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Programm Dokumentation/Energieerzeuger: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Reiter '''Energieerzeuger''' der Startseite bestückt das Projekt mit der Technik. Acht Kacheln stehen zur Wahl – Wärmepumpe, Heizkessel, Solarthermie, BHKW, Photovoltaik, Stromspeicher, Pufferspeicher sowie Kühlung und Kälteanlagen; ein Klick auf eine Kachel öffnet den zugehörigen Dialog. Mehrere Technologien lassen sich kombinieren, und sobald für eine Technologie ein Datensatz im Projekt liegt, zeigt ihre Kachel einen grünen Statuspunkt.
Der Reiter '''Energieerzeuger''' der Startseite bestückt das Projekt mit der Technik. Acht Kacheln stehen zur Wahl; ein Klick öffnet den zugehörigen Dialog. Mehrere Technologien lassen sich kombinieren.


== Eingaben ==
== Eingaben ==


* '''Wärmepumpe''' – öffnet die ''Wärmepumpen Verwaltung'', in der Sie die Maschinen des Projekts aus dem Katalog zusammenstellen und ihre Auslegungsdaten ergänzen.
{| class="wikitable"
* '''Heizkessel''' und '''BHKW''' – öffnen die ''Verwaltung Heizkessel'' beziehungsweise die ''Verwaltung BHKW'' mit Leistung, Wirkungsgraden und Brennstoff der konventionellen Erzeugung.
! Kachel !! öffnet !! Hinweis
* '''Solarthermie''' – die beiden Schalter ''Profil'' und ''Ganglinie'' wählen den Dialog. ''Profil'' öffnet die ''Eingabe der Solarkollektoren'' mit Kollektortyp, Fläche, Neigung und Azimut, ''Ganglinie'' die Zuordnung einer fertigen Solarthermieganglinie samt Pflege und Import des Ganglinienkatalogs; voreingestellt ist ''Profil''. Ist dem Projekt eine vollständige Ganglinie zugeordnet, rechnet die Simulation sie anstelle des Kollektorfelds, mit dessen Senken, Puffer und Kaskadenplatz ([[Programm Dokumentation/Solarthermie#ganglinie|Ganglinie statt Kollektorfeld]]).
|-
* '''Photovoltaik''' – öffnet die ''Verwaltung Photovoltaik Module'' mit Modultyp, Modulanzahl, Neigung und Azimut; mehrere Teilfelder für unterschiedliche Dachflächen sind möglich.
| '''Wärmepumpe''' || ''Wärmepumpen Verwaltung'' || Maschinen aus dem Katalog zusammenstellen, Auslegungsdaten ergänzen
* '''Stromspeicher''' und '''Pufferspeicher''' – öffnen die Dialoge ''Verwaltung Stromspeicher'' und ''Verwaltung Pufferspeicher''. Zugeordnet und mit Schaltschwellen versehen wird der Pufferspeicher anschließend in der Simulationskonfiguration.
|-
* '''Kühlung und Kälteanlagen''' – Kälteerzeugung mit Kältemaschinen und Wärmepumpen. Der Statuspunkt ist grün, sobald das Projekt eine Kältemaschine oder eine Wärmepumpe im Kühlbetrieb führt. Ein Klick auf die Kachel öffnet den Dialog ''Kältemaschinen im Projekt'' zum Anlegen und Bearbeiten der Kältemaschinen; unter ihrer Liste steht der Block ''Wärmepumpen im Kühlbetrieb'' mit je einem Schalter für die Wärmepumpen mit Kühlfunktion. Ob das Projekt Kälte rechnet, entscheidet ''Kühlung rechnen'' in der ''Simulation Konfiguration''; Einzelheiten unter [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung|Kälteerzeugung]], der Kältebedarf unter [[Programm Dokumentation/Kühlung|Kühlung]].
| '''Heizkessel''', '''BHKW''' || ''Verwaltung Heizkessel'', ''Verwaltung BHKW'' || Leistung, Wirkungsgrade und Brennstoff
* '''Statuspunkt''' – ein grüner Punkt an der Kachel zeigt an, dass für diese Technologie bereits Daten im Projekt vorliegen, ein grauer, dass keine vorliegen; bei der Solarthermie genügt dafür ein Kollektorsatz oder eine vollständige Ganglinie mit 8 760 Stundenwerten.
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| '''Solarthermie''' || Schalter ''Profil'' (Vorgabe): ''Eingabe der Solarkollektoren''; Schalter ''Ganglinie'': Zuordnung, Pflege und Import einer Solarthermieganglinie || eine vollständig zugeordnete Ganglinie rechnet anstelle des Kollektorfelds, mit dessen Senken, Puffer und Kaskadenplatz ([[Programm Dokumentation/Solarthermie#ganglinie|Ganglinie statt Kollektorfeld]])
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| '''Photovoltaik''' || ''Verwaltung Photovoltaik Module'' || Modultyp, Modulanzahl, Neigung und Azimut; mehrere Teilfelder möglich
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| '''Stromspeicher''', '''Pufferspeicher''' || ''Verwaltung Stromspeicher'', ''Verwaltung Pufferspeicher'' || den Pufferspeicher ordnet die Simulationskonfiguration zu und gibt ihm Schaltschwellen
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| '''Kühlung und Kälteanlagen''' || ''Kältemaschinen im Projekt'' || darunter der Block ''Wärmepumpen im Kühlbetrieb'' mit einem Schalter je Wärmepumpe mit Kühlfunktion. Ob gerechnet wird, entscheidet ''Kühlung rechnen'' in der ''Simulation Konfiguration'' ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung|Kälteerzeugung]], Bedarf unter [[Programm Dokumentation/Kühlung|Kühlung]])
|}
 
'''Statuspunkt.''' Grün heißt: Für diese Technologie liegen Daten im Projekt, grau: keine. Bei der Solarthermie genügt ein Kollektorsatz oder eine vollständige Ganglinie mit 8 760 Stundenwerten, bei der Kühlung eine Kältemaschine oder eine Wärmepumpe im Kühlbetrieb.


== Die Techniken im Überblick ==
== Die Techniken im Überblick ==
{{Anker|techniken|grundlagen}}
{{Anker|techniken|grundlagen}}


Jede Kachel öffnet den Dialog der jeweiligen Technik; die verlinkten Seiten erklären die Technik selbst und ihre Einstellung in EPOS-Plan.
Die verlinkten Seiten erklären jede Technik und ihre Einstellung in EPOS-Plan.


{| class="wikitable"
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| Kühlung || [[Grundlagen/Kühlung|Grundlagen]] || [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung|Anwendung]], [[Programm Dokumentation/Kältemaschinen nach Typ|Kältemaschinen nach Typ]] || [[Programm Dokumentation/Berechnung/Kühlung|Berechnung]]
| Kühlung || [[Grundlagen/Kühlung|Grundlagen]] || [[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung|Anwendung]], [[Programm Dokumentation/Kältemaschinen nach Typ|Kältemaschinen nach Typ]] || [[Programm Dokumentation/Berechnung/Kühlung|Berechnung]]
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=== Zusammenwirken in der Kaskade ===
Die Reihenfolge der Kaskade legt fest, wie die Erzeuger zusammenwirken: Platz 1 deckt so viel wie möglich, jeder weitere den Rest derselben Stunde. Wärmepumpe und pufferladende Erzeuger rechnen in einer gemeinsamen Speicherstufe:
# Der Puffer entlädt vorab.
# Die Erzeuger decken direkt.
# Freie Leistung lädt den Puffer nach Ladepriorität.
# Der Puffer entlädt nach.
Ein Erzeuger ohne Puffer hinter der Stufe bekommt, was danach offen bleibt; was auch er nicht deckt, bleibt als Restwärmebedarf stehen. Die Reihenfolge steht in der [[Simulation konfigurieren und starten|Simulationskonfiguration]].


[[Datei:Erzeugerkaskade_Stunde.svg|mini|zentriert|800px|Folge der Wärmeerzeugung in einer Stunde: Speicherstufe mit Solarthermie, BHKW, Wärmepumpe und Puffer, dahinter der Heizkessel – Prinzipbild, Beispielwerte]]
[[Datei:Erzeugerkaskade_Stunde.svg|mini|zentriert|800px|Folge der Wärmeerzeugung in einer Stunde: Speicherstufe mit Solarthermie, BHKW, Wärmepumpe und Puffer, dahinter der Heizkessel – Prinzipbild, Beispielwerte]]


Wie die Erzeuger in der Simulation zusammenwirken, legt ihre Reihenfolge in der Kaskade fest: Platz 1 deckt so viel wie möglich, jeder weitere Platz den Rest derselben Stunde. Die Wärmepumpe und die Erzeuger, die einen Pufferspeicher laden, rechnen in einer gemeinsamen Speicherstufe: Der Puffer entlädt vorab, die Erzeuger decken direkt, freie Leistung lädt den Puffer nach Ladepriorität, und zum Schluss entlädt der Puffer nach. Ein Erzeuger ohne Puffer hinter der Stufe bekommt, was danach offen bleibt; was auch er nicht deckt, bleibt als Restwärmebedarf stehen. Die Reihenfolge wird in der [[Simulation konfigurieren und starten|Simulationskonfiguration]] festgelegt; den Rechenweg beschreibt [[Programm Dokumentation/Berechnung/Simulationsablauf|Berechnung: Simulationsablauf]].
'''Beispiel.''' Eine kalte Stunde braucht 100 kWh Wärme; die Kaskade lautet Solarthermie, BHKW, Wärmepumpe, Heizkessel. Die Solarthermie liefert 10 kWh, das BHKW mit voller Leistung 50 kWh, die Wärmepumpe 30 kWh. Der Puffer steht auf dem Mindestfüllstand, kein Erzeuger hat Leistung zum Laden übrig. Die offenen 10 kWh deckt der Heizkessel auf Platz 4; ungedeckt bleiben <math>100 - 10 - 50 - 30 - 10 = 0</math>&nbsp;kWh.
 
In einer kalten Stunde braucht ein Gebäude 100 kWh Wärme; die Kaskade lautet Solarthermie, BHKW, Wärmepumpe, Heizkessel. Die Solarthermie liefert 10 kWh, das BHKW mit voller Leistung 50 kWh, die Wärmepumpe 30 kWh. Der Puffer steht auf dem Mindestfüllstand und gibt nichts ab, und kein Erzeuger hat Leistung zum Laden übrig. Die offenen 10 kWh deckt der Heizkessel auf Platz 4; ungedeckt bleiben <math>100 - 10 - 50 - 30 - 10 = 0</math>&nbsp;kWh.


== Betriebszeiten ==
== Betriebszeiten ==
{{Anker|betriebszeiten}}
{{Anker|betriebszeiten}}


Im Konfigurationsdialog einer Wärmepumpe – erreichbar über den Knopf ''Konfiguration…'' der Wärmepumpen Verwaltung und über Simulation › Konfiguration – legt die Gruppe '''Betriebszeiten''' fest, wann und mit welchem Vorlauf die Anlage zur Verfügung steht. Dieselbe Gruppe trägt in der ''Verwaltung Heizkessel'' und der ''Verwaltung BHKW'' die Bearbeiten-Überlagerung eines Projektsatzes, als zugeklappte Gruppe unter der Auslegung: Zeitprogramm, höchster Vorlauf und Sperrzeiten, ohne ''Heizstab mitgesperrt''; ihr Kopf nennt den Stand des Zeitprogramms und die Zahl der Sperrfenster. An der Kältemaschine steht dieselbe Gruppe in der Anlage, ohne höchsten Vorlauf; dort wirken Sperrzeit und Zeitprogramm auf der Stufe ''Fahrplan'' als Kühl-Schranke, sonst nur auf die Deckung ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#betriebszeiten|Kälteerzeugung: Betriebszeiten]]). Die Eingaben werden mit ''OK'' der Verwaltung gespeichert; ''OK'' prüft das Zeitprogramm und den höchsten Vorlauf jeder Anlage wie bei der Wärmepumpe und bleibt bei einem Fehler offen. Sperrzeit und Zeitprogramm wirken in jeder Simulation, gleich welche '''Anlagenkopplung''' das Projekt rechnet: In einer gesperrten Stunde ist die Anlage aus, sonst liefert sie höchstens Faktor × Nennleistung. Das gilt für Wärmepumpe, Heizkessel und BHKW gleichermaßen; ein BHKW, dessen freigegebene Leistung unter seiner unteren Grenzleistung liegt, bleibt in der Stunde aus. Mit ''Heizkreis'' oder ''geschlossener Kreis'' wirken die Betriebszeiten zusätzlich auf die gekoppelt gerechneten Gebäude: Steht die Anlage nicht oder nur teilweise zur Verfügung, sinkt dort die Raumtemperatur, statt dass ein Rest ungedeckt bleibt (siehe [[Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007#komfort|Komfortstunden]]).
Die Gruppe '''Betriebszeiten''' legt fest, wann und mit welchem Vorlauf eine Anlage zur Verfügung steht. In einer gesperrten Stunde ist die Anlage aus, sonst liefert sie höchstens Faktor × Nennleistung – in jeder Simulation, gleich welche '''Anlagenkopplung''' das Projekt rechnet.


* '''Sperrzeit''' – die Sperrfenster der Anlage, wie in der Gruppe ''Sperrzeiten'' gepflegt.
{| class="wikitable"
* '''Zeitprogramm''' – der Knopf ''Wochenraster bearbeiten'' öffnet ein Raster mit 7 × 24 Feldern, Montag 0 Uhr bis Sonntag 23 Uhr. Jedes Feld trägt einen Faktor von 0 (gesperrt) bis 1 (volle Leistung); 0,5 heißt halbe Leistung. Ohne Zeitprogramm ist die Anlage immer verfügbar; die Zeile unter dem Knopf nennt, wie viele Wochenstunden voll verfügbar und wie viele gesperrt sind. Ein gespeichertes Zeitprogramm, das nicht genau 168 Faktoren zwischen 0 und 1 enthält, nennt der Dialog als Fehler mit der gefundenen Zahl; es wird nicht aufgefüllt.
! Anlage !! Wo die Gruppe steht !! Besonderheit
* '''Höchster Vorlauf''' – der höchste Vorlauf, den die Anlage bietet, in °C. Leer gilt der projektierte Vorlauf der Anlage, der als grauer Text im Feld steht. Verlangt ein gekoppeltes Gebäude einen höheren Vorlauf, gilt dieser Wert.
|-
* '''Vorrang der Sperrzeit''' – Sperrzeit und Zeitprogramm gelten zusammen; in einer Stunde, in der beide etwas vorgeben, geht die Sperrzeit vor. Überschneiden sie sich, nennt der Dialog die Zahl der betroffenen Wochenstunden.
| Wärmepumpe || Konfigurationsdialog: Knopf ''Konfiguration…'' der Wärmepumpen Verwaltung oder Simulation › Konfiguration || mit ''Heizstab mitgesperrt''
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| Heizkessel, BHKW || Bearbeiten-Überlagerung eines Projektsatzes in der ''Verwaltung Heizkessel'' bzw. ''Verwaltung BHKW'', zugeklappt unter der Auslegung; der Kopf nennt den Stand des Zeitprogramms und die Zahl der Sperrfenster || ohne ''Heizstab mitgesperrt''; ein BHKW, dessen freigegebene Leistung unter seiner unteren Grenzleistung liegt, bleibt in der Stunde aus
|-
| Kältemaschine || in der Anlage || ohne höchsten Vorlauf; Sperrzeit und Zeitprogramm wirken auf der Stufe ''Fahrplan'' als Kühl-Schranke, sonst nur auf die Deckung ([[Programm Dokumentation/Kälteerzeugung#betriebszeiten|Kälteerzeugung: Betriebszeiten]])
|}


Auf der Stufe ''Heizkreis'' rechnet das Programm die Verfügbarkeit einmal je Projekt vorab (Profilweg): Ein Pufferspeicher geht nur als Vorrat über die Dauer einer Sperre ein, Ladezustände werden dabei nicht verfolgt; die Komfortstunden sind deshalb eine obere Abschätzung. Auf der Stufe ''geschlossener Kreis'' rechnet der Kreis zwischen Gebäude und Erzeugern Stunde für Stunde, und ein Heizungspuffer überbrückt die Sperrstunden mit seinem Ladezustand.
* '''Sperrzeit''' – die Sperrfenster der Anlage, gepflegt in der Gruppe ''Sperrzeiten''.
* '''Zeitprogramm''' – ''Wochenraster bearbeiten'' öffnet 7 × 24 Felder, Montag 0 Uhr bis Sonntag 23 Uhr, je ein Faktor von 0 (gesperrt) bis 1 (volle Leistung). Ohne Zeitprogramm ist die Anlage immer verfügbar; die Zeile unter dem Knopf nennt die voll verfügbaren und die gesperrten Wochenstunden. Ein gespeichertes Zeitprogramm, das nicht genau 168 Faktoren zwischen 0 und 1 enthält, nennt der Dialog als Fehler mit der gefundenen Zahl; es wird nicht aufgefüllt.
* '''Höchster Vorlauf''' – in °C; leer gilt der projektierte Vorlauf der Anlage (grauer Text im Feld). Verlangt ein gekoppeltes Gebäude mehr, gilt dieser Wert.
* '''Vorrang der Sperrzeit''' – in einer Stunde, in der beide etwas vorgeben, geht die Sperrzeit vor. Überschneiden sie sich, nennt der Dialog die Zahl der betroffenen Wochenstunden.
''OK'' der Verwaltung speichert die Eingaben, prüft Zeitprogramm und höchsten Vorlauf jeder Anlage und bleibt bei einem Fehler offen.
 
'''Beispiel.''' Wärmepumpe 10 kW, Zeitprogramm Montag bis Freitag 0 bis 6 und 22 bis 24 Uhr Faktor 0,5, sonst 1, Sperrzeit täglich 11 bis 13 Uhr. Um 4 Uhr liefert sie höchstens 5 kW, um 9 Uhr 10 kW, um 11 und 12 Uhr nichts. Die Zeile unter dem Knopf nennt 128 voll verfügbare Wochenstunden (168 − 5 · 8).
 
{{Diagramm-Anfang|titel=Verfügbare Leistung einer Wärmepumpe 10 kW, Montag 4 bis 15 Uhr}}
{{Säulen-Anfang|achse=höchstens lieferbar in kW|mindestbreite=360}}
{{Säule|4|waerme=50|wert=5}}
{{Säule|5|waerme=50|wert=5}}
{{Säule|6|waerme=100|wert=10}}
{{Säule|7|waerme=100|wert=10}}
{{Säule|8|waerme=100|wert=10}}
{{Säule|9|waerme=100|wert=10}}
{{Säule|10|waerme=100|wert=10}}
{{Säule|11|waerme=0|wert=0}}
{{Säule|12|waerme=0|wert=0}}
{{Säule|13|waerme=100|wert=10}}
{{Säule|14|waerme=100|wert=10}}
{{Säule|15|waerme=100|wert=10}}
{{Säulen-Ende|Stunde des Tages: bis 6 Uhr Faktor 0,5, um 11 und 12 Uhr Sperrzeit}}
{{Legende|waerme=Faktor × Nennleistung}}
{{Diagramm-Ende|Prinzipbild mit Beispielwerten. Die Sperrzeit geht dem Zeitprogramm vor.}}
 
'''Wirkung auf gekoppelte Gebäude.''' Mit ''Heizkreis'' oder ''geschlossener Kreis'' sinkt dort die Raumtemperatur, wenn die Anlage nicht oder nur teilweise zur Verfügung steht, statt dass ein Rest ungedeckt bleibt ([[Programm Dokumentation/Gebäudemodell VDI 6007#komfort|Komfortstunden]]).
* ''Heizkreis'' rechnet die Verfügbarkeit einmal je Projekt im Voraus (Profilweg): Ein Pufferspeicher zählt nur als Vorrat über die Dauer einer Sperre, ohne Ladezustand; die Komfortstunden sind eine obere Abschätzung.
* ''geschlossener Kreis'' rechnet den Kreis zwischen Gebäude und Erzeugern Stunde für Stunde; ein Heizungspuffer überbrückt die Sperrstunden mit seinem Ladezustand.
 
== Berechnung ==
Wie die ausgewählten Erzeuger in der Kaskade zusammenwirken, steht unter [[Programm Dokumentation/Berechnung/Simulationsablauf|Berechnung: Simulationsablauf]]; die Rechenwege der einzelnen Gewerke stehen in der Rubrik [[Programm Dokumentation/Berechnung|Berechnung]].


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
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[[Kategorie:Programm Dokumentation]]
[[Kategorie:Programm Dokumentation]]
== Berechnung ==
Wie die ausgewählten Erzeuger in der Kaskade zusammenwirken, steht unter [[Programm Dokumentation/Berechnung/Simulationsablauf|Berechnung: Simulationsablauf]]; die Rechenwege der einzelnen Gewerke stehen in der Rubrik [[Programm Dokumentation/Berechnung|Berechnung]].

Aktuelle Version vom 4. November 2026, 22:32 Uhr

Der Reiter Energieerzeuger der Startseite bestückt das Projekt mit der Technik. Acht Kacheln stehen zur Wahl; ein Klick öffnet den zugehörigen Dialog. Mehrere Technologien lassen sich kombinieren.

Eingaben

Kachel öffnet Hinweis
Wärmepumpe Wärmepumpen Verwaltung Maschinen aus dem Katalog zusammenstellen, Auslegungsdaten ergänzen
Heizkessel, BHKW Verwaltung Heizkessel, Verwaltung BHKW Leistung, Wirkungsgrade und Brennstoff
Solarthermie Schalter Profil (Vorgabe): Eingabe der Solarkollektoren; Schalter Ganglinie: Zuordnung, Pflege und Import einer Solarthermieganglinie eine vollständig zugeordnete Ganglinie rechnet anstelle des Kollektorfelds, mit dessen Senken, Puffer und Kaskadenplatz (Ganglinie statt Kollektorfeld)
Photovoltaik Verwaltung Photovoltaik Module Modultyp, Modulanzahl, Neigung und Azimut; mehrere Teilfelder möglich
Stromspeicher, Pufferspeicher Verwaltung Stromspeicher, Verwaltung Pufferspeicher den Pufferspeicher ordnet die Simulationskonfiguration zu und gibt ihm Schaltschwellen
Kühlung und Kälteanlagen Kältemaschinen im Projekt darunter der Block Wärmepumpen im Kühlbetrieb mit einem Schalter je Wärmepumpe mit Kühlfunktion. Ob gerechnet wird, entscheidet Kühlung rechnen in der Simulation Konfiguration (Kälteerzeugung, Bedarf unter Kühlung)

Statuspunkt. Grün heißt: Für diese Technologie liegen Daten im Projekt, grau: keine. Bei der Solarthermie genügt ein Kollektorsatz oder eine vollständige Ganglinie mit 8 760 Stundenwerten, bei der Kühlung eine Kältemaschine oder eine Wärmepumpe im Kühlbetrieb.

Die Techniken im Überblick

Die verlinkten Seiten erklären jede Technik und ihre Einstellung in EPOS-Plan.

Technik Grundlagen In EPOS-Plan Rechenweg
Wärmepumpe Grundlagen Anwendung Berechnung
Heizkessel Grundlagen Anwendung Berechnung
Solarthermie Grundlagen Anwendung Berechnung
BHKW Grundlagen Anwendung Berechnung
Photovoltaik Grundlagen Anwendung Berechnung
Wechselrichter Grundlagen Anwendung Berechnung
Stromspeicher Grundlagen Anwendung Berechnung
Pufferspeicher Grundlagen Anwendung Berechnung
Wärmequelle Erdreich Grundlagen Anwendung Berechnung
Kühlung Grundlagen Anwendung, Kältemaschinen nach Typ Berechnung

Zusammenwirken in der Kaskade

Die Reihenfolge der Kaskade legt fest, wie die Erzeuger zusammenwirken: Platz 1 deckt so viel wie möglich, jeder weitere den Rest derselben Stunde. Wärmepumpe und pufferladende Erzeuger rechnen in einer gemeinsamen Speicherstufe:

  1. Der Puffer entlädt vorab.
  2. Die Erzeuger decken direkt.
  3. Freie Leistung lädt den Puffer nach Ladepriorität.
  4. Der Puffer entlädt nach.

Ein Erzeuger ohne Puffer hinter der Stufe bekommt, was danach offen bleibt; was auch er nicht deckt, bleibt als Restwärmebedarf stehen. Die Reihenfolge steht in der Simulationskonfiguration.

Folge der Wärmeerzeugung in einer Stunde: Speicherstufe mit Solarthermie, BHKW, Wärmepumpe und Puffer, dahinter der Heizkessel – Prinzipbild, Beispielwerte

Beispiel. Eine kalte Stunde braucht 100 kWh Wärme; die Kaskade lautet Solarthermie, BHKW, Wärmepumpe, Heizkessel. Die Solarthermie liefert 10 kWh, das BHKW mit voller Leistung 50 kWh, die Wärmepumpe 30 kWh. Der Puffer steht auf dem Mindestfüllstand, kein Erzeuger hat Leistung zum Laden übrig. Die offenen 10 kWh deckt der Heizkessel auf Platz 4; ungedeckt bleiben 100−10−50−30−10=0 kWh.

Betriebszeiten

Die Gruppe Betriebszeiten legt fest, wann und mit welchem Vorlauf eine Anlage zur Verfügung steht. In einer gesperrten Stunde ist die Anlage aus, sonst liefert sie höchstens Faktor × Nennleistung – in jeder Simulation, gleich welche Anlagenkopplung das Projekt rechnet.

Anlage Wo die Gruppe steht Besonderheit
Wärmepumpe Konfigurationsdialog: Knopf Konfiguration… der Wärmepumpen Verwaltung oder Simulation › Konfiguration mit Heizstab mitgesperrt
Heizkessel, BHKW Bearbeiten-Überlagerung eines Projektsatzes in der Verwaltung Heizkessel bzw. Verwaltung BHKW, zugeklappt unter der Auslegung; der Kopf nennt den Stand des Zeitprogramms und die Zahl der Sperrfenster ohne Heizstab mitgesperrt; ein BHKW, dessen freigegebene Leistung unter seiner unteren Grenzleistung liegt, bleibt in der Stunde aus
Kältemaschine in der Anlage ohne höchsten Vorlauf; Sperrzeit und Zeitprogramm wirken auf der Stufe Fahrplan als Kühl-Schranke, sonst nur auf die Deckung (Kälteerzeugung: Betriebszeiten)
  • Sperrzeit – die Sperrfenster der Anlage, gepflegt in der Gruppe Sperrzeiten.
  • Zeitprogramm – Wochenraster bearbeiten öffnet 7 × 24 Felder, Montag 0 Uhr bis Sonntag 23 Uhr, je ein Faktor von 0 (gesperrt) bis 1 (volle Leistung). Ohne Zeitprogramm ist die Anlage immer verfügbar; die Zeile unter dem Knopf nennt die voll verfügbaren und die gesperrten Wochenstunden. Ein gespeichertes Zeitprogramm, das nicht genau 168 Faktoren zwischen 0 und 1 enthält, nennt der Dialog als Fehler mit der gefundenen Zahl; es wird nicht aufgefüllt.
  • Höchster Vorlauf – in °C; leer gilt der projektierte Vorlauf der Anlage (grauer Text im Feld). Verlangt ein gekoppeltes Gebäude mehr, gilt dieser Wert.
  • Vorrang der Sperrzeit – in einer Stunde, in der beide etwas vorgeben, geht die Sperrzeit vor. Überschneiden sie sich, nennt der Dialog die Zahl der betroffenen Wochenstunden.

OK der Verwaltung speichert die Eingaben, prüft Zeitprogramm und höchsten Vorlauf jeder Anlage und bleibt bei einem Fehler offen.

Beispiel. Wärmepumpe 10 kW, Zeitprogramm Montag bis Freitag 0 bis 6 und 22 bis 24 Uhr Faktor 0,5, sonst 1, Sperrzeit täglich 11 bis 13 Uhr. Um 4 Uhr liefert sie höchstens 5 kW, um 9 Uhr 10 kW, um 11 und 12 Uhr nichts. Die Zeile unter dem Knopf nennt 128 voll verfügbare Wochenstunden (168 − 5 · 8).

Verfügbare Leistung einer Wärmepumpe 10 kW, Montag 4 bis 15 Uhr
höchstens lieferbar in kW
5
4
5
5
10
6
10
7
10
8
10
9
10
10
0
11
0
12
10
13
10
14
10
15
Stunde des Tages: bis 6 Uhr Faktor 0,5, um 11 und 12 Uhr Sperrzeit
Faktor × Nennleistung
Prinzipbild mit Beispielwerten. Die Sperrzeit geht dem Zeitprogramm vor.

Wirkung auf gekoppelte Gebäude. Mit Heizkreis oder geschlossener Kreis sinkt dort die Raumtemperatur, wenn die Anlage nicht oder nur teilweise zur Verfügung steht, statt dass ein Rest ungedeckt bleibt (Komfortstunden).

  • Heizkreis rechnet die Verfügbarkeit einmal je Projekt im Voraus (Profilweg): Ein Pufferspeicher zählt nur als Vorrat über die Dauer einer Sperre, ohne Ladezustand; die Komfortstunden sind eine obere Abschätzung.
  • geschlossener Kreis rechnet den Kreis zwischen Gebäude und Erzeugern Stunde für Stunde; ein Heizungspuffer überbrückt die Sperrstunden mit seinem Ladezustand.

Berechnung

Wie die ausgewählten Erzeuger in der Kaskade zusammenwirken, steht unter Berechnung: Simulationsablauf; die Rechenwege der einzelnen Gewerke stehen in der Rubrik Berechnung.

Siehe auch