8 760 (Stunde des Jahres); k = 1 … 35 040 (Viertelstunde, Stromseite und Stromspeicher)
Leistung P, elektrisch Pel, thermisch Pth kW
Energie, Arbeit Q (Waerme), E (Strom) kWh; Jahressummen in MWh, wo die Seite es so zeigt
Temperatur ϑ (Celsius), T (Kelvin, nur wo noetig) °C, K
Wirkungsgrad, Nutzungsgrad η, Jahresnutzungsgrad ηa
Leistungszahl Waermepumpe COP (Stunde), JAZ (Jahr)
Einstrahlung G (Bestrahlungsstaerke), H (Summe) W/m², kWh/m²
Flaeche, Volumen, Massenstrom A, V, ṁ m²; m³ bzw. l; kg/h
Neigung, Azimut β, γ °
Speicherinhalt, Ladezustand QSp(t), SOC(t) kWh, —
Indizes nenn, max, min, el, th, DC, AC, WR, WP, K (Kessel), BHKW, Sol, PV, Sp, Q (Quelle), S (Senke), Netz

Wo der Rechenkern eine andere Bezeichnung fuehrt (etwa PV_WrEta10 fuer den Wechselrichter-Wirkungsgrad bei 10 % Auslastung), nennt die Parametertabelle der Seite diesen Namen in der Spalte „Herkunft"; das Symbol bleibt das der Rubrik.

Wie diese Seiten zu lesen sind

Zeitraster
Die Waermerechnung laeuft in 8 760 Stundenschritten je Jahr, die Stromrechnung in
 35 040 Viertelstunden (8 760 × 4). Das Jahr hat immer 365 Tage — einen 29. Februar
 kennt der Rechenkern nicht.
Vorgabewerte
Wo eine Zahl genannt ist, die Sie nicht eingegeben haben, ist sie ein Vorgabewert des
 Rechenkerns. Er steht auf der Seite ausdruecklich als solcher da — in der
 Parametertabelle in der Spalte „Herkunft" —, damit Sie ihn wiedererkennen, wenn er in einem
 Ergebnis auftaucht.
Ausblick
Absaetze, die mit „in Umsetzung, Stand 06.09.2026" gekennzeichnet sind, beschreiben, was
 ein Konzeptdokument vorsieht, aber noch nicht gerechnet wird. Sie sind kein Teil des
 aktuellen Ergebnisses.
Ingenieurvorbehalt
Die Rechenwege sind Planungsmodelle. Sie ersetzen keine Auslegung nach den einschlaegigen
 Regelwerken; die Ergebnisse sind fachlich auf Plausibilitaet zu pruefen.

Bezüge