Programm Dokumentation/Energieerzeuger
Weitere Optionen
Der Reiter Energieerzeuger der Startseite bestückt das Projekt mit der Technik. Acht Kacheln stehen zur Wahl; ein Klick öffnet den zugehörigen Dialog. Mehrere Technologien lassen sich kombinieren.
Eingaben
| Kachel | öffnet | Hinweis |
|---|---|---|
| Wärmepumpe | Wärmepumpen Verwaltung | Maschinen aus dem Katalog zusammenstellen, Auslegungsdaten ergänzen |
| Heizkessel, BHKW | Verwaltung Heizkessel, Verwaltung BHKW | Leistung, Wirkungsgrade und Brennstoff |
| Solarthermie | Schalter Profil (Vorgabe): Eingabe der Solarkollektoren; Schalter Ganglinie: Zuordnung, Pflege und Import einer Solarthermieganglinie | eine vollständig zugeordnete Ganglinie rechnet anstelle des Kollektorfelds, mit dessen Senken, Puffer und Kaskadenplatz (Ganglinie statt Kollektorfeld) |
| Photovoltaik | Verwaltung Photovoltaik Module | Modultyp, Modulanzahl, Neigung und Azimut; mehrere Teilfelder möglich |
| Stromspeicher, Pufferspeicher | Verwaltung Stromspeicher, Verwaltung Pufferspeicher | den Pufferspeicher ordnet die Simulationskonfiguration zu und gibt ihm Schaltschwellen |
| Kühlung und Kälteanlagen | Kältemaschinen im Projekt | darunter der Block Wärmepumpen im Kühlbetrieb mit einem Schalter je Wärmepumpe mit Kühlfunktion. Ob gerechnet wird, entscheidet Kühlung rechnen in der Simulation Konfiguration (Kälteerzeugung, Bedarf unter Kühlung) |
Statuspunkt. Grün heißt: Für diese Technologie liegen Daten im Projekt, grau: keine. Bei der Solarthermie genügt ein Kollektorsatz oder eine vollständige Ganglinie mit 8 760 Stundenwerten, bei der Kühlung eine Kältemaschine oder eine Wärmepumpe im Kühlbetrieb.
Die Techniken im Überblick
Die verlinkten Seiten erklären jede Technik und ihre Einstellung in EPOS-Plan.
| Technik | Grundlagen | In EPOS-Plan | Rechenweg |
|---|---|---|---|
| Wärmepumpe | Grundlagen | Anwendung | Berechnung |
| Heizkessel | Grundlagen | Anwendung | Berechnung |
| Solarthermie | Grundlagen | Anwendung | Berechnung |
| BHKW | Grundlagen | Anwendung | Berechnung |
| Photovoltaik | Grundlagen | Anwendung | Berechnung |
| Wechselrichter | Grundlagen | Anwendung | Berechnung |
| Stromspeicher | Grundlagen | Anwendung | Berechnung |
| Pufferspeicher | Grundlagen | Anwendung | Berechnung |
| Wärmequelle Erdreich | Grundlagen | Anwendung | Berechnung |
| Kühlung | Grundlagen | Anwendung, Kältemaschinen nach Typ | Berechnung |
Zusammenwirken in der Kaskade
Die Reihenfolge der Kaskade legt fest, wie die Erzeuger zusammenwirken: Platz 1 deckt so viel wie möglich, jeder weitere den Rest derselben Stunde. Wärmepumpe und pufferladende Erzeuger rechnen in einer gemeinsamen Speicherstufe:
- Der Puffer entlädt vorab.
- Die Erzeuger decken direkt.
- Freie Leistung lädt den Puffer nach Ladepriorität.
- Der Puffer entlädt nach.
Ein Erzeuger ohne Puffer hinter der Stufe bekommt, was danach offen bleibt; was auch er nicht deckt, bleibt als Restwärmebedarf stehen. Die Reihenfolge steht in der Simulationskonfiguration.
Beispiel. Eine kalte Stunde braucht 100 kWh Wärme; die Kaskade lautet Solarthermie, BHKW, Wärmepumpe, Heizkessel. Die Solarthermie liefert 10 kWh, das BHKW mit voller Leistung 50 kWh, die Wärmepumpe 30 kWh. Der Puffer steht auf dem Mindestfüllstand, kein Erzeuger hat Leistung zum Laden übrig. Die offenen 10 kWh deckt der Heizkessel auf Platz 4; ungedeckt bleiben kWh.
Betriebszeiten
Die Gruppe Betriebszeiten legt fest, wann und mit welchem Vorlauf eine Anlage zur Verfügung steht. In einer gesperrten Stunde ist die Anlage aus, sonst liefert sie höchstens Faktor × Nennleistung – in jeder Simulation, gleich welche Anlagenkopplung das Projekt rechnet.
| Anlage | Wo die Gruppe steht | Besonderheit |
|---|---|---|
| Wärmepumpe | Konfigurationsdialog: Knopf Konfiguration… der Wärmepumpen Verwaltung oder Simulation › Konfiguration | mit Heizstab mitgesperrt |
| Heizkessel, BHKW | Bearbeiten-Überlagerung eines Projektsatzes in der Verwaltung Heizkessel bzw. Verwaltung BHKW, zugeklappt unter der Auslegung; der Kopf nennt den Stand des Zeitprogramms und die Zahl der Sperrfenster | ohne Heizstab mitgesperrt; ein BHKW, dessen freigegebene Leistung unter seiner unteren Grenzleistung liegt, bleibt in der Stunde aus |
| Kältemaschine | in der Anlage | ohne höchsten Vorlauf; Sperrzeit und Zeitprogramm wirken auf der Stufe Fahrplan als Kühl-Schranke, sonst nur auf die Deckung (Kälteerzeugung: Betriebszeiten) |
- Sperrzeit – die Sperrfenster der Anlage, gepflegt in der Gruppe Sperrzeiten.
- Zeitprogramm – Wochenraster bearbeiten öffnet 7 × 24 Felder, Montag 0 Uhr bis Sonntag 23 Uhr, je ein Faktor von 0 (gesperrt) bis 1 (volle Leistung). Ohne Zeitprogramm ist die Anlage immer verfügbar; die Zeile unter dem Knopf nennt die voll verfügbaren und die gesperrten Wochenstunden. Ein gespeichertes Zeitprogramm, das nicht genau 168 Faktoren zwischen 0 und 1 enthält, nennt der Dialog als Fehler mit der gefundenen Zahl; es wird nicht aufgefüllt.
- Höchster Vorlauf – in °C; leer gilt der projektierte Vorlauf der Anlage (grauer Text im Feld). Verlangt ein gekoppeltes Gebäude mehr, gilt dieser Wert.
- Vorrang der Sperrzeit – in einer Stunde, in der beide etwas vorgeben, geht die Sperrzeit vor. Überschneiden sie sich, nennt der Dialog die Zahl der betroffenen Wochenstunden.
OK der Verwaltung speichert die Eingaben, prüft Zeitprogramm und höchsten Vorlauf jeder Anlage und bleibt bei einem Fehler offen.
Beispiel. Wärmepumpe 10 kW, Zeitprogramm Montag bis Freitag 0 bis 6 und 22 bis 24 Uhr Faktor 0,5, sonst 1, Sperrzeit täglich 11 bis 13 Uhr. Um 4 Uhr liefert sie höchstens 5 kW, um 9 Uhr 10 kW, um 11 und 12 Uhr nichts. Die Zeile unter dem Knopf nennt 128 voll verfügbare Wochenstunden (168 − 5 · 8).
Wirkung auf gekoppelte Gebäude. Mit Heizkreis oder geschlossener Kreis sinkt dort die Raumtemperatur, wenn die Anlage nicht oder nur teilweise zur Verfügung steht, statt dass ein Rest ungedeckt bleibt (Komfortstunden).
- Heizkreis rechnet die Verfügbarkeit einmal je Projekt im Voraus (Profilweg): Ein Pufferspeicher zählt nur als Vorrat über die Dauer einer Sperre, ohne Ladezustand; die Komfortstunden sind eine obere Abschätzung.
- geschlossener Kreis rechnet den Kreis zwischen Gebäude und Erzeugern Stunde für Stunde; ein Heizungspuffer überbrückt die Sperrstunden mit seinem Ladezustand.
Berechnung
Wie die ausgewählten Erzeuger in der Kaskade zusammenwirken, steht unter Berechnung: Simulationsablauf; die Rechenwege der einzelnen Gewerke stehen in der Rubrik Berechnung.
Siehe auch
- Erzeuger und Speicher auswählen – der zugehörige Schritt im Programmablauf mit den Angaben je Gerätegattung
- Simulation konfigurieren und starten – Reihenfolge der Erzeuger und Zuordnung der Speicher
- Stammdaten und Datenimport – die Kataloge, aus denen die Geräte stammen
- Grundlagen – die fachlichen Hintergründe der Techniken